Das teure Fahrrad im Hausflur stehen zu lassen kommt für echte Radfans nicht infrage. Aber in der Wohnung, im Keller oder in der Garage nimmt es zu viel Platz weg, der Fahrradständer auf der Straße ist zu gefährlich - und in die Kaffeeküche im Büro passt es auch nicht. Wie wäre es also mit einer Wandhalterung für das Zweirad? Ob an der Wand oder an der Decke, so können Sie Ihr Fahrrad in Szene setzen.
Wie Sie eine Fahrradaufhängung für die Wand selbst bauen können und was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie in diesem Text. Für die Radfahrer, die nicht der Heimwerkerfraktion angehören, haben wir außerdem Kauftipps zusammengestellt.
Die durchschnittlichen Ausgaben pro Fahrrad sind in den letzten Jahren kontinuierlich und stark gestiegen. Pedelecs, Lastenräder und hochwertige Gravelbikes kosten nicht nur 3.000 Euro aufwärts, sie sind auch mittlerweile für viele so was wie ein gesellschaftlich anerkanntes Statussymbol. Beides sind Gründe, das Rad nicht Tag für Tag und Nacht für Nacht auf der Straße stehen zu lassen, dem Wetter, den UV-Strahlen der Sonne sowie dem Schmutz und den Blicken von möglichen Langfingern auszusetzen, sondern ihm einen sicheren, schnell zugänglichen und angebrachten Platz zu gewähren.
Ob im gemeinsamen Fahrradkeller mit anderen, in der heimischen Garage, dem großstädtischen Kellerabteil, dem modernen Büro oder der eigenen Wohnung - das Rad ist mit einer entsprechenden Halterung immer sicherer, sauberer, schonender und optisch schöner untergebracht als auf zwei Reifen und dem Seitenständer. Sicher kann in dem Fall heißen: vor Umkippen und Angerempelt-werden geschützt, aber auch sicher vor ungewolltem Zugriff, denn nahezu jede Halterung bietet auch die Möglichkeit, so etwas wie ein Ankerpunkt für ein Schloss zu sein.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Beim Kauf eines Fahrradhalters muss an das Gewicht des Rads und an Dübel gedacht werden - reicht die Tragkraft aus, sind Dübel im Paket dabei?
- Gleiches gilt, falls Sie die Halterung selbst bauen wollen: Das Fahrrad darf nicht zu schwer sein und auf stabile Dübel muss geachtet werden, sonst ist der Fußboden in Gefahr
- Wichtig ist, dass die Berührungspunkte zwischen Halterung und Fahrrad überzogen werden, damit der Rahmen Ihres Fahrrads nicht zerkratzt wird.
4 Kauftipps für die richtige Wandhalterung
- Achten Sie auf das Gewicht! Wiegen Sie Ihr Fahrrad und suchen Sie nach einer Fahrradhalterung, die das Gewicht wirklich tragen kann und nicht schon unter der Last eines Kinderrads durchbricht. Wenn Sie mehr als ein Fahrrad pro Radhalterung befestigen müssen, denken Sie an das zusätzliche Gewicht. Und an den Platz, den Sie brauchen.
- Überprüfen Sie, ob bei dem Wandhalter oder der Deckenhalterung die passenden Dübel schon dabei sind. Wenn dem nicht so ist, müssen Sie Dübel kaufen, die sowohl das Fahrrad als auch zusätzlich die Halterung tragen können. Und natürlich sollten sie in dem Material, aus dem Ihre Wand gefertigt ist, Halt finden beziehungsweise die Wand stabil genug sein. Auf Nummer sicher gehen Sie mit Schwerlastdübeln. Die müssen Sie, wenn Sie in einer Mietwohnung leben, natürlich vor dem Auszug wieder aus der Wand oder der Decke holen.
- Wandhalterung verschönern: Auch wenn Sie keine umfangreiche Do-it-yourself-Erfahrung haben, einen bereits gefertigten Fahrradhalter in der Wunschfarbe ansprühen kann jeder. Verzweifeln Sie also nicht, wenn es den für Ihre Wohnung und Ihr Rad perfekten Wandhaken nur in einer Farbe gibt, die so gar nicht zu Ihrem Einrichtungsstil passt. Kaufen Sie den hängenden Fahrradhalter und streichen Sie ihn um, bekleben Sie ihn mit Stickern oder bespannen Sie ihn mit Stoff.
