Fahrradhelm Damen Matt Test: Sicherheit, Komfort und Stil

Fahrradhelme sind entscheidend für die Sicherheit im Straßenverkehr und können bei Unfällen schwere Kopfverletzungen verhindern. Neben der Einhaltung aktueller Sicherheitsnormen spielt auch der passgenaue Sitz eine zentrale Rolle.

Warum ein Fahrradhelm mit Visier?

Ein guter Fahrradhelm mit Visier ist als Sonnenschutz nutzbar und vor allem für Brillenträger geeignet. Das Visier ist am Helm verbunden und kann je nach System nach oben geklappt oder hineingeschoben werden. Manche Oberflächen dunkeln sich sogar automatisch ab, wenn zu viel Licht darauf fällt. So sparst du dir die Sonnenbrille bei der nächsten Fahrt.

Auch in der Mountainbike-Szene sind Helme mit Visier wichtig. Hier sitzt es aber nur als Lichtschutz an der Oberkante und wird nicht direkt vor den Augen getragen. Entscheide selbst, ob du das Visier abnehmen kannst oder es dauerhaft am Helm fixiert lässt.

Außerdem gibt es unterschiedliche Tönungen und Farben, die nicht nur Einfluss auf das Design, sondern auch auf das Sichtfeld nehmen.

Vorteile eines Visiers

  • Besserer Gesichtsschutz
  • Verhindert äußere Einflüsse wie Insekten oder Regen
  • Gleichzeitig Sonnen- und Windschutz
  • Umfassendes Sichtfeld

Selbst Brillenträger können einen solchen Fahrradhelm nutzen. Eine Brille hat unter den meisten Modellen problemlos Platz.

Material und Konstruktion

Ein solcher Fahrradhelm besteht meist aus einer harten Kunststoffschale. Je nach Gewicht kommen auch Carbon oder Polycarbon zum Einsatz. Dadurch wird er vor allem im Rennsport etwas leichter.

Wichtig sind eine aerodynamische Form und der Abbau der Aufprallkräfte. Das funktioniert mittels einer EPS Schale im Inneren. Das Material ist fest in die Schale aus Kunststoff eingeschäumt und sichert seinen Kopf bei einem Sturz. Teilweise setzen die Hersteller sogar auf unterschiedliche Materialien im Helm, dem sogenannten MIPS-System.

Wichtig: Nach einem Sturz muss der Helm unbedingt getauscht werden.

Aerodynamik und Geschwindigkeit

Vor allem die Helme für den Rennsport besitzen eine aerodynamische Form. Sie laufen hinten leicht spitz zu oder haben eine spezielle Abrisskante. Damit entstehen weniger Luftverwirbelungen hinter deinem Kopf und du fährst deutlich schneller im Luftstrom.

Das Visier unterstützt dich bei schnellen Fahrten und sorgt in erster Linie für einen guten Gesichtsschutz. Regen, Schnee und sogar Insekten im Sommer hält es effektiv ab und ermöglicht dir ein sicheres Fahren.

Visier-Optionen und Tönungen

Je nach Tönung bekommst du einen optimalen Sonnenschutz und brauchst keine Sonnenbrille mehr zusätzlich zu tragen. Bei manchen Helmen lässt es sich je nach Witterung umstecken. So gibt es ein Modell für Regenwetter und ein Modell mit Tönung für starke Sonneneinstrahlung. Achte also darauf, ob das Visier getauscht werden kann oder sich klappen lässt. Dadurch bekommst du noch mehr Flexibilität.

Du entscheidest, ob du den Sichtschutz wirklich brauchst und nimmst ihn über zwei kleine Schrauben einfach wieder ab. Wichtig hierbei: die Schrauben müssen stabil genug sein und nicht nur aus einfachem Kunststoff bestehen.

