Vor- und Nachteile von vollgefederten Fahrrädern (Fullys)

Die Frage, ob ein Fahrrad vorne und hinten gefedert sein sollte, insbesondere bei Mountainbikes (MTB), ist von großer Bedeutung. Hier werden die Vor- und Nachteile verschiedener Federungssysteme beleuchtet.

Ungefederte Fahrräder

Ein ungefedertes Rad hat den Vorteil, dass es für den Vortrieb am effektivsten ist. Außerdem wiegt es tendenziell weniger und hat auch weniger Verschleißteile. Zudem sind hochwertige Federelemente nicht gerade günstig.

Nachteil ist, dass solche Bikes nur für Feld- oder Waldwege geeignet sind, vielleicht noch leichte Singletrails oder generell Marathon / Race / Uphill Terrain (Ungefederte Bikes sind meist Trekkingräder, seltener auch sogenannte ridgit MTBs). Sprünge oder rauhere Trails mit Tempo sind mit solchen Bikes nicht ratsam.

Vollgefederte Fahrräder (Fullys)

Ein Fully, also ein vollgefedertes Bike, hat den Vorteil, dass es sich damit relativ gut über Wurzeltreppen und ähnliches rasen lässt (ich rede von richtigen Fullys). Je nach Bauweise des Rahmens kann man damit auch springen, so ein Downhill / Freeride Bike ist sprungtechnisch prinzipiell nur durch das Fahrerkönnen begrenzt.

Nachteilig ist das Gewicht, der Energieverlust durch die Federung und die nötigen Wartungen, die man regelmäßig machen muss. Ein Gabelservice kann kostenintensiv sein.

Ein Fully bietet im täglichen Straßen Einsatz den gravierenden Nachteil, dass man ca. 10% der aufgewendeten Tritt Energie in die hintere Feder tritt. Diese Tritt Energie wird also nicht für den Vortrieb umgewandelt wird, sondern verpufft in der Feder. Dies kann man im direkten A-B Vergleich bei Probefahrten unmittelbar spüren. Fullys sind also für den täglichen Einsatz im Straßenverkehr denkbar ungeeignet.

Rund 3.500 Euro sind für ein qualitativ hochwertiges, vollgefedertes E-Mountainbike einer Qualitätsmarke wie Cube, Giant oder KTM zu kalkulieren.

Hardtails

Ein Hardtail ist da gewissermaßen der Kompromiss. Vorne Federung, hinten nicht, das zugehörige Genre nennt sich XCountry (Dirtbikes sind im Prinzip auch Hardtails, aber die seien nun mal außen vor, weil etwas komplett Anderes ^^), entsprechend eng ist der Einsatzzweck dieser Bikes.

Geeignet für Singletrails, das heißt auch Wurzeltreppen, aber nicht bei allzu hohem Tempo (schafft man halt einfach nicht), keine Sprünge (außer Bunny Hopser, aber das schafft jedes Bike, auch Citybikes), weniger geeignet für Stadt oder generell das Trekkingradterrain, weil hier eben Trekkingräder effektiver sind.

Nachteile und Vorteile sind oben genannte, aber eben alles nur a bissl. Etwas langsamer als ungefederte Bikes, aber auch etwas trailtauglicher. Etwas bis viel schneller als Fullys (da gibt es viele Kategorien, Fullys lassen sich kaum unter einen Hut packen), aber auch etwas bis viel weniger trailtauglich.

Ordentliche E-Mountainbikes mit starrem Heck („Hardtail“) gibt es hingegen schon für etwa 2.500 Euro.

Federgabeln: Vor- und Nachteile

Auch wenn eine Federgabel für ein Mountainbike oder Trekkingrad viele Vorteile bietet, ist sie nicht für jeden Einsatzzweck und für jeden Fahrradfahrer geeignet. Sie bietet neben ihren Vorteilen auch Nachteile.

Vorteile von Federgabeln

Eine Federgabel bietet einen deutlich erhöhten Fahrkomfort, vor allem auf schlechten Straßen, Radwegen und auch im Gelände. Kleine Kuhlen, Löcher und Wurzeln werden "weggefedert". Dadurch werden weniger Erschütterungen und Vibrationen auf den Fahrer übertragen.

