Fahrrad-Tipps für Triathlon-Einsteiger

Eine der häufigsten Fragen von angehenden Triathleten ist die nach dem richtigen Rad für den Einstieg. Manche gehen sogar davon aus, dass sie gleich ein Triathlon-Rad benötigen. Wenn du mit Triathlon bis jetzt noch nicht allzu viel am Hut gehabt hast, dich aber diese Saison nun endlich der Herausforderung eines richtigen Triathlon-Rennens stellen möchtest, haben wir genau das richtige für dich.

Das richtige Fahrrad für den ersten Triathlon

Zugegeben, zum Reinschnuppern in den Triathlon-Sport können Sie zunächst ruhig Ihr Citybike aus der Garage holen. Für den ersten Triathlon tut es natürlich auch ein normales Rennrad, oder sogar ein Straßenrad. 2. Viele Triathlon Einsteigerinnen fürchten, dass ihr Fahrrad nicht mithalten kann. Für den ersten Triathlon kannst du jedoch auch auf deinem Cityrad, einem Crossrad oder Mountainbike starten. Solange dein Fahrrad straßentauglich ist und zwei funktionierende Bremsen hat, ist es für den Wettkampf geeignet. Wir meinen: Ein guter Check-up bei den Profi-Schraubern um die Ecke kostet viel weniger als ein neues Rad.

Spätestens, wenn Sie systematisch trainieren und es Ihnen beim Triathlon auch um Bestzeiten geht, lohnt sich die Investition in ein gutes und schnelles Rennrad. Da Sie hier im vierstelligen Bereich landen, will der Kauf gut überlegt sein. Lassen Sie sich vor allem bezüglich der Sitzposition gut ausmessen und beraten. Hilfreiche Informationen zur Sitzposition finden Sie in diesem Artikel:

Rennrad vs. Triathlonrad

Zu Beginn steht für viele Triathlon-Neulinge die Frage im Raum, ob es direkt ein spezielles Triathlonrad sein muss. Ein Triathlonrad zeichnet sich durch einen in der Regel sehr flächig konzipierten, aerodynamischen Rahmen aus. Der größte Unterschied zu einem normalen Rennrad liegt im Cockpit. Klassische Rennräder verfügen über einen Dropbar, einen klassischen Rennlenker, der unterschiedliche Griffe zulässt und - wie es der Name schon sagt - zwischen dem oberen (Oberlenker) und unteren (Unterlenker) Teil des Lenkers über ein Drop (Höhenunterschied) verfügt.

Ein Triathlonlenker ist hingegen gänzlich anders geformt. Auch hier kann in einer aufrechten Position im Oberlenker gefahren werden, an dessen Ende die Bremshebel montiert sind. Geschaltet wird jedoch an den Extensions, auch Auflieger genannt. Damit muss die aerodynamisch getrimmte Position mit deutlich geringerer Wind-Angriffsfläche nicht verlassen werden. Zudem markant für reinrassige Triathlon-Gefährte sind hohe Laufrad-Profile oder gar Scheibenräder, das macht die Laufräder windschnittiger.

All das macht zwar schneller, muss jedoch für Neulinge im Triathlon nicht sein. Denn die Triathlon-Räder sind sehr anspruchsvoll, was die Fahrtechnik angeht. Auch die Fahrposition ist auf längeren Strecken eher unangenehm und muss von Dir erst einmal ausgehalten bzw. trainiert werden. Als Einsteigerin oder Einsteiger bevorzugen Sie womöglich ein solides Rennrad mit einigermaßen bequemer Sitzposition, mit dem Sie sowohl im Training als auch im Triathlon Spaß haben und das mit einem breiten Einsatzspektrum gut zurechtkommt.

Was kostet ein Triathlonrad?

