GIANT E-Bike Test: Ein umfassender Überblick

GIANT ist - je nach Sichtweise - der größte Bike-Hersteller der Welt und deckt mit der eigenen Produktpalette jedes Szenario auf zwei Rädern ab. Die Marke ist für ihre soliden, gut ausgestatteten und vor allem preiswerten Bikes bekannt, die das Brot- und Buttergeschäft ausmachen. Doch hin und wieder beweist GIANT auch, dass man Vorreiter in Innovation und Design sein kann und prescht mit Bikes auf den Markt, die deutlich aus dem eigenen Portfolio herausstechen. Hier werden verschiedene Modelle und ihre jeweiligen Stärken und Schwächen beleuchtet.

GIANT Stormguard E+ 1: Das SUV E-Bike im Test

Bei GIANT ist der Name Programm: Mit dem Stormguard E+ 1 schickt der Bike-Riese ein super-wuchtiges SUV E-Bike in den Test. Das komplett eigenwillige Stormguard E+ neigt in vielen Punkten zu Extremen statt zu einem gesunden Mittelmaß. An dem 8.000 € teuren SUV E-Bike verbaut GIANT fast alles, was der Markt in diesem Segment und das eigene Sortiment hergibt. Der Range-Extender gehört zur Serienausstattung des von uns getesteten Top-Modells. Der bullige Alu-Rahmen ist in vier Größen von S-XL verfügbar, besitzt in allen Größen 100 mm Federweg in den Sprunggelenken und rollt auf 27,5” großen Mountainbike-Reifen. Denn mit 34,1 kg in Größe L ist es mit Abstand das schwerste Bike in unserem Testfeld. Aufgabe einer Sturmwache ist es, nach schlechtem Wetter Ausschau zu halten - Aufgabe des GIANT Stormguard ist es, unbeirrt in den Orkan hineinzufahren. Das GIANT Stormguard besitzt einen massiven und unverwüstlichen Alu-Hauptrahmen, den nicht mal ein Hurricane vom Boden gelupft bekommt. Der Bronze-Lack hat einen leichten Metallic-Effekt und schafft es, die ein oder andere Schweißnaht etwas zu kaschieren. Ein imposanter Auftritt ist mit dem GIANT Stormguard gewiss.

Besondere Merkmale des Stormguard E+ 1

Statt eines klassischen Hinterbaus hat GIANT für das Stormguard eine Hinterbauschwinge konzipiert - ähnlich wie bei einem Motorrad. Ein Vorteil der Schwingenkonstruktion: Der Riemenantrieb verläuft komplett darunter. Hat man erstmal 10.000 km drauf, die der Riemen laut GIANT durchhalten soll, kann man ihn einfach wechseln, ohne ein Rahmenschloss öffnen und den Riemen durchfädeln zu müssen. Der Hinterbau und die FOX AWL-Federgabel besitzen 100 mm Federweg, womit das GIANT die geringsten Fahrwerksreserven für schnelles Trail-Geschepper im Testfeld vorzuweisen hat. Das ist schon mal ein Indiz dafür, wohin die Reise mit dem GIANT Stormguard gehen soll: ein gemächliches, aber unaufhaltsames und auf alles vorbereitete Entdeckerfahrzeug. Neben der Hinterradschwinge fällt noch der markant-riesige und frei schwebende Heckgepäckträger auf, der am Sattelrohr und nicht an der Schwinge befestigt ist. So werden Gepäckstücke vom Hinterrad entkoppelt und durch das Fahrwerk mitgefedert. Die breite Form garantiert, dass keine Taschen in die Speichen oder an den Riemen und die Bremsscheibe geraten, wie es beim BULLS Vuca der Fall ist. Die Oberseite besitzt zudem die praktische MIK-Aufnahme, wodurch Taschen innerhalb von Sekunden angeklippst werden können. Mit einer erlaubten Zuladung von 15 kg bleibt der Träger jedoch etwas hinter den anderen im Test zurück, besonders wenn man sich das maximal zulässige Gesamtgewicht von 156 kg des Stormguard vor Augen führt (das höchste im Testfeld). Mehr Stäbe als in einem Fachwerkhaus: Der GIANT Floating MIK-Gepäckträger schwebt über dem Hinterrad und federt das Gepäck gleich mit.

