Fahrrad Mountainbike Reifen Kaufberatung

Über die perfekte Reifenwahl für sein Geländefahrrad hat wohl schon jeder MTBler lange gegrübelt. Kein Wunder, trotz nur wenigen Quadratzentimetern Auflagefläche hat die Bereifung mehr Einfluss auf die Fahrperformance als jedes andere Bauteil.

Hinzu kommt, dass die Hersteller mittlerweile nicht nur zig verschiedene Profilarten mit teils irrwitzigen Modellnamen anbieten. Auch gilt es, aus verschiedensten Karkassen-Versionen und Gummiausführungen auszuwählen. Hinzu kommen diverse Durchmesser und Reifenbreiten. Dazu nehmen noch persönliche Erfahrungen, individueller Fahrstil und natürlich der Einsatzzweck des Bikes Einfluss auf die Reifenwahl.

Die besten E-MTB-Reifen 2024 im Test

E-MTBs sind nicht zu stoppen - ein Großteil aller verkauften Mountainbikes in Deutschland haben seit Jahren einen Motor fix installiert. Grund genug für die Reifenbäcker ihre Produkte auch speziell für E-MTBs anzupassen. Wir haben die besten Modelle im Test:

  1. Maxxis Assegai Double Down 3C Maxx Grip TR 29 x 2,5" WT

    In der Kategorie der E-MTB-Reifen siegt eine Kombination, die gar nicht speziell für E-MTBs entwickelt wurde: Maxxis mit Assegai und Minion DHR II, in je sehr stabilen Ausführungen.

    Maxxis bietet keine speziellen E-Reifen, setzt dafür auf Profile aus dem Enduro- und DH-Segment. Der Assegai rollt sehr zäh, läuft dafür in Kehren und auf Wurzelpassagen wie auf Schienen. Lose erdige Böden schocken ihn ebenso wenig. Solider Pannenschutz.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Assegai Double Down 3C Maxx Grip TR 29 x 2,5" WT (Vorderreifen)

    Preis: 85 Euro

    Gewicht: 1355 g

    Breite: 63,5 mm

  2. Maxxis Minion DHR II DH Casing Dual TR 29 x 2,4" WT

    Der einzige Drahtreifen im Test fällt pfundig aus, punktet aber mit guten Werten auf den Prüfständen. Im Gelände trifft er die Anforderungen für den E-MTB-Einsatz ideal: Er greift beherzt in Kehren zu, bietet Traktion pur und zeigt erst spät Grenzen auf.

    Testergebnis: überragend

    Modell: Minion DHR II DH Casing Dual TR 29 x 2,4" WT (Hinterreifen)

    Preis: 62 Euro

    Gewicht: 1381 g

    Breite: 59,3 mm

  3. Michelin E-Wild Front Racing Line 29 x 2,6"

    Der auf Rennsport optimierte Michelin klebt wie Pattex auf den Steinen, Wurzeln oder Schotterpassagen. Die groben Stollen fressen sich in jeglichen Untergrund. Der Aufbau könnte noch stabiler sein, aggressive Moves lassen den vortriebsschwachen Pneu etwas walken.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: E-Wild Front Racing Line 29 x 2,6" (Vorderreifen)

    Preis: 86 Euro

    Gewicht: 1391 g

    Breite: 65,1 mm

  4. Michelin E-Wild Rear Racing Line 29 x 2,6"

    Störrisch in der Montage, erfreut der E-Wild am Heck mit sattem Grip, der superweiche Gummi spielt auf Wurzeln und in Kurven seinen Vorteil aus. Das kostet im Gegenzug beim Rollwiderstand Punkte. Etwas instabiler in schnellen Kurven. Das Gewicht ist fair.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: E-Wild Rear Racing Line 29 x 2,6" (Hinterreifen)

