Der Fahrradmarkt ist vielfältig, und es ist wichtig, den richtigen Fahrradtyp für Ihre Bedürfnisse zu finden. Wir haben uns den Markt genauer angesehen und stellen Ihnen nachfolgend eine Auswahl an preisgünstigen Vertretern dieser Fahrradgattung unter 2000 Euro vor.
Fahrradtypen im Überblick
Nicht immer lassen sich die Sparten klar voneinander abgrenzen. Trotzdem eine kleine Orientierungshilfe:
Trekkingräder: Tourer für Straße und/oder Abseits
Das Trekkingrad (auch: Tourenrad) zählt vermutlich zum vielseitigsten Kandidaten im Fahrradgestüt. Ein robuster Gepäckträger, mehr oder weniger profilierte Reifen und eine Federgabel zählen zur Grundausstattung. Den Gangwechsel erledigt in der Regel eine Kettenschaltung, üblich sind Schaltungen in Kombination mit einer Kurbelgarnitur mit Dreifach-Kettenblatt. So lassen sich auch steilere Anstiege leicht in Angriff nehmen. Die Sitzhaltung bezeichnen Fachmagazine gerne als „moderat-sportlich“ - übersetzt: leicht nach vorne gebeugt. Unterschieden wird zwischen straßen- und geländenahen Tourenrädern. Straßennahe verzichten im Gegensatz zu den Geländederivaten oft auf die Gabeldämpfung und zu stark profilierte Reifen. Beispielhaft hierfür steht das Rubin Legere von Diamant.
Citybikes: Lifestyle und Praktikabilität im Alltag
Unter dem Begriff Citybike vertreibt der Handel meist Räder, die schick aussehen, wenig Arbeit machen und praktisch im Alltag sind. Häufig sind sie mit einer Nabenschaltung ausgerüstet, während Reifen mit flachem Profil für Straßengrip und Leichtlauf bürgen. Eine verkehrssichere Ausstattung ist natürlich ebenso unabdingbar. Bei modernen Stadträdern wird die fettige Kette häufig durch einen Antriebriemen ersetzt. Das spart Wartungsarbeit und die Hosenbeine bleiben stets sauber. Der Preis dafür fällt allerdings sehr hoch aus. Retro-Fans greifen gerne zum Hollandrad und mit dem Faltrad sind Sie auch im ÖPNV bestens unterwegs. Stramme Waden gibt es mit dem Singlespeed.
Mountainbikes: Die Steilgänger unter den Rädern
Mit bulligen Stollenreifen bestückt, sind Mountainbikes die Rowdys im Gelände und dank Kettenschaltung auch echte Bergziegen. Für Ausgewachsene gibt es sie mit 27,5- und 29-Zoll-Laufrädern. Die Wahl der Laufradgröße hängt von Ihren Vorlieben ab: MTBs mit 27,5-Zoll-Laufrädern lassen sich leichter lenken und sind wendiger, 29-Zoller besitzen die besseren Überrolleigenschaften und machen Tempo.
Crossbikes: Mountainbike light
Crossräder sind die optimale Wahl, wenn Sie gerne sportliche Runden auf Schotterwegen und Trampelpfaden abfahren wollen. Sehr Sportliche greifen auch gerne zum Gravelbike - Crossbikes mit Rennradlenker.
Fitnessbikes: Rennradfahren ohne Genickstarre
Schmale Slicks, schlanker Rahmen, gerader Lenker - Fitnessbikes bringen Rennrad-Feeling auf die Straße. Nur ist die Sitzhaltung deutlich entspannter als auf einem klassischen Racer mit gehörntem Lenker.
Kinderräder: Die Sache mit den Zollgrößen
Ein Zweirad fürs Kind soll her? Beim Kauf einer Kinderrads lohnt es, sich mit Zollgrößen vertraut machen. Einen ausführlichen Ratgeber dazu finden Sie hier. Für angehende Teenager empfiehlt sich das Jugendrad.
