Stellen Sie sich vor, Ihr Fahrrad ist weg; vermutlich hat es sich ein Dieb oder eine Diebin geschnappt. Sobald Sie den Diebstahl bemerken, gehen Sie in Ihre Kommandozentrale und setzen einen Satelliten darauf an, Ihr Fahrzeug zu finden. Innerhalb von Minuten haben Sie seinen Aufenthaltsort auf wenige Meter genau lokalisiert. Was klingt wie Science-Fiction, ist heute schon längst Realität.
Ein kostengünstiger GPS-Tracker genügt, um gestohlene Fahrräder wiederzufinden. Eine Kommandozentrale und einen eigenen Satelliten braucht dafür allerdings niemand. Viele hochwertige E-Bikes und Pedelecs sind bereits ab Werk mit dieser Technik ausgestattet, aber alle anderen Fahrräder müssen nicht darauf verzichten.
GPS-Tracker arbeiten mit derselben Technik wie GPS-Navigationsgeräte, sie sind allerdings deutlich kleiner und einfacher. Immer mit an Bord ist aber ein Empfänger für die Signale der Satelliten des Global Positioning Systems (GPS), der eine auf wenige Meter genaue Bestimmung des Standorts ermöglicht. Ein Bildschirm und ein Speicher für Kartenmaterial sind in der Regel nicht verbaut.
Der Gedanke, das eigene Fahrrad jederzeit orten zu können, ist faszinierend. Allerdings verhindert ein GPS-Tracker keine Diebstähle. Er erhöht nur die Chance, das Fahrrad zurückzubekommen, sollte es gestohlen werden. Ein GPS-Tracker kann somit zwar eine sinnvolle Ergänzung sein, ersetzt jedoch keinen Diebstahlschutz.
Sinnvoll ist auch eine Codierung des Fahrradrahmens, wie sie zum Beispiel der Fahrradclub ADFC anbietet. Sie macht Ihr Rad für DiebInnen unattraktiv, da sich codierte Räder nur schlecht weiterverkaufen lassen. Sollte Ihr Rad trotzdem gestohlen werden, haben Sie mit der in den Rahmen gestanzten Nummer eine bessere Chance, es zurückzubekommen.
Ob darüber hinaus ein GPS-Tracker sinnvoll ist, hängt vor allem vom Preis des Fahrrads und von Ihrem Nutzungsverhalten ab. Für ein Rennrad, das nur am Wochenende zum Sport benutzt wird und das seine Zeit ansonsten sicher verwahrt in den eigenen vier Wänden verbringt, ist ein Tracker auch eher eine überflüssige Vorsichtsmaßnahme. Für ein jahrzehntealtes Bahnhofsrad dürfte sich die Investition in einen GPS-Tracker kaum lohnen, dafür ist das Rad einfach nicht mehr genug wert. Für ein halbwegs wertvolles Rad, das viel im Alltag gefahren wird, ist ein GPS-Tracker jedoch eine sinnvolle zusätzliche Sicherheitsmaßnahme.
GPS-Tracker mit und ohne SIM-Karte
GPS-Tracker für das Fahrrad gibt es sowohl mit Mobilfunkmodul als auch ohne. Um das Mobilfunkmodul zu nutzen, benötigen die Geräte allerdings eine SIM-Karte und somit einen Mobilfunktarif. Dadurch entstehen laufende Kosten. Das lässt Ortungsgeräte, die keine SIM-Karte benötigen, attraktiv wirken. Allerdings ist der Nutzen dieser Geräte beschränkt.
Sie reagieren zwar mit einem Alarmsignal, wenn das Fahrrad aus einer vorab definierten Zone entfernt wird, doch ohne Mobilfunkverbindung ist es unmöglich, den Standort vom Smartphone oder Computer aus abzurufen. Wer eine gute Chance haben will, sein gestohlenes Fahrrad wiederzufinden, kommt um einen GPS-Tracker mit Mobilfunkanbindung nicht herum. Somit bringen sie kaum mehr als andere Alarmvorrichtungen, etwa Bewegungsmelder.
