Fahrradtypen für Senioren: Ein umfassender Test

Sport ist Mord? Im Gegenteil! Körperliche Betätigung sorgt nachweislich dafür, dass man auch mit den Jahren fit und gesund bleibt. Gerade das Seniorenfahrrad lässt sich dabei besonders gut in den Alltag integrieren, ermöglicht eine Vielzahl von Aktivitäten und schafft so eine hohe Lebensqualität. Lesen Sie hier, welche Vorteile das Radfahren im Alter hat und worauf Sie beim Radeln achten sollten.

Vorteile des Radfahrens im Alter

Einfach mal mit dem Seniorenfahrrad Einkaufen oder zu Terminen fahren statt immer mit dem Auto - der Umstieg aufs Radfahren zeigt schon bei kleinen Strecken große Effekte bei Senioren. Wer als Verkehrsteilnehmer täglich 10 Minuten auf dem Drahtesel sitzt, kräftigt die Muskeln und steigert seine Durchblutung. Bei erhöhter Leistung steigen auch die positiven Auswirkungen. Ab 20 Minuten täglich Radfahren wird das Immunsystem gestärkt und nach 50 Minuten wird auch der Stoffwechsel angeregt.

Darüber hinaus werden beim Radfahren die Gelenke geschont. Durch die sanfte und regelmäßige Bewegung des Pedaltretens verringert es den Knorpelabbau. Neben der Reaktionsfähigkeit und einem gesunden Herzen wirkt sich Radfahren im Alter besonders positiv aus in Bezug auf die 4 „K“: Kondition, Koordination, Kreislauf und Knochen. Durch das Radfahren werden Muskeln aufgebaut und die Koordinationsfähigkeit trainiert, so sinkt z.B. das Risiko für Stürze und Unfälle. Radfahren im Alter kann also dazu beitragen, dass Sie Ihren Lebensabend noch lange genießen können.

Dabei bleibt Ihnen natürlich frei gestellt, ob Sie feste Trainingszeiten machen wollen oder ob Sie die sportliche Betätigung in ihre alltägliche Routine mit einbauen. Noch ein Tipp: Wenn Sie lieber mit anderen zusammen sporteln oder einen extra Antrieb benötigen, um sich aufzuraffen, erkunden Sie sich nach regelmäßigen Hobby- und Trainingsgruppen. Fest steht: Wer Radfahren im Alter betreibt, stärkt nicht nur körperliche und kognitive Fähigkeiten, sondern schont auch die Umwelt.

Sicherheitsvorkehrungen beim Radfahren im Alter

Bevor Sie sich aufs Seniorenrad schwingen und möglicherweise bereits eine große Tour planen, sollten Sie einige Dinge beachten, so dass Sie im Straßenverkehr sicher auf dem Fahrrad unterwegs sind. Damit ihre körperliche Fitness gestärkt werden kann, muss zunächst festgestellt werden, wie es um Sie bestellt ist. Dafür empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen und regelmäßig einen Gesundheitscheck durchzuführen. Hierbei werden Ihr Hör- und Sehvermögen, sowie Ihre Ausdauer in einem Belastungs-EKG überprüft. Sofern es nach der Untersuchung keine größeren Bedenken gibt, kann es theoretisch auch schon losgehen. Sind Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt, so kann ein Mobilitätstraining dabei helfen, wieder auf die Beine zu kommen.

Gerade im Alter ist bei Unfällen jedoch Vorsicht geboten. Knochen brechen leichter und die Koordinations- und Gleichgewichtssinne lassen nach, was im Straßenverkehr gefährlich werden kann. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Balance: Um das Unfallrisiko zu verringern, ist es wichtig, dass Sie das Gleichgewicht halten können. Am schnellsten überprüfen Sie dies, indem Sie sich für einige Sekunden auf ein Bein stellen. Sollten dabei Schwierigkeiten auftreten, sollten Sie evtl. auf ein Elektro Dreirad umsteigen.

Achten Sie deshalb auf Ihre Sicherheit und tragen Sie immer einen Helm, wenn Sie mit ihrem Seniorenfahrrad unterwegs sind. Dieser sollte perfekt passen. Dass der Kopf geschützt werden muss, ist wohl jedem klar. Was bei Jugendlichen ggf. eine Gehirnerschütterung hervorruft, kann im höheren Alter schwerwiegendere Folgen verursachen. (Falls sie ein Hörgerät oder eine Brille benötigen) Gerade im Stadtverkehr muss manchmal schnell reagiert werden. Lassen Sie sich regelmäßig von einem Augen- und Ohrenarzt untersuchen, ob alle Ihre Sinne noch einwandfrei funktionieren oder ob Sie auf eine Hilfe zurückgreifen müssen.

