Wer mit dem Rad die Welt entdecken möchte, aber nicht in Deutschland starten kann, weil er nicht Monate lang Zeit hat für seine Reise, ist darauf angewiesen, Fahrrad und Gepäck im Flugzeug zu transportieren.
Ehrlich gesagt hatte sich mir die Frage, wie es ist, das Fahrrad im Flieger mitzunehmen bis zum Frühjahr noch nicht gestellt, denn ich hasse es zu fliegen. Ich sitze lieber Stunde um Stunde im Zug als kurze Zeit im Flugzeug - bisher zumindest.
Im Prinzip kein größeres Problem, wenn man diverse Details beachtet und genügend Reisebudget aufbringt.
Noch vor rund 20 Jahren konnte man bei manchen Airlines mit dem Fahrrad unangemeldet zum Check-in kommen. Das Sportgepäck wurde oft kostenlos mitgenommen. Diese lockeren Zeiten sind endgültig vorbei.
Die Bestimmungen für Mitnahme und Verpackung unterscheiden sich von Airline zu Airline.
Die Transportpreise erreichen vor allem bei Fernflügen mit Liniengesellschaften mittlerweile Dimensionen, dass sich viele Fernradler schon überlegen, eventuell vor Ort ein Fahrrad zu kaufen oder zu leihen.
E-Bikes und Pedelecs werden aus Sicherheitsgründen von den meisten Airlines gar nicht transportiert.
Tipps für den besten Preis
Einen billigen Flug zu buchen ist doch eigentlich ganz einfach. Man nutzt eine der zahlreichen Suchmaschinen und fertig. Allerdings kommt man bei einer Fahrradreise mit Zelt und allem Drum und Dran nicht mit dem Handgepäck aus und so lohnt sich ein genauer Vergleich der Gepäckpreise durchaus.
Ganz davon abgesehen, dass die verschiedenen Airlines unterschiedliche Preise für den Fahrradtransport haben. Sie liegen für die Kurz- und Mittelstrecke zwischen 50,00 und 70,00 Euro. Wichtig ist, dass man beim Umsteigen doppelt zahlt.
Wir sind zwar mehr als minimalistisch unterwegs aber Zelt, Kocher und Schlafsäcke wiegen nun einmal, doch wie viel eigentlich?
Da wir uns bis dato nie um Gewicht, sondern eher um Platz in den Radtaschen gekümmert hatten, haben wir bei der Buchung einfach mal geschätzt und, wie sich beim Probepacken herausgestellt hat, sehr großzügig.
Wenn du also wirklich den optimalen Preis erzielen möchtest, solltest du vorher wissen, was deine Ausrüstung so auf die Waage bringt.
Fahrradverpackung
In den Richtlinien der Airlines heißt es meistens, dass die Räder in Taschen oder Kartons verpackt sein müssen. Zudem muss der Lenker schief gestellt werden, die Pedalen abmontiert und die Luft aus den Reifen gelassen werden.
Die Kartons für den Hinflug habe ich bei meinem Fahrradhändler bekommen, der mir auf Anmeldung einfach zwei Verpackungen von gelieferten Rädern zurückgelegt hat.
Für den Rückflug hat mir irgendjemand empfohlen die Räder einfach in Frischhaltefolie einzuwickeln - kam mir ehrlich gesagt etwas komisch vor, aber gut der Rückflug war ja auch noch weit weg.
Außerdem ist es mir irgendwie immer wichtiger gut hin zu kommen, zurück geht dann schon irgendwie.
Um sicher zu gehen, dass wir am Flughafen nicht Unsummen an Übergepäck zahlen, haben wir noch einmal Probe gepackt.
Ohne Flug fahren wir, auf zwei Räder verteilt, mit zwei großen Ordliebtaschen*, zwei Frontrollern, zwei Lenkertaschen und haben Zelt und Isomatten* auf dem Gepäckträger.
Für den Flug haben wir die zwei großen Taschen zu einem Gepäckstück zusammengebunden, Zelt und Isomatte, samt der leeren Lenkertaschen in einen Ortliebsack* gesteckt und hatten jeweils einen Frontroller als Handgepäck.
