Damen Mountainbike 29 Zoll Test: Der Ultimative Ratgeber

Unser Mountainbike Testportal liefert den kompletten Marktüberblick, indem es jedes käufliche Mountainbike objektiv bewertet. Um das Traumbike für individuelle Bedürfnisse zu finden, können alle Testberichte einfach gefiltert werden. Möglich wird das durch eine riesige Datenbank mit Mountainbikes und Anbauteilen. Jedes Bike wird einheitlich in über 100 aussagekräftigen Kriterien betrachtet, die sich in der Ausstattung und dem Rahmen verstecken. Unser Mountainbike Test berücksichtigt alle für das Fahrerlebnis relevanten Baugruppen.

Das Testsystem: Über 100 Kriterien für Aussagequalität

Die über 100 Kriterien - welche wir standardisiert abtesten - werden, je nach Einsatzzweck, unterschiedlich gewichtet. Und darin liegt der Schlüssel unserer Aussagequalität. Unser Ziel ist es nämlich nicht nur zwei Schaltwerke, die in unterschiedlichen Bikes verbaut sind, miteinander zu vergleichen. Viel mehr wollen wir dir einen realen Eindruck vom Fahrgefühl geben, dass du nach dem Mountainbike Kauf erwarten kannst.

Geometrie und Fahrgefühl

Wer sich vor dem Bike Kauf intensiv mit Mountainbikes beschäftigt, ist vom Fachjargon der Branche schnell überfordert. Reach, Stack, Lenkwinkel sind wichtige Geometrie Maße die die das Fahrverhalten eines Mountainbikes maßgeblich beeinflussen. Wir haben deshalb nicht nur die Ausstattung eines jeden Bikes bewertet, sondern auch einen detaillierten Blick auf seine Geometrie geworfen. Damit du selbst kein Studium der Mountainbike-Wissenschaften ablegen musst, haben wir die Geometrie aller Bikes einheitlich analysiert und Rückschlüsse für unseren Test gezogen.

Marktumfeld und Vergleich

Unser Mountainbike Test gibt dir nicht nur eine absolute Einschätzung der MTB Ausstattung. Um es dir so einfach wie möglich zu machen, haben wir unsere Testergebnisse auch mit dem relevanten Marktumfeld verglichen. In der Spinnennetz-Grafik siehst du, wie die einzelnen Baugruppen und die Geometrie in unserem Test abschneiden. Die violette Grafik repräsentiert hier die Durchschnittswerte aus dem relevanten Marktumfeld. Du kannst also auf einen Blick die Stärken und Schwächen eines jeden Bikes sehen.

Jede Bewertung, die irgendwie in ein MTB Test auf bike-test.com einfließt, lässt sich auf einen Fakt zurückführen. Mountainbikes werden ja nach Federweg in MTB-Kategorien gegliedert. Jede dieser einzelnen Mountainbike Arten hat einen spezifischen Einsatzbereich. Um ein MTB vernünftig zu testen ist es extrem wichtig es mit anderen Mountainbikes der selben Kategorie zu vergleichen. Unsere großen Vergleichstest machen genau das.

Mountainbike-Kategorien und Preisbereiche

Mountainbikes werden ja nach Federweg in MTB-Kategorien gegliedert. Jede dieser einzelnen Mountainbike Arten hat einen spezifischen Einsatzbereich.

Einsteiger-Bikes unter 1500 €

Anfänger wollen beim Bike-Kauf keine Unsummen ausgeben, weshalb wir dieses Testfeld auf Maximal 1500 € begrenzen. Im Preisbereich unter 1500 € empfehlen wir ausschließlich Mountainbike Hardtails. Also Bike ohne gefedertes Heck. In dieser Kategorie hält die Industrie ein vielfältiges Angebot für unterschiedlichste Einsatzzwecke bereit. Vor allem der noch junge Trend zu den Allround Hardtails dürfte viele Mountainbike Anfänger ansprechen. Klickt in unsere Marktübersicht und sucht euch das Bike raus, das am besten für euren Einsatzzweck passt. Mit unseren Filtern lässt sich der Markt spitzenmäßig sortieren.

Hier haben wir die besten Einsteiger Bikes für unter 1000 € für dich. Unter 1000 € gibt es Bikes, die ganz offensichtlich schon auf den sportlichen Einsatz hin getrimmt wurden. Modelle mit etwas mehr Federweg, modernen Einfachantrieb und griffigen Reifen ermöglichen auch Fahrspaß im gröberen Gelände.

