Cross-Country ist DIE Ur-Disziplin des Mountainbike-Sports; kein Wunder also, dass die Rennfeilen auch heute nicht nur auf den Racetracks dieser Welt gefragte Ware sind. Mit diesen zehn Bikes ab recht erschwinglichen 1599 Euro drehst du auf! Wir haben uns die zehn spannendsten Race-Hardtails herausgepickt, weiter unten findet ihr noch unseren Highlight-Test der besten Bikes der Saison. Viel Spaß!
Die Kandidaten im Überblick
Hier ist eine Übersicht über die Top-Hardtails aus 2024:
- CANNONDALE SCALPEL HT
- BMC TWOSTROKE
- BH BIKES Ultimate
- CERVÉLO ZHT-5
- CORRATEC REVO BOW
- KTM MYROON
- CANYON EXCEED
- SCOTT SCALE
- SIMPLON RAZORBLADE IV
- ROCKRIDER CROSS COUNTRY RACE 900
Einzelvorstellungen der Race-Hardtails
CANNONDALE SCALPEL HT - Das Messerscharfe
Bewusst eigenwillig zeichnet Cannondale seinen schnellsten Starrheckler: Die US-Amerikaner verbauen die ikonische Lefty-Federgabel mit 110 mm Hub, was die Geometrie für ein XC-Hardtail extrem flach ausfallen lässt. Bei den Edelmodellen Ultimate und Hi-Mod kommt eine besonders edle und strapazierfähige Faser zum Einsatz, das Rahmengewicht pendelt sich bei circa 900 g ein. Mit schwererem Rahmen von rund 1100 g startet es bei fairen 2299 Euro. Wermutstropfen: Als Komplettbike gehört das Scalpel eher zu den properen Vertretern der Race-Hardtails.
BMC TWOSTROKE - Der Rowdy
Progressiv interpretiert BMC die Kategorie Race-Hardtail: Die Front fällt mit 67°-Lenkwinkel sehr flach aus, auch der Reach ist üppig gezeichnet. Der "Zweitakter" wurde bewusst für Spaß auf der Feierabendrunde ausgelegt, das Rahmengewicht in Größe M fällt mit 1037 g recht pfundig aus. Komfort generiert eine Sattelstütze in D-Form, mit Adapter packt das Bike auch Vario-Sattelstützen. Ab 2499 Euro, ab 9,8 Kilo. Mindestens 2499 Euro muss man fürs Twostroke berappen, das Topmodell für 5999 Euro ist vergleichsweise fair bezahlt, kommt dafür mit eher nüchtern-funktionellen Parts wie DT-Swiss-Alu-Laufräder, SramGX-AXS-Schaltgruppe und Rock-SIDSelect-Gabel.
BH BIKES Ultimate - Der leichte Baske
Mit höchst asketischen 820 g Rahmengewicht in Rahmengröße M will BH aus Spanien mit dem Ultimate ein Wörtchen in der ersten Liga mitsprechen. Das BH kommt mit Anschlagsschutz fürs Oberrohr und Zugverlegung durch den Steuersatz. Das Ultimate ist von den Basken modern gezeichnet: Der Lenkwinkel misst 68°, für maximale Wendigkeit auf verspielten Kursen ist der Reach kompakt gehalten, ebenso die Kettenstreben mit 420 mm Länge. Dazu gibt es einen 31,6-mm-Sattelstützendurchmesser für maximale Dropperpost-Kompatibilität sowie ein pfiffiges Minitool samt CO2-Kartusche im Steuerrohr. Ab 3599 Euro, keine Gewichtsangabe.
CERVÉLO ZHT-5 - Die Neuheit
In der Rennrad- und Triathlon-Szene ist Cervélo ein großer Name, jetzt greifen die Kanadier auch im MTB-Segment an. Das Erstlingswerk für den Geländebetrieb bietet eine moderate Geometrie inklusive eher steilem Lenkwinkel und kompakt gehaltenen Abmaßen, die Zugführung erfolgt durch den Steuersatz. Das ZHT-5 soll den Shootingstars Fem van Empel und Milan Vader vom postgelben Jumbo-Visma-Straßenteam auch auf dem MTB zu Triumphen verhelfen. Gut, aber kein Fabelwert: das Rahmengewicht von 907 g in Größe M. Das Topmodell mit 1A-Ausstattung kostet 9999 Euro, das Einstiegsmodell stolze 5299 Euro. Ab 5299 Euro, ab 8,9 Kilo.
