Ist ein Helm gut belüftet, aerodynamisch schnell - oder gar beides? RoadBIKE hat Aero- und Standard-Helme von sieben Herstellern im Windkanal und in der Praxis getestet.
Die Herausforderung: Aerodynamik und Kühlung vereinen
Lange Zeit galt die Annahme: Ein gut belüfteter Helm kann nicht aerodynamisch sein, ein aerodynamisch optimierter Helm nicht gut belüftet. Der einfache Grund: Um gute Kühlung zu gewährleisten, verfügt ein Helm über viele Luftschlitze und Öffnungen, in die der Fahrtwind vorn rein- und hinten wieder ausströmen kann. Das produziert allerdings Luftverwirbelungen, die der Aerodynamik abträglich sind. Ein aerodynamisch optimierter Helm wiederum lenkt Luftströme möglichst verwirbelungsarm am Kopf vorbei und beschränkt sich deswegen auf wenige Öffnungen. Folge: größere Hitze am Kopf - insbesondere bei geringer Geschwindigkeit, etwa bergauf.
Mittlerweile versprechen aber zahlreiche Hersteller, in Sachen Helm die eierlegende Wollmilchsau entwickelt zu haben: aerodynamisch und gut belüftet. "Endlich ist Aerodynamik auch cool", heißt es etwa bei Bontrager; Specialized verspricht eine "optimale Kombination aus Aerodynamik und Ventilation", und Abus setzt nach eigener Angabe gar "neue Maßstäbe", "definiert Aerodynamik neu" und "sorgt für ein perfektes Klima und einen kühlen Kopf auch bei heißen Rennen".
Um solche Versprechungen auf den Prüfstand zu stellen, hat ROADBIKE von sieben Herstellern jeweils das Aero- und das Top-Helmmodell sowohl im Windkanal als auch in der Praxis getestet. Die Fragen dabei: Kann ein Aero-Helm tatsächlich gut belüftet sein? Wie aerodynamisch sind konventionelle Helme im Vergleich zu den Aero-Spezialisten? Und welcher ist am Ende der "schnellste" Helm?
Das Testfeld: Preisspanne und Vielfalt
Die 14 Testkandidaten von Abus, Bontrager, Giro, Kask, Rudy Project, Scott und Specialized decken ein breites Preisspektrum ab: Der günstigste Helm ist in diesem Vergleich der 149,95 Euro teure Aventor von Abus, während für den teuersten Helm - den Giros Synthe MIPS - mit 299,95 Euro glatt doppelt so viel fällig wird. Eine Preisobergrenze gab ROADBIKE diesmal bewusst nicht vor, da die Systemfrage - Aero-vs. Top-Helm - im Mittelpunkt des Interesses stand. Wie unterschiedlich die Hersteller die Anforderungen an einen Helm in ihrem Produktportfolio interpretieren, zeigt nicht zuletzt, wie viel Aero/Belüftung/Leichtgewicht man wo bekommt - und zu welchem Preis.
Aero-Rennradhelme: Kostengünstig schneller
Was spricht überhaupt dafür, über die Anschaffung eines Aero-Helms nachzudenken, wenn darunter womöglich irgendwann der Schädel kocht? Eine ganze Menge, denn Aero-Helme sind eine vergleichsweise kostengünstige Methode, um Sekunden zu schinden und schneller Rad zu fahren - nicht nur im Wettkampf: Über zehn Watt spart der "schnellste" Helm im Test - Scotts Aero-Modell Cadence Plus - gegenüber dem "langsamsten", Rudy Projects Top-Modell Racemaster. Das bedeutet: Allein durch einen anderen Helm auf dem Kopf würde ein 75 Kilogramm schwerer Fahrer auf einer 100 Kilometer-Runde mit 1500 Höhenmetern über 90 Sekunden schneller fahren. Oder, anders formuliert: Aero-Helme bringen ungefähr den gleichen Vorteil wie hochprofilige Aero-Laufräder, kosten aber nur einen Bruchteil. Wer ambitioniert Rennrad fährt, zugleich aber ein Sparfuchs ist, profitiert bei der richtigen Helmwahl vom Kosten-Nutzen-Verhältnis (noch mehr bringt eine Optimierung der Sitzposition samt aerodynamischer Radbekleidung; deutlich teurer kommen Aero-Laufräder und -Rahmen, vgl. RB 07/18).
