Fahrradpedale Kugellager Wartung: Eine umfassende Anleitung

Auch wenn man eher selten über sie redet, spielen Fahrradpedale, Kurbelarme und Tretlager eine wichtige Rolle - nur durch sie kommt man immerhin vom Fleck. Dementsprechend sollte man auch diese Bauteile regelmäßig warten und prüfen. Im Gegensatz zu anderen Komponenten lässt sich hier wenig bis gar nichts einstellen, wohl aber kontrollieren und vor allen Dingen schmieren, um die Leichtgängigkeit zu garantieren.

Kurbelarme und Tretlager beim Fahrrad

Die Kurbelarme verbinden die Pedale mit dem Tretlager. Sie sorgen für die Kraftübertragung vom Fahrer zum Hinterrad; bei einigen Fahrrädern betätigen sie auch eine Bremse. Manche Kurbelarme sind längenverstellbar, indem sie an der zweiten Position montiert werden. Das Tretlager dagegen ist das Lagersystem, das die Drehung der Kurbelarme im Rahmen ermöglicht.

Überprüfung des Tretlagers am Fahrrad

Das Tretlager solltest Du einmal im Monat überprüfen. So gehst du dabei vor:

  1. Nimm die Kette vom Kettenblatt.
  2. Positioniere die Kurbelarme parallel zum Sitzrohr.
  3. Leg eine Hand auf den Kurbelarm und eine auf das Sitzrohr. Versuche anschließend, den Kurbelarm zum Sitzrohr hin und wieder weg zu bewegen.
  4. Drehe die Kurbelarme.

Fahre nicht mit dem Fahrrad, wenn sich die Tretkurbel locker anfühlt oder anhört, die Drehbewegung abrupt unterbrochen wird oder aus dem Lager ein schleifendes Geräusch kommt. Die Einstellung des Tretlagers erfordert Spezialwerkzeug sowie entsprechendes Fachwissen. Deshalb solltest Du in diesem Fall Dein Fahrrad zum Fachhändler bringen.

Wie oft das Tretlager am Fahrrad schmieren?

Das Schmierfett in den Tretlagern muss einmal jährlich ausgetauscht werden. Auch die Wartung der Lager erfordert Spezialwerkzeug sowie entsprechendes Fachwissen und sollte daher ebenfalls nur vom Fachhändler durchgeführt werden. Einige Lager sind fest gekapselt; diese müssen nicht jedes Jahr geschmiert werden.

Überprüfung der Pedallager am Fahrrad

Die Pedale stützen Deine Füße, sodass Du die Kurbelarme drehen kannst. Sie sind dabei in die Kurbelarme eingeschraubt. Das rechte Pedal hat ein normales Rechtsgewinde; das linke Pedal hat ein Linksgewinde. Um die Pedale zu fixieren, ziehst Du sie mit 40.2-42.9 Nm (350-380 lb/in) an den Kurbelarmen fest:

  1. Halte den Kurbelarm mit einer Hand fest und versuche, das Pedal nach oben und unten zu bewegen.
  2. Dann das Pedal drehen.

Du solltest mit Deinem Fahrrad nicht fahren, wenn die Pedale locker in den Kurbelarmen sitzen oder diese nicht leichtgängig sind. An den Pedallagern solltest Du nichts selbst nachjustieren, denn die Einstellung der Lager erfordert Spezialwerkzeug sowie entsprechendes Fachwissen. Bringe Dein Fahrrad deshalb zum Fachhändler, um diese Einstellung vornehmen zu lassen.

Für Informationen zum Einstellen der Auslösekraft bei Klickpedalen wendest Du Dich an Deinen Fachhändler.

Schmierung der Pedale

Das Schmierfett in den Pedallagern solltest Du einmal im Jahr austauschen. Die Wartung der Lager ist nicht durchzuführen - auch dafür wird Spezialwerkzeug und entsprechendes Fachwissen benötigt. Bringe dein Bike dafür zum Fachhändler.

Die Pedalachsen sind einmal jährlich am Gewindekopf, mit dem sie in die Kurbelarme eingeschraubt sind, zu schmieren. Das rechte und linke Pedal unterscheiden sich voneinander und sind normalerweise durch einen Buchstaben am Ende der Pedalachse oder an den Schlüsselansatzflächen gekennzeichnet.

