Fahrradhelm Kraft Helm Vergleich: Sicherheit und Komfort im Fokus

Das Fahrrad erfreut sich großer Beliebtheit und wird sowohl als Fortbewegungsmittel als auch als Sportgerät immer häufiger genutzt. Bei all dem Spaß und der Freiheit, die das Radfahren bietet, sollte jedoch die Sicherheit nicht vernachlässigt werden.

Das Tragen eines Fahrradhelms ist ein absolutes Muss, um Verletzungen im Falle eines Unfalls zu minimieren. Laut Statistischem Bundesamtes gab es im Jahr 2022 knapp 98.000 Verletzte bei Fahrradunfällen im Straßenverkehr in Deutschland - eine Anzahl, die dank steigender Nutzerzahlen in den nächsten Jahren vermutlich eher zu- als abnimmt.

Neben Knochenbrüchen und Schürfwunden, die sich in der Regel nur selten verhindern lassen, sind Kopfverletzungen bei Radfahren das wohl größte Risiko. Der Kopf ist das empfindlichste und wichtigste Organ unseres Körpers und eine Verletzung kann entsprechend schwerwiegende Folgen haben. Wer die Wahrscheinlichkeit eines Schädelbruchs und anderer schwerer Schädel-Hirn-Verletzungen verringern möchte, setzt zum Radfahren auf einen entsprechenden Helm.

Fakt ist: Jeder Helm ist bei einem Unfall besser, als gar kein Helm. Doch wer sich einen Helm anschafft, sollte beim Kauf darauf achten, den für sich passenden auszuwählen, damit dieser den Kopf optimal schützen kann.

Ob für den täglichen Weg zur Arbeit oder lange Ausfahrten am Wochenende: Wichtig ist, bei der Wahl des Fahrradhelms darauf zu achten, dass das Wunschmodell mindestens der europäischen Norm DIN EN 1078 (CE) entspricht. Alle Helme in unserem Test erfüllen diese Norm.

Die Wichtigkeit der Passform

Beim Kauf eines Fahrradhelms ist es wichtig, die richtige Größe zu wählen. Ein Helm, der nicht richtig passt, bietet keinen optimalen Schutz. Die meisten Fahrradhelme sind in verschiedenen Größen erhältlich. Die meisten Unternehmen staffeln ihre Helme in S (50 bis 54 cm), M (55 bis 57 cm) sowie L (59 bis 61 cm). Trotz der Größenangaben ist es immer wichtig, den Helm vor der Fahrt zu kontrollieren und sinnvoll anzupassen.

So auch der KX1010 von Krafthelme, bei dem Radler zwischen drei verschiedenen Größen wählen können: S, M und L. Darüber hinaus lässt sich jeder Krafthelm an individuelle Kopfmaße anpassen. Das Größenverstellsystem des Fahrradhelms KX1010 besteht aus einem verstellbaren Riemen und einem Drehrad zur Größeneinstellung.

Jeder Kopf ist individuell. Deshalb ist das Anpassen des Fahrradhelms vor jeder Radtour unerlässlich. Als Anhaltspunkt für die richtige Größenauswahl ist der Kopfumfang bis einen Finger breit über den Augenbrauen zu messen. Der Kopfgrößenbereich (Kopfumfang) wird für Helme in Zentimeter angegeben. Je nach Kopfgröße kommt somit ein kleiner, mittlerer oder großer Helm infrage.

Dennoch ist es wichtig, einen Fahrradhelm zu kaufen, der von seiner Dimension her zu Ihrem Kopf passt. Der Kopf lässt sich in folgende vier Altersgruppen unterteilen: Kleinkinder bis zu drei Jahren haben meist einen Kopfumfang von 44 bis 52 Zentimetern, Zwei- bis Siebenjährige einen von 46 bis 57 Zentimetern und Fünf- bis Zwölfjährige messen für gewöhnlich 52 bis 60 Zentimeter. Allen Radfahrern über zwölf Jahren wird ein Helm für einen Kopfumfang von 52 bis 65 Zentimetern empfohlen. Die Angaben dienen jedoch nur der groben Orientierung.

Einige Fahrradhelme lassen sich zusätzlich durch versetzbare Kletteinsätze an die Kopfform anpassen. Der Helm lässt sich in unserem Test einfach und binnen wenigen Handgriffen am Kopf befestigen sowie anpassen. Das gefällt uns, da wir keine große Mühe oder Einstellungen in Kauf nehmen müssen.

