Hitze, Schweiß, Erschöpfung - und kühlender Fahrtwind. Dies gehört zum Rennradfahren im Sommer dazu. Gerade bei der Bekleidung gilt: weniger ist oft mehr. Bei hohen Temperaturen braucht man nicht viel: Rad, Schuhe, Socken, Helm, Brille, Trikot, Hose.
Radtrikots und -hosen für den Sommer
Leichtgewicht, Atmungsaktivität, wenig Stoff für eine gute Belüftung - unter anderem darauf achteten wir in unserem großen Test von insgesamt 66 Rad-Trikots und Hosen für Männer und Frauen. Bei vielen Kurzarmmodellen ist das Material sehr dünn und teilweise sehr großporig. Oft sind die Abschlüsse an den Ärmeln nicht vernäht. Die Schnitte fallen oftmals enganliegend aus, während die Dehnbarkeit der Stoffe hoch ist. Unterschiedliche Gewebearten werden strategisch kombiniert.
Glatte feine Stoffe an der Vorderseite und an den Ärmeln sollen teilweise auch der Aerodynamik dienen und einen Luftstrom mit möglichst wenigen Verwirbelungen ermöglichen. Am Rücken werden häufig Stoffe mit einer raueren Struktur verarbeitet. Dies dient vor allem dem Schweißtransport. Hersteller wie etwa Ekoi und De Marchi bieten zudem Bekleidung mit einem Graphen-Anteil in den Fasern. Graphen soll die Wärme noch besser ableiten können.
Auffällig ist: Das wohl einfachste Mittel für ein besonders „luftiges“ Trikotdesign ist die Gestaltung des Kragens. Viele der Testprodukte verfügen über ein nahezu kragenloses Design. Manche dieser Modelle sind zudem besonders enganliegend und aerodynamisch optimiert geschnitten. Zugunsten einer möglichst faltenfreien und körpernahen Race-Passform sind sie vorne am Bauch klar kürzer gehalten als an der Rückenpartie. Oft können etwas muskulösere Fahrertypen deshalb eine größere Größe als üblich wählen.
Besonderheiten bei Radhosen
Um die Robustheit und die Passform nicht zu sehr zu beeinträchtigen, sparen viele Hersteller bei ihren „Sommer-Radhosen“ nur wenig Material ein. Sportful beispielsweise belässt den dickeren, robusteren Stoff an der Innenseite und verarbeitet nur an der Außenseite ein sehr dünnes netzähnliches Gewebe. Assos verzichtet ganz auf einen Rückeneinsatz zwischen den Trägern und spart bei seinem Top-Modell zudem viele Nähte ein.
Entscheidend ist, wie immer bei Radhosen, dass der Stoff das Sitzpolster eng am Körper und ohne Verrutschen stabilisieren kann. Perforierte Sitzpolster können die Belüftung dabei in der Regel insgesamt deutlich verbessern. Die Sitzpolster, die in Damen-Modell-Radhosen verarbeitetet werden, sind in der Regel speziell der weiblichen Anatomie angepasst. Bei manchen Modellen sind sie etwas dicker gehalten, gerade im Bereich der Sitzknochen.
Anders als bei Männer- werden viele Frauen-Radhosen auch als Modelle ohne Träger angeboten. Hinsichtlich des Dauer-Tragekomforts liegen jedoch in den meisten Fällen Träger-Modelle vorne. Einen speziellen Weg hinsichtlich der Sitzpolster schlagen hier die Ergonomie- und Sattelspezialisten von SQ-Lab ein. Ihre Ingenieure haben ein Polster entwickelt, das in der Premium-Version gerade einmal vier Millimeter dünn ist. Das Sitzgefühl: hart.
Das Gefühl nach mehreren Fahrstunden auf dem Rennrad: Das Konzept funktioniert. SQLab hat es geschafft, dass dieses harte Pad genauso gut „atmet“ wie ein klassisches. Der Grund für die klassische Herstellungsweise ist unter anderem, dass Hose und Körper an dieser Stelle nicht übermäßig erhitzen sollen. In diesem Testfeld verwende die Gonso-Damen-Bibshorts dieses Chamois - wenn auch in der günstigeren sechs bis acht Millimeter dicken Variante. Unsere Testerinnen überzeugte dieses Konzept.
