Möchten Sie jemandem helfen, das Radfahren zu lernen? Falls Sie keinen passenden Kurs in einer Radfahrschule in Ihrer Nähe finden: Mithilfe der folgenden Tipps können Sie einen absoluten Radfahr-Neuling dabei unterstützen, das Radfahren zu erlernen. Diese Tipps sollen eine „Erste Hilfe” sein und ersetzen keinen professionellen Radfahrkurs. Das Radfahren lernen ist ein komplizierter Prozess, gerade wenn man es als Erwachsener lernt, kann es ein langer Weg sein.
Die ersten Schritte
Ihr individueller "Radfahrkurs" könnte so ähnlich ablaufen. Wichtig sind: Kleine Schritte und ein individuelles Lerntempo.
Lassen Sie dem/der Anfänger*in Zeit, das Rad in Ruhe kennenzulernen. Seitenständer, Handbremse - alles ist neu. Zeigen Sie zuerst, wie man den Seitenständer aus- und einklappt! Nun soll das Rad geschoben werden.
Tipp 1: Nehmen Sie den Radfahr-Beginner ernst
Glauben Sie dem Radfahrneuling, dass er/sie tatsächlich nicht Radfahren kann. Beglückwünschen Sie sie/ihn zu ihrem/seinem Entschluss, Radfahren lernen zu wollen. Sagen Sie: "Tolle Idee. Ich helfe Dir." Sagen Sie nie: "Radfahren kann doch jedes Kind" oder "Radfahren verlernt man nicht".
Tipp 2: Suchen Sie ein passendes Rad und schrauben Sie die Pedale ab
Gut geeignet zum Radfahren lernen ist ein Rad mit einem tiefen Durchstieg. Wenn Sie die Wahl haben zwischen einem Rad mit Rücktrittbremse und einem ohne, nehmen Sie das Rad ohne Rücktrittbremse. Wenn Sie die Wahl zwischen verschieden großen Rädern haben, versuchen Sie es zuerst mit dem kleineren Rad. Suchen Sie Werkzeug, um die Pedale abschrauben und die Sattelhöhe verstellen zu können. Denken Sie auch an eine Luftpumpe.
Stellen Sie den Sattel so tief wie möglich. Wenn der Sattel dann auf dem Gepäckträger klemmt, montieren Sie den Gepäckträger ab, damit Sie den Sattel noch tiefer stellen können. Schrauben Sie beide Pedale ab. (Linkes Pedal zum Lösen nach rechts abschrauben. Beim rechten Pedal nach links schrauben.) Wenn das Rad eine Gangschaltung hat, stellen Sie einen mittel-leichten Gang ein. Bringen Sie auch Ihr eigenes Rad mit, damit Sie auch mal etwas vorführen können.
Tipp 3: Achten Sie auf die richtige Bekleidung
Fürs Radfahren lernen braucht man keine besondere Bekleidung. Aber ein paar Dinge sollte man trotzdem beachten:
- Schuhe: Die Schuhe sollten fest am Fuß sitzen und eine möglichst rutschfeste Sohle haben. Sneaker oder Turnschuhe sind gut geeignet. Die Schnürsenkel-Schleife am besten in den Schuh stecken, damit sie sich nicht am Rad verhaken kann. Sandalen und Flip-Flops sind nicht so gut geeignet.
- Hose: Bequeme Jeans, Leggings oder Jogginghosen sind gut geeignet. Wenn die Hosenbeine sehr weit sind oder am Saum Aufschläge haben, müssen sie sorgfältig zusammengesteckt werden. Das geht gut mit speziellen Hosenklammern oder -Bändern. Oder Sie falten das Hosenbein außen am Knöchel zusammen und stecken es mit einer Wäscheklammer fest. Eine (gepolsterte) Radhose ist natürlich komfortabler als eine Jeans. Man kann so eine Radhose auch unter einer normalen Hose tragen.
- Handschuhe: Engsitzende (Leder-)Handschuhe (z.B. Montage-Handschuhe aus dem Baumarkt) sind praktisch. Damit kann man sicher den Fahrradlenker greifen. Ideal sind Radfahrhandschuhe (mit oder ohne Finger, mit gepolsterter Handinnenfläche). Achten Sie darauf, dass die Radfahrhandschuhe richtig herum angezogen werden: Die gepolsterte Fläche sitzt innen auf der Handfläche. Der Klettverschluss sitzt oben auf dem Handgelenk/dem Handrücken.
