Typisch Schweizer: Die Produkte der Marke Scott verkörpern Qualität und Innovation. Scott Sports konzentriert sich auf das Sportsegment in der Fahrradbranche. Mountainbikes und Rennräder dominieren die Produktpalette, Trekking- und Cityräder werden für den sportiven Alltagsfahrer geführt.
Scott Scale: Mountainbikes mit Renn-Genen
Die Scale Serie mit Alu-Rahmen, wozu das Scale 980 gehört, spricht im Gegensatz zur RC-Serie Mountainbiker wie dich und mich an. Aber alle elf Modelle der 900er Scale Serie weisen eine Rahmen-Geometrie auf, die das Renn-Gen der RC-Serie in sich trägt und optimale Fahreigenschaften für viele Fahrer und viele Streckenprofile bietet. Die Scale-Modelle ohne den Modellzusatz RC sind preislich immer attraktiver als die super hochwertigen RC-Versionen.
Scott Scale 980 im Detail
Vor mir steht in der Dortmunder Filiale das Scott Scale 980. Auf den ersten Blick verwundert mich, dass vor mir ein Mountainbike für unter 1.000 € steht, denn rein optisch sieht das Scott Scale 980 mit seinem hochwertigen Rahmen und dem 1-fach-Antrieb nach einer reinrassigen Cross-Country-Rennmaschine für einen deutlich höheren Preis aus. Ich bin selbst begeisterter Gravel- und Mountainbiker und liebe es, mit Geschwindigkeit über Trails zu fahren. Optisch ist das Scott Scale 980 eher ein unauffälliges 29er-Cross-Country-Mountainbike. Wie es aber um seine inneren Werte steht, will ich in diesem Test herausfinden.
Die Scott Scale Serie besteht aus elf Modellen. Und jedes Modell der Scale Serie hat das Renn-Gen in sich. Der Grund dafür ist einfach: Die 900er Scale Serie ist von der sehr hochwertigen Scott Scale RC Serie inspiriert. Über die RC-Modelle schreibt Scott: „Wer Weltcup-Ambitionen hat, braucht das passende Mountainbike.
Die verbauten Shimano MT200-Bremsen sind weniger spektakulär, aber dafür bewährt. Auch die Schnellspanner statt der, mittlerweile weit verbreiteten Steckachsen, machen mich zunächst stutzig. Aus meiner Sicht hervorzuheben sind die breiten Laufräder, die mit den Reifen Maxxis Rekon Race in 2,4 Zoll daherkommen. Auf dem Trail bieten sie mehr Dämpfung, Kontrolle und somit mehr Fahrspaß. Etwas weniger hochwertig ist die am Scale 980 verbaute Federgabel. Nun ist die Suntour X1 32 RL mit ihrem 100 Millimeter Federweg keineswegs schlecht. Es handelt sich aber um eine Stahlfedergabel und nicht um eine Luftfedergabel. Über einen am Lenker montierten Remote-Lockout kann ich die Federgabel ganz einfach starr stellen. Für mich ein wichtiges Kriterium, das ich bei längeren Bergauf-Fahrten gern in Anspruch nehme - ganz einfach um Energie zu sparen. Zudem bietet die Gabel einen verstellbaren Rebound - ein Feature, das für „echtes“ Trailfahren unerlässlich ist.
Auf meiner Testfahrt bewege ich mich hauptsächlich im hügeligen Waldgelände. Nicht verwunderlich, dass die Shimano Deore Schaltung auch unter Last an steilen Passagen superflüssig funktioniert und die riesige 10-51er Kassette stets den passenden Gang bereithält. Auch das Shimano Bremspaket funktioniert einwandfrei und ich fühle mich auf dem Bike sehr wohl. Das mit 14 Kilogramm vergleichsweise hohe Gesamtgewicht merke ich auf dem Trail etwas. Ich mag die sportliche Sitzposition auf dem Scale 980. Sportlich bedeutet in Bezug auf die Rahmengeometrie, dass man verhältnismäßig gestreckt sitzt. Ich mag das, weil ich in dieser Sitzposition das Gefühl habe, das Bike besser beschleunigen zu können und mich effizienter fühle. Bei meiner Fahrt spüre ich, dass das Scale 980 vorwärts will. Es ist darauf ausgelegt, sich flott zu bewegen. Das wird mir auf den festen Untergründen zum Wald und auf meinem Weg zurück zur Filiale bewusst. Sicher spielt hierbei auch die Bereifung eine Rolle.
