Fahrrad Rücklicht Dynamo Funktion: Sicherheit im Straßenverkehr

Eine gute Fahrradbeleuchtung trägt erheblich zur Sicherheit im Straßenverkehr bei. Für die meisten ist ein guter Fahrraddynamo dabei unverzichtbar. Gerade in der Nachtzeit ist eine gute Beleuchtung (& ausreichend Reflektoren) während der Fahrt unverzichtbar. So gewährleistest Du, dass andere Verkehrsteilnehmer Dich rechtzeitig sehen.

Auch in der Dämmerung oder bei schlechten Wetterbedingungen solltest Du deine Fahrradbeleuchtung unbedingt anschalten! Sicherlich bist Du hin und wieder auch auf Straßen mit unzureichender Beleuchtung, insbesondere in ländlichen Gebieten oder abgelegenen Straßen unterwegs.

Und last but not least: Eine Fahrradbeleuchtung ist gesetzlich vorgeschrieben! In den meisten Ländern gibt es gesetzliche Vorschriften, die das Vorhandensein von Beleuchtungseinrichtungen an Fahrrädern vorschreiben.

Der Fahrraddynamo: Funktionsweise und Geschichte

Ein Fahrraddynamo ist ein kleiner elektrischer Generator. Er wird oft auch einfach Dynamo genannt, doch korrekterweise ist es eigentlich eine Fahrradlichtmaschine. Ein Fahrraddynamo war bis 2013 an jedem Fahrrad eine Pflicht, doch seine Geschichte ist noch viel älter.

Der deutsche Ingenieur Werner von Siemens gilt als Begründer der modernen Elektrotechnik. 1867 stellte er auf der Pariser Weltausstellung einen elektrischen Stromgenerator vor. Doch erst über zwanzig Jahre später kam ein Modell auf den Markt, das eine Fahrradlampe mit ausreichend Licht versorgen konnte und dabei erschwinglich war.

Bestandteile und Funktionsprinzip

Der Fahrraddynamo besteht aus mehreren Komponenten. Von außen ist vom Dynamo nur das Gehäuse zu sehen und obenauf ein Laufrad. Dieses wird mit einer Feder zum Beispiel an den Gummimantel des Reifens gedrückt. Je fester der Fahrradfahrer in die Pedale tritt, umso schneller läuft das Rad und damit auch das Laufrad des Dynamos.

Dabei wird die Bewegungsenergie beim Treten in mechanische Energie und diese anschließend in elektrische Energie umgewandelt. Das Laufrad des Fahrraddynamos ist wiederum mit einem Rundmagneten verbunden. Im Gegensatz zu anderen Magneten hat dieser nicht nur je einen Nord- und Südpol, sondern insgesamt vier oder sogar sechs Pole.

Der runde Magnet sitzt in einer Spule aus gewickeltem Draht. Sie ist fest mit dem Gehäuse des Fahrraddynamos verbunden. Durch die Drehbewegung des Laufrades rotiert auch der Magnet in der Spule. Dort erzeugt er eine Veränderung des Magnetfelds. Durch Rotationsenergie entsteht elektrische Spannung. Bei normaler Geschwindigkeit beträgt die Spannung in einem Fahrraddynamo etwa sechs Volt, die elektrische Leistung ungefähr drei Watt. Das reicht aus, um Scheinwerfer und Rücklicht zum Leuchten zu bringen.

Verschiedene Typen von Fahrraddynamos

Zwar funktionieren alle Dynamos nach dem gleichen Prinzip, doch es gibt verschiedene Typen. Fachleute unterscheiden beim Fahrraddynamo danach, wo er angebracht ist und wie er angetrieben wird.

  • Seitenläuferdynamo: Der Seitenläuferdynamo ist der klassische Fahrraddynamo.
  • Felgendynamo: Beim Felgendynamo handelt es sich um eine spezielle Form des Seitenläuferdynamos. Wie der Name schon verrät, trifft dieser Dynamo nicht auf den Reifen, sondern auf die Felge.
  • Rollen- oder Walzendynamo: Eine andere Variante des Seitenläuferdynamos ist der Rollen- oder Walzendynamo. Bei diesem Modell wird nicht nur das Laufrad gedreht. Stattdessen rollt ein zylinderförmiger Außenläufer auf der Lauffläche des Hinterrades. Darum sitzt der Rollendynamo meist hinter den Pedalen an der Mittelstange. Er wird mit Hilfe eines Bowdenzuges vom Lenker aus bedient.
  • Speichendynamo: Auch beim Speichendynamo deutet die Bezeichnung die Funktionsweise an. Um die Fahrradlampe zum Leuchten zu bringen, muss der sogenannte Mitnehmer umgelegt sein. Die Speichen treiben den Fahrraddynamo dann an.
  • Nabendynamo: Den Nabendynamo gibt es schon seit 1913, doch seinen Siegeszug trat er erst ab den 1980er Jahren an. Seither gilt er als der beliebteste Fahrraddynamo. Auch vom Nabendynamo gibt es verschiedene Varianten. Doch allen ist gemein, dass dieser Dynamo statt der herkömmliche Nabe im Vorderrad eingesetzt wird. Damit ist der Nabendynamo witterungsunabhängig.