Zusätzlich zum deutlich spezifischeren Einsatzgebiet eines Triathlonrades sind diese zumeist teurer als klassische Rennräder. Triathlonräder fangen in der Regel erst ab Preisen um 3.000 bis 4.000 Euro an. Nach oben sind wie so oft die Grenzen offen. Die absoluten Top-Modelle der namhaften Hersteller sind für einen fünfstelligen Betrag zu haben. Doch auch für Rennräder können bei entsprechendem Budget über 10.000 Euro hingelegt werden. Der Unterschied liegt jedoch im geringeren Preis für Einstiegs-Modelle.

Als Anfänger oder Anfängerin können Sie auch mit einem Aluminium-Rennrad für rund 1.000 Euro viel Spaß haben - und das nicht nur beim Triathlon, sondern auch in den vielen Stunden des Trainings.

Welches Rennrad passt zu mir?

Das passende Modell zu finden, ist gar nicht so einfach. Die Ausstattung und Charakteristiken eines Rennrades sollten den Anforderungen einer Triathletin bzw. eines Triathleten bestmöglich entsprechen. Für Einsteigerinnen und Anfänger, denen es hauptsächlich um den Spaß an der Bewegung geht, genügt ein relativ günstiges Rad mit Aluminium-Rahmen (statt Carbon) und preisgünstiger Schaltgruppe. Die bekanntesten Hersteller sind hier Shimano, Campagnolo und SRAM.

Shimano bietet beispielsweise eine gute Handvoll unterschiedlicher Gruppensets an, also von den Schalt- und Bremshebeln, über die Kurbelarme, Kassette, Umwerfer etc. bis zu den Bremsen. Für den Einstieg eignet sich etwa die Shimano Tiagra, wohingegen das 105-Gruppenset schon zur Mittelklasse zählt. Räder mit Ultegra-Ausstattung sind meist erst ab 2.500 Euro aufwärts zu haben. Für ganz Ambitionierte wird darüber noch das Gruppenset Dura-Ace angeboten (auch elektronisch), das in den Top-Rädern verbaut wird.

Vom 105-Gruppenset aufwärts gibt es diese auch als elektronische Variante, die für eine erhöhte Schaltpräzision sorgt. Ein Akku versorgt die Schaltmechanik, die Gangwechsel sind schneller und erfordern nur einen Fingertipp am Schalthebel.

Aluminium oder Carbon?

Im Einstiegsbereich sind bereits Modelle um 2.000 Euro mit Carbon-Rahmen erhältlich mit vergleichsweise günstigen Schaltgruppen. Carbon zeichnet sich vor allem durch ein noch geringeres Gewicht und sehr gute Steifigkeitswerte aus. Da Carbon ein Verbundwerkstoff ist und somit nicht so einfach wie Aluminium hergestellt bzw. gewonnen werden kann, wird im unteren Preissegment meist auf Aluminium gesetzt.

Sobald die Anforderungen geklärt sind, können Sie Rennräder unterschiedlicher Hersteller mit ähnlicher Ausstattung vergleichen. Gerade im etwas ambitionierteren Bereich werden oftmals schon die Rahmen aerodynamisch optimiert oder auch auf Laufräder mit Hochprofil gesetzt, die besonders bei seitlichem Wind einen Vorteil in Sachen Aerodynamik bringen. Nachteil: Die Räder sind auch Seitenwind-empfindlich.

Wie finde ich die richtige Rahmengröße?

Sobald Sie sich für ein Modell entschieden haben, gilt es, die richtige Größe auszuwählen. Am besten ist es, wenn Sie direkt im oder um den Radladen eine Testfahrt machen können. Dann haben Sie Gewissheit, wie sich das Rad wirklich anfühlt, und Sie können Räder vergleichen. Ansonsten werden zu jedem Modell zahlreiche Daten zur Geometrie angegeben, an denen Sie sich orientieren können. Die charakteristischste Größe ist dabei die Rahmengröße, gemessen von der Mitte des Tretlagers bis zum oberen Ende des Sitzrohres.