    Preis: 86 Euro

    Gewicht: 1391 g

    Breite: 64,9 mm

  5. Pirelli Scorpion E-MTB S 29 x 2,6"

    Mit seinem klebrigen Gummi weiß der Scorpion S speziell auf gemischten Untergründen zu punkten:Der Kurvengrip ist sehr gut, auch im feuchten Terrain. Schwächer im Pannenschutz, was am Vorderrad aber kein so großes Problem darstellt. Sehr gutes Gewicht.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Scorpion E-MTB S 29 x 2,6" (Vorderreifen)

    Preis: 80 Euro

    Gewicht: 1317 g

    Breite: 64,0 mm

  6. Pirelli Scorpion E-MTB R 29 x 2,6"

    Mit dem heckspezifischen Scorpion R stellt Pirelli den leichtesten E-Reifen im Test. Im Pannenschutz muss er Federn lassen, dafür setzt er beim Rollwiderstand ein Ausrufezeichen. Seriöser Halt in Kehren und im Trockenen. Die Traktion überzeugt ebenso.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Scorpion E-MTB R 29 x 2,6" (Hinterreifen)

    Preis: 80 Euro

    Gewicht: 1263 g

    Breite: 63,9 mm

  7. Schwalbe Eddy Current Front Super Trail Soft 29 x 2,6"

    Schwalbes E-MTB-Pneu gibt an der Vorderachse ein Grip-Feuerwerk: Bremstraktion, Kurvenhalt? Alles top, auch Wurzeln oder losen Erdboden scheut „Eddy“ nicht. Der Pannenschutz geht für einen Vorderreifen okay. Starke Rolleigenschaften, sehr gutes Gewicht!

    Testergebnis: Überragend

    Modell: Eddy Current Front Super Trail Soft 29 x 2,6" (Vorderreifen)

    Preis: 75 Euro

    Gewicht: 1266 g

    Breite: 64,4 mm

  8. Schwalbe Eddy Current Rear Super Gravity Soft 29 x 2,6"

    Schier unzerstörbar trotzt der ultraschwere Eddy-Hinterreifen den Prüfständen und erzielt beim Pannenschutz Bestwerte. Das Rollverhalten ist trotz des Gewichts okay. Grip und Traktion erreichen nicht das Niveau des Vorderreifens, sind dennoch sehr gut.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Eddy Current Rear Super Gravity Soft 29 x 2,6" (Hinterreifen)

    Preis: 75 Euro

    Gewicht: 1483 g

    Breite: 64,1 mm

  9. Vittoria E-Mazza Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6"

    Vittoria empfiehlt, den E-Mazza an der Vorderachse zu montieren. Im Labor liefert er Topwerte beim Rollwiderstand, der Durchstichschutz ist ebenso klasse. In der Praxis zielt er mehr auf Tour denn Trail: Er rutscht früh, die Traktion im Gelände ist ausbaufähig.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: E-Mazza Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6" (Vorderreifen)

    Preis: 69 Euro

    Gewicht: 1338 g

    Breite: 64,4 mm

  10. Vittoria E-Martello Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6"

    Als sehr schnell rollender Hinterradreifen ergänzt der E-Martello sein Brudermodell sehr gut. In der Praxis bietet er speziell auf technischen Uphills gute Traktionswerte,auf der Bremse blockiert er früher. Im groben Geläuf geizt er mit Grip, Schotter liegt ihm mehr.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: E-Martello Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6" (Hinterreifen)

    Preis: 69 Euro

    Gewicht: 1350 g

    Breite: 64,4 mm

Die besten Tour- & Trail-Reifen für dein MTB 2024 im Test

Gehören noch lange nicht zum alten Eisen: Tour- und Trail-Reifen sollen Gripstark und dennoch effizient rollen. Welche Reifenhersteller das am besten gestrickt bekommen, lest ihr hier:

  1. Schwalbe Nobby Nic Super Ground Soft 29 x 2,4"

    Bei den Trail- und Tourenreifen hat die Kombination aus Nobby Nic und Wicked Will von Schwalbe die Stollen vorne. Mit tollen Rolleigenschaften, passablem Gewicht und dennoch guten Pannenschutzwerten sowie einer rundum starken Performance auf dem Trail geht der Testsieg nach Reichshof bei Gummersbach.

