Der Akku ist eines der wichtigsten Kaufkriterien für ein E-Bike. Dieser Artikel beleuchtet, wie ein E-Bike-Akku funktioniert und welche Faktoren eine gute Akku-Leistung beeinflussen. Dabei wird speziell auf Akkus mit 750 Wattstunden (Wh) eingegangen, die eine hohe Reichweite und Leistung versprechen.
So funktioniert ein E-Bike-Akku
Ein E-Bike-Akku speichert elektrische Energie und gibt sie über einen Elektromotor an das Fahrrad ab. Lithium-Ionen-Zellen speichern die elektrische Energie. Wenn Sie das E-Bike einschalten und in die Pedale treten, erkennt das integrierte Steuersystem, dass Sie Unterstützung benötigen, und leitet Strom aus dem Akku zum Elektromotor. Der Motor unterstützt die Tretbewegungen, was das Fahren einfacher macht.
Je nach Unterstützungsmodus und Geschwindigkeit kann der Motor mehr oder weniger Energie aus dem Akku ziehen. Wenn Sie bremsen oder bergab fahren, kann der Motor in den Rekuperationsmodus wechseln, bei dem er Energie zurück in den Akku leitet und speichert, um die Reichweite zu erhöhen. Eine solche Rückeinspeisung der Energie ist nur bei Radnabenmotoren mit Direktantrieb (also ohne Freilauf) möglich.
Die Bedeutung der Akku-Kapazität
Die Kapazität des Akkus ist ein wichtiger Parameter, den E-Bike-Hersteller gerne verwenden, um die Leistung ihrer Modelle zu bewerben. Sie beeinflusst Reichweite und Leistung des E-Bikes. Eine höhere Kapazität bedeutet, dass der Akku mehr Energie speichern kann, was zu einer längeren Reichweite führt. Das E-Bike kann also weiter fahren, bevor der Akku wieder aufgeladen werden muss.
Ein Akku mit einer Kapazität von 400 Wattstunden (Wh) kann eine Stunde lang eine Leistung von 400 Watt liefern (oder zwei Stunden bei 200 Watt usw.). Je mehr Wattstunden, desto mehr Kapazität und theoretische Reichweite. Hersteller geben oft eine durchschnittliche Reichweite basierend auf bestimmten Testbedingungen an. Die tatsächliche Reichweite kann variieren, abhängig von Ihren individuellen Bedingungen wie Gewicht des Fahrenden und Fahrweise.
Moderne Lithium-Ionen-Akkus liefern im Durchschnitt zwischen 400 und 750 Wh. Das bringt eine maximale Reichweite von etwa 75 bis 130 Kilometern. Akku-Kapazitäten ab 400 oder 500 Wh gehören bei Stadt- und E-Trekking-Rädern zum Standard.
Akku-Leistung: Entladeleistung und Ladeleistung
Mit Akku-Leistung sind vor allem zwei wichtige Aspekte gemeint:
- Die Entladeleistung: Die Leistung, mit der der Akku-Energie an den Elektromotor liefert, um das Fahrrad anzutreiben. Eine höhere Entladeleistung ermöglicht eine schnellere Beschleunigung und das Bewältigen von Steigungen.
- Die Ladeleistung: Die Leistung, mit der der Akku Energie aus einer externen Stromquelle aufnimmt, wenn er aufgeladen wird. Eine höhere Ladeleistung heißt, dass der Akku schneller aufgeladen werden kann. Wie schnell das geht, hängt von Akku-Kapazität und -Typ ab.
Bieten große Akkus immer mehr Leistung?
Grundsätzlich sind größere E-Bike-Akkus leistungsstärker, da sie eine höhere Kapazität haben und daher mehr elektrische Energie speichern können. Dies führt zu einer längeren Reichweite und einer verbesserten Leistungsfähigkeit des E-Bikes. Ein größerer Akku kann auch dazu beitragen, dass das E-Bike anspruchsvollere Strecken bewältigen kann, wie hügeliges Gelände oder längere Fahrten, ohne dass der Akku schnell erschöpft ist.
Dabei sollte man im Blick behalten: Größere Akkus sind oft schwerer, was das Gesamtgewicht des E-Bikes erhöhen kann. Dies kann sich auf das Handling und die Manövrierfähigkeit auswirken, insbesondere in Situationen, in denen das Fahrrad getragen oder gehoben werden muss.
