Das Epic Hardtail Comp vereint Komfort mit Leistungsfähigkeit und macht dein Leben nicht nur sprichwörtlich leichter, damit du das nächste Rennen kaum erwarten kannst.
Leichtgewicht-Champion
Das leichteste Bike an den Start zu bringen, war schon immer eine der größten Herausforderungen der Top-Teams. Klar haben wir jeden Zentimeter des Rahmens optimiert, um das leichteste Serien-Hardtail der Welt zu schaffen. Das versteht sich von selbst.
Der S-Works-Rahmen soll gerade einmal 828 Gramm auf die Waage bringen. Damit ist das Kohlefaser-Chassis der leichteste Rahmen, den Specialized je gebaut hat - Rennräder eingeschlossen. Allerdings soll selbst der etwas einfachere Carbon-Rahmen, der in den Comp-, Expert- und Pro-Modellen zum Einsatz kommt, leichter sein als der S-Works-Rahmen des alten Stumpjumper-Hardtails.
Der deutsche Konstrukteur Peter Denk hat das Rahmengewicht nämlich deutlich unter die magische 1000 Gramm Marke getrieben und der Konkurrenz damit eine Aufgabe gegeben.
Tatsächliches Gewicht
Allerdings hat sich beim neuen Epic HT nicht nur der Name geändert, Specialized hat mit Entwickler Peter Denk ein komplett neues Bike auf die Beine gestellt, dass mit dem alten Stumpjumper-Hardtail nicht mehr viel gemeinsam hat.
Auch die Messungen im BIKE-Labor hat das Bike mittlerweile durchlaufen. Und siehe da: Der Rahmen der Pro Carbon-Version in Rahmengröße L bringt 1317 Gramm auf die Waage. Gemessen mit Steckachse und Sattelstützenklemme. Damit unterbietet das neue Specialized-Hardtail die Werte des S-Works-Vorgängers (1336 Gramm).
Gegenüber der S-Works Ausführung ist mit etwa 140 Gramm Mehrgewicht zu rechnen. Rund 75 Gramm konnten zum Vorgängermodell eingespart werden.
Clevere Carbon Layups, spezielle Rohrformen, hochwertige Materialien und präzise Produktionsvorgänge machen dies möglich.
Geometrie und Fahrverhalten
Bei der Geometrie zeigt sich das Know-How der Specialized Ingenieure. Mit diesem Modell geht Specialized den Trend aber nicht voll mit und entscheidet sich für ein moderates Fahrverhalten. Im Vergleich mit dem, was der Markt sonst so bietet, ist die Sitzposition weder sportlich, noch komfortabel. Im Sattel des Racebikes nimmt man eine moderate Haltung ein.
Allerdings liegt der Fokus bei der 8. Generation noch mehr auf Abfahrtsperformance, da ein potenteres Bike nicht nur weniger Sturzgefahr auf der Abfahrt bedeutet, sondern auch mehr Erholung ermöglicht, sodass ihr die Climbs danach wieder umso härter attackieren könnt.
Im Vergleich zum Stumpjumper-Hardtail kann das Epic mit einer tieferen Front überzeugen, der 720er-Lenker verleiht viel Sicherheit bergab.
Moderne Geometrie für anspruchsvolle Strecken
Da das Stumpjumper-Hardtail in die Jahre gekommen war und moderne Cross Country-Strecken ein deutlich höheres Maß an Fahrtechnik verlangen, war den Specialized-Ingenieuren eine moderne Geometrie wichtig.
Der Reach wurde deutlich länger (441 statt 432 mm), der Lenkwinkel um 1,4 Grad abgeflacht und der Radstand auf 1131 mm verlängert. Die Kettenstreben mit 426 mm Länge zählen zu den kürzesten, was der 29er-Markt momentan hergibt. Mit dieser Geometrie soll das neue Epic HT besser klettern als die Vorgänger-Version, aber vor allem in technisch kniffligen Abfahrten deutlich sicherer und schneller unterwegs sein.
