Eric Grabenbauer Radweg: Informationen und Kontroversen

Ein spannendes Thema, das im Team im Kontext der Vision für Neckarbischofsheim, Helmhof und Untergimpern besprochen wurde, ist aktuell in der RNZ. Für uns als Ort auf jeden Fall eine große Chance! Nicht nur wegen der Möglichkeit, bequem Heilbronn und Heidelberg zu erreichen und somit attraktiver für neue Bewohner zu werben, sondern auch als hervorragende Chance, um den Tages- und Wochenendtourismus attraktiver zu machen.

Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen

Wir können viele theoretische Ziele aufstellen, noch besser ist natürlich direkt anzupacken. Auf Punkt 5 unserer Ziele - von erfolgreichen Gemeinden lernen - bezogen bedeutet dies, einfach mal anfragen und Herr Grabenbauer hat sich direkt für ein Gespräch Zeit genommen. Spannend für mich ist, dass Wiesenbach mit ähnlichen Herausforderungen wie wir im Zusammenhang mit Gewerbe und Einzelhandel sowie mit den langwierigen Prozessen bei Kreis und Land zu kämpfen hat.

Eine Erklärung ist sicherlich die auch in der Zeitung beschriebene offene Kommunikation. Sowohl übers Internet als auch in Gesprächen mit Rathaus und den Gemeinderäten werden Sorgen und Ideen der Bevölkerung besprochen und sowohl positive als auch negative Ergebnisse zurück kommuniziert. Und wenn es in Richtung anderer Behörden einen langen Atem benötigt, dann wird auch mal im Team von Rathaus und Bürgern agiert. Sehr sympathisch auch, die Fragestunde zu Anfang der Gemeinderatsitzung und auch durchaus mal die Option zu den Punkten zur Wort zu kommen und nicht erst nach einem offiziellen Beschluss. Ein Miteinander, dass gut klingt und sicherlich eine Chance für uns sein kann.

Kontroverse um den Radwegbau in Wiesenbach

Das Land Baden-Württemberg möchte in Wiesenbach mit Unterstützung der Gemeinde einen neuen Radweg bauen. Die rund 300 Meter lange Strecke soll die Lücke zwischen dem Sportplatz und dem Hochwasserrückhaltebecken Brühl schließen und rund 550.000 Euro kosten. Der Gemeinderat hat das Projekt unlängst einstimmig befürwortet, obwohl es zunächst auch kritische Stimmen gab.

Eine neu gegründete Initiative um den früheren Bürgermeister Friedbert Kaiser hingegen findet: Hier wird Geld zum Fenster hinausgeschmissen, da es unweit entfernt bereits einen bestehenden Radweg gibt. Im September 2021 hatte der Gemeinderat einstimmig ein Radverkehrskonzept beschlossen, das den Weg zwischen dem Parkplatz am Sportplatz und dem Hochwasserrückhaltebecken beinhaltet.

Der Radweg soll südlich der Landesstraße L532 zwischen der Fahrbahn und den beiden Fußballplätzen verlaufen und am Kreisverkehr "Langenzeller Buckel" einen Übergang zu der Park- und Mitfahranlage ermöglichen. Darüber hinaus soll das dortige Neubaugebiet über den Weg über die Biddersbach-Brücke an das innerörtliche Radwegnetz angeschlossen werden. Da das Land den Bau übernimmt, forderte es eine durchgängige Breite von 2,50 Meter.

Die Initiative um den früheren Bürgermeister Friedbert Kaiser (links im Bild). Eine neu gegründete Initiative sieht das anders. Der frühere Bürgermeister Friedbert Kaiser hat einen Brief verfasst, der von Peter von Walter, Brigitte Stauber, Peter Carlin, Werner Ebinger, Thomas Hoffner, Peter Neckermann, Heinz Lägler und Ralph-Peter Fischer unterschrieben wurde.

Unter der Überschrift "Unnötiger Radweg in Wiesenbach - Verschwendung von Steuergeld" heißt es: "Man reibt sich die Augen und muss noch mal lesen: In Wiesenbach soll parallel zum vorhandenen Radweg beim Sportplatz ein zweiter Radweg gebaut werden." Zwischen den Sportplätzen und der Landesstraße solle der Radweg "in die Böschung gequetscht", Bäume sollen gefällt werden und Stützmauern entstehen, der Ballfangzaun solle versetzt werden und die Kostenschätzung liege bereits bei über einer halben Million Euro für 300 Meter Radweg für einen angeblichen "Lückenschluss".

"Man fragt sich: Für wen eigentlich und warum?", heißt es. Die vermeintliche Lücke bestehe nicht, denn es existiere ein beliebter Radweg durch den gesamten Ort, an den Sportplätzen vorbei bis nach Langenzell. Der Gemeinderat nehme einfach Bezug auf ein "Sonderprogramm" von Bund und Land, das das Projekt fast zu 100 Prozent fördere.

