Enduro Motorrad Modelle im Vergleich: Die besten Bikes im Test

Enduro-Motorräder sind eine spezielle Art von Motorrädern, die für Langstreckenrennen auf Offroad-Strecken entwickelt wurden. Sie sind dafür bekannt, dass sie sowohl auf der Straße als auch im Gelände gut zurechtkommen, und sind daher bei Abenteuerliebhabern und Rennfahrern gleichermaßen beliebt.

Die Geschichte des Enduro-Motorrads

Die Geschichte des Enduro-Motorrads beginnt im frühen 20. Jahrhundert, als Motorräder erstmals für den Offroad-Einsatz modifiziert wurden. In den 1950er und 1960er Jahren begannen Motorradhersteller, spezielle Enduro-Modelle zu entwickeln. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Enduro-Sport immer beliebter, und die Motorradhersteller reagierten darauf mit immer fortschrittlicheren Modellen.

Ehemalige Hersteller von Enduro-Motorrädern

Es gibt viele Motorradhersteller, die einst Enduro-Motorräder produzierten, aber aus verschiedenen Gründen nicht mehr existieren oder ihre Produktion eingestellt haben. Hier eine Auswahl:

  • Bultaco: Ein spanischer Hersteller, der für seine Offroad- und Straßenmotorräder bekannt war.
  • CZ: Ein tschechischer Hersteller, der in den 1960er und 1970er Jahren für seine Wettbewerbsmotorräder bekannt war.
  • Maico: Ein deutscher Hersteller, der für seine Motocross- und Enduro-Motorräder bekannt war.
  • Ossa: Ein weiterer spanischer Hersteller, der für seine Offroad- und Straßenmotorräder bekannt war.
  • Husaberg: Ein schwedischer Hersteller, der für seine Enduro- und Motocross-Motorräder bekannt war.
  • CCM: Ein britischer Hersteller, der für seine Enduro- und Motocross-Motorräder bekannt war.
  • Simson: Ein deutscher Hersteller, der vor allem für seine Mopeds und Kleinmotorräder bekannt war.
  • MZ (Motorradwerk Zschopau): Ein weiterer deutscher Hersteller, der eine Reihe von Motorrädern, einschließlich einiger Enduro-Modelle, produzierte.
  • Aspes: Ein italienischer Hersteller, der vor allem für seine leichten Motorräder und Mopeds bekannt war.
  • Hercules: Ein deutscher Hersteller, der eine Reihe von Motorrädern und Mopeds produzierte.
  • Jawa: Ein tschechischer Hersteller, der eine Reihe von Motorrädern produzierte, darunter einige Enduro-Modelle.
  • Laverda: Ein italienischer Hersteller, der vor allem für seine leistungsstarken Straßenmotorräder bekannt war.
  • Löwer-Sachs: Ein deutscher Hersteller, der vor allem für seine Mopeds und Kleinmotorräder bekanntwar.
  • Montesa: Ein spanischer Hersteller, der für seine Offroad- und Straßenmotorräder bekannt war.
  • Puch: Ein österreichischer Hersteller, der eine Reihe von Motorrädern und Mopeds produzierte.
  • Tribsa: Ein britischer Hersteller, der für seine individuell gebauten Motorräder bekannt war, die Triumph-Motoren in BSA-Rahmen verwendeten.
  • Triumph: Ein britischer Hersteller, der eine Reihe von Motorrädern produzierte, darunter einige Enduro-Modelle.
  • Zündapp: Ein deutscher Hersteller, der eine Reihe von Motorrädern und Mopeds produzierte.

