Das Autodach dient seit jeher dem Transport der verschiedensten Dinge. Koffer, Boote, Couchen und natürlich auch Fahrräder. Wobei letztere immer seltener aus den Urlaubskaravanen auf den Autobahnen ragen. Welche für Sie die passende ist, erklären wir in unserer Kaufberatung.
Arten von Fahrradträgern
Es gibt die unterschiedlichsten Arten, sein Sportgerät in und am Auto zu transportieren - jede hat ihre Vor- und Nachteile.
- Fahrradträger für das Fahrzeugdach
- Radträger für die Anhängerkupplung
- Systeme für den Innenraum
- Heckträger für den VW-Bus
- Systeme für Campervans und Transporter
Fahrradträger fürs Dach
Sofern man bereits im Besitz der nötigen Querträger ist, hält sich der Anschaffungspreis meist in Grenzen. Zudem bleibt der Kofferraum frei zugänglich und die Sicht nach hinten uneingeschränkt.
Voraussetzungen für die Dachmontage
Je nachdem ob Ihr Fahrzeug eine Dachreling besitzt oder nicht, gibt es unterschiedliche Querträger-Systeme. Preiswerte Grundträger für die Dachreling gibt es schon ab gut 50 Euro. Wer keine Dachreling besitzt, braucht einen zum Fahrzeug passenden Querträger. Diese Systeme sind meist etwas teurer in der Anschaffung.
Einschränkungen für E-Mountainbikes
Für E-Bikes kommt diese Art des Radtransports in der Regel nicht in Frage. Auch, weil die meisten Dachträger nur für maximal 20 Kilo zugelassen sind. Bei dieser Art von Fahrradträger selbst hat sich in den letzten Jahren dennoch einiges getan: Schienen für breite Reifen, Adapter für die unterschiedlichen Steckachssysteme oder praktische Schnellverschlüsse - mit den klapprigen Trägern von einst, mit einfacher U-Profil-Schiene und Drehverschluss an zwei dünnen Haltestangen, haben die meisten aktuellen Modelle nur noch wenig gemein.
Vor- & Nachteile Fahrradträger Dachmontage
- + Preiswert: Dachträger sind häufig relativ günstig in der Anschaffung im Vergleich zu anderen Systemen.
- + Auf Augenhöhe: Hat man die Bikes erst mal auf den Dachträger gehievt, lässt sich der sichere Sitz bequem auf Augenhöhe kontrollieren.
- + Vielseitig: Um einen Dachträger zu nutzen, benötigt man zusätzlich einen Grundträger für die Dachreling. Dieser ist dann allerdings vielseitig einsetzbar und eignet sich unter anderem für den Transport von Dachbox, Surfbrett oder Dachzelt.
- + Zugänglich: Der Dachträger ist das einzige außen montierte System, das einen problemlosen Zugang zum Kofferraum gewährt. Zudem bleibt die Sicht nach hinten frei, Nummernschild und Beleuchtung bleiben sichtbar.
- - Verbrauch: Durch die exponierte Position auf dem Dach steigt der Spritverbrauch deutlich an. Auch nervige Windgeräusche sind ab einer bestimmten Geschwindigkeit bei der Nutzung von Dachträgern keine Seltenheit.
- - Beladen: Der wohl größte Nachteil dieses Systems ist die hohe Ladekante. Gerade klein gewachsene Personen bekommen hier schnell Probleme. Je schwerer die Bikes, desto unangenehmer wird das Beladen des Trägers.
- - Gewicht: Bei vielen Dachträgern liegt das Gewichtslimit bei etwa 18 bis 20 Kilo. Für die schweren E-Bikes kommt dieses System somit nicht in Frage.
- - Höhe: Die Ladung auf dem Dach beschränkt die Durchfahrtshöhe, das sollte man auch stets im Kopf behalten. Und bei Unfällen können die Bikes zu Geschossen werden.