Tipp 4: Suchen Sie einen geeigneten Platz
Die Fläche muss frei von (Auto-)Verkehr sein. Der Platz/die Fläche kann asphaltiert sein oder einen anderen gut befahrbaren Belag haben. Ideal ist es, wenn der Platz nicht von außen einsehbar ist. Bitte fragen Sie im Zweifel nach, ob Sie den Platz benutzen dürfen. Auch in einem Park kann man (an einem Werktag) gut Radfahren lernen. Am Wochenende ist es im Park oft zu voll.
Tipp 5: Nehmen Sie sich Zeit und nicht zuviel vor
Pausen sind wichtig beim Radfahren lernen auf einem Übungsplatz. Bis ein absoluter Radfahr-Neuling die erste Runde mit dem Rad dreht, wird es mehrere Stunden oder mehrere Tage dauern.
Machen Sie es nicht so: Sie haben vielleicht schon von folgender Methode gehört: Der Fahrradneuling setzt sich aufs Rad, ein Helfer hält das Rad am Gepäckträger fest und ruft: "Jetzt einfach treten! Keine Angst, ich halte Dich!" Oft endet dieser Versuch so: Der Fahrradneuling kriegt das mit dem Anfahren und Treten auch beim zehnten Versuch nicht hin. Dann schlägt auch noch das Pedal an die Wade und er/sie hat die Nase voll vom Radfahren, bevor er/sie das erste Mal gerollt ist.
Radfahren lernen ist keine Mutprobe. Und "Beibringen" geht auch nicht. Fahranfänger*innen müssen selbst in kleinen Schritten lernen und neue Bewegungen ausprobieren.
Tipp 6: Stellen Sie sich ein Kind auf einem Roller oder einem Laufrad vor
Bei Ihrem individuellen "Radfahrkurs" können Sie sich daran orientieren, wie Sie selbst das Radfahren gelernt haben. Aber: Halt! Stop! Bevor Sie gleich losstürzen, überlegen Sie mal, was Sie alles gelernt haben, bevor Sie Ihr erstes großes Rad bekommen haben. Vielleicht war das so: Ihr erstes "Fahrzeug", eine bunte Ente auf Rollen, haben Sie durch die ganze Wohnung geschoben. Sie haben mit dem Bobbycar Geschwindigkeit erlebt. Sie sind auf Baumstämmen balanciert. Sie waren mit einem Laufrad unterwegs. Sie sind mit dem Roller durch die Gegend geflitzt. Danach haben Sie vielleicht mit einem kleinen Spielfahrrad, bei dem Sie noch mit beiden Beinen "Plattfuß" den Boden erreichen konnten, erste Radfahr-Erfahrungen gesammelt. Und als Sie später das erste richtige Fahrrad bekommen haben, hatten sie schon so viel gelernt, dass Sie mit diesem großen Rad in kurzer Zeit sicher fahren konnten.
Tipp 7: Das Rad in Ruhe kennenlernen
Lassen Sie dem/der Anfänger*in Zeit, das Rad in Ruhe kennenzulernen. Seitenständer, Handbremse - alles ist neu. Zeigen Sie zuerst, wie man den Seitenständer aus- und einklappt!
Nun soll das Rad geschoben werden. Denken Sie sich Schiebe-Varianten aus:
- Rad nur am Sattel anfassen.
- "Parcours": Auf einem gezeichneten Parcours schieben.
Lassen Sie den/die Anfänger*in auch mal Ihr Rad schieben und dessen Bremsen testen!
Machen Sie zwischendurch ein paar Gleichgewichtsübungen. Stellen Sie sich z.B. mit einem Fuß seitlich auf einen Bordstein und schwingen mit dem anderen Fuß vor und zurück. Eine kleine Pause kann jetzt nicht schaden!
Tipp 8: Probieren Sie das Radfahren zuerst ohne Pedale
Nach dem ersten Kennenlernen des Rades kann es losgehen mit dem Lauf-Radeln bzw. Geh-Radeln. Dazu können Sie ein Fahrrad ohne Pedale und mit ganz niedrig gestelltem Sattel wie ein Laufrad benutzen.