Die Ergebnisse im Detail
Aerodynamik
In puncto Aerodynamik setzen sich die Spezialisten im direkten Vergleich klar von den Standard-Helmen ab: Die Aero-Helme belegen in der Aerodynamik-Wertung die ersten sechs Plätze und sind im Windkanal mindestens vier, teils bis über zehn Watt schneller, als die eher auf optimale Belüftung ausgelegten Mitbewerber. Einziger Negativ-Ausreißer: Kasks Infinity ist deutlich langsamer als seine Aero-Pendants und muss als einziger Aero-Helm im Testfeld die Schmach hinnehmen, dass ein Standard-Helm im Windkanal besser abschneidet (siehe auch die Ergebnislisten).
Insgesamt fällt auf, dass die Helme in den beiden Kategorien jeweils recht dicht beieinanderliegen: Zwischen dem besten und schlechtesten Aero-Helm liegen (Ausnahme: Kask Infinity) maximal 2,8 Watt, die Standard-Helme trennen nicht mehr als 3,7 Watt. Das bedeutet für potenzielle Käufer: Innerhalb einer Kategorie können auch Faktoren wie Optik, Preis und Tragekomfort eine kaufentscheidende Rolle spielen. Geht es wirklich ums letzte Watt, führt an einem richtig guten Aero-Helm allerdings kein Weg vorbei.
Egal, ob Aero- oder Standard-Helm: Um unnötigen Luftwiderstand zu vermeiden, sollte man die Riemen zur Befestigung unbedingt eng am Kopf führen und ggf. abschneiden, wenn sie zu lang sind.
Belüftung
Hier zeigt sich: Die Aero-Kopfschützer können nicht mit der Performance von auf Leichtgewicht und Belüftung ausgelegten Top-Helmen mithalten. Fünf der sieben Aero-Helme rangieren auf den hinteren Plätzen im Belüftungs-Ranking, Ausnahmen bestätigen die Regel: Specializeds Evade und Bontragers Ballista bewegen sich auf dem hohen Niveau der Standard-Helme.
Dass die Belüftungs-Spezialisten den Kopf besser kühlen, heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass die Aero-Helme schlecht belüftet wären. Im direkten Vergleich haben sie zwar, trotz anderslautender Herstellerversprechen, das Nachsehen. Für sich genommen funktionieren sie aber mitunter sehr gut. Die punktuelle Kühlung an der Stirn bei Bontragers Ballista etwa lässt es - je nach Außentemperatur - teils sogar fast kalt unterm Helm werden.
Unangenehme Hitzeentwicklung am Kopf beklagten die ROADBIKE-Tester nur beim Cadence Plus von Scott und beim Infinity von Kask. Und in beiden Fällen muss relativiert werden: Die Helme bieten zwei Einstellungen - eine aerodynamisch optimierte mit weitgehend geschlossenem Helm sowie eine mit geöffneten Luftschlitzen. Scott setzt dabei auf fünf herausnehmbare Einsätze, beim Kask-Helm verschließt eine visier-ähnliche Klappe drei Öffnungen an der Front. Wählt man die Einstellung mit stärkerer Belüftung, lagen beide Modelle auf dem Niveau der anderen Aero-Helme. ROADBIKE testete und bewertete jedoch in Windkanal und Praxis einheitlich jeweils das optimale Aero-Set-up - also mit geschlossenem Helm. Als praxistauglichere Lösung entpuppte sich übrigens die einfach bedienbare Klappe bei Kask, während man bei Scott zum Herauslösen der Einsätze anhalten sollte.
Weitere Testkriterien: Gewicht, Tragekomfort und Anpassbarkeit
Neben Aerodynamik und Belüftung bewertete ROADBIKE zudem Gewicht, Tragekomfort und Anpassbarkeit. Anders als bei den Spezialdisziplinen, mischen sich Aero- und Standard-Helme in diesen Rankings deutlich stärker.
In der Gewichtswertung liegen die Standard-Helme zwar eher vorn, aber einige Aero-Modelle zeigen, dass bessere Windschlüpfigkeit nicht zwingend mit hohem Gewicht erkauft werden muss. Deutliche Ausreißer gibt es aber auch hier: Die Aero-Helme von Scott und Giro wiegen über 100 Gramm mehr als die leichtesten Standard-Helme im Test von Kask und Specialized. Und solches Mehrgewicht stört!
