Herrlich! An seinem Urlaubsziel, Hunderte, vielleicht gar Tausende Kilometer entfernt von zu Hause, unbekannte Regionen, Landschaften und Städte mit seinem Lieblingsverkehrsmittel, dem Fahrrad, zu erkunden! Oder von einem solchen Ort aus zu starten und auf große Radreise zu gehen, um in dem mittleren Tempo, das uns das Rad erlaubt, genussvoll Neuland zu entdecken. Nur, die Sache erfordert unter Umständen einiges an Organisation und Logistik.
Und im Vorfeld mehrere Grundentscheidungen: Will ich unter allen Umständen mein Fahrrad dabeihaben? Oder darf es auch ein Leihrad sein? Vieles spricht für Ersteres, denn das eigene Rad ist eben das, das auf meinen Körper abgestimmt ist, mit dem ich gute Erfahrungen gemacht habe, auf dem ich mich wohlfühle. So sollte es jedenfalls sein. Entscheide ich mich also für das eigene Rad, muss ich die nächste Grundentscheidung treffen: Wie bringe ich mein Lieblingsbike an den Urlaubsort? Wer hier für den nächsten Radurlaub noch in der Entscheidungsfindung ist, dem wollen wir auf den folgenden Seiten Hilfestellungen geben.
Mit dem eigenen Rad fährt es sich im Urlaub eben doch am besten. Doch wie am besten das Fahrrad transportieren? Im Auto, hinter dem Auto oder auf dem Dach? In diesem Artikel erfährst du, wie du dein Fahrrad sicher und praktisch im Auto transportieren kannst. Wir berücksichtigen dabei die Vorschriften des ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club) und geben dir wertvolle Tipps für maximalen Schutz. Entdecke die besten Transportmöglichkeiten und vermeide typische Fehler. So kannst du deine Reise sorgenfrei genießen.
Möglichkeiten, dein Fahrrad im Auto zu transportieren
Der Transport deines Fahrrads im Auto ist einfach, wenn du die richtige Methode für dein Fahrzeug und deine Bedürfnisse wählst. Hier sind die häufigsten Optionen in Deutschland und deren Vorteile:
1. Transport im Kofferraum
Das Fahrrad im Auto zu transportieren ist eine kostengünstige und sichere Option, erfordert jedoch einige Vorsichtsmaßnahmen:
- Keine Sichtbehinderung: Das Fahrrad darf die Sicht des Fahrers nicht blockieren oder die Funktion der Airbags beeinträchtigen.
- Fahrrad richtig sichern: Verwende Gurte oder Halterungen, die vom TÜV (Technischer Überwachungsverein) zertifiziert sind, um gefährliche Bewegungen zu vermeiden.
- Innenraum schützen: Nutze Schutzdecken oder Polsterungen, um Schäden am Fahrrad und Auto zu vermeiden.
Laut ADAC-Tests kann ein ungesichertes Fahrrad bei einem Unfall mit 50 km/h mit einer Kraft aufprallen, die dem 30-fachen seines Gewichts entspricht. Eine sichere Befestigung ist daher unerlässlich.
Allerdings bietet der Transport im Kofferraum einige Nachteile:
- Der größte Nachteil besteht jedoch im Platzverbrauch: Zu dritt oder zu viert verreisen inklusive Fahrradmitnahme ist nicht möglich - die Rücksitze müssen immer umgeklappt werden.
- Doch auch zu zweit kann es bei der Mitnahme von zwei Rädern mit dem Gepäck eng werden, je nachdem, wie groß die Fahrräder sind.
- Außerdem erfordert schon die Mitnahme von zwei Rädern ein größeres Fahrzeug, d.h. einen SUV, einen großen Kombi oder einen Van.
- Ein weiterer Nachteil beim Innenraumtransport ist die Verschmutzung. Hier sind neben dem Straßenschmutz vor allem die Verunreinigungen an der Kette ein Problem.
- Solche Flecken bleiben auf Dauer.
Apropos Befestigung: Sie können die Fahrräder einfach ins Fahrzeug hineinlegen oder spezielle Innenraumhalter für Fahrräder nutzen. Die meisten dieser Träger sind aber nur für größere Fahrzeuge geeignet. Sie werden entweder in den Gepäckraumleisten befestigt oder an Sitzverankerungen (Sitze müssen vorher entfernt werden).
