Endura Rennrad Trikot Test: Die Optimale Bekleidung für jede Jahreszeit

Hose, Trikot, Socken, Helm, Radschuhe - das ist alles, was man - neben seinem Rad - bei hohen Temperaturen für eine Rennrad-Runde braucht. Bei der Radbekleidung für den Sommer gilt oft: Weniger ist mehr. Oft braucht man nur das Nötigste.

Sommertrikots im Test

Bereits das Gewicht der Bekleidungsstücke kann auf den idealen Einsatzbereich hinweisen: Sommertrikots sind in der Regel leichter als solche, die einen zusätzlichen Kälteschutz bieten. Bei vielen auf den Radsport bei hohen Temperaturen ausgelegten Trikots ist das Material sehr dünn und teilweise sehr großporig.

Unterschiedliche Gewebearten werden oft strategisch kombiniert. Glatte feine Stoffe an der Vorderseite und an den Ärmeln sollen teilweise auch der Aerodynamik dienen und einen Luftstrom mit möglichst wenigen Verwirbelungen ermöglichen. Am Rücken werden häufig Stoffe mit einer raueren Struktur verarbeitet. Dies dient vor allem dem Schweißtransport. Der Hersteller Alé etwa bietet zudem Bekleidung mit einem Graphen-Anteil in den Fasern.

Auffällig ist: Das wohl einfachste Mittel für ein besonders „luftiges“ Trikotdesign ist die Gestaltung des Kragens. Viele der Testprodukte verfügen über ein nahezu kragenloses Design. Zugunsten einer möglichst faltenfreien und körpernahen Race-Passform sind sie vorne am Bauch klar kürzer gehalten als an der Rückenpartie. Zudem sind manche der dünnen Sommer-Trikots nicht vollständig blickdicht.

In den meisten Fällen werden die Ärmel im Raglan-Schnitt designt. Dabei sind sie nicht im Schulterbereich an den Stoff des Rumpf-Teils angenäht. Stattdessen ist das Ärmelmaterial über die Schulter hinweg bis zum Hals verlängert. Sportful beispielsweise belässt den dickeren, robusteren Stoff an der Innenseite und verarbeitet nur an der Außenseite ein sehr dünnes netzähnliches Gewebe. Assos verzichtet ganz auf einen Rückeneinsatz zwischen den Trägern und spart bei seinem Top-Modell zudem viele Nähte ein.

Leichte Sommer-Trikots im Detail

Genau richtig für heiße Tage sind ultraleichte Sommer-Trikots für Rennradfahrer. ROADBIKE hat getestet, welches am besten kühlt! Viele der Trikots aus dem Test aus dem Jahr 2019 sind auch im Jahr 2022 noch erhältlich, perfekt für den Hitze-Sommer. Das RC Premium von Scott bietet ein nahezu perfektes Komplett-Paket aus Tragekomfort, Gewicht und Kühlung: klarer Testsieg!

Das Q36.5 L1 Pinstripe Jersey überzeugt mit dem besten UV-Schutz mit einem UPF ("Ultraviolet Protection Factor") von 50. Vom Castelli Climbers Jersey gibt es mittlerweile schon die Version 3.0! Im Test erhielt der Vorgänger Bestnoten beim Hitzemanagement. Auch das POC Essential Logo Jersey gefiel den Testern dank luftigem Mesh-Material.

An den heißesten Tagen des Jahres kann das Jersey gar nicht luftig genug sein. Doch welches ultraleichte Sommertrikot lässt wirklich viel Luft an den Oberkörper? Um das herauszufinden, hat ROADBIKE bei 16 Herstellern nach ihren leichtesten Rennradtrikots mit maximaler Belüftung bei minimalem Gewicht für heiße Tage gefragt.

Schon für relativ wenig Geld gibt es extrem luftige Trikots. Die Modelle von Castelli, Endura, Santini SMS, Scott und Sportful kosten rund 90 Euro. Am oberen Ende der Skala liegt das SS.centoJersey_evo8 von Assos, für das 190 Euro fällig werden. Ähnlich groß wie bei den Preisen ist auch die Spanne beim Gewicht: Nur 65 Gramm wiegt das wirklich hauchdünne Nano Jersey SS von Katusha, auch hier bildet das Trikot von Assos mit 165 Gramm den Gegenpol.

Obwohl die Trikots teilweise aus extrem dünnen, oft durchscheinenden Stoffen genäht sind, gibt nicht jeder Hersteller den UV-Schutz an. Im Testfeld bieten die Modelle von Dos Caballos und Q36.5 mit einem UPF ("Ultraviolet Protection Factor") von 40 bzw. 50 den besten UV-Schutz.

