Fahrrad zu E-Bike umbauen: Kosten und Anleitung

Einleitung

Die E-Bike-Branche boomt, und immer mehr Menschen erkennen die Vorteile von Fahrrädern mit elektrischer Unterstützung. Mit steigender Modellvielfalt kommen auch immer mehr E-Bike-Nachrüstlösungen auf den Markt. Wer bereits ein gutes Fahrrad hat, kann mit einem E-Bike-Nachrüstsatz für wenige hundert Euro ein in die Jahre gekommenes Fahrrad mit Motor, Akku und Display upgraden.

Aber wie sieht es eigentlich mit dem DIY-Umbau des eigenen Drahtesels aus? Ist das überhaupt möglich? Und worauf sollten Sie achten? Im Prinzip: Ja.

Eignung des Fahrrads für den Umbau

Bevor Sie Ihr Fahrrad zum E-Bike umbauen, müssen Sie erstmal Ihr altes Rad genauer anschauen. Denn durch den Umbau bekommt es zusätzliches Gewicht, zudem wirken stärkere Kräfte auf das Zweirad.

  1. Je älter das Fahrrad, desto eher könnte eine Ermüdung des Materials auftreten. In der Regel heißt es, dass Fahrräder beim Umbau zum E-Bike nicht älter als fünf Jahre sein sollten.
  2. Stabilität spielt aber auch dann eine Rolle, wenn Ihr Fahrrad nicht älter als fünf Jahre ist. E-Bikes müssen nämlich robust sein.
  3. E-Bikes im klassischen Sinne erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h. Die hierzulande gängigen Pedelecs, bei denen der E-Motor als Unterstützung eingesetzt wird, schaffen immerhin noch bis zu 25 km/h mit elektrischer Hilfe.

Wenn Sie Ihr Fahrrad zum E-Bike umrüsten, erlischt die Herstellergarantie.

Komponenten und Umrüst-Sets

Bevor Sie Ihr Fahrrad zum E-Bike umbauen, müssen Sie sich im Fachhandel ein Umrüst-Set besorgen. Zunächst müssen Sie sich fragen, wie viel elektrifizierten Extra-Schub Sie benötigen. Mit einem Motor bis 25 km/h rüsten Sie Ihr Rad zum Pedelec um - dafür benötigen Sie keine Betriebserlaubnis, sondern können einfach drauflos basteln.

Motorvarianten

Es gibt drei Möglichkeiten, wie der E-Antrieb befestigt werden kann: integriert in die Radnabe des Vorder- bzw. des Hinterrads (Nabenmotor) oder am Tretlager (Mittelmotor).

  • Frontmotoren sitzen am Vorderrad und verrichten ihre Arbeit sowohl mit Ketten- als auch mit Nabenschaltung.
  • Mittelmotoren sitzen am Tretlager des umgebauten E-Bikes. Damit verhelfen sie den Fahrrädern zu einem idealen Schwerpunkt.
  • Heckmotoren sitzen an der Nabe des Hinterrads. Auf ihn greifen die meisten Anbieter von E-Bike-Nachrüstlösungen zurück.

Unverzichtbar ist ein Tretsensor, der die Geschwindigkeit misst, mit der Sie in die Pedale treten. Dadurch berechnet die Steuerung den Grad der benötigten Unterstützung durch den Motor. Dazu kommt noch der Controller. Im Bediengerät laufen die Daten der verschiedenen Sensoren zusammen, über das Display wird der Antrieb ein- und ausgeschaltet.

Akku und Energiespeicher

Der Energiespeicher des E-Bikes ist ebenfalls in mehreren Größen erhältlich. Wenn Sie nur kurze Touren, also zum Beispiel kurze Strecken durch die Stadt, fahren wollen, greifen Sie am besten zum kleinen (und preisgünstigen) Modell. Wie viel Kapazität der Stromspeicher mitbringen muss, ist abhängig davon, wie das Bike später eingesetzt wird. Je nach Fahrmodus und Streckenbeschaffenheit reichen 350 Wh für rund 100 Kilometer Reichweite.