- Apropos Stoff: Egal ob Metallstangen oder Holzteile: Achten Sie beim Kauf eines Fahrradträgers darauf, dass die Halterung Ihr Rad nicht beschädigt. Schließlich kann es durchaus mal passieren, dass Sie das Fahrrad schief hineinhängen oder eher drauf schieben als es einzuhängen und dann sollte die Montage das Rad nicht verkratzen. Kork, Filz, Leder oder Stoff sind geeignete Materialien, die weitsichtige Hersteller an den Stellen anbringen, an denen das Fahrrad mit der Halterung Kontakt hat.
Stehende oder hängende Aufbewahrung?
Grundsätzlich lassen sich zwei Hauptvarianten unterscheiden, wie man sein Rad „aufräumen“ kann: die stehende und die hängende. Für ein Rad, das sehr regelmäßig oder gar täglich genutzt wird, ist das relativ gleich, hier spielen eher die Vorlieben und der zur Verfügung stehende Platz des Besitzers eine Rolle.
Wird ein Fahrrad mehrere Wochen oder sogar einen kompletten Winter über stillgelegt, empfiehlt sich eher die hängende Aufbewahrung. Selbst die besten Reifen verlieren über die Zeit nämlich an Luftdruck, die Pneus werden an den Aufstandsflächen bauchig und sind nicht mehr rund. Man spricht dann von einem Standplatten, der aber im Grunde gar nichts mit einem klassischen Reifenschaden zu tun hat.
Gerade bei den schwereren Pedelecs kann das Gewicht den Reifen über die Zeit in diese unrunde Form pressen. Je älter der Reifen, desto größer das Risiko, dass sich die Karkasse beim erneuten Aufpumpen nicht mehr hundertprozentig in die alte Form bringen lässt. Die Folge ist ein pochendes Abrollgefühl, das bis hin zur Unbrauchbarkeit des Reifens gehen kann. Stehen Reifen sehr lange platt, können die textilen Fasern und das Gummi darüber an den Knickstellen sogar brechen. Wer sein Rad hängend aufbewahrt, kann solche vorzeitigen Alterungseffekte sogar umkehren. Hängend und ohne das Gewicht des Bikes tragen zu müssen, kann man den Luftdruck vor längeren Phasen der Inaktivität auf ein Minimum senken und so das Reifenmaterial schonen.
In sehr viel weniger spürbarem Ausmaß kann sogar der Rahmen durch clevere Aufbewahrung geschont werden. Die geneigte Position, wenn das Rad an seinem Hinterbau oder Tretlager aufgebockt wird, erzeugt immer leichte Spannungen im Material. Die kann man durch senkrechtes Stellen oder noch besser Hängen eliminieren. Und natürlich erspart man durch sicheres Abstellen dem Rahmen, dem Lenker und exponierten Anbauteilen die harten Kontakte beim Umkippen. Gerade wo chronisch wenig Platz ist wie in städtischen Radkellern, kann saubere Radaufbewahrung vor hässlichen Macken und teils teuren Reparaturen schützen.
Darauf gilt es bei der Fahrrad-Wandhalterung zu achten
Von den Radhalterungen, die wir exemplarisch herausgesucht haben, sind die allermeisten an sehr variablen Radmodellen einsetzbar. Auf drei grundsätzliche Punkte sollte man aber vor dem Kauf und der Montage achten.
- Eignen sich Rahmenform sowie Reifendurchmesser für die entsprechende Radaufnahme?
- Sind sowohl die Halterung als auch die Wand bzw. Decke für das Radgewicht geeignet?
- Und erlauben die Art der Halterung und der Montageort, das Rad ohne großen Umstände aus der Vorrichtung zu heben bzw. stehen keine Radteile so in den Raum hinein, dass man ständig daran hängen bleiben kann?
Eine kleine „Unsitte“ aktueller Modelle sind die immer breiter werdenden Lenker, die beim Fahren zuallermeist unnötig, dafür aber echte Platzfresser sind. Wichtig: Besonders bei Halterungen, in denen das Rad mit der Seite zur Wand fixiert wird, unbedingt den Abstand des Halters zur Wand mit der Lenkerbreite abgleichen; der Abstand zur Wand muss größer sein als die halbe Lenkerbreite inklusive eventueller Anbauten, sonst steht das Vorderrad immer in den Raum hinein!