Vor allem Trikots, die an der Front- wie auch an der Rückenpartie auf sehr luftiges Mesh-Material setzen, überzeugten. Bestnoten vergaben die Tester an das Climbers Jersey FZ von Castelli, das Nano Jersey SS von Katusha sowie an das Tono 2.0 Jersey von Santini SMS. Alle Modelle boten exzellente Belüftung und ließen viel Fahrtwind durch. Spürbar dicker und auch wärmer war das SS.centoJersey_evo8 von Assos.

Extrem angenehm, luftig und leicht, hoher Tragekomfort und zudem günstig: Das RC Premium Jersey von Scott punktet in nahezu allen Disziplinen und sichert sich so den klaren Testsieg. Auf Platz zwei landet das Pro Team Leuchtstoff Trikot von Biehler mit nur einem Punkt Vorsprung auf das ebenfalls exzellente Pro SL Lite Trikot von Endura.

Rennrad-Trikots für die kalte Jahreszeit

In der kalten Jahreszeit muss man das Rennrad nicht gleich in den Keller stellen. Mit der richten Rennrad-Bekleidung trotzen Sie den widrigen Umständen. Ein Langarmtrikot gehört auf jeden Fall dazu. Kurz: Jeder Ganzjahresfahrer sollte ein Rennrad-Trikot mit langen Ärmeln im Kleiderschrank haben.

Manche Langarmtrikots kommen mit winddichtem Gewebe im Brustbereich wie der bekannten Windstopper-Membran der Firma Gore. Andere werben mit dem Zusatz „Thermo“ für den Einsatz bei kalten Bedingungen um den Gefrierpunkt. Für beide Varianten gilt: Die Übergänge zu den Rennradjacken verlaufen fließend.

Wesentliches Kriterium für die Tauglichkeit eines Trikots ist dessen Passform: Das beste Material und die tollste Ausstattung nützen nichts, wenn das Trikot ständig verrutscht, die Kälte durch Kragen oder Bünde pfeift und die viel zu weiten Ärmel im Wind flattern. Deshalb: Unbedingt vor dem Kauf mehrere Modelle und Größen anprobieren!

Genauso wichtig beim Anprobieren: Beurteilen Sie die Passform nicht nur im Stehen, sondern in Radhaltung. Erst dann sehen Sie, ob das Trikot auch dann noch richtig sitzt.

Im RoadBIKE-Test überzeugten die Modelle Power 2.0 Thermo Gore, das Echapée Langarm Jersey von Mavic und das FS260 Pro Roubaix von Endura mit perfektem Sitz. Auch das PB Thermal Top von Craft gefiel. Als einziges Trikot im Test verzichtet es zwar auf den durchgehenden Reißverschluss, was sich aber positiv auf den Sitz am Bauch auswirkt.

Wie eine zweite Haut schmiegen sich dagegen die Trikots von Craft , Gore, Endura und Löffler um den Oberkörper - nicht zuletzt dank ihres elastischen Materials. Sie fühlen sich deshalb auch wärmer an. Dennoch schränken sie trotz der engen Passform die Bewegungsfreiheit auf dem Rad nicht ein. Das Gore Power 2.0 Thermo punktet außerdem mit den leicht nach außen angeschrägten Rückentaschen, die sich besonders gut erreichen lassen.

Gut zu greifen sollten auch die Zipper der Reißverschlüsse sein - etwa wenn Sie bergauf das Trikot öffnen wollen. Der Praxistest zeigt, dass das gerade mit Winterhandschuhen mitunter eine ganz schön fummelige Angelegenheit sein kann - zu der es oft beide Hände braucht.

Bei der Ausstattung zählen mehrere Rückentaschen zum Standard, mindestens eine davon sollte verschließbar sein - für die sichere Unterbringung von Handy, Schlüssel und Co. Weitere Details, die in Sachen Ausstattung ein gutes von einem sehr guten Trikot unterscheiden, sind Reflektoren, wie sie sich an den Modellen von Gore oder Löffler finden. Auch eine Zipper-Garage am Hals, die verhindert, dass der Reißverschluss am Kehlkopf drückt, ist ein klarer Komfortgewinn. Die Jerseys von Craft und Endura überzeugen hier besonders.

