Limar Ultralight Fahrradhelm Test: Leicht, Sicher und Komfortabel?

Die helmlose Zeit des Rennradsports ist vorüber, und das zu Recht. Die Helmpflicht für Profirennen wurde jedoch erst 2003 eingeführt. Heute werden diese Diskussionen nicht mehr geführt, auch weil die damaligen Argumente keine Berechtigung mehr haben.

Längst haben die Hersteller es geschafft, den Helm an die Bedürfnisse der Radsportler anzupassen. Heutige Helme für Radfahrer sind gut belüftet, sicher und leicht. Das zeigte auch unser Vergleichstest. Einige dieser Modelle werden auch von den Profis der WorldTour-Teams gefahren.

Die ausführlichen Testbriefe für die leichten Helme, weitere Details zu MIPS und vieles mehr finden Sie in der RennRad-Ausgabe 4/2019.

Gewicht und Komfort

Je leichter ein Helm ist, desto besser sitzt er meist auch, denn umso geringer ist die Masse, die bei jeder Drehung des Kopfes und bei jeder Erschütterung in Bewegung gerät.

Wie leicht kann ein Rennradhelm sein? 250 Gramm - das sollte eigentlich die Gewichtsgrenze für unseren Helmtest sein. Allerdings liegen Anspruch und Wirklichkeit hier manchmal weit auseinander. Zum einen gelten die Gewichtsangaben häufig nur für die kleinste Größe eines Modells. Zum anderen wäre dann das Testfeld entsprechend klein geworden. Zudem hätte man dafür teils auf Innovationen - etwa das MIPS-System - verzichten müssen, welche die Helme sicherer machen können. Am Ende entschieden wir uns für ein Limit von 300 Gramm, selbst gewogen bei einem Helm für einen mittleren Kopfumfang von 57 Zentimetern. Unabhängig vom Preis ergab sich damit ein großes, sehr unterschiedliches Testfeld.

Möglich machen dies zum Beispiel besonders leichte EPS-Schäume - EPS steht für expandiertes Polystyrol und ist unter einem anderen Namen besser bekannt: Styropor. Zudem kann Gewicht beim Verschlusssystem inklusive der Gurte sowie beim Verstellsystem am Hinterkopf gespart werden. Prinzipiell könnte auch noch zusätzliches Gewicht beim In-Mould-Verfahren eingespart werden. Bei diesem Prozess wird die Polycarbonat-Schale mit dem EPS-Körper verbacken. Doch die meisten Hersteller setzen weiterhin darauf.

Belüftung und Sicherheit

Ausgesprochen leichte Helme haben häufig besonders viele Luft­öffnungen. Sind diese strategisch angeordnet, verbessert sich die Belüftung gegenüber vielen geschlossenen, aerodynamisch optimierten Modellen enorm. Die bessere Luftzirkulation schützt vor Überhitzung. Gerade bei langen, langsamen Bergauffahrten, bei denen kühlender Fahrtwind meist ausbleibt, ist der Vorteil erheblich.

Jeder Fahrradhelm, der - egal wie leicht oder schwer er ist - in Deutschland verkauft wird, muss die Kriterien der Norm DIN/EN 1078 erfüllen. Diese schreiben einen standardisierten Falltest vor, den der Helm bestehen muss. Interessant: Viele der Testexemplare verfügen zusätzlich über das MIPS-System - mehr dazu in unserer Extra-Info-Box.

Ein geringes Gewicht lässt sich am einfachsten durch Materialersparnis erreichen. Im Falle eines Helmes ließe dies auf mehr Lüftungsöffnungen schließen. Das ist grundsätzlich richtig, und viele Hersteller verfahren nach diesem Prinzip. Für ausreichende Sicherheit sorgen dann entsprechend integrierte und teils sichtbare Verstärkungen, etwa Querstreben. Aber auch diese bringen wiederum Gewicht mit sich. Durch zusätzliches Styropor können etwa die internen Verstrebungen weggelassen werden.

Generell sind nicht nur die von außen sichtbaren Öffnungen entscheidend für eine exzellente Belüftung. Wichtig ist auch das Innenleben. Solche „Wind-Tunnel“ an der Innenseite der Schale tragen maßgeblich zu einem kühlen Luftstrom am Kopf bei.

Limar Ultralight+ im Detail

Der leichteste Helm des Testfeldes, der Limar Ultralight+, zählt mit einem Preis von rund 150 Euro auch zu den günstigeren. Die Briefwaage zeigte ein extrem niedriges Gewicht von nur 179 Gramm, bei einem Helm der Größe Medium. In Sachen Hinterkopfhalterung hat er kleinere Schwächen, doch gerade bei Langstrecken machen sich solche Gewichtsvorteile deutlich positiv bemerkbar.

Weitere Testkandidaten und Ergebnisse

Im Rahmen eines Tests von ROADBIKE gemeinsam mit TÜV SÜD wurden zwölf aktuelle Top-Helme getestet. Vorgabe an die Hersteller: das leichteste und am besten belüftete Modell im Portfolio zu schicken. Die Preisspanne ist erstaunlich groß: Gerade mal 149 Euro kostet der günstigste Helm, der Venger von Rudy Project. Für den teuersten, den neuen S-Works Prevail II Vent von Specialized, werden stolze 330 Euro fällig.