Wie auch bei den Tests der vergangenen Jahre kategorisieren wir die Sets in verschiedenen Preis-Levels. Diese müssen wir aufgrund der Preissteigerungen immer wieder anheben. Am stärksten spürbar ist dies in der günstigsten Preisgruppe. Hier sind oft Preisaufschläge von zehn oder gar 20 Euro pro Trikot beziehungsweise Hose festzustellen.
Die ausführlichen Testberichte der kurzen Trikots und Hosen lesen Sie in der RennRad 7/2023. Das ganze Jahr über sind unsere Testredakteure mit dem Rad unterwegs - und dabei will man natürlich gut angezogen sein!
Weitere getestete Fahrradbekleidung
Wir testen daher immer auch neue Kollektionen und spannende Bestseller aus der Kategorie Fahrradkleidung. Mit dabei sind eine Bike-Jacke von Löffler, ein Schlauchtuch von P.A.C, eine Regenjacke von Halti, Regenhandschuhe von Chiba, Kurzfingerhandschuhe von Roeckl, ein Hoodie von Arctilect plus Bikepackingbekleidung von Jack Wolfskin.
Löffler Gran Fondo Hybridjacke
Löffler hat eine Hybridjacke für die Übergangszeit von Herbst auf Winter entwickelt, die Radfahrer auch bei kaltem Gegenwind zuverlässig warm hält. Die Anforderungen an Softshelljacken sind klar formuliert: der Mix aus Wärmeisolierung und effektiver Luftzirkulation muss stimmen. Löffler gelingt dieser dank dreilagigem Softshell Transtex, aus dem Vorderseite, Ärmel und Kragen bestehen. Das Material ist leicht und elastisch - und liegt außerdem sanft auf der Haut auf, ohne zu kratzen.
Dass die Gran Fondo winddicht ist, wird durch enge Silikongummiabschlüsse an Armen, Hals und Hüfte gewährleistet. Weiter mischt Löffler an Rücken und Arminnenseite den elastischen Single-Layer Stoff Race Elastic Warm mit ein. Gut gelöst: Dort wo geringe Winde einwirken, kann Wärme abgeführt werden, was eine Schweißbildung auch bei größerer Anstrengung wirksam verhindert. Begünstigt wird das gute Klimamanagement zudem durch den Einsatz einer PES Membrane.
Ihr Effekt: Je größer der Unterschied von Innen- und Außentemperatur, desto besser die Atmungsaktivität. Für zusätzliche Belüftung können seitliche Ventilationszips geöffnet werden. Zuverlässiges Wasserabweisen verdankt man der PFC-freien Imprägnierung. Fazit: Hochwertige Hybridjacke, die allen Anforderungen gerecht wird.
P.A.C. Schlauchtuch und Stirnband
P. A. C. ist ein familiengeführtes mittelständisches Unternehmen aus Schweinfurt. Seit 2012 produziert das Team am Stammsitz hochwertige Head- und Neckwear sowie Funktionssocken. Wir haben das Schlauchtuch in Dunkelgrau und das Stirnband in hellem Grau getestet. Es ist außerdem eine Mütze erhältlich, die ebenso wie das Stirnband gut unter dem Fahrradhelm getragen werden kann. Alle drei Teile gibt es in weiteren, auch bunten Farben.
Innen verwendet P. A. C. weiches, feines Fleece, das sich sehr angenehm auf der Haut anfühlt. Der Außenstoff ist glatter und insbesondere beim Schlauchtuch etwas fester, ohne dick aufzutragen. So eignen sich Stirnband und Schlauchtuch sehr gut für Aktive, die zwar Schutz gegen Kälte suchen, aber nicht zu ganz dicken und dadurch oft schwitzigen Schals und Mützen greifen wollen.
