Fahrradhelm City 500 Bowl im Test: Eine umfassende Analyse

Eine Bordsteinkante, eine Wurzel im Wald oder etwas Kies auf Asphalt - ein Sturz mit dem Fahrrad passiert schnell, und ein Aufprall auf den Kopf kann fatale Folgen haben. Fahrradhelme können schwere Kopfverletzungen verhindern und Leben retten. Laut Bundesverkehrsministerium kann ein guter Fahrradhelm bis zu zwei Drittel der Energie absorbieren, die bei einem Sturz ohne Helm auf den Kopf einwirken würde.

Der ADAC hat 14 Fahrradhelme für Erwachsene getestet, wobei die Preisspanne von 35 bis 160 Euro reichte. Die Helme im Urban- und City-Design wurden in den Kategorien Unfallschutz, Handhabung und Komfort sowie Hitzebeständigkeit und Schadstoffgehalt untersucht.

B'Twin City 500 Bowl im ADAC Test

Der Decathlon B'Twin City 500 Bowl belegte im ADAC Test den letzten Platz. Im Vergleichstest von Stiftung Warentest 07/2021 landet der Decathlon B‘Twin City 500 Bowl zwar auf dem letzten Platz von 14 untersuchten Fahrradhelmen. Er ist allerdings auch der mit Abstand günstigste Kandidat.

Das Modell von B´Twin belegt den letzten Platz im Test. Der Helm besitzt das zweithöchste Gewicht und sorgt in Verbindung mit dem tiefen Sitz so für wenig Tragekomfort. Daraus folgt die schlechteste Bewertung in der Kategorie Handhabung. In Punkto Unfallschutz gibt es in Summe ebenfalls nur ein befriedigend, wenn auch Abstreifsicherheit und Kinnbandfestigkeit mit gut abschneiden.

Testergebnisse im Detail

Hier eine Zusammenfassung der Testergebnisse des B'Twin City 500 Bowl:

  • Testergebnis gesamt: 2,9 (befriedigend)
  • Unfallschutz: 2,9
  • Handhabung & Komfort: 3,1
  • Hitzebeständigkeit: 3,0
  • Schadstoffe: 1,0
  • Gewicht: 458 Gramm
  • Preis: ca. 35 Euro

Ein weiteres Manko, das zur Abwertung des Decathlon B‘Twin City 500 Bowl führt, ist seine Schwäche beim Tragekomfort. Auch der Mangel an Belüftungsschlitzen trägt dazu bei, daher könnten Fahrradtouren im Hochsommer mit diesem Modell durchaus zum Problem werden.

Weitere Ergebnisse aus dem ADAC Test

Testsieger mit einer Gesamtnote von 1,8 ist der Uvex City i-vo MIPS. Mit die beste Handhabung und der zweitbeste Unfallschutz machen ihn bei einem Preis von 120 Euro zu einem echten Allrounder. Den besten Unfallschutz konnte sich der Urban Plus von Fischer sichern, mit nur 45 Euro einer der günstigsten Helme im Test. Insgesamt erreicht das Modell von Fischer die Note 2,4.

Viele Modelle konnten im Abstreiftest nicht überzeugen und ließen sich zu leicht nach hinten abziehen. Im Falle eines Sturzes würde dadurch der Kopf nicht richtig geschützt werden. Auch bei der Sichtbarkeit gibt es noch Nachholbedarf. Beim teuersten Helm im Test, dem Omne Air Spin von POC fehlen Reflektoren oder eine LED-Beleuchtung ganz.

Alternativen und Empfehlungen

Der Uvex Urban Planet LED schneidet unter den neu getesteten Helmen mit der Gesamtnote 2,0 (gut) am besten ab. In den Bereichen »Unfallschutz« und »Handhabung und Komfort« vergeben Stiftung Warentest und ADAC jeweils ein »gut« (2,3 bzw. 1,8).

Weitere empfohlene Helme:

  • Uvex City i-vo Mips (120 Euro, Note 1,8 - gut)
  • Alpina Haga LED (160 Euro, Note 1,9 - gut)
  • Nutcase Vio Mips LED (160 Euro, Note 2,1 - gut)
  • Specialized Align II (60 Euro, Note 2,1 - gut)

Für Vielfahrer, die bei jedem Wetter unterwegs sind, könnte der Uvex Finale Visor eine gute Wahl sein. Er bietet ein Visier, Beleuchtung und Insektenschutz.

Der Abus Pedelec 2.0 ist eine interessante Option, da er einen integrierten Regenschutz bietet. Eine zusätzliche Variante mit komplettem Visier gibt es auch als Pedelec 2.0 Ace.

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