Erfreulich: Die Mehrheit der Testkandidaten gefällt mit hohem Tragekomfort. Einstimmig bewerteten die ROADBIKE-Tester die beiden Modelle von Specialized sehr positiv, während insbesondere das Aero-Modell Boost 01 von Rudy Project wegen Druckstellen im Stirnbereich weniger Anklang fand. Klare Empfehlung vor einem Helmkauf ist deshalb immer, das gewünschte Modell, wenn möglich, anzuprobieren - auch wenn sich die Helme mehrheitlich sehr gut anpassen lassen. Dabei stechen besondere Lösungen ins Auge, wie etwa die schwimmenden Gelenke am Haltesystem bei Kask, zusammengenähte Riemendreiecke unter den Ohren beim Abus Gamechanger oder ein innovativer Magnetverschluss bei Specializeds Evade. Alle Helme werden über Einstellrädchen am Hinterkopf feinjustiert, was mehrheitlich auch mit klar definierten Raststufen gut gelingt.
Last but not least: die Optik. Alle Helme sind in zahlreichen Farbvarianten erhältlich - die hier getesteten Versionen sind also nur als Option zu verstehen.
Erkenntnisse aus dem MTB-Helm-Test
Der Test belegt eindeutig: Teure Helme müssen nicht unbedingt besser schützen. Weil alle Helme die Norm locker erfüllen, steht ein cleveres Anpassungssystem ganz oben auf der Checkliste. Mehr als 400 Gramm sind für einen Trail-Helm zu viel.
So testet BIKE die MTB-Helme
Sicherheit (50 Prozent): Spezielle Sicherheitstechniken - MIPS & Co. - sollen messbar das Risiko von Kopfverletzungen senken, indem sie beim schrägen Aufprall auftretende Rotationskräfte verringern. Die bestehende Prüfnorm für Helme EN 1078 kann diese Szenarien nicht abbilden. Um die aktuelle Helmgeneration realitätsnah zu prüfen, haben wir in Eigenregie einen Helmprüfstand entwickelt und uns dabei an den in der Wissenschaft und von forschenden Herstellern eingesetzten Methoden orientiert.
Gewicht (15 Prozent): Auf zusätzliches Gewicht reagiert der Kopf besonders sensibel. 50 Gramm mehr oder weniger machen hier einen großen Unterschied. Unser Test zeigt: mehr Gewicht bedeutet nicht automatisch besserer Schutz.
Anpassung (20 Prozent): Beim Punkt Anpassung bewerten wir die Ausführung und Einstellbarkeit des Kopfrings sowie den Verlauf, Sitz und den Verschluss des Gurtsystems.
Kühlung (15 Prozent): Die Belüftung der Helme testen wir mit einem starken Gebläse, das die Strömung auf bis zu 30 km/h beschleunigt. Der erhitzte, behelmte Kopf wird der Strömung ausgesetzt, und wir ermitteln die Kühlleistung.
Die Top 3 Helme aus dem MTB-Helm-Test
- Der beste im Labor: Der Bluegrass Rogue Core liefert den besten Kompromiss aus Aufprall- und Rotationsschutz, zudem ist er sehr gut belüftet. Nur der günstige Rockrider mit dem einfachen MIPS-Layer reduziert Rotationskräfte noch besser.
- Die beste Anpassung: Griffiges Drehrädchen, einfache Höhenanpassung, umlaufendes Kopfband und einstellbare Y-Gurte - der Scott Tago lässt sich perfekt an den Kopf anpassen.
- Die Überraschung: Mal abgesehen von der schlichten Ausstattung gibt es am Rockrider EXPL 540 wenig auszusetzen: Bester Rotationsschutz, gute Stoßdämpfung und geringes Gewicht zu einem konkurrenzlos günstigen Preis.
Windkanalmessungen und Testverfahren
Die Windkanalmessungen führte der Schweizer Aerodynamik-Dienstleister Swiss Side im Beisein von RoadBIKE durch. Neben den üblichen aufwendigen Praxistests testete ROADBIKE Helme auch erstmals im Windkanal und griff dabei auf die Expertise von Swiss Side zurück.