CORRATEC REVO BOW - Der Flitzebogen
Mit seinem spektakulären, hauchdünnen Oberrohr macht das Revo Bow mächtig was her: Das eigenständige Bogen-Design soll die Torsionssteifigkeit des edlen Rahmens erhöhen. Mit Erfolg: Das Corratec wurde von Sprintstar Simon Gegenheimer 2021 zum WM-Titel in der spektakulären Eliminator-Kategorie gelenkt. In Sachen Geometrie setzen die Bayern auf konservative Werte: Das Bike fällt dank steiler Front und kurzem Bug höchst wendig aus. Preislich steigt man ab 3799 Euro aufs Rad, das Topmodell mitsamt Rock-Shox-SID-SL-Ultimate-Gabel, DT-Swiss-Carbon-Laufrädern und Sram-Funkschaltung kostet üppige 9000 Euro. Ab 3799 Euro, keine Gewichtsangabe.
KTM MYROON - Der Gipfelstürmer
Zu den schnellsten XC-Bikes im Rennsport gehört traditionell das Myroon von KTM. Die Komfortwerte des Carbon-Bürzels wurden ebenso optimiert, gleichzeitig das Rahmengewicht durch gezielte Diät am Layup gedrückt. Die Neuauflage stellten die Österreicher erst kürzlich vor. Nun verträgt das Myroon am Heck Reifen bis zu 2,35" Breite, zudem ist die Zugführung durch den Steuersatz geführt. 920 g wiegt der Rahmen des Topmodells Exonic jetzt, ist dabei für Systemgewichte von 109 Kilo freigegeben. Attraktiv: Die Modelle mit etwas schwereren Kohlefasern starten schon bei 1899 Euro. Ab 1899 Euro, ab 8,7 Kilo.
CANYON EXCEED - Der Dauerbrenner
Mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis umgarnt das Exceed des Koblenzer Versenders eine große Fangemeinde. In Sachen moderner Geometrie hat das Exceed zugelegt, in puncto Gewicht abgespeckt. Auch die aktuelle Ausbaustufe begeistert. Der Toprahmen namens "CFR" haucht nur 853 g auf die Waage. Features wie die integrierte Sattelstützenklemmung, ein Lenkanschlagsbegrenzer sowie ein großes Rahmendreieck für zwei Trinkflaschen kommen bei allen Preisklassen zum Einsatz. Apropos: Mit "CF"-Carbonrahmen, der ca. 1300 g wiegen soll, ist das Hardtail mit vergleichsweise reichhaltiger Ausstattung schon ab 1599 Euro zu haben.
SCOTT SCALE - Der Gejagte
Das wohl erfolgreichste Race-Hardtail der Welt hat jüngst ein Update erhalten: Die Geometrie ist mit 67,9°-Lenkwinkel und langer Frontpartie progressiv gestaltet, um auch auf technischen Abfahrten aufzutrumpfen. So schafft das Monocoque-Cockpit mit integrierter Zugführung eine einzigartige Optik. Zum feschen Rahmen gesellen sich pfiffige Features. Beim Scale ist der Name Programm: Die Rahmengewichte starten bei schlanken 847 g ("HMX SL"-Fasern), in der "HMF"-Güteklasse kommt das Scale auf 1013 g. Das Einstiegsmodell kostet erschwinglichere 2099 Euro. Festhalten: Das Topmodell mit TrickstuffBremse, Carbon-Laufrädern und Quarq-Wattmessung kostet irrwitzige 13 999 Euro.
SIMPLON RAZORBLADE IV - Das Federgewicht
Aus den Marathon-Startblöcken Europas ist das Razorblade kaum wegzudenken. Die Preise für Komplettbikes? Ab 4099 Euro bzw. 4799 Euro für die SL-Version. Kein Wunder, ist das Bike der Vorarlberger doch bekannt für fein gemachte Rahmen. Typisch Simplon, lässt sich das Traumrad im Baukasten-System nach fast allen Wünschen konfigurieren.