Nachteile von Federgabeln

Auch wenn Federgabeln weitgehend wartungsfrei sind, müssen diese doch von Zeit zu Zeit besonders bei hoher Beanspruchung, gewartet werden. Durch leichte Wippbewegungen, also minimale Einfederung beim Treten, haben Sie beim Fahren kleine Effizienzverluste; außer Ihre Federgabel verfügt mit einem "Lock Out System" über eine Blockiermöglichkeit der Federung. Manche Federgabeln bieten eine einstellbare Plattformdämpfung zur Verminderung des Wippens.

Entwicklung der Federung

Die Anfänge des Fahrrads waren für die Fahrer mühsam bis lebensgefährlichen. Während die Draisine nicht leicht zu steuern war und den Fahrer jede Bodenunebenheit spüren ließ, erforderten die 50 Jahre später auftauchenden Hochräder wahrhafte Balancierkünste, um die gefürchteten Kopfstürze zu vermeiden.

In Sachen Federung sollte es aber tatsächlich bis zur Mitte der 1980er Jahre dauern, um Fahrräder mit Federgabel oder gar gefedertem Hinterrad auszustatten. Hierzu musste man, im wahrsten Sinne des Wortes, das Rad nicht neu erfinden: Beim großen Bruder, dem Motorrad, waren Federsysteme schon seit etwa 1910 im Einsatz. Denn ohne Federung (und Dämpfung) lässt sich ein Motorrad bei höherem Tempo kaum beherrschen.

Triebfeder im Fahrradbereich waren die Mountainbikes, die in den 1980er Jahren zunehmend populär wurden und anfangs noch gänzlich starr über Stock und Stein staksten. Bald erschienen die ersten Modelle mit Federgabel, wodurch sich neben dem Komfort auch die Fahrsicherheit - vor allem auf schnellen Bergab-Passagen - im Gelände erheblich verbesserte.

Mit Ausnahme von Rennrädern zählt die Federgabel heute bei fast allen Fahrrädern und E-Bikes zum Goldstandard.

Die Idee, die Hauptlast - den Fahrer - per Federkraft vom Fahrrad etwas zu entkoppeln, war indes nicht so neu: Schon die ganz frühen Velos verfügten oft über einen Sattel, unter dessen Sitzfläche sich gut sichtbare Stahlfedern um etwas Bequemlichkeit für das Sitzfleisch bemühten.

Der nächste logische Schritt bei den Mountainbikes war die Hinterradfederung, die den Komfort, die Traktion und die fahrdynamischen Möglichkeiten (insbesondere im Downhill-Sport) auf ein neues Level hob.

Alternativen zur Vollfederung

Puristen verzichten gerne auf den gefederten, bisweilen wippenden Hinterbau und schätzen die direkteren Fahreigenschaften eines Hardtails. Schließlich bieten ja auch die Reifen ein gewisses Maß an Federung. Das Extrembeispiel sind in dieser Hinsicht die (E-)Fatbikes, deren Ballonreifen mit lediglich 0,5 bis 1,0 bar gefahren werden und enormes Schluckvermögen sowie unerreichten Geländegrip bieten. Daher verfügen viele (E-)Fatbikes nicht einmal über eine Federgabel.

Denn (E-)Rennräder (und die mit ihnen eng verwandten (E-)Gravelbikes) sind, trotz der mitunter auf 6 bar aufgepumpten Reifen, nicht ganz so bocksteif wie sie aussehen, sondern absorbieren Stöße über die Gabel und den Rahmen. In engen Grenzen natürlich, aber für Kanaldeckel und kleine Schlaglöcher durchaus ausreichend.

Komplett ungefederte E-Bikes, die also nicht einmal über eine Federgabel verfügen, gibt es außerdem noch in Form von E-Falträdern, E-Hollandrädern sowie Designerstücken à la VanMoof oder Rabeneick. Allen Ungefederten gemein ist ihre ausschließliche Eignung für die Straße. Eine Feldweg-Tour wird da schnell zur Tortur.

E-Bikes und Federung

Das Angebot an Rädern mit E-Bike-Federung ist vielfältig. Es gibt sie in praktisch allen Erscheinungsformen: Als City-E-Bike, Trekking-E-Bike, E-Lastenrad und E-Mountainbike.

Wer abseits von den sportlichen Extremen Rennrad und Mountainbike-Fully einfach ein E-Bike für den Alltag haben möchte, fährt mit einer Federgabel am besten. Sie sind stark geländelastig konzipiert und eignen sich, auch hinsichtlich Sitzposition und Bereifung, weniger für Straße, Stadt und Alltag. Im Wald und insbesondere auf abschüssigen Gelände-Passagen sind sie hingegen unschlagbar­­.