Dachträger-Systeme im Detail
Yakima Highspeed
Sehr hochwertiger Fahrradträger, der in wenigen Minuten werkzeuglos auf den Querträgern montiert ist. Ein Umbau auf T‑Slot-Träger ist ebenfalls möglich. Das Beladen ist denkbar einfach: Die Steckachse des Bikes wird in die Halterung eingesetzt und per Drehverschluss gesichert. Sowohl 9-Millimeter-Schnellspanner als auch alle gängigen Steckachs-Formate werden problemlos geklemmt. Die Hinterradaufnahme bietet sogar Fatbike-Reifen ausreichend Platz. Der begrenzende Faktor beim Highspeed ist der maximale Radstand von nur knapp über 120 Zentimeter.
Thule UpRide
Dank seiner cleveren Klemmung ist der Thule UpRide Fahrradträger besonders schonend für Carbonrahmen. Dass der Vorderreifen montiert bleibt, spart zudem Platz im Kofferraum. Die variable Halterung eignet sich selbst für Fatbike-Reifen und Kinder-Bikes bis etwa 20 Zoll. Auch lange Radstände nimmt der Thule Radträger problemlos auf. Die gewünschte Radgröße wird an der Halterung voreingestellt, anschließend wird der Vorderreifen per Ratsche fixiert. Auf der Rückseite der Schiene befindet sich ein Kabelschloss zur Sicherung des Fahrrads, der Träger Thule UpRide selbst ist ebenfalls abschließbar.
Rockbros XP1001
Der Rockbros Fahrradträger kann dank Saugglocken auf jedem Autodach ohne Grundträger montiert werden. Die biegsame Halteschiene passt sich Wölbungen an. Voraussetzung für eine stabile Verbindung sind saubere, staubfreie Kontaktflächen ohne Kanten, wie beispielsweise beim Übergang zum Schiebedach. Die Handhabung mit der Unterdruckpumpe ist einfach und die Verbindung ist - auch wenn die Konstruktion der Rockbros Fahrradhalterung anfangs wenig vertrauenswürdig wirkt - bombenfest. Über die separat erhältlichen Adapter lassen sich alle aktuellen Steckachssysteme befestigen.
Elite Sanremo 40
Der Elite San Remo überzeugt mit seiner kompakten Bauweise und lässt sich an die Grundträger der meisten bekannten Hersteller in beide Richtungen montieren. Praktisch und einfach in der Handhabung ist das Klemmprinzip, das wie der Schnellspanner beim Fahrrad funktioniert. Adapter für 15-Millimeter-Steckachsen sind separat erhältlich. An der Hinterradaufnahme und am zulässigen Gesamtgewicht erkennt man, dass der Elite eher für Road- und Gravelbikes konzipiert wurde. Doch auch für Carbon-Bikes ist der Sanremo eine sinnvolle Option. Der Hersteller beschränkt die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 110 km/h.
Fahrradträger für die Anhängerkupplung
Glücklich ist, wer sich im Besitz einer Anhängerkupplung am Auto befindet. Denn der Kupplungsträger gehört mit zur angenehmsten Form, sein Fahrrad von A nach B zu transportieren. Hochwertige Fahrradträger kommen meist nahezu komplett vormontiert aus der Verpackung und sind in der Regel mit wenigen Handgriffen auf dem Kugelkopf der Kupplung befestigt. Angenehm ist auch das Beladen aufgrund der geringen Hubhöhe.
E-MTB-Tauglichkeit
Alle Kupplungsträger in unserem letzten Test boten eine maximale Zuladung von 30 Kilo pro Schiene, womit selbst die schwersten E-Bikes transportiert werden können. Der limitierende Faktor ist dann die Stützlast der Anhängerkupplung. Doch auch beim Fahrradträger selbst gibt es ein paar Punkte zu beachten: So sollte der Abstand der Schienen zueinander nicht weniger als 190 Millimeter betragen.
Vor- & Nachteile von Fahrradträgern für die Anhängerkupplung
- + Montage: Sofern der Kugelkopf der Kupplung fettfrei ist, klemmt der Fahrradträger meist mit wenigen Handgriffen am Heck des Fahrzeugs. Viele Modelle lassen sich nach Gebrauch platzsparend zusammenklappen und im Keller verstauen.
- + Hubhöhe: Die Bikes müssen zum Beladen nur wenige Zentimeter angehoben werden. Gerade bei schweren Modellen oder E-Bikes ein großes Plus im Vergleich zu anderen Systemen. Über Auffahrtsschienen lassen sich die Bikes bequem auf den Träger rollen.