E-Bike Modelle im Test
Wir haben einige E-Bike Modelle der 28-Zoll-Klasse unter die Lupe genommen:
Fischer | ETH 1806
Das elektrisch betriebene Bike des deutschen Herstellers Fischer eignet sich sowohl für eine sportliche Fahrradtour als auch für den täglichen Weg zum Arbeitsplatz. Eine in der Sattelstütze verbaute Federung sorgt in Kombination mit der Federgabel für einen angenehmen Fahrkomfort. Mit einer Kapazität von 557 Wh liefert der Akku genug Energie für eine Strecke von bis zu 140 Kilometern. Eine vollständige Aufladung nimmt knapp sechs Stunden in Anspruch.
- Reichweite: bis zu 140 km
Bocas | Sevilla 8.3
Das Bocas Sevilla 8.3 ist ein sportlich angehauchtes Trekking E-Bike, das mit seinem 250 Watt starken Antrieb hervorragend für längere Fahrten geeignet ist. Die dafür notwendige Energie liefert ein 300 Wh starker Lithium-Ionen-Akku aus dem Hause Bosch.
- Preis: EUR 1.699,99
- Gewicht: 22,7 kg
- Rahmen: Aluminium
- Bremsen: Tektro hydraulische Scheibenbremse
- Schaltung: Shimano Altus
- Radgröße: 28 Zoll
- Motorleistung: 250 W
- Akku: 300 Wh
- Ladezeit: k.A.
- Reichweite: rund 90 Kilometer
Kalkhoff | Berleen 5.G Move (2020)
Mit einem Gewicht von 21 Kilogramm zählt das Berleen 5.G Move zu den leichteren Vertretern der hier vorgestellten E-Trekkingbikes. Der Akku mit einer Leistung von 252 Wh ist in dem aus Aluminium gefertigten Rahmen verbaut und reicht je nach Fahrweise und Streckenlayout für rund 60 Kilometer. Die Fahrtunterstützung kann über das im Fahrradrahmen platzierte Bedienteil per Knopfdruck gesteuert werden. Darüber hinaus lässt sich das Fahrrad über die dazugehörige App mit dem Smartphone koppeln. Eine vollständige Aufladung nimmt in etwa vier Stunden in Anspruch.
- Preis: EUR 1.899,99
- Gewicht: 21 kg
- Rahmen: Aluminium
- Bremsen: Shimano hydraulische Scheibenbremse
- Schaltung: Shimano Tourney TX
- Radgröße: 28 Zoll
- Motorleistung: 250 W
- Akku: 252 Wh
- Ladezeit: ca. 4 Stunden
- Reichweite: rund 60 Kilometer
Stevens | E-Molveno
Bei der Fertigung des Rahmens setzt die Hamburger Marke Stevens auf Hydroforming. Hierbei werden die Rohre per Wasserdruck von ihrer ursprünglichen Form in die gewünschte Rahmenform gebracht. Für ausgedehnte Radtouren stehen dem Fahrer vier Fahrmodi zur Verfügung. Sowohl die Griffe als auch der Sattel stammen von der Marke Ergon, die vor allem für ihre ergonomischen Fahrradkomponenten bekannt ist. Zusätzlich sorgen die Federgabel und die gefederte Sattelstütze für ein angenehmes Fahrerlebnis - auch über längere Strecken hinweg. Während der Fahrt liefert das am Lenker angebrachte Display alle relevanten Informationen zur aktuellen Fahrradtour und über die verbleibende Reichweite des 500 Wh-Energiespeichers.
- Preis: EUR 1.999,99
- Gewicht: 22,4 kg
- Rahmen: Aluminium
- Bremsen: Shimano hydraulische Scheibenbremse
- Schaltung: Shimano Deore
- Radgröße: 28 Zoll
- Motorleistung: 250 W
- Akku: 500 Wh
- Ladezeit: k.A.