Federung und Fahrkomfort

Mit verschiedenen Techniken haben die Hersteller immer wieder versucht, das Fahr­radfahren komfort­abler zu machen. Einer­seits macht eine Federung am Fahr­rad die Fahrt angenehmer. Boden­unebenheiten, Stöße und Schläge von der Fahr­bahn oder Hinder­nissen werden abge­mildert und erreichen den Fahrer weniger stark.

Stahl­rahmen sind etwas elastischer als Aluminium- oder Carbon­rahmen. Stahl gibt nach, ist relativ bieg­sam und vermittelt alleine dadurch schon etwas Komfort. In Kombination mit einem breiteren Reifen, etwa ab 32 Milli­metern, reicht dieser Fahr­komfort in der Stadt völlig aus. Aluminium­rahmen sind beinhart, hier lohnen sich Feder­systeme am meisten. Titan ist ein weiches Material und verleiht etwas Fahr­komfort.

Auch Sattel­stützen tragen zu einer spür­baren Verbesserung des Fahr­komforts bei. Die üblichen Stützen aus Aluminium sind sehr hart. Wer es noch bequemer haben will, der greift zu einer gefederten Sattel­stütze. Parallelolgramm-Sattel­stützen: Hier verschiebt sich die Sitz­fläche beim Einfedern nach vorne und hinten, sie „wippt“ etwas.

Gefederte Vorbauten, die es zum Nach­rüsten gibt, sorgen für mehr Fahr­komfort. Sie halten Stöße vom Lenker etwas ab und schonen die Hand­gelenke. Sogar an Renn­rädern gibt es Federungen für den Lenker­bereich.

Federgabel-Technik

Eine Federung am Fahr­rad hat verschiedene Vorteile. Federgabeln ermöglichen es dem Vorderrad, Fahr­bahn­unebenheiten auszugleichen und die sonst mit ihnen verbundene Erschütterung vom Fahrer fern­zuhalten.

Federgabeln sollen so leicht wie möglich sein, so exakt wie möglich einfedern und sofort wieder in die Ausgangs­position zurück­federn ohne nach­zuwippen. Luft­federgabeln werden am häufigsten verbaut. Bei ihnen kann man die Härte mit einer Luft­pumpe einstellen. Daneben gibt es ölgefederte Gabeln.

Hinterradfederung

Vorder- und Hinterradfederung zusammen findet man haupt­sächlich an Mountain­bikes. Man nennt diese Bikes Fullys. Bei Geländerädern ist eine Federung natürlich besonders sinn­voll. Fullys ermöglichen waghalsigen Abfahrten.

Die Ingenieure wenden viel Fantasie auf, um die Gelenk- und Hebel­systeme zu optimieren. Der Einbau einer Federung bedeutet aber auch immer, dass das Fahr­rad schwerer wird.

Der Hinterbau, der das Rad führt, ist mit nur einem Gelenk am Tret­lager befestigt. Die Federung spricht sensibel an, das Fahr­rad ist aber nicht so seiten­steif wie ein ungefedertes Modell.

Eine aufwendige, aber mitt­lerweile sehr verbreitete Konstruktion mit einem speziellen Dreh­punkt an der Ketten­strebe. Dadurch federt das Hinterrad ziemlich senkrecht ein.

Die Bedeutung der Federung für Sicherheit und Komfort

Ein Rad ohne jegliche Federung an Gabel, Hinterbau, Sattelstütze oder Vorbau ist leichter, wartungsärmer und meist auch günstiger. Am Ende verliere ich noch die Kontrolle über mein Rad und stürze. Oder habe Schmerzen in meinen Händen, am Po oder sonst wo. Spaß ist für mich der elementare Punkt beim Radfahren.

Selbst die Beine rasierende Rennradfraktion lechzt nach immer mehr Komfort, Traktion und Leichtlauf. Unterm Strich werden auch dort seit Jahren die Reifen immer breiter, das Chassis wie Anbauteile deutlich komfortabler ausgelegt.

Der zentrale Punkt eines Fahrwerkes ist, dass die Laufräder unabhängig vom restlichen Rad auf dem Boden arbeiten können. Dadurch kann der Reifen Unebenheiten besser folgen und größeren Hindernissen ausweichen. Der Reifengummi hat länger Kontakt mit der Bodenoberfläche und kann sich besser mit dieser verzahnen. Das erhöht die Haftung und somit auch die Sicherheit, weil die Kontrolle über das Rad vorhanden bleibt.