Motor und Akku

Beim Motorsystem vertraut GIANT wie bei allen E-Bikes im Portfolio überwiegend auf sich selbst. Der GIANT SyncDrive Pro 2-Motor basiert auf einem Yamaha-Aggregat, ist aber von GIANT abgestimmt und liefert viel Power - vor allem im Power-Modus. Da reagiert das Kraftpaket bereits auf leichten Pedalkontakt und schiebt stark nach vorne. Der Motor hat eine ausgeprägte Tropfenform, ist aber dennoch durch einen sauberen Übergang zum Unterrohr und Akku-Cover schön in die Silhouette integriert. Der Akku versteckt sich hinter einem werkzeuglos abnehmbaren Akku-Cover und wird von einem Schloss im Rahmen fixiert. Für die Entnahme muss man sich zwar etwas bücken, aber anders wäre eine Range-Extender-Aufnahme auf der Oberseite des Unterrohrs nicht realisierbar gewesen. Der Range-Extender sitzt sehr sicher auf einer eigenen Aufnahme und wird in den Ladeport über der Motoraufnahme eingesteckt, um den Hauptakku zu unterstützen. Will man den Hauptakku und den Range-Extender gleichzeitig aufladen, benötigt man auch zwei Ladegeräte. Ein kleines Feature, das uns am GIANT Smart Charger-Ladegerät besonders gefällt, ist die Schonladungsfunktion, die den Akku nur bis 60 % auflädt, um die Zellen zu schonen und das Bike beispielsweise in den Winterschlaf zu schicken. Die Kurbel verdeckt es dezent: Der Giant SyncDrive Pro2-Motor ist powered by Yamaha. Da der Range-Extender den Platz einnimmt, an dem für gewöhnlich die Trinkflasche sitzt, hat das SUV E-Bike einen speziellen zweiseitigen Flaschenhalteradapter auf dem Oberrohr.

Cockpit und Ergonomie

Das GIANT-eigene Motorsystem macht auch vor dem Cockpit nicht halt, wobei der überladene GIANT-Lenker als einziges auch die Bezeichnung Cockpit verdient hat. Gut gelöst ist das RideDash EVO-Display, das formschön auf dem Vorbau integriert wurde. Es bietet nur eine geringe Informationsvielfalt, ohne zu überfordern, ist scharf wie ein japanisches Katana und kann sogar Richtungspfeile von der RideControl-App wiedergeben. Die restlichen Steuerelemente wie die große RideControl Ergo 2-Motorsystemfernbedienung und die Sattelstützen-, Fernlicht-, und Enviolo Funkschaltungs-Remote überfordern selbst den geübtesten Daumenwrestler und haben eine schlechte Ergonomie. Viele Hebel und Tasten lassen sich nur erreichen, wenn man die Hand leicht vom Lenkergriff löst. Trotz der zahllosen Fernbedienungen ist GIANT ein gut sortiertes Kabelmanagement vor dem Cockpit gelungen. Erwähnenswert sind noch die leicht konturierten GIANT Connect Ergo-Griffe mit Flügel, Hörnchen und einer Gummimischung in Kork-Optik, die zur Rahmenfarbe passt. Sie verpassen dem GIANT-Cockpit eine Old-School-Optik und ein gemütliches Trekking-Flair.