Zu Beginn kann auf dem Sattel sitzend losgelegt und ausprobiert werden, wie sich die Geschwindkeit steigern lässt. Es kann z. B. folgendes ausprobiert werden:
- Nur mit dem linken / nur mit dem rechten Fuß abstoßen
- Mit beiden Füßen zugleich abstoßen
- Unterschiedliche Sattelhöhen ausprobieren
Spätestens jetzt ist die erste längere Pause fällig!
Tipp 9: Üben Sie das Bremsen vor dem Fahren
Wer geübt hat, wie er ein Rad sicher zum Stehen bringt, hat weniger Angst vor dem Radfahren.
Mögliche Aufgaben zum Bremsen:
- Vorderradbremse / Hinterradbremse / Beide Bremsen festhalten und versuchen, das Rad zu schieben
- Nur Vorderradbremse / Nur Hinterradbremse / Beide Bremsen benutzen
- Dosiert bremsen / Kräftig bremsen
Tipp 10: Probieren Sie mal Rollern
Rollerfahren ist eine gute Vorübung fürs Radfahren. Wenn Sie einen Roller in Erwachsenengröße zur Verfügung haben, können Sie ihn jetzt zum Einsatz bringen. Aber auch ohne Roller kann man rollern! Schrauben einfach nur ein Pedal wieder ans Rad und fordern Sie den/die Anfänger*in auf, das Rad wie einen Roller zu benutzen. Er sollte sich dabei möglichst nicht auf den Sattel setzen.
Mögliche Aufgaben zu Rollern:
- Rollern und Bremsen.
- Auf kurvigem Parcours rollern.
- Rechtsrum / linksrum.
Bei einem richtigen Roller kann man auch mal beide Füße auf den Roller setzen. Rollern, vor allem Rollern auf einem Fahrrad, ist sehr anstrengend. Deshalb ist jetzt Zeit für eine Pause und Sie haben Zeit, das eine Pedal wieder ab- und dafür das andere anzuschrauben, damit auch mal mit dem anderen Bein geübt werden kann.
Tipp 11: Tritt für Tritt zum Radfahren
Wenn der/die Fahranfänger*in sich mit dem Rad vertraut gemacht hat, wenn er/sie sicher laufradeln, rollern und bremsen kann, fehlt nur noch ein letzter Schritt vor dem eigentlichen Radfahren: Das Anfahren. Auch hier sollte man es wieder langsam angehen lassen: Schritt für Schritt bzw. Tritt für Tritt.
Zunächst ist es wichtig, dass der Fuß das Pedal findet und es in die richtige Anfahrposition bringen kann.
Für Räder ohne Rücktrittbremse: Pedal mit dem Fuß in die Runde bewegen: Sich über das Rad stellen, Bremsen festhalten, Füße mindestens schulterbreit auseinander. Wenn das rechte Pedal angeschraubt ist: Rad leicht nach links neigen, mit dem rechten Fuß das rechte Pedal rückwärts bewegen, immer in die Runde.
Für Räder mit Rücktrittbremse: Wenn das linke Pedal angeschraubt ist: Sich links neben das Rad stellen. Rad mit der linken Hand am Lenker halten, mit rechten Hand unter der Sattel greifen und das Hinterrad anheben. Mit dem rechten Fuß das linke Pedal vorwärts drehen.
Die richtige Anfahrposition ist gefunden wenn das Pedal fast oben steht (von links gesehen auf 11 Uhr)
Wenn das geklärt ist, kann es losgehen:
- Im Sattel sitzend anfahren: Zum Anfahren den Fuß auf das oben stehende Pedal stellen. Während man sich mit dem Standbein vom Boden abstößt, tritt der Fuß das oben stehende Pedal runter und beschleunigt das Rad.
- Erneut anfahren: Das Pedal wieder in Anfahrposition stellen und wieder anfahren.
- Zwischendurch das eine Pedal ab- und das andere anschrauben. Wenn Anfahren und Bremsen gut klappen: Beide Pedale anschrauben!
Viele Anfänger*innen können jetzt "spontan" radfahren und die nächste halbe Stunde werden Sie sie nicht mehr vom Rad runter bekommen. Lassen Sie sie/ihn das Glück genießen und freuen Sie sich mit!
Später können Sie dann mit ihm dann weitere Übungen machen. Denn auch wenn das Fahren jetzt gut klappt: Bis zum sicheren Fahren im Verkehr braucht es noch mehr Übung.