Vor- und Nachteile des Fahrraddynamos

Im Gegensatz zu Leuchtmitteln mit Batterien oder Akkus hat der Fahrraddynamo den Vorteil, dass er immer einsatzfähig ist. Es gibt keine leere Batterie, die dich plötzlich im Dunkeln stehen lässt. Die meisten Dynamos funktionieren dabei auch unabhängig vom Wetter.

Für viele Radfahrer ist jedoch der mechanische Antrieb ein echter Nachteil. Wer nicht besonders fit ist, kann oft nicht stark genug in die Pedale treten, um ausreichend Licht zu erzeugen. Gerade bergauf ist das ein echtes Problem.

Gesetzliche Vorschriften zur Fahrradbeleuchtung in Deutschland

In Deutschland sind die Regelungen für Fahrradbeleuchtung im Straßenverkehr genau festgelegt, um sowohl die Sicherheit des Fahrradfahrers als auch die der anderen Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Diese Vorschriften sind in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) detailliert beschrieben.

  • Fahrräder müssen mit einer weißen Frontleuchte ausgestattet sein, die so eingestellt ist, dass sie andere Verkehrsteilnehmer nicht blendet.
  • Ein rotes Rücklicht ist ebenfalls vorgeschrieben.
  • Zusätzlich zur aktiven Beleuchtung müssen Fahrräder mit Reflektoren ausgestattet sein. Vorne ist ein weißer Reflektor erforderlich, hinten ein roter. Außerdem sind gelbe Speichenreflektoren oder alternativ reflektierende weiße Streifen an den Reifen oder Felgen vorgeschrieben.
  • Die Beleuchtung kann entweder durch einen Dynamo oder Batterien bzw. Akkus betrieben werden.
  • Die Beleuchtung muss bei Dunkelheit, Dämmerung, Nebel oder schlechten Sichtverhältnissen betriebsbereit sein.

Missachtet man diese Vorschriften, kann dies nicht nur gefährlich sein, sondern auch zu Bußgeldern führen.

Bitte beachte: Die gesetzlichen Vorschriften ändern sich von Zeit zu Zeit. Wir garantieren keine Vollständigkeit und Aktualität.

Aktive und passive Fahrradbeleuchtung

Zu den aktiven Varianten zählt das Vorderlicht - hell und weiß ist es vorne am Rad angebracht und muss aktiv eingeschaltet werden. Ebenso das Rücklicht, es ist allerdings rot und wird am hinteren Teil des Fahrrades montiert. Es signalisiert anderen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig, dass ein Fahrrad sich nähert bzw. unterwegs ist.

Blinklichter sind eine zusätzliche Möglichkeit, um auf sich aufmerksam zu machen. Hierzu zählt natürlich der Rückstrahler, der passiv das Licht von Fahrzeugen und anderen Lichtquellen reflektiert, um die Sichtbarkeit des Fahrrads bei Nacht zu verbessern.

Pedalreflektoren sind reflektierende Elemente, die auf den Pedalen angebracht sind und passiv das Licht reflektieren. Dadurch wird die seitliche Sichtbarkeit verbessert, insbesondere bei Bewegung der Pedale.

Speichenreflektoren: Sie sind an den Räder angebracht und reflektieren passiv das Licht von anderen Fahrzeugen und Leuchtmitteln. Am besten setzt Du diese Komponenten in Kombination ein.