  1. Entferne die Pedale, indem Du die rechte Pedalachse entgegen des Uhrzeigersinns und die linke im Uhrzeigersinn drehst.
  2. Trage eine dünne Fettschicht auf die Gewinde auf.
  3. Jetzt kannst Du die Pedale wieder montieren. Achte dabei auf die korrekte Position: rechtes Pedal auf den rechten Kurbelarm und umgekehrt.
  4. Abschließend die Pedalachsen festziehen.

Ein Leitfaden für die Fahrrad Kugellager Wartung

Nicht nur Kette, Schaltung und Bremsen benötigen beim Fahrrad regelmäßig Pflege, sondern auch die Kugellager in den Laufradnaben, im Tretlager, in den Pedalen und in der Lenkung. Was dabei alles zu beachten ist und wie du beim Zerlegen, Reinigen, Fetten, Montieren und Einstellen vorgehst, beschreiben wir in diesem Artikel.

Wälzlager und Gleitlager

Im Bereich der Maschinenelemente (Maschinenbau) differenziert man bei den Lagern zwischen Wälzlagern und Gleitlagern. Bei Wälzlagern kommen Kugeln, Nadeln, Rollen oder Kegel als Wälzkörper zum Einsatz, bei Gleitlagern gleiten Innen- und Außen-Lagerschale mit einem definierten Spiel aneinander vorbei. Im Vergleich zum Gleitlager erzeugt das Wälzlager weniger Reibung und läuft somit leichter. Damit sind Wälzlager die bessere Wahl für alle intensiv drehenden Bauteile am Fahrrad: Laufradnaben, Freilauf, Tretlager, Pedallager und auch Lenkkopflager.

Als Wälzkörper reichen beim Fahrrad allerdings Kugeln. Sie sind im Hinblick auf Belastung, Wälzlagerkosten und die Integration der Lager in die Fahrrad-Komponenten die beste Wahl (mit Ausnahmen).

Die Kugellager am Fahrrad

Als Kugellager kommen beim Fahrrad entweder Konuslager oder genormte Industrielager zum Einsatz. Welche Lagerart nun die bessere ist, soll uns hier nicht weiter interessieren. Uns geht es nur um den Arbeitsumfang bei Wartung, Pflege und Reparatur. Also betrachten wir beide Lagerarten. Sie unterscheiden sich nicht nur konstruktiv, sondern auch bei Wartung und Reparatur.

Aufbau Konuslager

Konuslager bestehen aus einer äußeren Lagerschale, den Kugeln und einem sogenannten Konus, der per Gewinde von der Drehachse aufgenommen wird und die innere Lauffläche für die Kugeln bereitstellt. Dabei wird das Lagerspiel über das Gewinde eingestellt. Fixiert wird der Konus auf der Achse per Kontermutter. Konus und Kontermutter haben am Außenumfang schmale Abflachungen, an denen du mit dem Werkzeug (den flachen Konusschlüsseln) ansetzen kannst. In der Regel kommen hierbei Schlüsselweite 17 oder 18 mm zum Einsatz, aber an deinen Radnaben kann es da Abweichungen geben. Messe also nach, bevor du Werkzeug kaufst.

Je nach verbauter Gruppe (bei Shimano z. B. Alivio, LX, XT, usw.) triffst du auf unterschiedliche Qualität bei den Konuslagern. Bei einer XT-Nabe ist die Lauffläche am Konus geschliffen (rechts im Bild), bei den Einsteiger-Gruppen dagegen ist die Lauffläche lediglich geschmiedet (links im Bild). Das wirkt sich natürlich auf die Laufeigenschaften und den Rollwiderstand aus. Auch die Gewinde-tragenden Teile können Qualitäts-Unterschiede aufweisen. Und damit wird das Einstellen des Kugellagers mehr oder weniger mühsam.

