Fahrrad Kindersitz Test bis 35 kg: Sicherheit und Komfort für Ihr Kind

Dieses Testergebnis macht Lust aufs Radfahren mit Kind: Etliche der 14 Kinderfahrradsitze im aktuellen Test der Stiftung Warentest sind empfehlenswert, gravierende Sicherheits- oder Schadstoffprobleme fanden wir nicht. Geprüft haben wir Heck- und Frontsitze, insgesamt acht davon sind gut - sicher, robust und ordentlich zu fahren. Die Tabelle bietet Testergebnisse für 14 Kinderfahrradsitze, darunter 3 Frontsitze, 5 Heck­sitze zur Montage auf dem Gepäckträger und 6 Heck­sitze zur Rahmenmontage am Sitz­rohr. Geprüft haben wir Modelle von Thule, Hamax, Britax Römer, Urban Iki, Bobike, Qibble und Polisport. Sie können die Testergebnisse nach verschiedenen Kriterien filtern, etwa nach Front-, Rahmen- oder Gepäckträgermontage. Sie können auch direkt nach Kinderfahrradsitzen suchen, die sich besonders leicht fahren lassen oder besonders einfach zu handhaben sind.

Der Kinderwagen wird irgendwann nicht nur für das Kind, sondern auch für die Eltern langweilig. Denn der Radius, in dem man sich fast Tag für Tag mit dem Gefährt bewegt, ist relativ klein und überschaubar. Nach gut neun Monaten, wenn der Nachwuchs schon eigenständig sitzen kann, sieht das plötzlich ganz anders aus.

Front- und Hecksitze im Vergleich

Geprüft haben wir im Fahr­radkinder­sitz-Test sowohl Front- als auch Heck­sitze. Die Frage, ob bei Kinder-Fahrradsitzen Hecksitze oder Frontsitze »besser« sind, entscheiden die meisten aus dem Bauch heraus. Viele Mütter ist der Frontsitz suspekt, weil er auf den ersten Blick weniger sicher erscheint.

Frontsitze

Sobald Kinder selbst­ständig sitzen können, dürfen sie auf dem Rad mitfahren. Das ist etwa ab dem neunten Monat der Fall. Für Kinder mit einem Gewicht bis 15 Kilogramm und einer Größe bis zu 93 Zenti­meter eignen sich die Frontsitze im Test. Sie werden am Steuer­rohr oder Lenkerschaft montiert. Mit so einem Fahr­radsitz haben Eltern ihr Kind immer im Blick und können sich problemlos unterhalten. Allerdings schränken die Sitze mitunter die Lenk- und Bewegungs­freiheit des Fahrers ein. Doch Frontsitze haben einen entscheidenden Nachteil: Sie sind in der Regel nur für Kinder bis zu einem Gewicht von 15 Kilo zugelassen. Dieses Gewicht erreichen Kinder meist im Alter zwischen 2 und 3 Jahren.

Hecksitze

Für schwerere Kinder mit einem Gewicht bis 22 Kilogramm und einer Größe bis 110 Zenti­meter eignen sich Heck­sitze. Hier sitzen die Kinder wind­geschützter als vorn, verlieren jedoch den freien Blick in Fahrt­richtung. Hecksitze sind dagegen in der Regel für Kinder bis 22 Kilo zugelassen - oder bis zu einem Alter von rund 5 Jahren. Ab da können die Kids dann meist ohnehin selbst Fahrrad fahren.

Fahrradsitze zur Montage auf dem Gepäckträger passen auf recht viele Fahr­räder, brauchen aber einen robusten Gepäck­träger - drei Modelle im Test sind gut. Viele Hecksitze werden am Sitzrohr befestigt und federn an Befestigungsbügeln freischwebend über dem Gepäckträger. Das ist komfortabel fürs Kind, kann bei Kurven oder unebenen Straßenverhältnissen aber zu Pendelbewegungen führen und das Fahrverhalten beeinflussen. Somit können je nach Geschwindigkeit und Straßenzustand auch entsprechend hohe Kräfte auf den Fahrradsitz und die Halterung wirken.