Einen Tag vor dem Abflug haben wir dann unsere Räder in den Kartons verstaut und ein Großraumtaxi für den Weg zum Flughafen bestellt.
Fahrradmitnahme im Flugzeug die Praxis
Obwohl der Taxifahrer erst nicht wusste, wie er die Sitze umlegen sollte, haben wir die verpackten Räder gut zum Flughafen bekommen und dort auf so einen Rollwagen geladen.
Wir hatten es gerade durch die Rolltür ins Flughafeninnere geschafft und waren schon die Attraktion des Tages.
Die Absperrung in der Schlange am Schalter zu passieren war schon ein Kunststück, aber wenn wir gar nicht um die Kurve gekommen sind, haben wir sie einfach verrückt.
Um uns rum haben sich die Leute ständig gefragt, was wir da wohl transportieren. Der coolste Spruch war: „Guck mal, die nehmen einen Fernseher mit“.
Endlich am Schalter angekommen wurden wir zum Sperrgepäck verwiesen, haben uns noch einmal durch den halben Flughafen manövriert - der ein oder andere Mülleimer musste schon verschoben werden - und dann ging alles ganz schnell.
Die Räder liefen durch den Scanner und weg waren sie. Und dieses „weg waren sie“ war so schön.
Wenn man mit dem Zug fährt, hat man ständig die Räder am Hals.
Selbst wenn sie endlich vermeintlich gut verstaut im Fahrradabteil stehen kommt meist noch jemand, den irgendetwas stört oder sie sind umgekippt oder sonst etwas, aber wir waren sie einfach los und konnten ganz entspannt durch den Flughafen schlendern.
Auf dem Weg ins Flugzeug haben wir unsere Räder noch kurz auf dem Gepäckwagen an uns vorbeifahren sehen und dann haben wir sie und uns dem Schicksal des Luftverkehrs überlassen.
Und siehe da, nach 1/12 Stunden sind zumindest wir sicher in Rom gelandet und es war auch gar nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte.
Wie bekommen wir unsere Räder wieder?
Glücklich wieder Boden unter den Füßen zu haben machen wir uns auf zum Gepäckband, doch seit der Landung verfolgt mich eine Frage: Was heißt eigentlich Sperrgepäck auf Italienisch?
Oder zumindest auf Englisch, denn schließlich befinden wir uns in Rom und nicht in Hinterpusemuckel. Meine Tochter, die zukünftige Abiturientin kann mir auch nicht weiterhelfen und bevor ich mich in einer Tirade über das deutsche Bildungssystem ergehe warte ich einfach mal ab.
Und wie es eben so ist bei der Gepäckausgabe am Flughafen: Die Koffer kommen und gehen und irgendwann kommen eben keine mehr.
Doof nur, dass wir bisher gerade mal unser Zelt, die Isomatten und zwei leere Lenkertaschen ergattert hatten.
Aber dank verschiedener Kindersendungen in meiner Kindheit habe ich ja gelernt: Wer nicht fragt, bleibt doof. Und so habe ich mich auf den Nächstbesten gestürzt, der einigermaßen offiziell aussah, und habe ihn -wie weiß ich nicht mehr - nach der Sperrgepäckausgabe gefragt.
Seine Antwort konnte ich auch nur großzügig interpretieren aber immerhin konzentrierte sich unser Fokus danach auf ein stillstehendes Fließband.
Und während wir noch hilflos auf den Stillstand starrten, tauchten plötzlich unsere Radtaschen auf und kurze Zeit später schoben zwei nette Herren die Kartons mit unseren Rädern in die Halle.
Glücklich, dass nun alles beisammen war, laden wir wieder alles auf einen Rollwagen und wollen so schnell wie möglich Richtung Ausgang.
Doch Mist, hier war irgendwie alles enger und vor jeder Tür mussten wir den Wagen abladen und die Räder einzeln durchschieben - egal wir waren in Italien.
Und jetzt
Tja jetzt war guter Rat teuer, wir standen mit zwei verpackten Fahrrädern bei guten 40 Grad am Flughafen in Rom.
Zunächst haben wir uns einen Schattenplatz gesucht und angefangen die Räder zu montieren. Eigentlich alles kein Problem.
