Fahrradhelm Kinder Test: Sicherheit und Komfort für kleine Radfahrer

Beim Umgang mit dem Laufrad oder Fahrrad gehört ein Helm immer zur Sicherheitsausstattung. Schließlich ist die Koordination der kleinen Radler noch nicht vollkommen entwickelt und schnell bahnt sich der nächste Sturz an. Was passiert? Der Kopf ist nahezu ungeschützt und Verletzungen können ohne Helm sehr schwere Ausmaße annehmen. Eltern sollten deshalb ihre Kinder frühzeitig an den Fahrradhelm gewöhnen und am besten natürlich mit gutem Beispiel vorangehen.

Warum ein Fahrradhelm für Kinder wichtig ist

Allein das Tragen eines Helms soll das Verletzungsrisiko am Kopf um 30 Prozent verringern. Kommt es zu einem Aufprall, ist der Helm das schützende Element, was die Energie deutlich besser verteilt. Das Material staucht sich zusammen, baut die Energie mittels einer Druckwelle ab und leitet sie quasi über die Außenhülle vom Kopf weg - wie eine Art Blitzableiter. Bricht der Helm, wird die Wucht dennoch optimal abgefangen und dein Kind bleibt am Kopf unverletzt.

Wichtig: Nach jedem Sturz hat der Helm seine Aufgabe erfüllt und muss zwingend ausgewechselt werden.

Wie ist ein Kinderhelm aufgebaut?

Ein moderner Kinderhelm ist mit einer harten Außenschale und einem gepolsterten Innenleben ausgestattet. Die sichersten Modelle gehören zu den Mikroschalen-Helmen, die mit vielen Öffnungen zur Belüftung und einem geringen Eigengewicht überzeugen. Die Schale besteht meistens aus Kunststoff und nur bei den teuren Modellen aus Carbon. Der Vorteil von Carbon ist die leichte Bauweise, die aber mehr beim Radrennen als bei Kinderhelmen eine Rolle spielt. Der Kunststoff fällt durch die vielen Öffnungen und Lüftungsschlitze ohnehin nicht so sehr ins Gewicht.

Direkt unter der Außenschale befindet sich baugleich eine Schale aus Hartschaum, die fest mit dem Oberteil verschweißt ist. Sie muss mindestens 2 cm dick sein und den kompletten Helm auskleiden. Der Hartschaum fängt Stöße optimal ab und bietet Isolation bei zu kalten oder sehr heißen Temperaturen. Darunter befindet sich das Innenpolster, das die Verbindung zum Kopf herstellt und einen angenehmen Tragekomfort liefert. Schließlich darf der Helm nicht drücken oder ungünstig am Kopf anliegen. Belüftungslöcher sorgen dafür, dass die Kinder beim Tragen nicht zu stark schwitzen.

Achtung: Der Softshell-Kinderhelm ist deutlich günstiger, bietet aber auch weniger Schutz. Hier sind die Teile nur punktuell miteinander verklebt.

Im hinteren Kopfbereich befindet sich ein Verstellmechanismus, um den Helm erst locker aufsetzen und dann festziehen zu können. Über ein kleines Rad bewegst du eine innere Konstruktion aus flexiblem Kunststoff, die die Kopfform fest umschließt. Daher passt nicht jeder Helm zu jedem Kopf und dein Kind sollte verschiedene Modelle ausprobieren können. Tragekomfort steht an oberster Stelle, wenn dein Kind später den Helm freiwillig aufsetzen soll.

Der Kinnriemen ist das letzte Bauteil und dient als Verschluss. Er ist meist zusätzlich mit einem Polster versehen, damit der Verschluss keine Druckstellen am Kinn hinterlässt.

Der Unterschied: Im Vergleich zu den Erwachsenenmodellen umschließen Kinderhelme fast den gesamten Hinterkopf und sind sehr weit in die Stirn bis über den Schläfenbereich gezogen.

Die richtige Größe finden

Bei jedem Kinderhelm ist die richtige Größe entscheidend, da sich die Kleinen noch im Wachstum befinden. Optimaler Schutz ist nur dann geboten, wenn der Helm fest und passend am Kopf des Kindes sitzt. Er darf sich nicht leicht nach vorne ziehen oder nach hinten schieben lassen. Auch ein Spiel zur Seite hin ist nicht empfehlenswert. Manche Helme wachsen durch ihre Einstellungsmöglichkeiten im Inneren mit.

