Komfortable E-Bikes sind im Straßenbild inzwischen fest etabliert und erleichtern den Alltag enorm. Doch was passiert, wenn gesundheitliche Probleme das klassische (E-)Bike Fahren erschweren? Dann kommen Dreiräder für Erwachsene ins Spiel!
Überblick über das Easy Rider Dreirad
Das Easy Rider 3 HT ist kein gewöhnliches Stadtfahrrad - es handelt sich um ein Dreirad, das mit einem vielseitig verstellbaren Sitz mit bequemer Rückenlehne ausgestattet ist. Die Reifengröße beträgt 20 Zoll.
Weiterhin besitzt das E-Dreirad einen gefederten Rahmen und eine Nabenschaltung - wahlweise stufenlos, mit acht Gängen und Freilauf oder mit acht Gängen und Rücktrittbremse. Das E-Bike ist auch ohne Gangschaltung erhältlich.
Bei Van Raam legt man den Fokus auf eine möglichst bequeme, gelenkschonende Sitzposition, weshalb manche Pedelecs eine Art Sessel und keinen Sattel aufweisen.
Van Raam stellt Dreiräder, Tandems, Liegeräder, Transportfahrräder und Komforträder her, die sich allesamt zu Pedelecs aufwerten lassen, indem sie mit dem hauseigenen Silent System ausgestattet werden.
Die niederländische Marke hat nicht nur Modelle für Erwachsene im Angebot, sondern auch für Kinder und Jugendliche. Beispielsweise ist das Easy Rider E-Bike auch in zwei kleineren Größen (Easy Rider Compact bzw. Easy Rider Small) erhältlich. Zudem gibt es spezielle Dreiräder für Kinder ab zwei Jahren.
Technische Details und Ausstattung
Die Tretunterstützung beim Easy Rider 3 HT wird von einem Radnabenmotor mit einem Drehmoment von max. In den E-Bikes sind nahezu geräuschlose Radnabenmotoren mit entweder 40 oder 65 Nm und einer maximalen Nenndauerleistung von 250 Watt verbaut.
Die Akku-Kapazität beträgt standardmäßig 404 Wh, was einer durchschnittlichen Reichweite von 50 km entspricht. Erhältlich ist aber auch ein leistungsfähigerer Akku mit 880 Wh.
Das Easy Rider 3 HT besitzt mechanische Scheibenbremsen vorne und hydraulische Scheibenbremsen hinten.
Verbesserungen des Easy Rider 3 gegenüber dem Easy Rider 2
Bei der direkten Gegenüberstellung des Easy Rider 3 und Easy Rider 2 werden sofort große Änderungen im Design deutlich. Das Design des neuen Easy Rider 3 besticht unter anderem mit seiner versteckten Verkabelung. Diese verläuft nun durch den Rahmen und ist somit für Außenstehende kaum mehr erkennbar und bietet zusätzlichen Schutz für die Kabel.
Eine große Veränderung im Design macht auch die Lage des Motors aus. Dieser sitzt nun nicht mehr vorne im Vorderrad, sondern an der Hinterradachse unter dem Fahrersitz. Ein weiteres Highlight des neuen Modells ist außerdem die Umstellung vom Kettenschutz zum eleganten Kettenschlauch.
Rahmenfedern speziell auf eure Bedürfnisse angepasst? Das ist möglich! Zur Auswahl stehen beim neuen Modell drei verschiedene Rahmenfedern, die je nach Körpergewicht und Härtegraden ausgewählt werden können. Beim Vorgängermodell gab es hier nur eine Standard-Rahmenfeder.
Ebenfalls freut uns die einfache Verstellbarkeit des Lenkers und des Sattels. Um den Lenker zu verstellen müsst ihr nur noch den Knopf an der Seite des Vorbaus drücken und die gewünschte Position auswählen. Vorher war dies nur mit Hilfe eines Inbusschlüssels möglich.
Und auch der Sattel lässt sich beim Easy Rider 3 kinderleicht mit einem Schnellspannhebel einstellen - vorher waren beim Easy Rider 2 vier Handgriffe mit vier Hebeln notwendig.
Auch das Rückwärtsfahren ist mit dem Easy Rider 3 deutlich entspannter - die Neuauflage verfügt nämlich über einen Rückwärtsgang, wodurch auch Wendemanöver deutlich einfacher zu bewältigen sind.
Durch die Positionierung des Motors in der Hinterradschwinge kommt ihr beim Fahren schneller los und bleibt auch während der Fahrt durch die Schubkraft in Schwung. Wenn ihr allerdings doch einmal bremsen müsst, dann seid ihr mit den mechanischen Vorderbremsen vorne und der hydraulischen Scheibenbremse hinten gut versorgt.
Mit der Option “Bergübersetzung” wird sofort ein leichteres Getriebe eingelegt, welches euch dabei hilft, den Berg oder Hügel mit weniger Anstrengung zu erklimmen. Diese Option gibt es beim beim zweiten Modell dieser Reihe nicht.
Im Vergleich zu vorherigen Easy Ridern ist er bei den Rahmengrößen Medium und Large bis zu einem maximalen Gewicht von 140 kg zugelassen. Das sind immerhin 20 kg mehr als beim Vorgänger!
