E-Bike auf Raten kaufen: Test, Tipps und Tricks zur Finanzierung

Die Stiftung Warentest hat auch 2023 wieder E-Bikes getestet. Insgesamt 20 Pedelecs mussten in den Test. Die SUV-E-Bikes und City-E-Bikes mit einem Preis zwischen 1.100 und 5.350 Euro wurden umfang­reichen Praxis- und Labortests unterzogen. Im Vergleich traten E-Bikes mit verschiedenen Akkugrößen, Rahmenformen und Schaltungen an. So mussten die Räder unter anderem zeigen, ob Sie Asphalt und Schotterpisten gleich gut meistern.

Testsieger bei den Allroad- und City-E-Bikes

Auf der Suche nach dem passenden E-Bike können die vielen Onlineshops mit den umfangreichen Angeboten für zusätzliche Verwirrung sorgen. Insofern ist es praktisch, wenn test.de die E-Bikes genauer unter die Lupe nimmt. Die getesteten SUV-Pedelecs sind straßentauglich und kommen auch im Gelände gut zurecht.

KTM Macina Aera 671 LFC: Testsieger bei den Allroad-Pedelecs

Wenn Sie sich die Qualitätsurteile ansehen, sticht das KTM Macina Aera 671 LFC mit der Gesamtnote 1,8 (Gut) hervor. Dabei konnte das Bike vor allem beim Fahren, dem Antrieb und der Sicherheit sowie Haltbarkeit überzeugen. In der Handhabung bekommt der Testsieger immerhin noch eine 2,3. Im Bereich der Schadstoffe gehört das KTM Macina Aera 671 LFC leider zu den drei am schlechtesten bewerteten Rädern. Sie überlegen sich, den Testsieger zu kaufen? Haben aber eigentlich kein Geld dafür? Dann kann ein Ratenkauf eine mögliche Lösung sein. Und auch der Preis für das KTM Macina Aera 671 LFC ist mit mehr als 4.000 Euro für kleine Budgets nur sportlich finanzierbar.

Flyer Gotour6 3.40: Testsieger bei den City-E-Bikes

Der Testsieger bei den City-E-Bikes bekommt von der Stiftung Warentest die Gesamtnote 1,9 (Gut). Mit 3.850 Euro hat das Rad einen mittleren Listenpreis. Sicherheit und Haltbarkeit konnten im Test am meisten überzeugen. Auch Antrib und Fahren schneiden mit den Teilnoten von 1,8 und 1,9 toll ab. Lediglich die Handhabung ist mit 2,2 etwas schlechter bewertet. Allerdings wird im Test auch deutlich, dass die preisgünstigsten Räder ordentliche Probleme haben. Unter anderem war bei einem Rad die Bremskraft nur mangelhaft. Deswegen müssen Sie überlegen, ob Sie tatsächlich ein günstiges Bike kaufen oder Ihr E-Bike mit einem Ratenkredit finanzieren. Trotz allem ist das Bike mit dem Preis nichts für kleine Budgets.

Finanzierungsmöglichkeiten für Ihr E-Bike

Ob Händlerfinanzierung, Bankkredit oder Inanspruchnahme des Dispo - das E-Bike lässt sich auf verschiedenen Wegen abbezahlen. Klug verglichen und orientiert an den eigenen Bedürfnissen und Möglichkeiten, lässt sich das benötigte Kapital meist rasch beschaffen. Vor der Entscheidung für eine bestimmte Variante sollten Käufer aber immer auf alle Details und Bedingungen in den Kreditangeboten achten. Ihren Dispokredit sollten Käufer nur im absoluten Ausnahmefall dazu nutzen.

Ratenkredit: Eine Möglichkeit zum Sparen

Der Testsieger KTM Macina Aera 671 LFC kostet beim Hersteller im Onlineshop 4.399,00 Euro und ist derzeit (Stand April 2024) bei bikemove.de mit 3.149 Euro (ohne Versandkosten) am günstigsten zu bekommen. Dieser Shop bietet Ihnen einen Ratenkauf via easyCredit mit einem effektiven Jahreszins von 12,99 Prozent an. Bei 60 Monaten Laufzeit zahlen Sie eine monatliche Rate von 71 Euro und eine Abschlussrate von 28,76 Euro. Das geht auf jeden Fall günstiger.

