Endura Fahrradbekleidung für Herren im Test: Ein umfassender Überblick

Der Herbst rückt näher, und mit ihm die Herausforderungen von Nässe, Kälte und schlechtem Wetter für Biker. Doch Endura hat ihre Premium Linie MT 500 zur Herbst-Winter-Saison neu aufgelegt und den Produkten neue Features spendiert. Auch das Thema Umweltbewusstsein ist noch stärker in den Fokus der Linie gerutscht. Mit der MT 500 II Waterproof Bikejacke präsentiert Endura ihre Hightech-Jacke neu und verspricht den perfekten Begleiter um auch bei schlechtem Wetter eine Runde auf dem Bike zu drehen.

Endura MT500 Serie: Eine Einführung

Endura hat die preis-leistungsstarke, highquality MT500-Bekleidungsserie in Zusammenarbeit mit den Atherton-Geschwistern komplett überarbeitet. Auch die MT500 II Waterproof Jacke ist Teil dieser Neuauflage. Die Endura MT500 Jacke ist bei vielen die ersten Wahl, wenn es um wasserdichte und atmungsaktive Fahrrad-Jacken geht. Einige munkeln sogar, dass es auf dem Markt fast nichts Besseres gibt. Tatsächlich habe ich diese Jacke zum ersten Mal in den Händen.

Erster Eindruck und Tragekomfort

Beim Auspacken ist mir gleich die gute Qualität aufgefallen, die Haptik überzeugt in den ersten Sekunden. Auch die Optik überzeugt, ich habe die Jacke in der Farbe „Muskat“ erhalten, in meinen Augen eine gute Mischung aus Sichtbarkeit und doch dezentem, hellen Braunton. Mir gefällt’s, aber insbesondere in Bezug auf Farben gehen die Meinungen ja oft auseinander. Also gleich mal anziehen: Die Jacke trägt sich wirklich bequem, ist größentreu und lässt viel Bewegungsfreiheit, so dass man im Herbst noch etwas drunter tragen kann. Eine wirkliche Fütterung gibt es nicht, aber das soll ja auch keine Winterjacke sein.

Wie schon mein erster Eindruck: Die Jacke trägt sich super komfortabel beim Biken. Größentechnisch liege ich mit 186cm immer zwischen zwei Größen, L und XL. Ich trage hier eine Größe XL, da ich bei kühlerem, nassem Wetter gerne noch etwas unter der Jacke trage. Nichts rutscht blöd hoch, die Bewegungsfreiheit ist voll und ganz gegeben und man hat nicht das Gefühl in einem Plastiksack zu stecken. Der Schnitt ist wie beschrieben hinten etwas länger, was für einen guten Wasserablauf und einen trockenen unteren Rücken sorgen sollte.

Material und Features der MT500 Jacke

Der zweite Blick geht natürlich direkt auf das „Feature-Label“ des Herstellers Endura, das sich doch überraschen gut liest. Ich habe euch hier mal die wichtigsten Punkte aufgezählt, ob all die technischen Details so stimmen - wer weiß das schon. Mit dem Kauf des Endura Produkts verspricht Endura einen Baum zu platzen (*Ok, beeindruckend). Endura plant dieses Jahr ca. Über Stock…. …und Stein.

Interessant dabei ist, dass das Material nicht nur komplett PVC-frei und umweltfreundlich produziert, sondern zusätzlich auch extrem wasserdicht ist (20.000mm Wassersäule bei einer Atmungsaktivität von 40.000 g/m²/24h Feuchtigkeitsdurchsatz). Auf den Schultern findet man Silikonapplikationen, die ein Verrutschen des Rucksacks verhindern sollen. Das funktioniert tatsächlich. Obwohl ein gut sitzender Rucksack in der Regel ja nicht unbedingt viel rutschen sollte.