    Mit vorhersehbarem Handling und enorm viel Traktion/Grip unterstreicht der Nobby sein Alleskönnertalent. Sehr gute Pannenschutzwerte. Gewicht und Rollwiderstand sind relativ gering und bescheren ihm in Kombi mit dem Brudermodell den Testsieg.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Nobby Nic Super Ground Soft 29 x 2,4" (Vorderreifen)

    Preis: 69 Euro

    Gewicht: 866g

    Breite: 58,7 mm

  2. Schwalbe Wicked Will Superground Speed Grip 29 x 2,4"

    Leicht, exzellente Rollwiderstandswerte und solide Pannenschutzeigenschaften bietet der Wicked Will. Dazu punktet er im Gelände: Er liefert viel Traktion, auf der Bremse blockiert er kaum. In Kurven bleibt er auf harten wie weichen Böden stets auf Kurs.

    Testergebnis: überragend

    Modell: Wicked Will Superground Speed Grip 29 x 2,4" (Hinterreifen)

    Preis: 69 Euro

    Gewicht: 833g

    Breite: 59,3 mm

  3. Continental Mountain King Protection TR 29 x 2,3"

    Contis extrem leichter, top rollender Mountain King ist seit Jahren im Portfolio. Das sehr offene Profil eignet sich mehr für Flowtrails, Traktion und Halt auf festem Erdboden sind okay. Weniger gut im Groben und beim Durchschlagschutz, aber recht resistent gegen Durchstiche.

    Testergebnis: gut

    Modell: Mountain King Protection TR 29 x 2,3" (Vorderreifen)

    Preis: 65 Euro

    Gewicht: 675 g

    Breite: 59,7 mm

  4. Continental Cross King Protection TR 29 x 2,3"

    Der superleichte Cross King sorgt für ein lebendiges Heck: Er rollt äußerst flott, grippt in Kehren stets berechenbar und sicher. Harte Untergründe liegen ihm aber mehr als losere. Zweitschlechtester Reifen im Durchschlagschutz, beim Durchstichtest noch knapp gut.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Cross King Protection TR 29 x 2,3" (Hinterreifen)

    Preis: 65 Euro

    Gewicht: 687 g

    Breite: 58,2 mm

  5. Goodyear Escape Ultimate TC 29 x 2,35"

    Den Escape empfiehlt der US-Gigant für vorne wie hinten, er punktet auf harten Böden und langen Touren. Der Rollwiderstand ist gering, beim Pannenschutz ist der relativ leichte Pneu Schlusslicht. Im Groben verliert er früher als die Konkurrenz Grip und Seitenhalt.

    Testergebnis: gut

    Modell: Escape Ultimate TC 29 x 2,35"

    Preis: 60 Euro

    Gewicht: 850 g

    Breite: 59,2 mm

  6. Kenda Regolith Pro SCT TR 29 x 2,4"

    Kendas Regolith patzt im Labor beim Durchstichtest, Rollwiderstand und Durchschlag meistert er sehr gut. Im Gelände schmiegt er sich toll dem Boden an, verwöhnt dabei mit solider Traktion. Für noch mehr Kurvenhalt würden ihm größere Seitenstollen gut stehen.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Regolith Pro SCT TR 29 x 2,4" (Vorderreifen)

    Preis: 65 Euro

    Gewicht: 898 g

    Breite: 60,1 mm

  7. Kenda Karma 2 Pro SCT TR 29 x 2.4

    Heckseitig ist im Hause Kenda der Karma für die Traktion zuständig. Dabei macht er einen seriösen Job, nur beim Bremsen könnte er berechenbarer sein. Kein Überflieger in Sachen Pannenschutz, dafür sehr leicht. Für schnelle Touren auch an der Front gut einsetzbar

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Karma 2 Pro SCT TR 29 x 2.4 (Hinterreifen)