Mit dem Scott Scale 980 hast du ein MTB, das sowohl entspannte Ausfahrten liebt, aber auch schnelles Trailfahren nicht scheut. Das Scott Scale 980 ist bei Scott in der unteren Mittelklasse angesiedelt und aus meiner Sicht ein klassisches Cross-Country-Bike mit breitem Einsatzgebiet.
Scott SCALE 24 BIKE für Kinder
Das SCOTT SCALE 24 BIKE ist für den sportlichen Einsatz im Gelände konzipiert. Leichte Trails stehen definitiv in seinem Lastenheft. Mit der Ausstattung lehnt sich Scott nicht aus dem Fenster und verbaut Anbauteile wie die allermeisten Hersteller in diesem Segment.
Gewicht & Ausstattung
Viele Kinder träumen von Federgabeln. In der Realität arbeiten diese beim niederen Gewicht von Kindern aber häufig schlecht. Die SR Suntour Gabel im SCOTT SCALE 24 BIKE ist typisch in dieser Preisklasse. Leider lässt sie sich nur bedingt auf das Fahrergewicht anpassen.
Reifen sind ein entscheidendes Bauteil für das Fahrverhalten und den Charakter eines Bikes. Die 2,2 Zoll Kenda Reifen fallen, gemessen an dem was bei 24 Zoll Bikes üblich ist, breit aus. Durch ihr hohes Volumen können sie kleinere Schläge abschwächen und erhöhen so die Geländetauglichkeit unabhängig von der Gabel.
Für Kinder ist es extrem wichtig, dass sich die Bremsen mit sehr wenig Handkraft bedienen lassen. Die V-Brakes (Felgenbremsen) sind leicht und technisch extrem simpel. Das ist für Kinder Mountainbikes meist zweckmäßig. In den Punkten Dosierbarkeit und Bremspower sind sie jedoch den Scheibenbremsen unterlegen.
Die achtfach Kassette am SCOTT SCALE 24 BIKE ist kein Highlight, erfüllt in den aller meisten Fällen aber ihren Zweck. Die Shimano Schaltung funktioniert.
Größeneinschätzung & Ergonomie
Für Kinder sind kurze Kurbeln extrem wichtig, weil sich nur mit kurzen Kurbeln ergonomisch in die Pedale treten lässt. Mit 140 mm fallen die Kurbeln extrem kurz aus. Hier haben die Porduktmanager Köpfchen bewiesen. Weil der Hersteller eine Größenempfehlung schuldig bleibt, geben wir hier noch eine Orientierungshilfe. Zwischen 125 und 140 cm Körpergröße sollte dein Kind auf dieses Bike passen.
Scott Spark: Cross-Country-Fully für höchste Ansprüche
Das Scott Spark verkauft sich wie ein Flachbildfernseher im Black Friday Super-Sale. Im Test des aktuellen Topseller-Bikes nehmen wir die Erfolgsstrategie dieses auffallend stark nachgefragten Modelles auseinander. Doch Systemintegration und Wettkampferfolge können nur teilweise der Grund für den Run auf das Carbon-Fully von Scott sein. Vielmehr hat sich das Spark über die letzten Jahren als regelrechte Marke unter den Cross-Country-Fullys etabliert. Inzwischen bietet Scott unzählige Versionen zum Kauf an und auch die Optionen mit mehr Federweg, wie unser Testbike Scott Spark 920 TR, stehen selten lange im Ladenfenster.
Die Erfolgsgeschichte des Scott Spark ist untrennbar mit Cross-Country-Superstar Nino Schurter verbunden. Was der Schweizer am Steuer des Bikes mit dem integrierten Dämpfer auf der großen Bühne zeigte, versetzte Fans weltweit in Kauflaune. Natürlich strahlt die Werbe-Kraft des Publikumslieblings auf die Trailbike-Version ab. Zehn Millimeter mehr Knautschzone an der Front machen das Spark auch abseits der Rennstrecke zu einem begehrten Untersatz. Von der XC-Basis bleiben zwei Flaschenhalter und das altbekannte Twinloc-System zur Druckstufen-Steuerung vom Lenker aus. Über ein Steuersatz-Insert lässt sich der Lenkwinkel um 0,6 Grad manipulieren. Das letzte größere Neuheiten-Paket war dem Spark vor gut zwei Jahren vergönnt. Damals wählten die BIKE-Leser das aufgebohrte Race-Fully gar zum beliebtesten Trailbike des Jahres. Lässt sich die Beliebtheit auch Ende 2024 noch nachvollziehen?