Fahrverhalten und Komfort

Am besten startet man mit dem GIANT Stormguard die eigene Expedition noch mitten in der Nacht. Dann stehen die Chancen gut, dass es einem gelingt, die 1.050 Wh Akku-Kapazität an einem Tag leer zu bekommen. Das gleißend helle Supernova M99 Mini Pro-Frontlicht mit Fernlicht-Funktion sorgt für eine super Lichtausbeute. Das etwas niedrig am Schutzblech platzierte E3-Rücklicht wird da schon eher übersehen. Nimmt man auf dem Stormguard Platz, wird man in einer kompakten und aufrechten Körperhaltung positioniert. Für gewöhnlich würde man eine so entspannte Sitzposition eher einem komfort-orientierten Tiefeinsteiger zutrauen, doch das GIANT erweist sich als nochmals kompakter als das CONWAY oder Advanced im Testfeld. Einen winkelverstellbaren Vorbau besitzt es nicht, der wird bei den meisten Körpergrößen aber auch nicht nötig sein. Die absenkbare Sattelstütze mit 150 mm Hub erleichtert den Aufstieg, die Bedienung der Sattelstütze über die unergonomische Remote erschwert den Vorgang wiederum etwas. Startet man den E-Motor, wählt die stufenlose Enviolo Automatiq Heavy Duty-Nabenschaltung einen „Startgang“, den man zuvor per Enviolo-App vordefiniert hat. Beim Anfahren in der Ebene funktioniert das meist tadellos, bleibt man unvermittelt am Hang stehen, kann das Anfahren schwer fallen. Unterwegs stellt man fest, dass trotz der geringsten Federwegsreserven das FOX-Luftfahrwerk für hohen Fahrkomfort sorgt. Unterstützt wird es von den sehr voluminösen MAXXIS Rekon-Reifen mit 2,6” Breite. Zusammen mit dem Moustache stellt GIANT hier die dicksten Reifen im Testfeld, die nicht nur für eine bullige Optik sorgen, sondern durch ihre schiere Größe bereits feine und etwas gröbere Fahrbahnunebenheiten ausfiltern, bevor das FOX-Fahrwerk aktiv werden muss. Beim entspannten City-Cruisen oder Durchqueren der Tornado Alley im Mittleren Westen der USA wechselt die Nabenschaltung automatisch das interne Übersetzungsverhältnis. Dafür legt man per Smartphone-App oder per Lenkerremote eine Zieltrittfrequenz fest. Echtes Schalten ist nicht möglich.

Vor- und Nachteile des Stormguard E+ 1

Das GIANT Stormguard E+ 1 vereint einen imposanten Auftritt mit hohem Langstreckenkomfort und relaxtem Fahrfeeling. Durch das hohe Gewicht und Komponenten wie die Automatikschaltung ist es für einen sportiven Einsatzzweck nicht geeignet, also nur ein Utility Vehicle und kein SUV E-Bike. In besonders schroffem Gelände kann es Fahranfänger überfordern, bei moderater Gangart ist es jedoch sehr gutmütig.

Technische Daten

Hier ist eine Übersicht der technischen Daten des GIANT Stormguard E+ 1:
Komponente Details
Motor Giant SyncDrive Pro2 85 Nm
Akku EnergyPak Smart & Energy Pak Plus Range Extender 1.050 Wh
Federgabel FOX AWL 100 mm
Dämpfer FOX Float DPS 100 mm
Sattelstütze GIANT Contact Switch Vario 100 - 170 mm
Bremsen Shimano DEORE BR-M6120 203 mm
Schaltung Enviolo Automatiq HD 380%
Reifen MAXXIS Rekon EXO 2,6"
Gewicht 34,1 kg
Zul. Gesamtgewicht 156 kg

GIANT AnyTour X E+: Der Offroad-Tiefeinsteiger im Detail

Das GIANT AnyTour X E+ ist ein Offroad-Tiefeinsteiger, der Komfort und Kontrolle vereinen soll. Das 5.699 € teure Trekking-E-Bike wurde getestet, um herauszufinden, was es kann. Der Rahmen des AnyTour X wird in mehreren unterschiedlichen Verfahren in Form gebracht, um Design, Funktionalität und Robustheit unter einen Hut zu bringen. Das doppelwandige Unterrohr entsteht im Alu-Extrusionsverfahren. Die mehrwandige Struktur dient nicht nur der Stabilität, sondern wird gleichzeitig als Kabelkanal für die Leitungen genutzt, die durch den Steuersatz in den Rahmen verlaufen. Die Motoraufnahme - ein neuralgischer Punkt für Tiefeinsteiger - wurde geschmiedet. Dadurch soll dieser Bereich laut GIANT höhere Kräfte aushalten als z.B. zurechtgebogene und zusammengeschweißte Aluplatten mit gleicher Wandstärke. Durch das bei Tiefeinsteigern fehlende Oberrohr muss die Motoraufnahme im Alleingang Verwindungskräften von vorderem Rahmen und Hinterbau widerstehen. Der SyncDrive Pro2-Motor ist der Top-Performer im Hause GIANT. Zu guter Letzt kommt noch Hydroforming zum Einsatz. Das Verfahren ermöglicht Rohre mit variablem Querschnitt, wie es z.B. beim Sattelrohr der Fall ist. Wenn es allein nach dem Rahmen gehen würde, könnte das AnyTour X E+ laut GIANT für ein zulässiges Gesamtgewicht von 180 kg freigegeben werden. Das zulässige Gesamtgewicht (zGG) richtet sich jedoch immer nach der schwächsten Kette im Glied, was beim AnyTour mehrere Anbau-Komponenten sind, weshalb das Trekking E-Bike ein zGG von 156 kg aufweist. Abzüglich einem E-Bike-Gewicht von knapp 30 kg bleiben so immer noch ganze 126 kg Zuladung für Fahrer und Gepäck.

