Sicherheitsmaßnahmen für E-Bike-Akkus: Brandschutz, Lagerung und Diebstahlschutz

Die Beliebtheit von E-Bikes scheint keine Grenzen zu kennen. 2021 rollten rund 7,1 Millionen Elektrofahrräder durch Deutschland, 1,2 Millionen mehr als im Vorjahr (Quelle: Statistisches Bundesamt). Und der Trend zum motorunterstützten Zweirad hält weiter an. Der sichere Umgang mit Lithium-Ionen-Akku gehört zu den zeitgemäßen Brandschutzvorkehrungen, die alle Nutzer von Elektrofahrrädern beachten sollten.

Brandrisiken und Vorfälle

Die Zahl der von E-Bike-Akkus verursachten Brände ist sehr gering. Wenn es doch einmal passiert, sorgen der entstandene Schaden und Medienmeldungen meist für Aufsehen. So stellten Ermittler 2021 nach einem Hausbrand in Bremen ein völlig verkohltes E-Bike sicher, das an dem Gebäude abgestellt war und als Brandquelle identifiziert wurde. 2022 brannte in Isernhagen bei Hannover eine Villa nieder. Der Sachschaden lag in Millionenhöhe. Es stellte sich heraus, dass sich in der Bibliothek des rund 1.600 m2 großen Hauses ein offenbar defekter E-Bike-Akku beim Ladevorgang selbst entzündet hatte.

Die in Elektrofahrrädern, Handys oder Werkzeugen eingesetzten Lithium-Akkumulatoren haben eine außergewöhnlich hohe Energiedichte in Verbindung mit verhältnismäßig schnell entflammbaren Chemikalien. Bei Defekten, Herstellungsfehlern, unter Einfluss von Temperaturen ab 70 °C, bei Überladung oder durch mechanische Einwirkung können die Elektrolyte im Akku in Sekundenbruchteilen unkontrolliert Energie freisetzen. Es kommt zu einem thermischen Prozess, der durch den Sauerstoff aus der Kathode versorgt wird. Ist der Akku erst einmal in Brand geraten, wird in einer Kettenreaktion weitere Energie frei - ein „Thermal Runaway“, wie Brandschutz-Fachleute diesen Vorgang nennen. Im Extremfall kann der Akku dabei explosiv bersten. Neben der Brandgefahr besteht ebenso die Gefahr einer Vergiftung durch die Entwicklung gesundheitsschädlichen Rauchs beim Aufflammen des Kunststoffgehäuses.

Sicherheitsvorkehrungen beim Laden

Um Brände zu vermeiden, sollten folgende Vorsichtsmaßnahmen beim Laden von E-Bike-Akkus beachtet werden:

  • Kontrolle: E-Bike-Akkus sollten niemals unbeaufsichtigt geladen werden.
  • Originalzubehör: Der Li-Akku darf nur mit dem Ladegerät des Herstellers aufgeladen werden bzw. mit Ladesystemen, die von diesem ausdrücklich zugelassen sind.
  • Raumtemperatur: Vor dem Ladevorgang sollte der Akku auf Raumtemperatur gebracht werden.
  • Ladevorgang: Beim Laden ist auf eine feuerfeste Unterlage zu achten. Ausreichende Luftzufuhr verhindert ein übermäßiges Erwärmen des Akkus. Die ideale Ladekapazität liegt in einem Bereich zwischen 40 und 70 Prozent.

Brandschutz im Unternehmen

Firmen, die Lithium-Akkus lagern, sollten dafür Bereiche wählen, die zumindest mit einem Rauchmelder ausgestattet sind. Werden mehrere Akkus unter einem Dach gelagert, sind Akku-Ladeschränke bzw. Elektroschränke eine sichere Wahl. Diese robusten Ladestationen eignen sich für Firmen, Schulen, Verwaltungsgebäude oder Unis.

Achtsamer Umgang und Anzeichen von Defekten

Bei der alltäglichen Verwendung des E-Bike-Akkus sollte dieser vor jeglicher mechanischer Beschädigung geschützt werden, wie sie etwa durch Herunterfallen oder Stöße entstehen kann. Bei Defekten oder Beschädigungen kann sich das Gehäuse des Akkus verformen. Eine hohe Hitzeentwicklung, das Austreten von Flüssigkeiten, starker Leistungsabfall oder Ladeschwierigkeiten deuten ebenfalls auf Probleme hin.

