Fahrradhelme für Kinder: Sicherheit und Komfort im Test

Fahrradhelme schützen Kinderköpfe bei Stürzen und sorgen dafür, dass es bei Stürzen nur bei ein paar Blessuren bleibt. Die passieren häufig, wenn das Fahrradfahren gerade erlernt wird, deswegen sollten Sie hier nicht sparen.

Wichtige Aspekte beim Kauf eines Kinderfahrradhelms

Auf die folgenden Punkte sollten Sie beim Kauf eines Kinderfahrradhelms achten.

  • Größe und Verstellbarkeit: Die Größe des Helmes ist eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf. Stellen Sie sicher, dass der Helm Ihrem Kind gut passt. Dafür sollten Sie vorher den Kopfumfang ausmessen. Bedenken Sie außerdem, dass der Kopf Ihres Kindes noch wächst. Ein verstellbarer Helm kann also länger verwendet werden.
  • Design: Auch wenn ein Helm hauptsächlich schützen soll, spielt das Design eine wichtigere Rolle, als man denkt. Beziehen Sie Ihr Kind deshalb in den Auswahlprozess mit ein. Die meisten Helme gibt es in mehreren Farben und Designs.
  • Gewicht: Wenn das Kind den Helm über längere Zeit tragen soll und damit lange Strecken zurücklegt, sollte der Helm nicht zu viel wiegen. Ein leicht ertragbares Gewicht sind etwa bis zu 300 Gramm.
  • Belüftung mit Insektenschutz: Der Helm sollte auf jeden Fall über ein gute Belüftungssystem verfügen, um unangenehmes Schwitzen zu vermeiden. Außerdem brauchen die Lüftungsschlitze einen Insektenschutz in Form eines feinmaschigen Netzes, damit beim Fahren keine kleinen Tierchen unter den Helm gelangen.
  • Zustand: Kaufen Sie nur Helme im Neuzustand. Gebrauchte Helme können auch unsichtbar im Inneren beschädigt sein und nicht mehr genug schützen. Deshalb sollten Sie auch nach einem Unfall den Helm Ihres Kindes auf jeden Fall austauschen, auch wenn keine Schäden sichtbar sind.
  • Prüfsiegel: Fahrradhelme müssen ganz bestimmten Sicherheitsstandard entsprechen, um verkehrstauglich zu sein. Dafür brauchen Sie eine Überprüfung vom TÜV, sowie ein CE und GS (Geprüfte Sicherheit) Prüfzeichen. Außerdem sollte ein Hinweis auf die EU-Norm EN 1078 (Fahrradhelme) bzw. EN 1080 (Stoßschutzhelme für Kleinkinder) vorhanden sein.

Konstruktionsarten von Helmschalen

Es gibt allerdings auch noch verschiedene Konstruktionsarten der Helmschale:

  • Softshell-Helme: Weichschalenhelme bestehen lediglich aus einer Schicht aus Hartschaumstoff. Das macht sie besonders leicht. Diese Helme sind auch meistens günstiger als andere. Trotzdem raten wir vom Kauf eines Softshell-Helms ab, da einfach nicht genügend Schutz gewährleistet werden kann. Solche Helme gibt es auch nur noch selten zu kaufen.
  • Hardshell-Helme: Bei dieser Helm-Art hat die Schaumstoffschicht noch einen Überzug aus hartem Kunststoff. Das macht sie robuster, aber auch schwerer als Weichschalenhelme. Solche Helme werden hauptsächlich für Erwachsene im Downhill-Bereich verwendet.
  • Mikroschalen-Helme: Die am meisten verwendete Helm-Variante sind Mikroschalen-Helme. Auch hier ist der Schaumstoffkern mit einer Kunststoffschicht überzogen. Diese ist aber weniger hart als bei Hardshell-Helmen. Mikroschalenhelme schützen deutlich besser als Softshell-Helme und wiegen nicht so viel wie Hartschalenhelme. Am besten ist es, wenn die beiden Schichten mittels In-Mold-Verfahren miteinander verschweißt sind.

