Fahrräder mit Alfine 11 im Test: Ein umfassender Überblick

Nach Jahrzehnten auf Fahrrädern mit Kette habe ich mir endlich ein Trekkingbike für den Alltag mit Riemenantrieb zugelegt. Seit gut einem halben Jahr fahre ich Riemen. Schon lange nervt mich die Ölmatsche an der Kette, die sich aus Schmiermittel in Kombination mit dem Staub der Waldwege ergibt. Ja, ich weiß, eine Kette kann und sollte man reinigen - aber nach neun Stunden im Büro sehne ich mich nach anderem, als nach schwarzen Fingern und einem versauten Garagenboden.

Jetzt habe ich die ersten 2.000 km auf meinem Breezer Beltway 11+ hinter mir.

Design und erster Eindruck

Ein Fahrrad für den Alltag braucht bei mir ein gewisses Design-Niveau. Bei meinem lokalen Fahrradladen stolperte ich dann über das Breezer-Rad. Das Design sprach mich auf den ersten Blick an. Mein Bike sollte nach Möglichkeit von keiner der großen Marken sein. Ich bin einfach kein Volkswagen-Typ und das Rad ist für mich ein Stück Lebensstil. Die Marke, die 1974 von Joe Breezer in Kalifornien gegründet wurde, gehört zu den ganz frühen Mountainbike-Marken und hat bis heute einen unglaublichen Erfahrungsschatz gesammelt.

Ich mag das Design mit matten, dunkelgrauen Lack, geformten Rohren und aufgebrachten kontrastierenden Details. Rahmengeometrie und sicheres Fahrverhalten durch hohe Rahmensteifigkeit passen perfekt. Das Fahrrad vermittelt ein sicheres Gefühl auf verschiedensten Untergründen.

Alfine 11-Gang-Nabenschaltung im Detail

Auf meinem täglichen Weg überwinde ich 200 Höhenmeter. Die höchste Steigung liegt bei ca. 8 %. Mir war klar, dass die Alfine 11-Gang in der Entfaltung nicht an die üblichen 27 oder 30 Gänge der Kettenschaltung heranreicht. In den großen Gängen passt das perfekt. Bei Gefälle lässt sich locker bis fast 50 km/h mittreten. Bergauf ist das eingeschränkter. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass eine Pedalumdrehung im kleinsten bzw. größten Gang der Alfine 11 mit den 28-Zoll-Laufrädern in 2,50 m bis 9,40 m Strecke umgesetzt wird. Für die 8 % Steigung, die meinen Kreislauf morgens in Schwung bringen, reicht das gut aus.

Die Alfine schaltet sauber. Schnelles Runterschalten funktioniert nur eingeschränkt, da mit einem Schaltungshub nur zwei Gänge geschaltet werden. Wird die Ampel rot, muss man mehrfach auslösen, um anschließend gut anfahren zu können.

Als Schalthebel gibt es einen RapidFire-Hebel, der sich in Optik und Ausführung kaum von den Kettenschaltungs-Hebeln im mittleren Preissegment unterscheidet, ein orangener Balken im Sichtfenster gibt eine Ahnung davon, in welchem Gang man sich ungefähr befindet (vielleicht kann man das durch einige nachträglich angebrachte Punkte verbessern).

Gangabstufungen und Besonderheiten

Die Gangabstufungen sind über den gesamten Bereich recht gleichmäßig zwischen 13 und 14 Prozent, mit Ausnahme des ersten Gangs: der Sprung vom ersten zum zweiten beträgt 28%. Für das gleichförmige Fahren scheint mir eine solche Abstufung gut geeignet, um nicht in unangenehme Trittfrequenzen zu geraten. Insbesondere beim Stop and Go in der Stadt kommt eine Übersetzung wie bei der Spectro 7-Gang von SRAM mit ihren 21-22-Prozent-Sprüngen im mittleren Bereich den meisten eher entgegen.

Die Schaltvorgänge funktionieren gewohnt butterweich (wie bei den Nexus 7- und 8-Gang-Naben oder der i-motion 9), aber prinzipbedingt nicht so eindeutig wie bei der Rohloff-Nabe, die zwangsgesteuert ist und deswegen sofort beim Drehen des Schalthebels im entsprechenden Gang ist. Dieser Effekt wirkt sich beim Fahren in der Ebene nicht negativ aus, aber am Berg ist er schon sehr gewöhnungsbedürftig. Vielleicht bin ich da auch nur komisch empfindlich und von der Rohloff-Nabe ein ganz anderes Fahren gewohnt.

