Kettler ist eine Marke, die für soliden und zuverlässigen Fahrradbau steht. Dieser Artikel bietet einen detaillierten Testbericht über Kettler Fahrräder. Dabei werden insbesondere das Kettler Cargoline FS 800 E-Lastenrad und das Kettler Quadriga P10 E-Bike betrachtet. Wir beleuchten Design, Fahrverhalten, Ausstattung und Leistung der Fahrräder und bieten Einblicke in ihre Vor- und Nachteile.
Kettler Cargoline FS 800: Das E-Lastenrad im Detail
Mal eben die Kids in die KiTa shutteln und danach den Wocheneinkauf mitsamt Getränkekisten erledigen oder vom Trödelmarkt spontan diesen schönen Tisch mit nach Hause nehmen? Mit dem Kettler Cargoline FS 800 ist das kein Problem. Das Beste daran: Ihr habt auf dem Weg wahrscheinlich sogar mehr Spaß! Denn das KETTLER trumpft nicht nur mit enormem Ladevolumen und mächtiger Akkukapazität auf, sondern vor allem auch mit einem komfortablen, sicheren und richtig intuitiven Handling.
Akkuleistung und Diebstahlschutz
Der Bosch PowerTube-Akku mit 625 Wh ist bodennah und direkt unter der Ladefläche ins Gestänge integriert. Diebstahlschutz und ein für das Handling sinnvoller tiefer Schwerpunkt gehen hier Hand in Hand. Durch einen optionalen zweiten Akku wird die Kapazität auf satte 1.250 Wh verdoppelt. Das gibt dem KETTLER die nötige Power und Reichweite, um das zulässige Gesamtgewicht von stolzen 250 kg von A nach B und dann auch wieder zurück nach A zu befördern. Unser Test-Bike bringt 56 kg auf die Waage und verfügt über eine maximale Zuladung in der Cargo-Box von 100 kg. Rechnerisch bleiben dann immer noch 94 kg Zuladung übrig, die es sich auf dem Sattel bequem machen dürfen.
Komfort und Anpassbarkeit
Und bequem trifft es, denn wer am Ende auf dem KETTLER Platz nimmt, ist ziemlich egal: Das Cockpit ist mit wenigen Handgriffen auf fast jede Körpergröße einstellbar. Alle aus der DOWNTOWN-Test-Crew zwischen 1,65 m und 2,00 m haben auf dem Cargo-Bike eine jeweils passende Position finden können. Wenn ihr den massiven Kipphebel unter dem Lenker öffnet, könnt ihr diesen sowohl in der Neigung als auch in der Höhe einstellen. Genauso schnell bringt ihr den Sattel in eure Wunschhöhe, indem ihr am Lenker den Daumenhebel der absenkbaren Sattelstütze betätigt, der an Mountainbikes üblich ist. Was am MTB ein rasches Absenken des Sattels für Bewegungsfreiheit auf Abfahrten liefert, funktioniert am KETTLER perfekt für eine blitzschnelle und stufenlose Höheneinstellung - und für ein einfaches Auf- und Absteigen. Clever! Wem der Einstellbereich nicht ausreicht, der kann einfach die ganze Sattelstütze höher oder tiefer im Rahmen montieren.
Komponenten aus dem MTB-Bereich
Und das CARGOLINE nutzt noch weitere Komponenten aus dem MTB-Bereich sinnvoll in seinem urbanen Einsatzgebiet: Die leistungsstarken hydraulischen Scheibenbremsen von MAGURA bringen auch Enduro-Biker*innen und Bikepark-Fans verlässlich zum Stehen und versprechen auch am Cargo-Bike ausreichend Verzögerung und Reserven. Die mechanische SLX-Gangschaltung von Shimano bietet 12 Gänge und eine große Bandbreite von 510 %. Der typische Schalthebel am rechten Griff wirkt von vielen Mountainbikes her vertraut.
Was am KETTLER leider nicht aktuellem MTB-Standard entspricht, ist der windige Schnellspanner am Hinterrad mit vorzeitlichem 9 mm Achsdurchmesser. Das belastete Hinterrad kann sich so im Rahmen etwas verwinden und unter Umständen für eine schleifende Bremse sorgen. Neben einem mittig unter dem Rad platzierten Ständer findet ihr am KETTLER außerdem vorne und hinten eine integrierte Beleuchtung, hinten einen zusätzlichen Gepäckträger für bis zu 25 kg Zuladung, Schutzbleche und ein fest montiertes Rahmenschloss.
