Google Maps als Fahrradroutenplaner: Eine umfassende Anleitung

Ob mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß zum nächsten Restaurant - Google Maps ist für viele von uns ein unverzichtbares Werkzeug geworden. Doch was kann der beliebte Kartendienst von Google eigentlich alles? Dieser Artikel beleuchtet jede einzelne Funktion von Google Maps, sodass Sie am Ende alles über die Nutzung am PC und Smartphone wissen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Einrichtung von Google Maps
  2. Oberfläche von Google Maps
  3. Routenberechnung
  4. Google Street View
  5. Standortfreigabe
  6. Google Local Guide
  7. Meine Orte und Zeitachse
  8. Einstellungen und Datenschutz

1. Einrichtung von Google Maps

Um Google Maps nutzen zu können, benötigen Sie ein kostenloses Google-Konto. Dieses können Sie über die Google Webseite erstellen oder sich mit einem bestehenden Konto anmelden. Für die Nutzung auf Ihrem Smartphone oder Tablet laden Sie die kostenlose App aus dem App Store herunter. Auch hier ist ein Google-Konto erforderlich.

2. Oberfläche von Google Maps

2.1. PC-Version

Die Oberfläche am PC ist übersichtlich gestaltet. Oben rechts befinden sich Ihr Google-Konto, der Benachrichtigungsbereich und die Übersicht der Google-Applikationen. Links oben können Sie nach Orten, Adressen oder Koordinaten suchen. Rechts neben dem Suchfeld befindet sich der Routenplaner. Links neben dem Suchfeld öffnet sich das erweiterte Menü.

Im erweiterten Menü haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Kartenansichten auswählen (Standard, Satellit, Verkehr, Fahrradwege)
  • Geländeansichten einschalten
  • Benachrichtigungen verwalten
  • Kartenbereich teilen, einbetten oder drucken
  • Sprache einstellen
  • Hilfe, Tipps und Tricks suchen
  • Fehlende Orte hinzufügen
  • Feedback geben
  • Sucheinstellungen und Verlauf anzeigen lassen

Unten links können Sie zwischen Standard- und Satellitenkarte wechseln. Rechts unten finden Sie das Google Street View-Männchen, die Möglichkeit, Bilder von Orten anzuzeigen, Ihren aktuellen Standort zu lokalisieren sowie die Karte zu vergrößern und zu verkleinern.

Durch Anklicken eines Ortes auf der Karte erhalten Sie Informationen wie Bilder, Beschreibungen, Öffnungszeiten und Bewertungen. Sie können auch einen beliebigen Punkt auf der Karte auswählen, um die Adresse und Koordinaten herauszufinden und eine Route dorthin zu planen.

2.2. Smartphone- und Tablet-Version

Auf Ihrem Android-Smartphone oder Tablet finden Sie oben eine Suchleiste für Orte und Dinge, die Sie auch per Spracherkennung nutzen können. Rechts am Rand können Sie zwischen den einzelnen Karten wechseln. Darunter befindet sich ein Kompass, der die Karte immer nach Norden ausrichtet. Unten links finden Sie die Möglichkeit, Ihren aktuellen Standort zu ermitteln und eine Route zu berechnen. Am unteren Rand werden Ihnen Vorschläge zu Restaurants und vielem mehr angezeigt. Hier können Sie auch Bilder ansehen und nach bestimmten Sachen suchen.

Das erweiterte Menü, das Sie links aufschieben können, bietet folgende Optionen:

  • Google-Konto verwalten
  • Meine Orte
  • Zeitachse
  • Meine Beiträge
  • Standortfreigabe
  • Routenmodus
  • Maps nur über WLAN verwenden
  • Kartenausschnitte offline verfügbar machen
  • Zugriff auf Google Earth
  • Tipps, Tricks und Hilfe
  • Einstellungen
  • Feedback geben
  • Fehlende Orte hinzufügen

In der Karte selbst können Sie durch einfaches Wischen navigieren und mit zwei Fingern die Karte drehen.