Wer gesehen werden will, trägt besser helle als dunkle Kleidung. Außerdem ist es wichtig, dass Sie festes Schuhwerk tragen, um sicher im Pedal zu sein. Nicht nur Sie selbst, auch die Fitness Ihres Rads sollte gewährleistet sein. Um sich selbst den stressigen Verkehr zu sparen, sollten Sie bevorzugt auf Radwegen fahren. Um wirklich sicher zu gehen, dass Sie für das Radfahren im Alter fit genug sind, können Sie vielerorts auf dafür angelegten Übungsplätzen vorbeischauen. Platzieren Sie die Einkaufstasche lieber in einem Korb oder in einer Fahrradtasche. Radwege nutzen: Fahrradsicherheitstraining: Rad überprüfen: Adäquate Kleidung: Hörgerät und Brille tragen: Taschen nicht am Lenker:

Die Wahl des richtigen Seniorenfahrrads

Die Wahl des richtigen Seniorenfahrrads ist nicht immer einfach. Je nach persönlicher körperlicher Verfassung und Nutzung kommen verschiedene Seniorenrad Modelle in Frage. Die Auswahl ist dabei groß. Es finden sich Pedelecs, Dreirad für Erwachsene, Elektro Dreirad und normale Seniorenräder mit einem tiefen Einstieg. Komfort und Sicherheit stehen dabei im besonderen Fokus eines solchen Seniorenrads. Außerdem sollte ein Seniorenfahrrad eine bestimmte Ausstattung aufweisen - es sollte auf jeden Fall StVo-tauglich sein, um sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen.

Außerdem empfiehlt es sich, ein Fahrrad mit breiten Rädern und Rücktrittsbremse zu kaufen, um die Sicherheit zu steigen. Darüber hinaus ist der Sattel eher hinten und die Pedalen vorne anzubringen. So gestaltet sich das Aufsteigen auf das Seniorenrad besonders einfach. Bei längeren Touren kann es zudem schon einmal unbequem werden. Für eine besonders bequeme und trotzdem schnelle Fortbewegung setzen viele Menschen beim Kauf eines Seniorenrades auf zusätzliche elektrische Unterstützung.

Bei sogenannten Pedelecs, auch E-Bike oder Elektrofahrrad genannt, wird der Fahrradfahrer nur dann von einem Elektroantrieb unterstützt, wenn er gleichzeitig die Pedalen tritt. Der Motor kann bei anstrengenden Anfahrten angeschaltet werden und bei ebenen Strecken ausgeschaltet werden. Diese Anschaffungen sind aber häufig recht teuer. Wie im Seniorenfahrrad Test ersichtlich, gibt es viele verschiedene Räder, die für Senioren geeignet sind. Je nach körperlicher Fähigkeit, Beeinträchtigung und Bedürfnissen mit den Jahren kommen unterschiedliche Seniorenräder für Sie in Frage.

Zunächst muss gesagt werden, dass das EINE Seniorenrad so per se nicht existiert. Es gibt allerdings verschiedene Modelle, die speziell auf das Radfahren im Alter abgestimmt sind. Eine Übersicht können Sie sich in unserem Seniorenfahrrad Vergleich machen, dabei wurden Tiefeinsteiger Fahrräder, E-Bikes Tiefeinsteiger, Dreiräder für Erwachsene und das Elektro Dreiräder verglichen.

Verschiedene Typen von Seniorenfahrrädern

Hier haben wir einmal die verschiedenen Seniorenfahrräder aus dem Seniorenrad Test aufgelistet und uns deren Vorzüge und Nachteile näher angesehen.

Tiefeinsteiger Fahrrad

Die erste Wahl für ältere Menschen, die noch fit unterwegs sind und auf ein Fahrrad ohne elektrische Hilfe zurückgreifen möchten, ist ein Tiefeinsteiger Fahrrad. Da dieses einen besonders tiefen Einstieg ermöglicht, fällt das Auf- und Absteigen leicht und auch beim Stoppen kommen Sie ganz einfach und schnell mit den Füßen an den Boden und verhindern so ein mögliches Stürzen. Tiefeinsteiger Fahrräder sind vor allem für kürzere, nicht zu anstrengende und steile Strecken in der Stadt oder auf Radwegen geeignet.