Wer nicht gerade einen geräumigen Van fährt, wird sich mit dem Radtransport im Pkw-Innenraum natürlich schwertun. Ein Problem: Platz für eventuelle Mitreisende und Gepäck ist in einem solchen Fall ziemlich begrenzt. Es empfiehlt sich, zumindest die Vorderräder auszubauen und separat zu verstauen. Wenn mehrere Räder mit an Bord sollen, führt vermutlich auch an der Demontage der Hinterräder kein Weg vorbei.
Empfehlenswert ist auf jeden Fall, die empfindlichen Laufräder ihrerseits zu verpacken und gegen Stöße zu schützen. Auch freistehende Bremsscheiben sollten unbedingt eingehüllt werden, da sie sehr scharfkantig und damit gefährlich für andere Ladegüter sind. Ist ausreichend Stauraum vorhanden, beispielsweise in einem Van, ist die eleganteste, sauberste und sicherste Lösung die Nutzung einer sogenannten “Fahrradgarage”, also eines Transportsacks, in dem das komplette Bike durch Polster geschützt ist. Und so hinterlässt der Transport eines benutzen Bikes vor oder nach dem Urlaub dann auch keine Schmutzspuren im Auto.
2. Fahrradträger
Ein Fahrradträger ist eine bequeme und sichere Lösung für den Transport, besonders auf langen Strecken oder wenn du mehrere Fahrräder mitnehmen möchtest. Hier sind die gängigsten Typen und ihre Eigenschaften:
Fahrradträger für die Anhängerkupplung
Die beliebteste und verbreitetste Variante des Trägersystems ist der Heckträger, der bei den meisten Fahrzeugen an einer Anhängerkupplung fixiert wird. Diese Option ist sicher und stabil und wird vom ADAC sowie dem ACE (Auto Club Europa) empfohlen. Sie kann mehrere Fahrräder transportieren und hat nur geringe Auswirkungen auf den Kraftstoffverbrauch.
Allerdings ist diese Montagevariante nur dann sinnvoll, wenn schon eine Anhängerkupplung vorhanden ist. Die Nachrüstung ist sehr teuer und lohnt sich nur, wenn Sie den Fahrradträger sehr häufig bzw. auf Dauer nutzen. Da diese Trägersysteme Beleuchtung und Nummernschild blockieren, muss beides über den Träger ergänzt werden. Dafür besitzen die Anhängerkupplungsträger in der Regel schon alle notwendigen Beleuchtungseinheiten sowie Platz für das Folgekennzeichen.
Ebenfalls wichtig: Beachten Sie, dass die Stützlast von Fahrzeug und Anhängerkupplung nicht überschritten wird. Der größte Nachteil der Kupplungsträger ist die Blockade des Kofferraums. Es gibt allerdings Modelle mit Klappfunktion, durch die der Träger nach unten weggeklappt werden kann.
Entscheidend für die Anzahl der zu transportierenden Fahrräder sind die zulässige Stützlast der Anhängerkupplung sowie die Maximalbelastung, die der Hersteller des Trägersystems angibt. Neben der Frage nach dem maximalen Gewicht gibt es auch Vorschriften für die maximale Ausdehnung. Vorgeschrieben ist, dass die Räder an den Seiten maximal je 40 Zentimeter über die Schlussleuchte ragen dürfen, sodass das Fahrzeug durch die Zulast nicht breiter als 2,55 Meter ist. Dazu bedarf der Fahrradträger der Montage eines Zusatzkennzeichens sowie einer autarken Kennzeichen-Beleuchtung. Zu den Anbietern von Heckträgern zählen Übler, Atera oder Thule. Beispielhaft stellen wir hier zwei Produkte vor.
Fahrradtransport: Beispiele für Heckträgersysteme
Atera Strada E-Bike: Eignet sich durch die breiten Radschienen und die robuste Bauweise besonders für den Transport schwerer E-Bikes. Zwischen den Schienen ist besonders viel Platz, sodass auch ausladende Akkus oder E-Motoren nicht aneinander reiben. Drei E-Bikes sind in der Regel zu schwer für das Trägersystem.