Rahmengröße M entspricht hier je nach Hersteller zumeist einer Rahmenhöhe von 54 Zentimetern. Mindestens genauso wichtig sind die Größen Stack und Reach. Stack bezeichnet den Höhenunterschied von der Mitte des Tretlagers bis zur Oberkante des Vorbaus bzw. Lenkers. Reach bezeichnet die horizontale Distanz. Je kleiner das Verhältnis aus Stack zu Reach ist, desto gestreckter und somit sportlicher bzw. unkomfortabler ist die Sitzposition.

Beinlänge ausmessen

Wer sein Rennrad online bestellt, kann anhand der Beininnenlänge oder der Körpergröße auf die Empfehlung des Herstellers setzen und so die richtige Größe auswählen. Als Faustregel gilt: Multipliziert man die Innenbeinlänge mit dem Faktor 0,665, so erhält man die passende Rahmengröße.

Mit Abstufungen in Schritten von zwei bis drei Zentimetern und - etwa im Fall des deutschen Herstellers Rose Bikes - bis zu zehn unterschiedlichen Größen findet jeder sein individuell passendes Rennrad.

Wo lohnt es sich am Rennrad aufzurüsten?

Wenn Sie Ihr Traumrad für Ihre Anforderungen gefunden haben, lassen sich weitere Dinge optimieren. Am sinnvollsten bei einem Rennrad, das Sie bei einem Triathlon verwenden möchten, ist ein Lenkeraufsatz. Für vergleichsweise wenig Geld lässt sich so die Aerodynamik erheblich verbessern, indem der Oberkörper deutlich flacher positioniert wird und die Unterarme möglichst nahe zusammen gebracht werden, was die Stirnfläche signifikant verringert.

Leichter rollen

Auch die Reifenwahl kann überdacht werden. Viele Hersteller wie Continental oder Schwalbe bieten eigens für den Triathlon konzipierte Reifen mit geringerem Rollwiderstand. Jedoch wird hier das Plus an Geschwindigkeit oftmals mit einem Verlust an Pannenschutz bezahlt. Daher gilt es, ganz individuell die Vor- und Nachteile für einen selbst abzuwägen.

Über höherpreisige Investitionen wie einen Satz Aero-Laufräder brauchen sich Einsteigerinnen und Einsteiger hingegen weniger Gedanken machen. Für den Preis eines gutes Laufrad-Satzes erhält man nicht selten ein komplettes Einstiegs-Rennrad.

Rennräder aus Aluminium ab 1.299 Euro

Die Preise für Fahrräder haben während der Corona-Zeit und danach kräftig angezogen. Qualitativ hochwertige Rennräder unter 1.000 Euro sind daher Mangelware. Trotzdem hält der Markt für deutlich unter 2.000 Euro langlebige und zuverlässige Einsteiger-Rennräder bereit.

Radon R1 Disc Tiagra

Radon R1 Disc Tiagra Preis: 1.299 €Noch mehr Rennrad für weniger Geld ist eigentlich nicht möglich. Ausgestattet ist das Aluminium-Rennrad (Gewicht rund 10 Kilogramm) mit Shimanos einsteigerfreundlichen Kettenschaltung Tiaga (2x10 Gängen).

Canyon Endurace 6

Canyon Endurace 6 Preis: 1.399 €Das Endurace vom Radhersteller Canyon aus Koblenz ist für längere Touren konzipiert. Gerade Anfängern und Anfängerinnen in den Rennrad- oder Triathlonsport dürfte die moderate Sitzposition des Alu-Renners entgegenkommen. Triathletinnen aufgepasst: Das Endurace gibt es in frauenspezifischen Größen mit kompakterer Sitzgeometrie. Verarbeitung (unkenntliche Schweißnähte) und Ausstattung (Shimano Tiagra) lassen keine Wünsche offen.

Rose Blend Gravel

Rose Blend Gravel Preis: 1.399 €Das Rose Blend Gravel ist eine interessante Option für diejenigen, die ein Rennrad mit einem breiten Einsatzzweck suchen. Preislich auf Höhe mit Canyons Endurace 6, kann das Aluminium-Sportfahrrad von Rose mit bis zu 40 Millimeter breiten Reifen ausgestattet werden und so zusätzlich als Pendel- oder Offroadrennrad glänzen. Gemeinsamkeit mit Canyon und Radon: Die Gravelschaltung GRX von Shimano bietet 2x10 Gänge.