So können Sie mit dem Tiefeinsteiger Fahrrad Einkäufe und Besorgungen tätigen, kleinere Ausflüge und Besuche machen und sind stets gemütlich und unkompliziert mobil. Für anstrengendere Etappen abseits von befestigten Wegen oder für längere Fahrradtouren sind jedoch eher andere Seniorenfahrräder geeignet.

Tiefeinsteiger E-Bike

Sie sind gerne noch viel mit dem Fahrrad unterwegs, schrecken jedoch vor längeren Fahrradtouren zurück und haben auch manchmal steilere Abschnitte vor sich? Dann ist eher ein Tiefeinsteiger E-Bike für Sie geeignet. Auch bei Tiefeinsteiger E-Bikes kommt Senioren der tiefe Einstieg des Fahrrads zugute. Zusätzlich können Sie auf einen Elektroantrieb zurückgreifen, falls Ihnen das Fahrradfahren zu beschwerlich wird. So können mühelos anstrengende, steile oder längere Strecken überwunden werden, und Sie können mit einem Tiefeinsteiger E-Bike auch bei Tagestouren und Outdoor Trips mitfahren.

Sie sollten den Elektroantrieb aber nur dann benutzen, wenn er auch wirklich benötigt wird. Denn aufgepasst: Der E-Bike Tiefeinsteiger Akku muss stets vor Fahrtbeginn vollständig aufgeladen werden und hat auch nur eine bestimmte Reichweite und Leistung.

Dreirad für Erwachsene

Senioren, die Probleme mit dem Gleichgewicht haben, können auf ein Erwachsenendreirad zurückgreifen. Durch seine 3 Reifen ist es besonders stabil und kippt auch beim Stehenbleiben nicht um. Auch hier zeigt sich ein tiefer Einstieg als seniorenfreundlich. Somit ist das Dreirad für Erwachsene vor allem für kürzere und ebene Strecken in der Stadt oder auf befestigten Wegen geeignet.

Außerdem ist eine ideale Einkaufshilfe, da bei den Dreirädern für Erwachsene jeweils vorne und hinten Körbe angebracht sind, mit denen man leicht und unkompliziert diverse Gegenstände transportieren kann. Für längere und anstrengendere Strecken mit Steigungen und unebenen Straßen ist ein Dreirad für Erwachsene jedoch nicht geeignet. Außerdem sind der größere Wendekreis und die ausladenden, sperrigen Maße gewöhnungsbedürftig.

Elektro Dreirad

Das Elektro Dreirad bietet sich ebenfalls für Senioren mit Gleichgewichtsproblemen an, die jedoch längere, anstrengendere Strecken oder Fahrradausflüge vorhaben. Die großen Körbe bieten dabei extra Stauraum für Tagestouren. Auch das Elektro Dreirad für Erwachsene bietet Stütze und Halt, ist sturzsicher und durch seinen tiefen Einstieg seniorengerecht. Sie können auf einen Elektroantrieb zurückgreifen, wenn Ihnen das Fahrradfahren im Alter zu anstrengend wird.

Sessel Dreirad

Bei Rückenproblemen bietet sich das sogenannte Sessel Dreirad an. Statt einer Sitzfläche ist dieses Rad mit einer Rückenlehne ausgestattet, sodass man liegend fährt. Dadurch wird eine stabile Sitzposition und ein rückenschonendes Fahren garantiert. Diese Fahrweise ist jedoch gewöhnungsbedürftig und muss geübt werden. Für Personen mit Fußhebe-Problemen ist das Sessel Dreirad eher nicht geeignet.

Für Senioren bis ins hohe Alter ist das Sessel-Dreirad auch gut geeignet, denn es kann nicht umfallen und bietet genug Platz im Korb für Einkäufe.

Balance E-Bike

Gehören Sie zu den Menschen, die besonders Probleme haben mit ihrem Gleichgewicht oder Ihrer Balance? Das Balance E-Bike ist extra dafür konstruiert worden. Die Besonderheit: Sitzhöhe, Sitzneigung und Abstand zwischen Sattel und Lenker sind einzeln verstellbar. So können Sie die für Sie ideale Höhe und Neigung einstellen.

Elektro-Faltrad

Sind Sie viel mit Fahrrad und Bahn oder Bus unterwegs, so empfiehlt sich ein Elektro-Faltrad. Dieses hat den Vorteil, dass es schnell und einfach zusammenklappbar ist und so unkompliziert in Bahn, Bus oder mit dem Auto transportier werden kann. Außerdem sind Sattel und Lenker individuell einstellbar.