Kapuze und Anpassung

Die große Kaputze… …lässt sich ohne Aufwand… …einfach über den Helm ziehen. Die 3D-Kapuze kann man problemlos über den Helm ziehen (*hier ein Bontrager Rally Wavecell) und durch einen Zug hinten individuell anpassen. Also kein „ins Gesicht rutschen“ der Kapuze oder Sichtbehinderung mehr. Die Kapuze kann an insgesamt drei Stellen verstellt werden und optimal an den Kopf des Fahrers mit samt dem Helm angepasst werden. Um den Kopfumfang einzustellen nimmt man einen weiteren Kordel-Zug, welcher auf der Rückseite der Kapuze in Genickhöhe angebracht ist. Die großzügig geschnittene Kapuze lässt sich somit an alle herkömmlichen Helm-Modelle, egal ob Full-Face oder normaler MTB-Helm anpassen.

Weitere praktische Details

Einen besonders genialen Punkt aus meiner Sicht bietet die Endura MT500 MTB Jacke am linken Unterarm. Die kleine Tasche am linken Unterarm ist groß genug für eine Karte (Perso, Bankkarte, Liftkarte etc.) und z.B. den Haustürschlüssel (natürlich ohne irgendwelches Gedöns wie Plüschminions als Anhänger etc. Auf der Innenseite der linken Brusttasche findet sich eine kleine Netz-Innentasche wo sich z.B. ein Handy oder ein kleiner Geldbeutel verstauen lässt. In der linken Brusttasche befindet sich ein cooles kleines Gimmick in Form eines Brillenputztuchs. Mit dem Brillenputztuch behälst du immer den Durchblick! Die Ärmelbündchen lassen sich dank Kletterverband schnell in der Weite regulieren. Außerdem sorgt ein im Ärmel angebrachter Schneefang dafür, dass auch bei besonders widrigen Wetterbedingung weder Kälte noch Nässe in die Ärmel eindringen kann. Selbst in Kombination mit Handschuhen funktioniert das einwandfrei.

Belüftung und Temperaturmanagement

Da es nicht sonderlich kühl oder nass war, wurde es bei 26 Grad Außentemperatur nach kurzer Zeit doch recht warm in der Jacke. Zum Glück gibt es zwei große Belüftungsöffnungen unter den Armen, die sich beidseitig mit jeweils zwei Reißverschlüssen oben und unten öffnen lassen. Und wenn das nicht reicht, kann man immer noch die Taschen links und rechts öffnen, da diese als zusätzliche Belüftungsoptionen ausgelegt sind. Durch das Mesh-Innenfutter ist eine zusätzliche Belüftung kein Problem. Belüftungs- / Hitzemanagement - Top!

Wasserdichtigkeit im Test

Ok, super Jacke zum Biken also. Aber wie ist das jetzt genau mit der Wasserdichtigkeit bei Regen? Absolut dicht: Die Mt500 Jacke hat verschweißte Nähte! Mangels Regen habe ich hier einfach mal meine Trinkflasche genommen und den Regenmacher gespielt. „Lotus-Effekt Deluxe“, kann ich da nur sagen. Die „Regentropfen“ prallen richtig an der Jacke ab, auch stehendes Wasser dringt nicht ein und innen ist es knochentrocken. Hier leistet das Exoshell Material von Endura ganze Arbeit.

Um das „Lotus-Erlebnis“ dauerhaft zu erhalten, empfiehlt Endura hier sein spezielles Waschmittel, den „Apparel Cleaner und Re-Proofer“, den Endura mir freundlicherweise gleich mit zur Verfügung gestellt hat. Das Mittel stellt die wasserabweisende Schicht wieder her und wird durch Hitze (Trockner / Fön / Bügeleisen o. Ä.) aktiviert.