Scott Spark 920 TR: Details & Preis
- Einsatzbereich: Trail / Tour
- Federweg: 130 / 120 mm
- Laufradgröße: 29”
- Rahmenmaterial: Carbon
- Gewicht: 13,3 kg
- Preis: 5499 Euro
- Vertriebsweg: Fachhandel
- Garantie: 5 Jahre
- Maximales Systemgewicht: 128 Kilo
- Besonderheiten: integrierter Dämpfer, Lenkwinkelverstellung, zwei Flaschenhalter
Ausstattung des Scott Spark 920 TR
- Gabel: Fox Float 34 Performance
- Dämpfer: Fox Nude 5T
- Schaltung / Bandbreite: Sram GX Eagle AXS Transmission / 520 %
- Bremsen: Sram DB8 / 180/180 mm
- Laufräder: Syncros Silverton 2.5
- Reifen: Schwalbe Wicked Will Evo Addix Soft/Speedgrip Superrace TLE
- Sattelstütze / Hub: Syncros Duncan / 150 mm
Das Trailbike von Scott im Praxis-Test
Dass Schurter bergab der Konkurrenz davonfliegt, wundert angesichts der guten Hinterbaufunktion des Scott Spark wenig. Dafür, dass der 120-Millimeter-Hinterbau ursprünglich für Racer entwickelt wurde, flubbert das Bike wunderbar sensibel und mit hohen Fahrwerksreserven über den Wurzelteppich. Allerdings wird das sehr steife hintere Rahmendreieck aus Alu in schrofferem Terrain schnell zum Ping-Pong-Spielball. Im Vergleich zu seinen Artgenossen besitzt das Spark ein mächtig langes Sitzrohr. Zusammen mit der üppigen Vorbaulänge wirkt das Konzept in steilen Downhills sperrig.
Durch die frontlastige Fahrposition werden am Scott Spark 920 TR die meisten Vorzüge des flachen Lenkwinkels verspielt. Zusätzlich beschneidet die suboptimale Vorstellung des Schwalbe Wicked Will das Sicherheitsempfinden. Selbst in der weichen Gummimischung vorne kommt der Reifen früh ins Rutschen und setzt Vollgas-Abfahrten klare Limits. Hier schlummert Tuning-Potential! Am gewöhnungsbedürftig gekröpften Lenker machen die Sram-DB8-Bremshebel einen martialischen Eindruck. Umso größer unsere Überraschung über ihre halbherzige Verzögerungsleistung.
Auch, wenn Twinlock inzwischen ein wenig angestaubt wirkt: Die Druckstufen-Fernsteuerung von Gabel und Dämpfer gleichzeitig funktioniert gut. Ein Daumendruck und das generell wenig wippanfällige Spark wird zur Effizienz-Maschine. Mit etwas Übung lässt sich der dreiteilige Hebel auf der linken Lenkerseite super bedienen. Durch den verhältnismäßig flachen Sitzwinkel und das ausladende Cockpit wird die Sitzposition in die Länge gezogen. Sportliche Touren mit hohem Tretanteil sind das bevorzugte Einsatzgebiet des Scott. Hierzu passen auch die flott rollenden Reifen. In tiefem Schotter und auf feuchten Trail-Uphills bleibt die Traktion aber auf der Strecke.
In der Trailbike-Kategorie gibt es heute deutlich souveränere Abfahrer als das Scott Spark TR. Dessen Stärken kommen auf Touren durch wechselnde Geländetypen am besten zur Geltung. Der Vorwärtsdrang ist hoch, der Charakter sportlich. Wird es steil, fordern Reifen- und Bremsenwahl eine geschulte Fahrtechnik.
Aus dem Testlabor: Scott Spark 920 TR
- Gesamtgewicht: 13,32 kg ohne Pedale
- Gewicht Laufräder: 4808 g
- Laufradträgheit: 3629 kg x cm²
Scott Lumen eRide: Light-EMTB für sportliche Trail- und Tourenbiker
Das Scott Lumen eRide ist so etwas wie die Speerspitze des aktuellen Light-EMTB-Trends. Nur 17 Kilo bringt das leichte Trailbike auf die Waage - eine Ode an das Gewicht. Die Preise für EMTBs sind heftig. Scott verlangt für sein Lumen eRide 900 9.999 Euro. Und das ist eine Preisklasse, an die man sich bei E-Mountainbikes leider schon gewöhnt hat. Eine Besonderheit ist das Fox-Fahrwerk mit Scotts eigener Twin-Loc-Technologie. Damit lassen sich Federgabel und Dämpfer per Lenkerfernbedienung gleichzeitig in drei Modi schalten: Descend, Traction Control und Lockout. Die Ausstattung ist hochwertig, dennoch gibt die Gabel Anlass zur Kritik.
