E-Bike Kaufberatung: Worauf Sie beim ersten E-Bike achten sollten

Hier finden Sie alles rund um das Thema “E-Bike Kaufberatung“. Welches E-Bike das für Sie optimale Gefährt ist und warum? Wir helfen und beantworten alle wichtigen Fragen: Warum Sie sich ein E-Bike zulegen sollten, worauf Sie beim E-Bike Kauf achten sollten und mit welchen Tipps und Tricks Sie herausfinden, welches E-Bike am besten zu Ihnen passt.

Warum ein E-Bike kaufen?

Ein E-Bike bietet Ihnen zahlreiche Vorteile und kann das Leben auf vielfältige Weise bereichern. Ob für den Alltag, den Weg zur Arbeit, sportliche Touren oder gemütliche Ausfahrten - das richtige E-Bike ermöglicht Ihnen Fahrspaß und Flexibilität in allen Lebenslagen. Ein E-Bike lohnt sich für alle, die mehr Bewegung in ihren Alltag bringen, etwas für ihre Gesundheit und auch die Umwelt tun und vor allem Spaß haben wollen.

Für Berufspendler kann ein E-Bike auch interessant sein - zumindest, wenn die Entfernungen nicht zu groß sind. Die Bewegung an der frischen Luft führt dazu, dass man morgens fitter und leistungsfähiger zur Arbeit kommt, vor allem, wenn man auf Radwegen in der Natur unterwegs ist. Aber auch in der Stadt ist es ein gutes Gefühl, wenn man am PKW-Stau auf dem Radweg vorbeifahren kann. Auf der Heimfahrt schließlich bleibt der Stress buchstäblich auf der Strecke.

Ein E-Bike bringt auch mehr Lebensqualität - besonders bei Paaren, bei denen oftmals zunächst nur ein Teil ein E-Bike kauft, um mithalten zu können.

Die ersten Schritte vor dem Kauf

Der E-Bike-Kauf sollte kein Schnellschuss sein. Wenn Sie sich nun erstmals mit dem Pedelec-Kauf beschäftigen, nehmen Sie sich die Zeit, sich zu Informieren. Bevor man in ein E-Bike-Geschäft geht, sollte man sich im direkten Umfeld umhören. Befragen Sie Freunde und Bekannte nach ihren Erfahrungen.

Nachdem Sie sich erstmal einen Überblick verschafft haben, tauchen sicherlich einige Fragen bei Ihnen auf. Schreiben Sie sich diese auf ein Stück Papier und besuchen Sie so vorbereitet einen auf E-Bikes spezialisierten Fachhändler. Achten Sie bei der Auswahl des Händlers darauf, dass er mehrere Marken im Angebot hat und Sie deshalb markenneutral beraten kann.

Während des Beratungsgesprächs stellen Sie alle Ihre Fragen. Haben Sie keine Scheu davor. Je mehr Sie fragen, desto besser kann auch der Händler einschätzen, was Sie benötigen. Ein guter Händler stellt auch Ihnen einige grundsätzliche Fragen, damit er eine geeignete Vorauswahl für Sie treffen kann und weiß worauf es Ihnen ankommt, bevor es zur Probefahrt geht.

Wichtige Aspekte beim E-Bike Kauf

1. E-Bike oder S-Pedelec?

Was ist da überhaupt der Unterschied? Die Unterscheidung ist ganz einfach, wird aber im Alltag meist nicht gemacht. Der Oberbegriff E-Bike hat sich anstelle von Pedelec eingebürgert, aber eigentlich ist nicht jedes Zweirad mit Elektro-Antrieb gleich ein „E-Bike“.

  • Pedelec: Fahrrad mit elektrischem Antriebsassistenten, Motorleistung bis zu 250 Watt, Antriebsunterstützung bis zu 25 km/h. Pedelecs machen mit 95% den größten Anteil an elektrischen Fahrrädern aus. Du benötigst keinen Führerschein, es besteht keine Helmpflicht, Fahrradanhänger sind erlaubt und du darfst auf Fahrradwegen fahren.
  • S-Pedelec: Fahrrad mit elektrischem Antriebsassistenten, Motorleistung bis 450 Watt, Antriebsunterstützung bis 45 km/h. Du brauchst einen Führerschein, Mindestalter 16 Jahre, Helmpflicht. Darf in Städten nicht auf Fahrradwegen gefahren werden, Anhänger sind verboten!
  • E-Bike: Zweirad mit Motor. Ein E-Bike ist also im ursprünglichen Sinne kein Fahrrad, sondern ein Mofa. Trotzdem hat sich der Begriff als Synonym zum Pedelec eingebürgert.