Rennräder aus Carbon von 1.899-2.800 Euro

Carbon als Werkstoff ist im professionellen Rennradbereich die Nummer eins - es ist leicht, steif und ästhetisch ansprechend. Cube ist es gelungen, ein solches Rennrad für unter 2.000 Euro auf den Markt zu bringen. Für uns der klare Preis-Leistungs-Tipp:

Cube Attain GTC Race

Cube Attain GTC Race Preis: 1.899 €Man muss sich erstmal die Augen reiben: Ein Carbonrennrad für 1.899 Euro mit Scheibenbremsen und Shimanos Sportschaltgruppe 105 mit insgesamt 22 Gängen? Mit Blick aufs Preis-Leistungs-Verhältnis lässt der deutsche Hersteller die Konkurrenz alt aussehen. Das Design ist zudem schnörkellos und die Geometrie trifft dank des leicht geslopten Oberrohrs den Sweetspot zwischen Sport und Komfort. Das Gewicht gibt Cube mit knapp 9 Kilogramm an - das ist solide, aber nicht herausragend.

Van Rysel NCR CF Carbon 105

Van Rysel NCR CF Carbon 105 Preis: 2.199 €Van Rysel ist die Eigenmarke des französischen Sportgiganten Decathlon. Alle Experten sind sich einig, dass Decathlon entgegen vieler Vorurteile hochwertige Rennräder baut. Das NCR CF Carbon bildet dabei keine Ausnahme. Das Gesamtpaket soll auf dem Papier mit knapp unter 9 Kilogramm minimal leichter sein als das Cube Attain, und mit Blick auf die Schaltung (Shimano 105 mit 2x12 Gängen) ist das Van Rysel moderner unterwegs.

Specialized Roubaix SL8

Specialized Roubaix SL8 Preis: 2.800 €Der US-amerikanische Hersteller Specialized schießt preislich von jeher nach oben raus. Dafür bekommen Interessenten nicht nur eine tadellose Verarbeitung der formschönen Rennboliden geboten. Specialized lässt sich seine Innovationen gut bezahlen, im Falle des Roubaix die erprobte und beliebte Lenkerfederung zwischen Vorbau und Steuerrohr (Future Shock). Im Zusammenspiel mit der Bewegungsfreiheit der Sattelklemme entstehen so herausragende Komfortwerte.

Weitere Tipps für das Radfahren beim Triathlon

Das Radfahren beim Triathlon wird oft unterschätzt. Die größte Sorge der meisten Triathlon-Einsteigerinnen vor dem ersten Wettkampf? Häufig hören wir: Das Schwimmen! Aber das Radfahren beim Triathlon? Dabei verbringst du beim Triathlon den Großteil der Zeit auf dem Rad. Eine einfache Regel musst du beachten, sonst könntest du disqualifiziert werden, bevor du überhaupt losfährst: Dein Helm muss geschlossen sein und fest sitzen. Zwischen Verschlussriemen und Kinn darf gerade mal ein Fingerbreit Platz sein.

Übrigens: Ganz gleich auf welchem Rad du starten willst, wir empfehlen, sicherzustellen, dass die Sitzposition richtig eingestellt ist. 3. Triathlon-Hosen sind für den Triathlon gemacht. Sie haben ein schönes, dünnes, schnell trocknendes Sitzpolster, was wiederum bedeutet, dass sie weniger scheuern und sich kein überflüssiger Stoff zusammenballt. Daneben ist auch der verlockende, große, weiche Gel-Sattel nicht wirklich toll. Der perfekte Sattel sollte breit genug sein, um deine Sitzknochen zu stützen - ein guter Grund, dich nach einem Sattel für Frauen umzusehen.