- Gewicht: 16,99 kg in Gr. M
Mit seinem geringen Gewicht stößt das Lumen fast schon in das Segment der Muskelbikes vor. Der kompakte Mittelmotor versteckt sich fast unsichtbar im Tretlagerbereich. Schon das Datenblatt verrät, dass er mit 50 Nm Drehmoment nur sanft anschiebt. Dafür ist er leicht und leise. Nur 1,5 kg wiegt der Motor, der von TQ aus Bayern kommt. Zum Vergleich: Der Turbo SL 1.2 von Specialized hat das gleiche Drehmoment, wiegt aber 430 Gramm mehr. Der Bosch CX-Motor liefert satte 85 Nm Drehmoment, wiegt aber mit knapp 3 Kilo fast das Doppelte. Mit schlanken 8 cm Durchmesser ist der sichtbare Teil des Motors so klein wie eine Kaffeetasse. Ein 32er Kettenblatt ist größer. Schaut man sich das Lumen auf der Antriebsseite an, wirkt es wie ein Muskelbike auf Steroiden. Der Motor - fast unsichtbar.
Ein Blickfang ist das Lumen allemal. Auch weil man sich fragt, ob da nicht etwas fehlt? Ein Fully ohne Dämpfer? Gut geschützt vor Schmutz und Wasser versteckt sich der Dämpfer unsichtbar im Sitzrohr. Was aufregend anders und aufgeräumt aussieht, bedeutet einen Mehraufwand beim Einstellen des Dämpfers. Eine Serviceklappe vor dem Motor ermöglicht den Zugang zum Dämpfer. Um gut an den Dämpfer zu kommen, stellt man das Bike am besten auf den Kopf. Zum Einstellen des Luftdrucks liefert Scott eine Ventilverlängerung mit. Hat man die Verlängerung nicht zur Hand, braucht man etwas Fingerspitzengefühl. Fingerfertigkeit ist auch beim Einstellen der Zugstufe gefragt, denn der Dämpfer versteckt sich hinter Kabelsalat.
Für Tourenbiker mit einem Faible für Ganztagestouren ist die integrierte Rahmenkonstruktion ein großer Vorteil. Im Rahmendreieck ist Platz für zwei Trinkflaschen - eine Seltenheit bei E-Bikes. Wen die Reichweitenangst plagt, der kann den Flaschenhalter am Unterrohr gegen einen Range Extender tauschen. 160 Wh bietet der trinkflaschengroße Zusatzakku.
Das Motorsystem überzeugt durch ein unvergleichlich harmonisches Fahrgefühl. Mit einem kaum wahrnehmbaren Sound schiebt der Motor gutmütig an. Sein Charakter erinnert an ein Gefühl aus der Kindheit, wenn Papa die Hand auf den Rücken legte, um bergauf zu schieben. Das Ansprechverhalten des Motors ist hervorragend, dennoch zieht er beim Anfahren nicht abrupt an, sondern moduliert die Kraft sehr kultiviert. Das Ein- und Auskuppeln des Motors ist nicht zu spüren, dadurch fährt sich das Lumen eRide sehr geschmeidig und fast so natürlich wie ein Muskel-Bike. Motorgeräusche sind - wenn überhaupt - kaum zu hören. Die Bedienung des Motors ist intuitiv. Das Display im Oberrohr ist gut ablesbar und liefert die wichtigsten Informationen. Für einen genussvollen Uphill-Flow auf technischen Trails fehlt es dem Motor allerdings etwas an Durchzugskraft. Dafür geht es auf allen anderen Strecken zügig bergauf.