Ist der E-Bike Akku in Brand geraten, können einschlägige Brandbekämpfungsmaßnahmen, wie die Unterbindung der Luftzufuhr durch Sand oder eine Decke, größere Schäden verhindern. Wenn dies noch möglich ist, sollte der Akku schnell in eine sichere Umgebung gebracht werden, am besten ins Freie. Wegen der schwer kalkulierbaren Gefahr einer Verpuffung sowie von Hitze- und Rauchentwicklung rät jedoch der Gesamtverband der Versicherer, keine Löschversuche im Alleingang zu starten, sondern die Feuerwehr zu alarmieren. Die Bekämpfung von Akkubränden ist eine Aufgabe für Profis!

Schutz vor Hitze

E-Bikes sind eine großartige Möglichkeit, um im Sommer die Natur zu erkunden oder um schneller von A nach B zu kommen. Allerdings können heiße Tage eine Belastung für den E-Bike-Akku darstellen und seine Lebensdauer reduzieren. Wenn der Akku zu heiß wird, kann dies zu einer vorzeitigen Alterung und Schädigung der Zellen führen. Es ist nicht empfehlenswert, das E-Bike in der direkten Sonne stehen zu lassen, insbesondere wenn der Akku noch im E-Bike eingesetzt ist. Die Hitze kann den Akku beschädigen und seine Lebensdauer verkürzen.

Schütze den Akku vor direkter Sonneneinstrahlung. Vermeide es, den Akku in der prallen Sonne aufzuladen oder zu entladen. Halte den Akku kühl. Lagere den Akku an einem kühlen Ort, wenn er nicht in Gebrauch ist. Vermeide es, den Akku zu schnell zu entladen oder zu überladen.

Wenn du dein E-Bike im Sommer längere Zeit nicht benutzt, solltest du den Akku ausbauen und ihn an einem kühlen, trockenen Ort lagern. Es ist auch wichtig, den Akku vor Feuchtigkeit und direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Vor dem Einlagern solltest du den Akku aufladen, um sicherzustellen, dass er genügend Energie hat und sich nicht tiefentlädt.

Eine Möglichkeit, den E-Bike-Akku vor Hitze zu schützen, ist die Verwendung einer Abdeckung. Es gibt spezielle Hüllen und Taschen, die den Akku vor direkter Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen schützen können. Eine weitere Möglichkeit ist die Wahl der richtigen Farbe für das E-Bike. Dunkle Farben absorbieren mehr Sonnenlicht und erhitzen das Fahrrad schneller als helle Farben.

Ursachen für Akkubrände und Prävention

Ein defekter Akku, die falsche Lagerung, ungeeignete Ladegeräte - das sind die häufigsten Ursachen, warum ein Akku eines E-Bikes in Brand gerät. Die häufigste Ursache ist allerdings ein mechanischer Defekt, der gerade bei E-Bike-Akkus viele Ursachen haben kann und bspw. einen Kurzschluss zur Folge hat. Ist ein Brand einmal entstanden, sind Li-Ionen-Akkus nur schwer zu löschen, spezielle Feuerlöscher für Akkus oder kleine Löschdecken können eine Erstmaßnahme sein, professionelle Unterstützung durch die Feuerwehr ist aber meistens nicht vermeidbar. Moderne E-Bike-Akkus sind mit ausgeklügelten Batteriemanagementsystemen ausgerüstet, die ein zu starkes Erwärmen oder gar einen E-Bike-Akkus-Brand frühzeitig verhindern sollen.

Während von intakten und korrekt genutzten Akkus von E-Bikes und Pedelecs sehr sicher sind, steigt die Brandgefahr bei defekten Akkus stark an. Entsprechend sollte man offensichtlich defekte E-Bike-Akkus nicht mehr verwenden, sondern durch einen neuen Akku ersetzen. Der defekte Akku muss unbedingt fachgerecht entsorgt werden, sonst besteht auch hier weiter eine erhöhte Brandgefahr.

