Motorradfahren auf Sardinien: Tipps für unvergessliche Touren

Sardinien ist ein wahres Paradies für Motorradfahrer im Mittelmeer. Die Insel bietet eine Vielzahl an kurvenreichen Straßen und atemberaubenden Küsten, die Biken und Baden perfekt miteinander verbinden. Die Kombination aus Küsten und Kurven sorgt für jede Menge Abwechslung.

Eigentlich reicht schon ein grober Blick auf die Landkarte, um die besten Kurvenstrecken auszumachen - die Insel ist ein einziges Geflecht aus Kurven und Kehren. Auf Sardinien kann man sich ausgiebig dem Kurvenfahren auf dem Motorrad hingeben. Die Insel bietet eine enorme Bandbreite an kurvigen Straßen, mal eng und verwinkelt, mal gut ausgebaut und zügig, mal hügelig-bergig bis weitsichtig auf Hochebenen. Was einen immer begleitet: Unfassbar guter Grip und ein dickes Grinsen unter dem Helm.

Nicht umsonst wird Sardinien als Eldorado für Motorradbegeisterte bezeichnet. Gerade Streckenabschnitte sind rar. Tatsächlich bieten die passähnlichen Straßen nur wenige Verschnaufpausen, doch genau das zieht zahlreiche Motorradtouristen jährlich magisch an. Ein schier endlos geschlängeltes Straßennetz, gepaart mit einer sagenhaften Verkehrsarmut, sorgt für Tourenvergnügen vom Feinsten.

Vom Anfänger über den Genuss-Cruiser bis hin zum sportlichen Kurvenjäger kommen hier alle Zweirad-Fans auf ihre Kosten. Berge mit Erhebungen bis 1800 Meter und wilde, knapp 2000 Kilometer lange Küsten, traumhafte Sandstrände, weite Ebenen und Sumpflandschaften sorgen für Abwechslung im Tourenprogramm. Eine herzhaft-bodenständige Küche und freundliche Gastgeber machen die richtige Mischung für einen gelungenen Urlaub komplett.

Die besten Motorradregionen auf Sardinien

Zentral- und Ostsardinien

Vielfahrer und Kurvensammler kommen auf den extremen Touren durch die südliche Barbagia, zum Beispiel auf der Strecke von Mandas nach Lanusei auf ihre Kosten. Viel Fahrkönnen erfordern die extremen Pässe im Gennargentu zum Beispiel von Fonni bis Seui. Idealer Treffpunkt: Sadali.

Die Staatsstraße SS 125 von Baunei nach Dorgali ist bei Bikern legendär: Endlos viele Haarnadelkurven, Panoramastrecken mit super Grip und gutem Asphalt, dazu eine einmalige Berglandschaft, die hinter jeder Wendung ein neues Panorama zu bieten hat. Die spektakuläre Bergstraße ist zwar kein Geheimtipp, aber sollte auf keinem Tourenplan fehlen.

Der Norden und Nordosten

In engen Kehren durch endlose Korkeichenwälder geht es rund um Tempio Pausania und Aggius im Herzen der Gallura. Herrlich ist auch das Mondtal Valle della Luna oder auch Piana dei Gran Sassi genannt. In der letzten Eiszeit haben hier Gletscher, Wind und Wetter bizarre Felsen und Hügel aufgetürmt. Hoch hinaus geht es auch auf das Limbara-Massiv.

Südlich von Olbia bahnt sich der Lerno-Fluss seinen Weg zwischen den Granitmassiven der Gallura im Westen und der Bergkette von Monte Nieddu im Osten. Und weil hier kaum Verkehr herrscht, haben einige Motorrad-Insider die gottverlassene Gegend für sich entdeckt. Das wuchtige Kalksteinmassiv des Monte Albo ist das natürliche Wahrzeichen der Alta Baronia, dem Landstrich zwischen Posada und Siniscola im Nordosten Sardiniens.

Gallura heißt der nördlichste Zipfel Sardiniens. Nicht umsonst begann dort in den 1960er-Jahren der Tourismus. Denn die Costa Smeralda zählt zu den schönsten Küsten der Insel. Das gebirgige Landesinnere hingegen hat sich seinen ländlichen Charakter bewahrt.

Von Monti aus geht es bereits schräglagenverdächtig hinein in die Mittelgebirgsregion. Dem Kurvenspaß folgt ein Abstecher zur Costa Smeralda, die wir in Portisco erreichen. Ein schmales Sträßchen bringt uns zum Capo Testa hinaus, dessen bizarre Felsen wie aus einer anderen Welt erscheinen. Anschließend schrauben wir uns durch duftende Pinienwälder hinauf zum Monte Limbara, dem Hausberg von Tempio Pausania. Dort, oberhalb der Baumgrenze wartet eine beeindruckende Rundumsicht und ein Traumblick auf Korsika.