Die besten Enduros im Test bei MOTORRAD

Die Top 5 der besten Enduros in der Bestenliste von MOTORRAD umrahmen Eckpunkte zwischen 778 und 1.084 Kubik, von 84 PS bis 108 PS, ab 11.600 Euro bis 18.499 Euro. Und natürlich das Vorderrad mit einem Durchmesser von 21 Zoll. Enduros mit einem Vorderrad in 21 Zoll haben Vorteile im Gelände, denn durch den höheren Abrollumfang rollt ein solches Vorderrad einfacher über Hindernisse. Dafür leiden Enduros mit derart großem Vorderrad auf der Straße und bei etwas höheren Geschwindigkeiten an den höheren rotierenden Massen, sprich: Sie büßen an Handling ein.

Platz 1: KTM 890 Adventure

Der Test der KTM 890 Adventure konnte beachtliche 714 Punkte einfahren. Damit steht die 890er mit respektablem Vorsprung vor dem Platz 2. Ihre Top-Kategorien sind die Wertung des Motors und des Sicherheitspakets, in beiden steht sie sehr weit oben im gesamten Segment. Allerdings: Mit damals 16.116 Euro Preis hat sie eine gerade noch gute 2,4 in der Preis-Leistung-Wertung bekommen.

Platz 2: Honda CRF 1100 L Africa Twin Adventure Sports ES

Mit 709 Punkten steht die Honda auf Platz 2. Und zwar seit Mitte 2022. Beachtlich, denn sie hat den größten Motor und damit das höchste Gewicht der Top 5. Und mit 18.499 Euro als damaligen Preis nicht nur den höchsten, sondern mit einer 2,9 das schwächste Preis-Leistung-Verhältnis. Die DCT-Version der Honda Africa Twin mit Doppelkupplungsgetriebe steht mit 698 Punkten auf Platz 10, wobei 6 der fehlenden Punkte aus dem Kapitel Motor stammten.

Platz 3: Triumph Tiger 900 Rally Pro

Nur ein Pünktchen trennen Platz 2 und die Triumph Tiger 900 Rally Pro. Zwar kann der Triple mit 888 Kubik und 108 PS nicht mit dem Honda-Twin mithalten, dafür ist die Triumph mit 198 Punkten im Kapitel Alltag eines der besten Modelle überhaupt im Test von MOTORRAD. 706 Punkte sammelte sie im Test bei MOTORRAD, dazu die besagte Note von 1,3.

Platz 5: BMW F 850 GS (2022)

Die BMW F 850 GS mit 853 Kubik und 95 PS fuhr 2022 noch 704 Punkte ein und damit 4 mehr als ihre 900er-Nachfolgerin mit dem größeren Twin und 105 PS. Und genau dieser neue Motor ist in der Wertung deutlich stärker.

300er-Enduros von günstig bis teuer

Aktuell stehen nur 5 Enduros mit um die 300 Kubik und knapp 30 PS zur Auswahl. Hinzu kommen deutlich unter 200 Kilo Gewicht und Preise ab 4.000 Euro. Leicht und wendig soll sie sein. Nicht zu stark und nicht zu schwach. Weder teuer in der Anschaffung noch billig gemacht. Und vor allem: mit Straßenzulassung, 21 Zoll vorn und 18 hinten. Das skizziert den Wunsch vieler Enduristen, die auf Achse loswollen, durchs Gelände und wieder zurück. Die Antwort auf die meisten dieser Anforderungen: 300er-Enduros mit um die 30 PS, maximal 160 Kilo und deutlich unter 8.000 Euro. MOTORRAD hat 5 Modelle gefunden.

Gerade beim Thema "auf Achse loswollen" knirscht der erfahrene Klein-Endurist mit den Zähnen. Die modernen Einzylinder, mit knapp 300 Kubik und ebenso knappen 30 PS, sind auf der Straße eher rollende Hindernisse. KTM könnte mit der neuen 390 Adventure R nicht nur diese Kriterien, sondern auch viele Wünsche nach etwas mehr Kraft erfüllen. Aber: Das gibt es eben nicht für 4.000 Euro. Und davon sind bei den 5 Modellen ebenfalls welche vertreten.