Erfahrungen mit dem Riemenantrieb

Ehrlich gesagt war ich auf den ersten 100 km nicht wirklich von meinem neuen Rad überzeugt. Der Riemen selbst hat mehr Widerstand als eine gut gepflegte Kette, was insbesondere am Anfang deutlich zu spüren war. Nach einer gewissen Strecke legte sich das und ist heute wenig zu spüren. Die Physik dahinter ist klar. Die Kette hat nur oben den Zug und läuft dann locker über Kettenblatt und Ritzel. Der Riemen braucht eine Grundspannung über beide Zugrichtungen, um die Kraft sicher zu übertragen. Erst bei höherer Trittfrequenz, wenn die Kette über die Reibung der Kettenglieder beim Umlenken zunehmend Widerstand erfährt, bleibt der Riemen in seinem Verhalten konstant und hat einen Vorteil.

Mein Gates-Riemen läuft jetzt sein 2.000 km problemlos. Zweimal habe ich ihn mit Wasser saubergespült und weder Hände noch Auto bekommen im Mobilitätsmix „Kofferraum“ Flecken.

Der Riemen ist ein geschlossener Ring und nötigt den Rahmenbauer dazu, den Rahmen im Bereich des Hinterrads so zu konstruieren, dass man ihn öffnen kann. Nur so kann der Riemen durch den Rahmen zum Hinterrad geführt werden. Beim Breezer ist das so verdeckt gemacht, dass man es nur sieht, wenn man danach sucht. Keine Schraube oder Verbindung ist sichtbar.

Weitere Details und Verarbeitung

Die Führung der Züge und Kabel ist im Bereich des Unterrohrs in einer Rinne versenkt und mit einer Kunststoffblende abgedeckt.

Sie behauptet von sich, Räder für verschiedene Gelände zu bauen - mit unbeschwerten und lebhaften Fahrverhalten, die dem Fahrern ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Die wartungsarme Technik ist bisher ein Versprechen, das eingehalten wurde. Wir werden sehen, wie es nach 10.000 km aussieht.

Probleme und Service

Von der Rohloff-Nabe bin ich es schon so gewohnt, dass es mir zunächst gar nicht aufgefallen ist: auch die Alfine 11-Gang-Nabe scheint einen Gang zu haben, in dem sie gelegentlich ganz kurz ausrastet, mir ist es jedenfalls auf den ersten 200 km im achten Gang zweimal passiert, relativ kurz nach dem Schaltvorgang verliert sie den Halt und die Pedale drehen vielleicht eine zwanzigstel Umdrehung frei.

Aber Achtung! Wo wir schon bei Verwandtschaften sind: Bei meiner Rohloff-Nabe trete ich beim Schalten von 7 nach 8 und umgekehrt oft wie vor die Wand, da schaltet sich kurzzeitig der 14. Gang ein (das soll inzwischen besser geworden sein), bei der Alfine 11-Gang passiert das Gleiche gelegentlich beim Schalten vom 7.

Mittlerweile wurde die Nabe insgesamt 4000 km gefahren, und ich stelle fest: Fast alle Einschätzungen stimmen so weit immer noch, nur das Thema Leertritte muss noch etwas erweitert werden.

Ich hatte die Nabe mittlerweile auch aus eben diesem Grund zur Kontrolle/Fehlerbehebung eingeschickt, und sie nach 4 Wochen (in Worten: vier Wochen! Insbesondere wegen dieser Service-Geschwindigkeit und -Qualität werde ich nun definitiv wieder die Rohloff-Nabe verwenden.

Die Schaltung wurde dann eingeschickt an Paul Lange. Es wurde ein neues Getriebe eingebaut. Aufklärung über die Ursache bekam ich keine. Mittlerweile zeigen sich bei meiner Nabe des Öfteren erste Alterungserscheinungen: Anscheinend ist die Schaltzug-Rückholfeder der Nabe ihrer Aufgabe auf Dauer nicht gewachsen (die Verfechter des Rohloff-Prinzips der zwei Züge werden sich ein Grinsen nicht verkneifen können) - das Schalten in den elften Gang klappt dann erst nach etwas Wartezeit oder gutem Zureden.

Inzwischen fährt auch die oben getestete Nabe wieder, Fahren und Schalten tut sie super, aber nach mehreren kräftigeren Aussetzern im zweiten Gang ist sie offensichtlich intern so beschädigt, dass dieser Gang immer wieder ausrastet. Also keine Kaufempfehlung, zumindest nicht für Tourenräder!

