Der Albtraum eines jeden Radfahrers: Ein Autofahrer reißt plötzlich seine Tür auf, der Radfahrer knallt rein oder wird auf die Fahrbahn geschleudert. Solche Dooring-Unfälle sind sehr gefährlich und kommen immer häufiger vor.
Wer beim Fahrradfahren keinen Helm tragen möchte und trotzdem auf Kopfschutz Wert legt, der kennt den Airbag-Helm von Hövding. Das schwedische Unternehmen brachte den Kragen, der sich beim Sturz innerhalb eines Sekundenbruchteils zu einem Airbag für den Kopf entfaltet, im Jahr 2011 auf den Markt. Airbag statt Helm: Das Konzept des schwedischen Unternehmens Hövding ist europaweit auch als "Airbag-Helm" bekannt. Bei einem Unfall löst dieser innerhalb von 0,1 s aus.
Der Fahrrad-Airbag gilt als mögliche Alternative zum klassischen Fahrradhelm. In Form einer Art Tasche wird er am Nacken um den Hals getragen, deren Weite sich durch ein Stellrad einstellen lässt. Die integrierten Sensoren des „Airbag-Kragens“ prüfen die Bewegung und lösen im Falle eines Sturzes aus: Ein Luftkissen entfaltet sich dann innerhalb von 80 Millisekunden und umhüllt - ähnlich wie ein klassischer Helm - den Kopf. Auf diese Weise werden Kopf und sogar Nacken geschützt.
Der Hövding 3 im Test
In der Crashanlage des ADAC Technik Zentrums Landsberg wurde 2021 dieses Szenario nachgestellt, um den Airbag-Helm Hövding 3 zu testen. Mit 18 km/h fährt Stuntman Paul Wilk auf die geöffnete Autotür zu, prallt mit seinem Fahrrad gegen die Tür, hechtet drüber und landet nach einer Rolle vorwärts auf dicken blauen Gymnastikmatten. Im Flug hat mit einem lauten Knall der Hövding ausgelöst, umschließt und schützt seinen Kopf - optisch erinnert der entfaltete Airbag an eine Trockenhaube für den privaten Gebrauch.
Auf den Aufnahmen der Spezialkamera erkennt man im Zeitraffer, dass sich der Airbag komplett geöffnet hat, als Stuntman Wilk etwa drei Viertel seines Saltos hinter sich hat. "Der Airbag hat sich innerhalb kürzester Zeit, nach 80 Millisekunden, voll entfaltet", sagt Michael Peuckert, ADAC Projektleiter für Produkttests.
Stärken und Schwächen des Hövding
Der Hövding 3 wurde im Rahmen des großen ADAC Fahrradhelm-Tests außer Konkurrenz getestet und erhält daher kein ADAC Urteil. Aber einige Erkenntnisse haben die Tester gewonnen. "Ein spannendes Produkt mit einer sehr hohen Schutzfunktion vor Kopfverletzungen, wenn er sich voll entfaltet hat", sagt Peuckert, der auch bei der Ausstattung Stärken sieht.
So lässt sich der Airbag-Kragen auf den Halsumfang des Trägers einstellen, man kann den Bezug wechseln, der Akkustand wird per LED angezeigt und eine App ist verfügbar. Als größte Schwäche sehen die Tester, dass der Airbag-Kragen bauartbedingt nicht in jeder Unfallsituation schützen kann. Dazu kommt der im Vergleich zu Helmen eingeschränkte Tragekomfort.
Eine Untersuchung der Universität Straßburg bescheinigt dem Hövding einen sehr guten Schutz vor Kopfverletzungen. Das kann ADAC Experte Peuckert bestätigen: "Wenn ich nach vorn oder zur Seite falle, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er auslöst und schützt, sehr hoch." Gut sei auch, dass der Hövding sich sehr schnell entfaltet.