Vorteile des Easy Rider Dreirads
Im Vergleich zu anderen Dreirädern hat das Easy Rider neben seinem modernen und frischen Aussehen weitere Vorteile:
- Gute Sitzunterstützung
- Perfekter Fahrkomfort
- Nach vorne gerichtete Tretbewegung für mehr Komfort
- Sehr stabil für sicheres Gefühl
- Kleiner Wendekreis
- Sitzhöhe und Sitzwinkel einstellbar
Testergebnisse und Auszeichnungen
In den Niederlanden ist das Dreirad sogar beim Fietserbond Testsieger geworden. Das Sportliegerad wurde auch an anderer Stelle schon gut bewertet. In Deutschland gewann Van Raam den Test von ExtraEnergy, die regelmäßig seit 30 Jahren schon unabhängige Prüfungen und Tests an Elektrofahrzeugen durchführen. Das gesamte Testergebnis ist daher positiv.
Die unabhängige Kommission der norwegischen Regierung hat das Van Raam Sesseldreirad Easy Rider getestet und es unter anderem in den Punkten Preis, Qualität, Individualisierungsmöglichkeiten, Zubehör und Benutzerfreundlichkeit als Testsieger ausgezeichnet.
Der Fietsersbond stellt fest, dass der Easy Rider vor allem durch den sehr guten Sitzkomfort, das sehr gute und stabile Fahrverhalten und die bequeme und kraftvolle Unterstützung überzeugt.
Die Beurteilung der Qualität des Easy Rider lag doppelt so hoch als beim Pfiff Scoobo von PFAU tec.
Individuelle Anpassung und Zubehör
Um Ihr Easy Rider komplett persönlich anzupassen, können Sie dies mit verschiedenen Zubehörteilen ganz nach Ihren Wünschen gestalten. Mögliche Zubehörteile sind:
- Spiegel
- Fußstützen
- Stockhalter
- Größerer Akku
Alternativen zum Easy Rider
Im Vergleich zum Van Raam E-Bike Balance gibt es gleich mehrere Modelle, die kostengünstiger, aber noch genauso gut sind:
- QIO Eins
- Cube Compakt Hybrid
- I:SY S8
Erfahrungen von Nutzern
John Boegman, 67 Jahre alt, fährt gerne mit dem Fahrrad. Durch einen Verkehrsunfall im Jahr 2020 kann er sein rechtes Bein nicht mehr weit beugen, sein Zweirad kam nicht mehr in Frage. Nachdem er 1,5 Jahre lang einen Elektroroller benutzt hat, besitzt er jetzt ein Easy Rider Elektro-Dreirad.
Johan Smith (45) lebt mit seiner Frau und seinen fünf Kindern in Mariënberg. Er arbeitet als Servicetechniker und ist der Ernährer der Familie, bis Johan 2011 einen Unfall hat und eine umfangreiche Rehabilitation durchlaufen muss.
Mobilität in steilen Lagen
Mit den neuen Dreirädern ist selbst der höchste Anstieg nicht zu steil. Insbesondere in Süddeutschland ist die hügelige Landschaft oftmals ein Grund, wieso viele Interessierte sich gegen ein Dreirad entscheiden. Denn Van Raam hat mit der Option Berggang beim Easy Rider 3 vorgelegt.
Hier wird eine spezielle Software aufgespielt, die ungefähr 15 % mehr Bergleistung ergibt. Die Kombination hat zwar den Wermutstropfen, dass die Maximalgeschwindigkeit, die der Motor unterstützt, auf 20 km/h abgesenkt wird. Die meisten Kund:innen sind jedoch mit 20 km/h ausreichend bedient und zufrieden.
Als Fahrstrecke haben wir eine Strecke gewählt, die an mehreren Stellen sehr steile Passagen aufweist, und zwar der Anstieg von der Esslinger Hammerschmiede über eine Strecke von knapp 600 m steil bergauf, vorbei am Vereinsheim des Fanclubs des VFB Stuttgart in Richtung Zollberg. An weiten Abschnitten beträgt der Anstieg 15 % und an ein paar Passagen haben wir eine Steigung von etwas über 20 %.
Mit drei Fahrzeugen und drei Personen sind wir im Wechsel, mal mit niedriger und mal mit höherer Geschwindigkeit, den Anstieg teilweise mehrfach gefahren.
Testsieger, wenn es darum geht steile Anstiege mit wenig eigener Kraft zu bewältigen und auch beim Anfahren des Berges mit Hilfe eines Daumengases, ist der Easy Rider 3 von Van Raam mit Nexus 8-Gang Schaltung und Berggang.
Zusammenfassung der Stiftung Warentest Ergebnisse für E-Bikes
Die Stiftung Warentest hat zwölf auf Komfort ausgelegte, zwischen 2150 und 3500 Euro teure E-Bikes getestet, die ein einfaches Aufsteigen ermöglichen.
Top-Modelle im Test
Das KTM Macina Tour 510 (Note 1,7, 2900 Euro) bot als einziges Testexemplar sehr gute Fahreigenschaften, einen kraftvollen und gut abgestuften Motor. Außerdem lud der Akku vergleichsweise schnell und bot 55 Kilometer Reichweite.
Modelle mit Mängeln
- Kettler Paramount 10G (Note 5,0, 2790 Euro): Das Steckergehäuse des Akkus fiel im Test durch die Brandsicherheitsprüfung.
- Kalkhoff Endeavour 5.S Move (Note 5,0, 3100 Euro): Auch hier bestand ein Steckergehäuse den Brandsicherheitstest nicht, allerdings das des Ladegeräts.
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