Dass dafür ein eigener Mobilfunkvertrag nötig ist, mag zunächst abschrecken. Allerdings brauchen Sie für einen GPS-Tracker keine Flatrate wie für Ihr Smartphone. Schließlich fallen für übliche Mobilfunkverträge monatliche Kosten von 20 bis 30 Euro und mehr an. Schließlich wird die Mobilfunkverbindung sehr selten genutzt - nur wenn das Fahrrad abhandenkommt, muss sie funktionieren.
Optionen für Mobilfunktarife
Besonders viel Auswahl haben Sie bei einem Tracker mit SMS-basierter Ortung. Sie können also fast jede beliebige Prepaid-SIM-Karte ohne Grundgebühr verwenden. Dafür brauchen Sie nämlich keinen Datentarif. Auch bei einem Tracker, der das Internet für die Kommunikation nützt, können Sie auf Prepaid-Tarife zurückgreifen. Bei vielen Anbietern ist es möglich, Datenvolumen bedarfsweise zu buchen. Achten Sie dabei auf kleine, günstige Datenpakete. Der GPS-Tracker schickt nicht gigabyteweise Daten über den Äther.
Bedenken Sie allerdings, dass die Nummer bei den meisten Anbietern ohne regelmäßige Aufladung gelöscht wird. Üblich ist, dass mindestens alle 6 Monate 20 Euro aufgeladen werden müssen.
Besonders bequem sind Fahrrad-GPS-Tracker, die gemeinsam mit einem vorausbezahlten Mobilfunktarif verkauft werden. Von I LOCK IT gibt es beispielsweise ein Speichenschloss mit integriertem GPS-Tracker, bei dem mit dem Kaufpreis bereits die Datenverbindung für zwei Jahre im Voraus abgegolten wird. Danach kostet jeder weitere Monat 2,90 Euro. Es fallen also nicht mehr Kosten an als bei der Nutzung eines üblichen Prepaid-Tarifs.
Noch weiter geht der Anbieter velocate. AnwenderInnen bezahlen einmalig einen Kaufpreis von rund 200 Euro, laufende Kosten entstehen ihm nicht. Sein Rücklicht mit integriertem GPS-Tracker inkludiert eine Lifetime-Servicepauschale. Gegen Missbrauch hat sich velocate gleich mehrfach abgesichert: Der Tracker kommt nicht mit einer austauschbaren SIM-Karte, sondern mit einem fest verbauten M2M-Chip.
Das verhindert, dass der Datentarif missbräuchlich von einem anderen Gerät verwendet wird. Zudem kann man ein Fahrrad nicht nach Belieben tracken, sondern nur, um es nach einem Diebstahl wiederzufinden. Und schließlich versteht velocate unter „Lifetime“ die Zeit bis zur Einstellung des Supports für das Produkt.
Gut ist, dass dank EU-Richtlinien innerhalb der EU keine Roaming-Gebühren mehr fällig sind. Egal ob SMS oder Datenverbindung: Eine kleine Auslandsreise kostet nichts extra - auch dann nicht, wenn Ihr Rad sich ohne Sie über die Grenze davonmacht. Angst vor explodierenden Kosten müssen Sie aber auch in diesem Fall nicht haben. Im außereuropäischen Ausland hingegen fallen sehr wohl noch Roaming-Gebühren an.
Funktionen und Alarme
Das Tracking ist die namensgebende Hauptfunktion jedes GPS-Trackers. Mit Geofencing definieren Sie einen Radius, den das Fahrrad nicht verlassen darf, einen virtuellen Zaun (Englisch: fence) sozusagen. Verlässt das Rad diesen Radius, erhalten Sie einen Alarm auf dem Smartphone.
Neben dem Alarm der Geofencing-Funktion können manche Tracker auch dank integriertem Bewegungsmelder einen Alarm auslösen, sobald das Rad bewegt wird. Dieser Alarm beschränkt sich meistens nicht auf eine SMS oder eine Benachrichtigung des Besitzers beziehungsweise der Besitzerin per App: Eine lautstarke Alarmsirene macht Umstehende auf den Fahrraddiebstahl aufmerksam - oder geht zumindest dem Dieb oder der Diebin gehörig auf die Nerven.