"Allerdings schützt er nicht in allen Unfallszenarien so gut wie ein Helm", schränkt Peuckert ein, "zum Beispiel beim Crash mit einer Lkw-Tür oder einem Lkw-Spiegel." Hier seien herkömmliche Fahrradhelme eindeutig besser als ein Airbag, der sich ja erst entfalten muss. Peuckert: "Der Helm ist immer da, bietet sozusagen ab Millisekunde 0 vollen Schutz."
Hövding 4 für 2026 angekündigt
Nach der Insolvenz Ende Dezember 2023 gehört Hövding inzwischen zum Technologieunternehmen iSi mit Hauptsitz in Österreich. Auf seiner Homepage kündigt das Unternehmen an, dass Mitte 2026 der Hövding 4 auf den Markt kommen soll.
Mase Airding: Airbag-Rucksack als Alternative
Ein Sicherheitssystem, das Kopf, Nacken und Oberkörper schützt und das selbst ohne Fahrradhelm? Mase will mit dem innovativen Airding einen neuen Standard in Sachen Unfallschutz auf dem E-Bike bieten. Manch einem mag die Idee bekannt vorkommen - und tatsächlich erinnert der neue Mase-Airbag-Rucksack an den Airbag-Kragen des schwedischen Herstellers Hövding.
Die deutsche Firma Mase hat nun ein Schutzsystem entwickelt, das aktuell wohl die bestmögliche Sicherheit für Fahrradfahrer bietet. Ob bei rasanten Touren oder dem täglichen Pendeln in der Stadt - bei nur 1.100 g Gewicht spürst du den Rucksack mit dem integrierten Minerva-Airbag-System kaum. Die Airbags sind rund um Kopf, Nacken und Oberkörper platziert und verfügen über einen Steißbeinschutz.
Alle 3,6 Millisekunden berechnet der Airding die Lage neu und überprüft auf potenzielle Stürze. Mit einer einfachen Auslösung via App können Fahrer testen, ob das System funktioniert und ihre Sicherheit gewährleistet ist. Zudem lässt sich der Akkustand in der Minerva-AS-App ablesen. Nach einem Unfall oder eben der Testauslösung kann der Schutz mit dem sogenannten Mase Inflator, einer Ersatz-Gaskartusche für 50 Euro, wiederhergestellt werden. Das Zusammenfalten und Einpacken des Airbags soll alleine möglich sein.
Dennoch möchte nicht jeder beim Pendeln durch die Stadt einen Helm tragen. Der Airding Tour schützt im Falle eines Unfalls das Gesicht, insbesondere die Jochbeine, die Halswirbelsäule, die Schlüsselbeine und Teile des Oberkörpers. Er erzielt seinen optimalen Schutz in Kombination mit einem Fahrradhelm. Der etwas teurere Airding Cruise richtet sich an Biker, die nur ohne Helm unterwegs sind. Er schützt im Falle eines Unfalls Gesicht, Halswirbelsäule, Schlüsselbeine sowie den Oberkörper, vornehmlich die Schultern. Er reduziert zudem mögliche Schäden bei seitlichen Kopfaufschlägen. Die Airbagform ist im Vergleich zum Modell Tour größer.
Insolvenz von Hövding
Im Dezember 2023 überschlugen sich plötzlich die Ereignisse und führten zum Crash von Hövding, des europaweit bekannten schwedischen Herstellers für den alternativen Kopfschutz beim Radfahren.
Hövding macht dafür die schwedische Verbraucherschutzbehörde verantwortlich. Diese habe nach negativ verlaufenen Testes des aktuellen Modells Hövding 3 am 1. November 2023 ein zunächst vorläufiges Verkaufsverbot gegen das Unternehmen erlassen und am 15. Dezember 2023 ein dauerhaftes Verkaufsverbot sowie einen Rückruf für Hövding 3 angekündigt.