3. Routenberechnung

Sie können eine Route am PC erstellen, indem Sie auf den blauen Routenplaner klicken oder bei einem ausgewählten Ort auf das Routenplaner-Symbol. Geben Sie Ihren Abfahrts- und Ankunftsort ein und wählen Sie die gewünschte Reisemöglichkeit (Auto, Fahrrad, Bahn, zu Fuß oder Flugzeug). Sie können Ihre letzten Routen und bestimmte Standorte auswählen. Nach Eingabe beider Orte werden Ihnen verschiedene Routen mit Länge und Kilometerangabe angezeigt. Je nach Reisemöglichkeit erhalten Sie zusätzliche Informationen. Durch Klicken auf eine Route erhalten Sie einen genauen Routenplan, den Sie ausdrucken, teilen oder an Ihr Handy schicken können. Sie können auch Zwischenziele hinzufügen oder die Route zu einem bestimmten Zeitpunkt planen.

Auf Ihrem Smartphone und Tablet können Sie Routen genauso erstellen und planen. Nach der Erstellung einer Route können Sie diese starten, und Google Maps wird zum Navigationssystem. In der Navigationsansicht sehen Sie die verbleibende Zeit und Kilometerzahl sowie die Ankunftszeit. Sie können die Route abbrechen oder sich einen besseren Überblick über die Strecke verschaffen. Ein erweitertes Menü bietet die Möglichkeit, Ihre Route live zu teilen, Dinge auf Ihrer Route zu suchen, die Wegbeschreibung aufzurufen sowie Satellitenkarte und Einstellungen aufzurufen. Oben sehen Sie Ihre aktuelle Straße und die nächste Abzweigung. Sie können das Navi auch nach etwas fragen.

4. Google Street View

Google Street View ist in Google Maps am PC integriert. Ziehen Sie das gelbe Männchen aus der unteren rechten Ecke auf die Karte. Blaue Linien und Punkte zeigen an, wo Google Street View verfügbar ist. Wenn Sie das Männchen auf einer dieser Linien platzieren, wechselt Google Maps in die Google Street View-Ansicht. Hier können Sie sich umschauen und sich bewegen, sofern es möglich ist.

Für die Nutzung von Google Street View auf dem Smartphone oder Tablet benötigen Sie die zusätzliche kostenlose Google Street View App. Hier können Sie neue Orte entdecken und 360-Grad-Aufnahmen erstellen und veröffentlichen.

5. Standortfreigabe

Sie können Ihren Standort temporär mit Ihren Freunden teilen, um Treffen zu vereinfachen. Gehen Sie dazu im erweiterten Menü am PC auf Standortfreigabe. Um Ihren Standort zu teilen, benötigen Sie ein Smartphone. Hier können Sie im erweiterten Menü auf Ihre Standortfreigabe gehen. Wählen Sie eine Zeitspanne (zwischen 15 Minuten und 3 Tagen) oder legen Sie fest, dass die Freigabe bis zur Deaktivierung funktioniert. Dann können Sie einen Kontakt auswählen oder Ihren Standort über andere Apps teilen. Sie können sehen, welche Freunde darauf zugegriffen haben, und die Freigabe jederzeit deaktivieren.

6. Google Local Guide

Als Google Local Guide helfen Sie, Google Maps zu verbessern, indem Sie Fragen zu Orten beantworten, Bilder hinzufügen, Rezensionen schreiben und fehlende Orte hinzufügen. Sie sammeln Punkte für jeden Beitrag, steigen im Ranking auf und erhalten Vorteile wie Meetups oder Rabatte auf Google-Produkte. Es gibt auch eine Community, in der Sie sich mit anderen Mitgliedern austauschen können. Sie können das Local Guide Programm jederzeit verlassen. Google Local Guide ist in Google Maps integriert, und Sie erhalten Benachrichtigungen, ob Sie Fragen zu bestimmten Orten beantworten können, wo Sie schon waren. Im Bereich "Meine Beiträge" finden Sie alle Rezensionen, Bilder usw., die Sie hinzugefügt haben.