- + Verbrauch: Weil die Bikes zum größten Teil im Windschatten des PKW reisen, steigt der Spritverbrauch bei dieser Art Fahrradträger nur in geringem Maße.
- - Kofferraum: Dank cleverer Abklappfunktion bleibt der Kofferraum bei den meisten Kupplungsträgern zwar zugänglich. Beim Beladen mit schweren Gegenständen steht der Träger trotzdem im Weg. Für Busse oder Vans braucht man einen Fahrradträger, der extra weit nach unten abklappt.
- - Sicht: Die Bikes auf dem Kupplungsträger stehen direkt vor der Heckscheibe und beeinträchtigen die Sicht nach hinten. Außerdem ist die Ladung am Heck in vielen Ländern kennzeichnungspflichtig.
- - Schmutz: Auf dem Kupplungsträger stehen die Bikes voll in der Dreckschleppe des eigenen Fahrzeugs. Gerade bei Regenwetter oder an Wintertagen keine schöne Sache und auch nicht gerade schonend fürs Material.
Fahrradträger für die Kupplung im Detail
Yakima JustClick
In unserem letzten Test landete Yakima JustClick auf dem zweiten Platz. Die Montage auf der Kupplung ist top: aufsetzen, ausrichten, abklappen - ganz ohne Hebel. Auch die Verarbeitung ist ansprechend. Die Schienen lassen sich einfach ausfahren und schlucken breite Reifen ebenso locker wie lange Radstände. Die solide gummierten Greifer lassen sich mühelos abnehmen, der Bügel bietet viele Montagepositionen. Durch die leicht erhöhte zweite Schiene entsteht viel Platz zwischen den Bikes. Praktisch: kleine Rollen zum Transport, breites Pedal zum Abkippen und die Halterung für die optionale Auffahrtsschiene.
Thule EasyFold XT3
Trotz des hohen Gewichts lässt sich der Fahrradträger Thule EasyFold XT3 leicht auf der Anhängerkupplung montieren. Der Fahrradträger ist toll verarbeitet, erfordert kaum Montageaufwand und er ist sehr variabel. Die breiten Schienen bieten sogar Fatbike-Reifen genügend Platz. Die soliden und handlichen Greifarme mit Drehmomentbegrenzer lassen sich abnehmen, alle Ratschen für die Laufräder leicht bedienen. Die Riemen können zum Beladen seitlich verstaut werden und sind so nicht im Weg. Moderne Rahmen stoßen auf den äußeren Plätzen aber schnell aneinander. Nach Gebrauch faltet man die Schienen einfach nach oben, verstaut den Stecker auf seiner Halterung und rollt den Thule rückenschonend an seinen Lagerplatz.
Westfalia Bikelander
Kompakt gefaltet kommt der sauber verarbeitete Westfalia Bikelander Fahrradträger auf die Anhängerkupplung. Der seitliche Hebel erschwert zwar etwas die Arretierung, rastet aber sauber ein. Solide Ratschen und versetzbare Laufradhalterungen verzurren das MTB sicher am Fahrradträger. Vorbildlich sind die gummierten Greifer und die zusätzlichen Felgenschoner. Leider fällt es aufgrund des schmalen Bügels etwas schwer, die Greifarme passend zu positionieren. Auch der Klappmechanismus des Bikelander muss umständlich von innen und per Hand bedient werden. Seit der Schienenabstand auf 22,5 cm und die maximale Reifenbreite auf 7 cm angehoben wurden, finden auch moderne Bikes Platz auf der Bikelander Fahrradhalterung.
Uebler i21 Z8
Der Testsieger aus unserem letzten Vergleichstest ist kompakt, ...
ADAC-Test von Fahrradheckträgern
Der ADAC hat 13 kipp- und faltbare Fahrradträger für die Anhängerkupplung mit Platz für zwei Fahrräder getestet. Bei Handhabung, Qualität und Sicherheit gab es geringere Unterschiede, beim Preis jedoch größere. Welche Heckträger aktuell zu empfehlen sind, hat der ADAC zusammen mit dem Schweizer Automobilclub TCS untersucht.
