Fahrrad Fuchs Ebike Erlebniswelt: Erfahrungen und Engagement für E-Bikes

Steigende Spritpreise, verstopfte Innenstädte und die immer stärker spürbaren Folgen des Klimawandels rücken das Thema Mobilitätswende zunehmend in den Fokus. Wegen des großen Potenzials hat Jürgen Fuchs bereits vor rund zehn Jahren in seinem Fahrradgeschäft in Groß-Gerau auf die batterieunterstützten Zweiräder umgesattelt.

Die Beziehung zum Fahrrad war bei Jürgen Fuchs keine unkomplizierte Liebe auf den ersten Blick: Vor gut 30 Jahren wollte er zusammen mit einem Freund eigentlich auf frisierten Mopeds nach London fahren. Doch am Tag vor der Abreise beschlagnahmte die Polizei bei einer Verkehrskontrolle die Mopeds. Weil die beiden jungen Männer trotzdem nicht auf die Reise verzichten wollten, stiegen sie auf Fahrräder um. „Wir waren unerfahren, leidenschaftlich und wollten das einfach probieren“, erinnert er sich. Sie kamen tatsächlich in London an. Doch auf dem Rückweg wurden ihnen in der französischen Hafenstadt Calais die Räder gestohlen. Trotzdem hatte Jürgen Fuchs das Fahrrad gepackt.

Zunächst kaufte der ausgebildete Schreiner gebrauchte Räder, möbelte diese auf und verkaufte sie mit Gewinn weiter. Auch seine Frau Andrea Groll, ursprünglich Krankenschwester, habe sich mit dem Fahrrad-Virus infiziert. Zunächst hatten sie zusammen einen kleinen Laden, dessen Angebot alles rund um das Fahrrad umfasste. 2005 zogen sie in ein größeres Ladengeschäft im Zentrum von Groß-Gerau. „Das war schon ein riskanter Schritt“, sagt er. Seit rund zehn Jahren verkauft er in seinem Geschäft mit angeschlossener Service-Werkstatt nur noch E-Bikes. Auch mit dieser Entscheidung lag er richtig: Im Jahr 2023 werden laut Jürgen Fuchs voraussichtlich erstmals mehr Elektroräder als klassische Fahrräder - auch „Bio-Bikes“ genannt - verkauft.

Der Grund dafür, so glaubt er, hängt damit zusammen, dass das E-Bike die Menschen in ihrer Bequemlichkeit abholt. Unter Umweltgesichtspunkten wäre es noch etwas besser, mit Bio-Bikes zu fahren. Denn die Lithium-Ionen-Akkus der E-Bikes belasten das Klima bei Herstellung und Entsorgung mit 22 bis 30 Kilogramm CO2. „Das entspricht etwa dem Ausstoß von 100 Kilometern Fahrstrecke mit dem Auto. Zum Auto sind die E-Bikes also in jedem Fall eine umweltfreundliche Alternative - gerade in Städten und für kürzere Entfernungen.

Rund 70 Prozent aller zurückgelegten Wege liegen laut Jürgen Fuchs im Entfernungsbereich bis zu zehn Kilometern. Hier gibt es besonders viel Potenzial für die Elektroräder. „Wir werden sicher nicht 45 Millionen Verbrenner auf 45 Millionen E-Autos umstellen“, sagt der Fahrradhändler. „Wir brauchen einfach weniger Autos auf der Straße. Bei seinem Angebot setzt Jürgen Fuchs auf hohe Qualität und Reparierbarkeit. Billigware aus China gebe es bei ihm nicht. „Wir sind ein Premiumanbieter. Die Produkte bestehen auch im Alltag. Wenn die Leute auf den Geschmack kommen, fahren sie auch schon mal 2.000 Kilometer pro Jahr mit dem E-Bike.“.

All das hat seinen Preis. Für ein Einstiegsmodell ist man bei ihm ab etwa 4.000 Euro dabei. Ein schnelles Rad, das Geschwindigkeiten von mehr als 40 Stundenkilometer erreicht, kostet um die 5.500 Euro. Diese Anschaffungskosten relativierten sich jedoch im Vergleich zu den laufenden Kosten eines Autos.

Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung

Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt Jürgen Fuchs auch bei der Art, wie er seinen eigenen Laden führt. Dafür hat er sich auch vom Verbund Service und Fahrrad (VSF) zertifizieren lassen. „Wir versuchen, unter diesem Gesichtspunkt, alle Geschäftsprozesse zu optimieren“, sagt er. Das fängt bei der Energie an. Seit vielen Jahren beziehe der Laden nur grünen Strom. Die Schaufensterbeleuchtung habe er reduziert, weil das eigentliche Schaufenster ohnehin das Internet sei. Müll werde vermieden, wo es nur gehe.

Aber auch der Umgang mit den Mitarbeitern sei wichtig, umfasse eine Pausenkultur, aber auch Boni wie eine zusätzliche Altersversorgung oder Dienst-E-Bikes. Neben seiner Frau und ihm arbeiten noch zwei weitere Personen bei ihm. Eine fünfte Stelle würde Jürgen Fuchs gerne besetzen, denn Arbeit ist genug da. Gefragt seien Kommunikationsfähigkeit, Kundenorientierung, Neugierde und eine gewisse Fahrradbegeisterung. Quereinsteiger sind willkommen. „Mitarbeiter können sich bei uns auch entwickeln.

Und er geht mit gutem Beispiel voran: Seit mehr als einem Vierteljahrhundert besitzen er und seine Frau kein eigenes Auto mehr. Jürgen Fuchs betont, dass es ihm nicht darum gehe, Autos oder ihre Benutzer zu verdammen. In Einzelfällen - wenn es beispielsweise zum Besuch bei der Schwiegermutter geht, die rund 50 Kilometer entfernt lebt - greift die Familie gerne selbst auf ein Elektro-Mietauto zurück. „Doch wenn wir beim Verkehr grundsätzlich so weiter machen, werden wir gegen die Wand fahren“, zeigt er sich überzeugt.

Zusätzliche Informationen und Angebote

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Ob Erstinspektion, Reparaturen, Diagnose- & Wartungsarbeiten an E-Bikes und Pedelecs, Probefahren, Kaufberatung - das Serviceangebot der Fahrradfachhändler in Groß-Gerau ist groß. Jedoch hat nicht jedes Fahrradgeschäft alle Fahrräder oder E-Bikes im Angebot. Die VSF-Fahrrad-Fachhändler finden das passende Fahrrad oder E-Bike an dem der Radfahrer lange Freude hat. Diese Fahrradläden stehen für ehrliche und fachkundige Beratung erstklassigen Werkstattservice für Fahrrad- oder E-Bike- Reparaturen und Wartungen, hervorragendes Zubehör und Ersatzteile.

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