Wer also effektiv gefedert Rad fährt, schont die Kontaktpunkte. Der ganze Halteapparat muss weniger Energie zum Abbau der schädlichen Vibrationen und Schläge aufbringen, wodurch der Körper erst viel später ermüdet. Am Ende sind die Energiereserven dann voller und mehr Ausdauer vorhanden.

Sind keine Federelemente am Rad verbaut, braucht es nicht gleich ein neues Rad: Für mehr Komfort sorgen auch gefederte Sattelstützen und Vorbauten. Sind Vorerkrankungen oder Verletzungen vorhanden, kann die Federung das Radfahren überhaupt erst möglich machen oder Schmerzen reduzieren.

Um effektiv arbeiten zu können, muss neben der Qualität auch die Justage passen. Dazu sollte das Rad beim Kauf am besten gleich vom Fachmann mit Blick auf das Fahrergewicht sowie den Einsatzbereich überprüft und die Federelemente bei Bedarf angepasst werden. Luftfeder-Elemente sind hier sehr dankbar, weil sie einfach mit einer Hochdruckpumpe abstimmbar sind.

Wer viel und regelmäßig fährt, sollte die Federelemente zudem einmal im Jahr, wer wenig fährt nach spätestens zwei Jahren zum professionellen Service geben.

Sie erhöht nicht nur allgemein den Komfort. Sie erhöht auch die Sicherheit. Weil sie den Bodenkontakt hält und somit bessere Kontrolle ermöglicht. Und sie unterstützt eine aktive Fahrweise. Das gilt aber nur für eine richtig eingestellte und funktionierende Federgabel!

Selbst Modelle mit Stahlfedern, die man mit einem Drehknopf einstellen könnte, bekommen diesen Liebesdienst doch oft nicht. Wer sich nur ein bisschen unter Alltagsfahrern umsieht, erkennt schnell den erschreckend schlechten Beziehungsstatus zwischen Fahrer und Federgabel. Viele Menschen sind dabei auch überfordert. Das gilt noch mehr für die richtige Wartung.

Eine viel sichere und zuverlässigere Alternative, oder besser: die Lösung, sind großvolumige Reifen, am besten mit hohem Pannenschutz. Mit weniger Luftdruck gefahren, dämpfen sie die allermeisten Unebenheiten und Vibrationen erfolgreich ab, ohne aufzuschaukeln, und rollen dabei auch noch wenigstens so leicht wie schlankere Ausführungen. Außer gelegentlichem Nachpumpen, das wohl jeder verinnerlicht hat, ist nichts weiter nötig.

Wenn dann noch eine gute Starrgabel, am besten aus Stahl, dazukommt, die in sich flexibel ist, hat man alles, was man braucht: Komfort, Zuverlässigkeit, Wartungsarmut und Zweckdienlichkeit!

Hardtail vs. Fully: Eine detaillierte Betrachtung

Du findest es auf asphaltierten Straßen eher langweilig und willst dein Fahrrad im Gelände, also Offroad, nutzen? Dann ist das Mountainbike (MTB) eine gute Option für dich. Bei deiner Kaufentscheidung wirst du unweigerlich mit den Begriffen Hardtail oder Fullytail bzw. einfach nur „Fully“ konfrontiert.

Die beiden Begriffe Hardtail vs. Fully beziehen sich auf die Federung bzw. Dämpfung des Bikes - genauer gesagt auf eine vorhandene oder eben nicht vorhandene Federung am Hinterrad. Denn sowohl beim Hardtail als auch Fully ist die Gabel vorne gefedert. Ganz einfach aus dem Grund, da eine ungefederte Gabel eine enorme Belastung für Arme und Oberkörper bedeuten würde.

Wie der Name schon vermuten lässt, ist bei einem Hardtail das Hinterrad nicht gefedert, demnach ein „harter hinterer Teil“. Es kommt dem ursprünglichen Fahrrad und der damit verbundenen Fahrweise am nächsten - Aussehen und Fahrweise kommen dem ursprünglichen Fahrrad am nächsten. Hardtail ist also etwas für echte Puristen.