Eigengewicht: 14,9 Kilo
Maximale Zuladung: 60 Kilo
Zuladung pro Radschiene: 30 Kilo
Abmessungen Breite/Höhe/Tiefe: 1000/200/590 mm
Thule Epos: Für alle Fahrradtypen geeignet, schnelle und einfache Anwendung, dank eines innovativen ausziehbaren Befestigungssystems nur minimaler Aufwand.
Anzahl Fahrräder: 2
Eigengewicht: 17,3 Kilo
Maximale Zuladung: 60 Kilo
Zuladung pro Radschiene: 30 Kilo
Abmessungen Breite/Höhe/Tiefe: 690/270/730 mm
Fahrradträger für die Heckklappe
Ideal für Fahrzeuge ohne Anhängerkupplung. Er wird mit verstellbaren Gurten an der Heckklappe befestigt und ermöglicht den Transport von bis zu 3 Fahrrädern, je nach Modell. Wichtig ist, die Kompatibilität mit deinem Auto zu überprüfen und ein Modell mit Diebstahlsicherung zu wählen, um maximale Sicherheit zu gewährleisten.
Der Heckträger bietet zwar eine ähnliche leichte Fahrradverladung wie bei der Anhängerkupplung, er ist aber nur für Fahrzeuge mit Steilheck geeignet. Die Befestigung erfolgt mit einem Haken- und Klammernset an der Heckklappe und ist etwas aufwendiger als bei der Kupplungsmontage. Um die Scheibe zu schützen, ist eine Schutzfolie an den Auflagestellen empfehlenswert.
Eigentlich bietet der Heckträger im Vergleich zum Anhängerkupplungsträger Vorteile beim Kofferraumzugang. Aber: Oft reicht der Heckklappendämpfer nicht aus, um die geöffnete Klappe oben zu halten.
Heckträger-Systeme sind verlockend, da überwiegend recht günstig in der Anschaffung - aber Systeme für den Kofferraumdeckel haben in unseren Augen nur Nachteile. Sie sind aufwendig zu installieren, können den Lack zerkratzen, haben eine eingeschränkte Zuladung und lassen dich nicht mehr an den Kofferraum. Systeme für Transporter wie einen VW T6 sind wenig besser - bei ähnlichen Nachteilen. Wir würden von dieser Art des Transports für normale Pkw definitiv abraten.
Dachfahrradträger
Diese Option ist kostengünstig und praktisch, besonders geeignet für kompakte Autos. Der Dachtransport bietet eine gute Sicht nach hinten, erfordert aber besondere Aufmerksamkeit bezüglich der Dachlast und der Fahrzeughöhe - insbesondere bei Tunnel-, Brücken- oder Parkhauseinfahrten. In Deutschland empfiehlt der ADAC, nur TÜV-geprüfte Dachträger zu verwenden, um maximale Sicherheit während der Fahrt zu gewährleisten.
Wer sich für die Dachvariante entscheidet, verfügt in der Regel schon über eine Dachreling, denn die Systeme der Hersteller basieren meist auf einem “Grundträger”, der universell auf typische Dachreling-Systeme passt. Dieser wiederum dient dann zur Befestigung des eigentlichen Trägersystems. Problematisch ist vor allem bei sehr schweren Bikes das Hochwuchten auf Dachhöhe. Da braucht es normalerweise schon zwei Personen, um die Räder der Bikes sicher in den Schienen auf dem Dach zu fixieren.
Ganz wichtig ist es, die maximale Dachlast des Fahrzeugs zu kennen. Sie ist in der Regel in der Bedienungsanleitung verzeichnet. Die Kfz-Papiere enthalten lediglich Maximalwerte für die Achslast. Im Übrigen haben auch die Trägersysteme selbst Belastungs-Limits, die in deren Anleitungen unter “Technische Daten” benannt werden. Der hohe Luftwiderstand und der damit einhergehende höhere Kraftstoff-Verbrauch sowie die erhöhte Gefahr bei Durchfahrung von Unterführungen oder Brücken sind eindeutige Schwächen dieses Konzepts. Übrigens gilt für Vans und Wohnmobile: Die Fahrzeughöhe inklusive der auf dem Dach transportierten Bikes darf vier Meter nicht überschreiten.