    Preis: 60 Euro

    Gewicht: 783 g

    Breite: 57,0 mm

  8. Maxxis Forekaster Exo 3C Maxx Terra TR 29 x 2,4" WT

    Einfache Tubeless-Montage, stabiler Sitz: Der recht schwere Forekaster gefällt auf Anhieb. Kurvengrip, Seitenhalt und Traktion glänzen in jeder Traillage, dazu rollt er noch im sehr guten Bereich. Sehr stark im Durchschlagschutz, solide Stichfestigkeit.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Forekaster Exo 3C Maxx Terra TR 29 x 2,4" WT (Vorderreifen)

    Preis: 75 Euro

    Gewicht: 915 g

    Breite: 59,9 mm

  9. Maxxis Rekon Exo Dual TR 29 x 2,4" WT

    Der Rekon bietet Maxxis-typisch hohe Traktion und tollen Seitenhalt, neigt in Kurven nur minimal zum Ausbrechen. Der Durchschlagschutz ist klasse, der Durchstichschutz im Mittelfeld. Im Labor rollte das harte Dual-Gummi schlechter als das weichere am Forekaster.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Rekon Exo Dual TR 29 x 2,4" WT

    Preis: 60 Euro

    Gewicht: 899 g

    Breite: 59,3 mm

  10. Specialized Purgatory Grid T9 2Bliss 29 x 2,4"

    Der wuchtige Purgatory an der Front beißt sich toll ins Erdreich, auch auf Wurzeln greift das weiche Gummi ideal. Dieses sowie das extreme Gewicht kosten in Sachen Vortrieb aber ganz schön viele Körner. Äußerst hoher Schutz vor Durchschlägen und -stichen.

    Testergebnis: gut

    Modell: Purgatory Grid T9 2Bliss 29 x 2,4"

    Preis: 60 Euro

    Gewicht: 1044 g

    Breite: 58,8 mm

  11. Specialized Ground Control Grid T7 2Bliss 29 x 2,35"

    Wie sein Kompagnon vorne, zählt der preiswerte Ground Control nicht zu den spritzigsten, dafür im Gelände zu den gripstärksten Pneus. Seitenhalt und Traktion, speziell auf der Bremse, sind exzellent! Oberes Mittelfeld bei Gewicht und Pannenschutz.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Ground Control Grid T7 2Bliss 29 x 2,35"

    Preis: 45 Euro

    Gewicht: 840 g

    Breite: 58,2 mm

  12. Vittoria Agarro Trail Graphene APF 29 x 2,6"

    Der extrabreite, sehr schwere Agarro zeigt sich kaum defektanfällig und rollt erstaunlich flott. Auf Touren ist er smooth unterwegs, etwas kritischer wird es bei extremen Fahrmanövern: Bei Schräglage in Seitenhalt und Kehren bricht er früher aus als andere.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Agarro Trail Graphene APF 29 x 2,6"

    Preis: 69 Euro

    Gewicht: 981 g

    Breite: 60,2 mm

  13. Vittoria Syerra Downcountry 4C Graphene 2.0 TLR 29 x 2,4"

    Der asketische Pneu für den „Downcountry“-Einsatz punktet im Labor mit sehr guten Rollwiderstands- und Pannenschutzwerten. Auch in der Praxis rollt er munter. Reißt im Talschuss bei Schräglage früher weg und wirkt weniger stabil. Sonst souveräne Traktion.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Syerra Downcountry 4C Graphene 2.0 TLR 29 x 2,4"

    Preis: 66 Euro

    Gewicht: 858 g

    Breite: 58,5 mm

Die besten All-Mountain-Reifen 2022 im Test

Von wegen Gummi trocknet aus: Auch wenn diese Testergebnisse aus 2022 stammen - Testsieger-Gummis sind auch heute noch richtig gute Investitionen - und teils drastisch runtergesetzt:

All-Mountains gelten als die Alleskönner schlechthin. Durch die Reifenwahl können diese Allrounder-Eigenschaften aber erheblich beeinflusst werden.

Setzt man beispielsweise auf einen gripstarken Reifen mit mehr Pannenschutz in Form einer dickeren Karkasse, wird aus einem All-Mountain schnell ein "Quasi-Enduro". Hier findest du jedoch eher leichte und recht gut rollende Reifen-Paare, um auch auf langen Touren Spaß zu haben.