Der Clou ist das Gitter aus hochreflektierenden feinen Streifen. Nur wenn das Licht frontal, also etwa von einem sich direkt auf den Träger zubewegenden Auto auf den Stoff trifft, reflektiert er es komplett. Dann ist der Träger eigentlich kaum zu übersehen, so hell strahlen Schlauchtuch und Stirnband zurück. Fazit: Stirnband und Schlauchtuch tragen sich sehr angenehm und leicht. Beide wärmen zuverlässig, ohne zu schwitzig zu werden, eignen sich daher vor allem für aktive Menschen.
Halti Regenjacke
Halti ist ein Hersteller hochwertiger Outdoor-Bekleidung aus der finnischen Hauptstadt Helsinki. Der erste Eindruck: Sitzt, passt, wackelt und hat Luft. Im Ernst: Die Jacke ist recht weit geschnitten, das ist unterwegs in Bewegung sehr angenehm. Insgesamt ist das DrymaxX-Material, das zu 50 Prozent aus recyceltem Polyester besteht, angenehm. Obwohl der Stoff dreilagig ist, fühlt er sich weich und dünn an.
Er besteht aus dem wind- und wasserabweisenden Außenstoff, der DrymaxX-Membran und einem weichen Innenfutter. An den Schultern hat die Halti-Jacke raue, reflektierende Applikationen, die das Abrutschen eines Rucksacks verhindern. Um die gesamte Jacke ziehen sich weitere reflektierende Drucke. In der getesteten neongelben Variante sind sie weniger wichtig für die Sichtbarkeit des Trägers als bei den weiteren Farbvarianten rot und schwarz. Nähte und Reißverschlüsse sind mehrfach verschweißt, unter den Armen gibt es Ventilationsöffnungen, die sich nicht verschließen lassen, bei normalem Regen aber auch keine Feuchtigkeit durchlassen.
Es gibt eine Hüfttasche und eine Brusttasche, beide lassen sich verschließen. Die Kapuze lässt sich über den Fahrradhelm ziehen und fixieren. Sie kann zudem abgeknöpft werden. Fazit: Die hochwertig anmutende Regenjacke mit 20.500 mm Wassersäule trägt sich angenehm leicht und luftig. Regen hält sie sehr souverän weg vom Körper.
Chiba Rain Shield Superlight-Überziehhandschuhe
Die Rain Shield Superlight-Überziehhandschuhe sind ultrakompakt, wiegen fast nichts, passen in jede Hosentasche, sind wind- und wasserabweisend und schützen Handschuhe und Hände zuverlässig vor Regenwasser. Die Überzieher sind wie Hummerscheren geformt, Zeige- und Mittelfinger sowie Ring- und kleiner Finger stecken zusammen. Nur der Daumen hat seinen eigenen Platz. So können Zweifinger-Bremsgriffe problemlos gegriffen werden.
Den Halt am Lenker unterstützt eine gummierte Innenhand. Der Gummibund am Abschluss hält Wasser auch am Handgelenk zurück. Die Überziehhandschuhe werden nicht alleine getragen, sondern immer über ein weiteres Paar Handschuhe gezogen. So schützen sie die wärmenden Handschuhe und die Hände selbst vor Nässe. Fazit: Kurz und knapp: Die Überziehhandschuhe leisten, was sie versprechen.
Roeckl Ibarra Kurzfingerhandschuhe
Der Lederhandschuh-Spezialist Roeckl bietet auch Radfahrern hochwertige und komfortorientierte Handschuhe. So kommt an der Oberhand ein angenehm stretchiges sowie atmungsaktives Gewebe aus Econyl zum Einsatz, dass zu 100 Prozent aus recyceltem Garn von Nylonabfällen besteht. Die belüftungsfördernden und reflektierenden Einsätze aus luftig-leichtem Micro Mesh Eco setzen sich aus 82 % recyceltem Polyamid sowie 18 % recyceltem Elasthan zusammen.