Ergebnisse des ADAC-Tests
Die Preisspanne ist bei Heckträgern groß, doch der Test hat gezeigt, dass ein guter Fahrradheckträger nicht so teuer sein muss. Zwar wurde das teuerste Model von Uebler für den Preis von 730 Euro Testsieger und erhielt als einziges Modell das ADAC Urteil "sehr gut". Aber auch für rund 400 Euro ist schon ein guter Fahrradträger zu bekommen. Damit sind die Modelle insbesondere auch für den Transport von E-Bikes geeignet.
Die ADAC Experten bewerteten im Test ein Modell mit "sehr gut", zehn Modelle mit "gut" und zwei Modelle mit "befriedigend".
Besonderheiten bei der Montage
Bei der Montage der Fahrradträger auf der Anhängerkupplung gibt es jeweils einige Besonderheiten. Sie ist bei Menabo am schwierigsten, da der Spannhebel nicht seitlich, sondern nach hinten gespannt werden muss. Eine Montage des zusammengefalteten Modells ist damit schwierig. Es fehlt zudem eine exakte Angabe der benötigten Spannkraft.
Beim Heckträger von Fischer muss die Kraft für die Befestigung auf der Anhängerkupplung mit einem Inbusschlüssel eingestellt werden. Die beiden fast baugleichen Modelle von Oris und MFT müssen gewöhnungsbedürftig auf die Anhängerkupplung aufgesetzt werden, haben aber einen sehr ausgeklügelten Anziehmechanismus. Ein sehr gut funktionierendes eigenes System für die Montage hingegen bietet der Hersteller vom Testsieger Uebler.
Fix4Bike-System
Für den Test wurden zusätzlich drei Fahrradträger (Thule, MFT, Oris) in der Fix4Bike-Variante geprüft und außer Konkurrenz verglichen. Die Erkenntnisse sind allerdings kein Bestandteil der Testergebnisse.
Die Bedienung ist einfach: Bei geöffneter Halterung kann der Träger auf die zum System passende Kupplung gesetzt werden. Wenn der Winkel stimmt, rastet die Fix4Bike-Halterung automatisch ein. Absolut einwandfrei funktionierte das bei den Heckträgern von Thule und MFT. Nur das Modell von Oris verhakte sich bei der Demontage regelmäßig und konnte dann nur mit Kraftaufwand wieder gelöst werden.
Fix4Bike ist eine neue Variante der Trägerbefestigung, die anstelle der Klemmung am Kugelkopf eine Fixierung über zwei Zapfen unterhalb des Kugelkopfs ermöglicht. Die Handhabung ist sehr einfach: Dank dieses Befestigungssystems wird der Fahrradträger mit nur einem Klick montiert und sofort ausgerichtet.
Fix4Bike-Fahrradträger sind für Fix4Bike-Anhängerkupplungen gedacht, die einen speziellen Haltemechanismus mit seitlichen Pins für die Befestigung des Heckträgers aufweisen. Normale Anhängerkupplungen haben diese seitlichen Zapfen nicht. Daher passen Fahrradträger in der Fix4Bike-Variante nicht ohne Anpassungen auf normale Anhängerkupplungen. Fix4Bike-Anhängerkupplungen sind dagegen mit allen gängigen Fahrradträgern kompatibel.
Gewicht der Fahrradträger beachten
Nicht ganz unwichtig ist, immer auch das Gewicht der Fahrradträger zu beachten, da die Stützlast des Autos nicht überschritten werden darf. Generell gilt: Je leichter ein Träger ist, desto schwerer dürfen die zu transportierenden Fahrräder sein.
Vor dem Kauf zu beachten
- Maximal zulässige Stützlast des Autos ermitteln (siehe Fahrzeugschein).
- In Bedienungsanleitung des Autos auch maximale Stützlast für Fahrradheckträger überprüfen, da diese bei manchen Herstellern von der maximalen Stützlast abweicht.
- Gewicht zu transportierender Fahrräder ermitteln. Dann prüfen, wieviel Fahrräder auf dem Heckträger transportiert werden dürfen.
- Bei höherwertigen Fahrrädern oder Pedelecs bzw. E-MTBs darauf achten, dass auch der Heckträger über eine Diebstahlsicherung verfügt.