Federung und Fahrkomfort
Weniger sichtbar, aber mindestens genauso wertvoll wie diese Anbauteile ist die Federung des CARGOLINE FS 800. Unter dem Sattel finden wir, ähnlich wie an vielen Mountainbikes, einen RockShox Monarch-Luftdämpfer, der dezent in den Aluminiumrahmen integriert ist und dem 26’’ großen Hinterrad 70 mm Federweg gibt. Spannend wird es an der Front, wo in einem unscheinbaren Spalt im Hauptrahmen am Ende der Frachtbox ein weiteres Gelenk mit einem Elastomer für 45 mm Federweg am 20’’ kleinen Vorderrad sorgt. Das KETTLER ist damit ein echtes Lasten-Fully.
Die Ladebox
Der sprichwörtliche Elefant im Raum und Herzstück des KETTLER ist aber ohne Frage die riesige Ladebox, die zwischen dem Lenker und dem irgendwo weit vorne dahinrollenden Vorderrad thront. Wir testeten die Variante aus zusammengesteckten und miteinander verzurrten Holzfaserplatten, die etwa 300 l Ladevolumen bietet. Zum Vergleich: Im Kofferraum eines VW e-Up ist bei rund 250 l Schluss. Als zusätzliche Optionen bietet KETTLER für die Holzbox noch eine senkrechte Trennwand sowie Sitzschalen mit Gurten für zwei Kinder. Flach in den Boden der Holzbox integriert, findet sich ein kleines Schließfach für Wertsachen. Wer seine Fracht auf dem KETTLER stattdessen vor allem sicher wegsperren möchte, kann als dritte Option auch eine geschlossene Cargobox aus Metall wählen.
Fahrgefühl und Handling
Mit etwas Kraft den Klapphebel am Lenker geöffnet, gewünschte Höhe und Neigung eingestellt und schon fühlt sich das CARGOLINE passend an! Zusammen mit der auf Knopfdruck stufenlos verstellbaren Sitzhöhe dank Teleskopsattelstütze finden auf dem KETTLER verschiedenste Fahrertypen ohne langes Gefummel oder gar Werkzeug ihren Platz. Das ist Gold wert, wenn man sich das Lastenrad mit anderen teilen möchte! Das Beladen der tief liegenden Holzbox braucht keine Erklärung. Beachtet nur, dass eure Fracht auf den glatten Holzplanken rutschen kann und zurrt sie am besten mit ein paar zusätzlichen Gurten oder Gummibändern fest. Die Schlitze und Öffnungen in den Brettern bieten euch dafür zahlreiche Optionen. Obwohl man das Vorderrad durch die Holzbox nur zum Teil sehen kann, gibt das KETTLER rasch das Gefühl, alles im Griff zu haben.
Ihr traut euch nicht zu, ein 2,61 m langes Gefährt mit schwerer Fracht sicher über Straßenkreuzungen und Radwege zu manövrieren? Keine Sorge, das KETTLER steuert sich wirklich intuitiv und zeichnet sich auch unter Last durch guten Geradeauslauf aus. Der Bosch Cargo Line-Antrieb liefert mit seinen vier Unterstützungsmodi von Eco bis Turbo geschmeidig und unauffällig die nötige Motorpower, um ohne Schweißränder durch die Stadt zu cruisen, die grüne Ampel mal eben noch zu schaffen und auch den nächsten Hügel easy hochzukommen. Und das Cockpit des KETTLER mit manueller Shimano-Schaltung mit 12 Gängen und starken MAGURA-Scheibenbremsen vermittelt viel Vertrautheit und Sicherheit. Hier braucht ihr euch an nichts zu gewöhnen - alles am Lenker des CARGOLINE fühlt sich so an, wie ihr es schon von anderen Rädern kennt!
Richtig gut gelungen ist KETTLER das vollgefederte Fahrwerk des CARGOLINE FS 800. Vor allem mit Beladung spielen der Luftdämpfer am Heck und die Elastomer-Federung an der Front klasse zusammen. Auch wenn ihr aus Versehen durch ein Schlagloch rumpelt, eine Bordsteinkante überquert oder die Abkürzung über den Waldweg nehmt, rollt ihr auf dem KETTLER weich wie in einem stolzen alten Mercedes - trotz der zwei Kisten Rotwein und der Yucca-Palme, die sich vor euch im Fahrtwind wiegt! Die tief liegenden Akkus bringen den Schwerpunkt des Lastenrads weit nach unten, was ihm ein sehr stabiles Fahrgefühl verschafft. Hier flattert außer der Palme nichts! Ihr könnt dem intuitiven Handling des KETTLER vertrauen.