Beispielsweise mit dem Ratenkredit der Deutschen Skatbank: Hier beträgt der effektive Jahreszins nur 5,33 Prozent pro Jahr. Sie bezahlen also eine Rate von 59,72 Euro pro Monat über einen Zeitraum von 60 Monaten für das Darlehen in Höhe von 3.149 Euro. Das Angebot der Deutschen Skatbank ist deutlich günstiger, da Sie Monat für Monat Zinskosten sparen. Im Falle des Flyer Gotour6 3.40 zahlen Sie beim Händler derzeit 2999 Schweizer Franken (ohne Versandkosten). Laut dem aktuellen Wechselkurs (Stand: 22.04.2024) sind das 3.085,91 Euro. Bei dem Anbieter ed-sports.de zahlen Sie dagegen nur 2999,00 Euro. Hier wird Ihnen die PayPal-Ratenzahlung mit einem einem effektiven Jahreszins von 11,33 Prozent und einer monatlichen Rate von 140,26 Euro bei 24 Monaten Laufzeit angeboten. Auch hier können Sie mit dem Ratenkredit der Deutschen Skatbank ein wenig Geld sparen. Die monatliche Rate beträgt hier 135,67 Euro bei einem effektiven Jahreszins von 5,33 Prozent. Durch den Ratenkredit bei der Deutschen Skatbank sparen Sie über die Laufzeit mehrere hundert Euro. Da kann man nur noch eine allzeit gute Fahrt wünschen. Warten Sie, bis der Kredit genehmigt und auf Ihrem Girokonto gutgeschrieben ist. Anschließend gehen Sie in den Onlineshop und kaufen das E-Bike.

E-Bike-Leasing: Eine Alternative zum Kauf

Sie denken darüber nach, sich ein E-Bike anzuschaffen, schrecken jedoch vor der großen Investition zurück? Dann könnte E-Bike Leasing etwas für Sie genau das Richtige sein. Denn das Dienstrad-Leasing gilt inzwischen als der günstigste Weg zum Traumbike.

Die wichtigsten Fakten zum E-Bike-Leasing:

  • E-Bike Leasing bedeutet das Mieten eines E-Bikes, in der Regel für 36 Monate.
  • Nach Ablauf des Vertrages besteht in den meisten Fällen die Möglichkeit, das Pedelec für einen Restwert zu kaufen.
  • Man kann einen Vertrag über E-Bike Leasing als Arbeitnehmer, Selbstständiger, Privatperson und auch als Angestellter im öffentlichen Dienst oder Beamte abschließen.
  • Finanzielle Vorteile genießt man jedoch vor allem beim Fahrrad Leasing über den Arbeitgeber.
  • Vorteile des Leasing Modells sind das Einsparen von Steuern sowie das Bezahlen „in Häppchen“.
  • Zu den Nachteilen gehört die Verpflichtung für drei Jahre sowie mögliche Einbußen bei der Rente.

Die am häufigsten gewählte Form des Fahrrad Leasing ist ein Vertrag über den Arbeitgeber. Doch auch E-Bike Leasing ohne Arbeitgeber ist möglich. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die verschiedenen Leasing Möglichkeiten für Arbeitnehmer, Selbstständige und Privatpersonen.

Beispielrechnung Dienstrad-Leasing:

Wieviel Sie beim Dienstrad-Leasing sparen können, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In erster Linie aber vom Preis des E-Bikes und Ihrem individuellen Gehalt.

DIE VORRAUSSETZUNGEN

  • Kaufpreis E-Bike 4.500,00 €
  • Kinder 1
  • Monatsgehalt (Brutto) 5.000,00 €
  • Kirchensteuer ja
  • Steuerklasse 1
  • Krankenversicherung ja