Belüftung und Insektenschutz

Da sportliches Radfahren bei sommerlichen Temperaturen eine schweißtreibende Angelegenheit sein kann, ist es wichtig, dass der Fahrradhelm über ein gutes Belüftungssystem verfügt. Interessant: Der Krafthelme Fahrradhelm KX-1010 bietet nicht nur sinnvolle Belüftungsschlitze für gute Luftzirkulation.

Wichtig: Gerade in den warmen Sommermonaten sind viele Insekten unterwegs. Damit diese nicht über die Belüftungskanäle in das Innere des Helms gelangen, sollte der Fahrradhelm über einen entsprechenden Insektenschutz verfügen. Der KX1010 von Krafthelme ist sowohl vorne als auch innen mit einem Insektengitter ausgestattet.

Sichtbarkeit im Straßenverkehr

Neben dem Schutz vor Verletzungen ist auch die Sichtbarkeit im Straßenverkehr ein wichtiger Aspekt beim Radfahren. Achten Sie daher beim Kauf darauf, einen Helm zu wählen, der über eine integrierte Beleuchtung verfügt, um auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut sichtbar zu sein.

Der KX1010 von Krafthelme verfügt zu diesem Zweck über ein batteriebetriebenes LED-Licht mit drei verschiedenen Modi. Je nach Bedarf kann der Radfahrer zwischen drei verschiedenen Licht-Modi wählen, um im Straßenverkehr und bei Dunkelheit besser gesehen zu werden. Für nächtliche Fahrten bietet die integrierte LED-Lampe ein sicheres Signal mit 3 verschiedenen Modi.

Zusätzliche Sicherheit bieten Fahr­radhelme mit Licht, die im Dunkeln gut zu sehen sind. Die Prüfer leuchteten alle Kopf­schützer mit Scheinwerfern an. Sehr gut sicht­bar sind Modelle, die an allen Seiten und am Gurt mit Reflektoren ausgerüstet sind und am Hinterkopf ein Licht tragen. Eine perfekte Ausstattung ist aber eher die Ausnahme. Damit es gar nicht erst zum Unfall kommt, sollten die Anbieter Fahr­radhelme grund­sätzlich mit Rück­lichtern und Reflektoren ausstatten.

Komfort und Gewicht

Ein Helm sollte nicht nur sicher, sondern auch komfortabel sein. Dazu gehören ein geringes Gewicht sowie eine komfortable Polsterung. Der KX1010 von Krafthelme ist mit seinen 280 Gramm ein wahres Leichtgewicht und ist daher auch bei längren Fahrten kaum zu spüren. Damit das Tragen des Helms auch auf längeren Strecken nicht unangenehm ist, besitzt das Helmmodell außerdem eine Komfortpolsterung. Während der Fahrt drückt der Helm nicht und ist insgesamt kaum spürbar. Das ist der Polsterung zu verdanken, die maximal dämpft und verschiedene Vibrationen ideal verhindert.

Design und Verfügbarkeit

Der KX1010 von Krafthelme überzeugt neben vielen Aspekten rund um Sicherheit und Komfort auch mit seinem zeitlosen und geschlechtsneutralen Design. Obwohl uns der Krafthelme Fahrradhelm KX-1010 überzeugt, ist er derzeit für Erwachsene nur in einer Farbe erhältlich. Wer mehr Auswahl genießen möchte, schaut sich die Helme von Meteor an, die Fahrradhelme in bunter Vielfalt anbieten. Soll der Fahrradhelm zusätzlich ein praktisches Visier liefern, sind die Radhelme von FUNWICT bestens geeignet.

Der Krafthelme Fahrradhelm KX-1010 im Detail

Der Krafthelme Fahrradhelm KX-1010 besitzt eine modern konzipierte Hartschalle, die aus widerstandsfähigem Kunststoff gefertigt ist. Das Modell soll demnach den Kopf bei Stürzen und Unfällen optimal sichern. Zusätzlich kommt der Helm mit einem sinnvollen Gurt, der optimale Sicherheit bietet. Damit der Helm nicht nur fest sitzt, sondern auch zum Kopf passt, lässt sich der Helm dank Größenverstellungsrad individuell anpassen. Das abnehmbare Visier rundet den Helm ab und schützt ideal den Augenbereich.