- Platz zur Lagerung des Fahrradträgers nach Demontage aussuchen. Auf die passende Steckverbindung achten (7 oder 13 Pole).
- Zusätzliche Angaben in der Fahrzeug- und Heckträgerbenutzungsanleitung beachten. Zum Beispiel maximaler Überstand nach hinten, maximale Anzahl an Fahrrädern, D-Wert-Anforderungen an die Anhängerkupplung.
Vor der Fahrt zu beachten
- Anhängerkupplung muss sauber und fettfrei sein.
- Beladungshinweise des Trägers beachten. Fahrradträger nicht überladen: Eigengewicht Fahrradträger + Gewicht aller Fahrräder ≤ Stützlast.
- Fahrradträger und Fahrräder auf sicheren Halt überprüfen.
- Sperrige, schwere oder leicht zu verlierende Teile nach Möglichkeit vom Fahrrad abmontieren, wie zum Beispiel Akkus von Pedelecs.
- Funktion der Beleuchtungsanlage prüfen. Zudem darf die Ladung laut StVZO nicht weiter als 40 Zentimeter über den Rand der Schlussleuchten des Heckträgers hinausragen. Sonst auf beiden Seiten mit der Beleuchtung durch eine weiße Leuchte nach vorne und eine rote Leuchte nach hinten kenntlich machen. Nach 50 Kilometern anhalten und alle Schrauben und Gurte kontrollieren.
- Ist eine dritte Bremsleuchte vorhanden, darf diese nicht verdeckt sein.
- Achtsam fahren: Durch den Träger wird das Fahrverhalten des Fahrzeuges beeinflusst, es kann in Extremsituationen ungewohnt reagieren.
- Empfohlene Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h bei Benutzung eines Heckträgers einhalten.
- Kennzeichen am Auto und Kennzeichen am Fahrradträger müssen gleich sein. Wenn das Hecktragesystem das amtliche Kennzeichen verdeckt, muss ein sogenanntes Wiederholungskennzeichen angebracht werden. Auf dem Wiederholungskennzeichen muss keine Prüfplakette angebracht sein, wenn diese auf dem Originalkennzeichen lesbar ist.
- Abdeckplanen oder -hüllen nicht über den Fahrradheckträger ziehen, da sie den Luftwiderstand erhöhen, zulässige Kräfte am Träger überschritten werden können und die Fahreigenschaften des Fahrzeugs beeinträchtigen können.
Der Thule Epos 2 im Detail
Innovatives Greifarm-Konzept
Der Clou des Epos ist die Befestigung der Räder. Anders als üblich hält keine Kralle von einem starren Bügel aus dein Fahrrad fest, sondern je eine Teleskopstange pro Radschiene. Der Vorteil liegt auf der Hand: Du hast quasi ein frei schwenkbares Einbeinstativ pro Rad, das sich auf die für deinen Rahmen ideale Position ausfahren lässt, der "Kopf" kann dabei in alle Richtungen rotiert werden und lässt sich spielend-leicht auf jede noch so krude Rahmenform anpassen. Die sonst übliche Hufeisen-Befestigung ist zwar prinzipiell nicht verkehrt, aber eben nicht so flexibel wie die vom Epos.
Langer Radstand, lange Ratschen
Lobend erwähnen müssen wir den satten Radstand: Sind es beim etwas beliebten Geschwister-Modell Easy Fold XT noch 1300 mm, wuchs er beim Epos nochmals um 50 mm. So passen selbst moderne, lang gezeichnete Mountainbikes sicher auf den Träger. Und zwar im doppelten Sinn, denn die stahlverstärkten Riemen des Greifarms sind schön lang, um selbst ausgefalleneren und dickeren Rahmenrohren den nötigen Halt zu bieten. Die griffigen Kunststoffratschen lassen sich zudem wie gewohnt einzeln abschließen. Sorgen um seinen Carbonrahmen muss man sich indes nicht machen, die Riemen sind weich und anschmiegsam.
Tabelle: Vergleich von Heckträgern
| Modell | Montage | Handhabung | Diebstahlschutz | Kompatibilität |
|---|---|---|---|---|
| Thule Epos 3 | Einfachste Montage im Test | Cleveres System, einfache Befestigung | Bester Diebstahlschutz im Test | Hohe Kompatibilität |
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