7. Meine Orte und Zeitachse

Unter "Meine Orte" können Sie auf allen Ihren Geräten Ihre gespeicherten Orte abrufen und mit Labels versehen. Sie erhalten auch eine Übersicht aller besuchten Orte.

Unter "Meine Zeitachse" am PC oder Smartphone sehen Sie alle Ihre besuchten Orte mit zeitlicher Referenz. Sie können einen Tag, Monat oder Jahr auswählen. Die blauen Striche stehen für einen Tag. Wenn Sie einen anklicken, sehen Sie den kompletten Tagesverlauf, der grafisch auf der Karte angezeigt wird. Ganz oben sehen Sie, wie viele Kilometer Sie sich bewegt haben und wie viel Zeit Sie dafür aufgebracht haben. Sie können den Tagesablauf bearbeiten, falls etwas falsch ist, und bestätigen, ob die Angaben stimmen. Diese Zeitachse ist privat und nur für Sie sichtbar.

8. Einstellungen und Datenschutz

Am PC gibt es keinen klaren Einstellungsbereich. Hier können Sie Suchmaschineneinstellungen vornehmen und Ihren Aktivitätsverlauf verwalten. Auf Ihrem Smartphone oder Tablet finden Sie die Einstellungen im erweiterten Menü. Hier können Sie Adressen verwalten (was "Meine Orte" ist), Google-Standorteinstellungen vornehmen und festlegen, welche persönlichen Inhalte aus anderen Google-Produkten mit Ihrer Zeitachse in Verbindung gebracht werden. Sie können auch die Standortberichte komplett ausschalten. Außerdem können Sie Ihren kompletten Google Maps-Verlauf verwalten, Benachrichtigungseinstellungen vornehmen sowie verschiedene Standardeinstellungen zur Bedienoberfläche und Navigation.

Es ist wichtig, die Datenschutzrichtlinien von Google zu beachten, insbesondere im Zusammenhang mit der Erfassung von Standortdaten. Google gibt an, dass Ihre Daten vertraulich sind und nur für werberelevante Zwecke verwendet werden. Es ist ratsam, kritisch zu prüfen, welche Daten Sie preisgeben und abzuwägen, ob Sie das Produkt verwenden möchten. Die Datenschutzrichtlinien finden Sie auf der Google-Webseite.

Die neuen Fahrradwege in Google Maps

Mit nur zwei Klicks aktivieren Sie das Radwegenetz in Google Maps:

  1. Bewegen Sie den Mauszeiger über das Feld "Satellit".
  2. Klicken Sie auf das kleine, nach unten zeigende Dreieck, um weitere Optionen aufzuklappen.
  3. Den zweiten Klick setzen Sie bei "Mit dem Fahrrad".

Fortan ist das Radwegenetz anhand grüner Linien ab einer gewissen Zoomstufe sichtbar. In tiefem Dunkelgrün sind die Radwege markiert, die für Pkw gesperrt sind. Eine beliebte Fahrradroute wie beispielsweise der Donauradweg lässt sich aus dem Internet in Form einer GPX-Datei (alternativ z.B. als KML-Datei) herunterladen. Die GPX- bzw. die KML-Datei enthält die Strecke, der Sie auf ihrem Smartphone mit einer App wie Google Maps folgen können.

Eigene Karten erstellen und nutzen

Mit wenigen Klicks erstellen Sie in Google Maps eine neue Karte und setzen diese während ihrer Fahrradtour auf ihrem Smartphone ein.

