Die Geschichte der Fahrradmarke Celle und der Fahrradkultur in der Stadt

Ich habe schon viele Fahrradtouren und Fahrradreisen gemacht, doch habe ich bisher noch über keine geschrieben. Heute möchte ich das erste Mal über eine sehr spontane Reise berichten, die eigentlich gar keine war. Nachdem wir uns die beeindruckende Innenstadt mit diversen Altbauten im Fachwerkstil angeschaut hatten (mehr als 400 Fachwerkhäuser können hier bestaunt werden), entschlossen wir uns auch eine Stadtführung durch Zelle zu begleiten.

Noch während der Stadtführung wurde mir schnell klar, du brauchst ein Fahrrad und musst davon mehr sehen. Kaum hatte ich dies gedacht, kamen wir mit dem Stadtführungsmobil an einem Fahrradladen vorbei. Schnell die Adresse notiert, ein Foto vom Shop gemacht und nach der Stadtführung direkt zurück zum Fahrradgeschäft Werner in Celle.

Fahrradverleih in Celle

Beim Radgeschäft angekommen, begrüßte man uns sehr freundlich und bot direkt Hilfe an. In Celle gibt es sage und schreibe nur einen einzigen Fahrradverleih. Die Stadt mit rund 60.000 Einwohnern und einer atemberaubenden Schlossanlage hat für meinen Geschmack mindestens eine Fahrradverleihstation zu wenig. Hier angekommen hatten wir Glück, sodass wir nun zwei Fahrräder für einen Tag lang unser eigenen nennen konnten. Mit 10 Euro pro Tag waren wir dabei. Wir haben zwei der letzen Räder bekommen. Es empfiehlt sich also berets vor einem Urlaub in Celle die Leihfahrräder telefonisch zu bestellen.

Erkundung von Celle mit dem Fahrrad

Unser erstes Ziel sollten die Plätze und Straßen der Stadtführung sein, die wir noch einmal mit dem Fahrrad abfahren wollten. Der Weg führte uns durch den Schlosspark zum Französischen Garten und schließlich bis zum Stadtpark. Ein beeindruckendes Gebäude war das neue Rathaus, nicht etwa aufgrund seiner architektonischen Modernität, sondern vielmehr wegen seiner Urigkeit. Das ehemalige Bundeswehrgebäude wurde zum neuen Rathaus umfunktioniert, durch seine Größe beherbergt es fast alle Anlaufstellen, die man als Bürger braucht.

Auch wenn wir all diese Sehenswürdigkeiten bereits während der Stadtführung bestaunen durften, so hatten wir nun die Möglichkeit mit dem geliehenen Fahrrad Halt zu machen und uns von den Eindrücken begeistern zu lassen. Da wir eigentlich nur einen Wellness- und Erholungsurlaub machen wollten, machten wir ausgiebige Pausen in diversen Cafés und Restaurants. So war das ganze Fahrradfahren auch für meine bessere Hälfte nicht zu viel.

Attraktionen, die man in Celle besucht haben sollte, sind das Schloss, der Französische Garten und definitiv die Kirche. Celle ist eine äußerst fahrradfreundliche Stadt. So findet man hier eigens angelegte Fahrradwege, die sogar baulich von der eigentlichen Straße getrennt sind. Auch auf den Straßen befinden sich immer wieder Hinweise für Fahrradfahrer. Das Fahren auf den Straßen war sehr angenehm und auch die Wege in den Parkanlagen waren gut zu befahren.

Wir hatten mit dem Wetter Glück und so konnten wir drei Tage lang bei über 24° und strahlendem Sonnenschein die frische Luft und Natur genießen. An wolkigen Tagen sollte zur Vorsicht die Fahrrad Regenjacke eingepackt werden. Nicht nur wir, sondern auch viele andere waren mit dem Fahrrad unterwegs. Anhand der Ausrüstung, der Fahrradkleidung und des gesamten Equipment konnte man schnell erkennen, hier wurden richtige Fahrradtouren geplant.