Reinigung und Pflege

Fahrradhelme sind meistens eng dem Kopf und Haaren verbunden. Daher ist eine regelmäßige Reinigung unerlässlich. Für die Innenausstattung, Komfortpolsterungen und auch Gurtbänder empfehlen wir ausschließlich Handwäsche. Die Trocknung erfolgt im Anschluss idealerweise bei Raumtemperatur an einem trockenen Ort. Wenn der Helm trocken ist, kann er direkt wieder zum Einsatz kommen. Eine Reinigung ist bei häufiger Anwendung am besten einmal in der Woche empfehlenswert.

Testergebnisse und Auszeichnungen

Die Stiftung Warentest und der ADAC haben im März 2024 gemeinsam einige Fahrradhelme getestet. Der Uvex Urban Planet LED schneidet unter den neu getesteten Helmen mit der Gesamtnote 2,0 (gut) am besten ab. In den Bereichen »Unfallschutz« und »Handhabung und Komfort« vergeben Stiftung Warentest und ADAC jeweils ein »gut« (2,3 bzw. 1,8).»Der etwas schwere, aber gut verarbeitete Helm von Uvex geht als Testsieger hervor. Das Innenfutter dient gleichzeitig als Insektenschutz und vermittelt angenehmen Tragekomfort. Das Kopfband ist 6-fach höhenverstellbar und mittels Drehrad im Umfang verstellbar. Er besitzt Reflektorstreifen in den Trageriemen und ist mit einem aktiven Licht an der Rückseite (3 Modi).

MIPS-Technologie und Rotationsschutz

Einige Anbieter versprechen Extra-Schutz durch Mips oder ähnliche Systeme wie Kineticore von Lazer. Mips steht für Multidirectional Impact Protection System, zu Deutsch: Schutz­system für Zusammen­stöße aus verschiedenen Richtungen. An der Helm-Innenseite ist eine Kunst­stoff­schale befestigt, die sich unabhängig bewegt. Sie soll Rotations­kräfte abfangen, die während eines Aufpralls auf das Gehirn wirken. Der Fahr­radhelm-Test der Stiftung Warentest zeigt, dass Mips keine Voraus­setzung für einen guten Fahr­radhelm ist. Auch einige Helme ohne dieses System schützen gut vor Kopf­verletzungen.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass das menschliche Gehirn besonders empfindlich auf rotatorische Kräfte reagiert. Um bei einem schrägen Aufprall die Rotationsenergie zu reduzieren, wurde die reibungsarme MIPS-Schale (Multi-directional Impact Protection System) konzipiert. Sie soll ein zum Kopf versetztes Gleiten des Helms ermöglichen. Dadurch wird Rotationsenergie in Translationsenergie umgewandelt. Dieser Mechanismus ähnelt dem Verhalten des Kopfes bei einem Sturz auf Eis, wo sich der Kopf in der ursprünglichen Bewegungsrichtung fortsetzen kann.

Aktuell sind verschiedene Varianten des MIPS-Systems verfügbar, die eine relative Rotation zwischen Helm und Kopf im Bereich von 10 bis 15 Millimetern zulassen. In unseren Tests zeigt sich, dass die Wahrscheinlichkeit, mit einem MIPS-ausgestatteten Helm eine Gehirnerschütterung zu erleiden (gemäß AIS-Code), im Durchschnitt bei 22 Prozent lag. Im Vergleich dazu betrug die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit einer Gehirnerschütterung bei Helmen ohne MIPS in einem früheren Test signifikant höhere 37 Prozent.

Es gibt verschiedene Varianten des MIPS-Systems:

  • Mips Essential Core
  • Mips Evolve Core
  • Mips Air Node
  • Mips Integra Split
  • Mips Integra Fuse

Rückrufaktion von Limar Torino

Die Firma Limar ruft eine Charge des Helms Limar Torino zurück. In der Größe M habe der Fahr­radhelm eine europäische Norm­vorgabe in einer Prüfung bei kalten Temperaturen von minus 20 Grad Celsius nicht einge­halten, so der Hersteller. Laut Mitteilung auf der Anbieter-Webseite erhalten Kundinnen und Kunden eine voll­ständige Rück­erstattung oder einen Ersatz vom Händler. Betroffen ist die Lot-Nummer 2022/04, die auf dem Etikett im Innern des Helms zu finden ist, sowie diverse im Limar-Rückruf aufgeführte EAN-Codes.