Laut Hövding hat das zuständige Verwaltungsgericht dem Einspruch des Unternehmens gegen die Entscheidung der Verbraucherschutzbehörde nur wenige Tage später stattgegeben. Der sofortige Verkaufsstopp und der Rückruf wurden damit aufgehoben. Der Hersteller kommt jedoch zum Schluss: „Der Schaden, der durch das Verhalten der schwedischen Verbraucherschutzbehörde entstanden ist, ist so groß, dass der Vorstand keine Grundlage für die Weiterführung des Unternehmens sieht.“
Ob dafür allein das Verhalten der Verbraucherschutzbehörde verantwortlich gemacht werden kann, ist allerdings laut Branchenkreisen fraglich. Denn schon vorher hatte es gelegentlich Klagen über Qualitätsmängel, unzureichenden Service und zu kurze Akkulaufzeiten gegeben.
Minerva-AS GmbH als Alternative
Die Minerva-AS GmbH aus Erding macht zunehmend auf sich aufmerksam. Das Unternehmen entwickelt nach eigener Aussage bereits seit 2017 Airbag-Systeme. Im Fokus waren dabei aber Erfahrungen aus der Lawinenentwicklung.
Das Prinzip ist vergleichbar mit anderen Airbag-Systemen. Ein Beschleunigungssensor aktiviert eine Druckpatrone, die in Bruchteilen von Sekunden einen Luftsack aufbläst. Statt eines Schals wie bei Hövding wird dieser aber in einem Rucksack verstaut.
Anders als Hövding hat Minerva die Druckkartusche so konzipiert, dass sie nach eigenen Angaben von den Nutzern selbst ausgetauscht werden kann. Außerdem werde der verbrauchte Inflator recycelt und wieder aufbereitet. Das ist auch für einen weiteren Anwendungsbereich wichtig. Denn das Unternehmen liefert auch Airbag-Systeme für den Arbeitsschutz.
Pylo: 3D-gedruckter Fahrradhelm mit Gesicht-Airbag
Eine andere Alternative zum Hövding hat das Berliner Innovationsbüro nFrontier entwickelt: den Helm Pylo. Seine Besonderheit: Er beherbergt einen Airbag für das Gesicht.
„Bisherige Helme bewahren bestenfalls vor Schädel-Hirn-Traumata“, erläutert Co-CEO Daniel Büning. „Verletzungen im Gesicht kommen aber viel häufiger vor. Die Funktionsweise: Integrierte Beschleunigungssensoren überwachen laufend die Bewegungen des Radlers.
Statt Hartschaumstoff sorgt nämlich eine sehr leichte, additiv gefertigte Wabenstruktur für die Stoßabsorption. „Der 3D-Druck ermöglicht uns außerdem, das Gitter genau dort zu verstärken, wo im Falle eines Unfalls in der Regel die meiste Energie einwirkt.
Aktuell gibt es vom Pylo lediglich Prototypen. „Wir stehen aber in Verhandlungen mit verschiedenen Sportausrüstern“, erklärt Co-CEO Stephan Beyer.
Weitere Aspekte rund um den Fahrradhelm
Ein Fahrradhelm ist ein wichtiger Schutz beim Radeln. Der Kopfschutz beim Fahrradfahren muss nicht unmodisch daherkommen. Zudem können wir einen klassischen Fahrradhelm aufgrund seiner Größe und Form schlecht in unserer Tasche verstauen. Die klassischen Fahrradhelme, wie wir sie seit Jahrzehnten kennen, sind doch schon ein wenig aus der Mode gekommen.
Einen Schutz beim Radeln zu tragen, ist weiterhin wichtig, um sich bei einem Sturz vor schlimmen Kopfverletzungen zu schützen. Erfunden wurde er 2005 in Schweden von dem Unternehmen Hövding. Diese innovative Erfindung wird wie ein Kragen um den Hals getragen. Mithilfe eines Sensors wird der Airbag bei einem Fall blitzschnell ausgelöst. Jedoch wurde herausgefunden, dass er nicht bei allen Unfallszenarien so gut schütze wie ein Helm.