Fullys ab 1500 € aufwärts

Wer umbedingt ein vollgefedertes MTB kaufen will, sollte mindestens 1500 € ausgeben. Denn wenn Bike-Hersteller ein vernünftiges Fully unter 2000 € bauen wollen, müssen sie den Bleistift gut spitzen. Bei der Spezifikation der Anbauteile muss wirklich jeder Euro umgedreht werden. Meist sind die Produktmanager dabei zu Kompromissen gezwungen, weshalb wir unseren Kumpels in dieser Preisklasse oft auch zu einem Hardtail raten. Es gibt aber auch Firmen, die uns überrascht haben. Das Rockrider All Mountain 100s, Canyons günstigstes Neuron, das Rose Ground Control und Lapierres Zesty überzeugen in der Preisklasse bis 2000 € alle drei Bikes haben einen hochwertigen Alu Rahmen und Teleskopstützen. Das fördert den Spaß im Singletrail. Bei der Ausstattung gibt es noch etwas Verbesserungspotential.

Cross Country Bikes

Cross Country Bikes sind die puristischsten aller Mountainbikes. Mit niedrigem Gewicht und tendenziel sportlicher Sitzposition kann man mit diesen Bikes richtig Kilometer schruppen. Zumindest so lange das Gelände nicht extrem rau ist. Denn in steilen Abfahrten oder bei Sprüngen kommen diese Bikes an ihr Limit. Dafür ist man mit diesen Rädern ideal gerüstet für ein Cross Country Rennen oder den Start bei einem MTB Marathon. Der Carbon Rahmen ist in dieser Bike Kategorie fast schon Standard. Die Frage ob man sich ein Fully oder einem Hardtail kaufen soll, regelt sich meist von selbst über den Preis. Ab 4500 € kann man auch schon gute Cross Country Fullys kaufen.

Downcountry Bikes

Downcountry Bikes sind kein Marketing Trick der Industrie, sondern machen auf dem Trail wirklich Spaß. Vor allem sportliche Tourenfahrer werden diese Bikes aufgrund ihres leichtfüßigen Antritts lieben. Genau dieses Gefühl grenzt sie maßgeblich von den etwas behäbigeren Trailbikes ab. Mit diesen leichten Tourenfullys kann man eine Alpenüberquerung fahren oder bei einem MTB-Marathon starten. Bergab versprühen sie wegen der besseren Reifen, der 120er Federgabel und der Teleskopstütze deutlich mehr Reserven als ein Racefully. UInser Test zeigt: Wer ein gutes Downcountry Bike kaufen will muss 3000 - 4500 € hin blättern. Dann gibt es aber echt gute Bikes. Sowohl das Orbea Oiz TR, wie auch das KTM und das Canyon Lux Trail zählen zu den Klassikern im Downcountry-Segement. Sie machen nicht nur Spaß bergab, sondern ermöglichen auch den gelegentlichen Marathon Einsatz.

Trailbikes

Trailbikes sind auch in der Saison 2022 die Alleskönner unter den Mountainbikes. Downcountry- oder Racebikes sind kilometerhungriger. All Mountain Bikes und Enduro MTBs fahren besser bergab. Wenn du hauptsächlich Trailtouren im deutschen Mittelgebirge fahren willst oder mit dem Gedanken spielst, in den nächsten Jahren eine Alpenüberquerung zu fahren, dann wirst du höchstwahrscheinlich mit einem Trailbike glücklich. Während Giant, Radon und Scott in dieser Preisklasse Bikes mit Aluminium Rahmen bauen, setzt Cube mit seinem Stereo 120 TM HPC 29 bereits auf einen Hauptrahmen aus Carbon. Alle Bikes haben moderne 1×12 Schaltungen und bewegen sich in einem Gewichtsbereich um die 14 Kilo.

