Den Fahrradakku richtig überwintern: So geht's!

Bei Temperaturen unter null Grad bleiben Ihre Akku-Gartengeräte vermutlich in der Garage oder im Schuppen. Und auch das E-Bike wird bei Schneeregen und Graupelschauern in der kalten Jahreszeit eher im Keller eingelagert. Was ja auch vernünftig und sinnvoll ist - nur begehen Sie bitte nicht den fatalen Fehler, die Akkus der jeweiligen Geräte dabei aus dem Blick zu verlieren. Wenn Sie die so nützlichen kleinen Energiespeicher unbeschadet durch den Winter bringen möchten, sollten Sie einige wichtige Hinweise beachten, die wir Ihnen in diesem Beitrag erläutern.

Warum die richtige Lagerung wichtig ist

Den Winter über bleiben die meisten Fahrräder einfach im Keller oder der Garage stehen. Im Frühjahr wird der Luftdruck geprüft und sie sind direkt wieder einsatzbereit. Etwas aufwendiger ist die Prozedur bei E-Bikes und Pedelecs. Hier kommt es insbesondere auf die richtige E-Bike Akku Pflege an. Die Batterie zählt zu den teuersten Komponenten und sollte somit nicht vernachlässigt werden.

Stell Dir vor, es ist Frühling: Nach dem langen, kalten Winter, freust Du Dich darauf, endlich wieder aufs E-Bike zu steigen und durch die Landschaft zu sausen. Klar, dass die Reifen aufgepumpt werden müssen und die Kette vielleicht ein bisschen Pflege braucht, aber wieso lässt sich der Akku nicht mehr richtig laden? Die Ursache dafür kann eine Tiefenentladung sein. Zu der kann es kommen, wenn der Akku über längere Zeit falsch gelagert wird.

Ohne Akku geht bei E-Bikes und Pedelecs nichts. Auch wenn die Technik inzwischen ausgereift und recht robust ist, bekommen ihm dauerhaft niedrige Temperaturen nicht. Sinken diese auch noch Richtung Gefrierpunkt, sollte der Akku nicht im Freien oder in der unbeheizten Garage am Fahrrad bleiben. Experten empfehlen, den Akku bei Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad im Keller, der Garage oder in der Wohnung zu lagern.

Die richtige Temperatur

Die allermeisten neueren Gartengeräte werden mit Lithium-Ionen-Akkus betrieben. Sie haben sich gegen qualmende Benziner und stromabhängige Maschinen konsequent durchgesetzt. Lithium-Ionen-Akkus punkten mit einer großen Energiedichte und erzielen aufgrund ihrer hohen Zellspannung bei kleiner Masse eine hervorragende Leistung. Ihre Selbstentladung ist außerdem sehr gering. Allerdings mögen Lithium-Ionen-Akkus keine extremen Temperaturen - weder sehr niedrige noch sehr hohe. Bei Kälte stockt der elektrochemische Prozess in den Zellen, da die Elektrolytflüssigkeit zähflüssiger wird.

Bei der Lagerung des E-Bike Akku spielt die Umgebungstemperatur eine entscheidende Rolle. Sowohl sehr hohe als auch niedrige Temperaturen können der Batterie schaden. Achten Sie im Winter darauf, dass der Akku nicht Werten von unter -10° C ausgesetzt wird. Kälte schadet dem E-Bike Akku. Noch viel größer ist die Gefahr einer falschen Lagerung im Sommer. Hier reichen schon wenige Stunden bei Temperaturen von über 40° C aus, um die Lebensdauer des Akkus negativ zu beeinflussen. Lassen Sie die Batterie also nicht einfach im Kofferraum eines Autos liegen.

Die beste Lagertemperatur für Lithium-Ionen-Akkus liegt zwischen 10 und 20 Grad. O Verschiedene Hersteller haben Tests durchgeführt, die belegen, wie schädlich Temperaturen unter minus 10 Grad oder über plus 40 Grad für den elektrochemischen Ablauf in Ihrem Akku sind. O Ein sehr, sehr schlechter Rat ist es überdies, Akkus im Kühlschrank aufzubewahren.