Verhalten im Brandfall

Gerät ein E-Bike-Akku in Brand, sind die klassischen ABC- oder Kohlendioxid-Löscher in der Regel nicht die erste Wahl. Spezielle Feuerlöscher für Lithium-Akkus sind die bessere Wahl: Die zum Beispiel mit Silicium, Gel oder Pyrobubbles gefüllten Feuerlöscher bieten eine effiziente Möglichkeit, den brennenden E-Bike-Akku zu löschen. Aber auch hier gilt: Präventive Maßnahmen, also zu verhindern, dass ein Fahrradakku überhaupt in Brand gerät bzw. der Akku-Brand größeren Schaden anrichten kann, ist immer besser als die aktive Brandbekämpfung.

Im Brandfall sollten folgende Schritte unternommen werden:

  • Schützen Sie sich selbst: Sorgen Sie zuerst für Ihre eigene Sicherheit und die der umstehenden Personen.
  • Unterbrechen Sie die Stromzufuhr: Wenn möglich und sicher, trennen Sie das E-Bike von der Stromquelle.
  • Verwenden Sie einen Feuerlöscher oder eine Löschdecke: Nutzen Sie einen speziellen Feuerlöscher für Lithium-Ionen-Akku-Brände, der auf den Brandklassen D oder F basiert (in einigen Ländern auch als Klasse D oder K bezeichnet). Kühlen Sie den Akku: Sobald die Flammen unter Kontrolle sind, versuchen Sie, den Akku mit reichlich Wasser oder Sand zu kühlen.
  • Rufen Sie die Feuerwehr: Wenn Sie den Brand nicht selbst löschen können oder sich unsicher sind, wie Sie vorgehen sollen, rufen Sie sofort die Feuerwehr.
  • Lassen Sie den Akku nicht unbeaufsichtigt: Auch wenn das Feuer gelöscht ist, kann der Akku noch hohe Temperaturen aufweisen und eine Gefahr darstellen.

Sichere Lagerung von E-Bike-Akkus

Die korrekte und sichere Lagerung von E-Bike-Akkus oder allgemeiner Lithium-Ionen-Akkus verhindert bereits zahlreiche Ursachen und Gefahrenquellen, warum ein Brand überhaupt entstehen kann. Geeignete Akku-Boxen oder Akkutaschen bieten einen effektiven Schutz vor Witterungseinflüssen und häufig auch vor mechanischen Schäden, indem die Boxen bspw. mit Pyrobubbles oder anderen Granulaten gefüllt sind. Die darin gelagerten E-Bike-Akkus sind Stößen geschützt und damit einer großen Gefahrenquelle, die zum Akku-Defekt und evtl. einen Akku-Brand verhindert. Die Akkutaschen sind in der Regel aus feuerfestem oder feuerhemmendem Material gefertigt. Ein in Brand geratener Akku vom E-Bike oder Pedelec richtet entsprechend nur wenig Schaden an, wenn dieser in der feuerfesten Akku-Tasche gelagert wird.

Einen alternativen Ansatz verfolgen die feuerfesten Boxen für E-Bike-Akkus. Häufig sind zwar die Boxen selbst nicht feuerfest, aber dafür sind sie mit entsprechendem Löschgranulat / Löschmittel für E-Bike-Akkus gefüllt, das bei einem Akku-Brand eine Art automatisches Löschsystem darstellt. Gerät ein in der Box gelagerter E-Bike-Akku in Brand, schmelzen die Pyrobubbles und kapseln den Akkubrand effizient ein.

Ladeboxen mit integrierten Löschsystemen

Einen besonders hohen Sicherheitsgrad bieten Ladeboxen mit integrierten Löschsystemen. Darin können die Akkus nicht nur geladen werden, sondern zudem erkennt das System einen Temperaturanstieg oder Rauchgas. Dann meldet es sofort optisch und akustisch Alarm. Gleichzeitig versprüht druckfreie, integrierte Löschanlage im Alarmfall ein umweltfreundliches Lösch- und Kühlmittel über die E-Bike-Akkus und stoppt damit den Brand.

Lagerung in der Wohnung

Sollen Akkus innerhalb einer Wohnung gelagert werden, sollte man hier ganz besondere Vorsicht walten lassen und immer versuchen, alle notwendigen und empfehlenswerten Maßnahmen zu ergreifen, um selbst bei Problemen mit dem Akku das Risiko für gefährliche Folgen zu minimieren. Dafür sind sowohl der Lagerort, aber ebenso der Lagerbehälter entscheidend: E-Bike-Akkus sollte man immer nur in dafür geeigneten Behältern, sogenannten Akku-Boxen oder Akku-Taschen, aufbewahren. Diese bieten einen Schutz für die Umgebung und können so im Fall eines Akkubrands häufig Schlimmeres verhindern, indem der Brand sich nicht ausbreiten kann.