Von Jahr zu Jahr werden die XC- und Marathon-Rennkurse technisch schwieriger und anspruchsvoller. So ist es wenig verwunderlich, dass Specialized dem neuen Epic Carbon Mountainbike unter anderem ein großzügiges Geometrie Update verpasst. Der Lenkwinkel wurde auf 68,5 Grad abgeflacht und der Gabel-Offset verkürzt, um den Radstand dennoch kompakt zu halten. Hingegen ist der Reach angewachsen und mit kürzeren Vorbauten von 60 bis 75 Millimeter (je nach Rahmengröße) kombiniert.
Zudem wurde die Reifenfreiheit am Hinterbau erhöht, um auch voluminösere Pneus bis zu 2,4 Zoll fahren zu können.
Komfort und Effizienz
Nicht nur als S-Works-Version, sondern auch der "normale" Epic HT-Rahmen.
Auf Schotterwegen und Trail Passagen, die wir im Sattel absolvieren, ist auch ein gewisser Flex des Sitzrohrs spürbar, der den Komfort speziell bei langen Ausfahrten steigert.
Hart im Nehmen ist auch die hauseigene Reifen-Kombi des Fast Trak, die wir tubeless gefahren sind.
Brain-Technologie und Fahrwerk
Am Specialized Epic Comp reguliert das Brain-System die Losbrechkraft des Hinterbaus mit Hilfe eines Massenträgheitsventils. Die Sensibilität dieser Technik lässt sich via Drehknopf am linken Ausfallende verstellen.
Mit dem neuen RockShox Flight Attendant-Fahrwerk bieten sich komplett neue Möglichkeiten. Das Specialized Epic 2024 ist und bleibt ein Cross Country Bike, das zum Rennen fahren entwickelt wurde.
Ausstattung und Preis-Leistungs-Verhältnis
Für 3500 Euro gibt es bei anderen Herstellern weniger Spaßpotential. Ein üppiges Garantieversprechen zeugt auch von einem nachhaltigem Wirtschaften.
Gemessen am Preisschild fällt die Ausstattung des im Modelljahr 2023 günstigsten Modells im Epic-Lineup funktional aber mager aus. Dafür schmiegt sie sich an einen leichten Carbon-Rahmen. Ob diese Kombination in Sachen Preis-Leistung überzeugen kann, klärt der ausgiebige BIKE-Test.
Specialized steht normalerweise eher mit superteuren als mit Preisknaller-Bikes in den Schlagzeilen. Trotzdem schickten uns die Amerikaner auf eben diese Anfrage ein Specialized Epic Comp in die Redaktion.
Modellvarianten und Preise
Das Epic Hardtail Mountainbike wird in sieben verschiedenen Ausstattungsvarianten ab einem Einstiegspreis von 2.099 Euro bis hin zum Topmodell dem S-Works Epic Hardtail AXS für 9.499 Euro erhältlich sein. Zudem ist ein S-Works Rahmenset für 2.999 Euro verfügbar.
Das Specialized Epic 2024 gibt es wie gewohnt in vier Ausstattungsvarianten: S-Works, Pro, Expert und Comp. Den preislichen Einstieg macht das Comp-Modell mit 5.200 €. Dafür bekommt ihr ein RockShox Select-Fahrwerk, SRAM GX-Schaltung und Roval-Alu-Laufräder. Beim Expert-Modell, für das ihr 7.500 € locker machen müsst, kriegt ihr ein RockShox Select+-Fahrwerk, eine elektronische SRAM GX Transmission-Schaltung sowie Roval-Carbon-Laufräder. Bei dem von uns getesteten S-Works-Topmodell kommen nur Teile aus dem allerobersten Fach: SRAM XX SL Transmission-Schaltgruppe, Roval SL-Carbon-Laufräder, Roval-Carbon-Onepiece-Cockpit und natürlich das RockShox Ultimate Flight Attendant-Fahrwerk. Der Preis von 14.500 € ist entsprechend gesalzen.
Hier eine Tabelle mit den Ausstattungsvarianten und Preisen:
| Modell | Preis (ca.) | Fahrwerk | Schaltung | Laufräder |
|---|---|---|---|---|
| Comp | 5.200 € | RockShox Select | SRAM GX | Roval Alu |
| Expert | 7.500 € | RockShox Select+ | SRAM GX Transmission (elektronisch) | Roval Carbon |
| S-Works | 14.500 € | RockShox Ultimate Flight Attendant (elektronisch) | SRAM XX SL Transmission | Roval SL Carbon |
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