All Mountain Bikes

All Mountain Bikes sind die neuen Enduros. Leistungsstarke Fahrwerke, moderne Geometrien und überwiegend verbaute 29er Laufräder machen aktuelle All Mountains zu echten Spaßgaranten in der Abfahrt. Sogar der Start bei einem Enduro Rennen oder der gelegentliche Bikepark Einsatz sind mit diesen Bikes möglich. Auf Trails im Mittelgebirge aber auch im alpinen Gelände hinterlassen diese Bikes einen souveränen Eindruck. Lange Anstiege bleiben bezwingbar, allerdings fordert das hohe Gewicht eine gutes Fitness-Level vom Fahrer. Die deutschen Direktversender YT, Radon und Canyon dominieren dieses Marktsegment, mit extrem spitz kalkulierten Modellen. In dieser Preisklasse ist der Carbon Rahmen fast schon Standard.

Enduro Mountainbikes

Der Markt für Enduro Mountainbikes ist 2022 so vielfältig wie nie zuvor. Die wichtigste Frage die du dir vor dem Kauf eines Enduro MTBs stellen musst ist, ob du ein Bike mit 160 oder doch lieber üppigen 180 Millimeter Federweg zulegen willst. Unser Tipp: Mit 160 Millimeter kommen die aller meisten Fahrer locker zurecht. 180er Bikes lohnen sich nur bei hohem Körpergewicht und regelmäßigem Bikepark Einsatz. Nachdem wir den kompletten Markt analysiert haben, gibt es noch eine gute Nachricht: Preisaggressive Marken Canyon, Cube, Radon oder Propain bauen bereits für 3000 bis 4000 € extrem gute Enduros. Wenn du ein Enduro für weniger als 3000 € kaufen willst, musst du dir die Frage nach dem Rahmenmaterial nicht stellen. In dieser Preisklasse werden nur Enduros mit Aluminiumrahmen angeboten. Die Tatsache, dass es in diesem Preissegment nahezu nur Bikes von Direktversendern wie Propain, Radon, oder Canyon gibt, zeigt außerdem, dass bei der Kalkulation mit harten Bandagen gekämpft wird. Die angebotenen Bikes wiegen meist deutlich über 15 Kilo, was die Tourentauglichkeit und den Fahrspaß bergauf stark einschränkt. Auch bei der Ausstattung muss man zu Kompromissen bereit sein. Vor allem bei der Schaltung und bei den Laufrädern werden häufig sehr günstige Bauteile verwendet.

Trailhardtails

Trailhardtails machen bereits bei bezahlbaren Preisen im Gelände extrem viel Spaß. Wer unter 2000 € ausgeben will und ein Tourenfähiges Bike für Enduro Trails sucht, kommt in der Regel an einem Trailhardtail nicht vorbei. Vor allem Einsteiger oder junge Biker dürfte dieses Konzept ansprechen. Aber man darf sich auch keine falschen Hoffnungen machen. Der Komfort ist mit einem Trailhardtail deutlich niedriger als mit einem Fully. Im Preisbereich unter 2000 € gibt der deutsche Hersteller Rose mit seinem Bonero richtig Gas. Generell kann man in dieser Preisklasse mit modernen 1×12 Schaltungen und vernünftigen Bremsanlagen Rechnen.

Allgemeine Tipps zum Mountainbike-Kauf

Hochwertige Mountainbike Fullys bekommt man für 2000 € und mehr. Die etwas simpleren Mountainbike Hardtails taugen ab ca. 1000 € für den sportlichen Einsatz. Wichtig ist, dass man sich von den Mondpreisen der Branche nicht blenden lässt. Klar, es gibt Bikes für 14000 € und mehr. Aber man muss nicht zwingend so viel Geld ausgeben, um Spaß auf dem Singletrail zu haben. Meine Erfahrung hat gezeigt: Oberhalb einer Preisgrenze von ca. 5000 € fällt der Unterschied beim Fahren auf dem Trail immer geringer aus.

Fullys sind technisch gesehen die überlegenen Mountainbikes. Aber sie sind schwerer, teurer und wartungsintensiver als Hardtails. Das erklärt, warum Hardtails auch über 40 Jahre nach ihrer Erfindung noch immer eine große Fangemeinde haben. Wenn dein Budget unter 1500 € liegt oder du keinen Bock auf die regelmäßige Wartung des Hinterbaus hast, greif zum Hardtail. Wenn dir der Fahrspaß in der Abfahrt besonders wichtig ist, oder du viel Wert auf Komfort legst, solltest du dir ein Fully kaufen.