Smart Helme

Ein smarter Fahrradhelm schützt nicht nur den Kopf. Er bietet im besten Fall außerdem Bluetooth, SOS-Notfallfunktion, Licht, Blinker und Lautsprecher. Wir zeigen die sieben besten schlauen Smart-Helme aus unseren Tests.Aber einige Helme können mehr als „nur“ den Kopf schützen. Sie leuchten, blinken, spielen Musik, eignen sich zum Telefonieren und senden bei einem Unfall automatisch eine Nachricht an den hinterlegten Notfallkontakt.

Ein ganz besonderer Fahrradhelm, der eigentlich kein Helm ist, löst bei einem Unfall sogar einen Airbag aus, der sich wie eine Haube über den Kopf des Fahrers legt.Der Markt an smarten Fahrradhelmen ist überschaubar, wächst aber stetig. Wir haben für diese Bestenliste einige besonders beliebte und gute Modelle herausgesucht.

Beispiele für Smart Helme:

  • Mit Mesh-Intercom Sena R1 Evo
  • Beste Beleuchtung Livall Evo 21
  • Airbag-Helm Hövding 3
  • Lumos Ultra

Unfallforschung und Prävention

Die Fahrradbranche boomt und speziell E-Bikes tragen zur enormen Popularität der Zweiräder bei. Durch das höhere Tempo der elektrifizierten Räder steigt allerdings auch die Unfallgefahr. Bei knapp 27.400 Radunfällen ohne weitere Beteiligte verletzten sich im Jahr 2023 rund 6.400 Menschen schwer und 147 tödlich. Darauf weist die Unfallforschung der Versicherer (UDV) im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hin.

Rad-Alleinunfälle hätten sich in den vergangnen 15 Jahren mehr als verdoppelt, dabei sei die Dunkelziffer hoch, heißt es. Dabei sind nicht nur Gehirnerschütterungen, sondern schwere Kopfverletzungen bei Stürzen die häufigste Unfallfolge. Laut Deutscher Gesellschaft für Unfallchirurgie könnten 60 bis 70 Prozent der tödlichen Hirnverletzungen mit Kopfschutz vermieden werden.

Fazit

Ein guter Fahrradhelm ist ein unverzichtbares Accessoire für jeden Radfahrer. Der KX1010 von Krafthelme bietet nicht nur einen sicheren Schutz vor Verletzungen, sondern auch einen angenehmen und bequemen Sitz.

Insgesamt sind wir als Testteam mit dem Krafthelme Fahrradhelm KX-1010 sehr zufrieden und können ihn jedem anspruchsvollen Radfahrer empfehlen. Die hohe Qualität der Materialien und die sorgfältige Verarbeitung sorgen dafür, dass der Helm lange hält und bei Stürzen zuverlässigen Schutz bietet. Die Belüftungskanäle und die Komfortpolsterung tragen bei Verwendung zu einem angenehmen Tragegefühl bei. Das ist uns sowohl bei kürzeren als auch bei längeren Fahrten aufgefallen. Der Helm macht jede Radtour zum Vergnügen, da er so gut wie gar nicht zu spüren ist.

Am Ende sollte die Qualität, individuelle Vorlieben sowie Passform und Tragekomfort für einen Kauf entscheidend sein. Aus diesem Grund bieten Hersteller unterschiedliche Modelle mit verschiedenen Größen und Helmformen an.

Tabelle: Vergleich von Fahrradhelmen

Helmmodell Besonderheiten Preis (ca.)
Krafthelme KX1010 LED-Licht, Insektenschutz, Komfortpolsterung [Preis einfügen]
Uvex Urban Planet LED Testsieger Stiftung Warentest, Reflektoren, LED-Licht ca. 100€
Livall Evo 21 360-Grad-Licht, Blinker, SOS-Funktion ca. 120€
Sena R1 Evo Mesh-Intercom, Telefonie, Musikwiedergabe ca. 161€
Abus Pedelec 2.0 Integrierter Regenschutz, LED-Licht [Preis einfügen]

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0