Nicht vertreten sind hier die 300er-Modelle von Fantic. Die haben zwar selbst mit Zweitakter eine Euro5-Homologation und Straßenzulassung, doch dafür müssen sie über die Hälfte an Leistung lassen und sind demnach nur mit 15 PS legal.

300er-Enduros mit Straßenzulassung:

  • Honda CRF 300 L und Rally: Gleich 2 Modelle der 300er-Klasse bietet Honda. Die Enduro CRF 300 L und die Rally mit hoher Verkleidung. Technischer Klon mit 286 Kubik-Single, 27,3 PS bei 8.500/min und 27 Nm bei 6.500 Touren. Nur 142 und 153 Kilo schwer und mit einem Verbrauch von genormten 3,1 Liter je 100 Kilometer für theoretische 251 und 412 Kilometer zu haben. Bereift in 80/100-21 vorn und 120/80-18 hinten und mit 162 Kilo Zuladung im Vergleich zum Leergewicht kräftige Lastesel. Mit Preisen ab 6.699 Euro und 7.699 Euro sehr "Premium" eingepreist.
  • KTM 390 Adventure R: KTM geht im Grunde immer einen eigenen Weg: Platziert im Segment den größten Motor, mit der höchsten Leistung und der meisten Kraft. Klar, die 390 Adventure R ist mit 7.299 Euro die teuerste dieser kleinen Enduros. Doch der Gegenwert ist beachtlich: Einzylinder mit 399 Kubik, 45 PS und 39 Nm sind im Kontext der Klasse eine Macht für sich. Und die KTM ist die einzige mit schräglagensensiblen Fahrhilfen ab Werk. Doch das kostet nicht nur ordentlich Geld, sondern verlangt Gewicht: Mit 165 Kilo trocken ist die KTM weitaus die schwerste Maschine im Reigen der kleinen Enduros. Die KTM 390 Adventure R hat ein Vorderrad in 21 Zoll vorn und 18 Zoll hinten. Im Gegensatz zur 390 Adventure, die mit 19/17-Bereifung anrollt.
  • Voge 300 Rally: Deutlich günstiger als Honda und KTM, dafür nicht weniger interessant: Voge 300 Rally. Ab 4.799 Euro bietet die Chinesin 29 PS bei 9.000/min und 25 Nm bei 6.500 Touren. Der Motor misst exakt 292 Kubik und ist ebenfalls wassergekühlt. Heftig: Sitzhöhe von 925 Millimeter ist wirklich nur etwas für Langbeiner und selbst die brauchen gelegentlich eine Leiter, um die 158 Kilogramm schwere Voge zu erklimmen. Voge ist die Premium-Marke des chinesischen Herstellern Loncin, der unter anderem die F-Motoren für BMW baut.
  • Rieju Aventura 307: Noch nicht auf dem Markt, aber eine kleine Sensation, denn die Rieju Aventura 307 meint es ernst: Heftige 34 PS auf 293 Nm, TFT-Screen, 21-18-Radkombination, 235 Millimeter Federweg je Achse, 890 Millimeter Sitzhöhe und nur 137 Kilo trocken schwer. Das könnte ab Herbst 2025 ein echter Offroad-Hammer werden. Insbesondere durch ihren Tank mit 21 Liter Volumen. Der Haken: Fast keiner. Bis auf die sich immer wieder verschiebende Markteinführung. Der Preis ist ebenfalls ein Hammer: Ab 5.190 Euro will Rieju die Aventura 307 anbieten.
  • QJMotor SRT 300 DX: Ganz frisch und noch nicht mal wirklich auf dem Markt ist die QJMotor SRT 300 DX. 29 PS stark, 157 Kilo schwer und eine Mischung aus Enduro und Rally-Version. Bereift in 21/18 und hoch gewachsen, mit einer Sitzhöhe 890 Millimeter.