So testet ROADBIKE
Belüftung/Tragekomfort: Alle Helme wurden von mehreren Testern auf einer festgelegten Runde mit Anstiegen und schnellen Abfahrten Probe gefahren. Anschließend wurden die Eindrücke sowohl zum Tragekomfort wie auch zur Belüftung notiert. Kriterien beim Tragekomfort waren unter anderem: Sind die Pads ausreichend groß dimensioniert und weich? Decken sie alle wichtigen Bereiche ab, oder gibt es spürbare Druckstellen? Liegen die Gurte angenehm auf der Haut, oder sind sie kratzig? Drückt die Kopfweitenverstellung am Hinterkopf an einer oder gar an mehreren Stellen? Bei der Belüftung wurde erfasst, ob die Helme nicht nur an der Stirn, sondern auch am Hinterkopf eine ausreichend gute Belüftung bieten, damit die Luft gut über den Kopf zirkulieren kann. Neben diesen direkten Vergleichstests wurden alle Modelle von ROADBIKE-Testern teils über Monate hinweg gefahren, u. a. bei Wettkämpfen. Auch die dabei gemachten Erfahrungen wurden mitberücksichtigt. Belüftung und Tragekomfort fließen mit je 20 % in die Gesamtnote ein.
Gewicht: Alle Helme wurden gewogen, ihr Gewicht in Relation gesetzt. Der Helm mit dem niedrigsten Gewicht erhält die Bestnote mit Höchstpunktzahl, der schwerste Helm die geringste Punktzahl. Die Ergebnisse machen 25 % der Gesamtnote aus.
Anpassung: Mehrere Tester probierten alle Helme an und stellten sie bestmöglich auf ihren Kopf ein. Dabei bewerteten sie, wie gut die Kopfweiteneinstellung funktioniert, ob das Rädchen gut zu greifen und ausreichend fein gerastert ist, ob sich die Kopfweiteneinstellung in der Höhe verstellen lässt und ob sich die Clips an den Riemen gut anpassen lassen. Das Ergebnis macht 10 % der Gesamtnote aus.
Aerodynamik: ROADBIKE testete unter Anleitung der Aerodynamik-Experten von Swiss Swide im GST-Windkanal in Immenstaad am Bodensee. Dabei wurde jeder Helm in exakt gleicher Position auf einem unbeweglichen Dummy platziert. Der Torso mit halben Armen und Beinen kann in verschiedenen Winkeln positioniert werden, die ROADBIKE-Messungen simulierten eine Fahrerhaltung in Unterlenkerposition. Die Messgeschwindigkeit betrug 45 km/h, die Messgenauigkeit lag bei 0,5 Watt. Der GST-Windkanal saugt die Luft am Testobjekt vorbei, gemessen wurde in einem definierten Anströmwinkel. Schwankungen in der Luftdichte oder Außentemperatur lassen sich herausrechnen. Die Ergebnisse der Windkanalmessungen machen 25 % der Gesamtnote aus.
Die Testkandidaten im Überblick
Abus Gamechanger
Das Aero-Modell Gamechanger weckt mit seinem Namen hohe Ansprüche, liefert aber auch: Als nur einer von vier Helmen im Test erreicht er die Note sehr gut. Den Grundstein dafür legt er im Windkanal, wo nur Scotts Cadence Plus minimal "schneller" ist. Bei der Belüftung sind hingegen andere besser, das Gewicht liegt im guten Mittelfeld. Obwohl der Gamechanger nur im Stirn- und vorderen Kopfbereich auf einige wenige Pads setzt, beurteilten die RB-Tester den Tragekomfort mehrheitlich positiv. Zudem lässt sich der Helm gut anpassen - mit definiert gerastertem Einstellrad, leicht verstellbaren Riemen sowie Kopfweitenverstellung.
Abus Aventor
Auf letztere verzichtet der deutlich besser belüftete Aventor, bei dem sich im Gegensatz zum Gamechanger auch das Riemendreieck unter den Ohren anpassen lässt. Wichtige Punkte für eine bessere Bewertung bleiben beim Aventor allerdings in den Kategorien Aerodynamik und Gewicht liegen.
Bontrager Ballista und Velocis
Die beiden Bontrager-Helme gefallen insbesondere mit tadelloser Belüftung und guter Anpassbarkeit. Das Aero-Modell Ballista gefiel überzeugte im RB-Dauertest, mittlerweile ist es auch mit MIPS-System erhältlich. Im Windkanal im vorderen Mittelfeld positioniert, wird es trotzdem nicht zu heiß am Kopf. Fahrtwind strömt aus je drei großen Öffnungen an Vorder- und Rückseite über den Kopf und kühlt. Ebenfalls hervorragend belüftet zeigt sich der Velocis, der zudem fast gleichauf mit Giros Synthe ordentliche Aero-Werte lieferte. Dafür ist er der zweitschwerste Standard-Helm im Testfeld. Beide Modelle, die in je fünf Farbvarianten erhältlich sind, gefielen im Test mit hohem Tragekomfort und guter Anpassbarkeit, wozu Clips an den Riemendreiecken am Ohr, große und gut erreichbare Einstellrädchen.