  1. Öffnen Sie Google Maps im Browser und melden Sie sich bei Google an.
  2. Öffnen Sie über das Hamburger-Symbol oben links das Hauptmenü und wechseln Sie zu "Meine Orte".
  3. Klicken Sie auf "Karten", dann ganz unten auf "Karte erstellen".
  4. Im nächsten Fenster klicken Sie auf den Titel "Unbenannte Karte" und geben der Karte einen Namen wie "Donauradweg".
  5. Klicken Sie unten auf "Basiskarte" und wählen Sie z.B. den Kartentyp "Gelände" aus.
  6. Im nächsten Schritt importieren Sie über "Importieren" die auf dem Computer gespeicherte GPX-Datei (im Fall des Donauradwegs als KML-Datei, da die GPX-Datei zu groß ist!).
  7. Anschließend können Sie den Eintrag "Donauradweg" anklicken und ihrer Route über den Farbeimer eine individuelle Farbe und Linienbreite zuweisen.
  8. Im letzten Schritt lässt sich die Karte über "Teilen" z.B.

Starten Sie auf ihrem Smartphone die Google Maps App.

  1. Tippen Sie unten auf "Gemerkt" (nach unten scrollen!).
  2. Tippen Sie auf das Symbol "Karten".
  3. Öffnen Sie die Karte "Donauradweg".

Falls Sie sich nicht am Startort befinden - weil Sie z.B. am Bahnhof starten wollen - tippen Sie auf der Karte auf den Startpunkt. Google Maps berechnet eine Route zum Startpunkt des Donauradwegs. Am Startort angekommen haben Sie eine optische Hilfe auf der Karte.

Navigation auf dem Fahrrad mit Google Maps

Wie gut ist die Routenführung abseits von Auto und Straße? Kann sich Google Maps als Alternative gegen die Fahrrad-Navi Spezialisten von komoot, OsmAnd & Co durchsetzen?

Der erste große Vorteil von Google Maps ist die kostenlose Verfügbarkeit. Auf jedem Android Smartphone ist es bereits installiert und fürs iPhone können Sie es kostenlos aus dem App Store runter laden. Neben den klassischen Strecken für Autofahrer und Fußgänger kann Google Maps auch Strecken für Radfahrer anzeigen und berechnen.

Bei den Kartentypen können Sie auch als Kartendetails - Fahrrad - mit speziell hervorgehobenen Radwegen aktivieren. Bei diesen Infos, welche hauptsächlich in Städten verfügbar sind, handelt es sich aber nur optische Merkmale auf der Karte. Auf die Berechnung der Fahrrad-gerechten Strecke hat diese Karten-Einstellung keine Auswirkung.

Offline-Karten für Fahrradtouren

Karten können Sie ja bei Google Maps grundsätzlich offline auf Ihrem Smartphone speichern. Das ist fürs Fahrrad identisch. Falls Sie also schon Karten im Speicher vom Telefon liegen haben, brauchen Sie nichts weiter zu unternehmen. Zum Karten-Download tippen Sie neben der Suchzeile auf Ihr Profilbild um das Menü zu öffnen. Jetzt können Sie über Offlinekarten eigene Kartenausschnitte festlegen, runterladen und auch mit eigenen Namen versehen. Übrigens können Sie die Offline Karten auch auf die SD-Speicherkarte von Ihrem Telefon auslagern. Tippen Sie auf der Offlinekarten Seite rechts oben auf das Zahnrad-Symbol. Dort können Sie auf die SD-Karte auslagern. Dadurch wird allerdings die offline Suche etwas langsamer.

Auch wenn Sie Kartenmaterial offline heruntergeladen haben, hilft Ihnen das nicht bei einer Fahrrad Strecken Berechnung. Offline Routen gibt es nur fürs Auto. Also müssen Sie vorher (mit Internet) die Strecke berechnen lassen und können dann auch durch das Funkloch mit dem Fahrrad fahren. Wenn Sie allerdings im Bereich ohne Internet von der geplanten Strecke abweichen, bekommen Sie keine Alternativroute berechnet. Sind dann offline Karten fürs Fahrrad überhaupt sinnvoll? Ja, denn die Karten im Speicher vom Smartphone senken unterwegs den mobilen Datenverbrauch.