Fahrradtransportträger für das Dach sind günstiger als Kupplungsträger und Heckträger. Sie müssen aber bei der Investition bedenken, dass als Grundlage ein Dachträgersystem erforderlich ist, auf dem die Halteschienen befestigt werden. Außerdem darf die zulässige Dachlast nicht überschritten werden. Im Vergleich zu Heck- und Kupplungsträger verbraucht der Fahrradträger fürs Dach höhere Spritkosten aufgrund des höheren Luftwiderstands. Nachteilig ist zudem das Hochheben der Fahrräder. Erstens müssen Sie sehr viel Kraft aufwenden und zweitens müssen Sie dafür auch die entsprechende Körpergröße mitbringen.
Was sagt das deutsche Gesetz über den Fahrradtransport im Auto?
Wenn du Fahrräder im Auto transportierst, musst du in Deutschland die StVO einhalten, um Strafen zu vermeiden und die Sicherheit auf der Straße zu gewährleisten. Die Vorschriften enthalten mehrere wichtige Regeln:
- Lastenkennzeichnung: Ragt das Fahrrad über das Fahrzeug hinaus, ist ein zugelassenes reflektierendes Warnschild erforderlich, besonders bei Nacht oder schlechter Sicht.
- Nummernschild und Beleuchtung: Deckt der Fahrradträger Nummernschild oder Rücklichter ab, sind ein zusätzliches Nummernschild und ein Beleuchtungssystem erforderlich.
- Zulässige Maße: Die Ladung darf maximal 1,50 Meter über das Fahrzeugheck hinausragen. Bei einer Überlänge von mehr als 100 cm ist eine zusätzliche Kennzeichnung erforderlich.
Ein unsachgemäßer Fahrradtransport kann Bußgelder von bis zu 75 € und einen Punkt in Flensburg nach sich ziehen, abhängig von der Art des Verstoßes.
Wenn du außerhalb Deutschlands reist, überprüfe die spezifischen Vorschriften des jeweiligen Landes, da diese erheblich variieren können.
Praktische Tipps für einen sicheren Fahrradtransport
Zusätzlich zur Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften gibt es weitere Maßnahmen, die helfen, Fahrräder sicher und ohne Schäden zu transportieren. Hier sind einige wichtige Empfehlungen:
- Fahrradschutz: Verwende Schutzpolster oder spezielle Transporthüllen, um empfindliche Teile wie den Rahmen oder die Bremsen vor Stößen und Vibrationen zu schützen.
- Vor der Fahrt überprüfen: Stelle sicher, dass alle Halterungen, Gurte und Befestigungen des Fahrradträgers fest sitzen. Während der Fahrt sollten regelmäßige Stopps eingelegt werden, um die Sicherheit der Befestigung zu kontrollieren.
- Gewichtsverteilung: Falls mehrere Fahrräder transportiert werden, sollte das Gewicht gleichmäßig verteilt werden, um eine stabile Fahrweise zu gewährleisten und eine Schieflage des Autos zu vermeiden.
- Routenplanung: Beim Transport auf dem Dach ist die zusätzliche Höhe des Fahrzeugs zu beachten. Meide Tiefgaragen, Unterführungen oder andere niedrige Durchfahrten.
- Geschwindigkeit anpassen: Reduziere die Geschwindigkeit auf der Autobahn, insbesondere wenn Fahrräder auf dem Dach oder einem Anhänger transportiert werden. Diese Transportarten erhöhen den Luftwiderstand und den Kraftstoffverbrauch.
Die Sicherheit hängt nicht nur von der Einhaltung der Vorschriften ab, sondern auch von der richtigen Vorbereitung des Fahrrads und des Fahrzeugs für die Fahrt.