- Reichweite: rund 100 Kilometer
Raleigh | Jersey 7
Bei der Fertigung des Rahmens kommt eine Pulverbeschichtung zum Einsatz, die nicht nur für eine hochwertige Optik sorgt, sondern das Bauteil auch widerstandsfähiger gegenüber Umwelteinflüssen macht. Die an der Front und am Heck verbauten LED-Leuchten sind laut Herstellerangaben besonders langlebig und unempfindlich gegenüber jeglicher Erschütterung. Längere Radtouren mit Motorunterstützung sind dank des Lithium-Ionen-Akkus mit einer Kapazität von 400 Wh problemlos möglich. Je nach Fahrmodi und Wegstrecke reicht eine vollständige Ladung für eine Tour von bis zu 120 Kilometern.
- Preis: EUR 1.899,99
- Gewicht: k.A
- Rahmen: Aluminium
- Bremsen: Magura hydraulische Felgenbremse
- Schaltung: Shimano Nexus
- Radgröße: 28 Zoll
- Motorleistung: 250 W
- Akku: 400 Wh
- Ladezeit: k.A.
- Reichweite: bis zu 120 Kilometer
Falter | E 4.0 RT
Das E 4.0 RT aus dem Hause Falter ist serienmäßig mit pannensicheren Reifen ausgestattet, wodurch Plattfüße künftig der Vergangenheit angehören. Möglich wird dies durch eine stichfeste Schutzschicht die sich direkt unter der Lauffläche befindet. Für ein hohes Maß an Sicherheit gegenüber Langfingern sorgt darüber hinaus ein fest verbautes Fahrradschloss, bei dem sich der Bügel mit nur einer Handbewegung durch das Hinterrad schieben lässt. Neben einer 8-Gang-Schaltung ist das Elektrofahrrad außerdem mit einer Rücktrittbremse ausgestattet. Der 250 Watt-Motor leistet eine Fahrunterstützung bis zu einer Geschwindigkeit von maximal 25 km/h. Je nach gewähltem Fahrmodus und den äußeren Bedingungen liefert der 374 Wh-starke Akku Strom für eine Wegestrecke von bis zu 115 Kilometern. Über das LED-Display am Lenker kann das Z802 per Knopfdruck bedient sowie der Akkuladestand abgelesen werden.
- Preis: EUR 1.499,99
- Gewicht: 28 kg
- Rahmen: Aluminium
- Bremsen: Promax Felgenbremse
- Schaltung: Shimano Altus
- Radgröße: 28 Zoll
- Motorleistung: 250 W
- Akku: 374 Wh
- Ladezeit: rund 5 Stunden
- Reichweite: bis zu 115 Kilometer
Telefunken | XC920
Der Hersteller Telefunken hat beim XC920 den Akku teilweise in den Rahmen integriert. Bei dieser Einbauvariante ist der Energiespeicher nicht nur optisch gefälliger integriert, er lässt sich auch sehr leicht entnehmen. Mit einer Kapazität von 468 Wh reicht eine volle Ladung für eine maximale Reichweite von 140 Kilometern. Aufgeladen ist die Lithium-Ionen-Batterie in rund fünf Stunden. Durch den tiefen Schwerpunkt des Hinterrad -Motors lässt sich das XC920 Trekking E-Bike sehr einfach fahren. Über einen Daumenschalter können die verschiedenen Unterstützungsstufen ausgewählt und aktiviert werden.
- Preis: EUR 1.799,00
- Gewicht: 25 kg
- Rahmen: Aluminium
- Bremsen: Shimano Scheibenbremse
- Schaltung: Shimano Acera
- Radgröße: 28 Zoll
- Motorleistung: 250 W
- Akku: 468 Wh
- Ladezeit: rund 5 Stunden
- Reichweite: bis zu 140 Kilometer
Urbanbiker | Viena
Um dem jeweiligen Besitzer eine besonders komfortable Fahrt zu ermöglichen, ist das E-Bike mit dem Namen Viena mit ergonomischen Griffen und einem Gel-Sattel mit einer Extra-Polsterung ausgestattet. Der entnehmbare Akku mit einer Kapazität von 840 Wh schafft in etwa eine Strecke von 160 Kilometern im Eco-Modus, bevor er wieder an die Steckdose muss. Insgesamt stehen dem Fahrer fünf unterschiedliche Unterstützungsstufen zur Verfügung, darunter auch ein sogenannter „Walk Mode“ bei dem das Bike nicht schneller als 6 km/h fährt. Die Motorunterstützung lässt sich über ein 2,5 Zoll großes LCD-Display am Lenker steuern.
