Cube gehört sicherlich zu den beliebtesten Fahrradmarken hierzulande. Der nach eigener Auskunft marktführende Hersteller im mittleren und hochwertigen Mountainbike- und Rennradsegment steht für seine breite Produktpalette, Widerstandsfähigkeit und lange Herstellergarantien. Besonders stolz ist man bei Cube auf die Verschmelzung von niederigen Rahmengewichten und Steifigkeit beim Karbonrahmenbau.
Was zeichnet ein 27,5 Zoll MTB aus?
Nachdem die 26 Zoll Laufräder nahezu vom Markt verschwunden sind, haben sich die 27,5 Zoll Laufräder das entstandene Vakuum gefüllt. Man spricht also heute von einem gängigen Standard, wenn man von den 650b Laufräder spricht. 650b Laufräder stehen heute für dynamisches, abwärtsorientiertes Mountainbiking. Durch ihren Durchmesser erreichen sie eine hohe Torsionssteifigkeit, welche in den zusätzliche Stabilität verleiht. Diese Stabilität wird notwendig, wenn es im Gelände hart her geht.
Das Fahrgefühl spielt ebenfalls eine große Rolle. 650b rollen besser ab und bieten so eine höhere Kurvenstabilität. Das bessere Abrollverhalten ist besonders bergab, auf rutschigem und holprigem Untergrund ein Pluspunkt. Auf dem Trail bringt die höhere Laufruhe mehr Geschwindigkeit, die bereits angesprochene dynamische Kurvenstabilität und als Ergebnis eine höhere Sicherheit.
Die 650b-Laufräder lassen sich auch in 29 Zoll Rahmen einbauen, die Vorteile liegen auf der Hand: Sie sind leichter und torsionssteifer, dies verbessert die Beschleunigung und ein tieferes Tretlager bringt, wenn man damit umgehen kann, eine noch höhere Kurvengeschwindigkeit und Wendigkeit.
Hardtail oder Fully?
Das Verhältnis von Hardtail zu Fully sich in die Waage. Letztendlich ist sicherlich deine persönliche Vorliebe und der gewünschte Einsatzbereich entscheidend. Die Puristen setzen auf Hardtails mit 650b Laufrädern und profitieren so von den Vorteilen eines leichten Hardtails. Aufs wesentliche reduzierte Technik, der geringere Anschaffungspreis und geringere Wartungskosten sind wichtige Faktoren, welche entscheidend sein können.
Ausgedehnte Radtouren mit einem anschließenden Ausritt ins Gelände sind auch für 27,5“ Hardtails kein Problem. Man spricht dabei von Cross-Country Trails. Dabei verlässt das Cube MTB selten den Boden und wird nur mit Waldtypischen Hindernissen konfrontiert. Doch es kommt der Moment, an dem ein Hardtail nicht mehr reicht.
Wenn die Trails steiler, die Wurzeln größer und die Steinfelder ruppiger werden, bist du für jeden Millimeter Federweg dankbar. An der Vorder- wie Hinterachse. Hier können die 27,5 Zoll Laufräder ihre volle Wirkungskraft entfalten. Rasante Abfahrten sind kein Problem, die hochwertigen Federgabeln schlucken kleine und größere Stöße problemlos weg und geben dem Fahrer so zu jeder Zeit ein Gefühl der Sicherheit.
- Die Cube Fullys in 27,5 Zoll
- Die Cube Hardtails in 27,5 Zoll
650b auch für Frauen?
Selbstverständlich kommen auch Frauen in den Genuss von 650b Laufrädern. Oft ist die Laufradgröße sogar die bessere Wahl, da die Mädels aufgrund ihrer Körpergröße meistens eher kleineren Bikes zurechtkommen. Die Cube-Modellpalette bietet aber eine Menge Auswahl, sodass jeder Anforderung erfüllt werden kann und keine Wünsche offen bleiben.
Welche Schaltung?
Da die 650b Laufräder meist bei Enduros oder Downhillern eingesetzt werden, kommen für die Schaltung meist nur Single- oder Double Speed Kurbelgarnituren infrage. Aufgrund ihres leichten Abrollverhaltens sind 650b Laufräder wahre Bergsteiger. In Kombination mit der passenden Gangschaltungen stehen dir so alle Wege offen.
Die Vorteile von 650b nochmal in der Übersicht
- Hohe Torsionssteife
- Höhere Wendigkeit
- Geringeres Gewicht
- Besseres Bremsverhalten
- Mehr Steifigkeit
- Gutmütiges Handling auf schnellen Trails
- Bessere Kurvendynamik plus höhere Kurvengeschwindigkeit
- Griffigerer und besserer Halt auf rutschigen und schlammigen Böden
- Ausgezeichnete Uphill-Performance bei passender Schaltgruppe
Cube Aim Pro im Test
Das Cube Aim Pro ist ein solides Einstiegs-MTB mit Spassfaktor. Den Cube Lifestyle bekommt man in einem tollen Design bereits für angemessene €499. Bei diesem Bike steht der Spaßfaktor im Vordergrund und überzeugt durch eine klasse Cube-Optik, die schlichtweg gut gefällt.