Für den Tragekomfort entscheidend: die Struktur der Innenhand. Hier setzen die Münchener auf das weich-geschmeidige Material Eco.Sense Suede, das es in puncto Tragefühl und Griffigkeit durchaus mit Wildleder aufnehmen kann - und zu 60 % aus recyceltem und 40 % aus herkömmlichem Polyester besteht. Die drei aus BIOcore (zu 45 % aus pflanzlichbasierten Materialen) bestehenden Polster-Elemente sind großzügig dimensioniert und decken die Auflageflächen, allen voran den Handballen, optimal ab. Der Dämpfungskomfort überzeugt bei ruppigeren Geländefahrten mit Gravelbikes auf ganzer Linie. Top auch: der Neoprenbund mit Innenhandriegel, mit dem sich der Ibarra bequem am Handgelenk fixieren und mit einem Pull-Off-System einfach ausziehen lässt.
Artilect Eldorado 310 Merino Hoodie
Artilect aus dem Outdoor-Mekka Bolder in Colorado ist eigentlich ein Hersteller für Winter- und Bergsportbekleidung. Viele Stücke der Amerikaner sind aber auch prima fürs Fahrrad fahren geeignet. Die Kapuzenjacke aus 85 Prozent Merinowolle und 15 Prozent Nylon ist erstaunlich leicht (625 Gramm in Größe XL) und dünn. Gerade jetzt im Herbst, aber auch im Frühling, also den typischen Übergangszeiten, ist der Hoodie Gold wert.
Denn unter einer Shelljacke getragen isoliert er als Midlayer auch an kalten Morgenden sehr gut, lässt sich später dann auch als Oberbekleidung tragen. Dann hält er weiterhin warm, ist Dank seines Schnitts und des Merino-Anteils luftig und nicht schwitzig. Die Nähte sind am gesamten Hoodie flach, stören somit nicht, wenn die Jacke als Isolationsschicht getragen wird. Dank dessen kann die Kapuze sogar sehr angenehm unter dem Fahrradhelm getragen werden. Die Ärmel sind leicht länger als „normal“, haben Daumenlöcher.
Damit bleiben die Handgelenke warm, rutschen die Ärmel nicht nach oben. Links und rechts hat der Hoodie große Taschen, eine etwas kleinere auf der linken Brust; alle drei sind per Reißverschluss verschließbar. Fazit: Der Artilect Eldorado 310 Merino Hoodie ist ein tolles Kleidungsstück für die Übergangszeit.
Jack Wolfskin Morobbia Alpha Linie
Bei Outdoorprodukten ist Jack Wolfskin seit 40 Jahren eine große Nummer. Jetzt bringen die Idsteiner auch Bikepacking-Bekleidung auf den Markt. Dabei setzen die Wölfe bei den Morobbia-Teilen einen interessanten Materialmix ein: Pertex Quantum Air ist leicht, wasserdicht sowie extrem atmungsaktiv. Es bedeckt den Großteil der Jackenoberfläche sowie die Hosenfront. Texashield Core Stretch ist ein leichtes, robustes und stark wasserabweisendes Strechgewebe.
Um die bestmögliche Bewegungsfreiheit zu garantieren, wird es bei der Jacke auf der unteren Armseite, der Jackenflanke sowie im Bereich der Wirbelsäule, bei der Hose im rückseitigen Bereich eingesetzt. Die Polartec Alpha-Isolierung ist leicht, atmungsaktiv, nimmt nur wenig Feuchtigkeit auf und wärmt selbst bei Nässe noch ausreichend. Sie findet sich im Bereich der Brust, Schultern, der Oberarme sowie am Rücken.
Vorgeformte Ellbogen- und Kniebereiche sorgen mit den großen Stretcheinsätzen für eine angenehme Passform in Radposition. Und während je ein kleiner, elastischer Bund an Ärmeln und Hosenbeinen nicht ganz perfekt abschließt, sitzt der elastische, breite Hosenbund perfekt. In der jetzigen Herbstphase funktioniert der Materialmix hervorragend. Jacke und Hose wärmen an den richtigen Stellen, nehmen so gut wie keine Feuchtigkeit auf und wirken dadurch nie schwitzig.