Die Position des Akkus und ihre Auswirkung auf die Reichweite
Die Akku-Position wirkt sich auch auf die Reichweite des E-Bikes aus, indem sie verschiedene Faktoren beeinflusst, die wiederum den Energieverbrauch und die Effizienz betreffen.
Ein Beispiel: Ein Akku, der in der Mitte des Rahmens oder im Unterrohr montiert ist, kann die Reichweite positiv beeinflussen, da er eine ausgewogene Gewichtsverteilung ermöglicht und das Handling verbessert. Dadurch wird weniger Energie für das Gleichgewicht benötigt, was zu einer längeren Reichweite führt.
Checkliste: Akku-Reichweite steigern
Da die Reichweite eines E-Bike-Akkus von vielen Faktoren beeinflusst wird, müssen diese immer im Zusammenspiel betrachtet werden. Die folgende Checkliste gibt einen Überblick:
- Akku-Kapazität: Die Kapazität des E-Bike-Akkus, gemessen in Wattstunden (Wh), ist ein entscheidender Faktor.
- Unterstützungsmodus: E-Bikes bieten oft verschiedene Unterstützungsmodi, die den Energieverbrauch beeinflussen.
- Fahrergewicht: Das Gewicht des Fahrers und eventueller Passagiere beeinflusst die Reichweite.
- Fahrgeschwindigkeit: Höhere Geschwindigkeiten erfordern mehr Energie, da der Luftwiderstand zunimmt.
- Gelände: Das Gelände, auf dem Sie fahren, hat einen erheblichen Einfluss auf die Reichweite.
- Wind: Gegenwind oder starker Wind kann den Energieverbrauch erhöhen und die Reichweite reduzieren.
- Reifen und Luftdruck: Breite Reifen und niedriger Luftdruck können den Rollwiderstand erhöhen und mehr Energie verbrauchen.
- Temperatur: Die Umgebungstemperatur kann die Leistung des Akkus beeinflussen.
- Gewählter Gang: Die Wahl des richtigen Gangs beeinflusst die Anstrengung des Motors und den Energieverbrauch.
- Anhaltende Steigungen oder Abfahrten: Kontinuierliche Steigungen erfordern mehr Energie, während Abfahrten Energie regenerieren können und die Reichweite erhöhen.
- Nutzung von Zusatzfunktionen: Die Verwendung von Zusatzfunktionen wie Lichtern, Displays oder integrierten USB-Ladegeräten kann den Energieverbrauch erhöhen und die Reichweite verkürzen.
- Akkualterung: Im Laufe der Zeit kann die Kapazität eines Akkus abnehmen, was zu einer verkürzten Reichweite führen kann.
Die richtige Pflege für E-Bike-Akkus
Auch die richtige Pflege des E-Bike-Akkus ist wichtig und kann die Lebensdauer verlängern.
Kosten von E-Bike-Akkus
Die Preisspanne für E-Bike-Akkus (ohne Fahrrad) kann je nach Akku-Kapazität von rund 300 Euro bis über 1000 Euro reichen.
Cube Kathmandu Hybrid Pro 750: Ein Beispiel für ein E-Bike mit 750-Wh-Akku
Das Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 aus dem Jahr 2023 hat sich in der Welt der E-Bikes als zuverlässiger Begleiter erwiesen. Mit einer Kombination aus sportlicher Leistung und hohem Fahrkomfort, ist dieses Trekkingrad ideal für alle, die sowohl auf der Straße als auch auf unbefestigten Wegen unterwegs sind. Es besticht durch seine ansprechende Ästhetik und robuste Verarbeitung. Der Rahmen ist stabil und gleichzeitig leicht, was die Handhabung deutlich erleichtert.
Leistung und Motor
Der Bosch Drive Unit Performance CX Generation 4 Motor bringt ein Drehmoment von 85 Nm und eine Leistung von 250 Watt mit sich. Ein weiteres Highlight ist der in das System integrierte Bosch Kiox 300 Bordcomputer, der alle wichtigen Informationen auf einen Blick liefert.