Doch wie bekommst du die richtige Helmgröße heraus? Einfach den Kopfumfang messen und mit der Tabelle vergleichen. Dafür nimmst du dir ein Maßband und legst es oberhalb der Ohren bis über die Stirnmitte an. Das Maßband darf allerdings nicht in den Nacken fallen, sondern muss stets am Kopf anliegen. Miss am besten mehrmals, um sicherzugehen. Liegt dann der Kopfumfang zwischen zwei Helmgrößen, entscheide sich immer für die größere Variante. Schließlich wird dein Kind schnell wachsen und der Helm darf keinesfalls drücken oder einschneiden.

Noch größere Helme gibt es in L und XL ab einem Kopfumfang von 60 cm. Diese sind jedoch eher für ältere Kinder über 12 Jahre und Jugendliche vorgesehen.

Hast du kein Maßband vorliegen, nimm einfach eine längere Schnur und miss den Umfang danach an einem Lineal oder einem Zollstock ab.

Doch Vorsicht: die Größen variieren von Hersteller zu Hersteller. Am besten vergleichst du die Größe immer mit dem gemessenen Kopfumfang und prüfst, ob er im Rahmen liegt.

Ein kleiner Tipp: Das Kind sollte den Helm etwa 15 Minuten zur Probe tragen.

Ein Fahrradhelm für Kinder ist natürlich nicht nur für die ersten Versuche mit dem eigenen Rad vorgesehen. Am besten beginnst du rechtzeitig, dein Kind an den Helm zu gewöhnen. Schon mit einem Laufrad oder Roller nehmen die Kleinen am Straßenverkehr teil und sollten richtig geschützt sein. Schließlich muss ein Sturz oder Aufprall nicht immer selbst verschuldet sein.

Design und Ausstattung

Nachdem Form und Größe feststehen, geht es an die Auswahl des richtigen Designs. Ob rosaroter Mädchentraum, Zootiere oder Comicfiguren - den Kinderwünschen sind hier wahrlich keine Grenzen gesetzt. Wichtige Regel jedoch: lass dein Kind die Wahl selbst treffen. Schließlich soll das Helmtragen Spaß machen und nicht schon von vornherein mit einer Abneigung gegen Farbe oder Design beginnen.

Neben der richtigen Größe und der passgenauen Form gibt es natürlich weitere Sicherheitsaspekte an einem Kinderhelm. Grundsätzlich sollte gesagt sein: der Preis spielt eine untergeordnete Rolle. Schließlich retten hohe Qualitätsstandards im Ernstfall Leben. Das bedeutet jedoch nicht, dass die günstigen Helme weniger Sicherheit liefern. Auf die Ausstattung kommt es an.

Manche Modelle sind mit speziellen Reflektoren oder sogar Lichtern ausgestattet. Vor allem in Herbst und Winter trägt diese Funktion zu mehr Sichtbarkeit der Kinder bei. Das Licht sollte dabei an der Rückseite des Helms befestigt sein, damit nahende Autofahrer dein Kind rechtzeitig erkennen. Während Fahrräder über Front- und Rücklicht verfügen, gibt es derartige Standards bei Rollern oder Laufrädern nicht. Manche Hersteller setzen auf eine einfache rote Leuchte. Andere Lichter sind mit mehreren Funktionen ausgestattet und blinken beispielsweise. Betrieben werden sie über eine kleine Batterie direkt hinter der Leuchte. Im Normalfall muss sie nur selten getauscht werden, da die Lichter kaum Strom verbrauchen.

Gurtsystem und Belüftung

Befestigt wird jeder Fahrradhelm über ein Gurtsystem. Die Gurte sollten verstellbar sein und sich auf Kopfform und Größe anpassen lassen. Meist gibt es Führungsschienen im Inneren des Helms, damit die Gurte nicht zu schnell verrutschen. Je mehr Anpassungsmöglichkeiten, desto bequemer sitzt der Helm später auf dem Kopf.

Der Kinnriemen sorgt letztlich für die finale Fixierung und kann über zusätzliche Elemente verfügen. So führen manche Hersteller die Gurte rechts und links an den Ohren vorbei und arretieren die beiden Riemen unterhalb der Ohren nochmals zusätzlich mit einem Verschluss. Dadurch stören die Riemen nicht im Gesicht, sondern laufen bequem unterhalb des Kinns zusammen. Hier sorgen ein Klickverschluss und ein zusätzliches Kinnpolster für Sicherheit und Komfort.

Kontrolliere die Gurteinstellungen regelmäßig und passe die Gurte gegebenenfalls an, wenn dein Kind eine Mütze trägt.