Bei den wenigen Haltern, die den Reifen statt das Rahmenrohr fixieren, sind immer auch minimale und maximale Reifenbreite angegeben, zwischen denen das Bike ausreichend fest sitzt, aber ohne übermäßigen Kraftaufwand zu entnehmen ist. Je grober der Pneu profiliert ist, desto schwieriger wird vor allem das Herausnehmen. Von den Wandhaltern, bei denen eines der Pedale eingehakt wird, während die beiden Reifen weiter unten gegen die Wand kippen, haben wir absichtlich keinen in die Auswahl aufgenommen. Zum einen ist das Einhängen mitunter fummelig, dazu beschmutzen die Reifen die Wand, wenn nicht eine extra Schutzfläche pro Reifen montiert wird. Und zuletzt können die seitlichen Zugkräfte, die besonders schwere Modelle auf die verhältnismäßig kleinen Lager des Pedals ausüben, auf Dauer einfach nicht materialfreundlich sein. Auch gehört grundsätzlich kein Haken an den Sattel! Dessen Chassis ist für Druck- und nicht für Zugbelastungen gemacht; bei einem Sieben-Kilo-Rennrad vernachlässigbar, bei Reiserädern und E-Bikes um 20 Kilo leider nicht.
Zwei Systeme bzw. Wege, sein Rad aufzuhängen, haben sich gegenüber anderen durchgesetzt. Recht platzsparend und kostengünstig sind einzelne, waagerecht ausgerichtete Wandhaken, in die das Hinter- oder meist das Vorderrad eingehakt wird; das Bike hängt dann senkrecht an der Wand, teils gibt es zusätzliche Kontaktplatten für das jeweils andere Laufrad. Abwechselnd mit „Lenker oben“ und „Lenker unten“ aufgereiht, gibt es keine effizientere Aufbewahrung für mehrere Räder auf engem Raum. Doch wo Vorteile da auch Nachteile: Selbst auf idealer Höhe montiert muss man bei diesen Wandhaken das Rad deutlich vor seinem Körper als am „langen Arm“ anheben, um die obere Aufnahme zu treffen, mit Pedelecs ein nicht zu unterschätzender Kraftakt.
Fahrrad-Wandhalterungen: Praxis-Tipps
Hinterradbremse festziehen, Rad durch Zug am Lenker in die aufrechte Position bringen und in Balance Richtung Wand bzw. Halterung rollen. Zum Anheben beide Hände am Lenker lassen, leicht in die Knie gehen und das Rad eher aus den Beinen als den Armen anheben. Mit Hüfte oder Oberschenkel gegen den Sattel drücken verhindert Pendelbewegungen; beim Herunternehmen genauso vorgehen.
Fahrradaufhängung für die Wand kaufen: Das hat der Markt zu bieten
Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie ihr euer Fahrrad an der Wand aufhängen könnt. Je nach Wandbeschaffenheit, Fahrradmodell oder Platzangebot kommen unterschiedliche Modelle in Frage.
1. Stylisch gegen Diebstahl gesichert
Die abschließbare, dreieckige Wandmontage Hiplok-Airlok-Fahrradaufhängung hat einen ergonomischen Zugang, der laut Hersteller ein einfaches Einsetzen des Rads ermöglicht. Der 30 Millimeter dicke Verriegelungsstift ist aus gehärtetem Stahl, der Rahmenschutz ist gummiert und das ganze Arilok 2018 mit dem Design- und Innovationspreis ausgezeichnet worden. Erhältlich in Rot, Weiß oder Schwarz. Preis: 144 bis 219 Euro.
2. Fahrradaufhängung unter der Decke
Mit einem Seilzug, der bis zu 20 Kilogramm ziehen kann, hängen Sie Ihr Rad ganz einfach unter die Decke. Befestigt an Sattel und Lenker baumelt das Fahrrad in maximal vier Metern Höhe - reifen- und lackschonend. Die perfekte Lösung für einen strapazierten Rücken, denn Sie müssen es dank des Deckenlifts nie mehr hoch- oder runterheben, sondern einfach nur die Hacken am Fahrrad oder Mountainbike befestigen und dann das Seil betätigen. Preis: 11,49 Euro.
3. Für noch mehr Platz: Regal und Wandhalterung in einem
Das System „Bike on the ledge“ von der niederländischen Firma BOTL Amsterdam kombiniert eine Fahrradaufhängung mit einem kleinen Regal. Oben drauf passt noch eine Schale für die Schlüssel, ein Buch, der Helm oder was Sie in der Nähe Ihres Fahrrads ablegen möchten, und darunter, auf zwei kurvigen Einbuchtungen, legen Sie die Mittelstange Ihres Rads ab. Gefertigt aus Holz, erhältlich in vier Farbtönen. Preis: 80 bis 95 Euro.