Nicht die zerstörte Frisur ist das Problem, sondern eher die Frage: Wohin mit dem Helm, wenn man gerade nicht auf dem Drahtesel sitzt? Manche lassen sich von oben nach unten zusammendrücken, andere lassen sich längs schmälern.
Laut Vergleichportal vergleich.org schneiden manche Helme nur mit einem mäßigen Schutz ab. Fünf Jungen des Gymnasiums Ottobrunn haben eine Mütze entworfen, die bei Fahrradstürzen schützen soll. Eine Idee, die im Chemieunterricht entstand und mithilfe von rohen Eiern getestet wurde.
Oftmals muss der Pferdeschwanz unter dem Helm für Fahrradfahrer*innen unschön eingeklemmt werden. Da hilft vielleicht ein Modell, das extra eine Aussparung für die Haare lässt.
In Deutschland gibt es keine Helmpflicht für Radfahrende. Auch E-Bikes, also Pedelecs mit einer elektrischen Tretunterstützung bis 25 km/h gelten rechtlich als Fahrrad. Der ACE rät dennoch, unbedingt einen Helm zu tragen, denn Helme retten Leben. Zudem mindern sie oft die Schwere von Verletzungen.
Ein Helm bietet nur dann optimalen Schutz, wenn er richtig sitzt. Die Grundlage hierfür ist die richtige Helmgröße. In jeder Helmschale findet sich ein Aufkleber, auf dem der minimale und maximale Kopfumfang angegeben ist, für den der Helm geeignet ist. Der eigene Kopfumfang lässt sich mit einem Maßband oder einer Schnur ermitteln: es wird in Höhe der Stirn gemessen.
Wer auch im Winter radelt, sollte darauf achten, dass noch eine Helmmütze darunter passt. Der Helm sollte also nicht im oberen Bereich des maximal möglichen Kopfumfangs liegen. Bei einer Neuanschaffung ist es am besten, verschiedene Helme im Fachhandel auszuprobieren. Denn nicht nur die Helmgröße ist wichtig, sondern auch die Gestaltung der Helmschale. Diese sollte nicht drücken und ausschließlich mit den Polstern am Kopf anliegen.
Helme sollten möglichst auch die Schläfen und den Hinterkopf abdecken. Passt die Helmgröße, gilt es zunächst, den Helm richtig aufzusetzen: er sitzt richtig auf dem Kopf, wenn die Vorderkante mit den Augenbrauen oder kurz darüber abschließt. Der Großteil der Stirn ist somit bedeckt und geschützt. In der Seitenansicht muss der Helm waagerecht ausgerichtet sein.
Die seitlich sitzenden Gurtbandverteiler sollten jeweils ungefähr fingerbreit unter dem Ohr zusammenlaufen. Das Kinnband darf weder gegen den Hals drücken noch zu locker sitzen. Ein bis zwei fingerbreit Platz zwischen Kinn und Riemen ist ideal. Das Rad hinten am Kopfring regelt die Helmweite. Es muss so stark festgedreht werden, dass sich die Kopfhaut etwas mitbewegt, wenn der Helm leicht bewegt wird.
Von Zeit zu Zeit sollte der Zustand jedes Helms überprüft werden, denn das Material altert und unterliegt dem Verschleiß. Wer tiefere Kratzer oder gar Risse findet, Ablösungen zwischen dem Obermaterial und der Innenschale oder Schäden an den Riemen und Einstellmöglichkeiten, sollte einen neuen anschaffen. Selbst wenn äußerlich alles intakt scheint: Allein das Helmalter beeinflusst seine Schutzwirkung.