Es gibt auch Hecksitze, die direkt am Gepäckträger befestigt werden. Dafür sind Hecksitze größer und meist auch komfortabler und verfügen über verschiedene Einstellungen für Kopf-, Fuß- und Rückenlehne. Am besten fahren Sie mit Ihrem Zweirad zu einem Fachgeschäft und lassen sich vor Ort beraten. Denn bei einem Kinder-Fahrradsitz und bei dessen Montage gibt es einige Dinge zu beachten, die einem viel Arbeit, Zeit und Umstände ersparen - wie Kabelzüge, die verlegt werden müssen oder Gepäckträger, die nicht passen. Wenn man sich im Straßenverkehr umsieht, begegnen einem fast ausschließlich Fahrräder mit Hecksitz. Bei Hecksitzen muss man vor allem darauf achten, dass der Schwerpunkt des Hecksitzes nicht weiter als 10 Zentimeter hinter der Achse des Hinterrads liegt. Je weiter hinten das Kind sitzt, desto unsicherer ist das Fahrverhalten.

Der größte Vorteil von Hecksitzen gegenüber Frontsitzen ist, dass man mit ihnen Kinder bis zu einem Gewicht von 22 Kilo oder einem Alter von 5 Jahren transportieren darf.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Fahr­räder werden heute in unterschiedlichsten Formen und Größen gebaut. Einige Rahmen sind rund, andere oval. Mal sind sie dick, mal dünn, mal aus Stahl gefertigt, mal aus Aluminium oder Carbon. Außerdem zeigen wir im Detail für jeden Kinder­fahr­radsitz im Test, unter welchen Voraus­setzungen er sich an welches Rad montieren lässt. Das Risiko eines Fehlkaufs bei Fahr­radkinder­sitzen ist hoch - denn sie passen längst nicht an jedes Fahr­rad.

Tipp: Egal, für welchen Sitz Sie sich entscheiden - der Helm ist ein Muss. Im Test von Kinderfahrradhelmen empfehlen wir fünf gute Modelle.

Hinter unseren Test­ergeb­nissen stehen zahlreiche Praxis- und Laborprüfungen. Probanden untersuchten für uns beispiels­weise, wie gut sich die Sitze im Alltag fahren lassen und wie einfach sie in der Hand­habung sind. Außerdem untersuchte die Stiftung Warentest die Verarbeitung und Qualität der Sitze, zum Beispiel die Halt­barkeit der Materialien. Das ist bei Fahr­radkinder­sitzen oft auch eine Frage der Sicherheit. So prüften wir beispiels­weise die Gurte und den Verschluss und suchten nach gemeinen Klemm­stellen.

Tipp: Lesen Sie auch, wie Sie mit Kinderfahrradsitz sicher im Straßenverkehr unterwegs sind.

Empfehlenswerte Modelle

Wir haben 21 Hecksitze und 13 Frontsitze für Sie getestet. Wir wollten wissen, wie gut sich die einzelnen Kinder-Fahrradsitze für kleine und große Ausflüge, aber auch für den Alltag eignen.

Hamax Caress

Hochwertig verarbeitet mit praktischer Gepäckträger-Montage. Der Hamax Caress ist optisch ein echter Hingucker. Tolles Design, tolle Verarbeitung, toller Sitz - und somit unser Testsieger. Nur die Rahmenhalterung hat etwas zu viel Plastik. Schön sind auch der Drehknopf am Sitz für das Einstellen der Ruheposition und der extra beigefügte Gepäckträgeraufsatz. So ist der Sitz nicht nur »freischwebend« an Befestigungsbügeln einsetzbar, sondern vielseitig und sogar für mehr als ein Fahrrad nutzbar.

Hamax aus Norwegen weiß, worauf es bei einem Kinder-Fahrradsitz ankommt. Dazu bietet er eine hochwertige Verarbeitung. Toll ist auch der Drehknopf am Sitz, der die Rückenlehne um bis zu 20 Grad nach hinten verstellt und für eine angenehme Ruheposition sorgt, damit der kleine Passagier während der Fahrt ins Grüne oder auf dem Rückweg auch mal etwas Verschnaufen oder sogar Schlafen kann.