Elektro-Enduros im Vergleich

„e-Motocross oder Elektro Enduro? So etwas gibt es?“ Ja, das tut es. Nach den E-Rollern kamen langsam aber sicher E Motorräder auf den Markt und jetzt existieren tatsächlich auch Elektro Motocross Maschinen.

Technische Daten der Sur-Ron Light Bee

Die Sur-Ron Light Bee ist ein E Cross Testsieger mit folgenden technischen Daten:

  • Straßenzulassung: ja
  • Geschwindigkeit: 90 Km/h
  • Motorleistung: 12500 W
  • Drehmoment: 440 Nm
  • Beschleunigung: 0-50 km/h in nur 2.3 sek!
  • Reichweite: 140 km
  • Ladezeit: 4 Std.
  • Akku: Li-Ionen 74V 55 Ah
  • Gewicht: 85 Kg (inkl. Akku)
  • Zuladung: 125 kg
  • Führerschein: mit A1 / B196 Führerschein
  • Preis: 7.440 € inkl.

Weitere Elektro-Enduro Modelle

  • Tinbot Essum Pro: Die Enduro Tinbot Essum Pro hat einen Elektromotor, der bis zu 11.000 Watt bringt. In der Stadt kommt sie auf 130 Kilometer Reichweite, wenn sie mit 45 km/h fährt. Mit ihrer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h reduziert sich die Reichweite schon auf 75 Kilometer. Im Gelände wird die Strecke noch kürzer. Immerhin gibt es aber eine abstimmbare Mono-Stoßdämpfer-Hinterradaufhängung wie auch eine Offroad-Bereifung bei der Enduro.
  • Horwin Ranger: Die Horwin Ranger ist ein E Cross Motorrad aus Österreich. Es fährt zwar nur bis 45 Km/h und kann daher auch mit dem B196 Führerschein gefahren werden, aber verfügt über einen anzugsstarken Elektromotor bis 3800 Watt Leistung. Es ist mit Crossreifen und hydraulischen Stossdämpfer ausgestattet. Alles mit Straßenzulassung, also auch für die Straße geeignet.
  • NIU XQi3: Mit der NIU XQi3 hat NIU jetzt eine elektrische Cross Enduro vorgestellt, die es demnächst zu kaufen gibt. Aber die Markteinführung lässt noch auf sich warten.
  • KTM Freeride E-XC: Das Elektro Motorrad Enduro von KTM heißt Freeride E-XC und ist eine geländegängige Maschine mit Straßenzulassung. Die Reichweite reicht leider nur für 1,5 Stunden Fahrspaß. Der Elektromotor verfügt aber über vergleichsweise starke 18 kW, also 24,5 PS.
  • Husqvarna E-Cross Motorrad: Natürlich will Husquarna, die Spitzenmarke unter den Enduros auch eine Crossversion auf den Markt gebracht.
  • Zero Motorcycles Zero FXE: Der amerikanische Elektro Motorrad hersteller Zero Motorcycles kommt mit dem Modell Zero FXE. Die E-Enduro schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 132 Km/h mit einem Drehmoment von 106 Nm. Die Reichweite des E Motorrades liegt bei 161 Kilometern.

Worauf muss man beim Kauf einer Elektro Enduro bzw. eines E Cross Motorrad achten?

Zunächst einmal für was das Fahrzeug geeignet sein soll. Wollt Ihr ausschließlich im Gelände, also offroad fahren oder auch auf öffentlichen Straßen. Für letzteres braucht das Motorrad oder auch Moped bzw. Leichtkraftrad eine Straßenzulassung, eine Versicherung und Ihr den entsprechenden Führerschein.