Das Fully hingegen leitet sich von „Full Suspension“ ab, also der Vollfederung. Es weist ganz klar darauf hin, dass du dich auch am Hinterrad auf eine komfortable Dämpfung verlassen kannst.

Desto weniger du auf dem MTB „wippst“, also die Federung beanspruchst, desto mehr Power bekommst du auf die Pedale bzw. aufs Hinterrad. Deswegen sind einige Fully MTBs auch so konzipiert, dass du für die Fahrt auf der asphaltierten Straße die Federung hinten sehr hart einstellen kannst. Trotzdem wirst du bei einem Fully hinten noch etwas Spiel haben. Diese Sicherheitsreserve ist auch deshalb angezeigt, damit die Dämpfungslager nicht beschädigt werden. Mit dem Hardtail hingegen bringst du die ganze Power aus den Beinen über die Pedale aufs Hinterrad.

Daraus folgt für die Kaufentscheidung das erste Kriterium: Bist du mit dem MTB vorrangig auf Landstraßen, Feldwegen und relativ leichten Hügeln unterwegs, würde sich ein Hardtail anbieten, für richtige Downhill-Fahrten über „Stock und Stein“ ist das Fullytail die erste Wahl.

Mit guter Traktion ist gemeint, wie vorteilhaft sich dein „Vortrieb“ im Gelände erweist. Hier spielt das Fully seine Vorteile aus. Durch die Federung passt sich dein Bike quasi dem Untergrund an. Beim direkten Vergleich Hardtail oder Fullytail lässt sich das „Fully“ also leichter sowie effektiver bewegen und steuern.

Klar ist jedoch, mit dem Fully hast du einen besseren Vortrieb.

Klare Sache. Ein Dämpfer am Hinterrad, der nicht vorhanden ist, wird keinem Verschleiß ausgesetzt sein, kann nicht kaputtgehen und muss nicht gewartet oder repariert werden. Für die Kaufentscheidung Hardtail oder Fullytail könnte also eine Rolle spielen, dass das Fully MTB wartungsintensiver ist.

Auch bringt das Dämpfungssystem beim Fully ein entsprechendes Gewicht auf die Waage.

Wie bereits erwähnt, ist das Hardtail deutlich günstiger. MTBs ohne hintere Dämpfung stehen bereits ab ca. 1.000 Euro im Fachhandel zur Verfügung. Hier enttäuschen oftmals nicht nur die verbauten Komponenten, sondern auch die ganze Konstruktion wirkt, als sei sie dem Gelände nicht gewachsen.

Preisspanne

Für ein gutes Fully MTB wirst du in etwa ab 2.000 Euro veranschlagen müssen. Und falls es ein Fully MTB mit E-Power sein soll, folgt der nächste 1.000er-Euro Schritt auf einen ca. 3.000 Euro Einstiegspreis. Allerdings ziehen die Preise in letzter Zeit deutlich an. Das Biken, auch in der Version als Mountainbike, wird immer beliebter.

Fazit

So ein Fullytail ist schon eine feine Sache. Wer die Möglichkeit hat und beim Testen Hardtail oder Fully beide MTBs nacheinander beim Downhill fährt, wird vermutlich nicht lange überlegen müssen. Der bessere Komfort und die effektive Traktion sprechen klar für das Fully. Puristen werden sich dennoch für das Hardtail begeistern können.

Bist du nur in leichtem Gelände unterwegs, wo allzu heftige Bodenwellen, Wurzeln und Geröll nicht vorkommen? Willst du das MTB auch für längere Touren auf asphaltierten Straßen und Feldwegen wie eine Art Trekkingbike nutzen? Dann könnte das Hardtail die bessere Wahl sein.

Tabelle: Vor- und Nachteile verschiedener Fahrradtypen

Fahrradtyp Vorteile Nachteile Empfohlener Einsatzbereich
Ungefedert Effizienter Vortrieb, geringes Gewicht, wartungsarm Unbequem auf unebenem Gelände, nicht für Sprünge geeignet Feldwege, Waldwege, Marathon, Uphill
Hardtail Kompromiss zwischen Effizienz und Komfort, leichter als Fully Weniger komfortabel und trailtauglich als Fully Singletrails, gemäßigtes Gelände
Fully Hoher Komfort, gute Traktion, geeignet für anspruchsvolles Gelände und Sprünge Höheres Gewicht, Energieverlust durch Federung, wartungsintensiv, teuer Wurzeltreppen, Downhill, Freeride

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