ROCKRIDER CROSS COUNTRY RACE 900 - Das Sparpaket
Sportartikel-Gigant Decathlon wildert seit einiger Zeit mit der Hausmarke Rockrider im Segment der MTB-Kompletträder. Das in Deutschland erhältliche Modell für 2499 Euro präsentiert sich als Preiskracher und kommt mit Carbon-Rahmen der 1000-g-Klasse, Rock-Shox-Reba-Gabel, MavicAlu-Laufrädern und lupenreiner Sram-GX-Gruppe. Jetzt geben die Franzosen richtig Gas und betreiben sogar ein Rennteam: 2024 stehen die Olympischen Spiele in Paris an, bei denen die im XC stets erfolgreichen Franzosen Medaillen anpeilen. Cool: Für je 500 Euro gibt es Upgrade-Optionen wie Reynolds-Carbon-Laufräder oder elektronische Sram-GX-AXS-Schaltung.
Weitere erwähnenswerte Hardtails
- VPace C4M: Leichtbau zum fairen Preis
- Canyon Grand Canyon 8: Günstiger Einsteiger-Liebling
- Marin Alcatraz 24: Kinder-Bike mit Style
- Rose Bonero Plus 2: Leichtes Carbon-Hardtail mit Motor
- Bike Ahead The Frame
- Cube Reaction C:62 Pro: Der Publikums-Liebling
- Trek Procaliber Gen 3: Racer mit der Extraportion Komfort
- Kona Unit X: Die Sorglos-Dampfwalze aus Stahl
- Ghost Lector HT Worldcup 30: Länger als ein Enduro, leichter als ein Gravelbike
- Liv Lurra E+: E-MTB-Hardtail speziell für Frauen
Die Faszination der Hardtails
Hardtails rocken! Wer einmal auf einem schnellen, stressfreien Bike durchs Gelände geflogen ist, der wird verstehen, warum der Charme eines Hardtails niemals alt wird. Ohne Heck-Federung verpufft keine Energie in wartungsaufwändigen Hinterbauten. Ohne das Zusatzgewicht von Lagern und Dämpfer sind viele leichte Hardtails nicht nur schnell, sondern auch echte Spaßmaschinen. Noch dazu muss man per se kein Millionenerbe sein, um sich ein Hardtail-MTB gönnen zu können. Wer will, kann natürlich auch eine ganze Stange Geld für ein solches Sportgerät ausgeben, das auf den ersten Blick einfach aussieht. Bei genauerem Hinsehen wird jedoch schnell klar, warum hochgezüchtete Rennmaschinen, wie etwa das Pinarello Dogma XC, auch fünfstellige Summen kosten können.
Einsteiger-Hardtails und ihre Vielfalt
Günstige MTB Hardtails werden oft als Einsteiger Mountainbikes bezeichnet. Sie kosten wenig und sind robust. Mountainbike Anfänger sind häufig von den Preisen für Bikes geschockt. Aber wir können dich beruhigen: Es gibt auch günstige Bikes mit denen man jede Menge Spaß im Gelände haben kann. Zudem werden die meisten Bikes mittlerweile ohnehin über ein Leasing wie zum Beispiel Business-Bike gekauft und so durch Ersparnisse in der Lohnsteuer günstiger.
Eins haben diese Modelle alle gemein: Es sind allesamt Hardtails. Also Bikes ohne gefedertes Heck. Da können wir dir pauschal schon mal den ersten Einsteiger Tipp geben: In der Preisklasse unter 1500 € taugen Fullys nichts! Bei Fullys fängt der Spaß ab 1500 € an.
Klassische Einsteiger-Hardtails
Klassische Einsteiger Hardtails haben 100 Millimeter Federweg an der Gabel. Diese Bikes sind mit gut rollenden Reifen und relativ niedrigem Gewicht auf Vortrieb getrimmt. Lange Anstiege oder Touren mit 50 Kilometer und mehr sind mit diesen Bikes kein Problem. Außerdem lassen sie sich auch super im Alltag zum Pendeln oder für den Weg zur Arbeit einsetzen. Auf technischen Trails, in steilen Abfahrten oder bei Sprüngen sind diese Bikes raus. Wer mit ihnen bergab im Gelände Spaß haben will, braucht eine exzellente Fahrtechnik und ist selbst dann nicht vor Materialdefekten und Stürzen gefeit. Kurzum: Beim richtigen Einsatz sind klassische Racehardtails immer noch geniale Bikes.
Allround-Hardtails
Seit dem Jahr 2022 nimmt der Trend rund um die Allround Hardtails richtig Schwung auf. Gute Allround Modelle wiegen zwischen 12 Kilo und 13 Kilo und sind damit absolut tourenfähig. Neben Canyon und Cannondale haben auch Marken wie Rockrider, Cube oder Whyte erkannt, dass der Einsatzbereich von klassischen Einsteiger Bikes zu spitz für die meisten Menschen ist. Wenn man dann noch mit der Teleskopstütze den Sattel versenkt, erhöht sich die Bewegungsfreiheit auf dem Bike extrem. Das lässt einem anspruchsvollere Trails locker meistern. Die günstigsten Allround-Hardtails gibt es ab zirka 1000 Euro. Gute Fahrtechniker wagen mit diesen Bikes sogar kleinere Sprünge.