Die richtige Größe und Einstellung des Helms

Dass der Helm richtig sitzt und bei einem Unfall nicht herunterfällt, ist das A und O der Sicherheitsvorkehrungen für Ihre Kinder beim Radfahren.

  1. Größe bestimmen: Zunächst sollten Sie einen Helm in der passenden Größe kaufen. Achten Sie deshalb auf den angegebenen Umfang in Zentimetern. Um den Kopfumfang Ihres Kindes zu ermitteln, können Sie ein Maßband verwenden. Eine reine Bestimmung nach Alter sollten Sie nicht vornehmen, da der Kopfumfang variiert.
  2. Feineinstellung des Kopfbandes: Bei den meisten Helmen befindet sich hinten ein Rädchen, um die Größe genauer einzustellen. Setzen Sie Ihrem Kind den Helm auf und drehen Sie an dem Rad, bis der Helm fest sitzt. Er sollte sich nicht bewegen.
  3. Einstellung des Kinnriemens: Der Haltegurt sorgt dafür, dass der Helm an Ort und Stelle hält. Dabei sollte er nicht zu fest und nicht zu locker sitzen. Verstellen können Sie ihn am Verschlusssystem.

Pflege und Zustand des Helms

Reinigen Sie den Helm regelmäßig, um eventuelle Beschädigungen besser zu erkennen. Wenn der Helm sauber ist, sollten Sie ihn auf beschädigte Stellen oder Risse untersuchen. Falls Sie dabei etwas finden, muss der Helm ausgetauscht werden.

Auswahl beliebter Kinderhelme im Vergleich

Hier ist ein Vergleich von 7 beliebten Kinderhelmen:

Kinderfahrradhelm Größen Konstruktion Belüftung Fliegengitter LED-Rücklicht Reflexstreifen Gewicht Besonderheiten
Abus Kinderhelm Smiley 3.0 S (45-50 cm) / M (50-55 cm) In-Mold-Helm 4 Lufteinlässe & 4 Luftauslässe 220 g / 240 g tiefe Passform, Platz für Zopf
ALPINA Ximo Flash Fahrradhelm 45-49 cm / 47-51 cm / 49-54 cm In-Mold-Helm 11 Lufteinlässe 217 bis 348 g Testsieger im Test von Stiftung Warentest/ADAC 2022 (2,2)
ABUS Fahrradhelm Youn-I 2.0 S (48-54 cm) / M (52-57 cm) In-Mold-Helm 8 Luftein- und 9 Luftauslässe ca. 240 g Testsieger 2022
KED Meggy II Kinderfahrradhelm 44-49 cm / 46-51 cm / 49-54 cm / 52-58 cm In-Mold-Helm 5 Lufteinlässe 220 bis 280 g Für schmale Köpfe
Uvex kid 3 Kinderhelm 51-55 cm / 55-58 cm Hardshell-Helm 10 Lufteingänge 350 bis 370 g Für die Großen
Scoot & Ride Kinderfahrradhelm S/M (51-55 cm) Polycarbonatschalen-Helm mit schockabsorbierendem Kern 11 Belüftungsöffnungen 290 g Top Design
Woom Kids Helm XS (46-50 cm ) / S (50-53 cm) / M (53-56) / L (56-60) cm In-Mold-Helm 24 Belüftungsöffnungen 250 g Mit Aufprallschutzvisier

Weitere Fahrradhelm-Optionen

Neben den genannten Modellen gibt es zahlreiche andere Kinderhelme von verschiedenen Anbietern auf dem Markt. Jedes Jahr kommen neue Kollektionen und Produkte mit formschönen und bunten Designs auf den Markt.

Modelle:

  • Gen3-Skatehelm von Nutcase
  • UVEX-Kid-3-Mädchenhelm
  • Anuky-Kinderhelm von Abus
  • Kinderhelm Meggy der Marke KED

Fazit

Ein Kinderfahrradhelm ist ein unverzichtbares Accessoire für die Sicherheit Ihres Kindes beim Radfahren. Achten Sie auf die richtige Größe, Passform, Konstruktion und Belüftung, sowie auf Prüfsiegel und Reflektoren. Beziehen Sie Ihr Kind in die Auswahl des Designs mit ein, damit es den Helm gerne trägt.

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