Motor und Akku des AnyTour X E+

Je nachdem, für welche Ausstattungsvariante man sich vom GIANT Anytour X E+ Trekking E-Bike entscheidet, erhält man auch unterschiedlich performante Motorsystem-Komponenten. In den Einstiegsvarianten E+ 3 und E+ 2 verbaut GIANT den SyncDrive Sport2-Motor mit 75 Nm Drehmoment und paart ihn mit einem Akku mit 625 Wh Kapazität. In den höheren Ausstattungsvarianten E+ 0 und E+ 1 kommt in Serie der Spitzenprädator von GIANT, der SyncDrive Pro2-Motor (Link zum Test) mit 85 Nm Drehmoment zum Einsatz. Der SyncDrive Pro2-Motor stellt genug Kraft zur Verfügung, um ein vollbeladenes AnyTour samt Hundeanhänger einen Anstieg hochzuschieben. Im Akku kommen 22700-Zellen zum Einsatz. Sie sind etwas größer und kapazitätsstärker als die sonst üblich verbauten 21700-Zellen. Was sie laut GIANT jedoch so einzigartig macht, ist ihre Stabilität bei hohen Entladeströmen. Laut GIANT entladen sie sich kühler und damit schonender. Rein rechnerisch (und höchstwahrscheinlich bei optimalen Fahr- und Ladebedingungen extrapoliert) entsprechen 2.300 Ladezyklen einer zurückgelegten Strecke von 200.000 km.

Ausstattung und Komfort des AnyTour X E+

Aufsteigen auf das AnyTour wird dank des tiefen Durchstiegs zum Kinderspiel, an seiner tiefsten Stelle misst er eine Höhe von gerade mal 40 cm. Direkt nach dem ersten Aufsitzen haben wir vom winkelverstellbaren Vorbau Gebrauch gemacht und den Lenker in einer körpernahen und hohen Position arretiert. Dadurch sitzt man auf dem Trekking E-Bike in einer aufrechten und für den Rücken sehr entspannten Sitzposition. Es lastet wenig Druck auf den Händen und durch die aufrechte Körperhaltung hat man einen guten Rundumblick.

Fahrverhalten im Test

Geht es über schlecht befestigte Waldwege Richtung Horizont, macht sich die Kombi aus gefederter Sattelstütze, der SR Suntour MOBIE34-Federgabel mit 100 mm Federweg und den Schwalbe Smart Sam-Reifen mit 2,25″ Durchmesser bezahlt. Das AnyTour X E+ 0 federt feine Unebenheiten weg und überrollt sehr fahrstabil auch vereinzelte Wurzeln oder aufgerissene Schlaglöcher. Auf Schotterstraßen liefern Fahrwerk und Reifen ebenfalls gute Traktion. Für den gelegentlichen Abstecher auf Trails ist es jedoch nicht gemacht. Das AnyTour ist eher gutmütiger Packesel als sportliches Rennpferd. Selbst mit voller Beladung fährt sich das AnyTour X E+ 0 gutmütig und bleibt leicht beherrschbar.

Vor- und Nachteile des AnyTour X E+

Das GIANT AnyTour X E+ ist ein gutmütiges Trekking E-Bike mit angenehmem Langstreckenkomfort und einer hochwertigen Ausstattung. Auch das Motorkonzept mit kraftvollem SyncDrive Pro2-Motor in Kombination mit dem wartungsarmen Riemen und der stufenlosen Nabenschaltung sorgt für entspannte Trips. Von Alltagsfahrten bis zum langen Trekkingausflug mit Gepäck und Hundeanhänger macht das AnyTour X E+ alles mit.