Wichtig: Ältere Kinder ab etwa 4 Jahren sollten den Helm selbst auf- und absetzen können.

Die Stirn sollte ein wenig Falten schlagen, wenn du den Helm vor und zurück bewegst. Die Riemen sind so stramm zu spannen, dass das Polster eng am Kinn anliegt und kaum Spiel besitzt. Die Riemen sollten eng an den Wangen und an den Ohren sitzen. Nur die gepolsterten Bereiche in der Schale sollten den Kopf berühren.

Jeder Kinderhelm benötigt Lüftungsschlitze, damit der Kopf nicht zu sehr schwitzt und vor einem Hitzestau bewahrt wird. Die Materialien im Inneren isolieren vor der Kälte im Winter und die Schlitze führen im Sommer ausreichend Frischluft an den Kopf. Damit ist der Tragekomfort zu jeder Jahreszeit gegeben. Etwa 7-9 Öffnungen zur Belüftung sollte ein guter Helm aufweisen.

Weitere Sicherheitsmerkmale

Minderwertige Modelle erkennst du genau an diesen Punkten: Belüftung und Sicherheitsnetz. Die meisten Lüftungsschlitze müssen von innen mit einer Netzabdeckung versehen sein. Hierbei handelt es sich um Fliegennetze oder feinmaschige Materialien. Sie verhindern, dass Insekten oder andere Fremdkörper durch die Schlitze eintreten und in die Helmschale gelangen.

Achte vor dem Kauf auf die bestehen Prüfzeichen wie beispielsweise TÜV, CE- und GS-Siegel. Der Kinderhelm sollte alle in Deutschland und der EU gültigen Standards erfüllen. Gleichzeitig muss er den Normhinweis „EN 1078“ tragen. Das bedeutet: der Helm wurde einem Dummy aufgesetzt und in einem Falltest wirklich geprüft. Besteht das Produkt diesen Test, darf es die Sicherheitsnorm aufweisen. Die meisten namhaften Hersteller erfüllen jedoch diese Kriterien. Vorsicht ist bei den Produkten von Discountern und Noname-Modellen geboten.

Empfehlenswerte Hersteller und Modelle

Du hast bereits die wichtigsten Merkmale kennengelernt und eine erste Vorstellung vom optimalen Kinderhelm. Dennoch gibt es eine große Auswahl auf dem Markt, die sich hinsichtlich Qualität und Preis enorm unterscheidet. Natürlich gibt es nicht nur eine große Auswahl an Modellen und Designs.

Beliebte Marken und ihre Besonderheiten

In der folgenden Tabelle wollen wir dir einen kurzen Überblick über die wichtigsten Hersteller für Kinderhelme und ihre Besonderheiten geben. Hierbei handelt es sich nur um die beliebtesten Marken. Es gibt noch deutlich mehr Hersteller, die sich alle mit verschiedenen Modellen unterscheiden und natürlich den besten Helm für dein Kind liefern wollen.

Hersteller Modell Besonderheiten
Abus Abus Youn_I 2.0 Großes LED-Licht, vertikale Größenverstellung
Alpina Alpina Pico Flash Leichtester Helm im Test, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Uvex Uvex Hlmt 4 Runde Form für sicheren Halt, hohe Verschiebung am Gurtverteiler
Giro Giro Tremor Child Mips Abnehmbarer Helmschirm, tiefe und breite Rückseite
KED Meggy Blinklichter an der Rückseite, reflektierende Aufkleber

Modelle im Detail

  • Abus Rookie: Bietet ein blaues Design mit vielen kleinen bunten Fischen und spricht somit Jungen und Mädchen gleichermaßen an. Dank der leicht abgeflachten Rückseite nehmen die Kinder deutlich bequemer im Fahrradsitz oder im Anhänger Platz. Gleichzeitig tragen sie ihn auch selbst beim Radfahren. Die Passform ist über eine Zoom-Funktion einzustellen. Außerdem bieten die farblich passenden Gurte einen Kinnschutz am Verschluss.
  • KED Meggy: Folgt einem besonderen Herstellungsverfahren. Dabei wird die äußere harte Schale mit der Innenschale verschweißt und bietet noch mehr Sicherheit. Außerdem gibt es ein Anpassungssystem im Inneren über ein praktisches Drehrad. Schnell nimmt der Helm die richtige Größe für das Kind an. Das Verstellsystem der Gurte und auch der Verschluss sind einfach zu bedienen.