Einfache Navigation mit Google Maps

Die einfachste und von mir meistgenutzte Google Maps Navigation: Sie geben ein Ziel ein und drücken auf Route. Wenn Sie jetzt den untern Teil hochziehen bekommen Sie ein Höhenprofil angezeigt. Noch auf Fahrrad umstellen und mit Starten die Navigation mit Zielführung starten. Wenn Sie sich verfahren rechnet Google um und führt Sie weiter zu Ihrem Ziel. So in etwa läuft bei mir eigentlich immer die Fahrradnavigation mit Google Maps. Besonders komfortabel wird das, wenn das Ziel aus dem Kalender kommt oder ein Sonderziel (POI) aus der Google Suche angesteuert werden soll.

Streckenänderungen und Zwischenziele

Wie schaut es bei Google Maps aus, wenn Sie die Strecke per Hand verändern möchten oder Zwischenziele anfahren wollen? Zwischenziele, bei Google Stopp einfügen genannt, sind zwar möglich aber die nutze ich eigentlich nie. Wenn ich mehrere Orte nacheinander besuchen will, gebe ich die immer Schritt für Schritt ein. Wobei das die einzige Möglichkeit ist, in die Streckenberechnung einzugreifen. Fügen Sie dazu einen Stopp ein und schieben Sie die einzelnen Ziele in die gewünschte Reihenfolge. Ansonsten bekommen Sie von Google nur bis zu drei Strecken vorgeschlagen und können die über antippen der geplanten Zeit auswählen. Auch Parameter um das genutzte Fahrrad einzustellen gibt es nicht. Google berechnet die Tour immer für ein Trekkingrad. Gefällt Ihnen die berechnete Strecke nicht, können Sie die Route nur über Zwischenziele in den gewünschten Bereich zwingen.

Navigation während der Fahrt

Wie verhält sich die Google Maps Navigation während der Fahrt auf dem Fahrrad? Zieleingabe und Bedienung sind extrem einfach. Unterwegs liegt der Fokus ganz klar auf der Navigation. Sie können keine Datenfelder oder gar Datenseiten konfigurieren. Auch das einbinden von Fitness Sensoren wie Puls oder Trittfrequenz ist bei Google Maps nicht möglich. Lediglich Distanz und Zeit zum Ziel sowie die zu erwartende Ankunftszeit werden Ihnen in der Fußzeile angezeigt. Ihre aktuelle Geschwindigkeit sehen Sie in einem Krais auf der Karte.

Google Maps bietet auch auf dem Fahrrad Sprachansagen vor Abzweigungen. Die können Sie über den Smartphone Lautsprecher ausgeben, was aber schnell schwierig zu verstehen wird oder einfach nur nervt - dich und deine Umgebung. Deutlich besser ist es, die Ansagen nahe ans Ohr zu bringen.

Google Maps als Fahrrad Navigation - Fazit

Google Maps Navigation für Radfahrer ist besser als sein Ruf. Gerade in der Stadt und auf gemütlichen Trekkingrad-Touren über Land liefert Google erstaunlich gute Strecken. Erst wenn Sie für das Rennrad Training eine geeignete Tour suchen, coole Trails mit dem Mountainbike entdecken möchten oder spezielle Vorstellungen bei der Tourplanung berücksichtigen möchten, kommt Google Maps an seine Grenzen.

Google My Maps für individuelle Routenplanung

Alle meine Reiserouten plane ich mit Google My Maps. Das ist eine Funktion von Google Maps, die Sie möglicherweise noch nicht kennen. Sie können damit Ihre eigenen Karten erstellen und anpassen. Die Funktion eignet sich zum Planen von Routen mit mehreren Etappenzielen ebenso wie für Städtereisen, zum Beispiel für einen Stadtrundgang. Sie können in Ihrer Karte Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Hotels etc. markieren, sowie eigene Fotos und Kommentare hinzufügen. Auf diese Weise können Sie sich eine umfassende persönliche Reisekarte basteln, die speziell auf Ihre Wünsche angepasst ist. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Ihre Karten mit Ihren Reisepartnern teilen.