Durch die Scheibenbremse, welche hydraulisch funktioniert, verleiht Cube dem Rad eine gewisse Sportlichkeit und eine tolle Bremskraft. Das Cube Aim Pro aus dem Einstiegssegment kommt mit einer Federgabel, in der sich das 27,5 Zoll große Vorderrad mit Schwalbe Smart Sam Bereifung sowie eine Bremsscheibe von der hydraulischen Shimano Bremse munter drehen.
Durch Schnellspannsysteme lässt sich der Sattel schnell justieren und Vorder- sowie Hinterrad schnell aus- und einbauen. Der Sattel sowie Lenker und Griffe vermitteln Sportlichkeit und eine tolle Position auf dem Fahrrad.
Insgesamt gefällt und das Rad gut - das Aim Pro ist ein solides Einstiegmodell in die Markenwelt von Cube. Wer ein gutes, günstiges Cube fahren möchte, sollte bei diesem Modell zugreifen. Cube bietet für den Kaufpreis des Aim Pro 27,5“ SL einen angemessenen Rahmen mit gutem Design und solider Performance.
Cube Stereo 120 Rookie: Für junge Biker
Viele Kinder wollen ein Fully. Mit der Action-Team-Lackierung dürfte das STEREO 120 ROOKIE ganz oben auf vielen Wunschlisten stehen. Wenn dein Nachwuchs von Bikepark, Sprüngen und Fabio Wibmer spricht, dann wird ihm auch das STEREO 120 ROOKIE gefallen. Das komplette Konzept ist auf den Fahrspaß bergab ausgerichtet.
Mit 14,1 kg erfordert das STEREO 120 ROOKIE viel Muskelkraft und einen aktiven Fahrstil vom Fahrer. Dank den hochwertigen SR Suntour Federelementen am STEREO 120 ROOKIE gibt es dieses Problem aber nicht. Sie lassen sich über eine Luftkammer sehr feinfühlig abstimmen.
Die Schwalbe Reifen fallen mit einer Breite von 2,4 Zoll voluminös aus. Dadurch haben sie viel Grip. Außerdem fangen sie kleine Schläge ab. Das zahlt auf die Fahrsicherheit des Bikes ein. Die Magura Bremsanlage arbeitet hydraulisch und ist extrem hochwertig. Sie verzögert bereits bei sehr wenig Handkraft sehr gut.
Die 1x12 Shimano Schaltung ist von der Wertigkeit und Funktion her ein echtes Highlight für Kinder. Mit einer großen Gangspreizung können Kinder also exzellent Berge hoch- und runterkurbeln. Und mit 510 % fällt die Bandbreite der Shimano extrem hoch aus. So haben Kinder immer den richtigen Gang an Board.
Die Qual der Wahl: 26, 27,5 oder 29 Zoll?
Jahrzehntelang dominierte in der Mountainbike-Szene eine einzige Normgröße für Räder, nämlich 26-Zoll. Das änderte sich erst, als vor ein paar Jahren die ersten 29-Zoll-Räder auf den Markt kamen, die beispielsweise wegen ihres bessern Überrollverhaltens viele Biker begeisterten. Doch sie setzten auch eine neue Geometrie voraus und forderten Einschränkungen beim Federweg und von FahrerInnen unter etwa 175 Zentimeter. Demgegenüber erhebt seit Neuestem eine dritte Größe mit 27,5 Zoll (auch 650B genannt) den Anspruch auf den goldenen Mittelweg.
Vorteile der 29-er
Die Vorteile eines 29-er-Reifens liegen kurz zusammengefasst darin, dass die Räder leichter Unebenheiten im Gelände meistern und ein besseres Rollverhalten an den Tag legen. Zudem bietet sie mehr Traktion aufgrund der größeren Auflagefläche, ferner liegt die Sitzposition zwischen den großen Reifen tiefer und damit auch der Schwerpunkt - das subjektive Sicherheitsgefühl, berichten 29-er-Fans immer wieder, sei merklich höher, zumal die Reifen insgesamt eine größere Laufruhe böten.
Nachteilig wirkt sich die Größe jedoch auf das Gewicht aus. 29-er lassen sich schwerer beschleunigen als 26-er-Reifen, die wiederum auch in engem Gelände insgesamt wendiger und spritziger sind. 29-er werden daher hauptsächlich etwa von Marathon- und Tourenfahrern geschätzt und bieten sich auch für einfaches Gelände an.
27,5 Zoll
Nicht zuletzt am letzten Punkt setzen die Befürworter der 27,5-er an. Denn sie sollen die Vorteile der 26-er und 29-er in sich vereinen. Kaum schwerer und größer als ein 26-er, sind die Abstriche hinsichtlich Beschleunigung, Spritzigkeit sowie Wendigkeit eher marginal. Da auch die Rahmengeometrie nicht so stark verändert werden muss, ist eine sportliche Sitzposition möglich.