Die Trittfrequenz - wie schnell du in die Pedale trittst - sollte schneller sein, als du wahrscheinlich denkst: Als Faustregel werden zwischen 80 und 105 UPM (Umdrehungen pro Minute) auf flacher Strecke empfohlen. In Studien wurde nachgewiesen, das bei 90 UPM die Beine meist weniger müde werden. Und wie misst man nun diese UPM? Entweder, indem du mitzählst, wie oft dein Bein in 15 Sekunden auf 6 Uhr, also ausgestreckt, ist, und das Ganze mal 4 multiplizierst. Oder indem du dir einen Radcomputer anlegst, der die Trittfrequenz oder Kadenz misst.

Was die Tritt-Technik angeht: Wenn man dir gesagt hat, du sollst an der Zugphase, dem nach-oben-Ziehen, arbeiten, vergiss das wieder. Die meiste Kraft kommt daraus, die Krafteinwirkung auf der 3-Uhr-Position zu maximieren. Mit starken Core- und Pomuskeln geht das am besten.

Windschattenfahren heisst, ganz eng hinter einem anderen Fahrradfahrer zu fahren, und von seinem Windschatten zu profitieren und damit weniger Energie zu verbrauchen. Um Windschattenfahren zu vermeiden, musst du wenigsten 10 Meter hinter anderen Radfahrern bleiben, außer wenn du überholst. Überholen solltest du übrigens immer links, wie im normalen Straßenverkehr.

Triathlon-Rad für Einsteiger: Was muss dran sein?

Ich habe auch schon neue Zeitfahrräder für unter 1.000 Euro gesehen. Aber empfehlen kann ich solche Angebote nicht. Denn die Anbieter sparen überall: Am Rahmen, der Schaltung, den Bremsen, dem Lenker …Beim Kauf sollte Dein Blick also stets auf die gesamte Ausstattung gehen, den Mix der Komponenten. Hier einige Parameter:

  • Bremsen: Unteres Limit bei Shimano-Komponenten ist die 105-Ausstattung (Baugleich: Shimano BR-R561). Einige Hersteller verwenden auch andere Bremsen, wie zum Beispiel die FSA Gossamer Pro - auch die ist in Ordnung. Eine Tiagra oder gar eine Sora sollte aber nicht dran sein.
  • Schaltung: Optimal ist, wenn Du hier schon eine Ultegra-Ausstattung oder eine Ausstattung gleichen Niveaus von anderen Herstellern bekommst. Darauf läst sich in Zukunft aufbauen.
  • Laufräder: Hier sind bei einem günstigen Rad selten allzu gute Laufräder zu erwarten. Häufig sind hier Sätze der Marke Easton eingebaut. Das ist für den Anfang auch ok. Später bieten gerade die Laufräder noch hohes Verbesserungspotential. Da geht es aber gleich in mehrere hundert Euro bis tausend Euro. Also hebe Dir das für später auf.
  • Lenkeraufsatz: Sollte von Profile Design, Syntace, FSA oder einem anderen zuverlässigen und bekannten Markenhersteller sein. No Name geht hier gar nicht! Denn wenn der Lenker schlecht gebaut ist und gar bricht, ist ein böser Sturz die Folge.
  • Kurbel und Co: Auch hier immer auf den Markennamen achten. Oft wird hier FSA oder ähnliches verbaut, da günstiger als zum Beispiel Shimano. Eine Sora oder etwas auf dem untersten Niveau sollte nicht dran sein. Zur Not Google die Komponenten.

Gute Räder für den Triathlon-Einsteiger

Zwei typische Räder, die Du auch häufig in der Wechselzone siehst, sind die Modelle “Cervélo P2” und “Cube Aerium Pro” oder “Race”.