Wie viel Spaß du beim Biken haben wirst, hängt nicht primär davon ab, wie viel Geld du für dein Mountainbike ausgeben willst. Es ist viel wichtiger, dass du dir ein Mountainbike kaufst, dass für deinen individuellen Einsatzzweck perfekt passt. Für viele Biker steht der Spaß in der Abfahrt im Vordergrund. Dafür braucht man viel Federweg. Man sollte sich aber bewusst sein, dass man den üppigen Federweg eines Enduros oder All Mountains auch bergauf schleppen muss. Außerdem braucht es extreme Strecken, um das Potential dieser abfahrtshungrigen Bikes auszunutzen.

Laufrad- und Rahmengrößen

Generell muss man bei Mountainbikes zwischen der Laufradgröße und der Rahmengröße unterscheiden. Die übliche Laufradgröße für Erwachsene beträgt 26, 27,5 oder 29 Zoll und variiert je nach Einsatzgebiet aber auch Größe des Fahrers. Es ist daher möglich, dass eine sehr große Person einen Fahrradrahmen der Größe 23 Zoll benötigt, in dem wiederum ein 29 Zoll Laufrad eingebaut ist. Die zwei Dimensionen in einem Fahrrad können für Einsteiger schnell verwirrend sein, weshalb du bei einem Verkaufsgespräch sehr genau hinhören solltest. Kinderräder gibt es in Zwei-Zoll-Schritten ab Radgröße 12 Zoll.

Damen-spezifische Modelle

Manche Hersteller haben Damen spezifische Modelle im Angebot. Wir haben in unserer Filter Sektion die Möglichkeit diese Bikes speziell zu filtern. Oftmals gibt es Damenmodelle in kleineren Größen als die Herrenmodelle. Meist sind die Kontaktpunkte zum Körper speziell auf Damen angepasst. Lenker sind etwas schmäler, Sättel damenspezifisch. Fahrwerke haben oft ein leichteren Tune der auf das geringe Körpergewicht von Frauen abgestimmt ist.

Verfügbarkeit

Ein großer Service den wir dir beim Mountainbike kaufen bieten ist, dass wir dir zeigen welche Bikes aktuell Online verfügbar sind. Gerade in Zeiten von Lieferengpässen ist das ein wichtiger Faktor beim Bike kauf. Wir haben die größten Online Shops in Deutschland als Partner gewonnen und bilden deren Verfügbarkeiten auf unserem Portal ab.

Liv Pique 2024: Ein genauerer Blick

Ganz frisch ist das Liv Pique Advanced 29. Mit der Neuauflage der Cross-Country- und Marathon-Rennmaschine will der Hersteller Racerinnen das perfekte Sportgerät bieten. Zahlreiche Änderungen am Carbon-Rahmen und ein neues Fahrwerks-Design versprechen eine nie gekannte Souveränität in unterschiedlichsten Fahrsituationen. Durch den Einsatz eines leichteren Kohlenstoff-Materials will Liv am neuen Pique-Rahmen bis zu 297 Gramm eingespart haben. Gleichzeitig wurde das Layout der Carbon-Rohre angepasst, um sechs Prozent mehr Verdrehsteifigkeit sowie zehn Prozent mehr Steifigkeit im Antrieb zu erreichen. Die dritte Generation des Pique-Models verzichtet auf die Liv-typisch kurvigen Rahmenrohre.

FlexPoint Pro Suspension Technology

Viele Jahre war Liv für das eigens entwickelte und gut funktionierende Maestro-Hinterbausystem bekannt. Zugunsten von mehr Effizienz und weniger Gewicht verzichtet das neue Race-Fully für Frauen und auf diese bewährte Technologie. Obwohl Schwinge und Dämpferposition noch immer an das bekannte Design erinnern, hat sich das XC-Bike von einem Lagerpunkt verabschiedet und flext jetzt im Carbon-Material des Rahmens. FlexPoint Pro Suspension Technology, wie es bei Liv heißt. Das neue, patentierte Eingelenker-System stellt am Pique Advanced 29 115 Millimeter Federweg zur Verfügung und will sowohl effizienter als auch traktionsstärker sein als sein Vorgänger. Bekannt ist das bereits vom Mutterkonzern Giant, der für sein Race-Fully Anthem dieselbe Technologie wählt.