MT500 Burner Hose im Detail

Auf der Suche nach einer robusten, vielseitigen und durchdachten Hosen für meine Mountainbike Touren und Bikepark Besuche, bin ich beim online Händler auf die Endura MT500 Burner aufmerksam geworden. Der sportliche Schnitt, die netten Details und die Bewegungsfreiheit mit Protektoren machten den Kaufentschluss leichter. Als ich die Hose das erste Mal auspackte, anzog und mich darin bewunderte, fiel mir zum einen die scheinbar hochwertige Verarbeitung und die robuste Verarbeitung auf. Das atmungsaktive Vier-Wege-Stretch-Gewebe sorgt für eine ausgezeichnete Bewegungsfreiheit, während verstärkte Zonen an Sitzfläche und Knien die Hose besonders strapazierfähig machen. Alle Nähte sind an den besonders beanspruchten Stellen verstärkt.An beiden Seiten finden sich zwei Hosentaschen, die Platz für Handy und Bikepark-Karte bieten. Hier wäre eine extra Tasche, wie bei der Endura Singeltrack II Hosen schön, die Platz für ein Schlüsselbund oder einen Ersatz Akku für die Action Kamera bietet.Dank eines wasserabweisenden, PFC-freien Finishs perlt Spritzwasser zuverlässig ab, was die Hose auch bei wechselhaften Bedingungen zu einer guten Wahl macht. Allerdings ist es keine Regenhose!Der Hosenbund lässt sich mittels Ratschen- und Klettverschluss individuell anpassen.

Punkten tut die MT500 Burner Hose mit einigen durchdachten Details, wie der Kompatibilität mit dem Endura Clickfast-System. Dies ermöglicht den Einsatz von gepolsterten Radhosen. Ein Nachteil ist bei der Endura MT500 Burner, der fehlende Reißverschluss an den Beinende. Wer nach einem Uphill seine Protektoren überstreifen möchte, wird wohl nicht drum herumkommen, die Hose herunterzulassen. Trotz des kleinen Mankos punktet die Hose aus meiner Sicht mit Ihrem guten Preis-/Leistungsverhältnis und dem vielfältigen Möglichkeiten des Einsatzes. Ob Trail, Enduro, Downhill oder auf Wanderungen, die Endura MT500 Burner ist vielseitig einsetzbar.

Endura Pakajak Windjacke im Test

Endura Pakajak Windjacke - Ausstattung/ PackmaßDie Pakajak ist ein absoluter Klassiker im Sortiment der Schotten und eine preiswerte Windjacke, die man als Notfallschutz immer im Rucksack parken kann. Sie lässt sich im separaten Packbeutel etwa faustgroß verstauen. Allerdings hat die Jacke im Lauf der Jahre etwas an Gewicht zugelegt und zählt mit 144 Gramm in Größe L nicht mehr zu den Leichtgewichten. Bei der Ausstattung gibt es hier nur das Nötigste: einfache Stretch-Bündchen, Lüftungskanäle unter den Achseln und viel Reflex für gute Sichtbarkeit. Das Material der Pakajak ist durchgängig winddicht. Keine Mesh-Einsätze, durch die der Wind pfeifen könnte. Lediglich unter den Armen gibt es kleine Lüftungskanäle, die allerdings nur eine beschränkte Wirkung haben. Beim Spray-Test nimmt das Material der Windjacke schon im Neuzustand recht viel Feuchtigkeit auf. Fahrten im Regen sind also nicht die Stärke der Endura Windjacke. An sich liegt das Material der Pakajak Windjacke sehr angenehm auf der Haut. Sobald der Schweiß allerdings anfängt zu triefen, wird die Innenseite der Jacke etwas klebrig. Die Lüftungstunnel fächern nur wenig Frischluft nach innen. Luftdurchlässige, atmungsaktive Partien fehlen der Jacke gänzlich. Auch die Passform ist nicht optimal. Zwar ist die Jacke hinten sehr lang geschnitten und reicht fast ganz übers Gesäß, an Armen, Brust und Bauch ist aber reichlich Material vorhanden, das im Fahrtwind flattert. Im Verhältnis fallen die Ärmel etwas kurz aus. Macht man sich auf dem Bike mal lang, rutschen sie auf die Unterarme hoch. Der Kragen schließt hoch und komfortabel ab, hier fehlt allerdings eine RV-Garage, sodass der Zipper schon mal kratzen kann. Die Endura Windjacke fällt sehr groß aus, sodass in der Regel eher die kleinere Größe die passendere Wahl ist.Durch die etwas labbrige Passform lässt sich der straff laufende Zipper kaum mit einer Hand bedienen. Zum Öffnen muss man also beide Hände vom Lenker nehmen. Dafür ist der Packbeutel ein praktisches Detail, mit dem die Jacke bequem in der Trikottasche oder im Rucksack verschwindet.