Wichtige Parameter beim Kauf

  • Gewicht und Sitzhöhe: Es gibt Kindermodelle, die nur 25 Kg auf die Waage bringen und leicht zu händeln sind. Auch die Modelle für Erwachsene sind leichter, als sonstige Tourenmaschinen. Die Sitzhöhe von Geländemaschinen ist grundsätzlich wegen der längeren Federbeinen höher als bei Tourenmotorrädern oder den E Choppern.
  • Höchstgeschwindigkeit und Motorleistung: Die Höchstgeschwindigkeit einer E Cross oder Elektro Enduro sollte eurer Führerscheinklasse entsprechen. Ein weiterer Parameter ist die Motorleistung des Elektromotors.
  • Reichweite und Akku: Wichtig bei der Kaufentscheidung sollte aber nicht nur die Akkuleistung und damit der zu erreichende Radius sein, sondern das Akkusystem.
  • Kraftübertragung und Fahrmodi: Die Kraftübertragung bei einem Elektro Motorrad erfolgt kupplungsfrei. Der Fahrer legt keinen Gang ein und schaltet das Getriebe sondern betätigt den Gasgriff in der Art einer Motorautomatik.
  • Stoßdämpfer und Federung: Die Stoßdämpfer bzw. Federung sind das charakteristischste Merkmal bei einer Cross bzw. Enduro Maschine.
  • Bremsen und Reifen: Gute Enduros sind mit Scheibenbremsen ausgestattet, die meist hydraulisch gesteuert werden. Crossreifen sind Standadrd bei E Crossern und Elektro Enduros.
  • Traglast und Zulassung für 2 Personen: Achtet drauf, nicht jede E-Enduro ist für 2 Personen zugelassen.

Förderung von Elektro Enduros

Auch Elektromotorräder bzw. Elektro Enduros werden neuerdings über die Treibhausgasquote gefördert. Es gibt vom Karaftfahrtbundesamt, also vom Staat eine Förderprämie von ca. 350,- Euro zum Kauf dazu.

Reiseenduros im Vergleich

Die Reiseenduro ist ein komfortabler Ableger der in den 70er-Jahren eingeführten Enduro. Frühe Enduros wie die Yamaha XT 500 eigneten sich für den Einsatz auf Straßen und im Gelände, für längere Touren waren die einfachen Bikes jedoch weniger gut gerüstet.

Als erste dezidiert reisetaugliche Enduro gilt die 1980 eingeführte BMW R 80 G/S, die sich unter anderem mit einem leistungsstarken Mehrzylindermotor und Kardanantrieb von anderen Enduros abheben konnte. In den folgenden Jahrzehnten wuchs das Angebot großer und schwerer Enduros mit einem starken Fokus auf Tourentauglichkeit deutlich.

Eigenschaften von Reiseenduros

  • Bequeme und aufrechte Sitzposition
  • Gut gefederte Fahrwerke
  • Gepäcksysteme
  • Großer Tank
  • Eine vor Fahrtwind schützende Frontverkleidung

Typische Vertreter von Reiseenduros

  • BMW GS-Modelle
  • Honda Africa Twin
  • Triumph Tiger

Aktuelle Modelle im Test

Die Bandbreite an Reiseenduros auf dem Markt hat sich in den letzten Jahren deutlich erweitert und verbessert, wie die jüngsten Tests verschiedener Modelle unter Beweis stellen. Die R 1300 GS von BMW, die einst als unangefochtene Spitze galt, findet nun in zahlreichen hochkarätigen Konkurrenten ebenbürtige oder gar überlegene Rivalen, sowohl in einzelnen Leistungsaspekten als auch in der Gesamtbewertung.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Ducati Multistrada V4 Rally, die durch ihre technischen Spezifikationen zunächst als überdimensioniert erscheinen mag. In der Praxis jedoch beweist sie sich als exzellente Reiseenduro, die schnelles, sportliches Fahren mit Offroad-Tauglichkeit und außerordentlichem Komfort verbindet.

Auch die KTM 890 Adventure Rallye verdient eine besondere Erwähnung. Sie zeichnet sich durch überlegene Geländetauglichkeit aus, die sie von anderen Reiseenduros abhebt. Ihr herausragendes Merkmal ist zweifellos das Enduro-Fahrwerk, das in dieser Klasse einzigartig ist.