Geometrie und Design

Um auch die Front des Liv Pique Advanced ins neue Cross-Country-Zeitalter zu heben, hat Liv den Federweg der Gabel auf 120 Millimeter aufgestockt und den Lenkwinkel abgeflacht. Ein steilerer Sitzwinkel soll bei knackigen Anstiegen die optimale Tretposition liefern. Während ein verlängerter Reach mehr Laufruhe in fahrtechnisch anspruchsvollen Situationen verspricht, sollen kurze Kettenstreben für eine agile Manövrierbarkeit des Frauen-MTBs sorgen. Um die Vielseitigkeit der neuen Pique-Advanced-Plattform zu unterstreichen, gönnt Liv dem Carbon-Rahmen einen Montagepunkt unter dem Oberrohr, an dem auch eine zweite Trinkflasche Platz findet.

In allen Größen sind Kettenstreben und Unterrohr durch neue Protektoren nun besser geschützt. Eine in Kooperation von Giant und MRP entwickelte Kettenführung soll den Abwurf des Antriebsstrangs auch in hitzigen Rennsituationen verhindern.

Modelle und Preise

Je nach Land wählt Liv eine ganz individuelle Modell- und Preispolitik. In Deutschland werden nur drei Ausstattungsvarianten erhältlich sein. Den Einstieg bildet das Liv Pique Advanced 29 2 für 5199 Euro mit Shimano SLX-Antrieb, Performance-Dämpfer plus Performance-Elite-Federgabel von Fox sowie einem Alu-Laufradsatz von Giant. Im Modell Advanced 29 1 für 7999 Euro stecken durchgängig Performance-Elite-Federelemente von Fox, ein Sram X0 Eagle AXS Transmission-Antrieb sowie Giant XCR Carbon-Laufräder. Das von uns getestete Liv Pique Advanced 29 0 schießt für 12.999 Euro mit Sram XX SL Eagle AXS Transmission Gruppe, Fox-Factory-Fahrwerk und Zipp-Carbon-Laufrädern den sprichwörtlichen Vogel ab.

Test des Liv Pique Advanced 29 0

Wir hatten bereits die Möglichkeit, das Topmodell Liv Pique Advanced 29 0 in Labor und Praxis zu testen. Für den knackigen Preis von 12.999 Euro geizt die Speerspitze der XC-Fullys für Frauen nicht mit luxuriösen Ausstattungs-Diamanten. Güldene Fox-Factory-Federelemente reihen sich an eine exklusive Sram XX SL AXS Transmission-Schaltgruppe mit Powermeter. Mehr geht nicht? Oh doch! Der edle Laufradsatz Zipp 1Zero HiTop SW alleine kostet 2200 Euro, kommt ohne Hohlkammer aus und wiegt nur 1325 Gramm. TyreWiz Luftdrucksensoren erfassen den Reifendruck kabellos und in Echtzeit. Die Sitzposition auf dem neuen Liv Pique weiß auf Anhieb zu gefallen. Sportlich-modern, aber nicht zu extrem können Racerinnen auf dem edlen Bike Platz nehmen.

Ich hatte fast vergessen, dass man beim Bergauffahren ja auch Spaß haben kann. Das 10,5 Kilo leichte Liv Pique Advanced 29 0 macht wieder richtig Lust, Anstiege mit hoher Drehzahl hinauf zu preschen. - Gitta Beimfohr, BIKE-Redakteurin

Details und Ausstattung

Im offenen Zustand zeigt sich das Heck des neuen Liv Pique Racebikes auffallend lebendig. In der Ebene rollt das Liv Pique Advanced 29 0 exzellent voran. Verantwortlich dafür ist vor allem das geringe Laufradgewicht. Auch die schnellen Maxxis Aspen Reifen, deren Mini-Noppen trotz properer 2,4 Zoll Breite kaum Rollwiderstand erzeugen, sind für Tempo-Fahrten ausgelegt. Auch in technischen Uphill-Sektionen zeigt sich das Race-Fully dank gefälliger Fahrposition und gutem Fahrwerk außerordentlich geschickt.

Fahrverhalten im Downhill

Auch wenn sich die Strecke gen Tal neigt, kann das Liv Pique Advanced 29 0 durch ein sympathisches Handling überzeugen. Das Bike besitzt eine gute Länge, ohne sperrig zu wirken und führt seine Fahrerin sicher durch ruppige Trail-Abschnitte. Dieses Verhalten kannten wir bereits von anderen Bikes der Taiwanesen: Auch in Grenzsituationen lässt sich das Pique leicht steuern ohne nervös zu werden. Insgesamt ist die Hinterbau-Funktion eher komfortabel als progressiv, was gut zum Allround- und Touren-Charakter des Pique passt.