Wir atmen durch, sammeln Kraft und entspannen die Muskeln, bevor wir uns wieder in die Kurven und Kehren zurück nach Monti stürzen, die so charakteristisch sind für Sardinien.

Tipps für Motorradreisen nach Sardinien

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für die Motorrad-Trauminsel Sardinien ist die mildere Nebensaison im Frühjahr (Mai) und im Herbst (September/ Oktober), wenn man in beliebten Touristengebieten wie der Costa Smeralda und an der Costa del Sud wenig befahrene Straßen vorfindet und die Kurvenstrecken der SS125 Orientale Sarda sowie die Bergpässe des Supramonte in Zentralsardinien herrlich einsam sind.

Motorradfahren kann man auf der Mittelmeerinsel fast ganzjährig, wobei es im Hochsommer für Biker in Schutzkleidung sehr heiß wird. Auch im Winter verschlägt es zahlreiche Enduro-Fans auf die spannenden Schotterpisten, Waldstrecken und ausgewaschenen Feldwege der Insel. Die Wintermonate sind zwar verhältnismäßig mild, aber auch niederschlagsreich - auf den Gipfeln der Berge liegt dann oftmals Schnee.

Wie fast im gesamten Mittelmeerraum beginnt auch auf Sardinien ab Ostern die Tourismus-Saison. Wer also seine Motorradtouren auf Sardinien in aller Ruhe fahren will, sollte in den Monaten April bis Juni oder September und Oktober kommen. Kann das Wetter im Frühjahr noch Kapriolen schlagen, ist der Herbst ein zuverlässiger Reisebegleiter - stabile Wetterlagen, milde Temperaturen, entspannte Gastronomen. Aber auch der Winter hat seinen Reiz. An der Küste entlangbummeln, in den Hotels oft der einzige Gast sein, das wahre Leben der Insulaner kennen lernen - Motorradtouren im Winterhalbjahr lohnen sich.

Mit der Fähre nach Sardinien

Zahlreiche Fähren ermöglichen einen Sardinien-Urlaub mit dem eigenen Motorrad. Allein die Anreise zu den Festland-Häfen Genua und Livorno sind Roadtrips, die hohen Fahrspaß versprechen, wenn man sich ein wenig Zeit lässt und Hauptrouten meidet.

Verkehrstechnisch ist Sardinien sehr gut erschlossen. Die SS 131 im Westen, die SS 131 dcn im Nordosten und die SS 125 im Osten verbinden die einzelnen Regionen der Insel miteinander und lassen bei Motorradtouren auf Sardinien schnelle Ortswechsel zu. Das Sahnehäubchen der Sardinen-Motorradtouren sind jedoch die Land- und Gebirgsstraßen.

Wie eigentlich überall in Italien scheinen auch hier die Straßenbauer ein Herz für uns Biker zu haben. Kurve an Kurve, griffiger Belag. Eine Kombination, die nicht nur Fahrspaß, sondern auch Reifenabrieb garantiert.

War das Tanken auf Sardinien früher oft ein Problem, so hat sich die Lage inzwischen entspannt. Es gibt überall genügend Tankstellen, gezahlt werden kann bar oder mit Karte. In die Zeitplanung einrechnen sollte man die heilige italienische Mittagspause, während der die meisten Tankstellen zwischen 13.00 und 15.00 Uhr geschlossen haben und man nur am Automaten gegen Scheine oder Karte Sprit bekommt.

Eine weitere italienische Eigenart ist die Bedienung an der Tankstelle. Wer Benzin vom Tankwart einfüllen lässt, statt selbst zu zapfen, zahlt bis zu 20 Cent mehr pro Liter.

Sicherheitstipps

Aufgrund der hohen Kurvendichte und abwechslungsreichen Streckenverläufe fordert die Mittelmeerinsel Sardinien hohe Konzentrationsfähigkeit von Motorradfahrern.

Besondere Achtsamkeit ist gefragt, wenn tierische Hinterlassenschaften auf der Fahrbahn zu sehen sind. Dann heißt es: Tempo rausnehmen. Auf der Insel sind viele freilaufende Tiere unterwegs. So stehen hinter der nächsten Kurve gern mal Kühe, Esel, Schafe, Ziegen oder Schweine auf und neben der Fahrbahn - wenn pflichtbewusste Hütehunde in der Nähe sind, hält man besser Abstand.