Weitere getestete Regenjacken

Regen ist so etwas wie der natürliche Feind der Radfahrer. Wer möchte schon auf einer Radreise stundenlang durchnässt weiter in die Pedale treten oder nach dem Weg zur Arbeit nass im Büro sitzen? Regenjacken für Radfahrer und Radfahrerinnen haben einen anderen Schnitt als entsprechende Jacken für Wanderer. In der Regel sind sie vorne kürzer und lassen ausreichend Raum für die Beine. Am Rücken sind sie oft länger, um auch bei leicht gebückter Haltung auf dem Rad Schutz zu bieten. Sie haben schließbare Bündchen an den Ärmeln, damit der Fahrtwind nicht hineingreift. Die sportlichen Modelle sitzen eng an und bieten dem Wind so wenig Angriffsfläche - ein nicht zu unterschätzender Aspekt auf längeren Radtouren, aber auch bei Fahrten ins Büro mit Gegenwind.

Die von uns getesteten Modelle sind wasserdicht und teils atmungsaktiv. Eine Regenjacke soll ja erstens nicht nach einer halben Stunde durchnässen, und zweitens wollen Sie nicht übermäßig schwitzen. Keine der getesteten Jacken hat uns in diesen beiden Aspekten komplett im Stich gelassen. Unterschiede gibt es dennoch. Fast alle Jacken in unserem Test haben eine Kapuze. Deren Verstellbarkeit ist wichtig: Einerseits muss sie eng genug sitzen, um vom Gegenwind nicht zurückgeweht zu werden. Andererseits darf sie auch beim Drehen des Kopfes nicht die Sicht behindern. Und falls Sie einen Helm tragen: Wollen Sie die Kapuze über oder unter dem Helm tragen? Nicht bei allen Regenjacken ist beides möglich.

Alle Regenjacken im Test haben Taschen. Ein Smartphone können Sie jedoch nur bei einigen Modellen sicher und zugleich trocken verstauen. Die Smartphonetasche sollte zudem so hoch sitzen, dass Sie beim Treten nicht ständig mit den Beinen dagegenstoßen. Hier ist bei einigen Herstellern noch Luft für künftige Entwicklungen.Mit Ausnahme der Mäntel von AGU und Elkline schützen alle Jacken nur bis zur Hüfte. Bei dem Mantel von AGU werden die Beine der Radlerin trotz seiner Länge nass. Richtig geschützt sind Sie also nur, wenn Sie zusätzlich auch eine Regenhose parat haben oder aber den Manteloverall wählen. Hier ist die Hose integriert. Wie so oft kommt es auf den Einsatzzweck an: Wollen Sie sportlich unterwegs sein oder auf eine Radreise gehen? Dann sind die Jacken von Gorewear, Endura (GV 500) und GripGrab die richtige Wahl. Alle drei Jacken halten lange trocken und sind atmungsaktiv. Letzteres ist wichtig, denn der beste Regenschutz hilft nichts, wenn die Feuchtigkeit von innen kommt und nicht abtransportiert werden kann. Das ist im Pendlerverkehr zum Arbeitsplatz nicht ganz so wichtig. Hier kann man beruhigt zu den Produkten von Gonso oder AGU greifen.