Das richtige Kinderfahrrad finden
Das erste Fahrrad für Kinder ist ein Meilenstein für den Nachwuchs und die Eltern. Radfahren zu lernen ist für kleine Kinder eine echte Herausforderung. Dementsprechend stolz sind die Kleinen dann, wenn sie sagen können: „Ich kann Radfahren!“ Denn auf dem ersten Fahrrad auf dem Gehweg entlang zu kurbeln, bedeutet für Kinder ein Stück Freiheit. Dank Laufrädern gelingt der Umstieg aufs erste richtige Fahrrad mit Pedalen und Bremsen heutzutage deutlich schneller und einfacher.
Wann können Kinder Fahrradfahren lernen?
Ein festes Alter, in dem ein Kind Fahrradfahren lernen muss, gibt es natürlich nicht. Wie in allen anderen Bereichen gilt auch hier, dass jedes Kind sein individuelles Entwicklungstempo hat. Es lässt sich jedoch beobachten, dass Kinder in den letzten Jahren immer früher aufs Fahrrad steigen und losfahren. Manche ehrgeizigen kleinen Radler können schon im Kindergartenalter selbstständig fahren. Ausschlaggebend für den Erfolg beim Fahrradfahren lernen sind die motorischen Fähigkeiten und das Körpergefühl des Kindes.
Laufrad: Gute Vorbereitung
Ideal ist es, wenn Kinder vor den ersten Fahrversuchen mit dem Rad bereits Erfahrungen mit dem Laufrad oder Roller sammeln konnten. Weil dadurch die Konzentration auf das Gleichgewicht geschult wird, ist dies die beste Vorbereitung. Denn Kinder konzentrieren sich beim Fahren mit Stützrädern hauptsächlich auf das Treten der Pedale und nicht darauf, das Gleichgewicht zu halten.
Stützräder: Besser ohne sie üben
Durch die Stützräder kommt es in Kurven jedoch nicht zur Schräglage, und die kleinen Radler trainieren nicht, das Gleichgewicht in dieser Fahrsituation zu halten. Somit lernen sie nicht das beim Fahrradfahren übliche Kurvenverhalten. Der ADAC empfiehlt deshalb, Kindern immer die Möglichkeit zu geben, ohne Stützräder zu üben. Zudem bieten die Fahrhilfen gerade am Anfang eher eine trügerische Sicherheit.
Fahrradhelm: Ein absolutes Muss!
Achtung! Für eine gute und sichere Motorik sind folgende Einstellungen wesentlich: die richtige Sattelhöhe, die passende Lenkerhöhe und die sichere Pedalstellung. Wie können Sie dabei helfen? Halten Sie den Rücken Ihres Kindes fest und reden Sie mit ihr oder ihm - das gibt die notwendige Sicherheit. Laufen Sie nebenher, aber schieben Sie ihr Kind nicht. Wenn es gut läuft, lassen Sie den Rücken los, laufen aber noch etwas mit und reden weiter.
Das erste Fahrrad: Größe und Gewicht
Das erste Fahrrad für Kinder muss nicht unbedingt eins in der kleinsten verfügbaren Radgröße - also 12 Zoll - sein. Grundsätzlich sollte das Entscheidungskriterium die Innenbeinlänge des Kindes sein, wie bei allen Kinderfahrrädern. Auch wenn bei Kinderfahrrädern in 16 Zoll die Auswahl an guten, leichten Modellen deutlich größer als beispielsweise bei 14-Zoll-Kidsbikes ist, lohnt es sich Bikes aus dieser Nische anzusehen.
Geringes Gewicht: Fahrrad sollte möglichst leicht sein (Verzichte auf Gepäckträger, Licht oder Seitenständer) - leichte Kinderbikes in 14 Zoll: ca. 6,5 kg / 16 Zoll: ca.
Empfohlenes Gewicht für Kinderfahrräder:
| Radgröße | Empfohlenes Gewicht |
|---|---|
| 14 Zoll | Unter 6,5 kg |
| 16 Zoll | Unter 7,5 kg |
Die richtige Größe hat ein Fahrrad, wenn das Kind aufrecht sitzend den Lenker bedienen und auf dem Sattel sitzend mit beiden Beinen bequem auf dem Boden stehen kann.