E-Bikes speziell für Senioren

E-Bikes sind in allen Altersgruppen äußert beliebt. Gerade für Senioren eröffnen sie eine komfortable Möglichkeit, auch im höheren Alter aktiv, mobil und unabhängig zu bleiben. Die elektrische Unterstützung erleichtert Ausflüge ins Grüne, den Weg zum Einkaufen oder auch längere Touren, bei denen Steigungen oder Gegenwind kein Hindernis mehr darstellen. Doch welches E-Bike ist das richtige? IMTEST zeigt, worauf es beim Kauf eines E-Bikes für Senioren ankommt, und stellt Modelle vor, die sich durch Sicherheit, Komfort und einfache Handhabung auszeichnen.

Empfohlene E-Bike Modelle für Senioren

  • Tern NBD S5i: Kompakt-E-Bike mit tiefem Einstieg, geeignet für Personen von 1,47 Meter bis 1,90 Meter.
  • Centurion Easy R900i EP1: Bietet einen tiefen, breiten Durchstieg und einen starken Bosch Performance Line CX Motor.
  • Kalkhoff Image 5+ Advance ABS: Seniorenfreundliches E-Bike mit Wave-Rahmen und integriertem Bosch eBike ABS-System.
  • Gazelle Easyflow C7: Komfortables E-Bike mit tiefem Einstieg und einem leistungsstarken Shimano-Akku.
  • Pfautec Scoobo: Ein dreirädriges E-Bike, das speziell für Stabilität und Komfort entwickelt wurde.

Checkliste für den Kauf eines E-Bikes für Senioren

  • Rahmenform: Ein tiefer Einstieg (Wave-Rahmen) erleichtert die Handhabung.
  • Fahrrad-Typ: City-, Trekking- oder Kompakt-E-Bikes sind geeignet.
  • Gewicht: Ein geringeres Gewicht erleichtert die Handhabung.
  • Ergonomie: Achten Sie auf einen angenehmen Sattel, gute Griffe und eine aufrechte Sitzhaltung.
  • Unkomplizierte Bedienung: Das Display sollte gut ablesbar sein und die Funktionen intuitiv bedienbar.
  • Gepäckoptionen: Achten Sie auf einen Gepäckträger für Einkäufe.
  • Sicherheit: Helm tragen und Bremsweg beachten.

Weitere Fahrradtypen und Aspekte

Unabhängig vom Fahr­radtyp muss ein Rad vor allem zum Körperbau und Fahr­stil der Fahrerin oder des Fahrers passen. Rahmengröße. Bei der Ermitt­lung der richtigen Rahmengröße helfen Erfahrungs­werte: Das Ober­rohr sollte so nied­rig sein, dass der Fahrer es nicht berührt, wenn er es auf dem Boden stehend zwischen den Beinen hat. Der Lenker muss mindestens so weit vom Sattel entfernt sein, dass die Beine beim Fahren nicht an die Lenk­stange stoßen können.

Der Sattel soll sich so weit hinten befinden, dass bei waagerecht stehenden Pedalen die Kniescheibe des Radlers exakt senkrecht über der vorderen Pedal­achse steht. Wie aufrecht ein Radler sitzen möchte, ist eine Frage von Geschmack und Gewöhnung. Eine flache, stark nach vorn geneigte Haltung bringt wegen des geringeren Luft­widerstands mehr Tempo und empfiehlt sich für sport­liches Fahren auf Renn­rädern, Fitness- oder Mountain­bikes. Auch wer längere Stre­cken auf einem Reise- oder Trekkingrad zurück­legt, spart so Kraft und schont den Rücken.

Komfort­abler ist eine aufrechte Sitzhaltung, sie eignet sich gut für kurze Stre­cken mit dem Cityrad und für gemütliche Ausflügen über flaches Land. Neben einer guten Sitzhaltung ist ein passender Sattel wichtig, damit der Po auch bei längeren Touren durch­hält. Welcher Sattel für welchen Fahr­radtyp der richtige ist, erklären wir weiter unten bei den Erläuterungen der jeweiligen Fahr­radtypen. Für alle Sättel gilt: Der Po gehört auf den verbreiterten Teil der Sitz­fläche. Der Radler sitzt richtig, wenn der Sattel unter dem Po verborgen bleibt. Schaut hinten die Sattelkante hervor, sitzt der Radler zu weit vorn.