Befestigt wird der Akku normalerweise am Rahmen, wegen der Gewichtsverteilung in der Regel am Unterrohr des Fahrradgestells. Bei einem tiefen Einstieg ist das aber nicht möglich, da es das Auf- und Abstieg behindern würde. In diesem Fall können Sie den Akku mit einer Halterung an der Sattelstütze befestigen.

Montage und Umbau

Im Prinzip kann jede*r ihr*sein Rad zum E-Bike umrüsten, der*die schon einmal einen Reifen gewechselt hat. Die Umrüst-Sets werden mit detaillierten Anleitungen geliefert, häufig stellen die Hersteller auch Video-Tutorials bereit. Im Schnitt rechnet man mit sechs bis acht Stunden Arbeitszeit. Einige Hersteller bieten ihre Sets nur über den Fachhandel an, der dann auch den Umbau übernimmt. Gute Fahrradmechaniker*innen benötigen ebenfalls rund einen Arbeitstag. Dafür werden aber zusätzliche Kosten fällig.

Kosten für den Umbau

Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Bastler*innen, die Freude am Schrauben haben und ihrem Fahrrad neues Leben einhauchen wollen, werden die Frage bejahen. Zumal Sie bei der Auswahl der Einzelteile sehr flexibel sind. Die Preise für qualitativ gute E-Bike-Nachrüstsets liegen zwischen 700 und 2.000 Euro.

Beispiele für Nachrüstsets

  • Pendix eDrive 300: Mittelmotor mit 65 Nm Drehmoment, 300 Wh Akku für 1.550 Euro.
  • Senglar: Hecknabenmotor mit 418 Wh Akku für 869 Euro oder 489 Wh Akku für 949 Euro.
  • Elfei Umbausatz 250W: Vorderradmotor für 412 Euro (ohne Display, Tretsensor und Akku).

Rechtliche Aspekte

Für umgebaute E-Bikes gelten dieselben Regeln wie für originäre: die Leistung des Elektromotor ist auf 250 Watt begrenzt und die elektrische Unterstützung darf nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h erfolgen.

  • Pedelecs: Motorunterstützung bis 25 km/h, keine Betriebserlaubnis notwendig.
  • S-Pedelecs: Motorunterstützung bis 45 km/h, benötigen Betriebserlaubnis und Versicherungskennzeichen.

Vor- und Nachteile des E-Bike-Umbaus

Die Umrüstung eines Fahrrads zu einem E-Bike bietet sowohl Vorteile als auch Nachteile, die es abzuwägen gilt.

Vorteile

  • Kostenersparnis: Der Preis für einen Umbausatz liegt deutlich unter dem eines neuen E-Bikes.
  • Flexibilität: Du kannst dein Fahrrad bei Bedarf wieder in den Originalzustand zurückversetzen.
  • Individualität: Dein Fahrrad bleibt einzigartig, und du kannst Komponenten nach Belieben austauschen oder upgraden.
  • Nachhaltigkeit: Durch die Nachrüstung eines bestehenden Fahrrads trägst du zur Nachhaltigkeit bei.
  • Wartungsfreundlichkeit: Offene Standards ermöglichen dir, Reparaturen selbst durchzuführen und Ersatzteile von verschiedenen Herstellern zu beziehen.