Dadurch verliert der Fahrradtracker aber seine größte Stärke, seine Unauffälligkeit. Wenn ein Dieb oder eine Diebin auf die Ortungsvorrichtung aufmerksam wird, könnte er beziehungsweise sie sie ausbauen.
Ein großer Nachteil des GPS-Systems ist, dass der Empfang der Satellitensignale störanfällig ist. Manchmal genügt auch schon eine enge Häuserschlucht, um den Kontakt zum Satelliten zu unterbrechen. Verstaut der Dieb oder die Diebin Ihr Rad zum Beispiel in einem Keller, besteht kaum eine Chance, es zu orten. Für solche Fälle setzen manche GPS-Tracker auf die Funkverbindung Bluetooth.
Ein Bluetooth-Signal reicht zwar nur wenige Meter, kann aber mitunter auch dann empfangen werden, wenn das GPS-Signal blockiert ist. Falls die Ortung des Fahrrads also nicht möglich ist, können sie sich an die letzte getrackte Position begeben und dort per Bluetooth nach dem Fahrrad suchen.
Versteckmöglichkeiten
Fahrrad-GPS-Tracker haben ein grundsätzliches Problem: Sobald ein Dieb oder eine Diebin sie entdeckt, kann er oder sie sie mit mehr oder weniger großem Aufwand entfernen oder deaktivieren. Es gilt also: Wer ein Fahrrad finden will, sollte den Tracker gut verstecken. Dem begegnen die Hersteller hauptsächlich dadurch, dass sie ihre Tracker möglichst gut tarnen.
Als Versteck für Tracker haben sich vor allem zwei Stellen etabliert: das Sattelrohr und das Rücklicht. Ein Tracker, der im Sattelrohr versteckt wird, ist von außen absolut unsichtbar. Rücklichter mit integriertem GPS-Tracker gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen. Günstigere Geräte fallen meist allein durch Ihre Größe schon auf, ein aufmerksamer Fahrraddieb erkennt sie auch am Einschub für die SIM-Karte und eventuell sogar an der Elektronik des Trackers, die durch das rote Acrylglas des Rücklichts hindurchschimmert.
Um so einen Tracker zu entfernen, benötigt man Spezialwerkzeug und muss ihn erst einmal finden, denn auch diese Tracker sind eher unauffällig. Mache E-Bikes sind ab Werk mit fest ins Tretlager integrierten GPS-Trackern ausgestattet. Beim Speichenschloss mit GPS-Tracker von I LOCK IT hingegen ist ein nachträglicher Einbau vorgesehen. Es schlägt laut Alarm, sobald ein Dieb sich am Fahrrad vergreift. Zwar ist es nicht unmöglich, es zu zerstören oder abzumontieren, aber einfach ist es bestimmt nicht.
Widerstandsfähigkeit und Stromversorgung
GPS-Tracker verbleiben dauerhaft am Fahrrad und ist daher schädlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Eine Ausnahme sind lediglich GPS-Tracker, die versteckt im Sattelrohr eingebaut werden; sie sind gut abgekapselt. Alle anderen sollten einen gelegentlichen Regenguss überstehen und auch durch Schmutz von der Straße nicht außer Gefecht gesetzt werden. Achten Sie daher darauf, dass das Gerät mit dem IP-Code IP67 gekennzeichnet ist.
Er bedeutet, dass es vor dem Eindringen von Staub geschützt ist und dass ihm zeitweiliges Eintauchen in Wasser nichts ausmacht.
Die Stromversorgung ist ein kritischer Punkt bei einem Fahrrad-GPS-Tracker. Wenn Sie das Gerät zu oft ausbauen und nachladen müssen, wird aus der Sicherheitsmaßnahme schnell ein Klotz am Bein. Die Gefahr, dass der Akku ausgerechnet dann leer ist, wenn das Rad gestohlen wird, ist groß - in dem Fall hätten Sie von dem Tracker nichts gehabt außer Mühen.