2. Der passende E-Bike Typ

Welches Pedelec infrage kommt, hängt vor allem von der gewünschten Nutzung ab. Welches E-Bike ist das richtige für mich? Die gute Nachricht: E-Bikes gibt es viele und es ist für jeden das Passende dabei! Hier stellen wir E-Bike-Typen vor, die besonders häufig verkauft werden, und nennen die wichtigsten Rahmenformen.

  • City-E-Bikes: City-E-Bikes eignen sich für bequeme Radlerinnen und Radler, die keine größeren Stre­cken zurück­legen wollen. Die aufrechte Sitz­position verschafft Über­blick im Verkehr. Weit verbreitet sind Tiefein­steiger mit V-förmigem Rahmen. Er erleichtert Menschen, die weniger beweglich sind, das Aufsteigen beträcht­lich. City-E-Bikes werden aber auch mit Diamant- und Trapez­rahmen angeboten.
  • Urban-E-Bikes: Eine jüngere Form des Cityrads sind Urban-E-Bikes. Ausstattung und Design sind oft minimalistisch, dadurch sind sie oft auch leichter und güns­tiger als andere E-Bikes.
  • Trekking-E-Bikes: Sport­licher als City-, aber komfort­abler als Mountain­bikes sind Trekking-E-Bikes. Sie sind eine gute Allround-Lösung für Menschen, die viel radeln und das Bike sowohl im Alltag als auch auf Touren nutzen wollen. Die Hersteller statten ihre Trekkingräder daher üblicher­weise mit Licht­anlage, Schutz­blechen und Gepäck­träger aus.
  • E-Mountainbikes: Der am häufigsten verkaufte E-Bike-Typ in Deutsch­land ist das E-Mountain­bike. Ketten­schaltung und kräftige Motoren sind da Stan­dard. Typisch ist außerdem ein sogenannter Sloping-Rahmen, bei dem das Ober­rohr in Richtung Sattel leicht abfällt.
  • SUV-E-Bikes: Von den Anbietern auch als Allroad- oder Crossover-E-Bikes angepriesen, stellen die SUV-Bikes eine Misch­form dar, die Radlern eine Entscheidung zwischen Komfort und Sport­lich­keit abnehmen soll.
  • Lasten-E-Bikes: Sie sind die Pack­esel unter den E-Rädern und werden viel häufiger mit als ohne Motor gekauft.
  • S-Pedelecs: Während der Motor bei „normalen“ Pedelecs nur bis Tempo 25 unterstützt, hilft er beim S-Pedelec bis Tempo 45. Die schweren, oft teuren Räder sind vor allem für Menschen sinn­voll, die etwa lange Stre­cken mit dem Rad pendeln.
  • E-Falträder: Wie die Variante ohne Motor lassen sich E-Falträder beziehungs­weise E-Klapp­räder oft mit wenigen Hand­griffen kompakt zusammenlegen. Sie sind deshalb besonders beliebt bei Menschen, die im Alltag mit der Bahn pendeln.
  • E-Rennräder: Bei E-Renn­rädern sind Akku und Motor oft so kompakt im Rahmen verborgen, dass sie optisch kaum auffallen. Diese Räder sind Sport­geräte.

3. Rahmenformen

  • Diamantrahmen: Bei diesem sport­lichen „Herren­rahmen“ verläuft das Ober­rohr nahezu horizontal und sorgt so für eine hohe Fahr­stabilität.
  • Wave-Rahmen: Der tief geschwungene Wave-Rahmen erleichtert das Auf- und Absteigen.
  • Trapezrahmen: Bei dieser Rahmenform senkt sich das Ober­rohr nach hinten ab, sodass das Aufsatteln deutlich komfort­abler als beim Diamant­rahmen ist.

Tipp: Wählen Sie die Rahmenform, mit der Sie auch beim Fahr­rad ohne Motor gut klarge­kommen sind. Sind Sie nicht so fit oder lange nicht geradelt, wählen Sie besser einen tieferen Einstieg.