Einzelne Modelle im Detail

KTM 890 Adventure R Rally

Selbst Fahrer mit einer Körpergröße von 1,84 m können beim Aufsteigen ein mulmiges Gefühl haben. Doch dank des vergleichsweise geringen Gewichts und der präzisen Motorsteuerung fühlt man sich schnell sicher und beherrscht die Maschine mühelos. Ein kleiner Kritikpunkt ist die Ergonomie des Lenkers im Stehen, der für viele Fahrer zu niedrig ist. Hier wäre eine serienmäßige Lenkererhöhung wünschenswert. Abgesehen davon hat KTM bei der Motorelektronik hervorragende Arbeit geleistet, die sowohl auf der Straße als auch im Gelände perfekt funktioniert. Der vielseitig einsetzbare Motor ergänzt die Maschine ideal.

BMW F 900 GS Adventure

Die BMW F 900 GS Adventure beeindruckt schon beim Aufsitzen mit ihrer mächtigen Präsenz, die einem sofort das Gefühl gibt, auf einem riesigen Adventure-Bike mit deutlich mehr als 1000 ccm zu sitzen. Dieses Motorrad vermittelt nicht den Eindruck einer Mittelklasse-Maschine, sondern wirkt durch seine Größe und sein Gewicht wie ein echtes Schwergewicht. Das Einlenkverhalten ist neutral und harmoniert hervorragend mit den verbauten Bridgestone A41 Reifen, was ein müheloses Dahingleiten durch Kurven ermöglicht.

Suzuki Reiseenduro

Auf den ersten Blick und der ersten Berührung bemerkt man, dass einige Details vielleicht etwas grobschlächtig und funktionell gestaltet sind, was dem Motorrad einen etwas rustikalen Charme verleiht. Doch was dieser Suzuki an filigranem Design fehlt, macht sie durch Robustheit und Zuverlässigkeit mehr als wett. Die Maschine wirkt so als wäre sie für die Ewigkeit gemacht. Das Motorrad ist zwar relativ schwer, aber das Fahrwerk ist hervorragend abgestimmt. Es bügelt komfortabel über Bodenwellen und bietet eine stabile Fahrt sowohl auf Asphalt als auch im Gelände. Er überzeugt mit einem ausgezeichneten Ansprechverhalten, solider Leistungsentfaltung und einem angenehmen Vibrationsniveau.

Yamaha Tenere 700 World Raid

Die Yamaha Tenere 700 World Raid überrascht mit einem Auftreten, das weit über ihre Hubraumklasse hinausgeht. Beim Aufsitzen fühlt sie sich groß und vollständig an, wie eine kräftig gebaute Reisemaschine. Besonders bemerkenswert ist die Ergonomie: Sowohl im Stehen als auch im Sitzen bietet die Tenere 700 World Raid ein komfortables Fahrerlebnis. Die Maschine strahlt Souveränität und Robustheit aus, die Vertrauen erwecken. Sie scheint für alle Herausforderungen des Geländes gewappnet zu sein und verkraftet Missgeschicke wie Umfaller problemlos.

BMW R 1300 GS

Die 1300er ist der Verkaufsschlager im Reise-Enduro-Segment und daher auch für Bridgestone ein wichtiges Modell, um den neuen A41 Reifen zu präsentieren. Beim Umstieg von anderen Motorrädern, wie der F 900 oder einer Multistrada, fällt der Motor der GS auf. Er wirkt etwas ruppiger, was einige Fahrer cool finden, andere jedoch als anstrengend empfinden könnten. Die GS zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Balance aus, unabhängig vom Beladungszustand oder Terrain. Sie vermittelt schnell Vertrauen und lässt sich präzise dirigieren.