Zum Glück sind Tracker mit ausgesprochen langer Akkulaufzeit erhältlich. Die Akkulaufzeit fällt bei Fahrrad-GPS-Trackern recht unterschiedlich aus. Sie reicht von wenigen Tagen bis hin zu einem halben Jahr. Mit der längsten Akkulaufzeit können meistens GPS-Tracker aufwarten, die für den Einbau im Sattelrohr gedacht sind. Dort ist nämlich auch genug Platz für einen großen Akku. Tracker, die als ein anderes Bauteil getarnt sind, etwa als Rücklicht oder als Speichenschloss, halten weniger lange durch.
Der ideale Fahrrad-GPS-Tracker ist gut versteckt und nicht leicht abzumontieren. Diese beiden Ziele stehen allerdings einer einfachen Wartung entgegen. Modelle, die ohne Werkzeug von Hand abgenommen werden können, wie manche Rücklichter mit GPS-Tracker, sind zwar bequem für den Anwender, aber auch ein Dieb kann sie einfach loswerden. In der Regel brauchen Sie zumindest einen Schraubendreher, um den Tracker zum Laden abzumontieren. Umso wichtiger ist eine lange Akkulaufzeit.
Sobald sie eingebaut sind, kann der Fahrer bis zum eventuellen Diebstahl des Rads vergessen, dass er überhaupt einen GPS-Tracker besitzt. Eine elegante Lösung für das Problem des Ladens sind Fahrrad-GPS-Tracker, die mit der Stromversorgung des Fahrrads verbunden sind. Das ist bei ab Werk verbauten GPS-Trackern von E-Bikes meistens der Fall. Sie laden ihre Akkus mit dem Strom der Hauptbatterie.
Aber auch viele moderne Fahrräder ohne Hilfsmotor verfügen über eine zuverlässige Stromquelle in Form eines Nabendynamos. Dieser kleine Generator in der Nabe des Vorderrads erzeugt immer Strom, wenn das Fahrrad fährt. Nachts wird er für die Lichtanlage genutzt, tagsüber kann er einen GPS-Tracker laden. Der Einbau von Fahrrad-GPS-Trackern mit Dynamoanschluss ist allerdings komplizierter als der von rein akkubetriebenen Modellen.
Rechtliche Aspekte und Kaufempfehlungen
Dass Sie einen GPS-Tracker nur an Ihrem eigenen Fahrrad anbringen sollten, versteht sich von selbst. Da das Gesetz relativ neu ist, könnten noch vereinzelt solche Tracker auf dem Markt sein. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Seit dem Jahr 2018 ist es untersagt, GPS-Tracker mit eingebautem Mikrofon zu nutzen oder auch nur zu besitzen; sie gelten als verbotene Abhöranlagen. Vom Kauf wird dringend abgeraten.
Spezielle Vorsicht sollten Sie auch beim Kauf von Trackern in ausländischen Webshops walten lassen. Die Verkäufer interessieren sich meistens wenig für die Gesetzeslage im Zielland, sodass die Gefahr besteht, versehentlich einen illegalen Tracker zu erwerben.
Preisspanne und Testberichte
Preislich gibt es bei Fahrrad-GPS-Trackern eine große Spannbreite. Das Spektrum reicht von Billigstgeräten für knapp mehr als 30 Euro bis hin zu Modellen für rund 200 Euro. Bei Letzteren wird meist eine Servicepauschale für mindestens ein Jahr mitverkauft, die auch die Mobilfunkverbindung das Geräts abdeckt. Das relativiert den hohen Preis.
GPS-Tracker sind keine Produktkategorie, die die renommierte Stiftung getestet hat. Deutschlands erste Anlaufstelle für Tests von Produkten aller Art, die Stiftung Warentest, enttäuscht leider. Überhaupt sind ausführliche, vergleichende Tests von Fahrrad-GPS-Trackern nicht zu finden.
Das erfreuliche Ergebnis des Tests: Alle vier Räder wurden dank des Trackers gefunden. Auf unterhaltsame Weise demonstrierte allerdings der SWR-Marktcheck die Wirksamkeit von Fahrrad-GPS-Trackern. Für den Test wurde ein Team aus acht freiwilligen TesterInnen gewonnen. Einige Probleme gab es allerdings beim Einbau des Tracking-Rücklichts von velocate, er dauerte länger als bei den anderen Testkandidaten und gelang dem Fachmann nur nach Rückfrage beim Hersteller.