In jedem Helm ist daher das Herstellungsdatum auf einem Etikett in der Helmschale angegeben. Der ACE empfiehlt, den Helm nach etwa fünf Jahren Gebrauch zu ersetzen. Nach einem Sturz muss er umgehend getauscht werden, auch wenn äußerlich keine Schäden erkennbar sind. Wenn das Material bereits Energie absorbieren musste, ist die Schutzwirkung stark eingeschränkt.
Steht eine Neuanschaffung an, empfiehlt es sich auf eine gute Belüftung zu achten. Belüftungsöffnungen im vorderen Bereich sollten mit einem Netz für den Schutz von Insekten geschützt sein. Manche Helmmodelle sind serienmäßig oder optionial mit einer Rotationsmechanik verfügbar, die besser vor Gerhirnerschütterungen schützen soll (z. B. "MIPS").
Für das Fahren mit S-Pedelecs gibt es eine Helmpflicht, denn ein S-Pedelec ist rechtlich ein Kraftfahrzeug, im Gegensatz zum Pedelec ohne "S", für das die gleichen Regeln wie für Fahrräder gelten. Der deutsche Gesetzgeber schreibt für Fahrende von S-Pedelecs einen „geeigneten Helm“ vor, definiert diesen jedoch nicht weiter. Der ACE empfiehlt Helme nach der niederländischen Norm NTA 8776. Diese wurden speziell für S-Pedelecs entwickelt und sind auch für den Aufprall aus höheren Geschwindigkeiten ausgelegt und geprüft.
Der Hövding im Detail
Der Fahrradhelm mit dem Namen Hövding ist eine wahre Revolution auf dem Markt. Das Produkt wurde im Jahr 2005 von zwei Industriestudentinnen aus Schweden erfunden und weiterentwickelt. Letztlich dauerte es aber sieben Jahre, um den schützenden Airbag als zertifiziertes Produkt zu verkaufen. Bis heute sind über 60.000 Modelle für Fahrradfahrer vertreten, die mehr als 1.000 von ihnen schon bei einem Sturz geschützt haben.
Ziel ist jedoch nicht allein die Sicherheit der Radfahrer. Vielmehr ging es darum, einen Helm zu entwickeln, den wirklich jeder gern trägt. Der Hövding beschützt bei einem Sturz den gesamten Kopf und auch den Halsbereich. Außerdem bleibt dein Sichtfeld stets frei und ist nicht eingeschränkt. Du behältst deine Frisur und kannst unter Kunststoff und Hartschaum nicht schwitzen. Lediglich der Hals wird von dem Airbag System umschlossen.
Du trägst diesen besonderen Fahrradhelm nicht wie andere Modelle. Der Airbag wird um den Nacken gelegt und erkennt über eine spezielle Sensorik die Bewegungsabläufe beim Radfahren. Kommt es zu einem Unfall, bläst er sich innerhalb von 0,1 Sekunden auf und umschließt den Kopfbereich und den Halsbereich. Im Inneren befindet sich ein Gasdruck, der für einige Sekunden gleichmäßig gehalten werden kann. Selbst bei sehr hohen Geschwindigkeiten und bei weiten Stürzen liegt der Kopf sicher im Luftpolster.
Im Nacken befindet sich ein Kaltgasgenerator. Er füllt den Airbag im Ernstfall mit Helium. Dadurch entsteht eine Art Kapuze, die sich schützend um den Kopf legt und das Sichtfeld frei lässt. Gefertigt ist das Produkt aus einem hoch resistenten Nylonstoff. Das bedeutet: selbst bei sehr spitzen oder rauen Oberflächen reißt das Material nicht ein.
Kernpunkt der Funktionsweise ist die Sensorik. Schließlich muss der Fahrradhelm genau erkennen, wann er aufgehen muss und wann nicht. Bewegungsmuster ohne Unfall sind also genau von einem Aufprall oder einem Sturz zu unterscheiden. Daher ist es für dich auch keine Gefahr, den Kopf einfach zu drehen, einen Schulterblick zu machen oder dich zu bücken.