Durch das geringe Gewicht sind sie zudem fast nicht spürbar. Das Gewicht bei Größe XL fällt bei Jacke (265 g) und Hose (251 g) sehr gering aus. Durch das kompakte Packmaß lassen sich beide zudem platzsparend in der Packtasche verstauen. Im Detail finden sich dann an der Jacke noch drei große, tiefe Rücken- und eine Brusttasche. Die Hose besitzt zwei Hüfttaschen. An beiden Produkten finden sich zudem zahlreiche Reflexelemente, die die Sicherheit bei schlechten Lichtverhältnissen verbessern. In je fünf Größen ist die Hose in Schwarz, die Jacke in drei Farben erhältlich. Fazit: Mit der Morobbia Alpha Linie bringt Jack Wolfskin ein interessantes Bekleidungsset für Pendler, Bikepacker und sportive Radfahrer auf den Markt.
Fizik Terra Ergolace GTX Schuhe
Schuhe werden im Alltag auf eine große Probe gestellt: Sie müssen auf und neben dem Rad gut funktionieren, sollten ein gewisses Maß an Wetterschutz bieten und an Ende auch noch gut aussehen. Mit 23 Größen von 36 bis 48 bietet der eher schmal geschnittene Terra eine riesige Auswahl. Der Einstieg gelingt dank Fersenschlaufe und weit nach vorn gezogener Zunge hervorragend. Die Schnürsenkel laufen leicht, so lässt sich der Schuh perfekt anpassen. Dank des durchdachten Schnitts und der asymmetrischen Schnürung trägt sich der Schuh sehr angenehm. Druckstellen? Fehlanzeige! Die Vibramsohle rollt gut ab, dämpft dank straffem EVA-Einsatz effektiv und kann mit ihrem offenen Blockprofil und der gripstarken Gummimischung auf dem Pedal wie auch auf verschiedenen Untergründen überzeugen. Dank GoreTex-Membran bleiben die Füße trocken, das Klima angenehm. In Größe 46 wiegt das Paar 902 Gramm. Fazit: Der Fizik Terra Ergolace GTX überzeugt bei Passform, Funktion und Verarbeitung. Er ist voll alltagstauglich, seine Optik edel.
Lidl und Tchibo Produkte im Test
Voll überzeugen konnte das Akku-LED-Licht-Set mit Scheinwerfer und Rücklicht von Lidl. Das Set ist solide verarbeitet, funktioniert ebenso gut wie die Konkurrenzprodukte von Sigma oder Catlike und ist vor allem preislich attraktiv. Dahinter, auf Platz zwei, rangiert die Crivit-Minipumpe inklusive versenkbarem Pump-Schlauch und Halter für die Rahmenmontage. Wer ein flauschiges Langarmtrikot für kühle Sommerabende sucht, wird fündig bei Tchibo. Der Kaffeeröster hat für Frauen und Männer ein passendes Oberteil aus recycelten PET-Flaschen mit guter Ausstattung und passendem Schnitt in seinem Sortiment und kann bei unserem Test insgesamt den dritten Platz belegen.
Top 3 Produkte von Lidl und Tchibo
- Platz 1: CRIVIT Fahrradleuchten-Set Das Set überzeugt vor allem mit seiner Brenndauer und sicherte sich somit Platz 1 im Ranking. Das spritzwasserdichte Fahrradleuchten-Set hat rundum überzeugt und sich als sehr praxistauglich herausgestellt.
- Platz 2: CRIVIT Fahrrad Mini-Luftpumpe Auch die Mini-Luftpumpe überzeugt und kann aufgrund ihrer Eigenschaften mit teureren Marken mithalten.
- Platz 3: Thermo-Radtrikot Das Langarm-Trikot schneidet von allen Tchibo Produkten am besten ab und ist im Preis-Leistungsverhältnis gut positioniert.
Weitere Produkte im Mittelfeld
Im Mittelfeld platzieren sich insgesamt fünf Produkte, die, mit leichten Handicaps, auch Rennradfreunden Freude machen können. Darunter sind eine Standpumpe, drei Rennradbrillen und ein Werkzeugkoffer von Lidl, sowie ein Trikot und ein Pannen-Set von Tchibo.