Cube Aerium Pro 2013

Das Cube Aerium Pro 2013 ist ein gutes Triathlon-Bike für Einsteiger. Der Rahmen ist aus Alu, die Gabel aus Carbon, der Lenkeraufsatz von Syntace. Kurbel, Bremsen und Schaltung kommen von Shimano auf dem Niveau einer 105er. Wie gesagt: Untere Grenze aber ok. Die Laufräder sind von Easton. Sitzrohrwinkel liegt bei 76 Grad (77 bei kleinen Modellen), das hat also den geforderten steileren Winkel. Das Aerium Pro kommt mit einem normalen Rennradlenker mit zusätzlichen Zeitfahrgriffen. Die Schaltung und die Bremsen sind am Rennradlenker angebracht. So musst Du eben bei jedem Schaltvorgang aus dem Zeitfahrlenker gehen. Auch die Bremsen etwas umständlicher zu erreichen.

Fazit: Ein äußerst günstiges Zeitfahrangebot des Markenherstellers Cube für Triathlon-Einsteiger. Als Basis zum Ausbauen aber nur bedingt tauglich, da kein Carbonrahmen in dedizierter Aeroform. Preis: ca. 1.800 Euro

Tipp: Das Cube Aerium Race kostet 200 Euro mehr, kommt dann aber mit einem “echten” Triathlon-Lenker und leicht besserer Ausstattung.

Cervélo P2 Ultegra

Das Cervélo P2 Ultegra ist ein echter Klassiker in der Wechselzone (übrigens auch mein Rad). Der Carbon-Rahmen ist im Gegensatz zum günstigeren Cube deutlich aerodynamischer geformt. Die Umwerfer der Schaltung sind Shimano Ultegra-Komponenten, also gut. Der Aero-Lenker aus Aluminium ist durchgehend von Profile-Design, nur die Schalthebel vorne sind Shimano Dura Ace. Ebenfalls von Shimano sind die soliden Laufräder. Erwähnenswert ist die Cervélo-Sattelstütze aus Carbon. Sie bietet zwei mögliche Stellen für die Montage des Sitzes an. Die hintere ermöglicht einen Sitzwinkel von 75 Grad, der vordere macht den Winkel noch steiler. Kurbel und Bremsen sind aus dem FSA Gossamer-Programm und in Ordnung.

Fazit: Das Cervélo P2 Ultegra ist ein rundes Komplettangebot, an dem der Triathlet lange Spaß hat. Zudem eine solide Basis für weiteres Ausbauen - etwa das Ersetzen des schweren Lenkers, das Ausstatten mit einer besseren Kurbel oder teurere Laufräder bieten viel‚ Potential. Preis: 2.400 Euro

Alternative: Rennrad aufmotzen für den Triathlon

Eine Alternative ist noch das Aufrüsten Deines Rennrades zum Triathlon-Rad. Dazu findest Du einen eigenen Artikel hier.

Fazit

Für den Einstieg in den Triathlon muss es nicht gleich ein teures Triathlonrad mit aerodynamisch getrimmtem Rahmendesign und Hochprofil-Laufrädern für viele tausend Euro sein. Ein solides Einsteiger-Rennrad für einen niedrigen vierstelligen Betrag, idealerweise ausgestattet mit einem Lenkeraufsatz, kann dem All-inclusive-Paket eines Triathlonrads schon sehr nahe kommen.

Der große Vorteil: Mit einem Rennrad haben Sie im Training deutlich mehr Spaß, da dessen Einsatzgebiet nicht so spezialisiert ist und Sie gerade bei längeren, bergigen Touren das einfachere und komfortablere Handling eines klassischen Rennrads zu schätzen wissen werden.

Sollten Sie nach Ihren ersten Triathlons so richtig angefixt sein und sich auch auf längere Distanzen wagen wollen, können Sie noch immer über den Kauf eines Triathlonrades nachdenken. Ihr Rennrad möchten Sie vermutlich dennoch nicht mehr missen wollen. Und zu guter Letzt sei gesagt, dass der überwältigende Großteil des Luftwiderstands bzw. der Aerodynamik nicht vom Rad, sondern vom Athleten, der darauf sitzt, ausgeht. Daher nützt Ihnen das beste Material nichts, sofern die Position darauf nicht optimiert wurde bzw. nicht passt.

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