Verschiedene Arten von Fahrradlichtern

  • Batteriebetriebene Fahrradlichter: verwenden in der Regel Standard- oder Lithiumbatterien. Sie sind in der Regel einfach zu installieren, eine zusätzliche Verkabelung ist nicht erforderlich. Oft ist der Preis akzeptabel. Natürlich müssen Batterien regelmäßig ausgetauscht oder aufgeladen werden. Das verursacht zusätzliche Kosten.
  • Akkubetriebene Fahrradlichter: verwenden wiederaufladbare Batterien, die über USB oder ein Ladegerät aufgeladen werden können. Langfristig sind sie dadurch kostengünstiger und umweltbewusster als der regelmäßige Kauf von Einwegbatterien. Auch ihre Leistungsfähigkeit liegt oft höher.
  • Dynamo-betriebene Fahrradlichter: verwenden einen Generator (Dynamo), der am Rad montiert ist und die Beleuchtung mit Strom versorgt, wenn das Rad sich dreht. Du erzeugst den Strom selbst, brauchst also keine Batterien und musst Dein Licht nicht aufladen. Umweltfreundlich und wartungsarm - das ist top. Nachteil: Das auf diese Weise betriebene Licht funktioniert bei langsamer Fahrt eventuell nicht richtig, bei Stillstand gar nicht.
  • Solarbetriebene Fahrradlichter: enthalten kleine Solarzellen, die tagsüber Sonnenlicht absorbieren und in Energie umwandeln, um die Lichter zu betreiben. Auch diese Variante ist umweltfreundlich und wartungsarm. Batterien oder Aufladen ist nicht erforderlich. Aber: Mit diesem System bist Du von den Sonnenlichtbedingungen abhängig.

Dynamo-Fahrrad-Rücklichter

Dynamo Rücklichter haben den Vorteil, dass Sie unabhängig von Batterien leuchten. Somit ist während der Fahrt die Sichtbarkeit immer garantiert. In modernen Fahrradrücklichtern werden außerdem kleine Energiespeicher verwendet, die eine Standlichtfunktion bieten. So sind Sie auch beim Abstellen deines Rades gut sichtbar.

Bereits in den 90er Jahren erfand der Meinerzhagener Licht-Spezialist die Standlicht-Funktion und setzte damit den ersten von vielen Standards.

Die Streifenlicht-Funktion LineTec in TOPLIGHT Line, TOPLIGHT Flat S, TOPLIGHT 2C und TOPLIGHT View nutzt Linsen- und Prismensysteme, um das Licht einer oder mehrerer Hochleistungs-LEDs über die gesamte Breite eines Rücklichts aufzufächern. Statt eines punktuellen Lichts sehen andere Verkehrsteilnehmer ein breites Leuchtband, das es ihnen ermöglicht, den Abstand zum vorausfahrenden Fahrrad viel besser einzuschätzen.

Die Bremslicht-Funktion BrakeTec misst die Frequenz des Fahrrad-Dynamos und reagiert auf Verlangsamung mit der Warnwirkung des deutlich rot pulsierenden Rücklichts.

Neben der TOPLIGHT-Rücklicht-Familie, die an Gepäckträgern angebracht wird, bieten SECULA und SECUZED vielfältige Montagemöglichkeiten für Sattelstütze und Sattelstrebe.

In Rücklichter integrierte Rückstrahler haben aufgrund modernster Prismen-Berechnungen minimale Größe, so dass Rücklichter von Busch + Müller alle Anforderungen an passives und aktives Fahrradbeleuchtung in kleinster Baugröße vereinen.

Apropos: Das Rücklicht µ im Aluminiumgehäuse ist klein wie ein Fingerhut und damit das kleinste Fahrrad-Rücklicht mit Straßenzulassung. Die ungewöhnliche, torpedoartige Bauform sorgte dafür, dass µ mit einem German Design Award ausgezeichnet wurde.

Verkabelung eines Dynamo-Rücklichts

Beim Austausch der Rückleuchte für einen Nabendynamo am Fahrrad kann man oft noch die alte Verkabelung nutzen. Wenn diese aber defekt oder schon in einem schlechten Zustand ist, sollte man die Kabel beim Anbau der neuen Rücklampe komplett austauschen.

So manches Zweirad hat beim Kauf noch keine Fahrradbeleuchtung vormontiert und man möchte die Lampen und Kabel selbst anbringen, doch wie genau?

Zuerst möchten wir auf die Verkabelung im Allgemeinen eingehen. Es gibt zwei Verfahren: die Eindraht- und die Zweidrahtverkabelung (Doppelkabel mit zwei Adern). Bei der Zweidrahtverkabelung gibt es das "stromführende Kabel" und den "Masseanschluss". Bei der Eindrahtverkabelung fällt das Kabel für den Masseleiter weg. Hier läuft die "Masse" über den leitenden Fahrradrahmen. Die Eindrahtmethode kommt allerdings immer weniger zum Einsatz.