Aufbau genormter Industrielager

Genormte Industrielager werden in großen Stückzahlen hergestellt und kommen in allen Bereichen der Industrie, im Maschinenbau, Fahrzeugbau und eben auch beim Fahrrad zum Einsatz. Hier beschränkt sich die Wartung auf Reinigung und Fetten von außen, denn diese Industrielager lassen sich nicht zerlegen. Sind sie verschlissen, werden sie als Ganzes ausgetauscht. Das ist nicht tragisch, denn in der Regel sind diese Lager als Katalogware sehr preiswert (wenige Euro). Dagegen können Aus- und Einbau recht anstrengend werden, denn solche Lager werden nicht selten eingepresst (Presspassung oder Übergangspassung). Es erfordert dann einen passenden Abzieher oder viel Improvisation.

Nicht selten werden solche Industrielager durch unsachgemäße Behandlung beim Aus- und Einbau beschädigt oder sogar zerstört. Beim Industrielager ist das Lagerspiel auch nicht einstellbar. Hat ein solches Lager also zu viel Spiel (durch Verschleiß), hilft nur der Austausch.

Wartungsfreie Lager am Fahrrad

Manche Fahrrad-Komponenten enthalten Kugellager, die vom Hersteller als wartungsfrei deklariert sind oder deren Wartung ausschließlich durch den Hersteller erfolgen darf. Das betrifft z. B. manche Nabendynamos und Getriebenaben. Halte dich in diesem Fall stets an die Anweisungen des Herstellers. Schraubst du an solchen Teilen selber herum, verlierst du Garantie-Ansprüche und zerstörst unter Umständen den gesamten Zusammenbau.

Umgang mit Belastung und Verschleiß

Die meisten Kugellager am Fahrrad sind schlecht oder gar nicht vor den äußeren Einflüssen geschützt. Zudem werden sie mehr oder weniger stark belastet. Die wesentlichen Faktoren auf den Verschleiß:

  • Laufleistung und Drehzahl
  • Belastung durch Gewicht (Fahrer und Gepäck)
  • Untergrundbeschaffenheit (Schläge, Stöße, Vibration)
  • Bewitterung (Regen, Kälte, Streusalz, Hitze)
  • Schmutz und Staub
  • falsches Lagerspiel (zu fest, zu lose)
  • Qualität der Dichtungssysteme (Abdeckungen, Labyrinthdichtungen,…)

Je nach Verwendungszweck, Komponenten-Qualität, Behandlung und Fahrstil kommen diese Einflussgrößen unterschiedlich stark zum Tragen. Daher liegt es immer in deinem Ermessen, wie oft und wann Inspektion oder Wartung an den Kugellagern nötig ist. Denn nur du weißt, wie intensiv dein Fahrrad diesen Einflüssen ausgesetzt war. Warte allerdings nicht so lange, bis es knirscht oder nicht mehr rund läuft. Denn dann kann es schon zu spät sein. Du kannst den Zustand eines Kugellagers übrigens nur richtig beurteilen, wenn du es öffnest.

Konuslager zerlegen, reparieren, austauschen

Konuslager lassen sich mit den passenden Konusschlüsseln zerlegen. Dabei werden aber lediglich auf einer Seite (links oder rechts) Kontermutter und Konus gelöst, denn danach lässt sich die Achse zur anderen Seite aus dem Zusammenbau herausziehen. Du schraubst also nie an beiden Seiten einer Konuslagerung herum. Achte beim Öffnen des Lagers darauf, dass dir keine der Kugeln verloren geht. Lege also am besten ein großes Stofftuch unter deine Baustelle und halte die Kugeln beim Öffnen des Lagers im Auge. Nutze einen kleinen Stabmagneten und / oder Pinzette zum Aufpicken der Kugeln.

Dann reinigst du die Kugeln, den Konus und die Außenschale des Lagers und prüfst alles auf Beschädigungen. In der Regel beschränken sich Beschädigungen auf den Konus. Aber auch die Kugeln können es hinter sich haben. Sobald sie stumpf aussehen oder sogar schon eine verfärbte Oberfläche aufweisen, musst du sie austauschen. Die Konuslager in den gängigen Fahrrad-Komponenten sind genormt. Du findest also schnell und einfach Ersatz, wenn die Kugeln ausgetauscht werden müssen. Messe aber vor dem Austausch auf alle Fälle nach, damit du auch sicher die richtige Größe kaufst.