Im Schweiße unseres Angesichts haben wir die Lenker gerichtet, die Pedalen montiert und in Schichtarbeit die Reifen wieder aufgepumpt.
Als wir fertig waren, waren wir schweißgebadet und hatten immer noch ein Problem: Wie werden wir die doofen Kartons wieder los?
Die umstehenden Mülleimer waren definitiv zu klein um sie, selbst zerlegt, zu entsorgen.
Ja und wir gestehen, wir haben die Kartons teilweise zerlegt und auf die umliegenden Mülleimer verteilt, die Reste haben wir zusammengelegt und hinter einen Mülleimer geschoben und dann sind wir geflüchtet.
Noch heute hoffen wir, dass uns das Reinigungsteam vom Flughafen verzeihen kann.
Der Rückflug
Irgendwie konnte ich den Rückflug wesentlich entspannter angehen. Klar sollte mein Rad nicht heil aus dem Gepäckraum kommen würde ja auch nicht meine ganze Reise platzen aber irgendwie hat sich auch eine gewisse Routine eingestellt.
Wir hatten am Tag zuvor eine billige Isomatte ergattert und 8 Rollen Frischhaltefolie gekauft.
Am Flughafen angekommen haben wir dann alle empfindlichen Teile mit der Isomatte abgeklebt und dann jedes Rad in 4 Rollen Frischhaltefolie eingepackt.
Etwas nervös haben wir uns anschließend auf den Weg zum Schalter von Eurowings gemacht, nur um dort zu erfahren, dass unsere Verpackungskünste gar nicht nötig gewesen wären.
Wieder wurden wir ans Sperrgepäck verwiesen aber diesmal begleitete uns ein netter Herr, half uns, wo nötig und dann waren sie wieder weg unsere Räder.
Wie auf dem Hinflug auch haben wir es wieder total genossen, dass alles so unkompliziert funktioniert hat und wir unsere Räder gut losgeworden sind.
Anmeldung und Buchung
Praktisch alle Fluggesellschaften verlangen die vorherige Anmeldung eines Fahrrades, am besten gleich bei der Buchung oder spätestens zwei bis drei Tage vor Abflug - entweder online, per Telefon oder im Reisebüro.
Dabei lässt sich auch klären, ob auf dem Flug überhaupt Fahrräder mitgenommen werden.
Auf bestimmten Strecken, vor allem wo kleine Flugzeuge eingesetzt werden, sind keine Räder im Gepäck zugelassen.
Wichtig ist auch zu wissen, ob bei einem Umsteigen die Fluggesellschaft gewechselt wird und dadurch eventuell andere Bestimmungen gelten.
Wenn Fahrräder erst beim Check-in angemeldet werden, kann von der Airline der Transport abgelehnt werden, oder es wird zumindest eine erhöhte Gebühr verlangt.
Bei der Fahrradanmeldung sollte man sich auch gleich über Transportkosten, Verpackungsvorschriften, Höchstgewicht und Gepäckmaße informieren.
Bei den meisten Fluggesellschaften gilt das Fahrrad als Sport- oder Sondergepäck, das gegen eine fixe Gebühr mitfliegt.
Bei manchen Airlines wird das Gewicht des Fahrrades mit dem Freigepäck verrechnet.
Wenn das Gewicht des Fahrrades und der Ausrüstung (Kleidung, Werkzeug, Packtaschen etc.) das Freigepäck übersteigt, muss Übergepäck bezahlt werden.
Schweres Fahrradgepäck kann deshalb auf einem Fernflug pro Strecke schon mal über 400 Euro kosten.
Ein genauer Vergleich der Beförderungsbedingungen und -kosten kann viel Geld sparen.
Vorbereitung und Verpackung
Bis auf wenige Fluggesellschaften, wie Lufthansa, verlangen alle eine Verpackung im Fahrradkoffer, Fahrradkarton oder in der Fahrradtasche. Außerdem: Lenker quer stellen (90 Grad), Luft aus dem Reifen lassen (50%), Pedale abschrauben, lose Teile wie Pumpe, Satteltasche, Radcomputer etc. abnehmen.