BTWIN City 540 Regenjacke

Die BTWIN City 540 vom französischen Großhändler Decathlon ist eine gefütterte Regenjacke. Wie der Name andeutet, ist sie vor allem für den urbanen Einsatz konzipiert. Mit ihrem weiten Schnitt und dem doppelten Bund an den Armen ist sie alles andere als windschnittig und daher kaum für den Einsatz auf Rennrädern geeignet. Dafür hat sie breite Reflektorstreifen, die im nächtlichen Straßenverkehr für Sichtbarkeit sorgen sollen, indem sie auch schwaches Licht stark reflektieren. So wird man bei Nacht nicht so leicht übersehen. Die BTWIN City 540 hat ein wattiertes Innenfutter, gummierte Bündchen an den Armabschlüssen und einen hohen Kragen. Komplett geschlossen, wärmt sie gut, Fahrtwind hat kaum Chancen, einzudringen. Wird es zu warm, kann man links und rechts unterhalb der Achseln Reißverschlüsse auf einer Länge von rund 20 Zentimetern öffnen.

Diese Reißverschlüsse, ein großer vorn und zwei über den seitlichen Taschen, sind nicht abgedichtet, aber jeweils von einem Stück Umschlagstoff geschützt. Über dem Hauptreißverschluss ist dieser Stoff so breit gehalten, dass er auch noch den Reißverschluss der Brusttasche abdeckt. In die wiederum passen auch große Smartphones gut hinein. Bei einer Fahrt durch Regen blieb mein Smartphone darin trocken. Ich übrigens auch. Allerdings wird der Stoff nach einer Stunde Regenfahrt langsam feucht, aber nur außen. Bei Temperaturen um die sieben Grad wurde es nach einer halben Stunde sehr warm in der Jacke. Die Lüftung unter den Armen hilft etwas, aber für sportliche Fahrten bei herbstlichen Temperaturen ist sie zu warm. Die Kapuze ist nicht gefüttert. Sie hat einen nicht einstellbaren Gummizug und hinten eine kleine Lasche zum enger Ziehen. Sie sitzt ausreichend stramm, sodass sie bei Gegenwind nicht nach hinten umklappt. Allerdings zieht mir der Gummizug trotz der Einstelllasche den kleinen Schirm so über die Augen, dass mein Sichtfeld eingeschränkt wird. Ich muss den Schirm nach oben klappen, und dann wirkt er nicht mehr. Die Kapuze passt nur unter meinen Helm, nicht darüber. Wer die Kapuze nicht benötigt, kann sie im Kragen verschwinden lassen. Die Jacke wiegt mit 870 Gramm recht viel, ist aber, anders als viele Konkurrenzmodelle, auch gefüttert.

Gripgrab EXPLR Waterproof Lightweight

Die EXPLR Waterproof Lightweight ist tatsächlich beides: wasserfest und leicht. Auf meiner einstündigen Pendlerstrecke bin ich darin zumindest nicht nass geworden. Es kommt nach einiger Zeit etwas Feuchtigkeit in das Material, die aber nicht stört. Leicht und gut packbar ist die Jacke auch: Mit 268 Gramm ist sie fast so leicht die weiter unten beschriebene GV500 von Endura. Der Preis für das geringe Gewicht: Die EXPLR hat nur eine von außen zugängliche Tasche an der Brust. Seiten- oder Innentaschen fehlen. Immerhin kann ich in der Brusttasche mein Smartphone (auch große Geräte passen) trocken aufbewahren. Der Reißverschluss der Tasche ist, ebenso wie der Hauptreißverschluss, abgedichtet. Ich kann die Jacke am Abschluss hinten am Rücken mit einem Gummizug enger ziehen, ebenso die Kapuze. Letztere passt bei mir nur unter den Helm, nicht darüber. Fahre ich ohne Helm, so bleibt die Kapuze trotz Fahrtwind fest am Kopf. An den Armabschlüssen gibt es Gummizüge, sodass die Ärmel bei mir gut mit meinen Handschuhen abschließen und mit oder ohne Handschuhe kein Fahrtwind an die Arme kommt. Auch bei schneller Fahrt komme ich in der Jacke nicht so schnell ins Schwitzen.