Kommt es innerhalb der Wohnung zu einem Akku-Brand, muss auf jeden Fall professionelle Hilfe durch die Feuerwehr gerufen werden - dies ist immer die erste Maßnahme bei einem Akkubrand. Gleichzeitig kann man mit schnellen Gegenmaßnahmen den Schaden häufig reduzieren. Spezielle Akku-Feuerlöscher und Löschdecken für Li-Ionen-Akkus können auch für E-Bike-Batterien eingesetzt werden und so die Zeit bis zum Eintreffen der Feuerwehr überbrücken und erste Löschmaßnahmen einleiten.

Umgang mit defekten Akkus

Wesentlich größer ist die Gefahr bei defekten Akkus: Diese sollten niemals und unter keinen Umständen innerhalb einer Wohnung gelagert werden, denn hier sind die Risiken für einen Akkubrand oder einen Thermal Runway signifikant höher und diesem Risiko sollte sich niemand aussetzen. Ist ein E-Bike-Akku defekt - egal ob der sich nicht mehr laden lässt, einen mechanischen Schaden (bspw. Kommt es durch einen innerhalb der Wohnung gelagerten E-Bike-Akku zum Brand, stellt sich schnell die Frage nach dem Versicherungsschutz bzw. welche Versicherung für die entstandenen Schäden aufkommt.

Winterlagerung

Umso wichtiger ist dann die richtige Lagerung, so dass der Akku während der Wintermonate keinen Schaden nimmt und man im Frühjahr direkt wieder durchstarten kann. Der optimale Lagerort für den E-Bike-Akku schützt diese vor Feuchtigkeit und bietet eine Temperatur zwischen 0° C und 20°C. Der optimale Ladezustand für den E-Bike-Akku ist im Bereich von 30 bis 60%, was bei vielen Modellen über eine entsprechende Anzeige ablesbar ist.

  • Der beste Schutz des Akkus bei Kälte:
    • Das E-Bike nicht draußen stehen lassen, sondern in einer Garage oder Keller abstellen.
    • Bei Temperaturen unter 5 Grad ausbauen und mit ins Haus nehmen.
    • Bei Fahrten in der Kälte warm einpacken (Schutzhülle).
    • Überwinterung bei einem Ladestand zwischen 40% und 80%

Schutz vor Überhitzung

  • Lagerung bei unter 30 Grad
  • Nicht bei Hitze im Auto lagern.
  • Vor langanhaltender und direkter Sonneneinstrahlung schützen.
  • E-Bike im Schatten bzw. Garage abstellen

Diebstahlschutz für E-Bike-Akkus

Mit Preisen zwischen 300 und 1.000 Euro stellen E-Bike-Akkus einen erheblichen Wertfaktor dar, der sie zu einem lukrativen Ziel für Diebe macht. Der effektivste mechanische Schutz für Ihren E-Bike-Akku beginnt mit speziellen Akku-Schlössern, die den Ausbau durch Unbefugte verhindern.

Eine kostengünstige Alternative stellen Anti-Diebstahl-Schrauben dar, die herkömmliche Befestigungsschrauben des Akkuhalters ersetzen. Für zusätzlichen Schutz bieten sich Akku-Schutzkäfige an, die den gesamten Akku umschließen und nur durch mehrere Sicherheitsschlösser geöffnet werden können. Neben klassischen Schlössern entwickeln Hersteller zunehmend innovative Sicherungssysteme.

Die sicherste Methode zum Schutz Ihres E-Bike-Akkus bleibt das vollständige Entfernen und Mitnehmen der Batterie. Kompakte Akku-Safes, die sich an öffentlichen Plätzen oder in Fahrradgaragen montieren lassen, stellen eine praktische Option dar. Für MieterInnen und EigentümerInnen ohne eigenen Keller oder Garage bieten sich wettergeschützte Außenunterstände an.

Digitale Diebstahlsicherung

Miniaturisierte GPS-Tracker, die unauffällig im Akku oder dessen Gehäuse versteckt werden können, ermöglichen die Echtzeitverfolgung bei Diebstahl. Führende Hersteller entwickeln zunehmend integrierte Sicherheitssysteme direkt in ihre Akkus.