Und noch einmal der Vergleich mit der Rohloff-Nabe: hier hatte ich bei meiner knapp 15 Jahre alten Nabe auch schon öfter kräftige Aussetzer, aber danach greifen die betroffenen Gänge immer wieder einwandfrei.

Die Alfine 11 im Vergleich

Große Diskussionen, Redakteure bestaunen das Shimano-Testrad. Grund: Als erste dürfen wir die brandneue Alfine-Nabenschaltung testen, eine technisch optimierte Nobelversion, die Shimanos erfolgreiche 8-fach-Nabe „Nexus Inter-8“ trotz gleicher Leistung bei der Übersetzung und den Gangabstufungen nicht nur optisch in den Schatten stellt.

Mit der sportlich ausgelegten Alfine, auch S500 genannt, hat Shimano einen neuen Komponentensatz in Premiumversion für eine neue Kategorie sportlicher Fahrräder mit Nabenschaltungen entwickelt. Die S500 verfügt unter anderem über eine optisch wie technisch aufgewertete 8-Gang-Nabe, hydraulische Scheibenbremsen, eine Kurbelgarnitur, spezielle Bremsgriffe und RapidFire Plus-Schalthebel. Alle Teile der Gruppe wirken optisch sehr ansprechend und dürften Shimano-typisch wohl dauerhaft verlässlich arbeiten.

In der Nabe selbst funktioniert die Kraftübertragung durch Rollen aus beiden Getriebeteilen auf die Nabe (bei der 8-Gang ist es nur eine Rollenübertragung). Auch ist die Alfine im Gegensatz zur üblichen 8-fach-Nabe gewichtsoptimiert (Prototyp ca. 1590 g). Verwendet werden übrigens Nadellager wie bei der 8-Gang-Premiumversion gegen Verschleiß und besonders hohe Effizienz - gar „die höchste aller von Shimano produzierten Nabengetriebe“, strahlt Peiffer.

Zudem besitzt die Alfine ein edel poliertes, geschmiedetes Nabengehäuse - und als auffälligstes Merkmal einen filigranen Kettenspanner, der Radherstellern das Verbauen einer Alfine in Serienrahmen mit senkrechtem Ausfallende erlaubt. Damit ist der Weg frei für Hersteller, in jeden Rahmen (egal ob fürs Trekkingrad, Fitnessbike, Crossrad, Mountainbike oder Reiserad) anstelle einer Kettenschaltung ein Nabengetriebe zu verbauen. Ganz nebenbei erleichtert der Kettenspanner auch den Radausbau beziehungsweise -einbau bei Transport oder einer Reifenpanne erheblich.

Montiert am Testrad ist vorerst ist eine 2-fach-Rennradkurbel (50/34 Zähne, entliehen aus der „Tiagra“-Gruppe). Sie wird später durch eine technisch gleiche, aber wunderschön fließend geformte Alfine-Kurbel ersetzt, die uns schon präsentiert wurde. Übrigens besitzt die Alfine-Kurbelgarnitur (Einfach- oder Doppelblatt-Version) ein integriertes Achsrohr für erhöhte Steifigkeit, Gewichtsersparnis und einfache Montage. In der Ein Kettenblatt-Version ist sie mit einem integrierten Kettenschützer ausgestattet, damit die Bekleidung nicht verschmutzt.

Zwei Ritzelalternativen fürs Hinterrad bietet Shimano an: mit 18 Zähnen oder 20 Zähnen für Räder, die in alpine Regionen gekauft werden. Interessant: Die Umkehr des Zahnprofils sowie ein Plastikring sollen beim Kettenspringen (starke Stöße) und beim Rücklaufen der Kette (Rücktreten) einem Abspringen vorbeugen.

Hersteller haben die Möglichkeit, anstelle eines üblichen Umwerfers vorn den Shimano C-600 Power Changer zu verbauen - mit dem der Wechsel auf das benachbarte Kettenblatt mühelos vonstatten geht. In einer unscheinbar unter dem Tretlager montierten Box befinden sich an die Kurbel gekoppelte Mitnehmerklinken, die nach der Gang-Auslösung am Lenker bei einer Viertelkreis-Kurbeldrehung - also mit Fußkraft! - durch eine Straffung des Schaltzugs die Kette verblüffend exakt auf das gewünschte Blatt schieben!