Technische Details des Liv Pique Advanced 29 0

  • Federweg vorne: 120 mm
  • Federweg hinten: 115 mm
  • Rahmenmaterial: Carbon
  • Laufradgröße: 29 Zoll
  • Preis: 12.999 Euro
  • Erhältlich über: Fachhandel

Ausstattung des Liv Pique Advanced 29 0

  • Gabel: Fox Float 34 Factory SC
  • Dämpfer: Fox Float SL Factory
  • Schaltung: Sram XX SL Eagle Transmission, 1 x 12
  • Übersetzung / Bandbreite: 32; 10-52 / 520%
  • Bremsen: Shimano XTR, 180 / 160 mm
  • Telestütze / Hub: Fox Transfer Factory / 100 mm
  • Laufräder: Zipp 1Zero HiTop SW
  • Reifen: Maxxis Aspen Exo TR, 29 x 2,4”

Messwerte des Liv Pique Advanced 29 0

  • Gesamtgewicht: 10,5 kg (ohne Pedale)
  • Gewicht Laufräder: 3733 g

Frauenspezifische Mountainbikes: Mehr als nur Marketing?

Die Körpermaße und Proportionen sind bei Frauen jedoch anders als bei Männern. Aber wollen und brauchen Frauen deshalb wirklich Bikes, die speziell auf sie zugeschnitten sind? Während die einen auf eine frauenspezifische Geometrie schwören, halten es andere für unnötigen Marketinghype.

Unterschiede und Anpassungen

Haben viele schon längst keine speziellen Frauenrahmen mehr im Angebot, versuchen andere, mit speziellen Komponenten die Unisex-Modelle so lady-like wie möglich zu machen. Dennoch: Manche Hersteller bieten Geometrien an, die unabhängig von der Rahmenform auf die weibliche Anatomie mehr Rücksicht nehmen als der Standard. Interessanter wird es mit Federgabeln, die sich auf das möglicherweise geringere Gewicht von Frauen abstimmen lassen - und auch Argumente wie eine nach Körpergröße in Geometrie und Dämpfung abgestimmte Auslegung und entsprechend längere oder kürzere Federwege präzisieren die Frauen-Idee schon eher.

Modelle für 2020

Und so bleibt für die Wahl des Traumrads wohl wie immer nur: ausprobieren und aufs Bauchgefühl hören.

  • Cannondale: Frauenspezifische Komponenten hauchen dem Unisex-Rahmen weiblichen Charakter ein.
  • Canyon WMN: Bikes, die perfekt auf die Ergonomie der Frau angepasst und zugleich vielseitig einsetzbar sind.
  • Cube WS: Anstatt auf eine angepasste Rahmengeometrie wird auf frauenspezifische Ausstattungsmerkmale geachtet.
  • Juliana (Santa Cruz): Herrenrahmen erhalten durch spezielle Komponenten Frauencharakter.
  • Liv (Giant): Die Marke hat sich voll und ganz dem weiblichen Geschlecht verschrieben und arbeitet unentwegt an Innovationen für frauenspezifische Bikes.
  • Scott Contessa: Auch Scott hat sich lange schon von speziellen Frauenrahmen getrennt und sich ganz der frauengerechten Ausstattung verschrieben.
  • Trek: Unisex-Rahmen werden durch Sattel, Griffe und Farbgebung jeweils zu Frauenmodellen umfunktioniert.

Die folgende Tabelle zeigt eine Auswahl von Damen Mountainbikes und ihre Eigenschaften:

Marke Modell Besonderheiten
Liv (Giant) Pique 29 Leichter Aluxx-SL-Rahmen, Maestro-Hinterbau
Liv (Giant) Hail Enduro-Bike, 160 mm Federweg vorn und 170 mm hinten
Cannondale Habit All Mountain mit Trail-Charakter, 29-Zoll-Laufräder
Canyon Neuron WMN CF 9.0 Universell einsetzbares Trailbike, 130-mm-Fahrwerk
Cube Sting WS 120 Pro Aggressive Rahmengeometrie, 130/120 Millimeter Federweg

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