Im Fahrradgeschäft einen alten Fahrradkarton besorgen. Luft aus den Reifen lassen (ca. 50 %).
- Umwerfer vorne auf das kleinste Kettenblatt schalten.
- Pumpe, Trinkflasche, Radcomputer, Satteltasche abnehmen und im Gepäck verstauen.
- Vorderrad für den Transport ausbauen.
- Distanzhalter in die Gabel klemmen zum Schutz gegen Verbiegen.
- Bei Scheibenbremsen einen Brems-Distanzhalter zwischen die Bremsbeläge klemmen.
- Lenker ohne Lösen der Schrauben um 90 Grad nach rechts drehen.
- Brems- und Schaltgriffe nach unten drehen, damit sie nicht überstehen.
- Pedale abschrauben und zusammen mit dem Schnellspanner z.B.
Check-in
Immer rechtzeitig am Flughafen sein, da das Fahrrad nach Anbringen des Gepäckabschnittes noch zum Sperrgepäckschalter (Bulky Luggage) gebracht werden muss, und der liegt oft am anderen Ende der Abflughalle. Für manche Flüge wird auch ein Vorabend-Check-in angeboten.
Versicherungsschutz
Da das Fahrrad durch die Airlines meist nur unzureichend versichert ist, empfiehlt sich eine passende Reisegepäck- oder Fahrradversicherung.
So wird das Reiserad sicher verpackt
Markieren Sie die Sattelstütze am Austritt aus dem Sitzrohr mit einem Aufkleber, dann finden Sie Ihre gewohnte Höhe schneller wieder. Öffnen Sie die Stützenklemmschraube, ziehen Sie die Stütze heraus. Drehen Sie die Klemme wieder leicht an, damit sie nicht vom Rohr rutschen kann. Säubern Sie die Stütze wenn nötig und schieben Sie sie in ein Isolierrohr.
Schalten Sie aufs große Blatt und aufs kleinste Ritzel. Schrauben Sie als nächstes die Pedale ab. Das linke Pedal weist ein Linksgewinde auf, das im Uhrzeigersinn geöffnet wird. Pedale können sich ruckartig lösen; setzen Sie einen gekröpften Schlüssel oder langen Innensechskant so an, dass sich Ihre Hände beim Losdrehen von den spitzen Zähnen wegbewegen.
Entspannen Sie die Bremsen, bauen Sie Vorder- und je nach Karton auch das Hinterrad aus beim Rennrad verpacken.
Drehen Sie die Kurbeln parallel zur Kettenstrebe und fixieren Sie das Pedalauge mit Kupferdraht. Fixieren Sie auch die Kette am Kettenblatt, damit sie nicht herunterfällt und gleichzeitig das kantige Kettenblatt etwas entschärft.
Lösen Sie die Schaltwerksbefestigungsschraube. Schwenken Sie das Schaltwerk etwas nach hinten und halten Sie es mit einer Hand weiter fest, damit es nicht unkontrolliert abfällt. Verpacken Sie das demontierte Schaltwerk und binden Sie es mit Kupferdraht etwa mittig an die geschützte Strebe.
Stecken Sie einen Abstandshalter aus Kunststoff in die Ausfallenden der Gabel. Schieben Sie ggf. einen breiten Abstandshalter in die Radachsenaufnahmen des Hinterbaus. Fixieren Sie diesen Halter mit Kabelbindern oder Kupferdraht an den Kettenstreben/Ausfallenden.
Stellen Sie das Rad neben den Karton und kontrollieren Sie, ob es mit demontiertem Hinterrad hinein passt.
Lösen Sie die Schrauben der Lenkerklemmung und demontieren Sie diese samt dem Deckel. Nehmen Sie den Lenker aus dem Vorbau. Montieren Sie die Vorbaudeckel wieder und drehen Sie die Schrauben leicht an.
So bleiben Rahmen und Gabel eine Einheit und Sie erreichen ein geringes Packmaß beim Rennrad verpacken.
Wickeln Sie den gesamten Antriebstrang in Luftpolsterfolie ein, so dass die immer etwas ölige Kette von der restlichen Fracht isoliert ist. Stecken Sie die Trinkflaschen in die Flaschenhalter und schützen Sie den Rahmen entweder mit Schaumstoffrohren oder Luftpolsterfolie.