Weitere Aspekte beim Kauf

Viele Kunden und Experten empfehlen, die Kinder frühzeitig an einem Fahrradhelm zu gewöhnen. Selbst im Sitz auf dem elterlichen Fahrrad oder im Anhänger sollten sie bereits einen Helm mit abgeflachter Rückseite aufsetzen. Der Preis darf grundsätzlich beim Thema Sicherheit keine Rolle spielen. Die Größe ist regelmäßig zu prüfen. Sobald der Helm drückt oder nicht mehr richtig passt - austauschen.

Alle drei bis vier Jahre sollte ein Kinderhelm ohnehin ausgetauscht werden. Die Materialien im Inneren haben dann bei häufiger Nutzung schon ausgedient und sind zu stark gealtert. Beim Kauf solltest du daher auch das Herstellungsdatum mit berücksichtigen. Außerdem sind die Kinder meist nach dieser Zeit rausgewachsen.

Die Modelle sollten möglichst an einem dunklen Ort bei Zimmertemperatur lagern. Lege deshalb den Helm nie auf die Hutablage im Auto, da du sonst mit einer geringen Lebenserwartung rechnen musst und das Material großer Belastung ausgesetzt ist.

Die Reinigung erfolgt am besten mit lauwarmen Wasser. Sowohl Außenschale als auch Innenleben wischt du mit einem Reinigungstuch aus. Das Wasser darf jedoch nicht zu heiß sein und auch Lösungsmittel sind nicht zu verwenden. Am besten einfach nur etwas Spülmittel ins Wasser geben.

Helm aufsetzen, sodass Schläfen, Hinterkopf und Stirn bedeckt sind. Jetzt die Gurtbänder rechts und links am Helm auf die Länge festlegen. Kinnband schließen und nochmals auf die Länge einstellen.

Fazit

Kinder dürfen frühzeitig mit dem Radfahren beginnen und gleich von Anfang an optimalen Schutz genießen. Ein Helm ist daher eine sinnvolle Anschaffung, um dein Kind vor Kopfverletzungen bei einem Sturz oder Aufprall zu schützen. Schließlich gehört der Kopf zum wohl wichtigsten Körperteil und ist damit auch am verletzlichsten. Der Markt gibt jedoch viele verschiedene Modelle in jedem Preissegment. Finde deshalb erst die richtige Größe heraus und wähle das Design gemeinsam mit deinem Kind. Auch Passform, Sicherheitsmerkmale und Gewicht müssen stimmen.

Ein Kind zum Tragen eines Fahrradhelms zu bewegen, ist nicht immer leicht. „Zu uncool“ oder „stört“ sind oft die schnellen Ausreden. Eine Helmpflicht gibt es Deutschland zwar nicht, aber dennoch ist es mehr als ratsam, einen Kopfschutz zu tragen. Gerade Kinder gehören zu den schwächsten Teilnehmern im Straßenverkehr.

Testergebnisse von IMTEST

Um den besten und sichersten Kinderfahrradhelm zu ermitteln, hat IMTEST bereits im Jahre 2022 Fahrradhelme für Kinder im Test untersucht. Darunter Kinderhelme von Abus, Alpina, Giro, Specialized und Uvex, die sowohl in der Praxis als auch im Prüflabor des TÜV Süd getestet wurden und noch immer verkauft werden. Dabei konnte vor allem der Specialized Shuffle Child LED als Test- und Preisleistungssieger überzeugen.

IMTEST-Favoriten

  1. Specialized Shuffle Child LED
  2. Abus Youn_I 2.0
  3. Alpina Pico Flash
  4. Uvex Hlmt 4
  5. Giro Tremor Child Mips

Detaillierte Testergebnisse

Die Darstellung der detaillierten Testergebnisse ist aufgrund von Aktualisierungen oder technischer Anpassungen momentan nicht oder nur eingeschränkt möglich. Aktualisieren Sie bitte diese Seite regelmäßig, um die neueste Darstellung anzuzeigen. Dieser Test wurde vollständig oder in Teilen vor dem 1.1.2025 durchgeführt und folgt noch nicht dem IMTEST-Bewertungsverfahren 2025. Eine Aktualisierung erfolgt in Kürze und kann ggf. zu geringfügigen Änderungen von Noten und/oder Platzierungen führen.

So testet IMTEST Fahrradhelme für Kinder

Neben der Passform hat IMTEST den TÜV Süd beauftragt, verschiedene Prüfungen durchzuführen. Dabei ging es unter anderem um einen Abstreiftest und eine Stoßprüfung.