Alle Fahr­räder haben einen Rahmen, zwei Räder, Sattel und Lenker. Das Rad für alle Fälle war mit rund 42 Prozent aller verkauften konventionellen Räder auch 2023 ein Renner in deutschen Fahr­radläden. Auch bei den E-Bikes sind Trekkingräder sehr beliebt. Dort ist es mit schlankem Rahmen, 28 Zoll-Rädern und mehr oder weniger schmalen Reifen erheblich flotter unterwegs als Cityräder und Mountain­bikes. Besonders gut sind Trekkingräder für längere Touren und Reisen geeignet. Mit der passenden Schaltung sind auch steile Berge kein Problem.

Der Sattel für die längeren Stre­cken ist schmaler und fester als der fürs Cityrad, er sollte auf jeden Fall die Sitz­knochen stützen. Ein gutes Fahr­radgeschäft hilft bei der Auswahl - dazu gehört auch, den Abstand zwischen den Sitz­knochen zu ermitteln. Im Fahr­radhandel laufen sie nach wie vor gut: Etwa 16 Prozent aller Räder ohne Motor und 21 Prozent aller verkauften E-Bikes waren 2023 Cityräder. Wahr­scheinlich verdanken die Stadt­räder ihre Beliebtheit nicht zuletzt einer bequemen und entspannten, eher aufrechten Sitz­position.

Sie haben meist wartungs­freundliche Nabenschaltungen und fast immer eine mehr oder weniger raffinierte Federung. Das Gestühl eines Cityrads ist auf Bequemlich­keit ausgelegt, es ist eher weich und breit. Motoren für alle. Ob Trekking- oder Cityrad, Mountain­bike, Lasten- oder Renn­rad, alle Fahr­radtypen gibt es inzwischen auch mit elektrischer Unterstüt­zung. Energie aus dem Akku hilft dem Fahrer beim Treten, das vor allem für Pendler praktisch.

Eine Kreuzung aus Trekkingrad und Mountain­bike, die sich sowohl für die Straße als auch fürs Gelände eignet. Die Akku-Licht­anlage genügt den Vorschriften für den Straßenverkehr, breitere Reifen sowie der 26-Zoll-Raddurch­messer und die fein abge­stufte kurze Über­setzung sorgen für standesgemäßen Vortrieb abseits fester Wege. Steck­schutz­bleche verhindern Schmutz­streifen auf der Kleidung.

Eigentlich ist es vor allem für Gelände- und Berg­fahrten gebaut: Sportler heizen damit über holp­rige Wege und waldige Hügel. Gang­schaltungen mit bis zu 30 Gängen und breitem Über­setzungs­bereich ermöglichen es, auch steile Hänge hoch­zufahren. Die Bremsen der Wald-und-Wiesen-Räder sind meist sehr leistungs­stark. Zumindest das Vorderrad ist fast immer gefedert („Hardtail“), bei „Fullys“ auch das Hinterrad (siehe auch unser Fahrradtechnik-Special). Wer viel fährt, schätzt dann häufig schmalere Reifen.

Die zusätzliche Breite verteilt die Kräfte, die bei rauem Gelände auf das Gesäß wirken, auf eine größere Fläche. Renn­räder sind Sport­geräte: Schnell, wendig und effizient. Die Sitz­position ist flach und nach vorne gestreckt, um dem Fahrt­wind so wenig Widerstand wie möglich entgegen­zusetzen. Entsprechend schmal ist der Sattel, der beim Treten mit renn­rad­üblicher hoher Tritt­frequenz nicht scheuern darf.

Unver­zicht­bar ist beim Gravelbike die Scheibenbremse, die wetter­unabhängig sicher funk­tioniert. Die Rahmengeometrie mit einem etwas verkürzten Ober­rohr bewirkt eine aufrechtere Sitz­position als auf dem Renn­rad. Wer gern wirk­lich sport­lich unterwegs ist, ohne gleich kompromiss­los aufs Renn­rad zu setzen, ist ein Kandidat fürs Fitness­rad. Basis für Fitness­bikes ist Renn­radtechnik, statt Renn­lenker ist jedoch eine gerade Lenk­stange montiert, die auch für weniger geübte Radler eine angenehme Sitz­position ermöglicht.

Sie sind häufig mit Auto, Bahn oder Flugzeug unterwegs und wollen am Reiseziel nicht auf Ihr eigenes Rad verzichten? Dann können Sie mit einem Faltrad durch­aus glück­lich werden. Falträder lassen sich im Hand­umdrehen auf Reisetaschenformat zusammenfalten, möglich machen es kleine Räder und raffiniert klapp­bare Rahmen. Allerdings: Die kleine Bereifung schränkt die Vielseitig­keit ein.