Der Hamax ist abschließbar. Das Gurtsystem ist ein 3-Punkt-Sicherheitsgurt mit Druckknopf. Der öffnet sich bei unserem Test erst nach 50 Newtonmeter und erfüllt damit die Prüfnorm. Allerdings: Kopf und Schultern des Kindes sind im Fall eines Sturzes nicht so gut geschützt. Hier fehlen der Schale entsprechende Vorrichtungen. Immerhin: Durch die komfortablen und langen Armlehnen können die kleinen Piloten eine stabile Fahrposition einnehmen. Das sorgt auch für Sicherheit. Fazit: Durch seine hier im Test unübertroffenen Allrounder-Qualitäten überzeugt und punktet der Hamax Caress. Das rechtfertigt auch seinen recht hohen Preis.

Polisport Bilby Maxi RS

Ein Fahrradsitz mit viel Komfort und Sicherheit fürs Kind. Das neue Modell des Bilby Maxi RS von Polisport hat es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Inspiriert wurde sein Design von Beuteltieren - die geschwungene Form umhüllt die kleinen Beifahrer förmlich und sorgt für viel Sicherheit und Komfort. Dazu kommen ein hervorragendes 5-Punkt-Gurtsystem, Reflektoren, die für Sichtbarkeit im Stadtverkehr sorgen, und eine luxuriöse Schlafposition, bei der sich der gesamte Fahrradsitz um 20 Grad nach hinten verstellen lässt.

So kleben auf der Sitzschale hinten und an den beiden Seiten Reflektoren, die bei Dunkelheit im Stadtverkehr für Sichtbarkeit und Sicherheit sorgen. Auch das 5-Punkt-Gurtsystem überzeugt, lässt sich nur mit zwei Händen und nicht durch bloßes darauf drücken öffnen. Die Sitz- und Gurtpolster sind zwar recht dünn, jedoch weich und angenehm. Die Gurte sind auf Schulterhöhe in zwei Höhen verstellbar. Dazu gibt es auf Kopfhöhe für den Fahrradhelm noch eine Aussparung. Zudem ist die gesamte Umrandung von Kopf bis Fuß so weit nach außen gewölbt und abgerundet, dass man den Sitz immer gut greifen kann. Das ist beim ein- und ausführen der Sitzgabel praktisch. Außerdem erleichtert es den Transport, wenn man den Bilby nur mit der Hand trägt. Durch ein kleines, rundes Loch oben in der Sitzschale über dem Kopf der kleinen Beifahrer kann man den Sitz auch an einen Haken hängen.

Der Kopfschutz, die langen Armlehnen und die Füße sind durch die geschwungene Form recht ausladend miteinander verbunden. So sitzen die kleinen Beifahrer wirklich rundherum geschützt in dem Bilby Maxi RS und können es sich gemütlich machen. Ein weiterer Pluspunkt besteht in Form eines Drehknopfes, der sich neben der großen Schraube, die die Sitzgabel fixiert, befindet. Dieser Drehknopf sorgt dafür, dass sich die gesamte Sitzschale stufenlos um bis zu 20 Grad nach hinten verstellen lässt - in eine sogenannte Schlafposition für die Kleinen. Auch sehr praktisch! Gerade bei längeren Fahrten oder Ausflügen.

Bobike Exclusive Tour

Ebenfalls sehr sicher - und noch dazu schick. Der Exclusive Tour von Bobike ist ebenfalls ein kleiner Design-Star. Schon allein optisch wirkt er kompakt und ansprechend. Und nicht nur das: Funktion, Verarbeitung und Sicherheit bewegen sich hier auf einem hohen Level. Obwohl der Sitz direkt auf dem Gepäckträger befestigt wird, verfügt er durch einwandfreie Sitzkissen und -polster über viel Fahrkomfort.