Vorne gibt es für die normale Alfine 8-fach-Version wahlweise ein 39-er (für Berge) oder 45-er Kettenblatt (Flachland). Als dritte Option einen Doppel-Kurbelsatz aus der C600-Gruppe mit 34/46er Kettenblatt in „Komfortauslegung“ mit dem erwähnten PowerChanger-Umwerfer.

Weitere Testberichte und Meinungen

Die MYBIKE-Redaktion hob vor allem den wartungsarmen Antrieb des Rades hervor, der aus Shimanos hochwertiger Alfine 11-Gang-Nabenschaltung sowie dem langlebigen Gates-Carbonriemen-Antrieb aufgebaut ist. „Die Alfine 11 eignet sich […] gut für effiziente Kraftumsetzung in unterschiedlichen Landschaftsprofilen [und spielt] vor allem im Alltag […] ihre Stärken aus“, so die Testredaktion. Eine weitere Stärke des Antriebskonzeptes ist die mit ihm verbundene Langlebigkeit aller Komponenten. „In Sachen Wartungsarmut liegt sie dank Riemenantrieb an der Spitze“, so MYBIKE.

„Zusammen mit dem seitensteifen Rahmen-Gabel-Set und relativ dicken, leicht profilierten Reifen lässt sich das Super Flight souverän über Asphalt- und befestigte Naturstraßen fliegen“. Dabei kann ausgewählt werden, ob man lieber etwas komfortabler, oder sportiver unterwegs seien möchte. „Die Sitzposition fällt entspannt-sportlich aus und kann verschärft werden, wenn man einzelne Spacerringe unter dem Vorbau entfernt“, wissen die MYBIKE-Testfahrer.

Genau in die Mitte zwischen Alfine 8- und Rohloff-Getriebenabe platziert Komponenten-Riese Shimano die neue Alfine-Nabe mit 11 Gängen.

Im Schlüsseljahr 2011 geht Shimano voll aufs Gas: Die völlig neu konstruierte Alfine 11-Nabe packt genauso viele Gänge in ihre polierte Nabenhülse, ist extrem wartungsarm und leise. Mit nur etwa 1660 Gramm wiegt die Nabe ungefähr genauso viel wie ihre 8-fach-Schwester.

Gesteuert wird die Neue über einen modernen Rapid-Fire-Schalter, der mit je einem Schalthebel die Gänge rauf oder runter schaltet, bei Bedarf auch zwei auf einmal („Multi-Release“). Wie von der Kettenschaltung her bekannt, lässt sich per „Two-Way-Release“ der Hebel zum Runterschalten von beiden Richtungen entweder mit dem Daumen oder dem Zeigefinger bedienen.

Beispiel: KTM Kent im Test

Seine mattgrau lackierten Alu-Rohre sind belastungsgerecht geformt und fügen sich mit sauberen Schweißnähten zu einem Rahmen traditioneller Geometrie. Es sind die kleinen Details, die bei näherem Hinsehen die Sorgfalt und Kompetenz der Macher offenbaren: Das querovale Oberrohr geht am Steuerrohr optisch bündig in die Sitzstreben über. Schaltzug und hintere Bremsleitung verlaufen bis zum Tretlager im Unterrohr.

Die Ausfallenden sind dynamisch aufwärts angewinkelt, verschiebbare Achsstücke zur Riemenspannung und untere Trägerstreben sind auf der Rahmeninnenseite montiert. Oben verbindet eine stabile U-förmige Strebe sowohl das strebenlose Schutzblech als auch den alltags- und tourentauglichen Racktime-Gepäckträger mit dem Hinterbau.

Man sitzt entspannt sportlich auf dem Rad, der geschweifte Lenker positioniert Hände und Handgelenke ergonomisch günstig, was Arme und Schultern angenehm entlastet. Auf kräftigen Antritt reagiert das KTM sensibel und geht willig nach vorne, die günstigen Pneus laufen erstaunlich leicht. In Kurven verhält sich das KTM brav und vorhersagbar, auch bei höherem Speed entsteht keine Unsicherheit.

Knackig und exakt lassen sich die elf Gänge der Alfine-Nabenschaltung am Rapidfire-Tastschalter bedienen. Wenn man ihn ganz durchdrückt, gibt der zweistufige Taster zum Beschleunigen zwei Gänge nacheinander frei. In leichtere Gänge schaltet die Alfine sogar unter (moderater) Last, was für eine Nabenschaltung eine Leistung ist.