Weitere Fahrradhelm-Tests und Informationen
Alpina Mythos 3
Der Alpina Mythos 3 Test zeigt, dass der Fahrradhelm gut in der Hand liegt und einen wertigen Eindruck macht. Nimmt man den Mythos 3 in die Hand und drückt mit wenig Kraft auf den Helm, so bleibt er formstabil. Die Außenschale ist fest mit der Innenschale verbunden und die Übergänge der verschiedenen Materialien sind sauber verarbeitet. Das Kopfpolster ist mittels Klettverschluss angebracht und kann zur Reinigung entfernt werden. Die Gurte und der Kinnbereich machen ebenfalls einen guten Eindruck und sind sauber verarbeitet. Das Stellrad am Hinterkopf ist griffig und lässt sich entsprechend seiner Funktion gut drehen. Der hintere Feststellgurt (Kopfring) lässt sich in der Position verstellen, so kann der Helm besser auf die verschiedenen Kopfformen eingestellt werden.
Abus Urban-I 3.0 Signal
Mit nur 261 Gramm ist der Abus Urban-I 3.0 der leichteste Helm im Test. Auch bei der Passform kann der Abus-Helm punkten. Über das umfangreiche Anpassungssystem lässt sich der Helm sehr sauber an den Kopf anpassen und sitzt auch auf schmalen Köpfen wackelfrei. Bestwerte erzielt der Abus Urban-I auch bei der Belüftung. 12 Öffnungen lassen ausreichend Luft an den Kopf. Ein Fliegennetz sorgt dafür, dass ungewünschte Insekten nicht mit einströmen. In Sachen Sichtbarkeit und damit verbundener passiver Sicherheit macht dem Abus Urban-I kein anderer Helm im Testfeld etwas vor.
Moderne Fahrradhelme: Sicherheit und Komfort
Wenn’s im Gelände rumpelt, zählt jede Millisekunde - und moderner Kopfschutz zeigt, was technischer Fortschritt leisten kann. Wer auf Waldwegen, Schottertrails oder im Straßenverkehr unterwegs ist, vertraut längst nicht mehr auf die Helmschale allein. Hinter dem sportlichen Look aktueller Modelle stecken ausgeklügelte Sicherheitssysteme, die beim Sturz den entscheidenden Unterschied machen.
MIPS: Wenn der Kopf die Richtung ändert
Die Abkürzung MIPS steht für „Multi-Directional Impact Protection System“ - ein schwedisches Entwicklungsteam brachte diese Technologie zuerst auf den Markt. Statt einem starren System sorgt ein bewegliches Innenleben dafür, dass Rotationskräfte beim Aufprall abgeleitet werden. Der Helm gleitet bei einem schrägen Einschlag kontrolliert über den Kopf - die empfindliche Gehirnmasse bleibt besser geschützt. Besonders bei seitlichen Stürzen und schrägen Aufprallwinkeln zeigt MIPS seine Stärke. Einmal aufgesetzt, bleibt das System fast unbemerkt - aber im Ernstfall übernimmt es die unsichtbare Schutzfunktion.
Inmold: Verschmelzen für mehr Stabilität
Der Klassiker unter den Bauweisen nennt sich Inmold-Technologie. Dabei verschmilzt der Helm nicht nur in der Theorie, sondern ganz konkret: Die harte Außenschale und die stoßdämpfende Innenschicht verbinden sich fest miteinander. So entsteht ein besonders leichtes, aber dennoch stabiles Konstrukt. Im Gegensatz zu älteren Helmmodellen, bei denen die Schichten lose aufeinandersitzen, entsteht hier ein robuster Verbund, der bei Stößen zuverlässig die Energie absorbiert. Gleichzeitig erlaubt die Bauweise ausgeklügelte Formen und große Belüftungsschlitze - ideal für sportliche Einsätze.