Der Sitz ist sehr kompakt und robust. Dafür sorgt eine doppelwandige Konstruktion, die die niederländische Firma selbst konzipiert hat, und die für viel Sicherheit sorgt. An der Lehne des Kindersitzes befindet sich eine Aussparung für den Helm. Der Kopf ist durch die weit nach vorn ragenden »Ohren« im Fall eines Sturzes gut geschützt. Die Kopflehne lässt sich um 12 Zentimeter verstellen, die Fußstützen um 13,5 Zentimeter.

Prophete Wallaroo

Einfach, gut und preiswert - der Prophete ist ein günstiger Alleskönner. Wenn Sie nicht viel ausgeben möchten, ist der Prophete Wallaroo unsere Empfehlung. Ganz schlicht und einfach kommt er daher, setzt optisch kaum Akzente, doch das ist auch gar nicht nötig. Das Gurtsystem, die Sitzschale mit Armlehnen und die Verarbeitung lassen keine Wünsche offen.

Kinder-Fahrradsitze für größere Kinder bis 30 kg

Fahrradsitze bis 30 kg ermöglichen die sichere Fahrt zusammen mit dem Kind. Die Modelle sind auf das Gewicht der Kinder abgestimmt und ermöglichen längere Radtouren oder tägliche Besorgungen ohne Gefahren. Sie sind so konzipiert, dass das Kind über die gesamte Fahrt entspannt sitzen kann, während die Eltern in die Pedale treten. Wir zeigen Fahrrad Kindersitze bis 30 kg und haben aus den besten Modellen eine Auswahl für Euch zusammengestellt.

Mit Fahrradsitzen bis zu einem Gewicht von maximal 30 kg wird Kindern und Eltern eine Möglichkeit geboten, zusammen mit einem Fahrrad zu fahren. Sie sorgen für einen sicheren Halt des Kindes auf dem Rad, unabhängig vom Alter oder der Größe, solange ein Gewicht von 30 kg nicht überschritten wird.

Fetcoi Kinderfahrradsitz

30 kg Maximalbelastung hält der rote Kinderfahrradsitz von Fetcoi aus, der zwischen Sattel und Lenker montiert wird. Geeignet ist das Modell für Sattelstützen mit einem Durchmesser von 31,8 mm. Support und Komfort werden durch Handläufe, Fußstützen und den gepolsterten Sitz geboten. Die Handläufe dienen zudem zur Absicherung des Kindes, damit es nicht herausfallen kann. Durch das Gewicht von 1,63 kg fällt die Belastung während der Fahrt gering aus.

Bobike Fahrradkindersitz Urban Black

Mit dem Bobike Fahrradkindersitz in der Farbe Urban Black können 5- bis 10-jährige Kinder mit einem Gewicht von 20 bis 35 kg auf dem Fahrrad mitfahren. Der Schalensitz verfügt über Stützen für die Füße, um den Halt während der Fahrt zu verbessern. Sie lassen sich in der Höhe anpassen. Fixiert werden die Kleinen über einen Gurt. Die Kopfstütze ist höhenverstellbar und mit einem roten Reflektor für bessere Sichtbarkeit ausgestattet.

Polisport Guppy Junior Fahrradsitz

Eine große Kopflehne, Hüft- und Sicherheitsgurte zeichnen den Guppy Junior Fahrradsitz von Polisport aus. Er wird hinten am Fahrrad montiert und kann von Kindern mit einem Gewicht von bis zu 35 kg verwendet werden. Die Montage erfolgt ohne Werkzeuge und ist nur bei Rädern mit Gepäckträger möglich. Gefertigt ist er aus robustem Polypropylen (PP). Nach Bedarf können Fußstützen befestigt werden, um den Fahrkomfort für das Kind zu erhöhen.

Sicherheitsmerkmale

Um das Kind mit dem Fahrrad mitzunehmen, eignet sich ein Fahrradsitz. Mit diesem transportieren Eltern den Nachwuchs sicher zum gewünschten Ort. Die meisten Modelle besitzen eine Traglast von neun bis 22 Kilo. Sie verfügen über ein hochwertiges 3-Punkt- oder 5-Punkt-Gurtsystem, um die Sicherheit des kleinen Schützlings während der Fahrt zu gewährleisten.