Ein gutes Langarmtrikot muss kein Vermögen kosten, wie das Power 2.0 Thermo von Gore eindrucksvoll belegt - und sich damit den Testsieg in der Kaufklasse sichert. Das günstigere, „überragende“ FS260 Pro Roubaix von Endura verdient sich den Kauftipp.

Endura Pro SL Classics Jackentrikot: 3 in 1

Das Endura Pro SL Classics Jackentrikot bietet gefühlt drei verschiede Trikots auf einmal. Zum einen ein windabweisendes, angenehm warmes Kurzarmtrikot, welches über die ebenso abweisenden Armlinge (im Lieferumfang des Trikots!) schnell zum Langarmtrikot für widrige Bedingungen wird. Zum anderen ist das verwendete Material wasserdicht und kann somit durchaus auch als Regentrikot / -jacke bezeichnet werden.

So lässt sich auf der Rückseite noch ein zusätzlicher Latz herausziehen, der einen bei widrigstem Regenwetter vor einem nassen Gesäß bewahrt und hält einer Wassersäule von 30.000 mm stand. Abgerundet wird das Trikot durch viele kleine, schöne Lösungen wie lasergeschnittene Löcher in den Rückentaschen (für den Wasserablauf), reflektierende Elemente und Aufdrucke (gut bei schlechtem Wetter!), sowie Silikonbeschichtungen an Armlingen und Ärmelabschlüssen für einen stets guten Sitz.

Die Pro SL Serie ist in Kooperation mit dem spanischen Movistar Team entstanden. Die verwendeten Materialien sind daher nicht nur hoch funktional, sondern besitzen auch einen knappen flatterfreien Race-Schnitt.

Jeder sportliche Fahrer, der sich auch gerne im Frühjahr und Herbst auf das Rad setzt, ist mit dem Bekleidungsstück gut gerüstet. Auch der Cross-, Gravel und XC-Fahrer hat damit einen ordentlichen Pfeil im Köcher, um seinen Fahrten mehr Komfort zu verleihen. Selber greife ich zu dem Trikot in einem Temperaturbereich zwischen etwa 6°C und 15°C. Falls mir dies zu kalt wird behelfe ich mir mit einer zusätzlichen Weste und kann den Einsatzbereich somit erweitern.

Das Trikot wurde durch das Aachener Winterwetter (keine Sonne, viel Wind, viel Regen, einstellige Temperaturen) gefahren und leistete auch fernab befestigter Wege auf einem Gravelbike treue Dienste.

Radhosen im Test

Entscheidend ist, wie immer bei Radhosen, dass der Stoff das Sitzpolster eng am Körper und ohne Verrutschen stabilisieren kann. Perforierte Sitzpolster können die Belüftung der Hose dabei in der Regel insgesamt deutlich verbessern.

Die Sitzpolster, die in Damen-Modell-Radhosen verarbeitetet werden, sind in der Regel speziell der weiblichen Anatomie angepasst. Bei manchen Modellen sind sie etwas dicker gehalten, gerade im Bereich der Sitzknochen. Anders als bei Männer- werden viele Frauen-Radhosen auch als Modelle ohne Träger angeboten. Hinsichtlich des Dauer-Tragekomforts liegen jedoch in den meisten Fällen Träger-Modelle vorne.

Einen speziellen Weg hinsichtlich der Sitzpolster schlagen hier die Ergonomie- und Sattelspezialisten von SQ-Lab ein. Ihre Ingenieure haben ein Polster entwickelt, das in der Premium-Version gerade einmal vier Millimeter dünn ist. Das Sitzgefühl: hart. Das Gefühl nach mehreren Fahrstunden auf dem Rennrad: Das Konzept funktioniert.

SQLab hat es geschafft, dass dieses harte Pad genauso gut „atmet“ wie ein klassisches. Der Grund für die klassische Herstellungsweise ist unter anderem, dass Hose und Körper an dieser Stelle nicht übermäßig erhitzen sollen. In diesem Testfeld verwende die Gonso-Damen-Bibshorts dieses Chamois - wenn auch in der günstigeren sechs bis acht Millimeter dicken Variante. Unsere Testerinnen überzeugte dieses Konzept.

Preis-Levels

Wie auch bei den Tests der vergangenen Jahre kategorisieren wir die Sets in verschiedenen Preis-Levels. Diese müssen wir aufgrund der Preissteigerungen immer wieder anheben. Am stärksten spürbar ist dies in der günstigsten Preisgruppe. Hier sind oft Preisaufschläge von zehn oder gar 20 Euro pro Trikot beziehungsweise Hose festzustellen.

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