Das waren die wichtigsten und meist­gefragten Fahr­radtypen. Zusätzlich gibt es viele Varianten, Zwischen- und Misch­typen. Liegeräder. Wer die Effizienz auf die Spitze treiben will, braucht ein Liegerad. Die sind wegen des geringeren Luft­widerstands die schnellsten von Menschen­kraft angetriebenen Fahr­zeuge über­haupt. Mit strömungs­güns­tiger Voll­verkleidung schaffen gut trainierte Fahrer auf ebener Strecke 80 und mehr Stundenkilo­meter. Fatbikes. Cruiser. Wenn’s vor allem stilvoll sein soll, ist vielleicht ein Cruiser richtig.

Bevor Sie ein neues Rad kaufen, sollten Sie ausgiebig Probe fahren. Eine Fünf-Minuten-Runde um den Block bringt da wenig - es sollte schon eine längere Tour sein. Wenn der Fahr­radhändler dafür kein Vorführ­rad zur Verfügung stellt, gibts vielleicht beim Fahr­radverleih ein ähnliches Modell. Beim Online-Kauf gilt das Widerrufs­recht. Zu beachten: Selbst bei gründlicher Erpro­bung kann sich ein Rad mit der Zeit als unpassend erweisen.

Spezialräder für besondere Bedürfnisse

Es gibt auch Spezialräder, die auf die Bedürfnisse von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zugeschnitten sind. Dazu gehören Therapieräder, Dreiräder, Handbikes und Tandems. Seit Pedelec-Motoren elektrische Unterstützung bereitstellen, ist diese Art der Fahrräder noch einmal deutlich vielseitiger geworden.

Van Raam Easy Rider Sesseldreirad als Testsieger

In der Kategorie Sesseldreirad wurde das Easy Rider von Van Raam getestet und hat den ersten Platz belegt. Besonders hervorgehoben wurden die sehr guten Einstellmöglichkeiten, die es ermöglichen, Lenker, Sitz und Rückenlehne separat einzustellen. Die niedrige Einstiegshöhe und die Feststellbremse erleichtern das Auf- und Absteigen.

Die Jury lobte auch den guten Wendekreis und die Stabilität des Easy Rider. Im Vergleich zu anderen Dreirädern bietet das Easy Rider eine gute Sitzunterstützung, perfekten Fahrkomfort und eine nach vorne gerichtete Tretbewegung für mehr Komfort.

Förderung und Finanzierung von Spezialrädern

Bei Kindern ist die Erstattung eines Therapierads durch die Krankenkasse in der Regel leichter als bei Erwachsenen. Erwachsene bekommen die Förderung vielmals mit der Begründung verweigert, das Radfahren sei kein Grundbedürfnis. Um eine Förderung zu beantragen, bedarf es eines Rezepts. Das stellt der behandelnde Arzt aus. Auch eine Stellungnahme des Arztes und des Therapeuten könne hilfreich sein.

Daher empfiehlt Van Raam, einen Förderantrag für Spezialräder akribisch vorzubereiten. Beim Händler der Wahl sollte frühzeitig eine Beratung erfolgen, welches Rad überhaupt in Frage kommt. Wichtig hierbei: Viele Therapieräder haben eine Hilfsmittelnummer. Ebenso können auch die Kosten von Rädern übernommen werden, die keine Hilfsmittelnummer haben.

Zusammenfassung

Fitness, Bewegung und Mobilität sind gerade im Alter Themen, mit denen Sie sich immer wieder befassen müssen. Wie keine zweite Tätigkeit vereint das Fahrradfahren im Alter dabei nicht nur praktische, sondern vor allem ein sportliches und lebenserfüllendes Training. Damit Sie dieses positive Hobby möglichst sicher und am Besten jahrelang ausführen können, gibt es verschiedene Hilfestellungen. Abhängig von Anspruch, Alter, Körper und Art der Fortbewegung können Sie dabei auf verschiedene Modelle zurückgreifen, die sich als Seniorenrad eignen.

Im Seniorenfahrrad Vergleich finden Sie eine Übersicht der besten Seniorenräder wie das Tiefeinsteiger Fahrrad, das E-Bike Tiefeinsteiger, das Dreirad für Erwachsene und das Elektro Dreirad. Wir sind nicht nur einer, sondern viele! Unsere erfahrenen Redakteure arbeiten täglich daran, dass Sie immer bestens informiert sind.

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