Neben dem Sicherheitsgurtsystem verfügen die Sitze über verstellbare Fußrasten mit Sicherheitsschnalle. Es bietet den kleinen Schützlingen besseren Halt. Ein Speichenschutz ist Vorschrift, damit das Kind mit den Füßen nicht in die Speichen gerät.

Gute Fahrradsitze besitzen ein 3-Punkt- oder 5-Punkt-Gurtsystem zum Anschnallen des Kindes. Letzteres bietet eine höhere Sicherheit, da es zwei weitere Gurte an den Seiten aufweist. Das System ist leicht einstellbar und besitzt zusätzliche Polster, damit nichts einschneidet. Teilweise verfügen die Modelle über ein magnetisches Gurtschloss.

Montage und Kompatibilität

Je nach Modell ist eine Montage des Fahrradsitzes notwendig. Entweder müssen die Stangen miteinander verschraubt, einzelne Komponenten wie die Pedalen montiert oder ein Lenker fixiert werden, wenn dieser zur Ausstattung des Sitzes gehört. Falls eine Montage erforderlich ist, liegen den Sitzen Montageanleitungen und seltener passendes Werkzeug bei. Über die Anleitung lässt sich der Sitz zusammenbauen und direkt nutzen.

Alter und Gewicht des Kindes

Fahrradsitze für Kinder können ab dem Zeitpunkt genutzt werden, wenn das Kind selbstständig sitzen kann, was in der Regel etwa ab dem 9. Monat der Fall ist. Die meisten Modelle sind bis zu einem Gewicht von 22 Kilogramm ausgelegt, was einem Alter von etwa 5 bis 6 Jahren entspricht.

Einige Fahrradsitze sind so konzipiert, dass sie bereits ab einem Alter von etwa 12 Monaten verwendet werden können. Diese haben in der Regel zusätzliche Stützen und Gurtsysteme, um die Kleinen sicher zu halten. Für ältere Kinder, etwa ab 3 bis 4 Jahren, gibt es spezielle Fahrradsitze, die mehr Platz und eine höhere Gewichtskapazität bieten. Diese Sitze können in der Regel bis zu einem Gewicht von 35 Kilogramm verwendet werden, was dem Alter von etwa 7 oder 8 Jahren entsprechen kann. Dabei sollte immer auf eine korrekte Anpassung des Gurtsystems geachtet werden, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Das maximale Gewicht des Kindes darf bei diesen Modellen 30 kg nicht überschreiten. Im Durchschnitt erreichen Kinder diese Gewichtsklasse ab einem Alter von etwa 8 Jahren. Abhängig von der Körpergröße kann das Gewicht jedoch variieren. Es ist wichtig, das Gewicht des Kindes regelmäßig zu überprüfen, damit die Fahrradsitze bis 30 kg nicht beschädigt werden und weiterhin im Straßenverkehr verwendet werden können.

Nachhaltigkeit der Materialien

Beim Kauf von Fahrradsitzen spielt die Nachhaltigkeit der Materialien eine zunehmend wichtige Rolle.

Zusätzliche Tipps

  • Empfehlenswert sind ergonomische Sitzschalen mit einer mehrfach verstellbaren Kopfstütze und bequemem Sitzpolster.
  • Es gibt eine anpassbare Rückenlehne, damit die Kleinen eine komfortable Ruheposition einnehmen.
  • Für eine langjährige Nutzung besitzen die Modelle verstellbare Fußstützen.
  • Erhältlich sind Modelle, die Eltern an der Sattelstange oder hinten am Rahmen befestigen. Letztere tragen Belastungen von bis zu 22 Kilo. Sie weisen den höchsten Komfort auf. Eltern befestigen diesen am Gepäckträger.
  • Der Vordersitz besitzt eine maximale Traglast von 15 Kilo. Modelle, die Nutzer vor dem Lenker befestigen, gibt es heute fast gar nicht mehr.