Nachteile

  • Komplexität der Installation: Der Umbau kann je nach technischem Know-how und handwerklichen Fähigkeiten eine Herausforderung darstellen und spezielles Werkzeug erfordern.
  • Garantieverlust: Die Garantie des Originalherstellers kann erlöschen, wenn du einen Nachrüstsatz installierst.
  • Gewichtsverteilung: Ein unsachgemäß installierter Motor oder Akku kann das Fahrverhalten des Fahrrads negativ beeinflussen und die Handhabung und Stabilität beeinträchtigen.
  • Kompatibilitätsprobleme: Exotische Rahmenformen, spezielle Schaltungssysteme oder ungewöhnliche Bremsen können die Installation erschweren und zu Kompatibilitätsproblemen führen.
  • Rechtliche Aspekte: In vielen Ländern darf ein E-Bike, dessen Motorunterstützung 25 km/h überschreitet, nicht mehr als Fahrrad gelten und erfordert eine Zulassung sowie eine Versicherung.

Alternativen und Fazit

Darüber hinaus sollten Sie nicht vergessen, dass viele Fahrräder nicht zum Umbau geeignet sind. Der ADFC weist darauf hin, dass viele Räder den zusätzlichen Belastungen durch den E-Antrieb auf Dauer gar nicht gewachsen seien. In diesem Fall sind Sie auf der sicheren Seite, wenn Sie sich ein neues E-Bike kaufen.

Ob sich ein Umbau lohnt, hängt von den individuellen Umständen ab. Wenn Sie ein gut erhaltenes Fahrrad besitzen und Freude am Schrauben haben, kann der Umbau eine kostengünstige Alternative zum Neukauf sein. Andernfalls kann ein neues E-Bike die bessere Wahl sein.

Mit einem zweiten, separat erhältlichen Akku bist Du jederzeit bereit für längere Strecken.

Bergauf mit Unterstützung des Motors oder mit reiner Muskelkraft - mit dem Pendix eDrive entscheidest Du, wann Dein Fahrrad zum eBike wird.

Pendix erleichtert Deinen Alltag - und Du wirst die Fahrten lieben.

Die Reichweiten sind stark abhängig von Deinem Gepäck, Deinem Fahrradtyp, dem Streckenverlauf, um nur einige Faktoren zu nennen.

Werte Dein Lieblingsfahrrad in Windeseile auf oder statte Dein neues Wunschbike mit zusätzlicher ePower aus.

Wir empfehlen, den Anbau des Pendix eDrive durch einen autorisierten Fachhändler durchführen zu lassen.

Der Händler überprüft gleichzeitig den Zustand Deines Fahrrads und dessen Kompatibilität mit dem Antrieb.

Somit ist Dir eine gute Beratung und eine sichere Fahrt garantiert.

Wenn Du den Anbau dennoch selbst durchführen möchtest, kannst Du den Pendix eDrive in unserem Onlineshop erwerben.

Sprich den Fachhändler Deines Vertrauens auf den Pendix eDrive an.

Auch Dein Händler kann den Pendix eDrive bei Pendix bestellen und in Dein Fahrrad einbauen.

Damit Du nicht Dich und andere Verkehrsteilnehmer gefährdest, solltest Du den Pendix eDrive nur an einem verkehrstauglichen und technisch einwandfreien Fahrrad montieren.

Dazu kann es notwendig sein, z.B. Verschleißteile zu ersetzen (Bremsbeläge, Kette, usw.), defekte Komponenten auszutauschen oder zusätzliche Komponenten anzubringen (z.B. Beleuchtung).

Zum Anbau selbst kann es je nach Kompatibilität der bereits am Fahrrad vorhandenen Komponenten nötig sein, z.B. neue Kettenblätter für die Pendix Kurbel (4x104mm, 4x64mm), einen zusätzlichen Schellenhalter zur Anbringung des Akkuhalters oder einen neuen Hinterradständer zu erwerben.

Dank geringem Energieverbrauch und Verschleiß sind die laufenden Kosten sehr niedrig.

Über die Pendix Händlersuche kannst Du einen Fachhändler in Deiner Nähe auswählen und direkt eine Probefahrt anfragen.

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Wir informieren regelmäßig auf unseren Social Media Kanäle über aktuelle Ereignisse, posten Bilder zu umgebauten Fahrrädern und geben Tipps.

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