Das Beste an Google My Maps ist meiner Meinung nach, dass Sie Ihre Karten offline speichern und sie in der Google Maps App ansehen und nutzen können. So kommen Sie auch dann sicher ans Ziel, wenn Sie mal keine Internetverbindung haben.

Planen Sie Ihre Google Maps Route mit mehreren Zielen

Schauen Sie sich Ihre selbst erstellten Karten in der Google Maps App an und laden Sie sie zur Offline-Nutzung herunter.

Extra-Tipps für Ihre Routenplanung

  1. Speichern Sie alle Highlights in Ihrer Karte
  2. Suchen Sie sich die schönste Route aus und markieren Sie sie in Ihrer Karte

Leider gibt es für Google My Maps keine App. My Maps Karten können Sie nur im Browser erstellen. Das geht am komfortabelsten am Desktop. Wenn Sie mit Ihrer Reiseplanung fertig sind, finden Sie die Karte in der Google Maps App und können sie zur Offline-Nutzung herunterladen.

Alternative Apps für Fahrradnavigation

Google Maps ist für Autofahrer die erste Wahl, um schnell zum nächsten Ziel zu gelangen. Wer sein nächstes Ziel mit dem Fahrrad plant, wird womöglich zuerst zu Google Maps greifen. Doch selten kennt Google die wirklich schönste Strecke, um mit dem Bike voranzukommen - oft führt die Route durch Hauptverkehrsstraßen.

Deutlich mehr Fahrradwege in der Bibliothek und optimiertes Fahrrad-Routing versprechen Apps, die sich auf die Routenplanung und Navigation mit dem Fahrrad spezialisiert haben. Hinzu kommen zahlreiche Features wie Offline-Karten, Sprachansagen, die Suche nach Ladestationen für E-Bikes und Optionen für bequeme, schnelle oder für Rennräder beziehungsweise Mountainbikes geeignete Routen.

Die vielleicht beste App auf diesem Gebiet heißt ganz einfach Bikemap.

Bikemap: Funktionen und Community

Bikemap ist in verschiedene Bereiche unterteilt. Kernstück der App ist die Karte, die Daten von OpenStreetMap, OpenCycleMap oder Google Maps nutzt und dabei auch über eine 3D-Ansicht sowie ein Höhenprofil verfügt. Über das Suchfeld lassen sich Orte und Adressen finden, aber auch einfache Stichworte wie "Ladestation" führen zu entsprechenden Zielen in der Nähe. Per Shortcut lassen sich außerdem Navigationen zur Heimat- und Arbeitsadresse starten.

Wer Datenvolumen sparen will oder in ländlichen Gegenden ohnehin eher schlechten Empfang hat, dem hilft die Möglichkeit, Karten herunterzuladen und so auch offline verwenden zu können.

Zudem lassen sich Radtouren auch aufzeichnen beziehungsweise speichern. Ein kleiner Aufnahme-Button in der linken unteren Bildschirmecke ermöglicht dies. Dabei erfasst Bikemap neben der Dauer einer Tour auch die (Durchschnitts-)Geschwindigkeit, Distanz und den Auf- sowie Abstieg.

Die Navigation der App findet auf zwei Arten statt. Mit der Turn-by-Turn Navigation erhält man für jeden Abbiegevorgang eine Anweisung von der App.

Ein weiterer essenzieller Bestandteil von Bikemap sind die Community-Features. Damit schlagen die Entwickler gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche. Auf der einen Seite ermöglichen Sie, dass Nutzer sich untereinander Orte und Routen empfehlen können, verbessern aber gleichzeitig auch laufend die angebotene Karte.

Letzteres erfolgt über den recht groß angebrachten grünen Button am rechten Bildschirmrand in der Kartenansicht. Dort lassen sich Hindernisse und Gefahrenstellen, aber auch Sehenswürdigkeiten und für Radler ohnehin wichtige Orte wie Ladestationen, Luftpumpen oder Abstellplätze eintragen.