Vergleich der getesteten Jacken

Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Eigenschaften der getesteten Jacken vergleicht:

Jacke Gewicht Wassersäule Atmungsaktivität Taschen Kapuze
Endura MT500 II Unbekannt 20.000mm 40.000 g/m²/24h Mehrere Helmkompatibel
BTWIN City 540 870g Unbekannt Unbekannt Mehrere Unter Helm
Gripgrab EXPLR 268g Unbekannt Unbekannt Eine Brusttasche Unter Helm
Endura GV 500 228g Unbekannt Unbekannt Eine Brusttasche Helmkompatibel

Endura GV 500 Waterproof Jacket

Die GV 500 ist ein leichtes Sommermodell für Abenteurer: Sie lässt sich klein zusammenfalten, wiegt nur 228 Gramm und passt so gut zu mehrtägigen Ausfahrten mit wenig Gepäck. Sie lässt sich in die eigene, auf links gedrehte Brusttasche stecken und nimmt dann nur noch wenig Raum ein. Die abgedichtete Brusttasche eignet sich zudem gut für ein Smartphone. Das Material aus drei dünnen Lagen ist erstaunlich stabil. Verzichtet hat Endura jedoch auf weitere Taschen oder besondere Features: Lediglich die Kapuze lässt sich verstellen. Im Test im Hamburger Dauerregen bewährt sich das atmungsaktive und dennoch komplett wasserdichte Material. Alle Nähte sind versiegelt, der Reißverschluss vorn hat eine Sturmlasche und bleibt ebenfalls dicht. Die Kapuze kann nur verstellt, aber nicht vorn noch mehr verschlossen werden. Dafür passt das dünne Material sehr gut unter einen Helm. Die Kapuze ist aber auch groß genug, um über einen Rennradhelm gezogen zu werden. Endura bietet die Jacke in den Farben Schwarz, Olivgrün und »Paprika« an. Letzteres leuchtet hellrot. Das Modell gibt es ausschließlich in einem Schnitt für Männer und in sieben Größen.

AGU Oversized Rain Shirt

»Was soll denn das sein?«, fragt die Testerin entgeistert, als sie das »Oversized Rain Shirt« überzieht. Tatsächlich hat AGU das Design eines Herrenhemdes in eine Art Regenmantel für Frauen übertragen. Im Testverlauf zeigt sich, dass das Konzept aufgeht: Der Regenmantel lässt sich einerseits gut über bürotaugliche Kleidung ziehen und fällt mit seinem Design andererseits im quirligen Hamburger Stadtteil Ottensen kaum auf. Die zahlreichen Knöpfe sind zwar alle nur Designelemente, verdecken aber Druckknöpfe: Mit ihnen lassen sich die Schutzlasche auf dem vorderen Zwei-Wege-Reißverschluss schließen, die Armabschlüsse in zwei Stufen verstellen und die beiden Brusttaschen öffnen. Dazu kommen zwei verdeckte Seitentaschen mit Reißverschluss und eine schließbare Innentasche - viel Raum für die Mitnahme von Smartphone, Schlüssel oder Portemonnaie. Zwei Schlitze an den Seiten und der auch von unten zu öffnende Reißverschluss lassen Raum für die Beine, gleichzeitig ist der Beckenbereich vor Regen geschützt. Das schwere Material (700 Gramm wiegt der Mantel in Größe S) ist mit seinen gedichteten Nähten wasserdicht und gleichzeitig atmungsaktiv. Man muss den Mantel nicht gleich ausziehen, wenn sich kurz die Sonne blicken lässt oder ein Anstieg schweißtreibend Kraft erfordert. Allerdings: Einmal ausgezogen lässt sich der Mantel nicht so klein zusammenfalten wie andere Produkte im Test: Es braucht schon eine ausgewachsene Gepäckträgertasche oder einen Fahrradkorb, um das Rain Shirt zu transportieren. AGU bietet den Regenmantel nur in zwei Beigetönen (hell und dunkel) an.

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