Auch die Verbindung des Trackers mit der App ließ sich nicht so unkompliziert herstellen wie bei den anderen Systemen. Dafür zeichnete sich die velocate-App durch besonders genaues Tracking auf einer detaillierten Karte aus. Beim Test des SWR zeigte sich auch, dass die Verbindung zum Tracker von I LOCK IT verloren ging, sobald das Rad mit dem Tracker in ein Auto geladen wurde.
Wer wissen will, wo Fahrrad, Rucksack oder Auto sind, kann sie per GPS-Tracker finden. Wir haben viele Geräte mit und ohne Abo-Modell getestet und zeigen die besten GPS-Tracker. Ein Polizist, der im Rahmen des Tests befragt wurde, bestätigte, dass GPS-Tracker ein gutes System zur Wiederbeschaffung von gestohlenen Fahrrädern sind.
Hier eine Übersicht von GPS-Trackern, die in verschiedenen Tests gut abgeschnitten haben:
- Paj GPS Power Finder: Robust und zuverlässig mit langer Akkulaufzeit und präziser Ortung.
- Onntrack Portable Pro+: Keine Folgekosten, detailreiche App und starke Magnetbefestigung.
- Trackilive TL-60: Präzises Live-Tracking und lange Akkulaufzeit.
- Winnes TK 905: Flexibel durch freie SIM-Karten-Wahl und robustes Gehäuse.
- Invoxia GPS Tracker: Lange Akkulaufzeit und unauffällige Optik.
- Tkmars GPS Gerät: Robuste Hardware und starke Akkuleistung.
Stundenlang nach dem vermeintlich geklauten Fahrrad zu suchen, kann zermürbend sein. Horrorszenario ist auch, wenn man das Kind im weitläufigen Freizeitpark aus den Augen verliert. Hat man kein iPhone in Verbindung mit Airtags zur Hand, sind GPS-Tracker auch für weitere Entfernungen die genauere Alternative. Sie setzen auf die Kombination aus Mobilfunk per SIM-Karte und GPS-Ortung.Im Gegensatz zu Apple Airtags sind GPS-Tracker damit jederzeit vollkommen eigenständig und zur Ortung nicht auf weitere Geräte in der Umgebung angewiesen.
Der über GPS erfasste Standort wird per Mobilfunk an das Smartphone gesendet. Viele der Tracker arbeiten mit einem Abo, über das die integrierte SIM-Karte mit laufenden Kosten freigeschaltet wird. Andere Hersteller schalten die SIM-Karte direkt ohne Abo frei - oder man muss selbst eine SIM-Karte einlegen. Wir haben uns GPS-Geräte mit und ohne SIM-Karte angesehen und zeigen, welche Funktionsweise für wen infrage kommt und von welchen Modellen man die Finger lassen sollte. Zudem petzt ein GPS-Tracker nicht per Alarm an den Dieb, dass er sich in dessen Nähe aufhält - so wie es Airtags und ihre Android-Pendants für Google Find my Device machen.
Jeden der Fahrzeug-Tracker haben wir in unterschiedlichen Einsatzgebieten zu Fuß, im Auto und im Zug dabeigehabt (wobei dort aufgrund der Metall-bedampften Scheiben kein guter Empfang ist) und unseren Standort durchgehend getrackt.
Empfehlenswerte GPS-Tracker im Detail
Paj GPS Power Finder
Vorteile: Robustes, spritzwassergeschütztes Gehäuse, präzise GPS-Ortung, lange Akkulaufzeit (bis zu 90 Tage), günstiger Preis.
Nachteile: Ortung bei schnellen Bewegungen etwas ungenauer, monatliche Gebühren für SIM-Karte.