Heben Sie den Rahmen in den Karton. Positionieren Sie die Lenker-Vorbaueinheit so, dass sie nicht mit einem Rahmenrohr oder der Gabel kollidiert und die Bowdenzüge beim Rennrad verpacken nicht geknickt werden. Schützen Sie kritische Bereiche zusätzlich mit Schaumstoffrohren oder Luftpolsterfolie. Legen Sie die Sattelstütze an eine günstige Stelle.
Wenn das Hinterrad ausgebaut ist, stecken Sie ein solides Stück Karton zwischen den Karton und das große Kettenblatt. Ideal ist ein schmaler Karton, der das Tretlagergehäuse abstützt. Ein zweiter schmaler Karton unter dem Ausfallenden-Distanzhalter verhindert zusätzlich, dass das Kettenblatt beschädigt wird.
Entfernen Sie die Schnellspanner und verpacken Sie die Laufräder in Taschen oder Luftpolsterfolie. Zusätzliche Nabenschützer vermeiden recht zuverlässig, dass sich die Achsen durch die Verpackung drücken.
Ein Lappen über dem Zahnkranz verhindert, dass die Verpackung verschmutzt.
Schieben Sie die verpackten Laufräder so in den Karton, dass der Zahnkranz bzw. die Nabe nach innen zeigt und im Bereich des Rahmendreiecks positioniert ist, wo diese keinen Schaden anrichten können.
Wickeln Sie Schnellspanner, Pedale, Werkzeug, Montagepaste und Kettenöl beim Rennrad verpacken in Lappen und verpacken sie alles in einem kleinen Karton.
Vergessen Sie Drehmomentschlüssel, Luftpumpe und Satteltäschchen nicht. Schließen Sie den Karton und kleben Sie ihn zu. Schlingen Sie einen oder besser zwei Riemen um das gesamte Gepäckstück. Sollte das Packband versagen, hält so der Spanngurt die Fracht zusammen.
Radkoffer oder Fahrradkarton?
Beim Transport deines Fahrrads im Flugzeug hast du zwei Optionen: einen sicheren Radkoffer oder einen Fahrradkarton. Beide haben ihre Vor- und Nachteile.
Ein Fahrradkarton ist oft die günstigere Wahl und bietet für Fahrräder mit Stahl- oder Aluminiumrahmen Schutz. Er ist ideal, wenn du nur gelegentlich fliegst.
Ein Radkoffer wie der EVOC Road Bike Bag Pro hingegen bietet mehr Komfort und Stabilität, da er mit Rollen, Schienensystemen und separaten Taschen für Laufräder und Zubehör ausgestattet ist.
Fahrradkartons bekommst du oft kostenlos in Fahrradläden, jedoch gibt es einige Nachteile, die du bedenken solltest.
Zwar sind Kartons eine günstige Möglichkeit, dein Fahrrad zu transportieren, aber sie bieten keinen optimalen Schutz für dein teures Equipment. Besonders bei langen Strecken oder Flugreisen können Kartons leicht beschädigt werden, und das Fahrrad ist nur unzureichend vor Stößen, Feuchtigkeit oder anderen Gefahren geschützt.
Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, ist es sinnvoll, auf einen Radkoffer umzusteigen. Bei radkoffer-mieten.de kannst du aus drei verschiedenen Radkoffermodellen wählen, die speziell entwickelt wurden, um dein Fahrrad optimal zu schützen.
Der EVOC Road Bike Bag Pro ist der meist vermietete Koffer und bietet nicht nur hervorragenden Schutz, sondern auch eine hohe Stabilität und Komfort während des Transports.
Vorbereitung zum Verpacken
Bevor du dein Fahrrad im Flugzeug transportierst, solltest du es sorgfältig verpacken, um Transportschäden zu vermeiden. Egal, ob für ein Trainingslager, ein Rennen oder eine Radreise - eine sorgfältige Vorbereitung stellt sicher, dass das Bike den Flug unbeschadet übersteht.
