Etnies MTB Schuhe: Komfort, Grip und Style für Mountainbiker

Die Kult-Marke Etnies wurde 1986 von Skateboardern gegründet und ist bis heute weltweit für seine funktionellen Skate- und Freizeitschuhe bekannt. Die über die Jahre gesammelten Erfahrungen im Bereich Action- und Funsport hat Etnies im Jahr 2018 erstmals dazu bewegt, gemeinsam mit Freeride-Legende Brandon Semenuk, einen funktionalen MTB-Schuh im bekannten Etnies Look zu entwickeln.

Seither entwickelt Etnies erfolgreich Schuhe für Mountainbiker, die viel Wert auf hohen Tragekomfort, Grip und Style legen. Umweltengagement & Nachhaltigkeit gehören bei Etnies zur Firmenkultur. Darum arbeitet das Unternehmen seit 2011 eng mit der Organisation Trees For The Future zusammen.

Gemeinsam haben sie ihr gestecktes Ziel erreicht, 2 Millionen Bäume bis zum Jahr 2020 zu pflanzen. Mittlerweile ist das „Buy a Shoe, Plant a Tree“ Projekt fester Bestandteil von Etnies und für jeden verkauften Etnies Schuh wird ein Baum gepflanzt.

Die Etnies Camber CL MTB

Die Skate-Kultmarke hat jede Menge Signature-Modelle im Programm, z. B. von Brandon Semenuk oder Emil Johansson. Im Camber (Klick) stecken deutlich mehr MTB-Features. Gibt’s auch als einfache Flat-Variante.

Etnies Jameson Mid Crank im Test

Nach über 30 Jahren Unternehmensbestehen und einer kometenhaften Entwicklung zum Weltmarktführer im Bereich Skateboarding wagt Etnies nun als eine der ersten Marken seiner Zunft den konsequenten Schritt in den Bike-Bereich. Wie es sich für einen Hersteller dieser Kragenweite gehört, wird dies mit einem gehörigen Knalleffekt vollzogen. So hat man sich mit dem fünfmaligen Red-Bull-Joyride-Gewinner Brandon Semenuk einen der talentiertesten und erfolgreichsten Freerider der letzten Jahre ins Boot geholt.

Gemeinsam mit ihm hat Etnies die Crank-Serie konzipiert, deren erster Emporkömmling, der Jameson Mid Crank, sich nun anschickt, dem Branchenriesen mit den zwei Ziffern den Kampf anzusagen. Wie scharf schießt er tatsächlich? Der Jameson stellt bereits seit Generationen eines der beliebtesten Modelle im Etnies-Portfolio dar.

Im Bereich Skateboarding und Streetwear bot er in der Vergangenheit durch sein cleanes, zeitloses Design und nicht zuletzt dank seiner hohen Vielseitigkeit immer wieder eine verlässliche Plattform für neue Farbentrends oder technologische Innovationen.

Der Etnies Jameson Mid Crank strahlt mit jeder Faser Unverwüstlichkeit aus. Beim ersten Hineinfahren merkt man sofort, dass die Priorität des Schuhs darauf liegt, den Fuß zu stabilisieren. Er liegt von Natur aus eng an und ist daher besonders für normale bis eher schmale Füße geeignet. Dieses Tragefühl ist sicherlich nicht zuletzt der Pro Foam 1 Einlegesohle geschuldet, die sich der Fußform individuell anpasst, enormen Halt bietet und ein Herumrutschen im Schuh verhindert.

Die im Gegensatz zur Skate-Variante des Jameson verstärkte EVA-Mittelsohle verleiht dem Schuh mehr Steifigkeit. Im Vergleich zu den etablierten Mitstreitern am Markt ist diese jedoch nach wie vor als eher weich und flexibel einzustufen. Die Sohle mit dem Etnies eigenen Geo-Hex Profil kennt man bereits von einigen Wintermodellen des Herstellers. Die Adaption auf einen Fahrradschuh macht durchaus Sinn, da sie auf dem Pedal für sicheren Halt sorgt, ohne dass sich die Metallpins ins Gummi bohren müssen. Gummistraps an der Zunge komplettieren das ‚Stabilitätsprogramm‘.