Am Abend hat es uns in den Ratskeller verschlagen. Das traditionelle Restaurant befindet sich direkt unter dem Rathaus und bietet ein einzigartiges Ambiente. Das Essen war gut bürgerlich mit Spargel, Sauce Hollandaise und dazu Rosmarinkartoffeln. Vom Ratskeller bis zum Celler Hof waren es gerade mal 150 m. Von 8:00 bis 20:00 Uhr ist das Durchfahren dieser Straße für Fahrradfahrer nicht erlaubt. Hierbei handelt es sich um eine Einbahnstraße, die nur von der anderen Seite durchquert werden darf.

Am Ende waren wir gerade mal 25 km mit dem Fahrrad unterwegs, hatten uns jedoch viel Zeit bei der Erkundung der Stadt gelassen. Ich kann jedem nur empfehlen, macht eine Stadtführung mit oder eine Führung durch das Schloss. Ich kenne die Argumentation, ich kann mir das auch alleine ansehen, ja das geht. Leider bekommt man dann jedoch nicht so viel Hintergrundwissen zu den einzelnen Stationen. Gerade die Geschichte macht hier das Flair der Sehenswürdigkeiten in Celle aus.

Weitere Entwicklungen im Celler Fahrradmarkt

Die Celler Fahrradhändler bekommen mit B.O.C. starke Konkurrenz. Am 11. April 2024 öffnete die B.O.C.-Filiale in Celle ihre Türen. Die große Feier zur Neueröffnung fand vom 18. - 20. April statt. Celle ist somit die insgesamt 46. Filiale in der B.O.C.-Geschichte.

Seit 75 Jahren sorgt Zweirad Meier für Mobilität in der Celler Neustadt. Was 1949 klein begann, präsentiert heute etwa 1500 E-Bikes und Bioräder in einem nach und nach immer vergrößerten Betrieb. Rund 20 Mitarbeitende sind hier für die Kunden im Einsatz.

ESV Fortuna Celle im Radrennsport

Bislang wohl einmalig ist es deshalb, weil der ESV Fortuna Celle im Radrennsport nicht nennenswert in Erscheinung tritt, um so mehr jedoch im Breitenradsport. Die Celler Fortunen sind nicht nur norddeutschlands aktivster Verein, wenn es um die Teilnahme bei RTF geht, sie nehmen auch bei besonderen Veranstaltungen fern des Nordens teil. Von jeder Teilnahme fertigen sie Berichte und Bilder, die auf Helmuts Fahrrad Seiten erscheinen, wodurch man als einer der geschätzt um die 10.000 (kein Tippfehler) HFS-Stammleser immer wieder ihre Trikots, Hosen etc.

Neben dem Gruppenbild wurden von jedem Vereinsmitglied ein Einzelbild mit und ohne Rad und von seinem Sattel für die Vereinshomepage gefertigt. Dann konnte es endlich losgehen, die neuen Sachen auf dem Rad auszuführen.

Ebenfalls auf dem Trikot zu finden sind ein Logo und Schriftzüge von Helmuts Fahrrad Seiten. HFS wird im Gegenzug wie gehabt dafür sorgen, dass die Sponsoren und der Verein von der „Breitenradsport-Weltöffentlichkeit“ angemessen wahrgenommen wird.

Zusammenfassung

So sieht sicherlich kein normaler Reisebericht über eine Radreise aus, aber für einen spontanen Fahrradurlaub in Celle ist es passend. Auf dem Rückweg von unserem spontanen Radurlaub haben wir noch einen kurzen Abstecher in der Lüneburger Heide gemacht. Ich kann mich nur wiederholen: das nächste Mal fahre ich mit dem eigenen Rad dort hin.

Meine Empfehlung für euch, kombiniert den Besuch in Celle mit einer ausgedehnten Fahrradtour durch die Lüneburger Heide. Wichtig ist, hier habe ich an einigen Stellen keinen Handyempfang gehabt, geschweige denn mobilen Datenempfang.

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