"Vergessen wird dabei leider, dass da Steuergelder zum Einsatz kommen, die von den Bürgern aufgebracht werden." Wieso Bund und Land "dieses unsinnige Vorhaben" akzeptieren und bereits eine Förderung zugesagt haben, erschließe sich der Initiative nicht. Es bleibe zu hoffen, dass das Projekt die Kosten-Nutzen-Analyse und die Umweltverträglichkeitsprüfung nicht bestehe und dass der gesunde Menschenverstand den Gemeinderat veranlasse, das Vorhaben schnellstens zu beerdigen.

Bürgermeister Eric Grabenbauer weist die Kritik auf RNZ-Anfrage zurück und meint: "Wenn das Projekt nicht sinnvoll wäre, dann hätte es der Gemeinderat auch nicht einstimmig beschlossen." Auch das Land sei von der Sinnhaftigkeit überzeugt. Es gehe um ein durchgängiges Radwegenetz und eine Verbesserung der innerörtlichen Anbindung.

Wer mit den Plänen nicht einverstanden sei, hätte schon vor einem Jahr gegen das Radverkehrskonzept die Stimme erheben können, meint Grabenbauer. Jetzt sei dies nicht mehr sinnvoll, aber in einer Demokratie natürlich legitim. Der Fernsehbericht nahm Kritik an Radweg-Plänen auf. Eric Grabenbauer widerspricht Aussagen über Interviewanfrage. Bürger sind "entsetzt".

Nachdem die RNZ bereits im November 2022 "Geldverschwendung in Wiesenbach?" getitelt hatte, thematisierte nun das Fernsehformat "Mario Barth deckt auf" den geplanten Radweg an der Landesstraße L532.

Tabelle: Kosten und Details des Radwegs

Aspekt Details
Länge des Radwegs 300 Meter
Geschätzte Kosten 550.000 Euro
Förderung durch das Land Übernimmt den Bau
Breite des Radwegs 2,50 Meter

Weitere Projekte und Entwicklungen in Wiesenbach

„Bis Juli dieses Jahres sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein. Der Sommertagsumzug konnte Anfang des Monats sogar schon seinen gewohnten Weg an der Hauptstraße entlang nehmen, das freut mich persönlich sehr“, so Bürgermeister Eric Grabenbauer während einer Baustellenbegehung mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Albrecht Schütte (CDU). Mehrfach hatte sich die Fertigstellung verzögert, wofür es eine Vielzahl an Gründe gab.

Nun seien es noch 270 Meter, die fehlen würden: „Ich bin dankbar für die Geduld und das Entgegenkommen der Anlieger der Hauptstraße und der Umleitungsstrecke.“ Die Sanierungsarbeiten beinhalten neben der Verbesserung des Straßenzustandes und dem Gehwegausbau unter anderem die Erneuerung von Wasserleitungen und die Verlegung von Glasfaserkabel.

Ein weiteres Thema, das Bürgermeister Grabenbauer umtreibt, ist der schon lange gewollte Radweg nach Langenzell. Man habe in der Vergangenheit Grundstücke gekauft und Messungen durchgeführt, der landschaftspflegerische Begleitplan liege auch schon auf dem Tisch - dennoch sei dieser Radweg in den Plänen des Landes beziehungsweise Landratsamtes für den Radwegebau bis 2020 nicht mit einer hohen Priorität bedacht worden.

Abschließend ging es um den „Kinderboom“ in Wiesenbach. Grund dafür sei der Zuzug junger Familien und eine hohe Geburtenrate. Der katholische Kindergarten würde, um dem großen Andrang gerecht zu werden, eine neue Gruppe eröffnen. Grabenbauer freute diese Entwicklung: „Viele Kinder in Wiesenbach sichern die Zukunft unseres Dorfes und füllen es mit Leben.“

Für den Wiesenbacher Bürgermeister Eric Grabenbauer ist es wichtig, dass er nach der Landtagswahl am 13. März 2016 auch weiterhin einen engen Draht zu einem aus dem Wahlkreis kommenden politischen Entscheidungsträger hat, der auf Landesebene für die Anliegen seiner Gemeinde eintritt. Das Gespräch drehte sich unter anderem um die finanzielle Ausstattung der Kommunen, den Ausgleichsstock und den Länderfinanzausgleich.

Bezüglich der Infrastruktur und mit Blick auf den Zustand der Straßen gab es von Grabenbauer, der sich auch als Kreisrat engagiert, Klartext: „Das Land vernachlässigt seine Straßen. Das ist kein Sanierungsprogramm, das sind lediglich Flickarbeiten. Das Land sollte sich bezüglich der Straßen und Radwege mal ein Beispiel am Rhein-Neckar-Kreis nehmen.“

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