Der Paj GPS Power Finder ist ein robuster GPS-Tracker mit extra langem Atem. Dank 10.000 mAh großem Akku sind bis zu 90 Tage Tracking möglich. Er überzeugt mit sehr präziser Ortung, vielen Alarmfunktionen und einer Akkulaufzeit von bis zu 90 Tagen. Dank spritzwassergeschütztem Gehäuse und großem Temperaturbereich ist der Power Finder auch für anspruchsvolle Einsätze geeignet.
Mit dem Power Finder hat der Hersteller Paj GPS nun einen besonders robusten und langlebigen GPS-Tracker im Angebot, der mit präziser Ortung und langer Akkulaufzeit punkten soll. Seine Größe und die magnetische Haltemöglichkeit prädestinieren ihn für den Einsatz im Auto oder Motorrad. Wir haben das Gerät ausführlich getestet.
Der Paj GPS Power Finder macht einen sehr stabilen und wertigen Eindruck. Das Kunststoffgehäuse ist robust und sauber verarbeitet. Mit 118 × 67 × 37 mm bei 280 g ist er kompakt und handlich. Die magnetische Rückseite ermöglicht eine einfache Befestigung. Zum Laden kommt ein moderner USB-C-Anschluss zum Einsatz. LEDs informieren über GPS-Empfang, Mobilfunkverbindung und Akkustand.
Die Aktivierung des Trackers erfolgt über die Webseite von Paj GPS. Die Steuerung des Power Finder ist sowohl über die App als auch über die Weboberfläche möglich. Auf einer Karte kann man den aktuellen Standort und aufgezeichnete Routen einsehen. Zusätzlich lassen sich interessante Orte speichern und benennen.
Der Power Finder alarmiert auf Wunsch bei Erschütterung, Geschwindigkeitsüberschreitung, Anheben des Geräts, niedrigem Akkustand oder beim Verlassen eines zuvor definierten Geofence-Bereichs. Die Benachrichtigungen erhält man dann in Form von Push-Nachrichten auf dem Smartphone. Praktisch ist auch die Möglichkeit, den Standort des Trackers manuell per SMS-Kommando abzufragen.
In der Praxis hängt die Ortungsgenauigkeit des Paj GPS Power Finder stark vom gewählten Verkehrsmittel ab. Besonders bei Fahrten mit dem E-Scooter oder zu Fuß mit dem Tracker im Rucksack ist die Aufzeichnung des Standortverlaufs sehr präzise. Hier sind die Abweichungen gering und die Genauigkeit nochmals höher als beim Salind 11. Bei schnelleren Fortbewegungsmitteln wie Auto oder Bahn zeigen sich hingegen etwas größere Ungenauigkeiten.
Der Akku hält je nach Nutzung 10 bis 90 Tage durch: 60 bis 90 Tage im Standby, 40 Tage bei einer Stunde Tracking pro Tag, 10 bis 14 Tage bei 6 bis 8 Stunden Dauerbetrieb pro Tag. Damit gehört er zu den ausdauerndsten Trackern auf dem Markt.
Prothelis Meintal
Vorteile: Lange Akkulaufzeit, robustes und wasserdichtes Gehäuse, gute Auswertungen in App & Web.
Nachteile: Abo-Modell verpflichtend, Micro-USB statt USB-C, relativ hoher Preis.
Der Prothelis Meintal GPS-Tracker punktet mit seinem robusten, nach IP67 wasserdichten Gehäuse aus mattem Kunststoff. An Bord befinden sich GPS und GLONASS für eine präzise Ortung mit bis zu 3 Metern Genauigkeit. Herzstück ist der ausdauernde 5000 mAh Li-Po-Akku für Laufzeiten von bis zu 90 Tagen im 10-Sekunden-Modus oder 500 Tage im Standby.
Der Meintal GPS-Tracker ist rundum solide verarbeitet. Das Gehäuse aus mattem Kunststoff ist unempfindlich gegen Fingerabdrücke und Kratzer. Dank IP67 ist der Tracker wasser- und staubdicht. Auf der Vorderseite sitzt ein Gummiknopf zum Auslösen des SOS-Alarms und Speichern von Wegpunkten. Eine Status-LED informiert über Akkustand und GPS-Empfang.