DIE FAKTEN E-Bike Leasing

Ohne Leasing Mit Leasing
Monatsentgeld 5.000,00 € 5.000,00 €
Nutzungsrate als Barlohnumwandlung - -130,84 €
Fahrradversicherung* - -13,24 €
Inspektion* - -5,00 €
Geldwerter Vorteil für Versteuerung - 11,00 €
Grundlage für Steuern und Sozialversicherung 4.861,92 € 5.000,00 €
Lohnsteuer -826,58 € -867,16 €
Kirchensteuer -45,93 € -48,86 €
Renten- u. Arbeitslosenversicherung -515,37 € -530,00 €
Kranken- u. Neupreis E-BikeLeasing-Kosten (36 Monate)*Versich-erung**Inspek-tionen**Abschlag-Zahlung***GESAMTKOSTEN - -
Ohne Leasing 4.500,00 € 476,47 €
270,00 €
5.246,47 €
Mit Leasing 2.481,82 € 251,14 €
94,84 €
810,00 €
3.637,80 €
*Ohne Versicherung und Inspektionen** Im Leasing-Preis enthalten*** Restzahlung basierend auf Erfahrungswerten.

E-Bike Leasing für Arbeitnehmer funktioniert im Grunde genommen nach dem gleichen Prinzip, nach dem auch ein Dienstwagen geleast wird: Der Vertrag mit dem Leasing-Anbieter wird über den Arbeitgeber abgeschlossen und über die sogenannte Gehaltsumwandlung (auch Barlohnumwandlung genannt) wird der monatliche Beitrag automatisch vom Bruttolohn des Arbeitnehmers abgezogen. Dadurch wird am Ende ein geringerer Bruttolohn des Angestellten besteuert. Anstelle des umgewandelten Barlohnes muss der Arbeitnehmer jedoch die Privatnutzung versteuern, die beim E-Bike Leasing mit 0,25 % angesetzt ist. Auch für Gewerbetreibende oder freiberuflich arbeitende Personen bieten einige E-Bike Leasing Firmen attraktive Angebote an.

Durch die Entgeltumwandlung beim E-Bike Leasing ist eine Ersparnis von bis zu 40% möglich. Beliebte Anbieter sind zum Beispiel JobRad oder mein-dienstrad.de. Auch für Angestellte im öffentlichen Dienst und kommunale Angestellte ist ein E-Bike Leasing möglich und bietet viele Vorteile.

Bietet der Arbeitgeber kein Fahrrad Leasing an, besteht natürlich auch die Möglichkeit, einen Vertrag über E-Bike Leasing privat abzuschließen. Ein Vorteil ist hierbei, dass im Gegensatz zum betrieblichen Leasing die Konditionen selbst verhandelt und individuell angepasst werden können. Einen finanziellen Vorteil hat man beim Fahrrad Leasing als Privatperson im Gegensatz zum Dienstradleasing jedoch nicht.

Vor- und Nachteile des E-Bike-Leasings

Vor allem für Arbeitnehmer bietet Fahrrad Leasing einige finanzielle Vorteile. Doch das Konzept birgt durchaus auch ein paar Schwächen, die bedacht werden sollten.

Vorteile des E-Bike-Leasings:

  • Günstig: Weniger Sozialabgaben und eine geringere Lohnsteuer machen das Traum- E-Bike oft deutlich günstiger.
  • Upgrade: Durch das Bezahlen in kleinen Raten, wird ein Modell erschwinglich, das eigentlich über dem Budget liegt.
  • Gut gepflegt: Bei einigen Leasing-Anbietern sind Inspektionen vertraglich festgelegt und das E-Bike wird so regelmäßig gewartet.

Nachteile des E-Bike-Leasings:

  • Sparkurs: Nicht nur Sie zahlen weniger Steuern, auch der Arbeitgeber überweist für Sie weniger in die Versorgungskassen. Bei geringen Einkommen kann dies negative Auswirkungen auf die Rente haben.
  • Berufs-Risiko: Beim Jobwechsel oder einer Kündigung sind Sie auf den guten Willen Ihres bisherigen Arbeitgebers angewiesen, um den Vertrag zu übertragen. Im schlimmsten Falle bleibt das E-Bike im Unternehmen - und Ihre gezahlten Raten sind verloren.
  • Ablöse: Viele Leasing-Anbieter bieten an, das Rad für eine finale Rate von 10 bis 18 Prozent des Neupreises zu übernehmen. Laut Finanzamt hat das E-Bike nach drei Jahren jedoch einen Restwert von 40 Prozent.

E-Bike Abo: Eine flexible Alternative?

Ein E-Bike Abo bietet die Möglichkeit, ein neues E-Bike für eine deutlich geringere monatliche Gebühr zu mieten. Doch geht diese Rechnung wirklich auf?

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