Sie sorgen dafür, dass der Fuß möglichst wenig Spielraum im Innenschuh hat und maximieren die Kraftübertragung aufs Bike. Die Schnürsenkel sind beim ersten Gebrauch auffällig steif, sodass sich die Schnürung sehr oft löst. Eine Thinsulate-Isolierung mit Scotchguard aus dem Hause 3M garantiert verlässlich warme Füße bei kühleren Temperaturen und schützt zusätzlich vor dem Eindringen von Wasser.

Der Etnies Jameson Mid Crank trägt sich insgesamt trotz seiner engen Passform sehr komfortabel und eignet sich auch für längere Strecken, ob zu Fuß oder auf dem Bike. Die erhältlichen Farbvarianten black, burgundy und stone wirken satt und dynamisch.

Die Zusammenarbeit von Etnies und Brandon Semenuk funktioniert. Ein ‚All-Time-Classic‘-Schuh wurde mit sinnvollen und teilweise überraschenden Zusatzfeatures versehen, um ihn für den Sprung aufs Bike zu rüsten und seinem Besitzer ein direktes, präzises und sicheres Fahrgefühl zu vermitteln. Der Einstieg von Etnies ins MTB-Business kann ohne Zweifel als gelungen bezeichnet werden, weitere Modelle sind fürs Frühjahr 2019 geplant.

Allgemeine Informationen zu MTB-Schuhen

Wer Rad fährt, tut sich oft schwer, den passenden Schuh zu finden. Der spartanische Rennschuh ist für den Alltag zu steif, auffällig und nicht fürs Gehen ausgelegt. Ein klassischer Alltagsschuh ist in der Sohle zu weich, passt nicht zu hochwertigen Klick- oder Flatpedalen und ist vom Aufbau her oft nicht robust genug. Hier schlägt die Stunde von legeren Mountainbike-Schuhen in Sneaker-Optik, denn sie bedienen beide Welten. Je nach Design passen sie zu sportiven Rädern, machen aber im Café, beim Einkaufen, Sightseeing oder in der Arbeit eine gute Figur.

Pedale und Schuhe: Eine Frage der Verbindung

Je nach Pedalausführung unterscheiden sich die Fahrradschuhe vor allem bei Sohlenaufbau und Sohle, da diese speziell an die Pedalvorgaben abgestimmt sind, um perfekt damit zu agieren. Wer vor allem auf Kurzstrecken und im Alltag unterwegs ist, nutzt meist ein Plattform- oder Bärentatzenpedal. Hier geht der Schuh mit der Oberfläche eine lose Verbindung ein, welche jederzeit und in alle Richtungen frei lösbar ist. Das sorgt auch für eine hohe subjektive Sicherheit. Je nach Ausführung muss der Schuh aber entlastet oder teils ganz vom Pedal genommen werden, um die Position zu ändern.

Für Klickpedale spricht die deutlich effizientere Kraftübertragung, weil der eingeklickte Schuh nicht nur drücken, sondern auch ziehen kann. Zudem ist der Fuß immer mittig über dem Pedal positioniert, kann während der Tretbewegung ergonomisch zu beiden Seiten ausweichen und rutscht bei ruppigem Untergrund nicht vom Pedal. Zum Ausklicken wird der Fuß um das Pedal gedreht. Die Angst, beim Sturz nicht aus dem Pedal zu kommen ist unbegründet. Allerdings muss das Pedalcleat penibel eingestellt sein, um Problemen am Fuß und Knie vorzubeugen. Wer sich am Ende nicht entscheiden kann, greift zum breitbandig nutzbaren Kombipedal und bekommt das Beste aus beiden Welten.

Passform und Komfort

Den idealen Schuh für alle gibt es nicht, denn jeder Fuß ist anders. Am Ende hilft nur Ausprobieren, damit die Größe passt und später keine Probleme wie Druckstellen entstehen. Einige Hersteller bieten halbe oder zweidrittel Größen. Das größte Angebot bieten Fizik, RC oder Specialized mit über 20 Größen. Wer kleine Füße hat, wird bei Bontrager, FiveTen, Fizik, Ion, O’Neal, Specialized, Vaude (ab 36) sowie Ride Concepts (ab 35) fündig. Wer auf großem Fuß lebt, sollte indessen Pearl Izumi, Ride Concepts (bis 49) sowie Shimano (50) probieren.