Die gängigen Kugelgrößen (ohne Gewähr):

  • 1/4″ Nabenlager Hinterrad
  • 3/16″ Nabenlager Vorderrad, Tretlager
  • 1/8″oder 3/32″ Pedallager

Beim Steuersatz (Lenklager) werden die Kugeln in der Regel durch einen Kugelkäfig gehalten und geführt. Beschaffe dir hier also gleich den kompletten Käfig samt der Kugeln neu. Kaufe die Lagerkugeln am besten nur im Fahrradgeschäft. Dann kannst du sicher sein, dass es hochwertige Kugeln sind (bzgl. Maß- und Form-Toleranzen, Oberflächenrauheit, Härtegrad). Was du alternativ im Online-Shop angeboten bekommst, kann deutlich schlechter sein und dein Kugellager zerstören. Beim Konus kann die Beschaffung von Ersatz etwas schwieriger werden. Er muss baugleich oder zumindest kompatibel sein.

Konuslager montieren

Für die Montage fettest du auf beiden Seiten die Außenschalen der Kugellager, legst die Kugeln ins Fettbett, fettest auch die Laufflächen auf den Konen (und nur die), steckst die Achse durch die Radnabe und schraubst Konus und Kontermutter wieder auf die Achse. Als Lagerfett empfehlen wir Castrol LMX, nach unserer Einschätzung (und da sind wir nicht alleine) das beste Wälzlagerfett für die Kugellager am Fahrrad.

Achte darauf, dass kein Wälzlagerfett auf das Gewinde von Konus und Achse gelangt, sonst wirst du selbst mit der Kontermutter keinen Festsitz erreichen (weil Wälzlagerfett druckstabil ist). Halte dieses Fett auch von den Dichtungen fern, die in unmittelbarer Nähe zu den Kugellagern im Einsatz sind. Denn Wälzlagerfett ist in aller Regel Lithium-verseift und Lithium greift PTFE (z. B. Teflon) an. Weil du einer Dichtung aber nicht ansehen kannst, ob sie aus PTFE besteht oder nicht, gehe im Zweifel auf Nummer sicher.

Weil die Arbeiten am Radlager in einer Hinterradnabe für Kettenschaltung insgesamt etwas komplexer sind als an einer einfachen Vorderradnabe, haben wir das Zerlegen und Montieren einer solchen Nabe noch etwas detaillierter beschrieben:

Konuslager einstellen

Die beste Wartung nützt beim Konuslager nichts, wenn das Lager am Ende nicht perfekt eingestellt wird. Im Idealfall haben die Kugeln im Konuslager kein Spiel, werden aber auch nicht gepresst. Diese Situation herzustellen, ist nicht einfach und erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Und es gibt unterschiedliche Vorgehensweisen, je nach Einbau-Situation am Fahrrad:

Konuslager in den Laufradnaben einstellen

Grob stellst du die Radlager über Konus und Kontermutter an einer Seite der Achse ein. Die Achse zentriert sich dabei selber und sorgt in beiden Lagern (links und rechts) für die gleichen Lauf-Verhältnisse. Halte bei dieser Einstellung ein minimales Spiel vor und ziehe die Kontermutter fest an. Die Feineinstellung des Lagerspiels erfolgt danach über die Schnellspannachse im eingebauten Zustand.

Das Radlager ist perfekt eingestellt, wenn das Laufrad seitlich kein Spiel mehr hat (Test durch Kippeln am Laufrad) und sich nach dem Ausrollen selbständig wieder in die andere Richtung bewegt. Erreichst du diese Einstellung nicht, musst du das Laufrad wieder aus dem Rahmen entnehmen und die Einstellung an Konus und Kontermutter entsprechend verändern. Insbesondere bei minderwertigen Radlagern kann das eine längere Prozedur mit vielen Wiederholungs-Schleifen werden.