Trailhardtails
Trailhardtails sind die radikalsten Mountainbikes ohne gefederten Rahmen. Lange Touren machen damit nicht wirklich Spaß. Mit wuchtigen Federgabeln und Reifen aus dem Enduro Segment schrecken sie vor keiner Abfahrt oder keinem Sprung zurück. Sie sind besonders robust gebaut und wiegen meist deutlich über 12,5 Kilo. Trotz der extremen Ausrichtung fällt es vielen Bikern schwer, das Potential eines Trailbikes auszuschöpfen. In vielen Fällen reicht die eigene Fahrtechnik nicht aus, um die Anbauteile an ihr Limit zu bringen. Ein Hardtail bleibt nun mal ein Hardtail. Auch massive Reifen und reichlich Federweg an der Gabel ändern nichts an der Tatsache, dass bei höherem Tempo im Gelände die Schläge am Hinterrad heftig einprasseln. Da kann es einem schon mal den Fuß von den Pedalen ziehen, das ganze Hinterrad versetzen oder den Reifen zerstören. Sie sind super robust und maximal auf Fahrspaß bergab getrimmt. Als Fazit zu den Trailhardtails lässt sich sagen: Vor allem für jugendliche Trail-Liebhaber mit geringem Budget sind sie eine gute Wahl.
Preisklassen und Empfehlungen
Ganz ehrlich: Unter 600 € können wir nur die wenigsten Mountainbikes für den sportlichen Einsatz empfehlen. Bikes in dieser Preisklasse sind super zum Pendeln oder für den Alltag, kommen aber schon auf leichten Trails an ihre Grenzen. Dafür haben die meisten Modelle in dieser Preisklasse Montagemöglichkeiten für einen Seitständer oder Schutzbleche. Ein Kinderanhänger lässt sich an nahezu allen Modellen montieren. Modelle mit etwas mehr Federweg, modernen Einfachantrieb und griffigen Reifen ermöglichen auch Fahrspaß im gröberen Gelände. Vor allem für Kinder und Jugendliche, die mit dem Mountainbiken anfangen wollen, dürften diese Modelle interessant sein. Wer ein gutes Bike sucht, um in erster Linie täglich zum Bäcker, in die Schule oder zur Arbeit zu fahren und nur gelegentlich Touren fahren will, wird in dieser Preisklasse fündig. Für den regelmäßigen, sportlichen Einsatz bei ausgedehnten Mountainbike Touren sind die Federgabeln meist zu wenig sensibel. Auch die Schaltungen mit meist drei Kettenblätter an der Kurbel und sieben bis zehn Ritzeln an der Kassette sind nicht mehr ganz up to date.
In der Preisklasse bis 1500 € wird es bereits sportlich. Hochwertige Schaltungen von Shimano oder Sram und gut funktionierende Fahrwerke gehören in dieser Preisklasse zum guten Ton. Ein Alpencross ist nicht ausgeschlossen. Ausgedehnte Touren mit leichten Singletrails machen mit diesen Bikes richtig Spaß.
„Die aktuellen Einsteiger Hardtails bis 1500 € können sich sehen lassen. Anstatt faden Einheitsbrei, hält die Industrie ein vielfältiges Angebot für unterschiedlichste Einsatzzwecke bereit. Vor allem der noch junge Trend zu den Allround Hardtails dürfte viele Mountainbike Anfänger ansprechen.
Verwandte Beiträge:
- Triumph Mountainbike Test & Kaufberatung: Modelle, Preise & Erfahrungen
- Decathlon Mountainbike 26 Zoll: Test & Kaufberatung
- Ist Fahrradfahren Sport? Kalorienverbrauch & gesundheitliche Aspekte
- E-Dreirad mit Akku: Test & Vergleich der besten Modelle für Senioren & Erwachsene
- Hundefahrradkorb Test: Die besten Modelle für sichere und komfortable Fahrten mit Ihrem Hund
- B&B Bike Gelsenkirchen: Echte Erfahrungen & Kundenbewertungen enthüllt!
Kommentar schreiben