- Bevor das Fahrrad verpackt wird, sollte es gründlich gereinigt werden. Dadurch lässt es sich nicht nur leichter handhaben, sondern verhindert auch, dass Schmutz und Fett in den Radkoffer, auf das Verpackungsmaterial oder andere Gegenstände gelangen. Anschließend gilt es, die richtige Transportlösung zu wählen. Zur Verfügung stehen spezielle Hartschalenkoffer oder Fahrradkartons. Für den Verpackungsprozess sind einige Werkzeuge und Materialien erforderlich: Inbusschlüssel, Pedalschlüssel, Drehmomentschlüssel sowie Schutzmaterial wie Schaumstoff, Luftpolsterfolie, Kabelbinder und Klebeband.
- Bei den meisten Radkoffern und immer bei Kartons muss der Lenker quer gestellt werden, um Platz zu sparen. Bei integrierten Cockpits kann dies jedoch oft suboptimal sein, da die Position des Lenkers nicht immer ideal bleibt und zusätzliche Anpassungen erforderlich sind. Beim EVOC Road Bike Bag Pro kannst du das Cockpit jedoch ganz ohne Verstellen direkt auf die Halterung schrauben. Die Pedale müssen bei jeder Airline abmontiert werden. Achte darauf, dass du die richtige Drehrichtung einhältst: Das linke Pedal wird im Uhrzeigersinn, das rechte gegen den Uhrzeigersinn gelöst. Der Sattel sollte ebenfalls nach unten verstellt oder entfernt werden, um die Höhe des Fahrrads zu reduzieren.
- Der Rahmen sollte mit Schaumstoff oder Rohrisolierungen umwickelt werden, um Kratzer und Stöße abzufangen. Laufräder werden entweder in separate Taschen gepackt oder mit Pappe zwischen den Speichen geschützt. Besonders wichtig ist es, bewegliche Teile wie die Gabel oder das Schaltwerk mit Kabelbindern oder Klettbändern zu sichern. Falls das Fahrrad über elektronische Komponenten oder einen integrierten Akku (z. B. bei Di2-Schaltungen oder SRAM) verfügt, sollte dieser unbedingt entnommen und im Handgepäck mitgeführt werden. Lithium-Ionen-Akkus dürfen aus Sicherheitsgründen meist nicht im aufgegebenen Gepäck transportiert werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, Bremsbackenspreizer in die hydraulischen Scheibenbremsen einzusetzen. Wenn die Laufräder ausgebaut sind, könnten die Bremshebel versehentlich betätigt werden, wodurch sich die Bremskolben zusammenziehen.
- Sobald das Fahrrad und alle Teile sicher verpackt sind, sollte geprüft werden, dass nichts lose im Koffer oder Karton liegt. Falls noch Platz ist, kann Kleidung als zusätzliche Polsterung genutzt werden. Der Transportkoffer oder die Bike-Bag sollte ordnungsgemäß verschlossen und mit “Fragile”-Aufklebern gekennzeichnet werden. Es empfiehlt sich, ein Foto des verpackten Fahrrads zu machen.
Ein zusätzlicher Tipp zur Sicherheit: Es ist sinnvoll, einen Apple AirTag oder Samsung SmartTag in den Fahrradkoffer zu legen. Diese kleinen Tracker ermöglichen es, den Standort des Fahrrads jederzeit über eine App zu überprüfen.
Gerade bei Flugreisen kommt es immer wieder vor, dass Gepäckstücke verspätet ankommen oder sogar falsch verladen werden. Mit einem AirTag oder SmartTag kann man schnell feststellen, ob das Rad am Zielflughafen angekommen ist oder sich noch an einem anderen Ort befindet.
Wer regelmäßig mit dem Fahrrad fliegt, kann bei radkoffer-mieten.de einen hochwertigen Hartschalenkoffers mieten. Diese bieten den besten Schutz und ermöglichen eine stressfreie Reise mit dem Bike.
Airline-Vorgaben beachten
Da jede Airline unterschiedliche Regelungen hat, ist es wichtig, dich rechtzeitig über die Mitnahmeregeln zu informieren.