5 Tipps: Bremsen, Kurvenfahren und Co.
- Anfahren: Ein Fuß des Kindes sollte auf dem oberen Pedal platziert sein. Erst das Anfahren mit Anschieben üben, dann ohne. Dabei möglichst nur so lange anschieben und halten, wie es nötig ist. Außerdem beim Anfahren zunächst das einfache Geradeausfahren üben. Übrigens: Viele Kinder schieben sich mit den Füßen an, wie sie es vom Laufrad kennen. Das ist fürs erste Lernen in Ordnung.
- Bremsen: Idealerweise sollten Kinder nicht mit ihren Füßen bremsen. Deshalb empfiehlt es sich, zu Beginn die Vorder- und Hinterradbremse zu erklären und das Kind bremsen üben zu lassen. Erst mit Festhalten üben, dann selbstständig fahren und bremsen lassen. Spielerisch können Haltelinien auf den Boden gezeichnet werden, an denen das Kind bremsen und zum Stehen kommen soll. So lassen sich erste Bremsversuche gut begleiten.
- Kurvenfahren: Das Ausfahren von Kurven trainiert man am besten, indem ein Erwachsener neben dem radelnden Kind her läuft. Dabei stets sowohl die Links- als auch die Rechtskurve in großen Bögen üben, die dann immer kleiner werden.
- Üben: Das Kind sollte alle Fahrtechniken auf spielerische Weise möglichst oft wiederholen: bremsen, Slalom fahren, Schwung holen, Hindernissen ausweichen, kleine und große Kurven fahren, wenden.
Straßenverkehr: Allein erst nach der Radfahrprüfung
Die selbstständige Teilnahme am Straßenverkehr ohne erwachsene Begleitperson sollte immer erst nach der Radfahrprüfung in der Schule (3. oder 4. Klasse) erfolgen und immer wieder geübt werden.
Wo kann mein Kind am besten Fahrradfahren üben?
- Parks
- Parkplätze (nach Ladenschluss)
- Der eigene Hof
- Feldwege
- Wiese oder Rasen
- Zoo oder Wild- und Tierparks (wenn erlaubt)
Tipps für die elterlichen Fahrlehrer*innen
- Geduld haben
- Die richtige Hilfestellung geben: Anfangs könnt ihr eurem Kind gerne Hilfestellung beim Fahren geben, indem ihr es an den Schultern oder am Rücken festhaltet. Vom Sattel oder Lenker solltet ihr jedoch die Finger lassen, damit euer Kind sich selbst ausbalancieren muss. Bleibt bei eurer Hilfestellung immer im nach vorne gewandten Sichtbereich eures Kindes, damit es sich nicht beim Üben umdreht, um euch zu sehen. Euer Kind sollte beim Radfahren immer nach vorne schauen.
- Lieber Anschubsen als Anschieben: Anschubsen motiviert euer Kind zum Pedale treten, während es beim Anschieben passiver sein kann.
- Auch Stürzen will gelernt sein: Keine Panik vor Stürzen! In der Regel sind Fahranfänger eher langsam unterwegs und haben auch nur eine geringe Fallhöhe, sodass mit Helm und Schutzkleidung nur wenig passieren kann.
- Üben, üben, üben: Sobald die ersten Meter selbstständig und sicher gefahren werden, könnt ihr das Kurvenfahren, sowie das Fahren auf anderem Untergrund, wie eine Wiese oder Kopfsteinpflaster üben.
Achtung im Straßenverkehr beim Fahrradfahren lernen
In den Straßenverkehr, beziehungsweise auf öffentliche Bürgersteige, sollte es für euer Kind erst gehen, wenn es ganz sicher mit dem Fahrrad unterwegs ist. Das heißt, es muss plötzlich bremsen und ausweichen können. Bis zu einem Alter von acht Jahren müssen und sollten Kinder aus Sicherheitsgründen auf dem Bürgersteig fahren und dürfen noch nicht auf die Straße. Auch wir Mamas und Papas dürfen zusammen mit unseren Kindern auf dem Bürgersteig radeln.
Ganz wichtig im Straßenverkehr ist auch eine sichere Ausstattung des Fahrrads: Reflektoren, Licht, funktionstüchtige Bremsen, eine Klingel sowie stets aufgepumte Reifen.
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