- Platz 4: Standluftpumpe mit Manometer von der Lidl-Marke Crivit
Die Standpumpe hat ein gut ablesbaren Manometer. Bei der Standpumpe von Lidl hat uns gefallen, dass der Pumpenkopf gut auf dem Ventil schließt, der Schlauch mit einer Länge von 115 Zentimeter schön lang ist und das große Analogdisplay vom Manometer dank schwarzer Ziffern auf weißem Zifferblatt sehr gut ablesbar ist. - Platz 5: Crivit Sportbrillen mit Wechselscheiben
Die Sportbrillen von Lidl gibt es in drei unterschiedlichen Varianten. Das Design der Discounter-Brillen erinnert an die Formensprache bekannter Brillenmarken von vor etwa zehn bis zwanzig Jahren. - Platz 7: Crivit Werkzeugkoffer
Lidl’s Werkzeugkoffer ist 20-teilig. Für unseren Geschmack ist der Crivit-Werkzeugkoffer für Reparaturen und Wartungsarbeiten an modernen Rennern nicht optimal sortiert. - Platz 8: Tchibo Fahrradreparatur-Set
Das Tchibo Repairkit beinhaltet 16 Flicken in zwei Größen und drei Reifenheber. Beim Reparatur-Set von Tchibo handelt es sich um ein klassisches Pannenset zum Reifenflicken.
Nicht empfehlenswerte Produkte
Vier der insgesamt ein Dutzend Produkte von Lidl und Tchibo können wir nach unserem Praxischeck nicht empfehlen. Dazu gehören von Tchibo die Damen-Radhose und ein Multi-Tool, sowie ein weiteres Mini-Tool von Lidl und der GPS-Radcomputer Teasi inklusive Tahuna-App, die wir weder auf zwei iPhones noch auf zwei Android-Smartphone installieren und zum Laufen bringen konnten.
- Platz 9: Fahrrad-Trägerhose von Tchibo
Die Tchibo-Hose schwächelt bei der Spannkraft vom Hosenstoff. - Platz 10: Crivit Fahrrad-Minitool
Das Crivit-Minitool hat 16 Funktionen. Unsere Hauptkritik bezieht sich auf Verarbeitung und Funktion vom Lidl-Minitool. - Platz 11: Tchibo Fahrrad-Multifunktionswerkzeug
Das Multitool von Tchibo taugt eher als Schmuck, denn als Werkzeug. - Platz 12: Teasi Fahrradcomputer inklusive Tahuna-App von Lidl
Der Teasi-Computer blieb in unserem Test leider ohne Funktion. Das TEASI Gerät landet vor allem aufgrund seiner App auf dem letzten Platz.
Die Basics: Welche Fahrradbekleidung brauche ich?
Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Denn natürlich hängt die Wahl deiner Klamotten vor allem davon ab, was du auf dem Rad vorhast. Auf der MTB-Piste ist andere Bekleidung erforderlich als beim sportlichen Fahren auf der Straße. Und wer regelmäßig zur Arbeit pendeln will, hat wieder andere Bedürfnisse. Eine Handvoll Basics lassen sich aber definieren. So sollten ein Wind- bzw. Regenschutz und eine gepolsterte Radhose nicht fehlen. Das sind unsere Tipps dazu.
Gegen Wind und Regen: Jacken für Radfahrer im Test
Bei Radjacken ist das Rückenteil meist über das Gesäß hin verlängert und die Ärmel bedecken die Handrücken, sodass der Fahrtwind den Oberkörper nicht auskühlt. Durch den Fahrtwind kühlt man beim Radfahren schneller aus als beim Gehen. Und in einen Regenschauer kann man immer kommen. Deshalb sind Wind- und Regenjacken unverzichtbar im Kleidungssortiment eines jeden Radfahrers. Hier geht’s zum aktuellsten Test.