ADAC-Test von Fahrradträgern für die Anhängerkupplung
Der ADAC hat 13 kipp- und faltbare Fahrradträger für die Anhängerkupplung mit Platz für zwei Fahrräder getestet. Bei Handhabung, Qualität und Sicherheit gab es geringere Unterschiede, beim Preis jedoch größere. Die Ergebnisse:
- Gute Fahrradträger gibt es ab 400 Euro
- Top: Trägerbefestigung fix4Bike
- Schwierige Montage bei einigen Modellen
Die Preisspanne ist bei Heckträgern groß, doch der Test hat gezeigt, dass ein guter Fahrradheckträger nicht so teuer sein muss. Zwar wurde das teuerste Model von Uebler für den Preis von 730 Euro Testsieger und erhielt als einziges Modell das ADAC Urteil "sehr gut". Aber auch für rund 400 Euro ist schon ein guter Fahrradträger zu bekommen. Damit sind die Modelle insbesondere auch für den Transport von E-Bikes geeignet.
Die ADAC Experten bewerteten im Test ein Modell mit "sehr gut", zehn Modelle mit "gut" und zwei Modelle mit "befriedigend". Zudem ist der Träger - bewertet mit dem ADAC Urteil "sehr gut" - das leichteste Modell im Test und zusammengefaltet nach der Demontage vom Fahrzeug das Modell mit dem geringsten Platzbedarf in der Garage. Das hat aber seinen Preis: Der Heckträger von Uebler kostet stolze 730 Euro und liegt im Testfeld damit am oberen Ende.
Für den Test wurden zusätzlich drei Fahrradträger (Thule, MFT, Oris) in der Fix4Bike-Variante geprüft und außer Konkurrenz verglichen. Die Erkenntnisse sind allerdings kein Bestandteil der Testergebnisse.
Fix4Bike-System
Fix4Bike ist eine neue Variante der Trägerbefestigung, die anstelle der Klemmung am Kugelkopf eine Fixierung über zwei Zapfen unterhalb des Kugelkopfs ermöglicht. Die Handhabung ist sehr einfach: Dank dieses Befestigungssystems wird der Fahrradträger mit nur einem Klick montiert und sofort ausgerichtet.
Dafür ist eine spezielle Anhängerkupplung mit einem geeigneten Kugelkopf nötig, der aber mittlerweile bei aktuellen Volvos und Teslas mit Anhängerkupplung serienmäßig lieferbar ist. Auch für die meisten anderen Automodelle am Markt gibt es die Möglichkeit, eine Fix4Bike-Variante anstelle der konventionellen zu wählen.
Fix4Bike-Fahrradträger sind für Fix4Bike-Anhängerkupplungen gedacht, die einen speziellen Haltemechanismus mit seitlichen Pins für die Befestigung des Heckträgers aufweisen. Normale Anhängerkupplungen haben diese seitlichen Zapfen nicht. Daher passen Fahrradträger in der Fix4Bike-Variante nicht ohne Anpassungen auf normale Anhängerkupplungen. Fix4Bike-Anhängerkupplungen sind dagegen mit allen gängigen Fahrradträgern kompatibel.
Gewicht der Fahrradträger beachten
Nicht ganz unwichtig ist, immer auch das Gewicht der Fahrradträger zu beachten, da die Stützlast des Autos nicht überschritten werden darf. Generell gilt: Je leichter ein Träger ist, desto schwerer dürfen die zu transportierenden Fahrräder sein.
Wichtig ist auch die Breite der Schiene, auf der die Fahrräder montiert werden. Ist diese zu schmal, kann die Montage von dicken Mountainbike-Reifen erschwert sein. Aber auch sehr schmale Rahmen oder Reifen wie zum Beispiel beim Rennrad sollten vor dem Kauf mit dem Träger probemontiert werden.
Mittlerweile gibt es einfach sehr viele unterschiedliche Fahrradmodelle, Rahmen- und Radgrößen - hier lohnt sich der Gang in den Fachhandel, um die verschiedenen Heckträger auszuprobieren.
Vor dem Kauf zu beachten
- Maximal zulässige Stützlast des Autos ermitteln (siehe Fahrzeugschein).
- In Bedienungsanleitung des Autos auch maximale Stützlast für Fahrradheckträger überprüfen, da diese bei manchen Herstellern von der maximalen Stützlast abweicht.
- Gewicht zu transportierender Fahrräder ermitteln. Dann prüfen, wieviel Fahrräder auf dem Heckträger transportiert werden dürfen.