Die sichersten Fahrradhelme für Kinder: Auf die Passform kommt es an

Trotz der optischen Komponente ist das Wichtigste, dass der Fahrradhelm dem Kind richtig passt. Er darf weder schief sitzen, noch wackeln oder zu tief in den Nacken ragen. Er sollte zudem die Stirn, die Schläfen und den gesamten Hinterkopf gut bedecken. Alle Kinderfahrradhelme im Test haben eine weiche, auswechselbare Polsterung, damit nichts drückt. Mit einem kleinen Rad an der Rückseite können alle Fahrradhelme für Kinder individuell an den Kopf angepasst werden. Die Modelle von Abus und Alpina haben darüber hinaus eine zusätzliche vertikale Größenverstellung im Inneren. Der Kinnverschluss sollte so eingestellt sein, dass gerade noch ein Finger zwischen Verschluss und Kinn passt. Da letztendlich jeder Kinderkopf individuell ist, empfiehlt es sich, das Kind beim Kauf mitzunehmen und den gewünschten Fahrradhelm direkt anzuprobieren.

Sichere Kinderfahrradhelme: Diese Voraussetzung müssen sie erfüllen

Für Kinder ist vorallem auch die Farbe des Helms entscheidend. Diese besagt, dass Fahrradhelme für Kinder und Erwachsene eine Auftreffgeschwindigkeit von 19,5 Stundenkilometer überstehen müssen. Gemessen wird das bei einem Sturz mit 250-facher Erdbeschleunigung. IMTEST hat bereits auch Fahrradhelme für Erwachsene getestet.

Die sichersten Fahrradhelme für Kinder im Test besitzen Mips

Mips bedeutet Multi Directional Impact Protection System. Damit ist eine zusätzliche Sicherheitstechnologie gemeint, die einige Fahrradhelme für Kinder im Testfeld bieten. Dazu gehören zum Beispiel die Modelle von Specialized und Giro. Dabei befindet sich eine zweite bewegliche Schale unter der Außenschale, die direkt auf dem Kopf aufliegt. Kommt es zu einem schrägen Aufprall, wird die aufkommende Rotationskraft durch diese bewegliche Schale umgeleitet. Das soll dem Kopf zusätzlichen Schutz geben.

Kinderfahrradhelme im Test: So schnitten sie ab

Dabei liegt der Fahrradhelm eng am Testkopf, aber nur so weit, dass es für den Träger immer noch bequem wäre. Das Ergebnis: Bei allen Fahrradhelmen für Kinder verschieben sich die Gurtbänder im Test minimal zwischen 12,8 Grad beim Modell von Abus bis zu 20,5 Grad beim Specialized-Kinderhelm. Nur beim Kinderfahrradhelm hlmt 4 von Uvex fällt die Verschiebung mit 32,4 Grad etwas größer aus. Die Helmschale kann sich vergleichsweise weit nach vorne schieben. Da der Fahrradhelm für Kinder im Test aufgrund seiner Konstruktion aber einen sehr großen Bereich des Kopfes abdeckt, erfüllt er ebenso wie die anderen Kinderhelme im Test die Anforderungen, die die Testnorm DIN EN 1078 vorgibt. Dadurch ist das Ergebnis sicherheitstechnisch unbedenklich.

Simulierter Aufprall: Das halten die Helme aus

Bei zwei Stoßprüfungen mit erhöhter Aufprallgeschwindigkeit untersuchte der TÜV, was mit den Fahrradhelmen für Kinder bei einem frontalen und einem darauffolgenden seitlichen Crash im Test passiert. Beim Frontalaufprall wurde sogar mit Werten, die 20 Prozent über der Norm liegen, gearbeitet. Im Test galt es herauszufinden, ob die Kinderfahrradhelme Reserven haben und ob sie auch bei einem härteren Aufprall ausreichend Stoßdämpfung bieten.

So verhielten sich die Gurtbänder der Kinderfahrradhelme im Unfall-Test

In einer letzten Prüfung testete der TÜV Süd, wie sich der Kinnriemen der Kinderfahrradhelme nach einer ruckartigen Belastung verhält. Dabei sollte festgestellt werden, ob er reißt, sich dehnt und, ob das Kinn-Schloss sich auch unter Belastung öffnen lässt. In der Praxis bedeutet das: So eng wie möglich, so bequem wie nötig. Aber auch hier glänzten alle Kinderhelme im Test mit guten Werten und blieben deutlich unter der Normanforderung.

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