4. Motorposition

Motoren findest du an E-Bikes vorne an der Gabel, in der Mitte am Tretlager oder hinten an der Nabe. Heckmotoren haben ihre Vor-, und Nachteile und überzeugen vor allem durch die direkte Kraftübertragung auf das Hinterrad. Wir empfehlen allerdings E-Bikes mit Mittelmotoren, da sie sich als leise, zuverlässig und verschleißarm erwiesen haben und das Fahrverhalten kaum beeinflussen.

Von E-Bikes mit Frontmotoren solltest du lieber die Finger lassen, denn sie verlagern den Schwerpunkt des Bikes ungünstig, außerdem sind sie störanfällig.

  • Frontmotor: Mitunter ist er an der Nabe des Vorderrads befestigt. Insbesondere für Menschen, die auf dem Fahr­rad eher unsicher sind, ist diese Motor­position nicht optimal: Das Vorderrad kann auf glattem oder losem Unter­grund leichter wegrutschen.
  • Hinterradantrieb: Ein Motor an der Hinterradnabe ist oft leise und bewirkt wenig Verschleiß an der Kette. Gleich­zeitig erschwert diese Motor­position den Ausbau des Hinterrads.
  • Mittelmotor: Bei E-Bikes haben sich die Mittel­motoren als Stan­dard-Ausstattung durch­gesetzt. Er sorgt für einen tiefen Schwer­punkt, das Gewicht ist gleich­mäßig verteilt.

5. Akku

Den Akku eines E-Bikes findest du entweder in den Gepäckträger eingebaut, am Rahmen montiert oder in den Rahmen integriert, wobei die vollintegrierten Akkus wie z.B. der PowerTube von Bosch aktuell am häufigsten verbaut werden. Sie fallen optisch nicht weiter auf, sind durch das Rohr vor äußeren Einflüssen geschützt und beeinflussen den Schwerpunkt des Fahrrads und somit die Fahreigenschaften weniger.

Die Reichweite hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Akku-Kapazität (von 400Wh bis 750Wh, mit Range Extender oder Dual Akku auch gerne bis zu 1500Wh), das Alter des Akkus, das Gewicht des Fahrrads und auch die Qualität des Akkus und des Motors spielen eine Rolle. Da aber auch Faktoren wie Gegenwind, gewählte Unterstützungsstufe oder Steigungen die Reichweite beeinflussen, können die Hersteller nur ungefähre Angaben machen.

Im Test von Trekking-E-Bikes hatten die Lithium-Ionen-Akkus einen Energie­inhalt von bis zu 625 Watt­stunden. Die bringen mehr Reich­weite als die getesteten City-E-Bikes mit meist 500 Watt­stunden Energie­inhalt. Viel entscheidender als die Akku­kapazität sind für die Reich­weite ohnehin Temperatur, Stre­cken­profil, Eigen­leistung der Radelnden, Kraft­über­tragung des Rades - und vor allem die gewählte Unterstüt­zung des Motors.

Tipp: Kaufen Sie ein Modell, bei dem der Akku von oben oder seitlich in den Rahmen einge­setzt wird. Von unten einge­setzte Akkus können beim Entnehmen oder Einsetzen schnell mal herab­fallen. Dabei kann die teure Batterie Schaden nehmen.

6. Schaltung

Besonders wartungs­arm sind Naben­schaltungen. Sie lassen sich im Stand schalten, sind berg­auf aber etwas im Nachteil. Naben­schaltungen sind ein typisches Merkmal von City-E-Bikes. Eine Ketten­schaltung erlaubt oft einen dyna­mischeren Fahr­stil, darum ist sie an sport­licheren Rädern wie Trekking- oder Mountain­bikes beliebt. Nachteil: die Kette muss gepflegt werden.

Tipp: Wenn Sie mit dem E-Bike sport­lich und öfter mal berg­auf unterwegs sein wollen, sollten Sie sich für eine Ketten­schaltung entscheiden.

7. Bremsen

Durch höhere Geschwindigkeiten und das größere Gewicht im Vergleich zum normalen Fahrrad ist beim E-Bike eine gute Bremsleistung außerordentlich wichtig. Daher sind insbesondere bei hohem Körpergewicht oder häufigem Gepäcktransport hydraulische Felgen- oder Scheibenbremsen empfehlenswert.

Grundsätzlich sind hydrau­lische Scheibenbremsen für die schnellen und schweren Pedelecs eine sichere Wahl. Bei mecha­nischen und hydrau­lischen Felgenbremsen ist das nicht garan­tiert.