Kritikpunkte
Trotz Fully-Feeling und großem Sicherheitsgefühl kann das KETTLER bei rasanter Fahrt richtig laut werden. Die Teile der gesteckten Holzbox haben etwas Spiel und klappern daher gegeneinander und das Lenkgestänge sowie der Ständer schlagen bei großen Erschütterungen von unten gegen den Hauptrahmen. Das scheppert ordentlich und kann euch glauben lassen, dass das CARGOLINE gerade an den Rand seiner Komfortzone kommt. Doch der nervige Lärm täuscht. Und immerhin könnt ihr die Geräusche von Lenkgestänge und Ständer selbst beseitigen, indem ihr den Hauptrahmen an den Kontaktstellen mit fleischigem Klebeband abdeckt oder mit einem Stück eines alten Fahrradschlauchs umwickelt. Dann klappt’s auch mit dem lärmempfindlichen Nachbarn!
In Kurven und bei Lenkmanövern überrascht das CARGOLINE mit direktem Handling und einem wirklich spaßigen Fahrgefühl. Okay, je nach Beladung und Geschwindigkeit kann eure Fracht in Kurven kippelig werden und ein Ausbalancieren erfordern. Doch das gelingt easy und fühlt sich nicht bedrohlich an. Die Übertragung der Bewegungen am Lenker über das Lenkgestänge unter dem Rahmen hin zum Vorderrad ist weder nervös noch träge, sondern harmonisch direkt - aber nur solange ihr nicht eng einschlagen müsst, wie bei langsamen Kurven und beim Rangieren. Hier patzt KETTLER nämlich, weil das CARGOLINE einen deutlich zu großen Wendekreis hat. Macht euch bei langsamer Fahrt und beim Rangieren darauf gefasst, den Fuß aufsetzen zu müssen, weil euch das Ende des Lenkeinschlags überrascht und ihr dazu neigt, nach innen in die Kurve zu kippen.
Am Endanschlag der Lenkung stoßen am Vorderrad außerdem das Innere der Vorderradnabe und das Achsgehäuse aufeinander und beschädigen sich dadurch gegenseitig. Sowohl für seinen zu großen Wendekreis als auch für den ungeschützten Endanschlag der Lenkung verliert das KETTLER also ein paar Punkte.
Ein weiterer Schwachpunkt der Lenkmechanik zeigt sich bei seitlichen Impulsen ins Vorderrad, zum Beispiel beim ruckartigen Einschlagen, beim schrägen Überfahren von Bordsteinkanten oder eben beim harten Anschlag am Ende des Lenkradius. Der Lenker verdreht sich dann viel zu leicht und steht nicht mehr rechtwinklig zum Vorderrad. Grund hierfür ist eine zu schwache Klemmverbindung zum Lenkgestänge. Auch die sollte KETTLER nachbessern - etwa mit einer zweiten statt nur einer einzelnen Klemmschraube und mehr Klemmfläche, was bei herkömmlichen Vorbauten schließlich auch problemlos funktioniert.
Auch ohne Fitnessstudio gelingt es easy, das CARGOLINE nach der Fahrt auf den massiven Klappfuß zu hieven. Dank der flachen Hebekurve muss das Rad nämlich weniger nach oben auf den Ständer gehoben werden, sondern es rollt vielmehr flach in seine Standposition hinein. Einfach den Ständer mit einem Fuß auf den Boden drücken, an den Griffen entschieden nach hinten ziehen und schon sackt das CARGOLINE bereitwillig in seine stabile Parkposition. Achtet bei dieser Bewegung nur darauf, den Fuß rechtzeitig vom Ständer zurückzuziehen, sonst kann euch die Kante des Akkufachs schmerzhaft das Schienbein stoßen.
Das Ausparken ist sogar noch einfacher: Sobald ihr das KETTLER mit etwas Schmackes in Fahrtrichtung drückt, klappt der Ständer mit einem (sehr) lauten „Klonk” nach oben und wartet unter die Ladebox geschmiegt auf seinen nächsten Einsatz. Ihr erinnert euch in diesem Moment an die bereits angesprochenen Hilfsmittel im Sinne einer guten Nachbarschaft.