Viele E-Mountainbike-Fullies bieten heute Federwege von 150 mm und mehr. Damit sind die meisten Modelle im All-Mountain-Segment angesiedelt. Trailbikes wie das Lumen eRide haben weniger Federweg. 130 mm sind die Regel - so auch beim Scott. E-Bikes hingegen sind systembedingt schwer und damit weniger wendig - daran ändert auch ein kurzer Federweg nichts. Viele Hersteller nutzen daher lieber gleich das Plus an Federweg und rüsten ihre E-MTBs mit dicken Gabeln und Dämpfern aus. Scott verfolgt ein eigenes Konzept und setzt trotzdem auf wenig Federweg. Obwohl das Bike so schwer ist wie ein Wettkampf-Downhiller aus dem Weltcup, soll das Lumen auf sanften Trails flink wie ein Wiesel sein. Die agile Geometrie und der leichte Laufradsatz hauchen dem Lumen Leben ein. Die 17 kg Gewicht sind schnell vergessen. Vor allem im Vergleich zu anderen E-Bikes marschiert das Lumen spritzig nach vorne, was nicht nur am Motor, sondern auch am steifen Rahmen liegt. Die Kraftübertragung von den Pedalen auf das Hinterrad ist hervorragend. Will man kraftvoll in den Wiegetritt gehen oder steile Rampen erklimmen, hilft das Twin-Loc-Federungssystem, dass die Beinkraft nicht im Fahrwerk verpufft. Der mittlere Modus heißt „Traction Control“ und bietet schon beim Treten spürbaren Gegenhalt. Im Gelände hat man trotz straffer Federung viel Grip am Hinterrad. Das Lumen liebt enge Kurven und schnelle Richtungswechsel. Bergab vergisst man schnell, dass man auf einem E-Bike sitzt.
Man merkt, dass sich der Großteil der Masse sehr zentral um den Tretlagerbereich befindet. Die Teile, die am weitesten von der Mitte entfernt sind, also Laufräder, Reifen und Federgabel, sind dagegen leicht. Sobald ab 25 km/h die Motorunterstützung wegfällt, lässt sich der TQ-Motor ohne spürbaren Widerstand treten. Sprintet man mit dem Lumen über wellige Trails, spürt man keine Einschränkungen durch den Motor. Auch beim Treten in der Ebene ist das ein großer Vorteil. Das Konzept aus kurzem Federweg, leichten Komponenten und ausgewogener Geometrie geht auf. Das Lumen ist ideal für sportliche Trail- und Tourenbiker, die kräftig in die Pedale treten können, aber mit etwas Unterstützung schneller ans Ziel kommen wollen. Je härter die Trails, desto schneller wird der geringe Federweg zum limitierenden Faktor. Obwohl die Geometrie durch den langen Hinterbau und den moderaten Lenkwinkel eine erstaunliche Laufruhe vermittelt, wird man bei hohen Geschwindigkeiten in Steinfeldern ordentlich durchgeschüttelt. Federweg kann eben nur durch Federweg ersetzt werden. Spaß macht das Lumen dennoch. Seine Stärken spielt es auf flüssigen Trails aus. Auch die Reifen bieten nicht die nötige Pannensicherheit, um mit Vollgas über Stock und Stein zu fahren.
Mit dem Lumen eRide gelingt Scott der Brückenschlag zwischen Muskel-Bike und EMTB. Auf langen Touren bietet der harmonische TQ-Motor die richtige Unterstützung, um zügig voranzukommen, ohne abends völlig erschöpft ins Bett zu fallen. Denn mit 360 Wattstunden fällt der integrierte Akku eher klein aus. Für ruppige Trails gibt es definitiv bessere Bikes im Portfolio von Scott.
Scott Aspect: Einsteiger-Mountainbikes für preissensible Fahrer
Mit der Aspect Serie ermöglicht Scott preissensiblen Anfängern den Einstieg in den Bikesport. Ein geringes Gesamtgewicht bedeutet mehr Fahrspaß im Gelände. Wenn die Herstellerangabe von 13,95 kg stimmt, zählt das ASPECT 930 zu den leichteren Einsteiger-Bikes, die man für unter unter 1000 Euro bekommt. Ein gewisser Spaßfaktor ist damit garantiert. Du hast keine Ahnung, ob du ein laufruhiges oder verspieltes Handling bevorzugst? Dann machst du mit dem Scott Hardtail nichts falsch. Sein Fahrverhalten ist nämlich angenehm ausgeglichen. Wer keine besonderen Vorlieben bei der Sitzposition hat, macht mit dem Einsteiger-Bike ASPECT 930 nichts falsch. Denn im Sattel nimmt man eine ausgewogene Haltung ein. Die Shimano-Bremse verzögert exzellent. Bei der Konkurrenz muss man für die gleiche Bremskraft tiefer in die Tasche greifen.
