Fahrradhelm Damen Silber Test: Sicherheit, Komfort und Design im Fokus

Immer mehr Menschen nutzen das Fahrrad oder E-Bike, was die Bedeutung eines guten Helms zur Vermeidung schwerer Kopfverletzungen bei Unfällen unterstreicht. Die Stiftung Warentest hat in Zusammenarbeit mit dem ADAC Fahrradhelme getestet, um Sicherheit, Komfort und Benutzerfreundlichkeit zu bewerten.

Testergebnisse und Empfehlungen

Testsieger ist der Urban Planet LED von Uvex mit der Gesamtnote "gut (2,0)". Er überzeugt durch hochwertige Verarbeitung, hohen Schutz bei Stürzen und Stößen sowie durch reflektierende Bänder und ein Plug-in-LED für bessere Sichtbarkeit. Das Belüftungssystem mit Fliegengitter sorgt für zusätzlichen Komfort. Dank des IAS-Systems lässt sich der Helm leicht an die Kopfform anpassen.

Auf dem zweiten Platz landet der MIPS-Helm von Alpina mit dem Qualitätsurteil "gut (2,2)". Er bietet Schutz durch MIPS, Hi-EPS-Schale und Inmold-Bauweise und lässt sich ebenfalls gut an die Kopfform anpassen. Weitere Vorteile sind das geringe Gewicht, Reflektoren, Rücklicht, Belüftungsöffnungen und ein Visier.

Es gibt zwar keine Helmpflicht in Deutschland, aber das Tragen eines Helms ist für Radfahrer dennoch sinnvoll. Stürze und Unfälle können schon bei geringen Geschwindigkeiten zu schweren Verletzungen führen.

Wichtige Aspekte beim Kauf eines Fahrradhelms

Um den richtigen Helm zu finden, sollten neben Testergebnissen folgende Punkte beachtet werden:

  • Größe: Achten Sie auf die richtige Größe und Passform. Eine Anprobe ist empfehlenswert.
  • Prüfsiegel: Der Helm sollte den geltenden Richtlinien und Vorschriften gemäß EN 1078, TÜV GS und CE entsprechen.
  • Farbe: Wählen Sie möglichst helle und auffällige Farben für bessere Sichtbarkeit.
  • Zusätzliche Ausstattung: Reflektoren, Rücklicht, geringes Gewicht, gute Belüftung, Fliegengitter und Visiere erhöhen den Komfort und die Sicherheit.

Die richtige Passform und Einstellung

Für den optimalen Schutz muss der Helm richtig sitzen. Achten Sie darauf, dass er nicht zu weit hinten sitzt und die Stirn ungeschützt bleibt. Der Helm sollte etwa 2,5 Zentimeter über den Augenbrauen sitzen. Stellen Sie den Kopfriemen so ein, dass der Helm fest sitzt, aber nicht drückt. Der Kinnriemen sollte stramm sitzen.

Austausch nach einem Sturz

Nach einem Sturz sollte der Helm ausgetauscht oder überprüft werden, auch wenn keine äußeren Schäden erkennbar sind. Innere strukturelle Schäden können äußerlich nicht sichtbar sein. Auch bei normaler Nutzung und ohne Sturz ist ein Helm irgendwann nicht mehr sicher. Verschleiß und Materialschwächung begrenzen die Haltbarkeit.

Fahrradhelm-Test des ADAC und der Stiftung Warentest

Der ADAC hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest City- und Urban-Fahrradhelme sowie S-Pedelec-Helme in verschiedenen Kategorien getestet. Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten Helme eine ausreichende Schutzwirkung bieten. Der Testsieger von Uvex bot den besten Unfallschutz.

Ergebnisse im Überblick

Hier eine Übersicht der getesteten Helme und ihrer Bewertungen:

Hersteller/Modell Mittlerer Preis in Euro ADAC Urteil Handhabung & Komfort Unfallschutz Schadstoffe
Uvex Urban Planet LED 130 2,0 1,8 2,3 1,0
Alpina Gent MIPS 130 2,2 1,9 2,5 1,0
Limar Torino 90 2,2 1,9 2,5 1,0
Lazer Codax KinetiCore 165 2,6 2,6 2,7 1,0
Lidl Crivit - Fahrradhelm mit Rücklicht 31 2,6 1,9 2,9 1,9
Giro Fixture Mips II 110 2,8 2,5 2,9 1,0
Abus HUD-Y 120 3,0 2,8 3,0 1,0
Decathlon / B´Twin City 540 Bowl 15 3,1 2,9 3,1 1,0
Prophete ECO Urban 15 3,1 2,4 3,2 1,9
Cube Fleet 15 3,2 2,6 3,2 2,0
Casco E.Motion 2 120 5,5 1,9 5,5 1,6

Der Uvex Urban Planet LED erhielt Bestnoten beim Unfallschutz und in der Handhabung und wies keine Schadstoffe auf. Der Crivit-Fahrradhelm von Lidl ist mit 15 Euro der günstigste Helm im Test und belegt einen Platz im Mittelfeld.

Technologien und Systeme

Ein wichtiger Aspekt bei modernen Fahrradhelmen ist der Schutz vor Rotationskräften. Das schwedische Unternehmen MIPS hat hier Pionierarbeit geleistet. MIPS (Multidirectional Impact Protection System) ist eine Kunststoffschale an der Innenseite des Helms, die Rotationskräfte bei einem Aufprall durch unabhängige Bewegung abfangen soll.

Neben MIPS gibt es auch andere Systeme wie 360° Turbine (Leatt), WaveCell (Bontrager) oder Smartshock (100%).

MIPS-Systeme im Detail

Es gibt verschiedene Ausführungen des MIPS-Systems:

  • Essential: Klassisches MIPS mit gelber Schale (LFL).
  • Evolve Core: Exakter auf den Helm abgestimmte Passform des LFL zur Verbesserung der Belüftung und Reduzierung des Gewichts.
  • Air: Rotationsschutz nahezu unsichtbar in die Helmpolsterung integriert.
  • Spherical/Integra Split: Zwei separate, gegeneinander verdrehbare Helmschalen.
  • Integra Fuse: SPIN-System mit MIPS verschmolzen, Silicon in den Polstern für Bewegung in alle Richtungen.

Tragekomfort und Design

Neben der Sicherheit spielt auch der Tragekomfort eine wichtige Rolle. Ein gut sitzender Helm sollte nicht drücken und über ein einfach zu bedienendes Verstellsystem verfügen. Viele Helme bieten zusätzliche Features wie Netze an der Helminnenseite, höhenverstellbare Gurtbänder und Reflektor-Elemente.

Auch das Design spielt eine Rolle, insbesondere für Damen. Helle und leuchtende Farben sind beliebt, aber auch Modelle in Weiß oder Schwarz. Spezielle Helme mit einem Hair Port ermöglichen das Tragen eines Pferdeschwanzes.

Tipps für den Kauf und die Pflege

  • Anprobe: Probieren Sie den Helm vor dem Kauf an, um Passform und Einstellmöglichkeiten zu prüfen.
  • Pflege: Reinigen und pflegen Sie den Helm regelmäßig, um seine Lebensdauer zu verlängern.
  • Sichtbarkeit: Achten Sie auf Reflektoren und LED-Beleuchtung für bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr.
  • Austausch: Tauschen Sie den Helm nach einem Sturz oder nach etwa 4 bis 5 Jahren aus.

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