3 Top-Tipps für den Kauf von Fahrradjacken
- Atmungsaktivität: Achte bei der Auswahl einer Fahrradjacke nicht nur auf den Regen- und Windschutz, sondern auch auf die Atmungsaktivität. Sonst bist du zwar vor äußeren Einflüssen geschützt, hast aber trotzdem einen nassen Oberkörper vor Schweiß.
- Packmaß: Da ein Windschutz und ggf. ein Regenschutz bei jeder Tour mit am Start ist, ist ein kleines Packmaß Gold wert. So passt der Windbreaker unter Umständen sogar in die Trikottasche.
- Sichtbarkeit: Auffällige Farben und reflektierende Elemente an der Jacke sind ein großes Plus für mehr Sicherheit auf dem Rad.
Gut gepolstert: Radlerhosen für Rennrad und Mountainbike im Test
Fahrradhosen sind beim Radsport das Verbindungsstück zwischen Sattel und Fahrer. Die Hose sollte auf keinen Fall scheuern oder drücken. Das führt im schlimmsten Fall zu unangenehmen Abdrücken und schmerzenden Körperstellen. Die meisten Radhosen besitzen ein Sitzpolster, das Beschwerden und Druckstellen während der Radtour vermeiden soll. Doch es gibt Unterschiede bei der Qualität und dem Einsatzzweck. Wir sagen dir, worauf du beim Kauf achten solltest. Wer lieber direkt Produkte sieht, findet hier aktuelle Radhosen für Männer und Frauen im Test.
Träger oder nicht:
Radlerhosen gibt es mit Trägern (Bib-Shorts) oder ohne. Träger haben den Vorteil, dass die Hose einen besseren Halt hat, hinten nicht runterrutschen kann und nicht am Bauch einschneidet. Nachteile: Teurer und aufwändig auszuziehen (Toilettenpause).
Drunter immer ohne:
Eine Radhose trägt man direkt auf der Haut. Denn die Hosenpolster sind so konzipiert, dass sie Druck und Reibung minimieren. Eine zusätzliche Lage - in dem Fall eine Unterhose - hat Nähte, was die Reibung im empfindlichen Sitzbereich erhöht.
Nicht überdehnen:
Die Hose sollte eng anliegen, aber keineswegs zu klein ausfallen: ständige Überbeanspruchung der Dehnfähigkeit schadet auf Dauer Material und Nähten.
Nützliches Zubehör: Handschuhe, Armlinge und Beinlinge für Radfahrer
Fahrradhandschuhe schützen deine Hände vor Erschütterungen und bieten zusätzlichen Grip am Lenker. Im Winter verhindern sie das Auskühlen der Finger. Je nach Jahreszeit und Art der Ausfahrt kann man als Radfahrer noch weitere Bekleidungsstücke gut gebrauchen:
- Handschuhe: Die schützen vor allem vor Blasen an den Händen und sind auf längeren Touren unverzichtbar. Im Winter wärmen sie.
- Armlinge und Beinlinge: Die dünnen Sleeves, die man sich bei Bedarf über Arme und Unterschenkel zieht, sorgen für zusätzliche Wärme - sind aber deutlich leichter als eine Extra-Hose oder -Jacke.
- Winterequipment: Nützlich sind etwa Radmützen, die unter dem Helm getragen werden können, und Überschuhe, die die Füßchen warm halten.
Testsieger im Überblick
Hier eine Zusammenfassung der Testsieger in verschiedenen Kategorien:
- Helmmütze: Velocio Zero Cycling Cap
- Handschuhe: Sportful WS Essential 2 Glove
- Helme: Scott Arx Plus
- Marathon-Hosen: Assos (für Frauen und Männer)
- Windjacken: Castelli Aria Shell (für Männer und Frauen)
- Merino-Trikots: Café du Cycliste (Frauen), De Marchi & Velocio (Männer)
- Akku-Licht: Sigma Aura 100 Blaze Link Set (Preis-Leistung), Lupine SL Nano AF C14 Mag (StVZO-Licht)
- Winterschuhe: Northwave Celsius XC Arctic GTX
- Winterhandschuhe: Roeckl Sports Rosegg GTX
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