Testergebnisse von Stiftung Warentest

Pünktlich zu Beginn der Fahrradsaison hat die Stiftung Warentest die Ergebnisse ihres neuen Fahrradkindersitze-Tests veröffentlicht. Insgesamt hat die Stiftung Warentest Modelle in drei verschiedenen Sitzvarianten geprüft: Sechs Rücksitze mit Montageblock (für Kinder bis 22 Kilogramm), fünf Rücksitze mit Gepäckträger-Montage (für Kinder bis 22 Kilogramm) sowie drei Frontsitze (für Kinder bis zu 15 Kilogramm).

Den ersten Platz teilen sich der Bilby Maxi FF von Polisport und der Thule Yepp 2 Maxi mit der Gesamtnote 2,2 (gut). Beide Kinderfahrradsitze überzeugten beim Fahren und der Eignung fürs Kind, die Handhabung war immerhin befriedigend. Knapp dahinter sicherte sich der Hamax Caress den dritten Rang (Note: 2,3). Er erhielt die beste Beurteilung bei der Eignung für das Kind und glänzte mit besonders guter Fahrradhelmeignung. Dafür schnitt er beim Fahren etwas schlechter ab als die beiden Testsieger.

Von den drei getesteten Fahrradkindersitzen, die vorne am Lenker montiert werden, konnte nur einer überzeugen: Der Go Mini von Bobike erhielt die Testnote 2,3 (gut). Dabei lobten die Tester:innen vor allem das Gurtsystem und die Sitzhalterung, was zu einer hervorragenden Teilnote von 1,5 in der Sicherheits-Disziplin führte.

Montagearten und ihre Eignung

Neben den genannten Testkriterien ist die Grundvoraussetzung für den Kauf eines Kindersitzes, dass dieser auch an das Fahrrad passt. Je nach Montage-Art und Bauweise des Rads ist dies nicht immer so einfach.

  • Sitze, die am Gepäckträger montiert werden, sind besonders vielseitig. Wichtig ist, dass der Gepäckträger ein Gewicht von 27 Kilogramm (Sitz und Gewicht des Kindes) tragen kann.
  • Hecksitze zur Rahmenmontage passen vor allem auf Fahrräder mit tiefem Einstieg und schmäleren Rohren. Der Platzbedarf am Sitzrohr sollte unbedingt im Vorfeld berücksichtigt werden.
  • Frontsitze werden am einfachsten auf klassische Fahrräder, zum Beispiel Hollandräder, montiert. Wenn der Lenker nach hinten geschwungen ist, kann der Sitz die Bewegungsfreiheit weniger beeinträchtigen.

ADAC Kindersitztest

Der ADAC hat 16 Fahrradsitze für Kinder getestet. Dabei haben vor allem die günstigeren Fabrikate überzeugt. Neunmal wurde die Note "gut" vergeben, doch es gibt noch Raum für Verbesserungen. Alle Ergebnisse und Tipps rund um den Kauf.

  • Premiere: Crashversuche mit Kinder-Dummies
  • Verbotene Schadstoffe in Gurtpolstern entdeckt
  • Kopf- und Schulterbereich noch nicht optimal geschützt

Wer Kinder auf dem Fahrrad mitnehmen möchte, braucht dafür einen geeigneten Kindersitz. Doch welchen nehmen? Jeweils acht Kinderfahrradsitze für die Montage am Sattelrohr sowie acht Sitze derselben Hersteller mit der Montagemöglichkeit auf dem Gepäckträger wurden unter die Lupe genommen.

Für eine Überraschung sorgten dabei die Komfortmessungen am Modell für das Sattelrohr. Dort saß der Testdummy im Vergleich zu den Konkurrenzmodellen auf schlechten Straßen wesentlich bequemer, sodass in Sachen Komfort nur einmal die Bewertung "sehr gut" vergeben werden konnte.

Der Sitz von OK Baby hat mit rund 70 Euro einen vernünftigen Anschaffungspreis und bietet auch eine Liegefunktion (allerdings nur beim Modell für die Sattelstange), einen Reflektor, gute Schutzeigenschaften im Kopfbereich sowie einen Wetterschutz für schlechte Witterung. Zudem ist der Sitz abschließbar und einfach in der Handhabung.