- Preis: EUR 1.795,00
- Gewicht: 26 kg
- Rahmen: Aluminium
- Bremsen: Shimano hydraulische Scheibenbremse
- Schaltung: Microshift RD-M21L
- Radgröße: 26, 28 Zoll
- Motorleistung: 350 W
- Akku: 840 Wh
- Ladezeit: k.A.
- Reichweite: bis zu 160 Kilometer
Victoria | eTrekking 5.6
Das Elektrofahrrad aus dem Hause Victoria setzt bei seiner Antriebseinheit auf Komponenten der Marke Bosch. Der 250 Watt-Motor bietet per Knopfdruck vier Unterstützungsstufen sowie eine Schiebehilfe. Ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h regelt er jedoch automatisch ab. Im Vergleich zu anderen Herstellern verzichtet Victoria bei dem eTrekking 5.6 auf Scheibenbremsen und verbaut stattdessen eine hydraulische Felgenbremse sowie eine Rücktrittbremse. Für Radtouren bei schlechten Lichtverhältnissen liefert der LED-Scheinwerfer mit 40 Lux genügend Licht um den Fahrweg auszuleuchten und von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden.
- Preis: EUR 1.999,99
- Gewicht: 24,7 kg
- Rahmen: Aluminium
- Bremsen: Magura hydraulische Felgenbremse
- Schaltung: Shimano Nexus
- Radgröße: 26, 28 Zoll
- Motorleistung: 250 W
- Akku: 300 Wh
- Ladezeit: etwa 4 Stunden
- Reichweite: rund 100 Kilometer
Pegasus | Avanti E 7 Deep
Das Avanti E 7 Deep eignet sich hervorragend für entspannte Touren sowie für alltägliche Fahrten durch die Stadt. Aufgrund des nach unten gezogenen Rahmenrohrs wird das Auf- und Absteigen wesentlich erleichtert. Für eine Extraportion Fahrkomfort sollen die ergonomische Form des Lenkers sowie die weich abgestimmte Federgabel sorgen. Der am Hinterbau angebrachte Akku lässt sich in nur wenigen Schritten zum Laden abziehen. Alternativ kann er während des Ladevorgangs auch in der Halterung des E-Bikes verbleiben.
Fahrräder im Test: Was machen Testsieger besser?
Beim Fahrradkauf fließen viele subjektive Anforderungen ineinander: Rahmenform, Ausrichtung, Optik und Komfortanspruch. Eines müssen aber alle beherrschen, von der Einrohr-Citygurke bis zum Trekkingrad: Testmagazine achten bei den Markenrädern mit Argusaugen auf die Fahrstabilität. Bei Gepäckzuladung straucheln viele Alltagsräder, auch teure. Faltradanbieter kennen das Problem sowieso.
Räder mit sogenanntem Diamantrahmen - landläufig auch als Herrenräder bezeichnet - lösen das Stabilitätsproblem von Haus aus am besten. Räder mit tiefem Einstieg - Einrohr-Räder oder Räder mit Trapezrahmen, landläufig auch als Damenräder bekannt - ziehen in den Tests schon mal den Kürzeren, besonders bei den günstigen Modellen und schnellen Pedelecs. Die Hersteller sehen sich hier jedoch einer Wunschliste gegenübergestellt, auf der das Thema Rahmenstabilität nicht einmal die größte Herausforderung ist. Einen Platz auf dem Siegertreppchen gibt es nämlich nur, wenn sie das auch noch mit möglichst geringem Materialeinsatz hinbekommen. Hat das auch für Sie Priorität, ist Budget gefragt.