Die Schweizer von Scott bieten ihre Einsteiger Bikes wie das ASPECT 750 auch noch mit kleinen 27,5 Zoll Laufrädern an. Ein geringes Gesamtgewicht bedeutet mehr Fahrspaß im Gelände. Ein gewisser Spaßfaktor ist damit garantiert. Mit 435 mm kurzen Kettenstreben und einem nicht zu flachen Lenkwinkel lässt es sich herrlich verspielt über die Trails düsen. Wenn du effizient und zügig voran kommen willst, kommt dir die sportliche Sitzposition entgegen. Gut rollende Reifen, die 536 Prozent Bandbreite der Gangschaltung und die Blockiermöglichkeit des Fahrwerks unterstreichen die sportlichen Ambitionen im Anstieg.
Weitere Informationen über Scott Fahrräder
Der Name Scotts rekurriert auf den US-Amerikaner Ed Scott, der das Unternehmen im Jahr 1958 gründete. Obwohl die USA nicht als typische Fahrradnation gelten, sind Scott-Räder hierzulande sehr beliebt. Meilensteine sind die das Genius, ein Fullsuspension Bike mit drei Dämfereinstellmöglichkeiten, das nur 899 Gramm schwere Scale oder das G-Zero aus dem Jahr 1998 als das leichteste Moutainbike seiner Zeit. Eine weitere Innovation ist die Unishock-Federgabel, mit der Scott das Zeitalter der vollgefederten Mountainbikes einläutete.
Scott folgt dem seit 2011 ausgerufenen Trend, die bislang üblichen 26-Zoll-Reifen als Einheitsgröße bei Mountainbikes immer mehr in Frage zu stellen - hin zu großen 29-Zoll-Laufrädern und zugunsten von mehr Laufruhe, Traktion und Fahrkomfort. Die Angebotspalette dieser „Twenty-Niner“ erstreckt sich über die Serien Spark, Scale, Genius und Aspect. Auch die aktuelle 27,5-Zoll-Bewegung (sprich 650B) wird bedient - eine Reifen-Zwischengröße, die inzwischen selbst der amerikanische MTB-Hersteller Specialized nicht mehr ignoriert, für den sie bislang wegen zu großer Ähnlichkeit zur 26-Zoll-Geometrie tabu war. Mit dem Spark, Genius und Genius LT führt Soctt inzwischen komplette Fully-(Full-Suspension)-Flotte im neuen Zwischenmaß.
Seit jeher stellt Scott Jahr für Jahr neue Rekorde in Sachen Leichtbau auf - zum Beispiel mit dem Triathlonrad Plasma oder mit dem Hardtail-Mountainbike Scale. Eine Zugnunmer ist das Endorphin als erstes Mountainbike aus Karbon, das Scott bis heute sehr konsequent als Material für besonders leichte, verschleißfeste und dynamische Rahmen einsetzt. Speziell durch die Entwicklung neuer Karbon-Technologien und deren Verwendung bei Mountainbikes und Rennrädern konnte Scott sich eine Sonderstellung am Markt etablieren. Das aktuellste Beispiel für die Scott-Schlankheitskur hört auf den Namen IMP3-Carbon-Technologie, mit der Scott vor allem durch Weglassen von überflüssigem Material noch leichtere Rahmen baut.
Mit seiner E-Bike-Linie ist Scott wie fast alle Radhersteller inzwischen auf ein wachsendes Markt- und Kundenbedürfnis nach Fahrrädern mit elektrischem Rückenwind.eingeschwenkt. Scott-typisch wirkt die E-Bike-Angebotspalette sehr sportlich. Trendbewusst hat Scott auch City- und Tourenräder ins E-Portfolio intergriert. In der E-Sportster-Serie finden sich tourentaugliche Cityräder mit guter Ausstattung, die vor allem für das flotte Radeln gemacht“ sind. Das Trekkingrad der Serie E-Spark empfiehlt Scott für E-Pedaleure, die sich vom „frischen Wind in den Bergen“ umwehen lassen möchten.
Verwandte Beiträge:
- E-Bikes für Damen: Test, Kaufberatung & Modelle 2024
- Amazon E-Bikes: Test, Vergleich & Kaufberatung der besten E-Bikes
- Verkehrszeichen für Fahrradfahrer: Übersicht & Erklärung
- Magura MTB Bremse Test: Der Ultimative Vergleich für Maximale Bremskraft und Kontrolle
- Die SteverLandRoute: Dein ultimativer Radweg für unvergessliche Entdeckungen!
Kommentar schreiben