Die hohe körperliche Belastung beim Motorradfahren wird oft unterschätzt, insbesondere auf Sardinien, wo Geraden Mangelware sind. Damit die Tour nicht zu Tortur wird, sind ausreichend Trink- und Verschnaufpausen ratsam, lädt die Mittelmeerinsel doch immer wieder an aussichtsreichen Spots zum Verweilen und Landschaft-Bestaunen ein.

Bremsen, Reifen, Antriebskette und Gepäcksysteme sind auf einer langen Motorradreise ebenfalls besonderen Belastungen ausgesetzt. Zwar gibt es in vielen sardischen Werkstätten noch Künstler der Schraube, die ihr Handwerk beherrschen, Motorradwerkstätten sind aber im kaum besiedelten Bergland rar. Vor der Abreise ist daher ein gründlicher Check des Motorrads empfehlenswert.

Sardische Straßenbeläge sind für ihren perfekten Grip bekannt - und damit auch für hohen Verschleiß. Wer auf eigener Achse an- und abreist sollte den verschleißfreudigen Asphalt mit einberechnen und, wie überall, auf ausreichend Profiltiefe achten - wer kann, tritt die Reise besser gleich mit einem frischen Satz Reifen an.

Wer das erste Mal auf der Insel ist, sollte die Tourenlängen mit Bedacht planen und sich zu Beginn nicht überschätzen: Durchschnittsgeschwindigkeiten fallen aufgrund der Vielzahl an Kurven verhältnismäßig niedrig aus, wodurch Touren ab 200 Kilometer anstrengend werden können.

Ausgewählte Motorradtouren auf Sardinien

Motorradtour im Nordosten Sardiniens

Sardinien bietet die ideale Kombination zwischen Motorradspaß und Stranderholung - ein Ort, an dem man in die nahezu unberührte Naturlandschaft eintauchen kann und das Gefühl der Freiheit stets mit einem fährt. So auch auf dieser Tour. Kurvensüchtige Motorradfahrer werden von dieser Route in den Nordosten Sardiniens begeistert sein. Ausgangsort ist die Küstenstadt Santa Maria Navarrese, nördlich der Stadt Arbatax gelegen. Von dort aus beginnt der Kurvenspaß auf der bei Motorradfahrern beliebten Strada Statale 125 Orientale Sarda, gemeinhin als SS125 bekannt, gen Norden.

Die landschaftlich reizvolle Straße führt insgesamt auf über 350 Kilometern von der Regionalhauptstadt Cagliari im Süden der Insel durch bergige Gebiete in den Norden. In ihrem besonders kurvigen Verlauf passiert die SS125 hierbei auch aussichtsreiche Küstenabschnitte und Städte wie Tortoli, Baunei, Dorgali und Orosei bis nach Olbia und Palau an der Costa Smeralda im Nordosten Sardiniens.

Diese Motorradtour widmet sich dem Highlight im Norden der SS125: der Strecke von Baunei nach Dorgali. Um das friedliche Bergdorf Baunei von Santa Maria Navarrese aus zu erreichen, werden die ersten knapp 500 Höhenmeter in einem munteren Kurventanz bewältigt. Schnell aufgewärmt, bietet sich in Baunei ein unvergleichliches Panorama auf die Küstenregion rund um Tortoli.

Auf den darauffolgenden 50 Kilometern der SS125 folgt ein Traum vom Motorradfahren: Unzählige Haarnadelkurven wechseln sich mit besonders "flowigen" Streckenabschnitten ab, in denen man in ein rhythmisches Links-rechts-Schwingen verfällt. Die spektakuläre Bergstraße ist zwar kein Geheimtipp, ist dank anderer gut ausgebauter Hauptrouten aber weitestgehend Lkw-frei.

Durch eine einmalige Berglandschaft, die hinter jeder Windung ein neues Panorama zu bieten hat, erreicht man den Biker-Treff am Passo Ghenna Silana auf rund 1000 Metern Höhe. Von dort aus geht es in einem Kurvenrausch weiter bergab nach Dorgali.

Es folgt eine kurze Fahrt durch die Ebene. Ab der Ortschaft Lula geht es auf einer kleineren und wenig befahrenen Straße in wechselhaften Kurvenkombinationen bergauf zum Monte Albo, dessen Gipfel stolz auf 1127 Metern rechts neben der Strecke thront. Kurz vor Sant‘ Anna bietet sich ein sagenhafter Ausblick auf die Küste Richtung Siniscola.