Verschiedene Tönungen und ihre Anwendungen

  • Graue Tönung (bis 85%): Ideal für starke Sonneneinstrahlung, Ersatz für Sonnenbrille.
  • Tönung von ca. 40%: Kommt bei bunten Farben zum Einsatz, persönliches Empfinden entscheidend.
  • Automatische Visiere: Dunkeln sich je nach Lichteinstrahlung automatisch ab.

Passform und Komfort

Fast jeder Fahrradhelm lässt sich im Inneren noch zusätzlich an deine Kopfform anpassen. Meist ist ein Ring aus Kunststoff eingearbeitet, den du über ein Drehrad noch fester ziehst. Er darf nicht mehr wackeln oder sich vom Kopf drehen lassen. Dann sitzt er perfekt. Natürlich darf er auch nicht drücken oder unangenehm sitzen.

Unter dem Kinn laufen die zwei Riemen zusammen, die mit einem Klick verschlossen werden. Auch hier setzen Hersteller auf unterschiedliche Verschlüsse.

Die richtige Größe finden

Jetzt brauchst du nur noch die richtige Größe für deinen neuen Fahrradhelm. Dabei richtet sich die Größe immer nach deinem Kopfumfang. Miss zunächst mit einem Maßband den Umfang oder lege dir ein Stück Faden um den Kopf. Danach misst du es an einem Zollstock genau ab. Das Band muss an der Stirn entlang bis über den Hinterkopf gehen, bestenfalls an der breitesten Stelle.

Falls die Größen bei den Herstellern variieren, nimmst du immer die passende Größe zu deinem Kopfumfang. Manchmal gibt es auch Doppelgrößen, wie S/M oder L/XL. Alles kein Problem, wenn du genau deinen Kopfumfang kennst. Im Notfall entscheide dich immer für den etwas größeren Helm, falls dein Umfang genau zwischen zwei Größen liegt.

Design und Belüftung

Die Frage des Designs richtet sich nur nach dem persönlichen Geschmack. Während manche Hersteller eher auf klassische Farben und einfarbige Looks setzen, kannst du auch einen coolen oder urbanen Look in Black oder White wählen. Für Damen, Herren und Kinder sind unterschiedliche Designs im Angebot.

Am besten passt sich das Visier genau ans Design an, sodass es auf den ersten Blick kaum auffällt. Auch farblich kann es auf die Farbe des Helms abgestimmt werden.

Bist du sportlich mit dem Rad unterwegs, darf eine gute Belüftung nicht fehlen. Die meisten Modelle haben dafür an der Front einen Lufteinlass in Form von mehreren Löchern. Die Luft wird dann durch den Helm entlang nach hinten wieder heraus geleitet. Vor allem im Sommer bei sehr hohen Temperaturen kommen dir die Luftkanäle zugute. Wichtig ist, dass sie an der Front mit einem Netz geschützt sind, damit keine Fremdkörper in die Löcher eindringen können.

Gerade Rennradhelme besitzen die Luftkanäle auch an der Seite des Helms. Sie sollten deine Aerodynamik nicht negativ beeinflussen, sondern noch verbessern.

Sicherheitsstandards und Haltbarkeit

Beim Kauf gibt es verschiedene Sicherheitssiegel, die dein Helm aufweisen sollte. Dazu gehören in erster Linie das GS-Siegel sowie das CE-Siegel. Auch vom TÜV sind viele Modelle abgenommen und entsprechend gekennzeichnet. Ein wirklicher Falltest wird laut EU Norm EN 1078 durchgeführt. Hier bekommt ein Dummy den Helm auf und muss den Falltest überstehen.

Die meisten Fahrradhelme besitzen eine Haltbarkeit von vier bis fünf Jahren. Danach geben die Materialien langsam nach und sollte ausgetauscht werden. Das Visier musst du vielleicht öfter wechseln, wenn es zerkratzt ist oder andere Spuren aufweist.