Vorne wählten wir, wenn möglich, eine etwas weichere Gummimischung, um mehr Grip für die Front zu generieren. Fürs Heck schickten die Hersteller dann teilweise dickere Karkassen, da Durchschläge hier häufiger vorkommen. Die Reifenauswahl passierte in enger Absprache mit den Reifenherstellern oder deren Distributeuren. Bei der Auswahl handelt es sich nicht immer explizit um einen Vorder- oder Hinterreifen, sondern um Empfehlungen. Viele Reifen können sowohl vorne als auch hinten gefahren werden.

  1. Schwalbe Nobby Nic TLE Super Ground Addix Soft 29 x 2,4" (Testsieger 2022)

    Testfazit: Die Neuauflage des Nobby Nics ist ein voller Erfolg. Auch mit dünnerer Karkasse bietet er prima Pannenschutz und rollt sehr flott - perfekt für Tourenfahrer. Der Grip der Addix-Soft-Variante ist ebenfalls richtig klasse.

    Zusatzinfos: 3-fach-Gummimischung. 67-TPI-Karkasse. Auch als 26"- und 27,5"-Reifen erhältlich.

    Testergebnis: Überragend/ Testsieger

    Preis: 63 Euro

    Breite/Gewicht: 58,3 mm/ 852 g (Vorderreifen)

  2. Schwalbe Nobby Nic TLE Super Trail Addix Speedgrip 29 x 2,4" (Testsieger 2022)

    Testfazit: Die Trail-Karkasse bietet mehr Schutz, ist dennoch nicht zu schwer. Die Speedgrip-Mischung ist spürbar gripschwächer. Tourer, für die Pannenschutz und Rollverhalten zählt, fahren diesen Nobby vorne und hinten

    Zusatzinfos: Die Trail-Karkasse bietet mehr Schutz, ist dennoch nicht zu schwer. Die Speedgrip-Mischung ist spürbar gripschwächer. Tourer, für die Pannenschutz und Rollverhalten zählt, fahren diesen Nobby vorne und hinten.

    Testergebnis: Sehr gut/ Testsieger

    Preis: 63 Euro

    Breite/Gewicht: 57,3 mm/974 g (Hinterreifen)

  3. Maxxis Minion DHF 3C Maxx Grip Exo TR 29 x 2,5" WT

    Testfazit: Der beliebte Vorderreifen Minion DHF (F = Front) ist ein Grip-Monster in jeder Trail-Lage

Weitere wichtige Aspekte bei der Reifenwahl

Die richtige Reifenbreite für dein Mountainbike kann einen erheblichen Einfluss auf dein Fahrerlebnis haben. Die Reifenbreite beeinflusst das Fahrverhalten deines MTBs auf vielfältige Weise. Eine schmalere Reifenbreite bietet weniger Rollwiderstand und ermöglicht es dir, schneller auf der Straße zu fahren. Sie eignet sich auch besser für glatte Oberflächen. Wenn du hauptsächlich auf asphaltierten Straßen oder leichtem Gelände unterwegs bist, könnte eine schmalere Reifenbreite, beispielsweise zwischen 1,9 und 2,2 Zoll, die richtige Wahl für dich sein.

Für Offroad-Abenteuer und anspruchsvolleres Gelände empfiehlt es sich, breitere Reifen zu verwenden. Eine größere Reifenbreite sorgt für mehr Traktion und Stabilität auf rauem Untergrund. Durch eine größere Auflagefläche der Reifen kannst du dich besser in Kurven legen und hast eine bessere Kontrolle über dein Bike. Breitere Reifen bieten auch mehr Dämpfung, was dir ein komfortableres Fahrgefühl auf unebenem Terrain verleiht. In diesem Fall könntest du Reifen mit einer Breite zwischen 2,3 und 2,6 Zoll in Betracht ziehen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Wahl der Reifenbreite auch von deiner Felgenbreite abhängt. Die Reifen sollten optimal auf die Felgen passen, um eine sichere und zuverlässige Performance zu gewährleisten.