So mancher Fahrradrahmen kommt schon nicht mehr komplett in leitendem Metall daher. Kunststoffe oder nichtleitende Werkstoffe werden bei hochwertigen Fahrrädern immer öfter verbaut. Außerdem ist die Eindrahtmethode fehleranfälliger, da die Kontaktstellen am Rahmen rosten, also korrodieren können und dieses dann zu Unterbrechungen beim Stromfluss führen kann.

Wir gehen aus diesem Grund hier nur auf die Zweidrahtverkabelung ein. Ein doppeladriges Lichtkabel hat in der Regel eine schwarz-weiße und eine schwarze Ader. Die schwarz-weiße Ader wird für den Masseanschluss verwendet.

An allen Komponenten der Fahrradbeleuchtung, wie Nabendynamo, Scheinwerfer und Rücklicht finden Sie an den Anschlüssen Symbole für "Plus" und "Minus", also stromführende Ader und Masseleiter. Achten Sie bei der Montage also darauf, die Anschlüsse nicht zu vertauschen/verkehrt herum zu polen, da sonst das Licht nicht leuchten kann.

Der Pluspol wird in der Regel mit einem + Zeichen versehen. Die Masse wird uneinheitlich mit verschiedenen Symbolen gekennzeichnet.

Montage des Rücklichts und Verlegung der Kabel

Befestigen Sie die neue Rücklampe entsprechend hinten am Sattelrohr, Gepäckträger, Schutzblech oder Seitenstrebe am Fahrrad. Die Rücklampe wird mit einem Kabel direkt mit dem Frontscheinwerfer verbunden. Über ihn erhält die rückwärtige Leuchte auch das Einschaltsignal.

Neue Lichtkabel haben in der Regel an einer Seite bereits Flachsteckerhülsen und am anderen Ende nur die blanken abisolierten Adern.

Das Kabel wird so verlegt, dass die vorhandenen Flachsteckerhülsen vorne an den Kontakten am Frontscheinwerfer befestigt werden. Planen Sie dort einige Zentimeter mehr an Kabel ein, damit es beim Lenkereinschlag nicht abreißt.

Das Verbindungskabel von der Frontlampe zur Rücklampe sollte gut geschützt am Rahmen angebracht werden. Der einfachste und kürzeste Weg ist sicher über das Oberrohr des Rahmens. Hier ist das Lichtkabel allerdings nicht gut geschützt und kann bei einer unbedachten Bewegung und Sturz mit dem Bike abreißen.

Der sichere, wenn auch ein wenig längere Weg, ist die Verkabelung unter dem Tretlager entlang, bis nach hinten zum Rücklicht. Also an der unteren Strebe zur Nabe entlang und dann an einer nach oben führenden Strebe (Gepäckträgerstrebe) in die Nähe zum Rücklicht. Befestigen Sie das Verbindungskabel unbedingt mit mehreren Kabelbindern oder mehreren Streifen Isolierband am Rahmen um es zu schützen.

Bei vielen Fahrrädern gibt es auch die Möglichkeit, die Lichtkabel vom Frontscheinwerfer zur Rückleuchte direkt im Rahmen zu verlegen. Dieser muss allerdings entsprechende Bohrungen aufweisen, in die das Kabel in das Innere gesteckt und auch wieder herausgeführt werden kann.

Der Vorteil hierbei ist eine fast unsichtbare Verlegung der Verbindungskabel. Das sieht optisch natürlich besser aus und das Lichtkabel ist im Inneren wesentlich besser geschützt. Allerdings ist die Verlegung im Rahmeninneren eine recht kniffelige Angelegenheit; vor allem das vorne eingeführte Kabel aus der hinteren Bohrung wieder herauszubekommen.

Einfacher geht das Ganze, wenn Sie ein bereits vorhandenes Kabel ersetzen wollen. Dann können Sie das neue Kabel mit etwas Klebeband am alten befestigen und dann hinten so weit herausziehen bis das neue Lichtkabel zu sehen ist.

Um das Lichtkabel mit seinen blanken Enden an den Kontakten der Rücklampe zu befestigen, sollten Sie die beiden Adern des Kabels mit sogenannten Flachsteckerhülsen versehen und diese dann auf die beiden Flachstecker der Rückleuchte stecken. Die Stecker sollten auf keinen Fall wackeln, sondern ordentlich fest sitzen. Gegebenenfalls sollten Sie die Stecker mit einer Flachzange etwas zusammenpressen.

Führen Sie jetzt eine Testfahrt durch und betätigen Sie den Schalter am Frontscheinwerfer. Prüfen Sie ob die hintere Lampe auch leuchtet.

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