Testergebnisse im Überblick

Helm Preis/Gewicht Schutzwirkung (30%) Belüftung (20%) Tragekomfort (20%) Gewicht (20%) Anpassbarkeit (10%) Testurteil
Abus AirBreaker 249,95 Euro/ 214 g - - - - - Sehr gut (87 Punkte)
Bollé Furo MIPS 200 Euro/ 337 g - - - - - Gut (58 Punkte)
Bontrager Velocis MIPS 219 Euro/ 270 g - - - - - Sehr gut (75 Punkte)
HJC Ibex 2.0 249 Euro/ 231 g - - - - - Sehr gut (75 Punkte)
Lazer Genesis 168 Euro/ 211 g - - - - - Sehr gut (74 Punkte)
Met Trenta 3k Carbon 330 Euro/ 220 g - - - - - Sehr gut (81 Punkte)
Oakley Aro 3 MIPS 180 Euro/ 295 g - - - - - Gut (68 Punkte)
POC Ventral Lite 270 Euro/ 203 g - - - - - Überragend (ROADBIKE-Testsieger) (91 Punkte)
Rudy Project Venger 149,95 Euro/ 237 g - - - - - Sehr gut (ROADBIKE-Preis-Leistungs-Tipp) (77 Punkte)
Scott Centric Plus 199,95 Euro/ 219 g - - - - - Sehr gut (79 Punkte)
Specialized S-Works Prevail II Vent 330 Euro/ 234 g - - - - - Sehr gut (ROADBIKE-Testsieger) (91 Punkte)

Schon beim ersten Check auf der Waage zeigen sich überraschende Unterschiede, was die Hersteller als "leicht" definieren: So wiegt etwa der Furo MIPS von Bollé selbst ohne die demontierbaren Aero-Cover deutlich mehr als 300 Gramm - und damit rund 50 % mehr als das leichteste Modell im Testfeld, der erst jüngst vorgestellte Ventral Lite von POC mit schlanken 203 Gramm. Ein Unterschied, der in der Praxis deutlich spürbar ist, denn das Gewicht muss von der Nackenmuskulatur gehalten werden. Klar, dass die irgendwann ermüdet, wenn die Tour länger dauert.

Wichtig zu wissen: Nicht alle Helme fallen trotz nominell gleicher Größe gleich aus, manche Hersteller formen ihre Helm-Ovale länglicher, andere legen sie etwas breiter an. So passt längst nicht jeder Helm jedem Fahrer gleich gut - das Ausprobieren verschiedener Modelle unterschiedlicher Hersteller vor dem Kauf lohnt sich! Eine gute Orientierung bei der Kaufentscheidung: Auch ohne geschlossenen Kinnriemen hält ein optimal passender, richtig eingestellter Helm sicher auf dem Kopf und rutscht auch nach vorne gebeugt nicht einfach runter.

Limar: Seit über 30 Jahren für Ihre Sicherheit da

Ende der 80er Jahre beginnt Limar mit der Entwicklung von Fahrradhelmen. PRIMO war der erste Limar Helm mit aerodynamischen Design für Profifahrer im Jahr 1990. Limar beginnt MTB-Athleten zu sponsorn und stellt im Jahr 1993 den ersten Helm weltweit vor, der in den gleichen Farben eines Teams hergestellt wurde: den Team Gatorade.1996 gewinnt Paola Pezzo die Olympischen Spiele in Atlanta mit einem speziell für sie angefertigten Limar F104 Helm. Ein Jahr darauf unterzeichnet Limar den Sponsorenvertrag mit dem Team der Deutschen Telekom, der bis 2003 lief. Mit dem F107 stellt Limar im Jahr 1999 den ersten In-Mould-Helm her. Dieser Helm bietet außerdem ein neues innovatives Limar-Kopfregulierungssystem, das mit PRO-Rennfahrern entwickelt wurde. Zwei Jahre später gewährleistet der Limar F111 ein Höchstmaß an Belüftung mit seinen 37 Lufteinlässen. 2007 der Durchbruch im Leichtgewicht. Limar stellt den bis dahin leichtesten Helm der Welt, mit nur 180 Gramm vor.

Fahrradhelme setzen sich auch im Alltag immer mehr durch. Ein Grund weshalb Limar ab 2008 nicht nur wettkampforientierte Helme herstellt, sondern auch modisch und praktische Helme entwickelt. Der Limar 909 war sogar im Film „Burn after reading“ zu sehen. Der internationale Filmstar Brad Pitt trug den Helm in einer Filmszene.2009 und 2010 die Limar Helme werden immer leichter. Limar übertrifft seine eigenen Rekorde und stellt den bis dahin leichtesten Helm mit nur 160 g vor.2017 beginnt Limar seine lange Zusammenarbeit als Sponsor des PROTOUR TEAM ASTANA. In den darauf folgenden Jahren konzentriert sich Limar auf die Entwicklung stark aerodynamischer Helme, arbeitet mit PRO-TEAM Fahrer zusammen, untersucht den Luftstrom und die Turbulenzen und konzentriert sich so neben Schutz, Leichtigkeit und Komfort auf maximale Aerodynamik.2019 und 2020 wurde DELTA für Enduro und E-Bike Fahrer sowie der STRATOS für Gravelbiker vorgestellt.

Limar Helme: Ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis und keine Kompromisse, einfach die perfekte Kombination aus Stärke und Leichtigkeit.

Limar italienischer Stil - modernste technologische Forschung

Limar ist ein italienisches Unternehmen mit mehr als 35 Jahren Erfahrung in der Herstellung von Fahrradhelmen. Alle Limar-Produkte werden in Italien entworfen und gestaltet.

Die Limar Helme erfüllen die internationalen Sicherheitsstandards wie:

  • CE EN 1078
  • amerikanische CPS
  • australische AS/NZS

Sicherheit steht bei Limar immer an erster Stelle. Alle Limar Helme werden unterschiedlichen Tests unter verschiedenen Bedingungen unterzogen. Limar teilt ihre Leidenschaft zum Radsport mit Ihnen durch leistungsstarke Helme und Brillen. Fahren Sie gemeinsam Rennen - mit Limar Helme und Brillen.

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