Beim Mountainbiken ist es in den meisten Fällen vorteilhaft, Reifen mit mehr Profil und somit mehr Grip am Vorderrad zu verwenden. Am Hinterrad hingegen profitierst du eher von Reifen mit geringerem Rollwiderstand. Einige Hersteller bieten spezielle Reifenmodelle für das Vorder- und Hinterrad an, aber du kannst auch eine individuelle Kombination auswählen, die deinen Bedürfnissen entspricht.

Beim Vergleich zwischen Tubeless-Reifen und Reifen mit Schlauch bieten Tubeless-Reifen einige bedeutende Vorteile. Erstens reduzieren sie den Rollwiderstand, da es keine Reibung zwischen Reifen und Schlauch gibt. Zweitens sind sie leichter, da kein Schlauch im Inneren benötigt wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man mit Tubeless-Reifen bei geringerem Luftdruck fahren kann, ohne die Gefahr von Schäden zu erhöhen. Dies ermöglicht einen verbesserten Komfort und eine bessere Traktion auf unterschiedlichen Untergründen.

Für die meisten Mountainbikes sind Faltreifen die bevorzugte Option. Sie sind leichter und bieten somit Vorteile in Bezug auf das Gesamtgewicht des Bikes. Drahtreifen hingegen können bei extremen Einsätzen im Bikepark und bei Downhill-Bikes sinnvoll sein, da sie besonders stabil sind und eine robuste Konstruktion aufweisen. Zudem sind Drahtreifen oft etwas preiswerter als Faltreifen.

Aus gutem Grund bieten die Hersteller eine breite Palette an Modellen und Versionen an - abgestimmt auf verschiedene Fahrertypen und - niveaus, Bikes und Trail-Bedingungen. Wer sein Enduro-Bike hauptsächlich mit dem Shuttle nach oben bringt, stellt ganz andere Anforderungen an seine Reifen als jemand, der mit demselben Bike in den Alpen unterwegs ist und sich jede Abfahrt aus eigener Kraft verdient.

Selbst wenn wir uns in der Redaktion auf ein bestimmtes Modell einigen könnten, wäre es lediglich der bestmögliche Kompromiss für möglichst vielseitige Einsätze. Also einen perfekten Reifen, der für alle Biker gleichermaßen passt, gibt es schlichtweg nicht!

Die Vorteile von tubeless montierten Reifen liegen auf der Hand: weniger Gewicht, mehr Grip, geringerer Rollwiderstand und höherer Pannenschutz. Auch wenn die Montage etwas mühsam sein kann (nicht muss!), sind fast alle modernen MTB-Reifen sowie -Felgen für den Tubeless-Einsatz vorgesehen.

Der richtige Luftdruck im Reifen ist essenziell: Zu viel davon und ihr könnt euch von Komfort und Grip verabschieden. Bei einem zu geringen Luftdruck sind ein unpräzises, schwammiges Fahrverhalten und Defekte vorprogrammiert. Der passende Druck ist dabei sehr individuell und hängt von unzähligen Faktoren ab, wie der Karkasse, Gummimischung und den Bedingungen auf der Strecke.

Wir empfehlen euch, vor jedem Ride den Luftdruck mit einem Luftdruckprüfer zu checken und etwas zu experimentieren - die Minute und Investition lohnt sich!

Wie breit ist zu breit und wie schmal ist zu schmal? Prinzipiell gilt: Die Reifenbreite muss zur Felgenweite passen. Ein breiterer Reifen hat eine größere Aufstandsfläche und kann so mehr Grip generieren. Zudem kann das erhöhte Volumen den Pannenschutz und den Komfort erhöhen.

Mit Reifen, die breiter als 2,6” sind, haben sportlich-aggressive Fahrer in Kurven aber oft mit negativen Effekten zu kämpfen: Das Fahrverhalten wird schwammig und unpräzise, wodurch sich enge Linien oft nicht mehr halten lassen. In Anliegern knicken die breiten Reifen schneller und heftiger weg.