Bis zu 200 Mal in der Minute werden deine Bewegungen erfasst und mit den gespeicherten Mustern verglichen. Im Kragen befindet sich der eingebaute Airbag. Das Gewebe bewahrt ihn vor äußeren Einflüssen und Feuchtigkeit. Für eine formschöne Optik wurde zusätzlich ein modischer Überzug entwickelt. Da du am Halsbereich vermutlich auch beim Radfahren schwitzen wirst, kannst du diesen Schutzüberzug einfach abnehmen und in der Maschine waschen.
Das heißt: er ist im hinteren Bereich etwas schwerer, damit er bei bestimmter Belastung eher auf dem Rücken aufliegt, zum Beispiel beim Vorbeugen. In jedem Hövding ist ein Akku eingearbeitet, der etwa 10 - 15 Stunden hält. Danach muss er wieder aufgeladen werden. Im ausgeschalteten Zustand hält der Akku sogar bis zu 36 Tage. Energie verbrauchen in erster Linie die Sensoren, da sie ständig aktiv sind. Über den On-Schalter prüfst du problemlos den Akkustand. Die LED-Anzeige gibt an, wie gut der Akku geladen ist. Außerdem gibt es ein Tonsignal bei einem zu geringen Batteriestand. Das Laden erfolgt über USB-Ladekabel.
Der Hövding kann unabhängig vom Körpergewicht eingesetzt werden. Allerdings ist er nur bis zu einem Kopfumfang von 59 cm nutzbar. Köpfe mit einem größeren Umfang sind noch nicht erprobt und schwerer. Vom Kopfumfang her ist der Fahrradhelm für alle Größen zwischen 52 und 59 cm ausgelegt. Kinder dürfen das Produkt noch nicht tragen.
Mittlerweile gibt es aber viele bunte Designs. Wer es lieber unauffällig mag, entscheidet sich für einen schwarzen Look. Es scheint, als ob du eine bis oben hin geschlossene Jacke trägst mit einem Reißverschluss an der Front und Kordelzügen rechts und links. Die bunten Designs sind viel besser an dein Outfit anzupassen. Hier wirkt es teilweise, als ob du einen Schal trägst oder ein modisches Tuch. Entscheide selbst, welcher Look dir besser steht.
Hövding 2.0
Nachdem der Hövding 1.0 einige Jahre auf dem Markt getestet wurde, hat die schwedische Firma eine neue Version auf den Markt gebracht. Der Hövding 2.0 ist im August 2015 erschienen, doch was hat sich eigentlich geändert? Der Aufbau, die Materialien und auch der Schutzmechanismus sind gleich geblieben. Allerdings wurden viel mehr Datenmengen gesammelt, die die eingebauten Sensoren noch zuverlässiger machen. Daneben ist der neue Helm etwas leichter geworden und die Bedienung beziehungsweise die Anwendung wurde vereinfacht.
Wichtig ist, dass du das System immer erst unmittelbar vor dem Fahren aktivierst und stets den Akkustand prüfst. Die LEDS befinden sich an der Vorderseite des Kragens. Ist der Akku zu schwach und fällt während der Fahrt aus, bietet er natürlich keinen Schutz mehr. Deshalb: nur mit einem geladenen Akku oder ausreichend Laufzeit auf das Rad steigen.
Achte darauf, dass der Reißverschluss komplett geschlossen ist. Für die Aktivierung verbindest du nun den Druckknopf am Reißverschluss mit einem Teil auf der rechten Kragenseite. Das Deaktivieren funktioniert ähnlich. Allerdings ist es auch recht schwer, das Deaktivieren zu vergessen. Schließlich musst du den Reißverschluss öffnen.
Jeder verkaufte Fahrradhelm braucht in Europa eine CE-Kennzeichnung. Auch der Hövding hat eine solche Kennzeichnung bekommen durch einen Prüfungsprozess im Schwedischen Technischen Forschungsinstitut.