Wer dagegen kein konkretes Ziel hat, eine Region besser kennenlernen möchte oder auf Empfehlungen anderer Nutzer zurückgreifen will, greift am besten auf das Tab "Entdecken" zurück. Dort finden sich neben beliebten Routen in der Umgebung auch Touren für spezielle Zielgruppen, wie beispielsweise Up- und Downhill. Ebenfalls filtern lässt sich nach möglichst flachen oder hügeligen Strecken.

Besonders praktisch ist hier die Möglichkeit, dass Routen bereits im Voraus im Bereich "Meine Routen" gespeichert werden können und so bei Beginn einer Radtour dort nur noch gestartet werden müssen.

Kosten und Abonnements

Bikemap ist in der Grundversion kostenlos und beinhaltet dabei die Suche und das Speichern der einzelnen Routen sowie sämtliche Community-Features. Sobald Sie sich jedoch von der App navigieren lassen wollen, lässt sich ein Abo nicht umgehen.

Auch weitere Features, wie das optimierte Routing für Rennräder oder Mountainbikes, verschiedene Kartenansichten, die automatische Sturzerkennung oder Offline-Karten, lassen sich nur über die Premium-Version nutzen.

Hier gibt es verschiedene Angebote, mit rund 45 Euro pro Jahr ist Bikemap aber dennoch ein ganzes Stück günstiger als Konkurrent komoot.

Wer auf ein Abonnement verzichten will, kann zur Alternative Naviki greifen. Hier gibt es einen ähnlichen Funktionsumfang, jedoch mit mehreren unterschiedlichen einmaligen In-App-Käufen, die bestimmte Funktionen freischalten.

Fahrradgeschwindigkeit und Navigation

Google Maps schätzt beim Fahrrad fahren und zu Fuß gehen die Ankunftszeit auf Basis der Geschwindigkeit. Ab Werk werden 3 bis 6 km/h für Fußgänger und 16 km/h für Fahrradfahrer angesetzt. Lassen sich diese Werte individuell einstellen?

Wenn Sie die Google Maps-Navigation für Fahrrad-Touren, zu Fuß oder mit dem Auto nutzen, ist die geschätzte Ankunftszeit von besonderer Bedeutung. Um pünktlich anzukommen, müssen Sie entsprechend zeitig aufbrechen.

Wenn Sie die Google Maps-Navigation zu Fuß oder mit dem Rad nutzt, können Sie dabei auf langen Strecken möglicherweise eine deutliche Abweichung von der vorhergesagten Ankunftszeit feststellen. Abhängig von Wegbeschaffenheit und Steigung liegt die Laufgeschwindigkeit ungefähr zwischen drei und sechs Kilometern pro Stunde. Eine für die ganze Wegstrecke festgelegte Laufgeschwindigkeit gibt es nicht.

Gleiches gilt auch für die Fahrrad-Navigation. Hier legt Google Maps auf ebener und asphaltierter Strecke eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 16 Kilometern pro Stunde zu Grunde. Abhängig von Faktoren wie Steigung, Wegbeschaffenheit, Kreuzungen aber auch Messwerten für Fahrrad-Strecken anderer Google Maps-Nutzer wird die erwartete Geschwindigkeit auf bestimmten Wegabschnitten entsprechend nach unten oder oben angepasst.

Tabelle: Vergleich von Google Maps mit spezialisierten Fahrrad-Apps

Funktion Google Maps Spezialisierte Fahrrad-Apps (z.B. Bikemap, Komoot)
Kosten Kostenlos Grundversion kostenlos, erweiterte Funktionen kostenpflichtig
Fahrradwege Grundlegende Anzeige Detaillierte Fahrradwege und -routen
Offline-Karten Verfügbar, aber nur für Routenplanung mit Auto Verfügbar für alle Routen
Routenoptimierung Begrenzte Anpassungsmöglichkeiten Optimierung für verschiedene Fahrradtypen (Rennrad, Mountainbike)
Community-Funktionen Grundlegend Umfangreiche Community-Funktionen (Routenempfehlungen, Bewertungen)

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