4. Perfekt für Minimalisten
Das System „Bike on the ledge“ von der niederländischen Firma BOTL Amsterdam kombiniert eine Fahrradaufhängung mit einem kleinen Regal. Oben drauf passt noch eine Schale für die Schlüssel, ein Buch, der Helm oder was Sie in der Nähe Ihres Fahrrads ablegen möchten, und darunter, auf zwei kurvigen Einbuchtungen, legen Sie die Mittelstange Ihres Rads ab. Gefertigt aus Holz, erhältlich in vier Farbtönen. Preis: 80 bis 95 Euro.
5. Kreative Wandhalterung für Individualisten
Upcycling auf einem neuen Niveau: Aus Teilen eines alten Fahrrads wird bei Andreas Scheigers „Upcycling Fetish“ eine neue Wandhalterung für das Rad: Was aussieht wie ein überdimensionierter Hirschkopf mit einem komischen Geweih, ist ein Fahrradsattel, montiert auf eine Holzscheibe und getoppt mit einem alten Fahrradlenker in den Sie Ihr Rad einhängen können. Die vermeintlichen Trophäenköpfe eignen sich nicht nur als Fahrradhalter, sondern auch als Garderobe oder Taschenhalter. Preis: auf Anfrage.
6. Preiswert und funktional
Die wohl preiswerteste Fahrradhalterung kommt aus dem großen schwedischen Möbelhaus: IKEA bietet den Haken „Skräll“ sogar schon mit gepolsterten Streben und einem kleinen Frontstopper an. Zwei Skrälls mit passenden Dübeln an der Wand befestigen, gerne auch in unterschiedlichen Höhen, damit man nicht nur ein Rennrad, sondern auch ein Damenrad daran aufhängen kann, und schon ist die Wandhalterung für das Fahrrad fertig. Preis: 2,91 Euro pro Stück.
7. Handgefertigte Halterung aus natürlichen Materialien
In Einzelteilen mit Zusammenbau- und Befestigungsanleitung wird die Fahrrad-Wandhalterung „Maurad“ der Firma HuxloUK geliefert. Die kleine Box mit drei Wänden aus Sperrholz und Birkenholz ist handgemacht in Bristol und es gibt sie mit oder ohne extra Regalbrett für den Fahrradhelm. Preis: 34,79 bis 43,49 Euro.
Weitere Kauftipps und Modelle
| Modell | Beschreibung |
|---|---|
| Mini-Radhalter: Hornit Clug Roadie | Den minimalistischen Radhalter gibt es in vielen Designs und für Reifenbreiten von 23 bis 57 Millimeter. Er umschließt den Reifen, je nach Montage kann das Rad darin stehend oder hängend parken. |
| Wandhaken: BBB Parking Hook | Preislich ist der schlichte Wandhaken von BBB unschlagbar. Selbst zehn Zentimeter hohe Aero-Laufräder lassen sich problemlos einfädeln. |
| Seilzug: Rose Bikes DL1 Deckenlifter | Eingehängt an Lenker und Sattel, geht das Rad damit nicht durch, aber platzsparend unter die Decke... |
| Aus Holz 3: Parax U-Rack | Auf den Metallbügeln werden die Räder platziert, das Seil wird um den Rahmen gelegt und das Ende in den Haken eingehängt. Schon hängt das Bike sicher und elegant an der Wand. |
| Einfach schlicht: Parax S-Rack | Minimalistischer geht es kaum: Diese Material-Mix-Wandhalterung aus pulverbeschichtetem Aluminium und Holz ist eine Variante für Radfahrer die es schlicht mögen. Damit der Rahmen von unschönen Kratzern verschont bleibt, ist hier eine schonende Filzschicht eingearbeitet. |
| Sattel-Nase: Feedback Velo Wall Post | An diesen klappbaren Wandhalter hängt man das Rad mit der Sattelnase. Auf dem 35 Zentimeter langen Ausleger ist zusätzlich Platz für Laufräder - oder für ein zweites, entgegengesetzt eingehängtes Rad. |
| Pole Dancing: Topeak Dual Touch Bike Stand | Die Stange wird ohne Werkzeug zwischen Fußboden und Decke (bis 3,20 Meter Höhe) verspannt und kann bis zu vier Räder oder maximal 72 Kilogramm in den winkelverstellbaren Aufhängungen (zwei inklusive, jede weitere 40 Euro) tragen. |
| Frontlader: Topeak Swing-Up Bike Holder | Bei der eleganten Version dieser Vorderrad-Wandhalterung kann das Rad sogar dank eines Schwenkmechanismus einfach zur Seite geschwenkt werden. Bis 16 kg trägt dieses Modell, das aus Aluminium und Fiberglas-Composite besteht. |
Wandhalterung für das Fahrrad selber bauen: Darauf müssen Sie achten
Wer gerne handwerklich aktiv ist, kann sich eine Wandhalterung für das Fahrrad aber auch ganz einfach selbst bauen. Wichtiger Punkt ist dabei das Gewicht des Rads. Ihre Aufbewahrung sollte stabil genug sein, um das Fahrrad sicher zu tragen - denn wenn es herunterfallen sollte, werden nicht nur die Wand und das Rad beschädigt, sondern womöglich auch der Fußboden und weitere Einrichtungsgegenstände in unmittelbarer Nähe. Daher sollten Sie auch auf die Dübel zur Befestigung der Fahrradwandhalterung achten und darauf, dass sie für das Material aus dem Ihre Wand gefertigt ist, geeignet sind.