Die Testergebnisse sind überraschend: der Airbag Helm ist deutlich sicherer als ein einfacher Fahrradhelm. Bei einem Aufprall mit 25 km/h kann es schon passieren, dass du zu 90% Verletzungen trotz Helm davonträgst. Mit dem Airbag Modell liegt die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung bei 25 km/h bei 3%. Die Zahlen sprechen also für sich.
Auf der G-Kraft-Skala erreichen herkömmliche Fahrradhelme etwa 196 bis 294 g. Je niedriger dieser Wert ausfällt, desto besser.
Fazit
Heute sind die Helme nach langer Entwicklungsarbeit in 16 europäischen Märkten und in Japan verfügbar. Der Hövding Helm 2.0 bewahrt dich mit seinem Airbag bei den unterschiedlichsten Unfällen im Straßenverkehr. Die Sensoren erkennen einen Sturz oder Aufprall sofort und schon bläst sich der Airbag auf. Das Besondere: die Hülle reicht um den Kopf- und den Halsbereich. Damit sind also auch die oberen Halswirbel gut geschützt.
Kunden sind von dem Modell am meisten überzeugt, wenn sie bereits einen Aufprall ohne Probleme gemeistert haben. So geht der Trend immer mehr zu diesem Helm, der weder deine Frisur zerstört, noch zu warm ist.
Schutzmütze vom Gymnasium Ottobrunn
Fünf Jungen des Gymnasiums Ottobrunn haben eine Mütze entworfen, die bei Fahrradstürzen schützen soll. Eine Idee, die im Chemieunterricht entstand und mithilfe von rohen Eiern getestet wurde.
Sie entwickelten dann, nach langen Recherchen, vielen Gesprächen mit Fachleuten, eine „stylische“ Mütze, derart gepolstert, dass sie eben auch schützt, wenn man mit dem Kopf auf den Boden prallt.
Gehört haben sie davon, berichtet der Gymnasiast, im Chemie-Unterricht: dass es eben „nicht newtonische Flüssigkeiten“ gibt, die sich „nicht linear“ verhalten unter bestimmten Umständen. Stärke und Wasser etwa, im Verhältnis drei zu eins gemischt, ergibt eine solche Masse, und ihr nicht lineares Verhalten ist, dass sie sich erhärtet bei Druckeinwirkung. Und zwar sehr schnell und auch sehr stark.
Mit drei Physikern, „die sich deutlich besser auskennen als wir“, haben sie, sagt Gimber, „lange Gespräche geführt“, mit zwei Universitäten waren sie in Kontakt wegen ihres Projekts. Irgendwann wussten sie, dass sie am besten Schaumstoff verwenden würden als Trägermaterial für die Masse, bald war auch klar, dass dieser Schaumstoff geschlossenporig sein müsse, außerdem, dass er nur einen Zentimeter dick zu sein brauche.
Eine Firma, die den Schaumstoff präparieren könnte, haben sie bereits aufgetan, in Indien. Genäht werden würde die laut Eigenwerbung ebenso sichere wie smarte Kopfbedeckung dann in Europa. Und zwar kleinere Geschäfte ebenso wie große Outdoor-Ausstatter, etwa Globetrotter.
| Produkt | Typ | Besonderheiten | Schutzbereich |
|---|---|---|---|
| Hövding 3 | Airbag-Kragen | Löst bei Unfall aus, hoher Schutz vor Kopfverletzungen | Kopf und Nacken |
| Mase Airding | Airbag-Rucksack | Schutz ohne Helm möglich, Steißbeinschutz | Kopf, Nacken, Oberkörper, Steißbein |
| Pylo | 3D-gedruckter Helm | Integrierter Gesicht-Airbag, Wabenstruktur für Stoßabsorption | Kopf und Gesicht |
| Schutzmütze Gymnasium Ottobrunn | Mütze | Gepolstert mit nicht-newtonischer Flüssigkeit | Kopf |
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