Testergebnisse: Montage am Sattelrohr

Hersteller/Modell Mittlerer Preis ADAC Urteil Montage Handhabung und Fahren Eignung für das Kind und Komfort Sicherheit und Haltbarkeit Schadstoffe
Ok Baby 10+ 74 Euro 1,9 2,6 1,9 2,0 1,3 1,0
Bellelli Mr Fox (Relax) ab 50 Euro 2,4 2,6 2,0 2,7 2,3 2,5
Bobike Go Maxi Frame 120 Euro 2,5 2,5 1,9 3,1 2,7 1,0
Urban Iki Mosu Green + Bincho Black 110 Euro 2,5 2,1 1,7 3,3 3,0 1,0
Polisport Bubbly Maxi Plus FF 60 Euro 2,6 2,9 2,0 2,9 3,0 1,0
Hamax Caress 165 Euro 2,8 2,2 1,6 3,0 3,8 2,5
Thule Yepp Nexxt 2 Maxi 170 Euro 2,8 1,8 2,0 2,8 3,8 1,0
Qibbel Air 138 Euro 5,0 2,7 2,0 3,2 4,1 5,0

Der Sitz belegte in beiden Montagearten jeweils den zweiten Platz. Bei diesem Kinderfahrradsitz lässt sich der Schwerpunkt sehr einfach mit einem Hebel einstellen, und der Helm des Kindes passt gut in die Aussparung des Sitzes. Allerdings war bei beiden Modellen die Höhe der Rückenlehne minimal unterhalb der Norm-Anforderung für den Test - damit verpassten sie die Bestnoten in den Kategorien Sicherheit und Haltbarkeit.

Testergebnisse: Montage auf dem Gepäckträger

Hersteller/Modell Mittlerer Preis ADAC Urteil Montage Handhabung und Fahren Eignung für das Kind und Komfort Sicherheit und Haltbarkeit Schadstoffe
Ok Baby Shield 68 Euro 2,1 2,8 1,8 2,5 1,6 1,0
Bellelli Mr Fox Clamp 45 Euro 2,2 2,6 1,6 2,6 2,4 2,5
Bobike Go Maxi 110 Euro 2,2 2,6 1,5 2,5 2,7 1,0
Urban iki Mosu Green + Bincho Black 95 Euro 2,3 1,9 1,6 2,8 3,0 1,0
Polisport Bubbly Maxi Plus CFS 50 Euro 2,5 2,9 1,7 2,8 3,0 1,0
Thule Yepp Nexxt 2 Maxi 150 Euro 2,8 2,0 1,8 2,6 3,8 1,0
Hamax Caress 165 Euro 2,9 2,1 1,9 2,4 3,9 2,5
Qibbel Air 110 Euro 5,0 2,4 1,6 2,8 4,0 5,0

Wichtige Hinweise und Sicherheitstipps

  • Eltern, die diese Sitze nutzen, sollten darauf achten, den festen Sitz der Gurte während der Fahrt häufiger zu überprüfen.
  • Um eine mögliche und richtige Montage am eigenen Rad zu überprüfen und ein Probesitzen inklusive Probefahrt durchzuführen, sollten Sie ein Fachgeschäft aufsuchen.
  • Vom Probesitzen über die Probefahrt bis hin zum täglichen Gebrauch sollte das Kind immer einen Fahrradhelm tragen.
  • Zudem das Kind nie alleine im Fahrradsitz stehen lassen und bestenfalls für den sicheren Stand einen Doppelständer am Fahrrad verbauen (wenn möglich).
  • Erste Fahrversuche auf sicherem Gelände durchführen, da das Fahrverhalten mit montiertem Fahrradsitz speziell auch in der Liegefunktion sehr ungewöhnlich ist.
  • Der Einsatz eines Kinderfahrradsitzes vor dem oder der Erwachsenen ist nur bedingt empfehlenswert.

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