- Bei höherwertigen Fahrrädern oder Pedelecs bzw. E-MTBs darauf achten, dass auch der Heckträger über eine Diebstahlsicherung verfügt.
- Auf die passende Steckverbindung achten (7 oder 13 Pole).
Vor der Fahrt zu beachten
- Anhängerkupplung muss sauber und fettfrei sein.
- Beladungshinweise des Trägers beachten. Fahrradträger nicht überladen: Eigengewicht Fahrradträger + Gewicht aller Fahrräder ≤ Stützlast.
- Fahrradträger und Fahrräder auf sicheren Halt überprüfen.
- Sperrige, schwere oder leicht zu verlierende Teile nach Möglichkeit vom Fahrrad abmontieren, wie zum Beispiel Akkus von Pedelecs.
- Funktion der Beleuchtungsanlage prüfen. Zudem darf die Ladung laut StVZO nicht weiter als 40 Zentimeter über den Rand der Schlussleuchten des Heckträgers hinausragen. Sonst auf beiden Seiten mit der Beleuchtung durch eine weiße Leuchte nach vorne und eine rote Leuchte nach hinten kenntlich machen.
- Nach 50 Kilometern anhalten und alle Schrauben und Gurte kontrollieren.
- Ist eine dritte Bremsleuchte vorhanden, darf diese nicht verdeckt sein.
- Achtsam fahren: Durch den Träger wird das Fahrverhalten des Fahrzeuges beeinflusst, es kann in Extremsituationen ungewohnt reagieren.
- Empfohlene Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h bei Benutzung eines Heckträgers einhalten.
- Kennzeichen am Auto und Kennzeichen am Fahrradträger müssen gleich sein. Wenn das Hecktragesystem das amtliche Kennzeichen verdeckt, muss ein sogenanntes Wiederholungskennzeichen angebracht werden. Auf dem Wiederholungskennzeichen muss keine Prüfplakette angebracht sein, wenn diese auf dem Originalkennzeichen lesbar ist.
- Abdeckplanen oder -hüllen nicht über den Fahrradheckträger ziehen, da sie den Luftwiderstand erhöhen, zulässige Kräfte am Träger überschritten werden können und die Fahreigenschaften des Fahrzeugs beeinträchtigen können.
Regeln im Ausland
Wer seine Fahrräder mit in den Urlaub nimmt, muss im Ausland einige Besonderheiten beachten. Überstehende Ladung, die nach hinten über die im Kfz-Schein eingetragene Gesamtlänge des Fahrzeugs hinausragt, muss entsprechend gekennzeichnet werden. Die Bestimmungen sind in Europa länderspezifisch geregelt und unterscheiden sich stark.
Generell sollten sich Reisende deshalb vorab über die länderspezifischen Besonderheiten ihres Urlaubslandes informieren.
Achtung: Auch bei Mietfahrzeugen (zum Beispiel bei Wohnmobilen mit Fahrradgepäckträger) ist der Mieter für die richtige Kennzeichnung des Heckträgers verantwortlich.
Deshalb gilt: Immer vor Antritt der Reise prüfen, welche Kennzeichnung im Urlaubsland vorgeschrieben ist und ob zum Beispiel eine entsprechende Warntafel im Mietfahrzeug vorhanden ist.
Kennzeichnung mit Warntafeln
In einigen Ländern, wie Spanien, Portugal und Italien, ist überstehende Ladung mit einer speziellen Warntafel zu kennzeichnen. Dieses unterscheidet sich je nach Land in Art und Beschaffenheit.
Auch der maximal zulässige Überstand nach hinten unterscheidet sich je nach Reiseland. Das bedeutet zum Beispiel für Italien- oder Spanien-Urlauber, dass eine Warntafel auch angebracht werden muss, wenn der Fahrradheckträger eingeklappt ohne Fahrräder transportiert wird.
Wer überstehende Ladung nicht kennzeichnet, muss mit einer Geldstrafe rechnen. Diese kann je nach Art des Verstoßes hoch ausfallen. In Italien beispielsweise werden Verstöße mit Bußgeldern bis 1697 Euro geahndet.
Natürlich gelten die Regeln auch für die Durchreiseländer.
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