Auch über Lodè und Bitti reißen die Kurvenkombinationen nicht ab. Die Strecke von Bitti nach Nuoro bietet ein weiteres fahrerisches Highlight. Auf einer Nebenstraße führt die Motorradroute von Nuoro nach Fonni und über den Pass am Punta Gonnoroco in luftige Höhen. Weil ein Teilstück der Passstraße am Arcu Correboi gesperrt ist, folgt die Route ein kleines Stück der Schnellstraße SS389 und biegt schließlich links nach Talana ab.

Ab hier teilt man sich die Fahrbahn mit frei herumlaufenden Schafen, Kühen und Schweinen - besonders aufmerksames Fahren ist in dieser einzigartigen Felsenlandschaft gefragt. Am höchsten Punkt bei der Terrazza Regina della Pace und dem Punto Panoramico di Talana mit seiner großen sardischen Flagge sollte unbedingt ein Boxenstopp eingelegt und die grandiose Aussicht auf Tortoli und Arbatax, umrahmt von einer einzigartigen Berglandschaft mit dem tiefblauen Meer im Hintergrund, aufgesaugt werden.

Von den über 1000 Metern Höhe geht es serpentinenreich auf kleinen Straßen bergab nach Talana. Das "Grande Finale" der Motorradtour folgt kurz nach Talana, wo eine gut ausgebaute Kurvenstrecke mit hohem Spaßfaktor hinab nach Lotzorai und schließlich Santa Maria Navarrese führt.

Die Motorradtour auf einen Blick

  • Streckenlänge: ca. 303 Kilometer
  • Fahrtzeit: ca. 5,5 bis 6 Stunden
  • Mit dem Motorrad: Kurvenreiche, menschenleere Bergstrecken mit bestem Grip sorgen für puren Fahrspaß durch eine abwechslungs- und gebirgsreiche Landschaft. Auf der Route werden insgesamt knapp 9000 Höhenmeter bewältigt und atemberaubende Aussichtspunkte passiert.
  • Tipps: ausreichend Pausen einplanen und bei der Kleidungswahl die Temperaturunterschiede zwischen Küste und Gebirge mit bis zu 1100 Metern Höhe beachten.
  • Highlights der Tour: Wer den kurvenreichen Nordosten der Insel auf dem Motorrad entdecken möchte, kommt mit dieser Panorama-Tour voll auf seine Kosten. Die gesamte Route ist ein einziges fahrerisches Highlight. Der Aussichtspunkt Punto Panoramico di Talana ist ein Biker-Pflichtstopp auf Sardinien und der landschaftlich wahrscheinlich schönste Spot der Tour.

Kurvenparadies Gennargentu

Unterwegs in Zentral- und Ost-Sardinien: Diese Motorradroute rund um das höchste Gebirge Sardiniens, den Gebirgskamm Monti del Gennargentu, führt durch die Gemeinden Fonni, Desulo, Aritzo, Seui, Ussassai sowie Gairo und damit in das fahrtechnisch sowie landschaftlich reizvollste Tourenrevier auf der Mittelmeerinsel.

Kurz hinter Tortoli, Ausgangsort der Motorradtour, steigert sich mit der Höhe auch die Kurvigkeit der Strecke auf dem Weg nach Villagrande Strisaili. Auf rund 900 Metern angekommen, biegt die Route gen Norden nach Villanova Strisaili ab und führt in einem besonders kurvigen Verlauf neben der Schnellstraße her.

Die romantische Passstraße zum Arcu Correboi und Punta Gonnoroco teilt man sich hier mit Kühen, Eseln, Schafen und weiteren Vierbeinern - Vorsicht ist geboten, wobei sich die Landschaft bei einem gemäßigten Tempo sowieso besser genießen lässt.

Da hier ein Teilstück der alten Passstraße gesperrt ist, führt die Motorradroute ein Stück über die Schnellstraße zum Passo di Caravai - in der Download-Datei ist der empfehlenswerte Aussichtspunkt am Arcu Correboi daher als Zwischenstopp eingefügt. Anschließend geht es retour über den Passo di Caravai in das höchstgelegene Bergdorf Sardiniens nach Fonni.

An vielen Hauswänden in Fonni sind schöne Malereien, sogenannte Murales, angebracht. Die Strecke von Fonni nach Desulo zählt zu den fahrerisch genialsten Strecken auf Sardinien. Auf einer gut ausgebauten Straße mit größtenteils neuem, griffigem Asphalt kann man sich hier herrlich schwindelig fahren.