Von der Entfaltung her fallen die ersten Gänge sehr lang aus, sodass bergauf (circa 15 %) mit Zuladung gerade noch der erste Gang knapp passt. Dafür stehen beim Anfahren, Pedalieren in der Ebene und bergab zahlreiche, gut abgestufte Gänge für flotte Gangart bereit. Der Gesamtumfang von 409 Prozent reicht für viele Landschaftsprofile gut aus, für bergiges Terrain bietet die Alfine jedoch zu wenig kleine Gänge.

Die Riemenspannung lässt sich mangels Stellschraube auf der linken Seite nicht ganz optimal einjustieren: Beide Achsstücke nur durch händisches Ausrichten des Hinterrads exakt gleich und parallel einzustellen ist schwierig. Verkanten sie, läuft der Riemen schräg, was zu schwergängigerem Lauf und früherem Verschleiß führt.

Hat man das KTM geparkt, stößt beim Rangieren gern die linke Kurbel gegen den Mittelständer. Auch beim Losfahren ist es nervig, wenn man das Hinterrad anheben muss, um die Kurbelblockade zu beenden. An Zuladung verträgt das Kent bis etwa zwölf Kilo auf dem Gepäckträger klaglos. Doch beim Ein- und Aushängen der Taschen kann der Mittelständer das Rad nicht sicher stützen, auch das beladene Rad kippt beim Parken leicht um.

Der CDN-Antrieb mit Kunststoff-Riemenscheibe vorn, Cro-Mo-Ritzel und Ethylen-Elastomer-Riemen ist auf mittleres Belastungsprofil und Lebensdauer ausgelegt. Bei moderatem Alltagseinsatz dürfte das KTM damit jedoch auch mit der ersten Garnitur eine stattliche Kilometerleistung erreichen.

KTM Kent: Details in der Übersicht

  • Modell: KTM Kent
  • Preis: 1649 Euro
  • Rahmengrößen: 51, 56, 60 cm
  • Gewicht Testrad: 15,1 kg
  • zulässiges Gesamtgewicht: 134 kg
  • Rahmen: Alu, geschweißt
  • Gabel: Alu, Disc
  • Schaltung: Shimano Alfine 11, Rapidfire, Gates CDN
  • Übersetzung: 46/22 Zähne, 409 %
  • Riemenspannung: Slider-Achsstücke, Stellschraube rechts
  • Bremsen/ø: Shimano MT200 Disc/160 mm
  • Reifen: Impac Streetpac 42-622
  • Lichtanlage: Shimano DH-3D37, Trelock Bike iVelo LS233, Duo Flat LS613

Vor- und Nachteile des KTM Kent

  • Plus: Anspruchsvolles Styling, gelungene Ergonomie, sportlicher Charakter
  • Minus: Slider-Achse mit nur einseitiger Stellschraube; Mittelständer hinderlich beim Rangieren und Beladen

Mit sportlicher Leichtgängigkeit, alltagsfähiger Ausstattung und angenehmer Ergonomie kann das auch optisch reizvolle Kent überzeugen. In moderatem Alltags- und Touren-Einsatz kommt zudem die hohe Wartungsarmut von Nabenschaltung und Riemenantrieb zum Tragen.

Stevens E-11: Tourenrad mit Automatikschaltung

Für Einsteiger, die bei Radtouren in einfachem Gelände unkomplizierte Handhabung genießen möchten, ist das Stevens E-11 eine gute Wahl. Stevens hat dieses E-Tourenrad mit einer automatischen Nabenschaltung von Shimano und einem wartungsarmen Riemenantrieb ausgestattet. Die Alfine-Schaltung wechselt die Gänge je nach Trittfrequenz und Pedalkraft. Das ist gut für alle, die sich nicht mit dem Finden des optimalen Gangs beschäftigen möchten.

Die Schaltung ist mit dem Motor synchronisiert, das erlaubt geschmeidige Gangwechsel ohne Last auf dem Antrieb. Die 11-Gang-Nabenschaltung von Shimano wechselt die Gänge automatisch.

Eine Bergziege ist das E-11 nicht, Unterstützungsfaktor und Motorleistung sind mittelmäßig. Dafür ist die Reichweite top.

Bewertung: Stevens E-11

Beim E-11 konnte uns die Automatik-Schaltung überzeugen, das größte Plus ist der Akku, der viel Reichweite für lange Touren liefert.

Wertung Bewertung
Motorleistung ★★½☆☆
Reichweite ★★★★½
U-Faktor ★★½☆☆
Motor-Stresstest ★★★½☆
Ohne Unterstützung ★★★½☆
Bremsfunktion ★★★☆☆
Design ★★★½☆
Summe 23
Mittelwert 3,3
Gesamt befriedigend

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