Wie alle Batterien mögen auch E-Bike-Akkus weder große Hitze noch sehr niedrige Temperaturen. Der ADFC rät zur Lagerung zwischen zehn und fünfzehn Grad Celsius. In jedem Fall sollte die Temperatur, bei der Du den Akku lagerst, aber nicht unter null Grad liegen. Die Garage, in der Du Dein E-Bike parkst, könnte also in den Wintermonaten zu kalt sein, sodass Du den Akku für den Winter herausnehmen und gesondert lagern solltest.

Für die sichere Lagerung eines E-Bike Akkus ist ein Temperaturfenster von 0° C bis 20° C ideal. Optimal sind 10° C. Wenn Sie einen Weinkeller haben, ist das der beste Ort zum Ablegen der Batterie. Feuchte Räume sind hingegen nicht geeignet.

Grundsätzlich sollten Sie Lithium-Ionen-Akkus daher nicht im Freien lagern - auch nicht in Gartenhütten. Das gilt insbesondere bei Frost, aber auch Hitze kann den Akkus schaden. Daher empfehlen wir, Fahrrad-Akkus im Haus zu lagern. Auch im Fahrrad-Keller ist der E-Bike-Akku in der Regel gut aufgehoben, sofern der Keller vor Frost und Nässe geschützt ist. Wer sich dabei Sorgen um die Brandgefahr macht, kann für die Lagerung unsere feuerfeste RETRON BOX verwenden.

Der richtige Ladezustand

Ganz entscheidend für eine richtige Lagerung von Akkus in der kalten Jahreszeit ist nicht nur die Umgebungstemperatur, sondern auch der jeweilige Ladezustand. Die früher übliche Vorgehensweise, Akkus möglichst vollgeladen in den Winterschlaf zu versetzen, war bei älteren Blei-Akkus richtig, weil sich diese schnell selbst entluden. Für Lithium-Ionen-Akkus ist diese Strategie jedoch nicht geeignet. Im Gegenteil: Eine Lagerung in vollgeladenem Zustand begünstig die Alterung der Sekundärzellen und führt dazu, dass sie Kapazität einbüßen. Besser ist es, die Akkus mit einem Ladelevel von 30 bis 60 Prozent einzulagern.

Bei manchen Akkus in Gartengeräten erkennen Sie den Ladezustand auch an einer LED-Anzeige: 30 bis 60 Prozent stehen in diesem Fall für zwei bis drei leuchtende LEDs. Lithium-Ionen-Akkus verfügen über eine sehr geringe Selbstentladungsrate von nur 3 bis 5 Prozent jährlich, so dass viele Li-Batterien auch nach Jahren noch über eine Kapazität von 80 Prozent verfügen. Diese praktische Eigenschaft verhindert weitgehend die gefürchtete Tiefentladung, die einigen anderen Akkutypen schwerste Schäden zufügen kann.

Die Frage "Akkus lagern, voll oder leer?" stellen sich ebenfalls viele eBiker. Hier gilt: Der Stromspeicher sollte weder vollständig entladen noch komplett aufgeladen gelagert werden. Empfohlen wird ein Ladezustand (SoC bzw. State of Charge bzw.

Akku leerfahren und dann für die nächsten Monate ab in die Abstellkammer damit? Das ist keine gute Idee, denn bei längerer Lagerung entlädt sich der Akku nach und nach von selbst. Das bedeutet, wenn die Batterie schon zu Beginn des Winters leer ist, besteht die Gefahr einer Tiefenentladung und die bedeutet das Aus für Deinen E-Bike-Akku. Doch auch randvoll geladen sollte er nicht sein. Geeignet ist ein mittleres Ladungsniveau zwischen 30 und 70 Prozent.

