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Was macht ein Enduro-Motorrad aus?

Enduro Motorräder sind nach eigenem Verständnis diejenigen Motorräder, die “etwas aushalten” (englisch “to endure = aushalten, ertragen”). Tatsächlich war genau das die Grundidee der ersten Enduros, die Ende der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts auf den Markt kamen. Legendär ist die Yamaha XT 500, ein robuster Einzylinder-500-er, der tatsächlich eine Menge aushielt. Das Gleiche wurde allerdings von den Fahrern und Fahrerinnen der XT verlangt.

Die schwache Sechs-Volt-Lichtmaschine machte Fahrten bei Dunkelheit zu einem Abenteuer, das Antreten des großen Viertakters war eine echte Herausforderung - einen Elektrostarter besaß die XT nicht.

Aktuelle Enduro-Modelle

Die heutigen Enduros haben sich weit von dem Ursprungsgedanken eines preisgünstigen robusten Alltagsmotorrads entfernt. Echte für die Straße zugelassene Enduro Motorräder muss man bei Honda, Kawasaki, KTM, Suzuki und Yamaha mittlerweile mit der Lupe suchen. Für die Sportlerfraktion gibt es ein kleines überschaubares Angebot. Wer seine Enduro als Alltagsfahrzeug einsetzen möchte, muss bei Honda schon zur Zweizylinder-Transalp für 7.790 Euro greifen. Eindeutig eines der besten Motorräder auf dem Markt, aber keine reinrassige Enduro.

Kawasaki ist konsequenter - die KLX 250 für 4.995 Euro ist eine Enduro der alten Schule, allerdings nur 22 PS stark. Das größte Angebot an Enduro Motorrädern weist der österreichische Hersteller KTM auf. Leider auch das teuerste. Die leistungsstarken und penibel verarbeiteten Maschinen kosten bis zu 14.000 Euro.

Von Suzuki gibt es als Neumaschine momentan keine echte Straßen-Enduro. Dafür hat sich Yamaha auf die eigene Vergangenheit besonnen und bietet die XT 660 in drei Versionen an: sportlich, pur und fernreisetauglich. Preise von 6.595 bis 7.595 Euro. Die XT ist ein traditioneller Einzylinder Viertakter, natürlich mit Elektrostarter. Lange Federwege sorgen für ein Höchstmaß an Komfort. Auch wenn die XT etwas altbacken aussieht, von der Bequemlichkeit her steckt sie alle Supersportler und einige Supertourer locker in die Tasche.

Worauf beim Kauf einer gebrauchten Enduro achten?

Wer daran denkt, sich sein Bike gebraucht zuzulegen und wer sich speziell für Enduro Motorräder interessiert, der sollte das beachten, was für jedes Bike gilt: Gebrauchte Motorräder sind - ganz anders als gebrauchte Autos - im Verhältnis zum Neupreis relativ teuer. Wer es sich leisten kann, sollte also neu kaufen. Lieber eine neue Kawasaki KLX 250 als eine gebrauchte 500-er. Die kleine Maschine kann immer günstig wieder verkauft werden, falls die Motorleistung zu gering erscheint.

Mit gebrauchten Motorrädern wird allerdings nicht so viel Unfug betrieben, sprich betrogen, wie bei Autos. Trotzdem heißt es aufpassen. Nicht nur die Maschine sollte genau in Augenschein genommen werden, sondern auch der Vorbesitzer. Bei dem ist es umgekehrt wie beim Bike: Je älter, desto besser.

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