Die Berührungspunkte zwischen Halterung und Fahrrad müssen überzogen werden, damit der Rahmen Ihres Fahrrads nicht zerkratzt wird. Ein mehrfach gefalteter Stoffstreifen, befestigt mit einem Klettverschluss ist einfach anzubringen und erfüllt den Zweck. Auch Korkstücke, mit Alleskleber auf dem Träger befestigt, verhindern Kratzer. Zur Not tun es dafür auch in Scheiben geschnittene Weinkorken. Und wenn es wirklich schnell gehen muss, können Sie aus den Filzpads, die normalerweise unter die Stuhlbeine geklebt werden, ebenfalls einen hervorragenden Kratzschutz fertigen. Entweder die einzelnen Punkte auf die Wandhalterung kleben oder aus einem großen Stück passende Stückchen ausschneiden.
Viele Fahrradhalter, die Sie im Internet oder im Fahrradfachgeschäft finden, können ohne große Probleme zu Hause von Ihnen nachgebaut werden. Meist für einen Bruchteil der Kosten und Sie können den Träger dann noch in Größe, Länge, Breite und Farbe an Ihre Bedürfnisse anpassen.
Modelle für Heimwerker: So hängen Sie Ihr Fahrrad selbst auf
- Fahrrad statt Regalbrett: Kaufen Sie zwei Winkelträger, die das Gewicht Ihres Fahrrads gemeinsam stemmen können, befestigen Sie sie sicher an der Wand und bekleben Sie die beiden Trägerteile von oben mit Kork, Filz oder Stoff. Fertig.
- Zwei Hölzer in der Wand: Wer es noch spartanischer möchte, kann sein Fahrrad einfach an zwei Rundhölzern aufhängen. Dafür brauchen Sie: zwei runde Holzstücke, zwei stabile Schrauben, zwei Dübel und etwas Schleifpapier. Das Holz kann von einem abgesägten Besenstil kommen, es können zwei dicke Äste sein, oder zwei dafür gefertigte Teile aus dem Baumarkt. In ein Ende treiben Sie nun die Schrauben hinein und stecken Sie sie in die passenden, bereits in die Wand gesteckten Dübel. Jetzt drehen Sie einfach nur so lange an den Hölzern, bis sie fest sind. Mit dem Schleifpapier können Sie Kerben an die Stellen schleifen, auf denen Ihr Rad aufliegen wird. Die Holzstücke können Sie natürlich gestalten wie Sie möchten. Anmalen, auch nur teilweise, ein Stück Seil anbinden und mit einem Karabinerhaken Zubehör daran befestigen - Ihrer Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.
- Baumelnd verstaut: Hängen Sie Ihr Fahrrad doch einfach an die Garderobe. Natürlich nicht an die, an der auch schon Ihre Jacken hängen. Sonst wird es vielleicht etwas voll. Für die Fahrradgarderobe brauchen Sie eine Metallstange oder ein altes Rohr, das Sie links und rechts mit den passenden Halterungen an der Wand befestigen. An der Stange haken Sie einen großen Karabiner ein und in den Haken fädeln Sie ein stabiles Seil oder eine schon vorgefertigte Schlaufe ein. Achten Sie darauf, dass Sie die Schlaufe an einer Seite wieder öffnen können müssen. Denn das Seil wird am Vorderrad des Fahrrads und dann am Karabinerhaken befestigt, sodass das Rad auf dem Rückrad steht beziehungsweise wenige Zentimeter über dem Boden schwebt und an der Schlaufe am Karabiner mit dem Vorderrad baumelt.
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