Fazit zum Kettler Cargoline FS 800
Ansonsten macht dieses Lastenfahrrad Lust, den Kleinwagen einfach mal stehen zu lassen und die Fahrt zu KiTa, Supermarkt und Getränkehändler auf zwei statt auf vier Rädern zu rocken.
Kettler Quadriga P10: Das E-Bike im Test
Das Kettler Quadriga P10 bildet da keine Ausnahme. Am gekröpften Lenker greifen die Hände in ergonomische Flossengriffe, der Vorbau lässt sich variabel an den Fahrer anpassen. Neben der LED-Remote zur Bedienung des Bosch-Systems liefert das Intuvia-100-Display allerlei Fahrinformationen. Das knapp 30 Kilo schwere Rad ist ohne Motor etwas träge unterwegs. Mit eingeschalteter Unterstützung aber gleitet das Quadriga P10 durchaus spielerisch dahin, bleibt dabei stets angenehm laufruhig.
Die 10 Gänge mit einer Spreizung von 436 Prozent sind passend für flaches Gelände bis zu ausgewachsenen Mittelgebirgstouren, insbesondere mit Hilfe des kultivierten Motors. Die Bremsen verzögern das Rad zuverlässig und gut dosierbar. Der Rahmen mit seiner innovativen, seitlichen Akkuentnahme ist sogar voll bepackt erstaunlich steif, so hat der Fahrer stets volle Kontrolle über das Gespann. So ergeben sich enorm breite Einsatzmöglichkeiten. Das Kettler Quadriga P10 ist ein zuverlässiges, kultiviertes Tourenrad für sehr viele Zwecke.
Weitere Kettler Fahrradmodelle im Überblick
Kettler zeigt sich inzwischen auch im E-Bike-Segment gut aufgestellt. Das Design: voll auf Höhe der Zeit. Eine Mischung aus Kante und kraftvollen Rundungen definiert den Rahmenhauptzug, die Sitzrohre setzen tief unter dem Sattel an, der Steuerkopf ist konisch und voluminös. Trotzdem ist im Kettler Quadriga* sofort das klassische City-Bike zu erkennen. Beim Aufsitzen sowieso: Man sitzt aufrecht und bequem auf einen breit gehaltenen Sattel, der Überblick ist bestens City-mäßig.
Passend zur Sitzposition gibt’s einen höhenverstellbaren Lenkervorbau und angenehme Ergo-Griffe. Die Fünfgang-Schaltung, die den Vortrieb vom Riemen aufnimmt, ist für die Kurzstrecke in der Stadt gut geeignet und wird locker per Drehgriff geschaltet. Dabei hilft das Intuvia 100 aus dem Bosch-System. Es zeigt jetzt an, wann man einen Gang runterschalten sollte, um Kraft und Energie zu schonen. Kraft hat übrigens der Bosch-Performance-Line-Motor genug für dieses Rad, hier wird die “Auto”-Einstellung zur sinnvollsten, weil bequemsten für den Fahrer, vor allem bei Stop-and-Go.
Spannend wird’s, wenn man den sehr sauber verarbeiteten Rahmen des Kettler Quadriga genauer ansieht: Die Hinterachsaufnahme ist mit Kettenstrebe und Sitzstrebe verschraubt, sodass man den Antriebsriemen problemlos einlegen kann. Praktisch: In der linken Kettenstrebe integriert findet man das hauseigene K-Link, die Aufnahme für eine Anhängerkupplung.
Gelungen ist auch der “Riemenschutz”, der wie beim Hollandrad die Hose vor dem Antrieb schützt. Der Akku des Bosch-Performance-Line-Motors steckt hinter einem Türchen. Das gibt die 500-Wattstunden-Batterie frei. Die Herausnahme ist einfach, aber auch eingebaut laden geht gut. Nicht ganz auf den sonstigen Familiensinn des Rads ausgelegt ist der Träger: Er hat zwar die zweite Reling für Schwerpunktoptimierten Gepäcktaschentransport, aber keine Systemadapter zum einfachen Anbringen von Körben oder Boxen.
Gebremst wird auch hier mit Scheibenbremsen der großen (203-mm-)Kategorie, was das Kettler Quadriga sicherer macht. Ist das Fahrverhalten ohne Gewicht auf dem Träger vorbildlich, macht die zulässige Trägerladung von 27 Kilo das Rad etwas empfänglich für Impulse, die das Gewicht an den Rahmen weitergeben.
Sitzkomfort gibt es beim Kettler Quadriga trotzdem, dank der Teleskop-Sattelstütze und des dick gepolsterten, breiten Sattels.