Zur Inbetriebnahme des Meintal-Trackers muss zunächst über die Webseite ein Account erstellt werden. Die aufgezeichneten Standortdaten lassen sich in der App unter „Verlauf“ auf einer Karte anzeigen. Sehr praktisch ist, dass man dort auch rückwirkend viele Details wie Akkustand, Temperatur und Geschwindigkeit als Grafik und Zahlenwerte abrufen kann, teilweise in übersichtlichen Graphen.
Die erfassten Standorte sind selbst bei Autofahrten auf der Bundesstraße sehr genau. Wir beobachteten nur minimale Ungenauigkeiten von unter 10 Metern. Auch zu Fuß werden die Positionen zuverlässig getrackt. Lediglich im Zug gab es wegen der metallbedampften Scheiben kaum brauchbaren GPS-Empfang.
Über die App lässt sich der aktuelle Standort jederzeit unter „Karte“ abrufen. In der Tracker-Übersicht sieht man zudem den Ort mit Straßenname und den Akkustand.
Zusätzliche Funktionen wie ein SOS-Alarm per Knopfdruck, ein Guard-Mode mit Benachrichtigung bei Bewegung oder Geofences zum Überwachen von Bereichen runden das Angebot ab.
Im Praxistest überzeugt der Prothelis Meintal mit sehr präzisen Ortungsdaten, egal ob im Auto, zu Fuß oder auf dem Fahrrad. Dank GPS und GLONASS werden die Positionen auf bis zu 3 Meter genau bestimmt.
Die Akkulaufzeit von bis zu 90 Tagen im 10-Sekunden-Modus kann sich sehen lassen. Damit eignet sich der Meintal-Tracker auch für längere Einsätze, ohne ständig ans Ladegerät zu müssen. Im Standby sind sogar bis zu 500 Tage drin.
Zusätzliche GPS-Tracker im Überblick
Neben den bereits genannten Modellen gibt es noch weitere interessante GPS-Tracker auf dem Markt:
- PowUnity BikeTrax: Speziell für E-Bikes entwickelt, einfache Installation und Live-Tracking.
- MM7E1A von IIIONI IIIOTO: Vielseitiges Gerät mit enthaltener SIM-Karte und Diebstahlschutz.
- Tracker von Invoxia: Nützliche Funktionen ohne SIM-Karte, Steuerung über App.
- GPS Gerät von TKMARS: Lange Akkulaufzeit und Live-Standortbestimmung ohne Abhörfunktion.
- TK913 von Winnes: Leichter Tracker mit SMS-, APP- und Internet-Ortung.
- TK935 von TKMARS: Magnetischer GPS-Tracker mit Echtzeit-Tracking über App.
Bei der Auswahl eines GPS-Trackers für Ihr Fahrrad sollten Sie Ihre individuellen Bedürfnisse und Anforderungen berücksichtigen. Achten Sie auf eine gute Ortungsgenauigkeit, eine lange Akkulaufzeit, eine einfache Bedienung und eine unauffällige Montage. Vergleichen Sie die verschiedenen Modelle und wählen Sie den Tracker, der am besten zu Ihnen passt.
| GPS-Tracker | Besonderheiten | Akkulaufzeit | Preis |
|---|---|---|---|
| Paj GPS Power Finder | Robust, spritzwassergeschützt | Bis zu 90 Tage | Ab 76 Euro |
| Onntrack Portable Pro+ | Keine Folgekosten | Lang | Ab 189 Euro |
| Trackilive TL-60 | Präzises Live-Tracking | Bis zu 1 Jahr | Ab 108 Euro |
| Winnes TK 905 | Freie SIM-Karten-Wahl | Ausdauernd | Ab 60 Euro |
| Invoxia GPS Tracker | Lange Akkulaufzeit | Mehrere Wochen | Ab 109 Euro |
| Tkmars GPS Gerät | Robuste Hardware | Lang | Variiert |
Die Tabelle bietet einen schnellen Überblick über einige der besten GPS-Tracker für Fahrräder, ihre Besonderheiten, Akkulaufzeit und Preise. Diese Informationen können Ihnen helfen, eine informierte Entscheidung zu treffen.
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