- Damit du keine böse Überraschung erlebst, solltest du dein Fahrrad rechtzeitig bei der Airline anmelden. In den meisten Fällen musst du dies spätestens 48 Stunden vor dem Abflug tun. Du musst dein Fahrrad außerdem in einer speziellen Radkoffer oder einem stabilen Karton verpacken. Jede Fluggesellschaft hat hier eigene Anforderungen, aber in der Regel musst du dein Rad zerlegen - vorderes Rad abnehmen, Pedale abnehmen und das Schaltwerk sichern. Lufthansa: Akzeptiert reguläre Fahrräder (keine E-Bikes) als Sportgepäck. Die maximale Abmessung beträgt 280 cm (Höhe + Breite + Tiefe). Gebühren variieren je nach Strecke. Austrian Airlines: Erlaubt die Mitnahme von Fahrrädern mit maximalen Abmessungen von 280 cm (Höhe + Breite + Tiefe). KLM: Bietet den Fahrradtransport gegen eine Gebühr an, die auf der Flugstrecke basiert. Eine Anmeldung sollte so früh wie möglich erfolgen, spätestens jedoch 48 Stunden vor Abflug.
- Die Gebühren für den Fahrradtransport können je nach Airline und Flugstrecke stark variieren. Plane deshalb zusätzliche Kosten ein, die zwischen 50 € und 400 € pro Strecke liegen können. Bei manchen Airlines wird der Preis auch vom Gewicht deines Fahrrads oder der Größe des Koffers bestimmt.
- Frühzeitig informieren: Die frühzeitige Anmeldung deines Fahrrads hilft dir, Stress am Flughafen zu vermeiden. Verpackung beachten: Du musst sicherstellen, dass dein Fahrrad richtig verpackt ist. Achte darauf, dass alle empfindlichen Teile gut gesichert sind, insbesondere das Schaltwerk.
Fazit
Die Fahrradmitnahme im Flugzeug kostet natürlich eine ganze Stange Geld, aber dafür spart man eine Menge Zeit und es ist einfach viel relaxter als mit der Bahn. Je nachdem, wo es hingehen soll werden wir in jedem Fall wieder das Flugzeug nehmen, statt uns Stunde um Stunde mit der Bahn herumzuärgern.
Super fand ich es natürlich auch, dass ich mir die Nächte, in denen ich immer versucht hatte, noch zwei der begehrten Stellplätze zu ergattern diesmal schenken könnte.
Was ich aber definitiv anders machen werde beim nächsten Mal: Ich werde sehen, dass alle Reifen Autoventile haben, denn es ist quasi unmöglich mit einer kleinen Pumpe 4 Bar in die Reifen zu bekommen und Tankstellen oder Autovermietungen gibt es am Flughafen immer.
Einen Nachteil hat die Fliegerei mit dem Rad aber doch: Viele Flughäfen sind nur über autobahnähnliche Zubringer zu erreichen und so kann die An- und Abfahrt unter Umständen etwas heikel sein. Wir hatten Glück, denn in Italien kann man eigentlich ganz gut auf Schnellstraßen radeln und in Deutschland sind wir mit dem Auto an und abgereist.
Unter Umständen lohnt es sich also ein paar Stationen mit dem Zug zu fahren, sofern dies möglich ist.
Die Mitnahme deines Fahrrads auf einer Flugreise erfordert etwas Vorbereitung, aber mit den richtigen Maßnahmen kannst du sicherstellen, dass dein Rad sicher und ohne Probleme am Zielort ankommt.
Achte darauf, dein Fahrrad frühzeitig bei der Airline anzumelden und es gemäß den Verpackungsvorschriften sicher zu verpacken. Zusätzlich kannst du dein Fahrrad mit einem SmartTag oder Airtag ausstatten, um es während der Reise zu verfolgen und im Falle eines Verlusts schneller wiederzufinden.
Eine gute Planung und das Beachten der Airline-Vorgaben tragen dazu bei, dass dein Fahrrad unversehrt und pünktlich an deinem Zielort ankommt.
Der Transport des Fahrrads im Flugzeug ist immer mit Aufwand und der Gefahr der Beschädigung verbunden. Eine Anmeldung ist unerlässlich.
Wichtig: Es hängt vom Eincheck-Personal ab, wie streng oder lax die Vorschriften angewandt werden.
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