Modellvarianten

Das neue GIANT AnyTour X E+ erscheint in vier Ausstattungsvarianten und vier Größen. Die Größen S, M, L und XL sollen Körpergrößen von 1,54 m bis 2,06 m abdecken. Die Ausstattungsvarianten steigen in umgekehrter numerischer Reihenfolge auf. Das Einstiegsmodell AnyTour X E+ 3 fängt bei 3.699 €. Es teilt sich mit dem Modell E+ 2 für 4.199 € den etwas leistungsschwächeren SyncDrive Sport 2-Motor mit 75 Nm und ein EnergyPak-Akku mit 625 Wh Kapazität. In den höheren Ausstattungsvarianten E+ 0 und E+ 1 kommt in Serie der Spitzenprädator von GIANT, der SyncDrive Pro2-Motor mit 85 Nm Drehmoment zum Einsatz.Die wesentlichen Unterschiede zwischen den Modellen sind:* **E+ 3:** Konventionelle Kette und 10-fach Deore-Schaltung* **E+ 2:** GATES-Carbonriemen in Kombination mit einer 5-fach Shimano NEXUS-Nabenschaltung* **E+ 1:** 11-fach Shimano XT-LINKGLIDE-Kettenschaltung* **E+ 0:** GATES-Carbonriemen und eine stufenlose Enviolo Trekking AUTOMATIQ-Nabenschaltung mit Automatik-Modus

GIANT Stance E+: Das E-Fully im Test

Das Giant Stance E+ wurde gerade brandneu aufgesetzt. Mit 125 Millimetern am Heck ist es auf dem Papier deutlich zahmer aufgestellt als die Konkurrenz in unserem Vergleichstest. Doch im Gelände ist davon wenig zu spüren. Der Hinterbau arbeitet sehr sensibel und aktiv, das verleiht dem Bike in sitzender Fahrweise viel Komfort und Traktion. Geht es steil und schwierig bergauf, kann dem Giant Stance E+ kein anderes Bike im Testfeld das Wasser reichen. Einzig der im Vergleich zu Bosch etwas schwächere Motor (Giant Syncdrive Pro 2) trübt die Uphill-Euphorie etwas. Dennoch: Das Vorderrad behält immer Druck und damit perfekte Führung. So folgt das Bike der anvisierten Linie, ohne dass der Fahrer übermäßig ackern muss. Das Hinterrad glänzt mit massig Traktion. So bleibt man auch in fiesen Uphill-Passagen Herr der Lage.

Bergab-Geometrie & effizientes Fahrwerk

Ähnlich viel Vertrauen vermittelt das Bike bergab. Der lange Radstand von 1274 Millimetern in Größe L gibt viel Fahrsicherheit und Laufruhe, das tiefe Tretlager positioniert den Fahrer entspannt im Bike. Das Fahrwerk arbeitet sehr effizient und lässt erst bei richtig harten Schlägen seinen kürzeren Hub durchblicken. Damit lädt das Bike zu sportlichen und schnellen Trail-Runs ein. Besonders dabei ist das gutmütige Handling. Das Bike gibt auch bei passiver Fahrweise viel Kontrolle und lässt sich leicht beherrschen. Die Kehrseite: Bunny-Hops und Spielereien mit dem Gelände sind überhaupt nicht das Ding des Stance E+. Das Vorderrad zu entlasten, benötigt deutlich mehr Krafteinsatz und Momentum als mit den anderen Kandidaten im Test der sechs E-Fullys bis 5500 Euro. Das Gewicht von 25,5 Kilo begeistert nicht, geht in Anbetracht des großen 800er-Akkus und Alu-Rahmens aber voll in Ordnung.

Vor- und Nachteile des Stance E+ 1 Pro

Entspannte Tour oder sportlicher Trail-Ritt? Das Stance E+ kann beides. Mit großem Akku sind sogar Extrarunden drin. Sehr fahrsicher und laufruhig, aber wenig verspielt. Top im Uphill!

Technische Daten

Hier ist eine Übersicht der technischen Daten des Giant Stance E+ 1 Pro:
Komponente Details
Preis 4999 Euro
Gewicht 25,5 kg
Motor Giant Syncdrive Pro2 (Yamaha PW-X3)
Akku 800 Wh
Gabel Rockshox 35 Silver
Dämpfer SR Suntour Raidon Air R
Federweg vorne / hinten 140 / 125 mm
Bremsen Shimano BR-M 4120 / 203 mm
Reifen Maxxis Minion DHF EXO, 29 x 2,5" / Dissector EXO, 29 x 2,4"

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