Von Aritzo aus geht es über eine endlos erscheinende Kurvenstrecke nach Seulo und Seui. Ein weiteres motorradfahrerisches Highlight ist der Streckenabschnitt, der von Seui auf der SS198 über Ussassai bis nach Gairo Vecchio, einem der bekanntesten "Lost Places" der Insel, führt. Im Jahr 1951 mussten die Bewohner den Ort verlassen, da es wiederholt zu Erdrutschen kam. Daraufhin ließ sich ein Teil der Bewohner im darüberliegenden Ortsteil Gairo Sant‘ Elena nieder. Der verlassene Ort Gairo Vecchio ist ein bekanntes Fotomotiv Sardiniens und als Zwischenstopp in der Route markiert.

Auf der letzten Etappe der Tour um den Gennargentu mit seinen markanten Schieferformationen geht es etwa 900 Höhenmeter kurvig bergab nach Lanusei, bis schließlich wieder Tortoli erreicht wird.

Die Motorradtour auf einen Blick

  • Streckenlänge: ca. 230 Kilometer
  • Fahrtzeit: ca. 4 Stunden
  • Mit dem Motorrad: An Höhenmetern (gesamt ca. 6900) und Kurven mangelt es dieser Rundtour um das höchste Gebirge Sardiniens nicht. Panoramen und abwechslungsreiche, gut ausgebaute Kurvenstraßen mit griffigem Asphalt sorgen für Fahrspaß sondergleichen.
  • Tipps: Der Aussichtspunkt am Berg Arcu de Correboi zu Beginn der Tour ist einen Boxenstopp wert. Hier bietet sich ein atemberaubender Blick über das Gennargentu-Massiv und die umliegenden Täler, die sich in ihrer natürlichen Schönheit und Einsamkeit präsentieren.
  • Highlights der Tour: Die Strecke zwischen Fonni und Desulo sowie von Seulo nach Gairo (teils auf der SS198) sorgt für Begeisterung unter dem Helm.

Panoramaroute in der Provinz Ogliastra

Ohne die Ogliastra wäre ein Sardinien-Motorradurlaub unvollständig. Die nachfolgende Motorradtour führt von Tortoli aus in die unberührte und erstaunliche Naturlandschaft des Nationalparks Parco nazionale del Golfo di Orosei e del Gennargentu und hält einige Motorrad-Highlights bereit.

Das erste fahrerische Highlight erreicht man bereits kurz nach Santa Maria Navarrese, wo die Route auf einer rasant ansteigenden Straße nach Baunei führt und das Bergmassiv des Supramonte beginnt. Es folgen die vielleicht schönsten Kilometer der SS125, bis die Route links nach Urzulei abbiegt.

Sardinien ist bekannt für seine Murales - Wandmalereien, die von Bräuchen, Traditionen, Kultur und Widerstand der Einwohner erzählen. In Urzulei, entlang der Route, gibt es besonders viele schöne Murales zu bestaunen.

Auf einer schmal-kurvigen Nebenstraße geht es auf 1100 Meter bergauf nach Talana. Nachdem das Bergdorf durchquert wurde, führt die Route auf aussichtsreicher und fahrtechnisch anspruchsvoller Straße zu den Aussichtspunkten Punto Panoramico di Talana und Terrazza Regina della Pace. Nach einem kurzen Panorama-Fotostopp geht es durch Weidegebiet (Vorsicht: Tiere kreuzen hier gern die Fahrbahn) nach Villanova. Es folgt eine gut ausgebaute Kurvenstrecke mit hohem Fahrspaßfaktor durch ein bewaldetes Gebiet am südlichen Ende des Lago Alto del Flumendosa, bis eine kleine Brücke erreicht und der Riu Sicaderba überquert wird.

Ab hier wird die Strecke etwas rustikaler, und die markante Felsformation Perda 'e Liana inmitten einer hügeligen Inselmitte, ein weithin sichtbares Naturmonument, erscheint im Blickfeld. Die Landmarke diente wandernden Hirten seit Jahrhunderten als Wegweiser und taucht somit auch beim Motorradfahren in der Region immer wieder vor dem Visier auf.

Auf einer schmalen Straße geht es südlich Richtung Gairo Vecchio, dem faszinierenden Geisterdorf, das nach heftigen Regenfällen und Erdrutschen in den 1950er-Jahren verlassen wurde. Die malerische Lage am Berghang sowie die engen, stillen Gassen verleihen dem Ort eine einzigartige, fast mystische Atmosphäre.

Von Gairo aus geht es weiter südlich entlang des Fiume Pelau. Bevor Cardedu erreicht wird, zweigt die Motorradroute Richtung Loceri ab. In einem spaßig-kurvigen Streckenverlauf werden Lanusei und Ilbono umfahren, ehe die Rundtour, in Tortoli angekommen, ein Ende findet.

Die Motorradtour auf einen Blick

  • Streckenlänge: ca. 156 Kilometer
  • Fahrtzeit: ca. 2,...

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