Konuslager im Steuersatz einstellen

Die Kugellager im Steuersatz werden nicht großartig mit Rotation in hoher Geschwindigkeit beaufschlagt, sondern müssen lediglich die relativ geringen Lenkbewegungen ertragen. Dafür werden beide Lager aber an einer einzigen Stelle extrem intensiv mit Schlägen und stoßartigen Belastungen konfrontiert. Nämlich genau auf Lenkerstellung 0 ° (geradeaus). Das führt im Laufe der Zeit zu einer Art Rattermarke auf der Lauffläche, wenn der Steuersatz nicht perfekt eingestellt ist (weil die Kräfte dann nicht mehr auf alle Kugeln gleichmäßig verteilt werden).

Führe die im Folgenden beschriebene Prüfung also ruhig häufiger durch: Du prüfst durch Vor- und Zurück-Wippen mit quergestelltem Vorderrad, ob die Lager spielfrei fixiert sind (eine Hand fühlt dabei auf der oberen Lagerschale, ob sich im Lager etwas bewegt). Auf zu starke Pressung prüfst du, indem du den Lenker zu beiden Seiten pendeln lässt, während du das Vorderrad in der Luft hältst. Wird der Lenker im Schwung abgebremst, ist der Steuersatz zu stramm eingestellt. Kontrolliere dabei, ob die Drehbewegung nicht versehentlich durch die Bowdenzughüllen abgebremst wird.

In der Regel wird heute der Ahead-Steuersatz verbaut. Ältere Fahrräder tragen aber noch den Gewindesteuersatz. Bei der Einstellung des Lagerspiels unterscheiden sie sich:

Ahead-Steuersatz einstellen

Die Einstellung des Lagerspiels erfolgt über die stirnseitig bedienbare Spannschraube (Inbusschlüssel). Dadurch wird der Gabelschaft axial gegen das Steuerrohr bewegt.

Beide oben beschriebenen Prüfschritte funktionieren nur mit fest fixiertem Vorbau. Doch für Veränderungen am Lagerspiel über die Spannschraube muss die Verbindung zwischen Vorbau und Gabelschaft gelöst werden (die zwei Schrauben oben im Bild). Du musst dich beim Ahead-Steuersatz also in mehreren Schritten an die perfekte Einstellung herantasten: Vorbau lösen, Lager einstellen, Vorbau festziehen, Prüfen und ggf. alles wiederholen.

Gewindesteuersatz einstellen

Für den Gewindesteuersatz benötigst du zwei Gabelschlüssel mit 30, 32, 36 oder 40 mm Schlüsselweite (je nach Variante), die aber beide nicht zu dick sein dürfen, weil Konusmutter und Kontermutter recht flach gehalten sind. Zudem sind diese beiden Schlüssel auch nicht gerade klein (ca. 30 cm Länge), weil das erforderliche Drehmoment beim Festziehen halt nur über die Länge des Hebels aufgebracht werden kann.

Tretlager / Innenlager

Die extrem hohe Varianten-Vielfalt beim Tretlager (BSA, ITA, ISIS, BBxx, Pressfit, Hollowtech II, usw.) macht es unmöglich, im Rahmen dieses Artikels Wartung, Pflege und Reparatur für sämtliche Varianten umfassend zu beschreiben. Aber bei vielen Tretlagern lassen sich die Wälzlager ohne großen Aufwand austauschen.

Pedallager

Hochwertige Pedale lassen sich öffnen. Du benötigst dazu in der Regel einen Steckschlüssel (10 mm o.a.) und die Information, ob es sich um Rechts- oder Linksgewinde handelt. In vielen Pedalen sind Konuslager verbaut, in manchen Pedalen aber auch Patronenlager. Achte beim Ausbau auf Lage und Anzahl der Kugeln in beiden Konuslagern und verfahre beim Reinigen, Fetten, Montieren und Einstellen wie oben beschrieben.

Komponente Lagerart Wartung Häufigkeit
Tretlager Kugellager (gekapselt oder offen) Schmieren oder Austausch Jährlich
Pedale Kugellager (Konus oder Industrielager) Schmieren oder Austausch Jährlich
Laufradnaben Konuslager oder Industrielager Reinigen, Fetten, Einstellen oder Austausch Je nach Bedarf
Steuersatz Kugellager (Konus oder Industrielager) Reinigen, Fetten, Einstellen oder Austausch Je nach Bedarf

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