Ducati Multistrada V4 Rally

Das Handling der Multistrada V4 Rally ist spielerisch, präzise und das Motorrad wird somit unglaublich schnell. Diese Kombination mit dem beeindruckenden Motor und den hochwertigen Komponenten macht das Fahrerlebnis atemberaubend. Im Vergleich zu allen anderen Motorrädern in diesem Test sticht die Multistrada V4 Rally durch ihr einzigartiges Fahrgefühl und Handling hervor. Die gegenläufige Kurbelwelle scheint die Trägheitskräfte zu neutralisieren, wodurch das Motorrad förmlich in die Kurven hineingiert und den Innenstrich mühelos hält.

MV Agusta Enduro Veloce

Im aktuellen Vergleichstest beim Bridgestone Reifentest sticht die MV Agusta Enduro Veloce als eine herzerwärmend unvernünftige Maschine hervor. Diese Maschine, die bereits einige Kilometer hinter sich hat und bereits mehreren Gruppen zur Verfügung stand, zeigt sowohl die Vorteile als auch die Nachteile ihres edlen und exklusiven Konzeptes.

Enduros 2024 im MOTORRAD-Test

Zahlreiche Enduros testete MOTORRAD im Jahr 2024 und vergab maximal 1.000 Punkte. 56 Motorräder durchliefen 2024 die 1.000-Punkte-Wertung im MOTORRAD-Test. Darunter 21 Modelle, die zur Kategorie Enduro gehören. 17 davon bilden die MOTORRAD-Bestenliste in der Kategorie Enduro für das Testjahr 2024.

Die 1.000-Punkte-Wertung von MOTORRAD

Die 1.000-Punktewertung von MOTORRAD erfasst Preis, Alltagstauglichkeit, Ausstattung, Sicherheit und Komfort-Kriterien. Die 1.000-Punktewertung dient als Grundlage, um - den eigenen Prioritäten folgend - das Wunschmotorrad ausfindig zu machen.

Die besten Enduros im Test 2024

  1. BMW R 1300 GS: 780 Punkte (Innovations-Paket mit Radar)
  2. BMW R 1300 GS: 770 Punkte (Komfortausstattung)
  3. Ducati Multistrada V4 S: 762 Punkte
  4. KTM 1290 Super Adventure S: 742 Punkte
  5. Triumph Tiger 1200 GT Pro: 731 Punkte
  6. Triumph Tiger 900 GT Pro: 715 Punkte
  7. KTM 890 Adventure: 714 Punkte
  8. BMW F 900 GS: 710 Punkte
  9. Triumph Tiger 900 Rally Pro: 708 Punkte
  10. Suzuki : 706 Punkte
  11. Harley-Davidson Pan America 1250 S: 700 Punkte
  12. Ducati DesertX: 694 Punkte
  13. MV Agusta Enduro Veloce: 691 Punkte
  14. Voge DS 900 X: 685 Punkte
  15. Moto Guzzi Stelvio: 681 Punkte

Besondere Modelle im Fokus

Einige Modelle stechen in der MOTORRAD-Bestenliste 2024 besonders hervor:

  • BMW R 1300 GS: Nicht nur die beste Enduro 2024, sondern im Grunde das beste Motorrad überhaupt der 1.000-Punkte-Wertung.
  • Ducati Multistrada V4 S: Seit es die Multistrada von Ducati mit V4 gibt, ist sie der großen GS in der 1.000-Punkte-Wertung immer auf den Fersen.
  • Triumph Tiger 900 GT Pro: Trotzdem stehen die 715 Punkte für nichts weniger als die beste Enduro unter 1.000 Kubik in der 1.000-Punkte-Wertung. Die Tiger 900 GT Pro bekommt mit der Preis-Leistungs-Note 2,1 die beste Wertung unter den Top 6 Rängen dieser Bestenliste.
  • Voge DS 900 X: Immerhin spricht die Preis-Leistungs-Note 1,1 für die Voge DS 900 X. Sie ist ein Klon der BMW F 850 GS/F 900 GS Adventure.

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