Überraschenderweise knickten die eigentlich als als besonders stabil geltenden Herrenrahmen im letzten Härtetest der Stiftung Warentest frühzeitig ein. So brach beispielsweise beim Modell Opero SL von Pegasus die Schweißnaht zwischen Steuer- und Unterrohr. Erklärung der Warentester: Zum Verhängnis wurde ihm gerade die hohe Steifigkeit.
Tipps aus den Tests der Fachmagazine
- Gabelfederung: Gute Federgabeln lassen sich einstellen und bei Bedarf blockieren. So kommen Sie beim eisernen Wiegetritt durch die Rushhour leichter voran, weil der Vorbau beim Pedaltritt nicht einsackt. Bei teuren Rädern lässt sich die Gabeldämpfung oft über einen Hebel vom Lenker aus sperren.
- Federsattelstützen schonen den Rücken. Günstige Teleskopsattelstützen weisen jedoch häufig hohe Fertigungstoleranzen auf und neigen daher zum Verkanten. Parallelogramm-Sattelstützen merzen diesen Nachteil aus, sind aber schwerer und sacken beim Federn immer auch etwas nach hinten.
- Lichtblicke: Tagfahrlicht braucht nicht jeder, Standlicht ist bei den dynamobetriebenen Leuchten aber inzwischen Standard. Dabei speichert ein kleiner Akku oder Kondensator in der Leuchte während der Fahrt Strom, den er beim Stehen an der Ampel wieder abgibt. Nicht von Zahlen blenden lassen: Ein hoher Lux-Wert macht noch kein gutes Licht. Scheinwerfer mit einer Lichtleistung zwischen 30 und 50 Lux reichen in der Stadt völlig aus. Achten Sie bei der Probefahrt auch auf eine gleichmäßige Ausleuchtung und gute seitliche Sichtbarkeit. Übrigens: Viele Dynamoleuchten flackern bei geringem Tempo. Gute Räder setzen häufig auf Beleuchtungssysteme von Busch & Müller oder Herrmans.
- Das Auge fährt mit: Im Rahmen verlegte Züge werten das Rad optisch auf und erleichtern das Tragen bzw. Schultern. Vorbehalten ist das aber nur den Rädern oberhalb der 500-Euro-Marke.
- Sicherer Stand: Ein Hinterbauständer ist wegen des hecklastigen Radschwerpunkts die bessere Wahl. In den meisten Fällen lässt er sich auch nachrüsten. Viele Cityräder lassen sich auch per Doppelbeinständer am Mittelbau sicher parken.
Bremsen im Vergleich
Die am weitesten verbreiteten Bremsenarten sind die Felgen- und Scheibenbremse. Viele Räder mit Nabenschaltung haben auch noch eine Rücktrittbremse an Bord. Trommelbremsen sind inzwischen aus dem Rennen.
Wir empfehlen Ihnen Scheibenbremsen. Zwar leisten auch (hochwertige) Felgenbremsen in den Fahrradtests durchaus ordentliche Arbeit. Fahren Sie sich aber eine Acht in die Felge, sind Sie mit der Scheibenbremse einfach besser dran. Auch greift sie bei Nässe in der Regel etwas besser.
Die Art der Bremskraftübertragung spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle: Bremsen mit hydraulischer Kraftübertragung packen fester zu als Bremsen mit konventionellem Bremszug. Sie lassen sich außerdem leichter bedienen und feiner dosieren. Nur sind sie bei den günstigen Rädern selten anzutreffen. Der klassische Bowdenzug verliert, Verschleiß und Korrosion setzen ihm schneller zu und mindern die Bedienbarkeit.
Schaltungen im Vergleich
Erste Hausnummer: Nabenschaltungen sind pflegeleicht und halten eine Menge aus. Kettenschaltungen verschleißen schneller, bieten aber im Zusammenspiel mit mehreren Kettenblättern den größeren Übersetzungsbereich und feinere Schaltstufen. Bei Trekkingrädern sind sie erste Wahl. Beim Cityrad reicht auch eine Nabenschaltung.