Weitere Tipps zur Lagerung

Am einfachsten lagern Sie den Akku unter optimalen Bedingungen, wenn er aus dem Fahrrad entnommen wurde. Wenn das E-Bike oder Pedelec für einen längeren Zeitraum nicht gefahren wird, sollte der der Akku aus der Halterung entnommen und im ausgeschalteten Zustand gelagert werden. Die Kontakte am E-Bike lassen sich mit Batteriepolfett oder technischer Vaseline pflegen. Diese können somit nicht oxidieren und korrodieren. Bei E-Bikes mit rahmenintegrierten Akkus lässt sich ein leerer Akkuschacht auch prima mit einer E-Bike Akku Schutzhülle vor einem Eindringen von Staub, Schmutz und Feuchtigkeit schützen. Zur äußeren Reinigung reicht ein feuchter Lappen.

Wenn der Winter lang und kalt ist und Du Dein E-Bike währenddessen nicht nutzt, kannst Du den Akku mehrere Monate an einem geeigneten Ort lagern. Wichtig ist dann allerdings, dass Du den Ladestand ab und zu überprüfst und den Akku bei Bedarf etwas auflädst.

Tiefentladung meint: Der Akku-Ladezustand sinkt unter die Entladeschlussspannung - in der Folge kann keine Energie mehr produziert werden und eine Aufladung ist nicht mehr möglich. Um diesen Akku-Tod zu verhindern, werden viele Qualitäts-Akkus zusätzlich mit einen intelligenten Batterie-Management-System (BMS) ausgerüstet. Dieses überprüft konstant die Spannung in den Akku-Zellen - und schaltet bei einem zu starken Spannungsabfall automatisch in einen Ruhezustand: Die weitere Entladung wird gestoppt.

Es besteht sogar die Möglichkeit, den Akku direkt am Netzteil zu lagern. Moderne E-Bike Akkus sind mit einem Batteriemanagementsystem (BMS) ausgestattet, dieses übernimmt die E-Bike Akku Pflege für Sie, indem die Selbstentladungsrate stetig überwacht wird. Das BMS greift auch ein, bevor es zu einer Tiefenentladung und Überladung kommt. Jedoch hat jedes BMS andere Funktionen und man sollte sich nicht allein auf die Notfall-Funktionen des BMS verlassen. Der größte Nachteil einer Lagerung am Netzteil ist ein erhöhter Stromverbrauch.

Eingelagerte E-Bike Akkus können zum Sicherheitsrisiko werden. Werden sie beschädigt oder bekommen zu viel Hitze ab, kann es zum Brand kommen. Selbst Quetschungen und Stöße können Lithium-Ionen-Akkus entzünden. In Form einer E-Bike Batterie sind sie gut in einem Gehäuse geschützt. Alternativ dazu gibt es spezielle Gefahrgutboxen mit Löschgranulat. Kommt es zu einem Brand, schmilzt das Granulat ab einer bestimmten Temperatur und legt sich über den Brandherd.

Damit das BMS (Batteriemanagementsystem) des Akkus optimal arbeiten kann, sollten Sie nur originale Netzteile verwenden. Das gilt sowohl zum Laden des eingelagerten Akkus als auch im ganz normalen Alltagsbetrieb.

Was tun, wenn der Winter vorbei ist?

Genauso einfach, wie das E-Bike Akku Lagern ist es, die Batterie wieder aus dem Winterschlaf zu wecken. Theoretisch können Sie den Akku einfach einstecken und losfahren. Dank der Lithium-Ionen-Technologie gibt es keinen Memory-Effekt mehr. Der Akku kann jederzeit unabhängig vom Ladezustand ans Netzteil gesteckt werden. Dennoch lohnt es sich, den Akku sanft auf die neue Saison vorzubereiten. Hierfür laden Sie die Batterie voll auf und fahren Sie einmal komplett leer. Verzichten Sie in diesem Zyklus auf ein Zwischenladen.

Haben Sie darauf geachtet, die Akkus Ihrer Gartengeräte bei Raumtemperatur zu lagern, und ihnen zu niedrige Temperaturen erspart, dann spricht nichts dagegen die Energiespeicher direkt in Heckenschere oder Rasenmäher einzusetzen und mit der Frühjahrsarbeit zu beginnen. Da Lithium-Ionen-Akkus zudem über keinen Memory-Effekt verfügen, können Sie die Akkus ganz unabhängig vom jeweiligen Ladezustand natürlich auch erst aufladen.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0