Tipp: Üben Sie ganz bewusst, zu bremsen. Und trainieren Sie auch Gefahrenbremsungen, damit Sie im Ernst­fall nicht vorn über den Lenker fliegen.

8. Weitere wichtige Aspekte

  • Gewicht: Müssen Sie Ihr Rad heben oder transportieren? Klären Sie das Gewicht des Rades.
  • Gepäck: Nehmen Sie Gepäck mit? Benötigen Sie Zubehör? Ist die Tragfähigkeit des Gepäckträgers geeignet? Beachten Sie das zulässige Gesamtgewicht aus Fahrer, E-Bike und Gepäck.
  • Rahmengröße: Welche ist die richtige für mich? Der theoretisch errechnete Wert ist nicht immer optimal. Hier heißt es Ausprobieren!
  • Bedienung: Bevorzugen Sie zum Beispiel eine einfache, selbsterklärende Bedienungsfunktion oder hätten Sie gerne ein komplexes Infotainment mit vielen technischen Features und vielen individuellen Einstellmöglichkeiten?
  • Gewährleistung und Garantie: Achten Sie auf Gewährleistung und Garantie! Bei Markenrädern ist die schnelle Ersatzteilbeschaffung garantiert und sowie die Einhaltung der gesetzlichen Gewährleistung.

Probefahrt und Händlerwahl

Sie sollten unbedingt Probefahren und Ihre Favoriten vergleichen. Alle theoretischen Vorteile eines Pedelecs sind Makulatur, wenn das Rad nicht zu Ihnen und Ihren individuellen Bedürfnissen passt. Ist geklärt, was das neue E-Bike können soll, kann die Suche nach einem geeigneten Händler beginnen. Egal, wie gut Sie sich informiert haben: Machen Sie unbe­dingt eine Probefahrt. Wenn möglich, mit verschiedenen Modellen, Antriebs­systemen und auch Rahmenformen.

Bringen Sie Ihr übliches Gepäck mit zur Probefahrt. Wenn Sie Ihr Rad beispiels­weise in den Keller oder in die Wohnung tragen müssen, sollten Sie es vor Ort unbe­dingt anheben und ein paar Meter tragen. Das kann mitunter ein echter Kraft­akt sein - die Modelle im Test wiegen bis zu 30 Kilogramm.

Bevor Sie zuschlagen: Checken Sie, ob ein lokaler Händler bei Ihnen vor Ort die Marke betreut. Das kann die Wartung und Ersatz­teil­beschaffung vereinfachen.

Kosten und Qualität

Markenpedelecs kosten oft über 2.000 Euro. Qualität hat oftmals Ihren Preis. Auf Grund der zusätzlichen „PS“, die Elektrofahrräder haben, müssen die Bremsen, der Rahmen, und das Antriebsystem gut aufeinander abgestimmt und hochwertige verschleißarme Komponenten verbaut sein. Das schlägt sich im Preis nieder, macht sich aber langfristig auf jeden Fall bezahlt.

Viele Kunden fragen uns auch nach unseren Erfahrungen was Reklamationsquoten und Servicefälle betrifft. Hier ist eine sehr starker Zusammenhang zwischen Preis und Qualität bzw. Zuverlässigkeit zu erkennen. Selbstverständlich gibt es auch günstige E-Bikes unter 2000 €, die wir unseren Kunden natürlich nicht vorenthalten und immer wieder anbieten.

Achten Sie bei den zahlreichen Sonderangeboten, insbesondere im Internet, auf das Modelljahr des Pedelecs und auf das Produktionsdatum des Akkus. Stichwort: Gewährleistung und Garantie!

Finanzierungsmöglichkeiten

Übrigens, was es im Autohaus schon lange gibt, bieten die Händler der e-motion Gruppe schon lange an: Es gibt es viele Möglichkeiten, das E-Bike zu leasen oder zu finanzieren.

Tabelle: E-Bike Typen und ihre Eigenschaften

E-Bike Typ Eigenschaften Empfohlene Nutzung
City-E-Bike Bequeme Sitzposition, Nabenschaltung, oft mit Rücktrittbremse Kurze Strecken in der Stadt
Trekking-E-Bike Sportliche Sitzposition, Kettenschaltung, umfangreiche Ausstattung Alltagsfahrten und Touren
E-Mountainbike Robuste Bauweise, Mittelmotor, Kettenschaltung Geländefahrten
E-Faltrad Kompakt zusammenlegbar, oft mit Nabenschaltung Pendler, wenig Stauraum

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