Sowohl die Felge als auch das Profil beeinflussen die tatsächliche Breite des Reifens enorm. Gemessen wird nämlich immer an der breitesten Stelle: also ganz außen an den Seitenstollen. Somit sind die Reifenbreiten der unterschiedlichen Hersteller nicht direkt vergleichbar und ein 2,5”-Reifen von MAXXIS kann breiter oder schmaler sein als ein 2,5”-Reifen von SCHWALBE, Continental oder anderen Herstellern.

Das Gewicht eurer Reifen solltet ihr nicht unterschätzen: Der Reifensatz alleine, ohne Tubeless-Milch und Co., trägt mit etwa 2,5 kg zum Gesamtgewicht eures Bikes bei. Das kommt zwar einer gefüllten großen Trinkblase gleich, dennoch wirkt sich das Gewicht des Reifens deutlich spürbarer auf die Fahrperformance aus.

Die Anforderungen am Vorderrad unterscheiden sich von denen am Hinterrad. Beim MTB gilt es, so viel Grip wie möglich am Vorderrad zu generieren, während man am Hinterrad Kompromisse zwischen Traktion und Rollwiderstand eingehen muss. Auch beim Thema Pannenschutz gibt es massive Unterschiede, die Kräfte am Hinterrad sind oftmals um ein Vielfaches höher.

Ihr habt also viel Spielraum bei Profil, Karkasse und Gummimischung.

Ihr solltet euren Reifen deshalb als Tuning und nicht als Verschleißteil betrachten.

Am Ende hat uns aber immer derselbe Reifen mit einer stabileren Karkasse überzeugt. Warum? Der Gewichtsunterschied zwischen einem Reifen mit Tire-Insert und einem Reifen mit der nächst stärkeren Karkasse fällt oft nur marginal aus.

Obendrein sind die Reifen mit stärkerer Karkasse deutlich robuster, erhalten nicht so leicht Löcher oder Risse und knicken in Kurven weniger schnell ein - mit einer stabileren Karkasse habt ihr also gleich drei Vorteile zum Preis von einem.

Deshalb gilt: Erst wenn ihr mit der stabilsten Karkasse im Line-up weiterhin Probleme habt, solltet ihr über einen Tire-Insert nachdenken.

Auch wenn ein Reifen speziell für das Vorder- oder Hinterrad designt wurde, kann er auch am jeweils anderen Laufrad zum Einsatz kommen. Ein Minion DHR II (Downhill Rear II) funktioniert auch am Vorderrad sehr gut und bietet eine etwas schmalere Alternative zum voluminösen Minion DHF.

Die Reifenhersteller geben euch einen groben Überblick, wofür sich der Reifen eignet.

Zusätzlich konnten wir mehrere Tage lang das renommierte Labor von Schwalbe in Beschlag nehmen, um alle Reifen unter standardisierten Bedingungen zu testen. Dort haben wir nicht nur alle Modelle gewogen und vermessen, sondern auch Tests zum Rollwiderstand, Durchschlagschutz und zur Pannenanfälligkeit durchgeführt, um unsere Test-Eindrücke vom Trail zu untermauern.

Die Karkasse bildet so etwas wie das Rückgrat des Reifens und ist mit der wichtigste Faktor, auf den ihr bei der Wahl eurer Reifen achten solltet. Sie verleiht ihm seine Rundung und beeinflusst maßgeblich die Dämpfung, die Kurvenstabilität und den Pannenschutz. Sie beeinflusst aber auch den Rollwiderstand und vor allem das Gewicht des Reifens.

In erster Linie solltet ihr die Karkasse nicht anhand ihres Gewichts, sondern anhand eures Gewichts, eures Fahrstils und eurer Trails auswählen. Je stabiler die Karkasse, desto weiter könnt ihr den Luftdruck senken, ohne Gefahr zu laufen, an jeder Kante einen Pinch-Flat zu bekommen oder den Reifen in Kurven wegzuknicken. Weniger Luftdruck sorgt dann für eine zusätzliche Dämpfung, die wiederum Grip bringt und Kraft spart, weil kleine Erschütterungen gar nicht erst an eure Hände gel...

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