Akkukapazität und Reichweite
Mit einem leistungsstarken Bosch PowerTube 750 Akku wird sichergestellt, dass dir während längerer Fahrten nicht der Strom ausgeht. Unter optimalen Bedingungen ist es möglich, Distanzen von bis zu 120 km oder mehr zurückzulegen.
Fahrverhalten und Ausstattung
Dank der breiten Schwalbe Big Ben-Bereifung und der ausgeklügelten Federung meistert dieses Rad sowohl Asphalt- als auch Schotterwege mit Leichtigkeit. Die gefederte Sattelstütze und der verstellbare Lenker ermöglichen es dir, die Sitzposition individuell anzupassen.
Preis-Leistungs-Verhältnis
Mit einem Preis von 3.699,00 € bietet das Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Im Vergleich zu ähnlichen Modellen, die oft weniger Leistung oder eine schwächere Ausstattung bieten, steht das Kathmandu Hybrid Pro 750 an oberster Stelle.
Benutzerfreundlichkeit
Die intuitive Anordnung der Bedienelemente ermöglicht es dir, während der Fahrt schnell auf alle wichtigen Funktionen zuzugreifen. Die Anleitung ist klar strukturiert und erleichtert die Zusammenstellung des Fahrrads.
Weitere Informationen zum Cube Kathmandu Hybrid Pro 750
- Die vollständige Aufladung des Bosch PowerTube 750 Akkus dauert in der Regel etwa 4 bis 6 Stunden, abhängig von der verbleibenden Kapazität des Akkus.
- Standardmäßig wird das Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 mit einem Werkzeugset, einer Bedienungsanleitung, einem Reflektor-Set und einem Schutzblechazubehör für die vordere und hintere Radaufhängung geliefert.
- Das Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 wird mit einer Garantie von zwei Jahren auf das gesamte Fahrrad und einer fünfjährigen Garantie auf den Rahmen geliefert.
- Für eine optimale Leistung und Langlebigkeit sollten regelmäßige Wartungen durchgeführt werden.
E-Mountainbike Tests bis 7.000 €
Nicht jeder kann und will sich ein E-MTB für bis zu 15.000 € leisten. Daher wurden 5 E-MTBs bis zu einer Preisgrenze von 7.000 € getestet, um herauszufinden, welches das beste E-Mountainbike in diesem Preissegment ist und worauf man beim Kauf achten sollte.
Wichtige Erkenntnisse aus dem E-MTB Test
- Es kommt auf die persönlichen Bedürfnisse an.
- Das beste E-MTB bis 7.000 € muss das überzeugendste Gesamtpaket bieten.
- Der stärkste Motor bringt nichts, wenn er unkontrolliert einsetzt oder eine schlechte Softwareabstimmung hat.
- Das edelste Fahrwerk ist nutzlos, wenn die misslungene Kinematik des Hinterbaus die Performance nicht ausnutzen kann.
Die getesteten E-MTBs
- BULLS SONIC EVO AM 3 ABS
- Canyon Strive:ON CFR
- MERIDA eONE-SIXTY 875
- Propain Sresh CF
- Specialized Turbo Levo Comp Alloy
Die Bedeutung des Motorsystems
Beim Kauf eines E-Mountainbikes kauft man nicht nur das Bike, sondern auch das Motorsystem, das in ihm steckt. Es gibt zahlreiche Faktoren, die ein gutes Motorsystem ausmachen, und ein gelungenes Gesamtkonzept ist entscheidend.
Die Testkriterien
Die E-Mountainbikes wurden in verschiedenen Einsatzszenarien getestet, darunter Flowtrails, technische Singletrails, Endurotracks und im Alltagseinsatz.
Ergebnisse des E-MTB Tests
- Das Canyon Strive:ON CFR hat sich mit einem erstklassigen Fahrwerk und starker Performance auf dem Trail durchgesetzt.
- Das MERIDA eONE-SIXTY ist ein E-MTB für jedermann und ist super einfach zu fahren.