Gleichzeitig jedoch legen sie wie 29-er ein besseres Überrollverhalten und mehr Traktion an den Tag, verzeihen Fahrfehler leichter und bieten ein Plus an subjektivem Sicherheitsgefühl und Komfort - kurzum: 27,5-er sollen das Beste aus zwei Welten vereinen, und zwar hauptsächlich bei kleineren bis mittleren Körpergrößen.
Zudem lassen sich die Reifen in viele 26-er-Räder einbauen, das heißt, nicht immer muss gleich, wie bei einem 29-er, ein neues Rad angeschafft werden. Je nach Streckenprofil kann der 26-er-Reifen durch den 27,5-er ausgetauscht werden - für enge Strecken etwa wählt man Ersteren, für tiefes, unebenes Gelände mit steilen Abfahrten Letzteren aus. 27-er lassen sich außerdem viel leichter auf nahezu alle Federwegklassen ausrichten, Einschränkungen wie bei den 29-ern gibt es also nicht.
Cube Aim 2023: Was ist neu?
Wie eingangs erwähnt, hat Cube bei seinen Hardtails der Einstiegs- und Mittelklasse ordentlich Hand angelegt. Die auffälligste Veränderung im Vergleich zu den 2021er-Modellen sind die deutlich flacheren Rahmen. Das Oberohr - das Sattelrohr und Steuerrohr verbindet - liegt nun deutlich tiefer, was im Gelände und beim Auf- und Absteigen praktisch ist, da man nun mehr Platz über dem Rad hat. Insgesamt ist die Rahmengeometrie etwas sportlicher geworden.
Auch das Cube-typische „Smart Sizing“ darf bei dem Aim und den anderen CMPT-Modellen natürlich nicht fehlen. Die kleinsten Rahmengrößen XS und S haben 27,5 Zoll Reifen, die Größen M, L, XL und XXL rollen auf 29 Zoll Reifen. Als 2022 das Cube Aim EX-Modell eingeführt wurde, war es das einzige Cube Aim mit 1-fach-Antrieb. 2023 sind alle AIM-Modelle mit einem Zweifach-Antrieb - also zwei Kettenblättern vorne - ausgestattet.
Cube Reaction TM One: Trailhardtail zum Kampfpreis
Cube schießt mit seinem neuen Trailhardtail den Vogel ab. Denn für 1100 € liefern die Bayern ein Trailhardtail, dem auf den ersten Blick nichts fehlt. Die Optik von Cubes Trail-Hardtail stimmt. Trotz Kampfpreis lässt sich Cube bei der Qualität und Optik des Rahmens nichts nachsagen.
Mit 15,5 Kilo ohne Pedale ist das Bike für ein Hardtail schwer. Die Schwalbe-Reifen haben massiv Grip und mit ihrer doppelten Karkasse auch den Pannenschutz, den man sich für ein Trailhardtail vorstellt. Aber sie drücken mit über 1300 Gramm pro Reifen auch ordentlich auf die Waage. Das ist richtig üppig und das macht das Bike beim Antreten oder im Uphill auch spürbar behäbig.
Bei den Bremsen lässt Cube nichts anbrennen. Der 4-Kolben-Magura-Bremssattel am Vorderrad ist in Kombination mit der 203 mm großen Scheibe einer der stärksten Stopper, die man sich vorstellen kann. Die Anlage im Heck ist etwas schwächer, aber immer noch absolut ausreichend.
Technische Details im Überblick
| Komponente | Details |
|---|---|
| Federgabel | SR Suntour Federgabel mit Luftfeder |
| Bremsen | Magura 4-Kolben-Bremssattel vorne, 203 mm Scheibe |
| Schaltung | Shimano Cues Schaltung |
| Reifen | Schwalbe Reifen mit doppelter Karkasse |
Mit dem neuen Rahmen ist Cube im Trailhardtail Game angekommen. Mit dem 65 Grad Lenkwinkel trifft man den Nagel auf den Kopf. Eine Sache muss man bei der Geometrie betonen. Mit den Größen XS und S hat man selbst als kleiner, vielleicht noch nicht ausgewachsener Mensch, zwei Rahmengrößen zur Auswahl. Das ist absolut sinnvoll.
Für 400 € mehr liefert Cube das Reaction TM Pro. Das Bike hat denselben Rahmen, ist aber besser ausgestattet und wiegt über 1 Kilo weniger. Achtung: Die Reaction Bikes ohne den Modellzusatz TM haben zum Verwechseln ähnliche Modellnamen, mit nur 100 mm Federweg aber eine ganz andere Ausrichtung.
Verwandte Beiträge:
- Ultimativer Cube 26 Zoll Mountainbike Test – Perfekt für junge Fahrer!
- Cube 18 Zoll Fahrrad Test: Das perfekte Kinderfahrrad entdecken!
- 29 Zoll Fahrrad Cube Test: Die besten Modelle im ultimativen Vergleich!
- Triumph Mountainbike Test & Kaufberatung: Modelle, Preise & Erfahrungen
- Shimano Deore Kettenblatt 10-fach Test: Ultimative Haltbarkeit & Top Leistung Enthüllt!
- Warum Audi Ducati kaufte: Die überraschenden Gründe und Hintergründe enthüllt!
Kommentar schreiben