Drehsysteme, Polster & Belüftung: Komfort trifft Technik
Technologie zeigt sich nicht nur beim Aufprallschutz - auch in Sachen Komfort haben moderne Helme einiges auf dem Kasten. Hochwertige Modelle setzen auf fein justierbare Drehräder im Nacken, die sich auch mit Handschuhen blitzschnell verstellen lassen. Anpassbare Innenpolster sorgen für einen sicheren Sitz, während antibakterielle Materialien unangenehme Gerüche in Schach halten. Großzügige Lüftungskanäle leiten den Fahrtwind gezielt durch den Helm - bei schnellen Anstiegen genauso wie auf langen Strecken unter der Sommersonne.
Sicherheitssiegel und Normen: Was zählt wirklich?
CE-Kennzeichen, EN 1078, TÜV, GS - die Abkürzungen auf dem Helminneren verraten viel über geprüfte Sicherheit. Besonders relevant bleibt die europäische Norm EN 1078, die klare Anforderungen an Stoßdämpfung, Tragekomfort und Sichtfeld stellt. Wer zusätzlich auf geprüfte Siegel unabhängiger Testinstitute achtet, sichert sich ein Plus an Vertrauen.
City-Fahrradhelme im Test
Die Wahl des besten City-Fahrradhelms ist nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch des Komforts und Stils beim täglichen Pendeln oder entspannten Cruisen durch die Stadt. Ob du mit dem Rad zur Arbeit fährst, Besorgungen machst oder einfach das urbane Leben genießt - ein sicherer Helm gehört unbedingt dazu.
Top 10 City-Fahrradhelme
- KASK Moebius Onyx Helm
- Closca Visor Klapphelm - Weiß
- Brooks Harrier Helm - Blau
- Livall BH51M Neo Helm - Weiß
- Bollé Messenger Standard Helm - Grün
- GES City Helm - Weiß
- Closca Loop Klapphelm - Schwarz Reflective
- Abus Hyban 2.0 Helm - Schwarz
- Bern Macon 2.0 MIPS Helm - Matte Retro Rust
- Bern FL-1 Libre Helm - Schwarz
Analyse der besten City-Fahrradhelme 2025
Der KASK Moebius Onyx wurde für anspruchsvolle Stadtradler entwickelt, die Sicherheit, Komfort und Design in einem Helm vereint sehen möchten. Die kratzfeste ABS-Außenschale schützt zuverlässig im urbanen Verkehr und sorgt für eine langlebige Nutzung im Alltag. Der Closca Visor Klapphelm ist ein stilvoller und praktischer Begleiter für den urbanen Alltag. Mit einem patentierten Faltmechanismus reduziert er sein Volumen um über 50 % - ideal für Pendler, die ihren Helm platzsparend verstauen möchten. Der Brooks Harrier Helm wurde für urbane Fahrradfahrer und Cyclocross-Enthusiasten entwickelt, die Wert auf Stil, Komfort und Leistung legen. Die robuste Polycarbonat-Schale sorgt für Schutz bei Stürzen, während das geringe Gewicht von nur 300 g ein angenehmes Tragegefühl garantiert. Der Livall BH51M Neo ist ein intelligenter Fahrradhelm für urbane Fahrer, die Technologie, Sicherheit und Komfort vereint erleben möchten. Ausgestattet mit LED-Front- und Rückleuchten, integrierten Blinkern und einem Bremssensor bietet dieser Helm maximale Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Der Bollé Messenger Standard Helm ist die perfekte Wahl für Ganzjahrespendler. Mit einem herausnehmbaren und waschbaren Thermofutter schützt er zuverlässig an kalten Tagen. An warmen Tagen sorgt die offene Struktur für gute Belüftung.
Häufige Fragen zu City-Fahrradhelmen
- Welcher City-Helm ist der sicherste? Helme mit MIPS-Technologie oder mit integriertem Licht und Reflektoren bieten aktuell den besten Schutz und Sichtbarkeit im Straßenverkehr.
- Wie finde ich die richtige Helmgröße? Miss deinen Kopfumfang knapp über den Augenbrauen. Vergleiche das Ergebnis mit der Größentabelle des Herstellers.
- Sind Klapphelme genauso sicher wie normale Helme? Ja, Modelle wie die von Closca sind nach EN1078 und CPSC zertifiziert und durchlaufen dieselben Sicherheitstests.
- Was ist der Unterschied zwischen einem City- und einem Rennradhelm? City-Helme sind meist robuster, haben eine ko...
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