E-Bike Akku Test & Vergleich: Beste E-Bike Akkus im Ranking
Einige der besten E-Bike Akkus im Ranking sind:
| Akku | Hersteller | Spannung | Kapazität | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| PAN-E25.2(B)-21 | GD Electronics | 26V | 23 Ah | Kompatibel mit Flyer, Kalkhoff, Raleigh, Kettler, Rixe und Victoria |
| Reention Dorado+ 65 | Maratron | 48V | 10,4 Ah | Teilintegriert, integrierte PowerBank-Funktion |
| E-Bike Akku 36V | Green Cell | 36V | - | Diebstahlsicherung, intelligentes Batteriemanagementsystem |
| XH370-10J | YOSE POWER | - | - | Wasserdicht nach IPX4-Standard, USB-Schnittstelle |
| TLH-EV004 | Maratron | 36V | - | Geringes Gewicht, Montage am Gepäckträger |
| Pedelec-Akku 12 Ah | Maratron | - | 12 Ah | Mit Schloss und zwei Schlüsseln |
| E-Bike Pedelec Akku | SEASON | 36V | 15,6 Ah | Intelligentes BMS-System |
| SideClick 75-05-0013 | Maratron | 36V | 13 Ah | Kompatibel mit Trio, Samsung SDI 3610-B und C und Tradeshop |
| Fahrrad-Batterie | YOSE POWER | - | - | Batterie-Management-System, Schloss |
| Akku Kompatibel mit Panasonic Flyer | vhbw | - | - | Kurzschluss-, Überhitzungs- und Überspannungsschutz |
Trenoli Livenza Classico 750: Ein Stadtrad mit Trekking-Genen
Das Trenoli Livenza Classico 750 kommt mit dem stärksten Bosch-Motor, dem Performance Line CX, und einem riesigen 750-Wh-Akku daher. Es ist ein Alltagsrad für Streckenpendler, die am Wochenenden auch gerne mal abseits des Radweg-Alltags auf größere bis große Tour gehen wollen.
E-Bike-Motoren im Test: Die Unterschiede und Besonderheiten
Der Markt der E-MTB-Motoren hat sich zur Zweiklassengesellschaft entwickelt: Power-Motoren und Light-Motoren. Die Light-Motoren bieten weniger Schub und mit kleinen Akkus eine geringere Reichweite, sind aber leichter und leiser.
Die 8 E-Bike-Motoren im Test
- Bosch Performance CX (Kategorie Power)
- Pinion MGU (Kategorie Power)
- Shimano EP801 (Kategorie Power)
- Sram Eagle Powertrain (Brose) (Kategorie Power)
- Bosch Performance SX (Kategorie Light)
- Fazua Ride 60 (Kategorie Light)
- TQ HPR 50 (Kategorie Light)
Die Leistungs- und Labordaten
Die Powermotoren liefern rund 550 Watt Maximalleistung, während die Light-Antriebe unterschiedlich stark schieben. Der leise TQ ist ein echter Minimalist und liefert mit 283 Watt die geringste Maximalleistung. Boschs SX hat eine enorme Maximalleistung, ruft diese aber nur kurzzeitig bei sehr hohen Trittfrequenzen ab. Srams Eagle Powertrain sticht bei niedrigen Trittfrequenzen mit dem kernigsten Schub heraus.
Die Lautstärke der E-Bike-Motoren
Flüsterkönig ist mit Abstand der TQ HPR 50. Kein anderer Mittelmotor schiebt so leise und unaufdringlich. Eher laut tönen die beiden Klassiker Shimano EP801 und Bosch Performance CX. Shimano etwas tiefer, Bosch eher hochfrequent.
Bosch PowerTube Akku: Revolution im E-Bike-Design
Mit der kompakten Integration im Unterrohr hat Boschs PowerTube Akku das Design von E-Bikes revolutioniert. Dank bis zu 750 Wattstunden Kapazität braucht man sich auch in Puncto Reichweite keine Sorgen mehr zu machen.
Die Vorteile und Daten im Überblick
- Niedriges Gewicht
- Lange Lebensdauer
- Kein Memory-Effekt dank Lithium-Ionen-Technik
- Optimaler Schutz des Akkus im Unterrohr
- Schlankes E-Bike-Design möglich
Die Akku Typen und ihre Einsatzbereiche
- PowerTube 750
- PowerTube 625
- PowerTube 500
- PowerTube 400
ADAC E-Mountainbike Test bis 5000 Euro
Der ADAC hat acht E-Mountainbikes bis 5000 Euro nach verschiedenen Kriterien getestet. Testsieger wurde ein Modell von Cube mit guten Allround-Eigenschaften.
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