E-Bike-Versicherung

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann ein Akku-Diebstahl nie vollständig ausgeschlossen werden. Eine spezialisierte E-Bike-Versicherung bietet daher zusätzliche finanzielle Sicherheit. Bei der Auswahl einer passenden Versicherung sollten Sie auf mehrere Aspekte achten: Neben der Deckung von Teilediebstählen ist auch der Neuwertschutz entscheidend, der den vollen Ersatz ohne Abzüge für Alter oder Abnutzung garantiert. Ebenso wichtig: Prüfen Sie, ob die Police auch außerhalb Ihres Wohnorts greift und welche Sicherungsanforderungen gestellt werden.

Eine lückenlose Dokumentation Ihres E-Bikes und aller Komponenten bildet die Grundlage für einen reibungslosen Schadensfall. Fotografieren Sie Ihr E-Bike aus verschiedenen Perspektiven, halten Sie die Rahmennummer fest und bewahren Sie alle Kaufbelege sorgfältig auf. Im Falle eines Diebstahls ist schnelles Handeln gefragt.

Zusammenfassung der wichtigsten Tipps

  • Laden und lagern Sie Ihren E-Bike-Akku am besten bei Zimmertemperatur.
  • Laden Sie Ihren Akku am besten getrennt vom E-Bike, legen Sie ihn dafür auf eine feuerfeste Unterlage. Bestenfalls geschieht das Laden unter Aufsicht. Im Haus sollte der Raum, in dem geladen wird, über einen Rauchmelder verfügen.
  • Beim Radtransport am Auto (Fahrradträger) sollten Sie den Akku immer entnehmen. Legen Sie den Akku in eine feuerfeste Hülle oder einen Transportkoffer.

Bestimmungen für Mieter

„Grundsätzlich darf der Mieter seinen E-Bike-Akku in der Wohnung aufladen, da dies zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache gehört“, erklärt Luisa Peitz, Referentin Recht bei der Vermietervereinigung Haus & Grund Deutschland. Der Mieter aber sei verpflichtet, alle zumutbaren Sicherheitsvorkehrungen zur Risikominimierung zu treffen. Denn die meisten Akkubrände entstehen während des Ladevorgangs. Luisa Peitz empfiehlt deshalb, den Ladevorgang immer zu überwachen. Auch sollten brennbare Materialien vom ladenden Akku ferngehalten werden.

Bestandteile Lithium-Ionen-Akku

Die einzelne Zelle eines Lithium-Ionen-Akkus besteht grob aus einem Minuspol, einem Pluspol und einer Separatorfolie. Der Minuspol besteht meist aus Kupfer, auf dem Graphit, selten Silizium aufgebracht ist. Beim Pluspol kommt eine Alufolie zum Einsatz, auf der Lithium-Metalloxide aufgebracht sind. Im entladenen Zustand befinden sich die positiv geladenen Lithium-Ionen im Material des Pluspols. Beim Laden nun wandern die Ionen durch ein Elektrolyt und die Separatorfolie, die die Elektroden trennt, zum Minuspol. Dafür muss dem Elektrolyt Energie von außen zugeführt werden. Die positiv geladenen Lithium-Ionen werden im Graphit eingelagert. Beim Entladen kehrt sich dieser Vorgang um, Energie wird freigesetzt. Bei Über- oder Tiefenentladung kann es zu irreversiblen Schäden kommen. Dies verhindert das Batterie-Management-System.

Diebstahlhotspots in Deutschland

Laut einer aktuellen Statistik wurden 2024 in Göttingen die meisten Fahrräder gestohlen. Unter dem Diebesgut waren nicht nur gewöhnliche Drahtesel wie Rennräder oder Mountainbikes, sondern auch teure E-Bikes, auf die es immer mehr Langfinger abgesehen haben.

E-Bike Zubehör für Unterwegs

Eine weitere Möglichkeit, den Brand eines E-Bike-Akkus effektiv zu bekämpfen, ist der Einsatz einer passenden Löschdecke für Li-Ionen-Akkus. Insbesondere die BRIDGEHILL Extreme Fire Blanket Löschdecke für kleine Lithium-Akkus ist genau für diesen Zweck ausgelegt und kann bei einem Defekt oder beim Brand eines E-Bike-Akkus besonders einfach verwendet werden.

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