Seit Jahren ist Kettlers Quadriga-Serie eine empfehlenswerte Adresse, wenn Tourenbikes mit starker Motorleistung, hochwertiger Verarbeitung und vielseitigem Einsatzbereich gesucht werden. Beim Town & Country CX10 LG sticht sofort das elegant schmal gehaltene und zur Sitzstrebe hin abknickende Oberrohr ins Auge, das einen optischen Kontrast zum üppigen Unterrohr markiert.
In aufrecht geprägter Sitzposition reitet es sich auf dem Alu-Ross in Classic Green zügig und fahrstabil ins Gelände. Die enorme Reifengriffigkeit schafft ebenso schnell Selbstbewusstsein wie das satte Aufliegen dank 30-kg-Gesamtgewicht. So folgt nach einem beherzt gemeisterten Anstieg, der motorseitig bis 400 % unterstützt werden kann, eine zügige Abfahrt, auf der die hohe Rahmensteifigkeit viel Sicherheit vermittelt.
Das gut ausgestattete Pedelec von Kettler mit der sportlichen Sitzhaltung eignet sich für ambitionierte Tourenfahrer. Mit einer Vorbereitung für Doppelständer und die Anbindung eines Fahrradanhängers eignet es sich gut für Familien.
Kettler Kinderfahrräder
Kettler ist nicht gerade für seine Kinderfahrräder bekannt, hat aber durchaus durchdachte Modelle im Programm. Die Grinder-Modelle haben einen simplen Aufbau. Das hohe Oberrohr könnte kleinere Kinder beim stehen über dem Bike stören. Wenn dein Sprössling ganz heiß auf Trails und richtig mountainbiken ist, passt das GRINDER SL PURE 16 höchst wahrscheinlich ziemlich gut in seine Vorstellung eines Traumbikes. Die Anbauteile und die Verarbeitung des Bikes hinterlassen einen wertigen Eindruck.
Mit einer Breite von 2 Zoll fallen die Vee Tire Pneus sehr voluminös aus. So können sie kleine Schläge unabhängig von der Gabel abfangen und haben viel Grip. Das erhöht auch die Fahrsicherheit im Trail und auf der Straße. Kinder haben sehr wenig Kraft in den Händen. Leichtgängige Bremsen erhöhen also die Fahrsicherheit im Gelände und auf der Straße. Die V-Brakes (Felgenbremsen) sind leicht und technisch extrem simpel. Das ist für Kinderfahrräder meist zweckmäßig. In den Punkten Dosierbarkeit und Bremspower sind sie jedoch den Scheibenbremsen unterlegen. Das GRINDER SL PURE 16 hat keine Gangschaltung. Damit können sich die Kinder tatsächlich auf das Fahren konzentrieren.
Zwischen 105 und 120 cm Körpergröße sollte dein Kind auf dieses Bike passen.
Testergebnisse und Bewertungen
Unterm Strich gut bis hervorragend. Der Notenschnitt auf Basis aller auf Testberichte.de gelisteten Modelle beläuft sich auf 1,6. Selbst die Schlusslichter erzielen in den Tests der Fachzeitschriften noch das Gesamturteil „befriedigend“.
Ausstattung und Qualität überzeugen im Testumfeld. Auch die Fahrleistungen stimmen. Zu beanstanden haben die Tester nur Kleinigkeiten, etwa weil ein klappernder Zug stört oder weil der Scheinwerfer keine Standlicht-Funktion besitzt. Ausgemachte Schwächen erkennen wir anhand der Testbriefe aber nicht.
Unterm Strich erzielen die E-Bikes von Kettler in den Tests gute Notenwertungen. Auf Basis der bei uns gelisteten Modelle ergibt sich für den Hersteller ein Notendurchschnitt von 1,86.
Trotz der insgesamt guten Noten: Bei der Gewichtsbilanz markieren die wuchtigen Kettler-Pedelecs die obere Kante, manche Modelle reichen bis an die 30-Kilo-Marke.
Tabelle: Kettler Quadriga Town & Country Comp ADAC Test 2021
| Kriterium | Wertung |
|---|---|
| Testergebnis gesamt | 2,8 |
| Fahren | 2,2 |
| Antriebssystem und Motor | 3,0 |
| Handhabung | 2,8 |
| Sicherheit und Verarbeitung | 3,5 |
| Schadstoffe in den Griffen und Sattel | 1,0 |
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