Die Hersteller legen sich ordentlich ins Zeug, damit die Fahrradschuhe auch nach langen Tourentagen noch angenehm sitzen. Für ein gutes Fußklima bei warmen Temperaturen ist luftiges Obermaterial vorteilhaft (Leatt, Pearl Izumi). Wasserdichte Membranen sucht man deshalb vergeblich. Meist bestehen die Materialien aus Kunststoff. Aber auch traditionelle Materialien wie Baumwolle, Hanf und Leder haben nicht ausgedient, wie Ion, Jack Wolfskin, Doghammer und Vaude zeigen.

Details, die den Unterschied machen

Eine geräumige Zehenbox bieten vor allem Doghammer, Fizik, Ion, Jack Wolfskin, O’Neal und Pearl Izumi, wohingegen es bei Giant, Leatt und Unparallel recht beengt zugeht. Wer einen Fuß mit höherem Spann besitzt, sollte bei den Modellen von Leatt und Giant aufpassen, da diese sehr kompakt ausfallen. Bei der Anprobe sollte auf potenzielle Druckstellen in der Zehenbox, am Zungenende, Spann und im Bereich des Groß- und Kleinzehengrundgelenks geachtet werden.

Oft unterschätzt: Ein gutes Fußbett! Hier glänzen Shimano und Specialized durch vorgeformte Innensohlen, die das Längs- und Quergewölbe unterstützen. Hochwertige Einlegesohlen von Ortholite finden sich indes bei Endura, FiveTen, Ion, Unparallel und Vaude. Treten beim Radfahren aber längerfristig Problem mit den Füßen auf, sollte der Fußtyp bestimmt und eine ergonomische Einlegesohle eingepasst werden.

Steifigkeit und Verschluss-Systeme

Damit die Kraft beim Radfahren perfekt auf das Pedal übertragen wird, muss der Schuh eine gewisse Steifigkeit aufweisen. Allerdings ist eine gewisse Nachgiebigkeit gar nicht verkehrt, weil dies gerade auf Langstrecken in unseren Augen das Wohlbefinden fördert. Bei Klickschuhen fällt die Sohle zudem steifer aus, weil die Kraft über eine kleine Metallplatte, das sogenannte Pedal-Cleat, übertragen wird.

Zur Fixierung finden sich im Test verschiedene Verschlusssysteme: Am weitesten verbreitet ist die klassische Schnürung. Die Bedienung ist umständlicher, aber bei Gewicht, Ersatzteilversorgung und der individuellen Feinjustage kann ihr kein anderes System das Wasser reichen. Eine Abwandlung ist das Schnellverschlusssystem bei Shimano, welches die Vorteile der Schnürung mit einer einfachen Handhabung verbindet. Klettverschlüsse sind auch während der Fahrt einfach handzuhaben und werden im Test meist zur Unterstützung der Schnürung verwendet. Eine Ratsche findet sich nur bei Giant. Sie ist schnell, einfach und auch während der Fahrt bedienbar. Die modernste Art stellen Drehverschlüsse dar.

Sohle

Beim Gehen achten wir auf den Abrollkomfort, der vor allem bei Bontrager, Doghammer, Fizik, Jack Wolfskin, Sidi, Specialized und Unparallel begeisterte. Etnies oder Giant sind hier die spürbaren Schlusslichter. Eine gute Dämpfung ist vor allem bei Bontrager, Endura, Fizik, Leatt, Ride Concepts und Unparallel fühlbar.

Beim Schuhkauf sollten Sie vorrangig auf die Passform und das Zusammenspiel mit dem jeweiligen Pedalsystem achten.

Weitere MTB-Schuhmodelle im Überblick

  • ION Scrub Select Boa: Mit Boa-Zurrsystem und Saum am Knöchel gegen Staub und Steinchen.
  • Fox Union Series: Flat-, Schnürschuh mit Klick- und Klickschuh mit BOA-Verschluss.
  • Crankbrothers Stamp Street: Leichter Street-Schuh von Fabio Wibmer, auch casual tragbar.
  • Endura MT500 Burner Klick: Klickschuh mit Klettlasche und leichtere Flat-Variante.
  • Shimano SH-AM903: Mit Schnellschnürsystem, hoch gezogenem Knöchelbereich und Wetterlasche.
  • First Degree Flite XT: Robuster, steifer und härter im Nehmen für Enduro- und Freeride-Missionen.

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