Fahrrad für 11-Jährige kaufen: Tipps und wichtige Aspekte

Ein Jugendrad ist für junge Fahrer im Alter von etwa 8 bis 16 Jahren geeignet, die für ein Kinderfahrrad zu groß sind und noch kein Fahrrad für Erwachsene benötigen. Ein Jugendfahrrad vereint Robustheit mit leichtem Handling, was es zu einem idealen Begleiter für den Alltag oder sportliche Aktivitäten macht. Die Rahmengeometrie von Jugendrädern ist so gestaltet, dass sie wendig und einfach zu steuern sind. Die große Auswahl an Jugendrädern ermöglicht es, ein Modell zu finden, das sowohl den Altersanforderungen als auch der Körpergröße entspricht. Beim Kauf eines Fahrrads für die Jugend sollte man auch das Alter des Fahrers berücksichtigen.

Die richtige Größe wählen

Beim Kauf sollte die richtige Größe berücksichtigt werden: Ein Fahrrad mit 26 Zoll eignet sich in der Regel für Jugendliche ab einer Körpergröße von etwa 140 cm, während ein Fahrrad mit 24 Zoll für Kinder ab etwa 130 cm ideal ist. Die Laufradgröße ist die erste und deshalb wichtigste Größe, auf die Eltern beim Kauf des Kinderfahrrads schauen. Das Spektrum beim Laufrad und Kinder-MTB reicht von 12 bis 29 Zoll.

Laufradgröße und Körpergröße

Die folgende Tabelle gibt eine Orientierung, ab wann welche Laufradgröße frühestens möglich ist. Der Einfachheit halber wird oft auch eine Körpergröße zur Orientierung angegeben. Im Zweifel bringt Probesitzen Gewissheit.

KörpergrößeFahrradgröße
Ab 95 cm12 Zoll
Ab 100 cm14 Zoll
Ab 105 cm16 Zoll
Ab 110 cm18 Zoll
Ab 120 cm20 Zoll
Ab 135 cm24 Zoll
Ab 140 cm26 Zoll

Setzt man die Kinder aber so früh wie möglich auf große Laufräder, lässt sich auch mal ein Schritt überspringen. Dann kann die Bike-Karriere von 3-11 Jahren zum Beispiel über die Stufen 16, 20, 26 und 29 Zoll laufen - zwei Größen werden so ausgespart. Welche Größe wegfallen kann, hängt davon ab, wann und wo man startet. Früh bestiegene 26-Zöller, etwa ab sechs Jahren, haben nach unserer Erfahrung eine relativ lange Halbwertszeit von bis zu vier Jahren und einen großen Nutzwert. In dieser Zeit machen die Kids schnelle Fortschritte, wachsen aber nicht so stark.

Im Detail unterscheiden sich aber die Rahmen-Geometrien in Länge und Höhe bei gleicher Laufradgröße. Nicht alle Hersteller gehen ans Limit und schrumpfen die Rahmen aufs Minimum, daraus ergeben sich die unterschiedlichen Mindestkörpergrößen für die Räder mit gleichen Laufradgrößen. Manche Hersteller bieten pro Laufradgröße auch zwei Rahmenhöhen oder mehr.

Weitere wichtige Aspekte

Rahmengröße

Wichtiger als die Rahmengröße, die nicht eindeutig definiert ist, ist die Mindestsitzhöhe, die ein Rad erfordert. Das ist der Abstand Tretlagermitte zu Satteloberkante. Mit der Schrittlänge - Buch in den Schritt pressen und Abstand zum Boden messen - gibt es eine gute Orientierung zur Sitzhöhe: Schrittlänge mal 0,885 ist eine Annäherung der Sitzhöhe. Falls nicht angegeben, hilft die Sitzrohrlänge.

Gewicht

Kinder sind leicht. Kinderfahrräder oftmals nicht. Leider. Kurzum: Auch die leichtesten Kinderräder sind in der Relation ziemlich schwer. Das liegt daran, dass kaum hochwertige Komponenten extra für Kindergewichte ausgelegt werden. Auch Leichtbauteile sind für 80-Kilo-Fahrer sicher und für die Kids entsprechend überdimensioniert. Dafür sind sie unverhältnismäßig teuer und daher eher selten an Kinder-Bikes zu finden.

Kurbellänge

Kinder haben kurze Beine. Und zu kurzen Beinen passen kurze Kurbeln. Logisch, oder? Leider hat sich das nicht bis zu Shimano & Co rumgesprochen, weshalb Kurbeln unter 165 mm - Kürzeres gibt es nicht in Großserie - ein Nischenprodukt sind, um das sich weniger bekannte Hersteller, Importeure und Spezialisten kümmern. Faustformel: Kurbellänge = 10 Prozent der Körpergröße.

Sicherheitsaspekte

Wichtig ist jedoch, dass den Kleinen beim Üben die Zeit gegeben wird, die sie brauchen. Daher sollte Fahrradfahren niemals erzwungen werden, sondern Spaß machen. Wenn du merkst, dass dein Kind noch nicht so weit ist, dann lasse das Fahrrad noch eine Weile stehen.

Die Zeiten von klotzigen, schweren und sperrigen Stahlkonstruktionen gehören auch bei Kinderfahrrädern immer mehr der Vergangenheit an. Moderne Kinderfahrräder haben oft eine schwungvolle und sportliche Rahmengeometrie und werden aus hochwertigem Aluminium hergestellt.

Besonders wichtig ist ein möglichst tiefer Einstieg, ein Oberrohr würde die Kinder nur daran hindern bequem auf-, und absteigen zu können. Der tiefe Einstig verhindert außerdem so manchen schweren Unfall, denn die Kids können schnell abspringen wenn sie die Balance verlieren und sie fallen nicht auf das Oberrohr. Die Kinder sitzen nämlich aufrecht, das vergrößert ihr Gesichtsfeld, sie bekommen mehr mit vom Straßenverkehr. Aufrechtes Sitzen schont zudem den Rücken, auch Schultern, Nacken und Arme werden entlastet.

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