Weitere Einsatzbereiche

Ein Fahrradhelm mit Visier kommt auch beim MTB oder Downhill zum Einsatz. Hierbei handelt es sich aber nicht um einen Sichtschutz in Form einer Brille. Es ist eher als Sonnenblende zu verstehen und am oberen Bereich des Helms angebracht. Hier kannst du die Blende verstellen oder auch abnehmen. Ziel ist es, die Sonneneinstrahlung zu mindern und vor allem bei Waldfahrten für bessere Sichtverhältnisse zu sorgen.

Empfohlene Modelle

Ventura Downhill Helmet

Vor allem für Freerider und Mountainbike-Fahrer geeignet. Er besitzt einen festen Kinnschutz und ist als Integralhelm aufgebaut. Das heißt: er legt sich bis an den Hinterkopf und schützt auch die Schläfen sehr gut. Die Blende ist an der Oberkante befestigt und kann bei Bedarf abgeschraubt werden. Sie ist weniger als Sichtschutz für die Augen gedacht. Aber die Sonnenblende hilft viel, wenn du beispielsweise im Wald bei wechselndem Licht unterwegs bist. Außerdem wehrt sie Äste sehr gut ab. Zur besseren Anpassung kommt der Fahrradhelm mit drei verschieden dicken Polster-Sets.

Speedario RS von Casco

Eher als Rennradhelm gedacht und bringt viel in Sachen Aerodynamik mit sich. Die Abrisskanten am Heck machen dich auch bei starkem Luftstrom noch schneller, je nach Kopfposition. Außerdem gibt es ein transparentes Visier an der Front mit großzügigem Nasenausschnitt. Selbst mit herkömmlichen Brillen lässt sich der Fahrradhelm problemlos tragen und das Visier beschlägt nicht. Es schützt sich bei Regen, Schnee und Wind. Mit diesem Modell setzt du auf einen kontaktlosen Sitz für eine noch bessere Passform. Außerdem wird dein Kopf ständig mit kühlem Fahrtwind umströmt, was vor allem im Sommer sehr angenehm ist.

ABUS In-Vizz Fahrradhelm

Nach dem In-Mold-Verfahren hergestellt. Innen- und Außenschale sind also gut miteinander verschweißt. Das integrierte Visier lässt sich mit einer Handbewegung sicher und einfach im Helm versenken. Du ziehst es also nur heraus, wenn du es brauchst. Eine normale Brille hat ausreichend Platz unter dem Sichtschutz, sodass der Fahrradhelm auch für Brillenträger geeignet ist. Genau in diesem Bereich wird er sehr von den Kunden gelobt und es gibt keine tränenden Augen mehr während der Fahrt. Das Glas besteht aus schlagfestem Polycarbonat und hat einen umfassenden UV-Schutz. Das Drehradsystem im Inneren passt den Fahrradhelm außerdem an deine Kopfform an und sorgt für einen hohen Tragekomfort.

Uvex City V Fahrradhelm

Sehr gut für Brillenträger geeignet. Das Visier an der Front hält Schnee und Regen sehr gut ab. Außerdem besitzt es eine leichte Tönung gegen direkte Sonneneinstrahlung. Der große Nasenausschnitt sorgt für mehr Tragekomfort und verhindert, dass das Glas während der Fahrt beschlägt. Außerdem bietet dir UVEX mit diesem Modell ein herausnehmbares Futter zum Waschen. Allerdings ist der Fahrradhelm recht schwer und nicht für sehr lange Fahrten geeignet. Der Tragekomfort ist auch nicht für alle Kopfformen angenehm.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Achte beim Kauf des neuen Helms nicht nur auf die Passform des Visiers. Natürlich musst du mit deiner Brille genug Platz haben und auch Radfahrer ohne Brille benötigen ein ausreichendes Sichtfeld. Daneben spielt aber auch der Mechanismus hinter dem Sichtschutz eine wichtige Rolle. Kunden empfehlen, ihn genau zu prüfen. Wie schnell ist das Visier ausgetauscht und kann es auch während der Fahrt verändert werden?