Shimano dominiert den Markt und vertreibt eine schier unerschöpfliche Vielfalt an Schaltwerken, vom einfachen 3-Gang-Nabengetriebe bis zur Automatikschaltung. Rohloff bedient die Nische der Tandems, Reise- und Lastenräder. SRAM wildert im Mountainbike-Gehege.
Nabenschaltungen benötigen bis auf einen Ölwechsel von Zeit zu Zeit praktisch keine Zuwendung, können auch im Stand geschaltet werden und bringen auch noch eine dritte Bremse an Bord, sofern sie mit einem Rücktritt versehen sind. Sie halten weniger Gänge und meist einen schmaleren Übersetzungsbereich bereit als Kettenschaltungen und sind am Cityrad der gute Standard. Räder im unteren Preisbereich setzen auf eine simple 3-Gang-Schaltung, teurere auf die bergfreundlichere Shimano Nexus in 7- bzw. 8-Gang-Ausführung oder die Shimano Alfine mit 11 Gängen. Tipp: Nabenschaltungen gibt es auch ohne Rücktritt - eine Geschmacksfrage.
Wird es steiler, kommen Sie mit der Kettenschaltung leichter voran. Auch in dieser Sparte begegnen wir bei den Alltagsrädern häufig Schaltwerken von Shimano. Acera, Alivio, Altus - das sind die häufigsten Schaltserien an den günstigen Allrounder-Rädern. Sportliche Fahrräder werden gerne auch mit der SLX, Deore oder Deore XT ausgerüstet. Die Unterschiede erschließen sich Kunden nur schwer. Augenfällig sind die Preisunterschiede. Der Anspruch diktiert die Kosten: Teure Schaltwerke bringen die robusteren Bauteile mit und schalten schneller, aber auch präziser. Oft bringen sie auch die größeren Übersetzungsbereiche mit. Bei Shimanos seit Jahrzehnten hochumjubelten - und teuren - Deore XT lassen sich auch mal zwei, drei Gänge überspringen. Weiterer Unterschied, wenn auch nicht augenfällig: Hochwertige Schaltungen halten die Kette auch dann an Ort und Stelle, wenn es in den Super-Mario-Modus geht. Grund ist die stärkere Kettenvorspannung durch den Schaltwerksarm. Beim Genussrad reichen die Günstigen.
Übersetzungsbereich berechnen
Der Taschenrechner hilft beim Kauf: Eine hohe Gangzahl erlaubt Ihnen feinere Schaltstufen, verrät aber noch nichts über den Übersetzungsbereich. Vergleichen Sie die Übersetzungen Ihrer Favoriten im niedrigsten und höchsten Gang.
So ermitteln Sie die Übersetzung: Teilen Sie die Anzahl der Zähne des Kettenblatts durch die Anzahl der Zähne des größten Ritzels am Zahnkranz. Bei Kurbeln mit mehreren Kettenblättern nehmen Sie das kleinste. Je kleiner die Zahl, umso leichter kommen Sie steile Anstiege hinauf.
Wollen Sie Temporekorde brechen, gehen Sie genau umgekehrt vor: Teilen Sie die Anzahl der Zähne des größten Kettenblatts durch die Anzahl der Zähne des kleinsten Ritzels. Je größer die Zahl, umso weiter kommen Sie mit einer Kurbelumdrehung.
Arbeitserleichterung: Viele Hersteller geben die Übersetzungen in ihren Produktbeschreibungen preis. Bei moderaten Topografien können Sie sich den Vergleich im Grunde sparen.
Gepäckträger und Gewichtszuladung
Soll es auch mal mit Gepäck auf Tour gehen, lohnt sich ein Blick auf die Traglast des Favoriten. Hier schummeln die Hersteller gerne. Angegeben ist nämlich meist das sogenannte Systemgewicht. Dieses schließt das Eigengewicht des Rads ein. Liegt die Gewichtsangabe beispielsweise bei 120 kg und wiegt das Rad selbst 15 kg, ergibt sich eine mögliche Zuladung von 105 kg - und davon ist das Körpergewicht auch noch abzuziehen. Wiegen Sie stramme 100 kg, können Sie also nur noch 5 Kilo draufpacken, um der Herstellerangabe Rechnung zu tragen. Tipp: In unseren Datenblättern finden Sie immer auch Angaben zur maximalen Traglast - wir beziehen uns stets auf das Systemgewicht.