Weitere wichtige Punkte

  • Komfort: Polster sollten entnehmbar und waschbar sein.
  • Belüftung: Guter Luftstrom muss gewährleistet sein.
  • Sicherheit: Prüfsiegel wie GS und CE beachten.

Fahrradhelm Test: Aktuelle Testsieger und Empfehlungen (2025)

Im Fahrradhelm Test wurden verschiedene Modelle untersucht und in der Praxis unter die Lupe genommen. Wir stellen die Testsieger und Testergebnisse aus unserem Fahrradhelm Test 2025 und dem ADAC Fahrradhelm Test ’21 sowie den vergangenen Jahren vor.

Testergebnisse und Testsieger

Die folgende Tabelle zeigt eine Auswahl von getesteten Fahrradhelmen und deren Eigenschaften:

Fahrradhelm Eigenschaften Ergebnis Preis Anbieter
Alpina Mythos 3 Sehr leichte Bauweise, Verstellbares Kopfband 4,5 / 5 99,95 € Amazon
Cratoni Pacer Plus Leichte Bauweise, Gepolsterter Kinnriemen 4,5 / 5 48,31 € Amazon
Casco Active 2 Reflektierende Streifen, 26 Lüftungsöffnungen 4,3 / 5 94,95 € Amazon
ABUS Urban-I 3.0 Integriertes Rotlicht, Guter Magnetverschluss 4,1 / 5 64,95 € Amazon

Datenstand: 29. August 2025

Ein hohes Maß an Sicherheit bieten dabei durchaus auch preiswerte Helme. Auch wenn wir in Deutschland noch keine Helmpflicht haben, sollte sich jeder Fahrradfahrer einmal die Testberichte ansehen und über einen Radhelm nachdenken.

Sicherheit geht vor: Das richtige Material

Der am weitesten verbreitete Helmtyp, der Mikroschalen-Helm, ist mit einer dünnen Schicht aus Kunststoff überzogen und verfügt über eine glatte Oberfläche. Dies soll das Abgleiten vom Untergrund erleichtern. Außerdem sind diese Art Helme mit Lüftungsöffnungen / Belüftungsöffnungen versehen, damit der Träger weniger stark schwitzt, sich die Wärme im Sommer nicht stauen und Fahrtwind durch den Helm wehen kann.

Zusätzliche Sicherheit durch Reflektoren und Beleuchtung

Mit zusätzlichen Reflektoren und einem Reflektorband am Helm kann man in der Dunkelheit für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Es gibt dabei Fahrradhelme, die neben den Reflektor-Aufklebern auch noch ein zusätzliches LED Licht am Hinterkopf befestigt haben. Im ADAC Fahrradhelm Test ’21 war dies ein Bewertungskriterium für die Sicherheit bei Dunkelheit.

Die richtige Fahrradhelm-Größe bestimmen

Helme gibt es nicht nur in verschiedenen Formen von verschiedenen Herstellern, sondern auch in verschiedenen Größen. Die Helmgröße ist für die Funktion bedeutend. Nur wenn der Helm richtig auf und an dem Kopf sitzt, kann dieser seine schützende Funktion erfüllen. Die richtige Helmgröße hängt dabei vom Kopfumfang ab, sie wird, wie z. B. auch bei Hüten, in S, M, L und XL eingeteilt.

So messen Sie Ihren Kopfumfang

  1. Einfach ein Maßband um den Kopf legen.
  2. Dabei ca. eine Höhe von 10 mm (1 cm) Abstand über den Augenbrauen lassen.
  3. Den Kopfumfang messen und einen Zentimeter addieren.

Größentabelle

Helmgröße in Buchstaben Kopfumfang (ca. Werte)
XS 51 bis 54 cm
S 55 bis 56 cm
M 57 bis 58 cm
L 59 bis 60 cm
XL 61 bis 62 cm
XXL 62 bis 64 cm

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