Tipp: Kräftige Personen greifen am besten zu einem XXL-Rad. Kaufinspirationen gibt es hier.
Leider gibt es noch eine weitere entscheidende Variable im Ringen um die Gepäckpfunde: die maximale Belastbarkeit des Gepäckträgers, die bei den meisten Markenrädern um die 20-25 kg liegt. In der Theorie ist das ordentlich, leider gibt es auch hier ein Aber: Mit Zuladung geraten Räder gerne mal ins Schlingern.
Unsere Empfehlung: Nutzen Sie Gepäckträgertaschen anstelle von Körben. Der Grund ist simpel: Taschen, die seitlich angebracht werden, halten den Schwerpunkt tief - so lässt sich das Rad sicherer lenken.
Viele Hersteller montieren genormte Systemgepäckträger, auf denen sich Taschen mit kompatiblem Befestigungssystem leicht anbringen lassen. Manche Taschen lassen sich auch umrüsten. Darüber hinaus gibt der Markt auch zahlreiche Taschenmodelle mit universellen Befestigungen her, die sich an nahezu jedem Gepäckträger anbringen lassen. Falls auch noch ein Korb auf den Träger soll, erleichtern Sie sich durch eine zusätzliche Strebe das Leben.
Was kostet ein gutes Alltagsrad?
Die Frage wiederum, wie viel der Kunde sich für ein Alltags- oder Trekkingrad mindestens im Budget zurechtlegen sollte, beantworten Experten gerne mit der 500-Euro-Marke; gut bewertete Fahrräder liegen etwa zwischen 700 und 1.600 Euro. Sicherlich - wer ein Rad sucht, das seinen Dienst nur für den Weg zum Bäcker antritt, mag auch ein Rad aus dem Baumarkt wählen. Doch wer mehr will, sollte nicht zwischen Dübeln und Akkubohrern suchen, sondern bei einem Vollsortiment-Anbieter in Wohnortnähe einkaufen. Auswahl, Beratung und Qualität, vor allem aber der After-Sales-Service sind hierfür die Hauptgründe. Nicht jeder Werkstattmeister nimmt außerdem Budgetmodelle zur Reparatur an. Namhafte Komplettanbieter sind Kalkhoff, Pegasus, KTM oder Cube, die sich durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis auszeichnen.
Zusammenfassung ausgewählter E-Bike Modelle
Um Ihnen einen besseren Überblick zu verschaffen, hier eine Tabelle mit den wichtigsten Daten der vorgestellten E-Bike Modelle:
| Modell | Preis (EUR) | Gewicht (kg) | Akku (Wh) | Reichweite (km) |
|---|---|---|---|---|
| Fischer ETH 1806 | k.A. | k.A. | 557 | bis zu 140 |
| Bocas Sevilla 8.3 | 1.699,99 | 22,7 | 300 | rund 90 |
| Kalkhoff Berleen 5.G Move (2020) | 1.899,99 | 21 | 252 | rund 60 |
| Stevens E-Molveno | 1.999,99 | 22,4 | 500 | rund 100 |
| Raleigh Jersey 7 | 1.899,99 | k.A. | 400 | bis zu 120 |
| Falter E 4.0 RT | 1.499,99 | 28 | 374 | bis zu 115 |
| Telefunken XC920 | 1.799,00 | 25 | 468 | bis zu 140 |
| Urbanbiker Viena | 1.795,00 | 26 | 840 | bis zu 160 |
| Victoria eTrekking 5.6 | 1.999,99 | 24,7 | 300 | rund 100 |
| Pegasus Avanti E 7 Deep | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. |
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